Die Vielgestaltigkeit des Lebens: Achillea stellt sich vor

Achillea Millefolium

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Räucherbündel verfügbar ab sofort.

Ökologie

Die Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Als Standort werden Wiesen, (Schaf-)Weiden, Halbtrockenrasen, Acker- und Wegränder bevorzugt. In den Alpen steigt sie auf etwa 1900 m NN. Sie ist fast weltweit verbreitet. Nur im Mediterranen Gebieten ist sie selten.

Biochemie und Pharmakologie

Schafgarben enthalten ätherisches Öl, Alkaloide, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Polyine, Salicylsäure und Triterpene.
Diese Substanzen machen die Schafgarbe zu einer krampflösenden, blutstillenden, entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Pflanze. Als Tee oder Frischsaft getrunken wird die Schafgarbe bei Verdauungsbeschwerden und zur Anregung der Gallensaftproduktion eingesetzt. Weiterhin wirkt sie gegen Bakterien, gegen Krämpfe und auch gegen Entzündungen. Bekannt ist sie auch als Mittel bei Frauenleiden, Nieren- und Blasenproblemen sowie Hämorrhoiden.
Bei den Kelten stand die Schafgarbe für Mut, Gesundheit und Liebe. Die Germanen setzten sie auch für Liebeszauber ein: Schafgarbe soll gebrochene Herzen trösten und heilen. In der Blumensprache steht sie für Kummer und Sorgen, aber auch für Genesung.
Von Druiden wurde die Schafgarbe zur Heilung und zur Vorhersage des Wetters verwendet.
Die Schafgarbe soll der Legende nach aus den rostigen Spänen von Achilles Speer entstanden sein. Dieser Speer konnte nicht nur verletzen, sondern auch heilen. Achilles heilte im Trojanischen Krieg vieler seiner Mitkämpfer mit Schafgarbe. Überhaupt wurde die Schafgarbe von Soldaten gern zur Heilung ihrer Wunden verwendet.
Indianer kannten ebenfalls schon die Wundheilungskraft der Schafgarbe.
Später schrieb man die Schafgarbe dem heiligen Johannes zu. Sie wurde am Vorabend des Johannistages um Häuser und Kirchen gepflanzt, so daß diese vor bösen Geistern und vor Krankheit geschützt seien.

Wirkung als Räucherung

Die Vielgestaltigkeit des Lebens“

Mit diesem Kräuterbündel halten Sie ein machtvolles Instrument für Reinigungs- und Vergebungsrituale in den Händen.
Im märchenhaften Thüringer Werratal gesammelt, verbindet sie uns mit den Kräften der germanischen und keltischen Vorfahren, die die Schafgarbe in ihren Neunkräuterbusch banden.
Ein Räucherritual mit Achillea millefolium lässt Blockaden und Narben weich werden, „alte Rechnungen“ und Verstrickungen jeder Art können aufgelöst werden. Emotionale und körperliche Ebene entspannen sich und füllen sich mit dem Urvertrauen und der Kraft des Wassers, das stetig und sanft seinen Weg findet.
Traditionell ist die Räucherung mit Achillea eine Kontaktaufnahme mit der weiblichen Kraft, die zu nächtlichen Stunden und um den Neumond herum durchgeführt wird. Während Frauen zurück zu ihren Wurzeln und zur Kraft des (weiblichen) Kollektivs finden, erlaubt sie Männern, den Panzer moderner Konventionen und Erwartungen abzulegen und in ihrer natürlichen Kraft mühelos und frisch zu fließen.

Grüne Freiheit: Wenn Ihr wüßtet, was unsere Urtica vermag….

Urtica Diocia

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Räucherbündel verfügbar ab sofort.

Ökologie

Die Große Brennnessel gehört zur Gattung der Rosales und zur Familie der Urticaceae. Ihr Name Urtica stammt vom lateinischen Wort urere = brennen her.
Beobachtet man ihren Wuchs, so kann man erstaunt sein darüber, wie sie den Übergang schafft vom Bauwerk zum gewachsenen Boden, wie sie “vergessene” eiserne Geräte überwuchert und die offene Stelle am Bachufer schliesst: Unaufhaltsam überzieht sie wie ein heilsames Pflaster die tiefen Wunden, welche die moderne Forsttechnik in das empfindliche Waldbodengefüge reißt.
“Unter allen Stauden ist kaum ein Gewechs über die Salbey, denn es dienet dem Arztet, Koch, Keller, Armen und Reichen”
Hieronymus Bock

Biochemie und Pharmakologie

Die Brennnessel enthält als wirksame Bestandteile viel Vitamin C und Provitamin A, Caffeoyl-Chinasäuren, Mineralsalze (v.a. Kalium), Gerbstoffe, Magnesium, Eisen, Chlorophyll, Schleim, Acetylcholin, Wachs und ätherische Öle sowie biogene Amine wie Histamin und Serotonin als Bestandteil des Nesselgiftes.
Das brennende Sekret erzeugt Heilwirkung durch eine Verbesserung der Durchblutung, des Gewebetonus durch und das Ausschwemmen von Schlacken. Dadurch entstehen erhöhte Sensitivität und Beweglichkeit.
Reichlich vorhandene Phytohormone unterstützen die hormonelle Umstellung zum Erwachsenwerden und fördern eine gesunde Sexualität.
Die Germanen setzten die Brennnessel nicht nnur zu Vertreibung von Untugenden ein („Nessel-Peitschen“) sondern auch für den Liebeszauber: Wenn man an einem Freitag, dem Tag der Freya, vor Sonnenaufgang heimlich auf eine Brennnessel uriniere, dabei den Namen des/der Geliebten sage und die Pflanze mit Salz besprenge, könne man dem Objekt der Begierde eine heiße Liebe anzaubern. Man müsse nur nach Sonnenuntergang desselben Tages die Pflanze ausgraben, in die Glut legen und drei Dämonen beschwören: “Öl, Ammel und Ingrimm. So wie diese Nessel hier brennt, so brenne auch sein/ihr Herz nach mir!
Milarepa, der grösste Dichter Tibets, wird auf Meditationsbildern grün dargestellt, da er sich ausschließlich von Brennnesseln ernährte und dabei ein Siddhi, ein Vollkommener mit übernatürlichen Fähigkeiten wurde.
Rudolf Steiner (1861-1925), hellsichtiger Mystiker und Begründer der Antroposophie bezeichnete die Nessel als die größte Wohltäterin im Pflanzenreich. Kräuterpfarrer Künzle 1857-1945, der große Schweizer Kräuterkenner meinte, dass die Brennnessel aufgrund ihrer großen Tugenden schon längst ausgerottet wäre, wenn sie keine Stacheln hätte.
In der biologisch-dynamischen Kultivierung wird das Brennnesselpräparat verwendet um die “Marskräfte” in den Pflanzen zu stärken und das Mondenhafte (z. B. die weichen, schleimigen, saftziehenden Mikroorganismen, Schimmelpilze, Mehltau etc. in die Schranken zu weisen. Der Stängel ist zäh, streng vierkantig und verzweigt sich nur, wenn er verletzt wurde.

Wirkung als Räucherung

„Befreiung des Geistes“ Mit diesem Kräuterbündel der Urtica dioica – einer Brennnessel-Art, die schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze geschätzt wird – halten Sie ein machtvolles Instrument zur Befreiung von Überkommenen und zum Eintritt in neue Lebensphasen in den Händen.
Ein Räucherritual mit Urtica dioica „verbrennt“ hindernde Gedanken und gibt Mut, Konsequenzen umzusetzen, die zur Erreichung eines erweiterten Lebens- und Wahrnehmungsraums Voraussetzung sind. Als Auftakt für Visionssuche und Auszeit schafft sie Raum für Träume und mutige Entschlüsse, belebt Körper und Geist und reinigt die Kannäle, durch die frische Energie zufliessen darf.

Die Herzöffnerin stellt sich vor: Cedronella canariensis

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Ökologie

Die Cedronella – oder auch Balsamstrauch – ist ein Lippenblütler. Die zitronig-balsamisch duftende Cedronella zeigt harzig-balsamische und zitrusfrische Noten mit Anklängen an Kampfer. Der Name Cedronella entspricht der Verkleinerungsform von Zeder und weist auf das Aroma hin. Cedronella canariensis wächst ausschliesslich auf den Kanaren.

Biochemie und Pharmakologie

Klassische ätherische Komponenten wie Myrcen, ß-Pineol, Limonen, Sabinon, Kampfer und andere geben der Cedronella canariensis ihren unwiderstehlichen Duft.

Die enthaltenen Terpene werden vielfältig in der modernen Medizin und Kosmetik genutzt, etwa in Haarwassern, Fungiziden, als Schmerzmittel, gegen Blähungen, Blutdrucksenker. Die Öe wirken zudem entzündungshemmend und abschwellend.

Wirkung als Räucherung

Das Räucherritual oder auch das einfache Pflanzenopfer der Cedronella canariensis wirkt herzöffnend.
Die Pflanzendeva vertreibt alle Hemmnisse und schweren Empfindungen und lässt den Energiekörper sich ausdehnen. Für das verborgene Potenzial einer Situation oder eines Menschen entsteht ad hoc Raum.
In den Guanchen-Ritualen findet die Cedronella daher besonders bei Initiationsriten oder zu Beginn von Visionsreisen traditionell Anwendung.

Neu Eingetroffen: Cedronella, Achillea, Urtica und Salvia

We proudly present… unsere nächsten Bündel aus dem Sortiment, die ab sofort bestellt werden können, solange der Vorrat reicht:

 

Cedronella canariensis – von den Einheimischen auf Teneriffa liebevoll „Herzenstor“ genannt.
Urtica dioica –  ein machtvolles Instrument zur Befreiung von Überkommenen und zum Eintritt in neue Lebensphasen.
Salvia officinalis
, die als Räucherpflanze d eine Grenzziehung zwischen Innen und Außen erlaubt.
Achillea millefolium
die Blockaden und Narben weich werden läßt, „alte Rechnungen“ und Verstrickungen jeder Art aufgelöst.

Bei dieser Gelegenheit auch nochmals der Hinweis auf die Reihe “Räuchdrn im Kiez” bei der Sie die Kräuter und ihre Anwendung live erleben können:

Vollmond im Widder
Initiation und Aufbruch

SEIN Redaktion, Akazienstraße 28, 10823 Berlin

10.10., 17- 19h

Mondlicht, Oranienstraße 14, 10999 Berlin

11.10., 20 – 22h

Zenit, Pariser Straße 7, 10719 Berlin

12.10., 17 – 19h

Neumond  im Skorpion
Bestimmung

Adhara Büchertempel, Pestalozzistr.35, 10627 Berlin

25.10., 17 – 19h

Samhain
Weltenreise

Siethener Wald (unter freiem Himmel)

31.10., 20 – 22h

Die nächste Etappe – und Dank an eine kleine WNS-Familie

 

Wild Natural Spirit begann eigentlich 2008, als ich ein Projekt in Nordthailand beraten habe. Dort ging es um die Bedingungen von Demokratie – Auslöser der Bewegung waren die Wahlkorruptionen durch die Taksin-Regierung gewesen. Im Gespräch mit Therravada-Mönchen vor Ort wurde deutlich, dass die Menschen, die nicht in die Städte (va: Bangkok) flüchteten, unterhalb der Armutsgrenze lebten und/oder zwangsläufig in die Abhängigkeit der Drogenmafia in diesem Gebiet gerieten. Jede/r, die ein bisschen etwas “im Kopf” hätte, würde also versuchen, so früh wie möglich abzuwandern – zurück blieben die, die kaum Möglichkeiten hatten, aktiv auf strukturelle Veränderungen hinzuwirken. Wir suchten nach Lösungen, Jugendliche vor Ort darin zu unterstützen, eine eigenständige Existenz auf Heimatboden zu gründen, die gleichzeitig keinen Affront für die bestehenden “Netzwerke” darstellte. Der Anbau traditioneller Heilkräuter (statt Schlafmohn) auf Tempelland schien uns eine glückliche Lösung zu sein. In diesem kleinen und informellen Rahmen fand die Idee guten Anklang.

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Ich hatte das Projekt fast schon vergessen, als mich im Januar 2010 ein Traum (! mehr hierzu unter http://www.newslichter.de/2011/07/vom-traum-zur-wirklichkeit-das-sonnenprojekt/ ) in den Norden Teneriffas holte. Auf höchst mysteriösen Wegen kam ich in Kontakt mit indigenen Curanderos und Curanderas (“HeilerInnen”), die sich auf die verschüttete Kultur der Guanchen (Ureinwohner der Kanaren) bezogen. Sie lehrten mich Medizinpflanzen und Rituale der Guanchen. In Verbindung mit dem Traum und dem damit verbundenen Auftrag, initiierte ich im Anagagebirge/Teneriffa ein zweites Projekt, das arbeitslosen Jugendlichen eine Rückverbindung zu den Traditionen ihrer Vorfahren und zu den endemischen Heilpflanzen ihres Landes vermitteln soll.

Bis dahin war alles eine “Privatinitiative” einer Politikberaterin, der wertebasiertes Management und gesellschaftliche Mitverantwortung am Herzen liegen.

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Doch nun gesellten sich weitere Menschen dazu, Gespräche mit den Sozialbehörden der Kanaren und dem Kardinal (wegen eines geeigneten Gebäudes) wurden geführt. Es brauchte plötzlich Geld, viel Arbeitszeit, ein Konzept zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit.

Und so arbeitete ich mit wenigen Helfern im vergangenen Jahr an mehr Form und Basis für das Projekt.

– Christian Rudat leitete den Testanbau auf den Kanaren

– Paradee Neng betreut das Projekt in Korat/Thailand

– Andreas Bendler und Marco halfen bei den ersten Wildsammlungen auf Teneriffa

– Marie Stanelle und Julia König haben sich über die PR für das Projekt viele Gedanken gemacht

– Mirjam Müller und Philipp Steinweber haben uns geholfen, unter www.wild-nattural-spirit.org eine wundervolle Website zu kreieren

– Bettina Sahling (newslichter) und Jörg Engelsing (Sein Berlin) haben für Veröffentlichungen gesorgt

– Salome Messintini hat mich auf die kanarischen Behörden begleitet und mein “broken spanish” vefständlich werden lassen

– Rosario Zamonaro stellt für den Schulungsanbau auf Teneriffa etwas Land und ihre Arbeitskraft zur Verfügung

– Martin Lauterbach hat mir mir die wundervollen Verpackungen der Räucherbündel kreiert

– Chaiwat Thirapantu brachte mich mit den Mönchen in Korat in Kontakt

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… wir werden eine kleine Familie… und jetzt brauchen wir ein paar Menschen, die sich auf Form und Verwaltung besser verstehen, als ich 🙂

Derzeit bereiten wir die Formalitäten für den Gemeinnützigkeitsstatus von WNS vor.

Wir könnten einen Verein oder eine Stiftung gründen.

Eines von beidem wird es zum Jahresende wohl geben – wenn sich hier viele  StifterInnen finden, dann wäre eine gemeinnützige Stiftung wohl die solidere Lösung.

Räuchern im Kiez – Einladung im Berliner Oktober

Aktion im Berlin: Andacht – Medizinpflanzen –Rückverbindung

  • Was hat es auf sich, mit den jahrtausendealten Räucherritualen, die in allen Kulturen einen festen Platz zwischen Menschen und Pflanzen haben?
  • Was sind das für Pflanzen?
  • Was machen solche Rituale?

Und welchen Dienst können sie heute für uns haben, in einer Zeit, in der viele Menschen gar nicht mehr zu innerer Stille und bewusster Rückverbindung mit dem Leben kommen?

Unser Projekt wächst bisher noch im Stillen und aus eigener Kraft. Mit dem Projekt arbeiten Menschen auf drei Kontinenten daran, die Rituale unserer Vorfahren wiederzubeleben und die alten Medizinpflanzen von Germanen, Kelten, Guanchen und Thai zu neuer Beachtung zu bringen.

Das könnt Ihr jetzt unmittelbar erleben – mit der schönen Veranstaltung „Räuchern im Kiez“: Die Projektleiterin, Evelin Rosenfeld, lädt alle Interessierten in Berlin ein, in der Zeit um den Oktobervollmond, Oktoberneumond und Samhain an einem Räucherritual teilzunehmen.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, melden Sie sich bitte telefonisch oder per e-Mail an. Die Teilnahme basiert auf Spendenbasis.

Wir veranstalten das „Räuchern im Kiez“ zusammen mit unseren KooperationspartnerInnen, bei denen die Räucherbündel von Wild Natural Spirit direkt bezogen werden können.

Hier die voraussichtlichen Orte und Termine

Zum Vollmond:

  • SEIN Redaktion, Akazienstraße 28, 10823 Berlin; ; 10.10., 17 –19h
  • Mondlicht, Oranienstraße 14, 10999 Berlin; 11.10., 20 – 22h
  • Zenit, Pariser Straße 7, 10719 Berlin; 12.10., 17 – 19h
  • Wietzow, Müritz; Adresse bei Anmeldung; 13.10., 17 – 19h

Zum Neumond:  

Adhara Büchertempel, Pestalozzistr.35, 10627 Berlin; 25.10., 17 – 19h

Zu Samhain:

Unter freiem Himmel etwa 14km von Berlin 31.10., 20 – 22h

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Bitte unbedint telefonisch oder per e-Mail anmelden !!! Ohne Anmeldung kein Einlass.

Die Teilnahme basiert auf Spendenbasis.

 

 

Drago – Die sechste Pflanze

Wer unser Sortiment aufmerksam studiert, stellt fest, dass es aus Teneriffa eine sechste Pflanze gibt: Dracaena drago.

Sie ziert unsere Website im Hintergrund – und das hat seine Bewandnis.
Der Drachenbaum, oder, wie die Tinerfeños ihn nennen: der Drago – ist nicht umsonst Wahrzeichen der sieben Kanareninseln.

Aus seinem Stamm fließt das Drachenblut – das echte.
<Anm.: Das im gewöhnlichen Handel erhältliche “Drachenblut” stammt aus einer südamerikanischen Pflanze, riecht sehr unangenehm und hat bestenfalls als Insektenvertreiber eine Wirkung>.

Im Occident findet das Drachenblut der Dracaena drago schon bei Dioscorides (1. Jh. n. Chr.) Erwähnung, in der Antike wie auch dem Mittelalter war es bedeutende Handelsware. In der chinesischen Medizin findet es noch heute Verwendung. Das wahre Wissen um den Drago stammt jedoch wiederum aus der Guanchenkultur: Das dunkelrotes Harz des kanarischen Drachenbaums liefert eine der machtvollsten Räucherungen, die uns bekannt sind.

Drago ist Transformation.

Und daher auch die “sechste Pflanze” im Hintergrund unseres Projekts.

In der körperorientierten Medizin der Guanchen wurde Drachenblut äußerlich bei Skorbut und in der Wundbehandlung als Antiseptikum verwendet, innerlich bei Durchfall und Atemwegserkrankungen. Seine wahre Bedeutung hatte es jedoch als Räucherwerk und in der Herstellung der Mischung für die Einbalsamierung der Titen. Mit dieser dreifachen Mischung reinigten die Guanchen ihre Toten von allen Hindernissen und Schatten des Lebens und führten die Seelen der Gestorbenen zum Licht.

Angewendet bei Heiritualen für Lebende hat es eine außerordentlich starke Wirkung:
Der dunkelrote Rauch dringt in die tiefsten Tiefen des Anwenders ein, berührt seine “Wurzel” – seine seelische und spirituelle Verankerung und Wunden, die hier ihren Anfang nehmen und bis in die Gegenwart fortwirken. Es transformiert uralte Empfindungen von Schmerz, Angst, Getrenntheit in Lebenskraft und öffnet den Weg zu Selbstkontakt und Selbtliebe auf ein Neues.
Bei der Anwendung können die berührten Themen und Empfindungen allerdings noch einmal aktiviert werden. Daher ist es nur den höchsten Curanderas vorbehalten, dieses Harz für Heilbehandlungen einzusetzen.

Kraftorte und Werkzeug

Unsere Vorfahren kannten sie: Die besonderen Orte in der Natur, an denen bestimmte Stimmungen gut aufgehoben, bestimmte Einsichten leichter zugänglich und hilfreiche Kräfte verfügbar waren.

In unserer Zeit gibt es zwar noch ein vages Verständnis dafür, dass „Natur gut tut“– jede/r weiß, dass ein Spaziergang im Wald oder ein paar stille Minuten am See beruhigen und Kraft geben. Doch die meisten haben das Wissen um die Kraftorte verloren. Während der Auszeit „Was Dir wirklich wichtig ist“ lernen Sie solche Kraftorte kennen…

Ein starker Kraftort wird zu dem was er ist, durch drei Faktoren:

  • seine örtlichen Gegebenheiten (Lage, Geologie und Bestand an belebter Natur)
  • sein Gedächtnis
  • die Verbindung zwischen Ort und Besucher/in

Während unserer Auszeiten reisen wir an drei besondere Orte auf drei Kontinenten: In das Anagagebirge auf Teneriffa – eine Vulkaninsel mit außerordentlicher Fauna, Flora und Geschichte (mehr dazu in den nächsten beiden Beiträgen). Auf die Insel Koh Phangan im Golf von Siam – eine Pazifikinsel, größtenteils bewachsen mit tropischem Urwald und bei den Einheimischen wegen ihrer Bedeutung für frühere Rituale und traditioneller Feierlichkeiten auch die „Insel der Grenzen“ genannt. Und in das thüringische Werratal, ein Juwel im Thüringer Becken, Zentrum germanischer Geschichte und Südspitze eines einmaligen Naturparks. Allein diese „Kulissen“ für unsere Exkursionen und Elementarerlebnisse während der Auszeit sind von außerordentlicher Schönheit und Unberührtheit.

Die Plätze selbst, zu denen wir während der Seminarwochen gelangen, verfügen zudem über außergewöhnliche Felsformationen oder Wasserläufe, phänomenale Baumriesen oder erhebende Ausblicke. Sämtlich sind sie gehütet von wenigen eingeweihten  Einheimischen, denn sie sind seit Jahrhunderten Orte der inneren Sammlung und/oder Initiation.

Dies nenne ich das „Gedächtnis“ eines Ortes: Orte, an denen viele Momente der Andacht und Hingabe stattgefunden haben und die (auch deshalb) eine besondere Fürsorge durch die Menschen erfahren, tragen eine besondere Atmosphäre oder Aura, die spürbar ist für ihre Besucher/innen.

Nicht selten wachsen an solchen Orten auch „Medizinpflanzen“ – Pflanzen also, die durch ihre Inhaltstoffe oder pure Präsenz eine besondere Wirkung auf den Menschen haben.

So findet man im Anagagebirge nicht nur eine Vielzahl von Heilpflanzen, die auch in der modernen Medizin Bedeutung haben (etwa Sarsaperilla oder Artemisia), sondern auch Pflanzen, etwa aufgrund psychotroper oder spritueller Wirkung verehrt werden.

In Thailand finden wir die außergewöhnlichsten Formen von Pflanzenwesen – sei es nun der wilde Ingwer mit seiner vitalisierenden Präsenz oder die endogenen Lianen, die besondere Plätze verbergen oder öffnen können.

Die Drachenbäume auf den Kanaren sind nicht durch Zufall im Zentrum des Totenkults der Guanchen – als Formation inmitten der Berge erinnern sie an unsere Verhaftung mit Mutter Erde und die Verletzlichkeit unserer Wurzeln.

Ein wichtiger Aspekt unserer Auszeiten ist es, die persönliche Rückverbindung mit sich selbst, der Natur und dem Leben wiederherzustellen und Erfahrungen zu vermitteln, die den bisherigen Horizont öffnen hin zu einem erweiterten, selbstbestimmten Leben. An den Kraftplätzen entsteht die hierzu erforderliche innere Stille und Andacht mit Leichtigkeit – so dass traditionelle Rituale oder die schlichte Betrachtung belebter Natur ihre nachhaltige Wirkung entfalten können.

 

Dieser Artikel wurde entnommen aus dem Reisetagebuch von http://www.seminar-und-reisen.de

5 Wandlungsphasen bei Pflanzen – Resonanz mit der menschlichen Seele

Die 5 Wandlungsphasen – Wind, Feuer, Erde, Metall, Wasser –  sind in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eine Beschreibung energetischer Zustände zwischen den Prinzipien Yin und Yang. Die fernöstliche Diagnostik kennt keine „Krankheit“ oder „Fehler“ – sondern setzt an dem dynamischen Gleichgewicht dieser 5 energetischen Zustände an, um temporäre Ungleichgewichte zu verstehen und auszugleichen.

Diese Art der Betrachtung wurde von Evelin Rosenfeld auf psychologische Prozesse übertragen um dabei zu helfen, Persönlichkeitsaspekte zu reaktivieren, die aufgrund belastender Erlebnisse oder Vernachlässigung geschwächt wurden. Sie wurde in den frühen 90er Jahren von Michio Kushi gelehrt, wie diese Wandlungsphasen in der Natur und vor allem im menschlichen Körper wirken. Es gibt hier eine ganz eigene Diagnostik und phasenspezifische Therapien. Über die Jahre erforschte sie, wie dieses auf körperliche Zustände angewandte System auf psychologische und spirituelle Zusammenhänge übertragen werden kann. Ihre Methode basiert auf der Annahme, dass wir alle mehrere energetische Entitäten in Form einer Vision und bestimmter Potenziale in uns tragen. Sie zu erkennen, ausgewogen wertzuschätzen und miteinander auf eine gemeinsame, übergeordnete und integrierende Vision auszurichten, ist die Basis für eine vollständige und harmonische Entfaltung gegebener Fähigkeiten, Träume und Wirklichkeiten. Deshalb ist es hilfreich, die fünf Elemente, die uns überall – und am deutlichsten in der unberührten Natur – umgeben, wieder bewusst wahrzunehmen, sich ihrer Qualität und Wirkung anzunähen und eine wertschätzende Haltung zu ihnen aufzubauen. Das ist der erste Schritt bevor wir durch unser inneres Tor die eigenen Entitäten ansprechen. Jeder unserer inneren Persönlichkeitsaspekte ist durch eines dieser Elemente repräsentiert.Dabei unterstützen Sessions in freier Natur, wo die Kontaktaufnahme zu den Wandlungsphasen ganz unmittelbar erfolgt und ein Empfinden für die unterschiedlichen Energiezustände spielerisch entwickelt wird.

Bei ihrer Arbeit mit schamanischen Techniken verschiedener Kulturen entdeckte sie auch, dass bestimmte Pflanzen eine besondere Resonanz auf bestimmte Seelenzustände haben – und dass auch diese Pflanzen die Systematik der Fünf Wandlungsphasen wiederspiegeln.

Die drei “Pflanzenkreise” von Wild Natural Spirit enthalten jeweils fünf Pflanzen – eine jede entspricht einem dieser fünf energetischen Zustände.

Wie führte Dich der Weg nach Teneriffa?

In den Rauhnächten des Jahres 2009 hatte ich einen wiederkehrenden Traum: Ein Pflanzenwesen (es nannte sich „Vertreterin der Sonnenpflanzen“) klagte über die Abwendung der Menschen von der Sonne und forderte mich auf, die Sonnenpflanzen zu suchen und mit deren Hilfe „auf alten Wegen“ die Verehrung der Sonne zurück zu den Menschen zu bringen. Zudem nannte es mir eine seltsame Zahlenkombination. Obwohl ich sehr erstaunt war, begann ich zu forschen und die Zahlen stellten sich als Koordinaten eines unbeschreiblich schönen Platzes im Anagagebirge auf Teneriffa heraus. Ich reiste dorthin und traf dort mitten im abgelegenen Anagagebirge einen alten Guanchen. Er begrüßte mich mit den Worten “Du kommst später als ich dachte” und begann fast unvermittelt, mir die Medizinpflanzen der Guanchen zu zeigen und auf langen Wanderungen nahezubringen. Woche für Woche fügten sich die Nachricht des Pflanzenwesens, meine Lehren bei dem Guanchen und meine Transformationsarbeit zu einem klaren Bild und Vorhaben zusammen: Es zeigte sich ein Pflanzenkreis aus fünf Sonnenpflanzen, der die uralten Rituale der Guanchen erschliesst für die Arbeit mit Menschen in Transformationsprozessen.

Ich forsche schon länger über die Wirkung von bestimmten Pflanzen auf die Bewusstseinsbildung beim Menschen. Doch was ich mit diesen Pflanzen erlebte – im direkten Kontakt und bei Räucherungen – übertrifft das, was ich bisher kannte