Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Tag der Offenen Tür auf Aditi

Sommersonnenwende

Täglich erreichen mich EMails und telefonische Anfragen, die das starke Interesse an Aditi als Ort signalisieren. Die Menschen wollen “mal vorbei kommen”, den Landwirtschaftsbetrieb ohne Maschinen sehen, die Permakulturgärten betrachten und die Kraft dieses zauberhaften Ortes spüren.
Das kann ich gut verstehen – schließlich habe ich meinen ganzen bisherigen Lebensentwurf über den Haufen geworfen, um hier leben und wirken zu dürfen.
Allerdings bewältigen wir derzeit zu zweit (eine dritte Arbeitskraft wird schon gesucht) ein Grundstück von 35.000 Quadratmetern, einen Kräuteranbau in reiner Handarbeit, einen Produktionsbetrieb für wertvolle Kräuterdestillate und Tees und den hierfür nötigen und stark wachsenden Direktvertrieb. Ich habe schlicht keine Zeit, all die Anfragen und Besuchswünsche zu bedienen.

Und doch möchte ich die Schönheit und Kraft dieses Ortes gerne mit all jenen Menschen teilen, die die Natur lieben, die unsere Arbeit wertschätzen und Freude an Heilkräutern haben.
Daher werden wir zur Sonnenwende einen “Tag der Offenen Tür” feiern.

Wir haben uns zu all den Freuden und Kostbarkeiten , die es hier auf Aditi gibt, kleine “Stationen” ausgedacht, durch die wir Dich am 21. Juni ab 12h gerne geleiten. Alle Veranstaltungen – bis auf die Teilnahme am vegetarischen Pracht-Büffet – sind kostenlos. Allerdings kann nur teilnehmen, wer sich angemeldet hat.

Hier ist der geplante Ablauf:

Begrüßung12:00 Uhr
Gartenführung12:30 Uhr
Destillate Verkostung/ Verkauf13:30 Uhr-14:15 Uhr
Live Destillation14:30 Uhr-18:30 Uhr
Gartenführung15:00 Uhr-15:45 Uhr
Kräuterverkostung/ Verkauf16:00 Uhr-16:45 Uhr
Buffet (Kostenbeitrag 21,00€) **17:00 Uhr- 18:00 Uhr
Sonnenwendfeuer19:00 Uhr-21:00 Uhr
  
**vorbehaltlich der dann geltenden Corona-Bestimmungen

Wenn Du gerne dabei sein möchtest, melde Dich bitte schriftlich per EMail (info<at>wild-natural-spirit.org) an und warte die Anmeldebestätigung ab.

Wenn Du am Büffet teilhaben möchtest, vermerke dies bitte bei deiner Anmeldung. Du bekommst dann eine Aufforderung, de Teilnahmebetrag von 21€ zu überweisen und hast deinen Platz an unserer Sonnenwend-Tafel damit sicher.

Wir freuen uns auf Dich !

Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Gärten für alle !

Garten Permakultur

Unabhängig mit der Natur und durch meiner Hände Werk

Während ich diese Zeilen schreibe, blicke ich in die sanft hüglige Landschaft meiner Heimat, hunderte blühender Reneclauden- und Birnbäume, Vogelgezwitzscher und die Stille einer Zeit, in der viele Menschen überraschend Gelegenheit haben, einen anderen, einen neuen Blick auf das Leben, das sie leben, zu werfen, Zusammenhänge zu hinterfragen, die sie bisher für selbstverständlich hingenommen haben und wirklich mal wieder neu zu träumen, vielleicht sogar Pläne zu machen.
Diese Bewegung möchte ich gerne verstärken, hier, aus meinem Rückzugsort, mit Erde unter den Fingernägeln, sonnengebräunten Lachfalten und ganz viel Frieden im Herzen.

Der Garten als Tempel

Es ist wirklich nicht leicht, in seiner inneren Mitte zu bleiben. Bei all den Informationen, Fragen, Konflikten, die nun einfach mal im Alltag eines Menschen auftauchen. Ich habe zu diesem Zwecke ja jahrzehntelang Yoga praktiziert und bin immer wieder in Asien abgetaucht. Für mich spielte Naturkontakt schon immer eine zentrale Rolle – einfach, um nicht von den alltäglichen Dingen überrollt zu werden, meine Mitte zu spüren und mein göttliches Urvertrauen zu nähren.
Seit ich ständig hier auf dem Berg bin und täglich mit Erde, Pflanzen, Wasser, Feuer und Wind in Kontakt lebe, brauche ich diese „Spezialaktionen“ nicht mehr.
Mein Garten ist immer geöffnet. Der alte Pflaumenbaum oder die zarte Schafgarbe sind immer da. Und immer voller Leben. Einfach nur atmen, spüren, riechen tut gut. Doch dann auch das Arbeiten mit der Natur. Ein Tor reparieren. Feuerholz spalten. Beete anlegen. Blüten sammeln.

Garten Permakultur

All dies sind innere und äußere Bewegungen, die mich ganz von selbst in Einklang mit dem Leben bringen. Heraus aus dem Gedankengetöse. Heraus aus den zwischenmenschlichen Verhandlungen. Ganz tief und satt hinein ins Leben. Und das geschieht ganz ohne Hast, ohne Geldbedarf, ohne Ressourcenverschwendung und Leistungsziele. So wandeln sich auch meine Gedanken und Bewegungen von schnell und viel zu schön und liebevoll.

Na, hast Du schon Lust, ein bißchen rauszugehen und den Wind durch dein Haar streichen zu lassen ?

Der Garten als Vorratskammer

Ja, und wenn ich immer an diesem Ort bin, meinem Garten, den ich Tag ein Tag aus pflege und hege und betrachte, dann entdecke ich all die Kräuter, die im Frühjahr meine Vitaminreserven auffüllen, entdecke Pilze, eßbare Wurzeln, die ich mit dem von eigener Hand angebauten Gemüse genießen darf, ernte mit Freude die Nüsse und Äpfel für den Winter.

Das ist körperlich harte Arbeit.
Mit meinen 51 Jahren ist es schon was, täglich viele Stunden zu hacken, zu sammeln, zu wässern, Kompost umzuschichten, Holz zu tragen. Ich bin am Ende des Sommers richtig müde, meine Hände und Füße sind voller Schwielen. Doch mein Kardiologe bestätigte mir kürzlich, daß all meine inneren Organe in der Verfassung einer Jugendlichen seien. Und um meine Figur … brauche ich mir auch keine Sorgen zu machen…
Ja, nicht nur die körperliche Arbeit bei Wind und Wetter – auch zu wissen und zu spüren, was ich zu mir nehme, mit welcher Liebe und in welcher Fürsorge meine Nahrung gediehen ist, trägt ganz sicher zu meiner inneren und äußeren Gesundheit bei.

Und weil ich gleich alle Schritte auf einmal gemacht habe – aus meinen Einsichten über Wirtschaftspolitik und Konsum, Erwerbsleben und Sinnhaftigkeit – hatte ich mir ja auch vorgenommen, nicht nur MIT sondern auch AUS meinem Garten zu leben.
Für eine, die überdurchschnittlich gut verdient hat in der Vergangenheit, de facto ein Schritt in ein deutlich bescheideneres Leben. Denn AUS dem Garten leben heißt ja nicht nur, mehr, viel mehr arbeiten, um so viel produzieren, daß ich vom Verkauf leben kann. Es heißt auch viel weniger Geld bei unsicherem Einkommen. Mit dem leben, was da ist.

Garten Permakultur

Ich hatte das Glück, mit den Thai leben zu dürfen. Mit ganz einfachen Thai, die weder Telefon noch Plastik kannten, die mit Geld nichts zu tun hatten und die aus Bambus eigentlich immer eine Lösung für alles machen konnten…  Ich erfuhr als verzärtele Wohlstandstochter aus Deutschland, wie es ist, wenn die Matratze in der Regenzeit feucht und in der Trockenzeit voller Ameisen ist. Ich erfuhr, wie es ist, jeden Tag Reis zu essen – und vielleicht etwas dazu, was sich ergeben hat.
Konsumverzicht.

Und weißt Du was ? Das ist gesund ! Körper und Geist sind wach und vital, deine Sinne vibrieren in vollem Umfang, und Du erfährst Tag für Tag, daß Du dem Leben gewachsen bist, daß Du Lösungen findest und Geschenke.

Das geht hier in Deutschland auch. Und mit einem Garten, den Du Tag für Tag hegst, so, daß er Dich ernähren kann, hast Du den Hauptgewinn.
Was würdest Du denn anbauen ?

Der Garten als Unabhängigkeit in Verbundenheit

Schritt für Schritt gehe ich weiter. Ich erschließe mir die Zyklen von mehr und mehr Pflanzen – hier auf ein paar tausend Quadratmetern mitten in Deutschland. Verstehe, wie ich sie zur Reife und Vermehrung bringe, wie ich sie ernten darf und wie ich Kostbarkeiten aus ihnen schaffe, die die Menschen mir aus den Händen reißen, weil es „so etwas“  heute gar nicht mehr gibt und weil es eine Kraft in sich trägt, die bis in die Menschen reicht, die ihrer zufällig habhaft werden.
So kann ich die Gesundheit, Kraft und Schönheit auf Aditi sogar teilen.

Ich heize seit drei Jahren mit Holz. Nur mit Holz. Das ganze Haus und den ganzen Winter. Das macht mich noch unabhängiger – und Holz bei eisiger Kälte im Garten zu machen, hat für mich als „Tropenkind“ dem Winter alle Schrecken genommen.
Bald werde ich weiter darüber nachdenken, wie wir den Stromverbrauch noch weiter reduzieren und auch selbst erzeugen können. Sicher hat der Garten eine Antwort…

… welche Dinge binden Dich ? Könnte Dich ein eigener Garten unabhängiger machen ?

Aus der Einsicht folgt die Tat

Die meisten meiner Freunde sind Akademiker. Und entweder, sie haben schon länger alternative Wege für sich erschlossen, oder sie sitzen in gutbezahlten Angestelltenjobs. Mehr oder weniger intellektuell. Sie alle … waren bisher davon überzeugt, den Joker in der Hand zu haben, auf der „Gewinnerseite“ zu sein. Obwohl sie dafür eine Menge Verdrängungsarbeit leisten mußten und den Frust über den Niedergang ihrer Ideale irgendwann geschluckt hatten. In diesen Wochen haben wir viel gesprochen und vieles kam wieder an die Oberfläche. Die vertrakte Beziehungssituation, der ein paar Wochen Intensivzeit gut getan haben. Wenigstens um zu sehen, was wirklich ist. Die Situation im Job und was das mit der inneren und äußeren Gesundheit macht. Der Lebenstraum und all die vermeintlichen Hindernisse, die dazwischen stehen.

Mit diesen Zeilen – aus meinem Paradies, mitten in Deutschland, mit gegerbten Händen als Akademikerin – möchte ich Dir Mut machen, ganz zurück ins Leben zu kehren.
Deinen Körper wieder zu spüren. Verantwortung zu übernehmen für ein bisschen Erde. Mit dem zu Leben, was da ist, dein Leben zu reduzieren auf das Wetrvolle.
Zieh Dich nicht zurück auf das fehlende Kapital: Ich habe Wild Natural Spirit ohne Kapital aufgebaut. Zieh Dich nicht zurück auf die Verantwortung der anderen („Staat“). Die aktuellen Mißstände sind das Ergebnis von Einzelentscheidungen. Auch deiner. Und sie ändern sich nicht dadurch, daß wir uns gegenseitig sagen, was der andere tun soll. Tu es. Tu es selbst auf eigenes Risiko.
Dann bist Du so frei, wie ein Mensch sein kann.

Garten Permakultur

Der eigene Garten ist kein Traum und kein Hobby. Er ist ein Lebensweg und ich lade Dich von Herzen ein, diesen Lebensweg einmal etwas näher in Betracht zu ziehen.

Bisher sind zwei Termine für die Praxiswoche Permakultur geplant. Noch sind diese beiden Termine im Mai buchbar. Vielleicht ergänze ich noch einen weiteren Termin zu einem späteren Zeitpunkt. Abhängig von den Kontaktregeln werden wie sehen, wie wir gesetzeskonform die Unterbringung organisieren – sie ist organisierbar – und ansonsten arbeiten wir ohnehin draußen und in der meisten Zeit jede/r für sich.
Hier auf Aditi kannst Du erleben, wie Permakultur funktioniert und sich anfühlt. Du kannst teilhaben an der Erfahrung, ohne Maschinen oder fremde Mittel ein 33.000 Quadratmeter großes Grundstück zur vollen Blüte zu begleiten und mit einfachsten Mitteln auf einem weitgehend autarken, landwirtschaftlichen Kleinstbetrieb zu leben.
Und wer unsere Produkte – die Destillate, die Naturkosmetik, die Kräutertees und den Kräutertabak kennt – kann sich zudem vor Ort davon überzeugen, daß die Kraft in den Flaschen einen ganz natürlichen und wunderschönen Ursprung hat.

Willkommen !

Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Permakultur – die liebevolle Antwort für unsere Natur

Permakultur

Heute vervollständige ich mit dem 3. Teil meiner Beitragsreihe zur Permakultur meine kleine Einführung zu einer Art Land zu bewirtschaften, die Gleichgewicht erhält und uns gesunde Nahrung und Heilmittel beschert. Für Wild Natural Spirit ist diese Art des Anbaus zwingende Voraussetzung für die Herstellung von Heilkräutern und pflanzliche Präparaten. Maschinell angebaute Kräuter, in chemisch behandelten Monokulturen, die tausende von Kilometern transportiert werden, können die Naturkraft nicht übermitteln.
Also: Laßt uns hierzulande die Permakultur voranbringen.
Sie setzt ein kognitives und intuitives Verständnis für die Prozesse zwischen Pflanze, Mensch, Tier, Mineral und Klima voraus, das sehr viel mit Offenheit, Beobachtung und interaktivem Lernen zu tun hat. 

In Teil 1 ging es um Kreisläufe und Wechselbeziehungen. Teil 2 befasste sich mit natürlichen Mustern, Anordnungen und Wirkkräften in der Natur. Dieser dritte und letzte Teil widmet sich nun dem 9. bis 12. Permakultur-Prinzip nach Holmgren. Sie richten sich auf die Interaktion zwischen Mensch und Garten und um die Haltung, die der Permakultur gemäß ist.

Das neunte Prinzip lautet:

Prinzip No 9: Setze auf kleine, langsame Lösungen

(Use Small and Slow Solutions)

Als ich den „großen Kräutergarten“ auf Aditi anlegte – mit immerhin 3.000 Quadratmetern Fläche – war ich voller Tatendrang und hätte am liebsten gleich alle Beete angelegt, eingefriedet und bepflanzt. Die komplette Wiese aufreißen, Pflanzen kaufen und setzen – und fertig ist der Kräutergarten.
Zum Glück wußte ich, daß ich von der Fläche erst Stück für Stück lernen muß, wie unterschiedlich auf dieser verhältnismäßig kleinen Fläche die Bodenverhältnisse sind, wie das Licht über den Tag und die Jahreszeiten wandert, welche angestammten Pflanzen sich „verschieben“ lassen – und welche nicht. Und so begann ich erst einmal „nur“ damit, das Salbei- und Ysopfeld grob zu markieren – derweil wuchsen die selbst angesetzten Pflänzchen aus ausgesuchtem Biosaatgut gemächlich in tausenden Töpfchen auf der Südterrasse. Zwei riesige Wiesenstreifen blieben erst einmal stehen – zudem ein ganzes Feld, das über und über bewachsen war mit Brennnesseln und Melde. Freilich sorgt sich die ordentliche Gärtnerin um das Ausfallen der „unerwünschten“ Saaten. Freilich drängen die Wiesenstreifen nach in die frisch angelegten, kleinen Beete.
Doch während ich – schön langsam und in kleinen Parzellen – das Beet für die heranwachsenden Ysop- und Salbeipflänzchen vorbereitete, sammelte ich all die zauberhaften Schafgarbepflänzchen, die aus der Wiese hereindrängten – und gab ihnen ein eigenes Stück, in dem ich sie fördern konnte. Das hätte ich mit Sicherheit übersehen und verpasst, wenn ich gleich erst einmal alles platt gemacht und mit „erdachten“ Kulturen besetzt hätte.
Tatsächlich beschenkten mich diese ersten kleinen Stücke im selben Sommer noch mit reicher Ernte – und ich konnte beobachten, wie sich die Schafgarbe aus den Bereichen, in denen ich sie nicht förderte, ganz von selbst heraus hielt.

Permakultur

Und ganz ehrlich: Ich hätte im März nicht gedacht, wie viel Arbeit erforderlich ist, diese kleinen Teilstücke zu hegen. Mehr hätte ich gar nicht geschafft im Anfangsjahr !

Das unbearbeitete Stück, in dem ich Brennnessel und Melde erst einmal ihr Werk tun ließ, lieferte mir im Herbst kostbare Brennnesseljauche. Und was noch viel erstaunlicher war: Sie wandelten den festen Wiesenboden in reinsten Humus, in den ich im Folgejahr mit Leichtigkeit meinen Baldrian pflanzen konnte.

Prinzip No 10: Nutze und schätze die Vielfalt

(Use and Value Diversity)
Durch diese langsame Vorgehensweise wuchsen mir die Sorten, die zur nötigen Vielfalt paßten, regelrecht vor die Nase: Nicht nur die Schafgarbe als eigene Kultur offenbarte sich auf diese Weise, sondern auch ihre besonderen Eigenschaften als „Grenzhüterin“.
Ich bemerkte, wie sie eine Barriere bildete zwischen einer Reinkultur – etwa dem angrenzenden Ysop-Feld – und der mit Vogelmiere, Spitzwegerich und Quecke durchsetzten, hereindrängenden Wiese. Schafgarbenreihen stehen mittlerweile an vielen „Sortengrenzen“.
Und auch die Ringelblume wurde zum „Konfetti“ in meinem Permakulturgarten: Nicht nur, weil das herrliche Orange da und dort das Auge erfreut, sondern auch, weil sie durch ihren kräftigen, raschen Wuchs die offenen Stellen zu beschatten vermag, an der anderenfalls die unliebsame Quecke durchdrücken würde. Das spart und eine Menge Jät-Arbeit und hält den Boden zudem von Nematoden frei.

Auch der Wechsel von Lavendel und Schafgarbe hat sich sehr bewährt: Beide Arten teilen sich ein Feld, sind eine wahre Bienenweide und erzeugen ein Nährstoffgleichgewicht, das und das Düngen erspart: Was die eine nimmt, gibt die andere zurück – und vice versa. So können wir die Pflanzen dauerhaft am selben Ort stehen lassen, ohne den Boden auszulaugen.

Prinzip No 11: Nutze Randzonen

(Use Edges and Value the Marginal)
Die elfte Regel ist für die meisten Permakultivisten selbstverständlich – denn wir bewirtschaften ja nicht hunderte von Hektar, sondern eine relativ überschaubare Fläche, die möglicherweise sogar des Schutzes vor konventionell-landwirtschaftlichen Nachbarn bedarf.
Von daher versteht es sich von selbst, daß wir gerade an den Rändern – des Grundstücks wie der einzelnen Anbauflächen – mit großer Sorgfalt auf den Abschluß achten. Die Randzonen sind wie die Haut eines Organismus: Sie müssen permeabel sein, um Signale aus dem Umfeld aufzunehmen und senden zu können – doch sie müssen auch so beschaffen sein, daß sie unerwünschten Abfluß oder lebensfeindlichen Einfluß verhindern können.

Permaklultur

Aditi ist an drei Seiten von hohen Benjeshecken aus Altholz umgeben. So geben wir Vögeln, Insekten und Reptilien kostbaren Lebensraum – und sie geben uns die natürliche Kontrolle ökologischer Nahrungsketten, bringen neue Sorten ein, wandeln Altes um, befruchten unsere Pflanzen und erfreuen unser Herz.
Zudem umgibt uns im Norden und Westen ein Waldstreifen, der nicht nur als hochwirksame „Informations-zentrale“ für das gesamte Grundstück wirkt, sondern zudem Wasser speichert, Windböen bricht und weiteren Lebensraum bereithält.
Unmittelbar an Beetgrenzen setze ich Hundsrosen, Schafgarbe, Brennesseln auf kleine Erd- und Mulchwällen. Ein willkommener nährstoff- und Feuchtigkeitsspeicher, einerseits, und wirksame Abgrenzung andererseits. Auch Weißdorn und Schlehen sind sowohl pflanzenphysiologisch als auch feinstofflich hervorragende Rand-Wächter.

So erhalten wir Vielfalt, Produktivität und die natürlichen Kreisläufe.

Prinzip No 12: Reagiere kreativ auf Veränderung

(Creatively Use and Respond to Change)
Wir blicken zurück auf das zweite Dürrejahr in Folge.
Das Grundwasser ist knapp.
Der Winter war zu warm, um dem Boden die nötige „Frost-Gare“ zu geben.
Fichten und Birken verschwinden aus unseren Wäldern – und auch aus Aditis heilsamem Waldgürtel.
Das führt mich als naturnahe Permakultivistin nicht dazu, gegen CO2 demonstrieren zu gehen oder beim Landwirtschaftsamt Dürrehilfen zu beantragen.
Vielmehr beobachte ich, daß mein Bestand diversifiziert und mit Swales, Randbepflanzungen ausgestattet, wunderbar gedeiht und ich tatsächlich 1 Tonne (!) geernteter Kräuter in einer selbstgebauten Solardarre trocknen konnte, ohne auch nur eine Kilowattstunde Strom zu benötigen.
Es führt mich in Aditis Wäldchen, wo ich neben den eingegangenen Fichtenstümpfen Elsbeeren und Eichen, Ebereschen und Bergahorn heranwachsen sehe.
Sie werde ich also fördern.

Permakultur

Und Aditi gedeiht.

***

Wenn Du Permakultur wirklich spüren und lernen willst, dann komm im Mai gerne zu einer der beiden Praxiswochen Permakultur. https://wild-natural-spirit.org/seminare-und-praxiswochen/
Hier erlebst Du mitten in einem märchenhaften Bestand, wie kostbare Kräuter in Einklang mit Wald, wilden Wiesen, heimischen Tieren und einer gesunden Erde gezogen werden.

Die Produkte, die ich aus meinen Permakulturgärten gewinne, kannst Du hier kennenlernen und erwerben: www.wild-natural-spirit.org

Veröffentlicht am 3 Kommentare

Permakultur – Viel mehr als Gartenbau

Permakultut

Wild Natural Spirit ist ein biozertifizierter Permakultur-Betrieb. Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Verbindung zwischen Mensch und Pflanze von höchster Reinheit herzustellen. Auf diese Weise erschließt sich die Heilkraft traditioneller Medizinpflanzen neu.

Permakultur – ein Wort, das mehr und mehr kursiert und doch auch 50 Jahre nach den ersten Veröffentlichungen von Bill Mollison und David Holgren noch immer in der Bedeutungsfindung ist.
Ganz nah am Wort kommt das „Perma“ von „dauerhaft“ und die „Kultur“ bezeichnet, daß es sich nicht um wildes sondern kultiviertes Land handelt.
Ein Permakulturgarten besteht also schon einmal aus einer angebauten, gehegten Fläche, auf der vornehmlich mehrjährige Pflanzen wachsen .

Morrison formulierte aus der integrierenden Landbewirtschaftung, die Hiram King bereits in den 1910er Jahren demonstriert hatte, die „12 Prinzipien der Permakultur“: Hier wird eine Sichtweise deutlich, die der industriellen Effizienz und ökonomischen Planbewirtschaftung entgegenläuft:


1. Beobachte und Handle (Observe and Interact)

Als ich unsere Kräutergärten anlegte, hatte ich nicht vorab gemessen, geplant und gerechnet. Vielmehr zeigten sich in vielen Spaziergängen, in Stunden der Beobachtung und Einfühlung die Bereiche, die offen für Kultivierung waren – und die, die nach wie vor wild sind.
Auch die Kräuterarten, die ich auf Aditi anbaue, wurden mir vom bestehenden, wilden Bestand gezeigt: wilder Salbei, wilder Thymian, wilde Schafgarbe waren bereits vor Ort. Einzelne Pflnzen au sem Bestand herauszunehmen, in vorbereiteten Boden zu setzen und besonders zu hegen brachte gesunde, gehaltvolle Pflanzen hervor.
Eine Fläche, die regelrecht von wuchernden Aschlehen, Brennesseln und Brombeeren erstickt wurde, machte mir deutlich, daß ich hie nicht mit Calendula oder Ysop anzufangen brauchte. Wenn ich hier Kulturpflanzen integrieren wollte, so mußte ich ebenso durchsetzungsstarke Sorten wählen, die in der Lage sind, der Brombeere oder der Brennessel Paroli zu bieten. Hier gedeihen mittlerweile die „invasiven Kräuter“ – Minzen und Melisse – die sich in dem starken Verbund prächtig entwickeln.

2. Sammle und Speichere Energie (Catch and Store Energy)

Ich begann mit der Anlage der Kräutergärten im Jahr 2018. Das extremste Dürrejahr iun Deutschland seit Jahrhunderten. Gut, daß ich die Permakultur-Mechanismen beachtet hatte bei der Anlage der Beete: Wasserrinnen an Beetgrenzen, große Gehölze als Schattenspender und Wasserspeicher, Wiesenstreifen für lebenserhaltende Mulchungen in den ganz argen Phasen.
Der Blick auf die Dinge als Energieform ist keiner, der uns in der Schule beigebracht wird. Im nachhaltigen Gartenbau müssen wir lernen und üben, Gehalt und Qualität von Energie in den verschiedenen Erscheinungsformen zu erkennen.
Auch die Entscheidung für eine autarke Kräutertrocknung, die ausschliesslich durch Sonneneinstrahlung unsere gesamte Ernte haltbar macht, ist in diesem Sinne entstanden.
So wird der bereits vorhandene Reichtum des Landes erhalten und sichtbar – und nicht nur das Sichtbare abgeschöpft.

3. Erwirtschafte einen Ertrag (Obtain a Yield)

Ernten erlaubt! Sicher hast Du schon einmal beobachtet, daß Pflanzen sich „freuen“ wenn sie liebevoll (!) geerntet werden. Ein Apfelbaum, dessen reife Früchte Du pflückst, wird deutlich stärker Frischholz produzieren und im kommenden Jahr seinen Blüten- und Fruchtreichtum ausbauen als ein Apfelbaum, dessen Früchte unbeachtet in der Wiese vergären oder in Frost erstarren.
Sicher hat das nicht nur biochemische sondern auch feinstoffliche Hintergründe.

Und deshalb ist gerade an diesem Punkt die Unterscheidung von „Ertrag“ und „Ausbeutung“ wirklich wichtig. Wir hatten im späteren Sommer ein echtes Kapazitätenproblem: Wir schafften es nicht, alle Kräuter zu ernten, die reif waren. Und mein lieber Mitarbeiter Fabian meinte an einem der arbeitsreichen Abende: „Es kann doch auch etwas stehen bleiben, einfach weil es schön ist ?!“. Ja, genau. Und außerdem hatte ich fast vergessen, daß ja auch die Bienen sich freuten und uns eine reiche Spättracht einbrachten.

In jedem Falle gilt: Fülle bringt Fülle hervor. Pflanzen „belohnen“ sich und Dich durch eine liebevolle Zusammenarbeit.

4. Wende Selbstregulierung an und Lerne aus den Ergebnissen
(Apply Self-regulation and Accept Feedback)

In Permakultursystemen reguliert sich vieles selbst – Morrison nannte es „produktive Feedbackschleifen“: Das konnten wir gut beobachten und lernen, als die gefräßige Quecke durch Jäten einfach nicht mehr einzudämmen war – und dann, ohne unser Zutun – die Ringelblumensamen ausfielen, gegen die Quecke ansprießten und ihr letztlich das Licht nahmen. Keine Quecke mehr J
Das machten wir natürlich gleich nach an anderen Stellen !

5. Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen (Use and Value Renewable Resources)

Mineraldünger ? Kommt bei unserem biozertifizierten Betrieb nicht in Frage.
Fremde Tierscheiße ? Beleibe – nein ! Was haben gefangene Kühe und Ziegen mit Aditi zu tun ?
Nein – die Brennesselinseln, die überall zwischen unseren Beeten gehegt und gepflegt werden, geben uns alles, was wir zur Bodenverbesserung und Eindämmung pflanzenschädlicher Insekten und Würmer brauchen.
Es ist alles vor Ort, was Aditi braucht, um in ihrer ganzen (und von Natur aus vollkommenen) Pracht zu strahlen.

6. Produziere keinen Abfall (Produce No Waste)

Da wir nur eigene Pflanzen verarbeiten, tragen wir auch nicht zu Transport- und Verpackungsbelastung bei, wie dies leider viele große Unternehmen tun, die mit zugekauften, oft importierten Pflanzen arbeiten. Doch wir gehen noch einen Schritt weiter: Selbst unsere Versankartons für die Destillate, Rohdrogen und den Kräutertabak sind zu einem großen Teil wiederverwendete Pappkartons, die ich regelmäßig bei den Gewerbetreibenden in unserem kleinen Städtchen Bad Rodach einsammle. Unsere Destillate haben bewußt keine Umverpackung – und unsere Kunden lernen, daß das ganz und gar nichts mit der „Wertigkeit“ der Produkte zu tun hat.

Jedes Stückchen Pappe, das hier auf den Berg kommt, wird wiederverwertet als Verpackung – oft schneiden wir ganze Abende lang die langen Pappstreifen, in denen die Glasflaschen dann zu Dir kommen…
Der einzige „Müll“, den wir hier produzieren, das ist die „Maische“ der Destillation – die Blüten und Blätter, die nach der Destillation in der Destille zurückbleiben.
Der beste Dünger für unseren Garten !!!

7. Gestalte erst Muster, dann Details (Design from Patterns to Details)

Das ist ein sehr spannender Punkt … … und den heben wir uns für den nächsten Beitrag auf, wie auch die anderen 5 Prinzipien.

Wenn Du Permakultur wirklich spüren und lernen willst, dann komm im Mai gerne zu einer der beiden Praxiswochen Permakultur. https://wild-natural-spirit.org/seminare-und-praxiswochen/
Hier erlebst Du mitten in einem märchenhaften Bestand, wie kostbare Kräuter in Einklang mit Wald, wilden Wiesen, heimischen Tieren und einer gesunden Erde gezogen werden.

Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Phytotherapie verstehen

Hast Du schon einmal in unserer ausführlichen Bibliothek zu Permakultur, Destillation, Heilpflanzen, Naturkosmetik und ätherischen Ölen gestöbert ?
Dort findest Du Wissen in der Tiefe über Pflanzen als Heilerinnen und Begleiterinnen, über unsere Art, maschinenfreie Landwirtschaft in Permakultur zu betreiben und kostbare Destillate vor Ort herzustellen.

Damit die Fülle an Praxiswissen übersichtlich bleibt und Dich in deiner Freude an unserer Naturkosmetik und den Reindestillaten unterstützt, haben wir den Blog nun strukturiert:
Wenn Du über den Menüpunkt https://wild-natural-spirit.org/blog/ auf den Blog kommst, kannst Du in der Seitenleiste wählen, zu welchem Thema Du mehr erfahren möchtest:

  • #Destillation – hier erfährst Du ein wenig über Technik und alchemistischen Vorgang der Destillation
  • #Heilpflanzen – hier findest Du auch die Pflanzenprofile, in denen ich beschreibe, welche Eigenschaften die von uns verwendeten Pflanzen haben, wie wir sie angebaut haben und wie Du sie verwenden kannst
  • #Hydrolate und #ätherische Öle – hier erfährst Du zum Unterschied zwischen Wild Natural Spirit-Reindestillaten und handelsüblichen Hydrolaten und ätherischen Ölen
  • #Naturkosmetik – ist unser Abschnitt zu Beschaffenheit, Wirkweise und Anwendung unserer absolut zusatzfreien Naturkosmetik
  • #Permakultur – und hier etwas Anregung zur Gestaltung deines eigenen Permakulturgartens und zu Grundprinzipien, die Du in der Praxiswoche erfahren und vertiefen kannst

Viel Freude beim Stöbern und Lernen !

Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Lernen auf Aditi

Praxiswoche Destillation

Die Praxiswochen

Bald ist es so weit und wir geben im Rahmen der Praxiswochen zu Permakultur und Destillation wieder Gelegenheit, auf unserer biozertifizierten Kräutertei mit uns zu lernen und zu genießen.

Wenn hier auf unserem “Berg Aditi” die Reneclauden-Bäume in weißer Blütenpracht erstrahlen, Fliederduft die Luft tränkt und die Bienen längst erwacht sind, beginnen unsere Praxiswochen Permakultur.

In diesem Jahr sind es schon zwei Termine, die wir anbieten, um Dir zu ermöglichen, im Tun und Spüren zu erfahren, was Permakultur ist. Unser ganzer Betrieb ist nach diesem Kreislaufprinzip aufgebaut, in dem es um die Stärkung und Erhaltung der vorhandenen Gemeinschaften und Kräfte geht: Mischkulturen, erhaltende Bodenbearbeitung – natürlich maschinenfrei – Integration von Insekten, Mikoorganismen und nicht kultivierten Pflanzen. Am Vorabend besprechen – nach dem gemeinsamen Abendessen und vielleicht am Lagerfeuer – wir theoretische Grundprinzipien – etwa, was Gartenzonen und Gestaltungsmuster sind, wie Swales funktionieren und warum Flächenkompostierung Sinn macht. Am Morgen dann nimmt jeder sich Arbeitsgerät, geht in einen bestimmten Bereich unseres 35.000 Quadratmeter großen Naturgrundstücks zu einer der Anpflanzungen und beginnt mit der gärtnerischen Arbeit.
Wir werden viel draußen sein, lauschen, genießen – aber auch ordentlich körperlich arbeiten.
So trägst Du nicht nur ganz konkret zum Werden dieses zauberhaften Heil- und Lernorts bei, sondern nimmst Wissen und Erfahrung zu Artenvielfalt, naturliebender Bewirtschaftung und ökologischen Kreisläufen mit, die Dir helfen, vielleicht dein eigenes Projekt aufzubauen.

Im Juni und August folgen dann die Praxiswochen Destillation:
Da wir unsere Kräuter ja selbst destillieren und hieraus kostbare Naturkosmetik und bewährte Hausmittel herstellen, kannst Du bei uns auch zu Destillation und Kräuteraufbereitung lernen:
In den beiden “Praxiswochen Destillation” kannst Du mit uns duftenden Salbei und blühende Kamille ernten und zur Veredelung vorbereiten, Du darfst uns über die Schulter sehen bei der Destillation an der großen Kupferdestille und eigene Destillate an der kleinen Lehrdestille herstellen.
Auch hier wechseln sich wieder Theorie und Praxis ab – wichtig ist mir besonders, die Qualität der eingebrachten Pflanzen einschätzen zu lernen und unterscheiden zu können zwischen importiertem und heimischem, maschinell erzeugtem und handgesammeltem Pflanzgut .Hier werden wir deine Sinne schärfen und Dich selbst probieren lassen.
Vielleicht wird aus Dir noch ein waschechter Alchemist ?

Beide Praxiswochen sind von der Teilnehmerzahl sehr begrenzt. Es gibt drei unterschiedliche Formen der Unterbringung, die Du bei der Buchung wählen kannst.
Bis zum 31.01.2020 gibt es einen dicken Frühbucher Rabatt von 10%.

Ich bin sehr gespannt, wer sich in diesem Jahr auf Aditi einfindet und freue mich auf diese lebendigen Wochen !

Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Der Lavendel und sein Hydrolat – Tiefe Weiblichkeit

Naturkosmetik Lavendel

Ich erinnere mich an die endlosen Lavendelfelder der Haute Provence in meiner Kindheit, während unserer Familienurlaube in Frankreich. Was für eine Fülle, was für ein Duft und Rausch an Farben.
Damals wäre es unvorstellbar gewesen, den wärmeliebenden Lippenblütler in Deutschland anzubauen.
Doch aufgrund von Schädlingen und Kälteperioden hat sich in den letzten zehn Jahren die Anbaufläche von Lavendel in Frankreich fast um ¾ reduziert. Zudem wird der kostbare Echte Lavendel (lavendula angustifolia) immer seltener – zugunsten des billigen Lavandin, der nicht annähernd über die Heilkraft des Echten Lavendels verfügt.

Echter Lavendel in oberfränkischer Permakultur

Und so lag es nahe, daß ich es wenigstens versuche: Lavendel auf Aditi anbauen.
Ein gewagtes Experiment – denn zum einen ist die Aufzucht sehr schwierig – vor allem aber sind es eben Kälte und die gefürchtete Glasflügelzikade, die meinen Versuch zu einer Herausforderung werden lassen.
Letztlich gelang mir die Stecklingsvermehrung, die Gewinnung aus Saatgut scheiterte vermutlich aus klimatischen Gründen.

Bei der aufwendigen Vermehrung der Pflänzchen über die Bewurzelung von Seitentrieben zweier großer Mutterpflanzen fiel mir auf, daß solche Lavendel-Pflänzchen besonders gut gediehen, die umgeben von Schafgarbe waren. Als leidenschaftliche Vertreterin der Permakultur nahm ich diesen Wink auf und baute den gesamten Bestand in einer Schafgarben-Lavendel Mischkultur. Mit viel Hingabe hegte ich die skurrilen Wuschelköpfchen, belüftete die Erde, nahm den Klee heraus, schnitt die kindshohe Schafgarbe zurück.
Lavendel braucht viel Licht und Wärme, um seine duftenden Bestandteile voll auszuformen. Und die hatten wir in 2018 und 2019 ja reichlich…
Was für ein wunderschönes Bild – die blau-weiße Pracht von Juni bis August !
Und der Bestand hätte an Reichtum und Gehalt nicht übertroffen werden können:
Tiefdunkelblaues Destillat der Schafgarbe, reich gesättigt mit Chamazulen – und berauschend duftendes Lavendel-Reindestillat haben meine Wahrnehmung bestätigt.

Lavendel als Medizinpflanze

Bereits bei der Aufzucht der Pflanzen breitete sich eine herrliche Beschwingtheit aus, wenn ich mit Fabian im Lavendelfeld arbeitete. Bei der kleinsten Berührung verströmten die Pflänzchen diesen einzigartig herb-blumigen Duft, der beruhigt und doch wach macht. Wach in einer entspannten, ruhigen Art. Hier wurde bereits spürbar, daß die entscheidende Kraft des Lavendel im Ausgleich, in der Ausgewogenheit und im „rechten Maß“ liegt.

Und tatsächlich: Im Europäischen Arzneibuch wird die krampflösende und nach Inhalation auch zentraldämpfende Wirkung beschrieben. Das im Lavendel enthaltene ätherische Öl Linalylacetat soll verantwortlich sein für die milde Beruhigung bei Unruhezuständen, Einschlafstörungen und funktionellen Oberbauchbeschwerden. Den potentiellen Nutzen von Lavendelöl bei Angststörungen konnte eine 2014 publizierte Doppelblindstudie nachweisen.
Das kann ich bestätigen !

Das Spannendste aber fand ich in einer Studie von Ramsey et alteri: Wie bereits vorangegangene Studien hatten die Forschergruppe eine markante „östrogene und anti-androgene Aktivität des Lavendels“ nachgewiesen (das reversible Wachstum der Brustdrüsen, die Unterdrückung männlicher Hormone). Hiet bietet sich womöglich ein guter Ansatz für pubertäre Hormonschwankungen und Hautprobleme.

Diese klinischen Studien bestätigen meine unmittelbaren Wahrnehmungen im Umgang mit dem Lavendel: Auch wenn dem Lavendel heutzutage etwas Altmodisches anhaftet, so ist er in Farbe, Duft und Gestalt doch der Innbegriff des Weiblichen, Fließenden, Öffnenden.
Eine ausgesprochene „Frauenpflanze“, die uns aus der männlich getakteten und hierarchisierten Welt heraushebt in einen unbestimmten Fluß weiblicher Kreativität und Verträumtheit.

Ich habe mir angewöhnt, das Reindestillat des Lavendel einzunehmen und großzügig um mich herum zu versprühen, wenn ich allzu fest, allzu fokussiert meine Gelassenheit und Weichheit zu verlieren drohe.

Kosmetische Wirkung von Lavendel

Lavendel wirkt heilend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend und beruhigend. Das Linalool ist verantwortlich für die hohe Wirksamkeit des Lavendelöls bei Haut- und Nagelpilzerkrankungen (antifungal (gegen Pilze gerichtete) und antibakteriell)
Wie auch in Kamille und Ringelblume ist im Lavendel ein besonders hoher Flavonoid-Gehalt für die hohe immunstärkende und entzündungshemmende Wirkung verantwortlich. Im Vordergrund stehen dabei die Interaktion mit DNA und Enzymen, die Aktivierung von Zellen, ihre Eigenschaft als Radikalfänger, sowie die Beeinflussung verschiedener Signaltransduktionswege in den Zellen.

Das macht unsere Lavendel Gesichtspflege – Naturreines Pflanzendestillat zur Hauterneuerung par excellence. Insbesondere dann, wenn stressbedingte Rötungen du Entzündungen auftreten – denn wie immer ist es die ganze Pflanze, die auf den ganzen Menschen wirkt. Nicht nur die Wirkstoffe, die unmittelbar die gestresste Haut beruhigen, sondern der ganze Komplex Lavendel – ihre weibliche, umhüllende, fließende Art – beantworten das Bedürfnis unseres Körpers und unserer Seele als Ganzes.
Ich gebe in solchen Fällen ein paar Spritzer der Gesichtspflege in heißes Wasser und gönne meiner aufgeregten Haut ein Lavendel-Gesichtsdampfbad. An der Wichtigkeit zum Beispiel der Flavinoide für die Wirkkraft des Lavendels zeigt sich einmal mehr, daß die Verwendung des Reindestillats der Verwendung des abgespaltenen Lavendelöls (nur die ätherischen Bestandteile der Pflanze) deutlich überlegen ist.

Ernte und Verarbeitung

Ich konnte in diesem Jahr erstmalig genug Lavendel ernten, um eine ordentliche Charge Lavendel Reindestillat zu produzieren. Es war herrlich, nach der intensiven Sonnenzeit hinauszugehen und den Moment abzupassen, in dem die Blüten sich öffneten.

Unter strahlendem Mittagshimmel brachten wir Korb für Korb des berauschenden Violetts zur Destille und schwelgten bis tief in die Sommernacht in der grenzenlosen Weiblichkeit dieses Destillats.
Fläschchen um Fläschchen rann aus unserer großen Kupferdestille und zauberte ein Lächeln in unsere Gesichter, das bis heute nachklingt.

Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Zarte Glückseligkeit – Der Fenchel und sein Hydrolat

Fenchel Naturkosmetik

Der Fenchel ist eine Pflanze, die auch bei Hildegard von Bingen eine zentrale Rolle spielt. Sie schreibt in ihrem Kräuterbuch „Wie auch immer er gegessen wird, macht er den Menschen fröhlich und vermittelt ihm angenehme Wärme und guten Schweiß und eine gute Verdauung.”“

Und diese Zeilen führen mich zurück in die Momente, in denen ich bei der Hege der außerordentlich zarten Pflanzen alles um mich herum vergaß und erfüllt von tiefer Freude und Genügsamkeit Reihe für Reihe lockerte, die wuchernde Brennnessel beiseite schob und die zauberhaften Fenchelpflänzchen ihre zarten Glieder in die Sonne reckten.
Diese Zartheit nahm der eigentlich groben Arbeit die Mühsal, verlieh meinen Bewegungen und Gedanken etwas Leichtes, Liebevolles. Oder war es die Pflanze selbst, die mich mit ihrem süßlich herben Duft so weich stimmte ? Ist der Fenchel ein Stimmungsaufheller ?

Was hat sie in sich, diese schon bei den Griechen bekannte Heilpflanze ?

(die Griechen nahmen den Fenchel zu sich, um den Hunger zu stillen – das macht das Fenchelaroma übrigens zu einem fabelhaften Appetitzügler bei dem Wunsch nach Gewichtsreduktion)

In den Heilbüchern finde ich diese Einträge: „Fenchel wird verwendet bei der Behandlung von Nieren-, Leber-, Erkältungen, Magen-Darm-Krämpfen und Koliken. Wegen des Gehalts an ätherischen Ölen ist Fenchel auch ein Bestandteil von Arzneimittel zur Behandlung von Erkrankungen der Harnwege, bei Diabetes, Übergewicht und für Magen und Gallenkoliken. Fenchel-Wasser (aqua Foeniculi) wird zur Behandlung von Augen und zum Gurgeln verwendet.“

Und wenn ich mir die Biochemie dieses Doldenblütlers ansehe, so finde ich einen wahren Heil-Cocktail an ätherischen Ölen (unter anderem trans-Anethol, Fenchon, α-Pinen, Camphen, Myrcen, α- und β-Phellandren, α-Terpinen, cis-Anethol, Limonen, Terpinolen, Estragol, p-Cymol; Kraut: α-Phellandren, α-Pinen, cis-Anethol, Myristicin, α-Terpinen, Limonen).
Kein Wunder, daß dem Fenchel so viele heilsame Wirkungen zugeschrieben werden. Unter anderem schreibt das Apothekerbuch für Heilpflanzen über die Öle im Fenchel „ Sie lösen festsitzenden Schleim aus den Bronchien und fördern zugleich dessen Abtransport aus den Atemwegen. Fenchelfrüchte können daher Erkältungsbeschwerden wie Husten und Schnupfen lindern. Außerdem wirkt das Öl verdauungsfördernd und krampflösend, weshalb Fenchel als Tee gegen Blähungen und Völlegefühl hilft.“

Erfreulicher Weise hatte ich mich bei der Wahl des Saatguts für den „Süßen Saatfenchel“ entschieden, der kaum mehr Estragol enthält. So kann ich sicher sein, daß das Fenchelhydrolat bekömmlich ist. denn: Das bei Überdosierung vom  Bundesinstitut für Risikobewertung als gefährlich eingestufte Eugenol und Estragol taucht nur im Fencheltee, nicht aber im Hydrolat auf. Das liegt an deren sehr hohen Siedepunkt. So ist das Hydrolat für Schwangere und Baybies, die den Fenchel als Heilmittel bei Blähungen, zur Milchbildung und als Schlafmittel nutzen, wesentlich sicherer, als der Tee.

Fenchel als Anti-Aging-Mittel in der Naturkosmetik

Und noch etwas entdeckte ich, als ich bei den fast neongelb blühenden, zarten Pflänzchen saß und mich an ihrer skurrilen Form erfreute: Er hat etwas Erfrischendes, Glättendes, Verjüngendes an sich.

Ich las nach und fand, dass das der Fenchel in der Kosmetik – wie auch unser Roter Sonnenhut – ein phänomenal effektives Anti-Aging Mittel ist. Die kosmetischen Test und auch das INCI-Register belegen, daß die Inhaltstoffe des Fenchel kräftigend, geschmeidig machend  und hautpflegend sind und erste Fältchen rasch verschwinden lassen oder mindern.

Wow – das hab ich natürlich gleich ausprobiert. Und zwar mit unserem einzigartigen (!) Reindestillat. In der Tat führte die Verwendung der des Gesichtspflege-Destillats von meinem liebevoll gehegten Fenchel zu einer Auffrischung und Glättung meiner Haut. Für mich – nach TCM-Systematik eher eine „heiße, trockene, feste“ Erscheinung – funktionierte allerdings der Rote Sonnenhut noch besser, der meine Haut tatsächlich um ein Vielfaches jünger erscheinen läßt.

Freundinnen, mit einer eher kühlen, weichen Natur, schwärmen von der Bio Fenchel Gesichtspflege. Nicht nur, weil sie tatsächlich die Haut verjüngt, sondern auch, weil sie eben komplett ohne Zusatzstoffe ist. 100% Pflanzendestillat eben.

Es ist schon spannend, wie sich der Kräuterkreis hier auf Aditi entwickelt und langsam schließt. Ich habe mir die 13 Sorten nicht „ausgedacht“, sie kamen natürlicher Weise, eine nach der anderen hinzu – irgendwie intuitiv, manchmal ganz konkret an bestimmten Plätzen, wo ich „vernahm“, daß hier genau dieses Kraut hin paßt. So war das auch beim Fenchel, der jetzt auf einem nordwestlichen, halbkreisförmigen Beet gedeiht und seine blaugrünen, zart gerieften Stängelchen mit den vielzähligen, feinen Verästelungen in den kühlen Winterhimmel reckt.

Was für ein süßer Gefährte !

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Die Antwort

Permakultur

Drei Dinge haben keinen Platz auf Aditi: Plastik, Maschinen und schlechte Laune

Ich habe fast zwei Jahrzehntelang Bücher geschrieben, Vorträge gehalten, Projekte gesteuert, in denen es darum ging, Wirtschaft und unsere Art, zu leben, aus Druck und Unzufriedenheit heraus hin zu einer Ökonomie und Gemeinschaft zu führen, in der wir lieben (können), was wir tun.
Heute – in einer Zeit, in der Millionen von Menschen auf dieser Welt ein Smartphone, ein Auto, Nahrung im Überfluss haben, während der Rest der Welt stirbt. Und dabei ist unsere Art, den Reichtum zu konsumieren, nicht einmal gut für uns.
(Von zunehmenden Allergien, Krebserkrankungen, Depressionen über Nitrat im Wasser und Bor in der Luft bis hin zu Entsorgungsfragen zu all dem Müll).
Es gibt jetzt und jederzeit die Chance, den konsumistischen und zerstörerischen Wahnsinn anzuhalten und in Einklang mit den gegebenen Ressourcen gesund und zufrieden zu leben.

Wild Natural Spirit ist meine ganz persönliche Antwort.

Die Produkte von Wild Natural Spirit sind einzigartig weltweit.
Dabei sind unsere Destillate und Naturkosmetik Natur pur.
100% Naturreines Pflanzendestillat.
Mehr nicht.

Warum machen das nicht alle Heilmittel- , Lebensmittel- und Kosmetikhersteller so ?

Die überragende Qualität von Wild Natural Spirit resultiert aus einem Fertigungs-Prozeß, der heutzutage als unvereinbar mit skalierbarer Produktion, mit Billigimporten, sterilen Laboratorien und maschinendominierter Ausbeutung gilt.
Er erfordert Körperarbeit und sehr viel Zeit und menschliche Zuwendung. Er ist mengenmäßig limitiert. Und er ist mit unzähligen behördlichen Vorgaben reguliert, deren Eckpunkte auf einer industriellen Fertigung gründen.

Doch mehr und mehr Menschen wollen genau solche Produkte: Anziehend, heilsam, authentisch, nachhaltig, pur. Wirklich pur. Pur.
Wir machen uns die Mühe. Mit sehr viel Freude.
Hier sind ein paar Hintergründe zur Kraft in Wild Natural Spirit

  • Glasflaschen
  • Wiederverwendete Verpackung
  • Vor Ort Gewachsenes

#Ohne Zukäufe und Transportwege

  • Zutaten 100% Eigenanbau vor Ort

#Ohne Pflanzenschutz

  • Lebenserhaltende Bodenbewirtschaftung
  • Biozertifizierte Permakultur
  • Kontrolliert biologischer Anbau
  • Anbau in Mischkultur
  • Trocknung mit Sonnenwärme

#Ohne Maschinen

  • Reine Handarbeit
  • Destillation auf offenem Feuer

#Ohne Zusätze

  • 1 einzige Pflanzenart je Produkt
  • Unveränderte natürliche Zusammensetzung
  • Pflanzeneigene Konservierung 18 Monate
  • Produktion mit Brunnenwasser
  • Vulkanischer Boden

#Ohne Ausbeutung

  • Limitierte Jahresproduktion
  • Mitarbeiterkapitalbeteiligung
  • kein Großhandel
  • Vermarktung von Hand zu Hand

Unser wirtschaftlicher Erfolg ist nur eine Nebenerscheinung von unserem Wunsch, unsere Wertschätzung für eine unversehrte Natur zum Ausdruck zu bringen.
Und Menschen die Möglichkeit zu geben, auch heute, mit der unversehrten Kraft unserer traditionellen Heilpflanzen 100% Gutes zu sich zu nehmen.

Insbesondere diejenigen Inhaber und Inhaberinnen unter Ihnen, die Ladengeschäfte oder Wellness-Einrichtungen mit genau dieser Intention betreiben, möchten wir einladen, unsere Produkte und damit unseren Spirit zum Magneten in Ihrem Sortiment werden zu lassen.

Veröffentlicht am 1 Kommentar

Die Sehnsucht nach “Pur”

pur

Kürzlich las ich in einem Kräuterforum einen Kommentar zu einem “selbstgemachten Rosmarinsalz”, der war etwa so:

Warum denn mischen ? Warum den köstlichen und komplexen Geschmack des Meersalzes nicht auskosten, seine rauhen, großen Körner, der mineralische Meersand, der auf deine Zunge flutet und dort eine weiche, salzige Aromawolke entfaltet ?

Wow !
So ungefähr empfinde ich, wenn das Parfum meiner städtischen Freundin noch tagelang im Gästezimmer förmlich “klebt”, sich so in meine Rezeptoren, in die Bettwäsche, in den ganzen Raum hineingefressen hat, daß ich kaum mehr den Regen draußen rieche ?!
Wie viele Menschen sind in ihren Sinnen schon so verstümmelt, daß sie den Lavendel nicht riechen, an dem sie vorbeigehen, daß der Weichspüler in der Wäsche sie vergessen lässt, wie ihr Partner riecht, die so viel Coca Cola getrunken haben, daß sie die Würze des Ysop nicht mehr schmecken ?
Und da kam sie, die Yoga- und Meditationswelle, die viele dazu brachte, sich auf ihre Sinne, auf das Wunder ihres Körpers und ihrer Wahrnehmung zurück zu besinnen.
Deren Unterhaltungsprogramm wieder darin besteht, im Wald zu sitzen und zu lauschen oder Berge zu erklimmen und in duftendem Moos zu liegen.

Der Mangel in unserem Bewusstsein, in unserer getakteten Welt, hat sich längst niedergeschlagen auf unsere Haut, unseren Geruchs- und Geschmackssinn, auf unseren Tastsinn – auf den ganzen Körper.
Es ist zu viel. Zu viel von allem.
Und in dieser “noch mehr”, “noch intensiver”, “noch spektakulärer”-Amputation entsteht – endlich – eine Sehnsucht nach “pur”.
Pur. Wahr. Ganz. Einfach. Klar.

Dieser Sehnsucht folgte auch ich, als ich die Gärten von Wild Natural Spirit mitten auf der Wiese, umgeben von flechtenbehangenen Schlehen und wilden Bienen anlegte. Nackte Füße in der feuchte Erde, ölverschmierte Hände vom Blütenpflücken, verzaubert von der Alchemie in der Destille und den unbeschreiblichen Sinnesfreuden, die ihr entweichen.
Pur.
Pure Kamille. Purer Salbei.
Aus dieser Erde hier.
Mit diesem Klima hier und jetzt.

Mittlerweile wundere ich mich nicht mehr.
Darüber, dass wir uns seit Jahrzehnten Mineralöl, giftige Metalle, Mikroplastik und synthetische Duftstoffe einverleiben und auf die Haut schmieren.
Ich biete eine Alternative: 1 heile Pflanze – pur – für eine Haut, die heil werden möchte, für Sinne, die sich wieder entfalten wollen.
Ich wundere mich nicht mehr, dass der Geruch nach verbranntem Kunststoff in der Sauna von allen als “Pfirsich” akzeptiert wird.
Ich biete eine Alternative: honigduftende, ganze getrocknete Kamillenblüten, berauschend intensive Wasserminze, leuchtend orange Calendulablüten … in Papierbeuteln.
Ich wundere mich nicht mehr über verwirrte und aus der Balance geratene Menschen, Allergien, Krebsgeschwüre und Depressionen.
Ich biete einen lebendigen Resonanzkörper …in kleinen braunen Glasflaschen.

Und ich kniee einfach auf der Erde und setze meine Salbeipflänzchen. Ich hacke die Rosen frei von Quecke, sammle die Calendulablüten in sengender Hitze und werfe meine Destille an.
Und ich bemerke, daß mehr und mehr Menschen nach den Devas fragen. Und von Erfolgen und Erfahrungen in den Produktbewertungen berichten, die mich sprachlos machen.

Im kommenden Jahr werden wir wohl die Produktionsgrenze erreichen, die mit der Liebe zum Land vereinbar ist. Natürlich limitiert.
Doch ich denke, es wird reichen für die, die wieder riechen wollen. Und schmecken, und spüren. Eben die, die Sehnsucht nach “pur” haben.