Blogbeiträge zum Thema Hydrolate und ätherische Öle
Hydrolate sind das Ergebnis der Wasserdampfdestillation von Heilpflanzen in der Kolonnendestille.
Normalerweise wird den Hydrolaten das kostbare ätherische Öl während der Destillation entzogen. Das Restwasser nach mehreren Destillationsdurchläufen unter künstlichem Dampfdruck wird dann als „Hydrolat“ oder „Blütenwasser“ verkauft. Diesen handelsüblichen Hydrolaten werden Stoffe beigesetzt oder sie werden UV bestrahlt, da sie sehr schnell verderben.
Wir belassen das gesamte ätherische Öl im Destillat – und damit sind unsere einzigartig weltweit. Daher sprechen wir von Reindestillaten – denn sie enthalten das ganze Wirkspektrum der Heilpflanze und sind somit hochwirksam und ohne Zusätze sehr lange (über vier Jahre) stabil.
Nach meinen Beobachtungen tragen die ätherischen Lippenblütler (Lamiaceen) sämtlich und vorrangig diese expansive Energiequalität des Äther- oder Holzelements.
Ganz besonders die Minzen in ihrer mannigfachen Variation (mehr als 300 Arten !) übermitteln das Raumgreifende, Durchdringende, Reinigende, was diese Energiephase charakterisiert. (Zu dieser Familie habe ich sehr ausführliche Pflanzenprofile geschrieben: https://wild-natural-spirit.org/wasserminze/ ).
Auf Aditi werden die Blüten oder Blätter von Hand gesammelt. Heilung ist ein Resonanz-Phänomen, in dem es wesentlich auf die Zugänglichkeit des erkrankten Menschen für die frei verfügbare Lebensenergie geht. Pflanzen sind dem Menschen übergeordnete Wesen, die mehr als Verbund denn als Individuum wirken und die Fähigkeit haben, blockierte Segmente im menschlichen System zu aktivieren.
Lichtmangel, Heizungsluft und weniger Bewegung haben unseren Körper verschlacken lassen über den Winter.
Geist und Körper brauchen jetzt eine Grundreinigung und Vitalisierung, um mit den aufstrebenden Kräften des nahenden Frühlings mitschwingen zu können.
Wenn wir uns innig nähren wollen, wenn wir die Kostbarkeiten des Lebens wirklich aufnehmen wollen, dann braucht es also zweierlei: Es braucht eine Kostbarkeit – ein „Ding“ das angefüllt ist mit Lebendigkeit und Hingabe, das uns erreicht. Und es braucht unser Empfangen als Echo auf das Wundervolle, das uns berührt.
Der Frührjahrsputz ist eine Naturerscheinung. Genau im März, dem alljährlichen Moment, in dem der Winter endgültig seine Kraft verliert und Licht, Leben und Bewegung unaufhaltbar hervordrängen, findet allüberall in der Natur die „große Bereinigung“ statt.
Wenn nach den ersten intensiven Sonnentagen der kühle Regen kommt, kannst Du zusehen, wie die Wiesen das verrottete Laub regelrecht einsaugen, wie die Bäume die letzten dürren Äste abwerfen, wie das gelbe Gras grün zu leuchten beginnt bevor im April dann das Frische, das Neue, das Schöne ausbricht und im Sturm die Welt einnimmt.
Die Traditionelle Chinesische Medizin lehrt uns, nicht nach Symptomen sondern nach einer Gesamtverfassung zu beurteilen, was unser Körper braucht. Diese Sichtweise liegt unserer Gesichtspflege zugrunde: Jede Pflanze spricht eine spezifische Verfaßtheit an. Die ganze Pflanze mit ihrem vollständigen, natürlichen Spektrum vermag, einen spezifischen Hautzustand zu spiegeln und in Balance zu bringen.
Auf dieser Systematik beruhen unsere Anwendungsempfehlungen.
Seit vier Jahrzehnten gehören Gebet, Meditation, Naturrituale zu meinem Leben. Mein Alltag ist angefüllt mit der Liebe zur Schöpfung, während ich den schweren Lehmboden bepflanze, die Obstbäume pflege, die Kräuteressenzen…
Von Salat bis Rote Linsen: Der letzte Schliff ist blumig !
Ich begann, Rohkostsalate mit einem Hauch von Lavendel-Destillat zu verfeinern, gab dem Daal aus Roten Linsen ein Finish mit Fenchel-Destillat und wurde immer mutiger, immer kreativer. Und obwohl ich die Kräuter ja 8 Monate im Garten habe, ist es doch ein Unterschied, ob ich die frischen Pflanzen ins Essen schnipple – oder die feinen Destillate darüber hauche.
Es ist der pure Genuss, mit den wertvollen Kräuteressenzen zu experimentieren, zu probieren und mit allen Sinnen zu schwelgen.
Wir kennen allerlei Bräuche und Mittelchen, dem Schniefen und Husten und Kratzen entgegen zu wirken. Natürlich auch alt bewährte Kräuter, die zu rascher Linderung und grundlegender Stabilisierung führen. Es macht jedoch einen großen Unterschied, ob wir zum Beispiel bei einer Erkältung Salbei oder Thymian nehmen.
An diesem einfachen Beispiel kannst Du erkennen, wie wichtig und letztlich einfach es ist, hinter die verkürzende Symtomatik auf die Gesamtverfassung eines Menschen zu sehen und das individuell passende Heilkraut herauszufinden.
Sie sind selten geworden, die handgesammelten Heilkräuter, die unseren Vorfahren Vitalität und ein hohes Alter schenkten – auf unbelasteten Wiesen unmittelbar vor der Haustür gewachsen. Noch seltener sind die Präparate, die die Kräuterfrauen und Alchemisten damals in höchster Reinheit für die Menschen in ihrer Umgebung zubereiteten.