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Die Glatte Minze (Pfefferminze) – und Ihr Hydrolat

Minzen sind dank des ihnen gemeinsamen Menthols sehr raumgreifend und vermögen, tief in Zellen und Bewusstsein vorzudringen. Vergangene Woche schrieb ich ausführlich über die Minzen als Gruppe von Heilkräutern : Sie haben einige Gemeinsamkeiten. Ergänzend zum Pfalnzenprofil der Wasserminze, widme ich mich heute der Glatten Minze, besser bekannt als „Pfefferminze“. Es ist die zweite von drei Sorten in den Permakulturgärten von Wild Natural Spirit.

Aus einer Kreuzung der Wasserminze (Mentha aquatica) mit der Grünen Minze (Mentha spicata) ging 1696 in einem Arzneigarten in England die Hybride Pfefferminze (Mentha × piperita) hervor, die einen angenehmeren Duft und Geschmack hat als ihre Eltern. Von anderen Minzen unterscheidet sich die Pfefferminze vor allem durch den hohen Menthol– und Cineolgehalt und niedrigen Carvongehalt bzw. durch den schärferen Geschmack (daher der Name „Pfefferminze“). Die Minze mit dem bläulichen Stängel und den dunkelgrünen, leicht haarigen Blättern kam erst in diesem Sommer in die WNS-Gärten: Als gakelige 6 Stecklinge hatten sie auf dem vorbereiteten Beet im Minzegarten reichlich Platz. Ich war ein bißchen skeptisch, ob die „paar Stängel“ anwachsen und sich ebensogut vermehren würden, wie die Wasserminze.

Die Pflanze ist in Gestalt, Farbe und Geruch feiner, ätherischer als dir kräftigen Wildminzen, trägt einen violetten Schimmer in Blatt, Stängel und Blüte und hat sehr differenzierte, schlanke und glatte Blätter.
… vier Monate später – ich hatte nicht viel Zeit für die Hege dieser Neuankömmlinge gehabt während der Ernte – standen wir an dem vollständig bewachsenen Beet und staunten: Ein bezaubernder, zart-frischer Duft umrahmte hunderte von kräftig aufragenden, blühenden Minzepflanzen bescherte uns im ersten Schnitt fast 14 Kilo Ernte.

Anders, als bei den meisten anderen Heilkräutern in unseren Bio-Gärten, trocknete ich die Pfefferminze vor der Destillation. Durch den Trocknungsprozess lassen sich die Duft- und Wirkstoffe dieser Athletin besser während der Destillation herauslösen.

Atemberaubend: Der natürliche Bodyscan

Und dann kam endlich der Moment, in dem wir die Kolonne unserer großen Kupferdestille mit der Pfefferminze befüllten: Stolze 10 Kilo Trockengewicht und ein herrlich frisch-feiner Duft.
Ich hatte im Artikel über die Minzen im Allgemeinen ja bereits geschrieben, daß dieser Familie das Raumgreifende gemeinsam ist.
Doch was geschah, als wir die Metnhat piperita (Pfefferminze)= destillierten: Im wahrsten Sinne atemberaubend war der Effekt, der mich beim Einatmen hinab und hinein in all meine Zellen führte, ich spürte meinen Körper, jedes Glied, jede Zelle ganz differenziert und klar.
Das erinnerte mich an den Bodyscan nach dem Yoga: In dem – oft geführt durch mich – die Aufmerksamkeit der Yogis Schritt für Schritt durch den ganze Körper gelenkt wird. Durch diese gezielte Aufmerksamkeit führen wir unserem Körper – Organ für Organ – Energie zu, können erkennen, ob es Störungen oder Ungleichgewichte gibt und diese ad hoc ausräumen.

Diesen „Scan“ löste das Hydrolat der Pfefferminze bei mir aus, als ich destillierte.  Dabei „triggerte“ sie meinen Körper Zelle für Zelle, belebte und aktivierte ihn – während mein Geist sehr klar und ruhig wurde.

Der Effekt dieses Hydrolats geht also weit hinaus über den würzigen Geschmack, das klären der Atemwege und das Schmerzmittel bei Verspannungen : Das Hydrolat der Pfefferminze unterstützt uns dabei, unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren, indem sie uns den Körper in all seinen Schichten und Bereichen verdeutlicht, uns durchdringt und vitalisiert.

Die Tests in der kosmetischen Anwendung waren auch sehr erfreulich: Schwellungen, Verfärbungen, Stauungen verschwanden nach kurzer Anwendung sehr rasch, denn sie reinigt, klärt, entgiftet und entstaut.

Schade eigentlich, daß wir „nur“ diese eine Charge haben und damit die Pfefferminze in diesem Jahr nur als Sonderedition in begrenzter Anzahl anbieten können. Aber ich will ja nicht undankbar sein: Erstaunlich, daß wir sie in diesem Jahr überhaupt schon ernten konnten. Und sicher wird es nächstes Jahr reichlich geben…

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Die Wasserminze – und ihr Hydrolat

Pflanzen der Gattung Minzen (Mentha) zählen zu den ältesten Heilpflanzen der Menschen. Häufig wurden sie auch bei diversen Ritualen eingesetzt.
Wenn man in Büchern oder online zu „Minze“ recherchiert, wird immer wieder die Artenvielfalt festgestellt – aber nicht differenziert. Sogar in expliziten Schriften zur Phytotherapie findet sich die Aussage, daß die Minzen in ihrer Wirkweise sehr ähnlich seien. Stimm das ?
Es gibt zig Minze-Sorten in Europa. Drei dieser Sorten wachsen auch in meinen Permakultur-Gärten und werden hier auf Aditi zu kostbaren Spirits verarbeitet.

  • Die Krause Minze – Mentha spicata crispa – ein behaartes, ausuferndes Fräulein, das eine ganz zauberhaft sanfte Note in sich trägt.
  • Die glatte Minze – Mentha piperita – die edle Klassikerin, dezent frisch mit einem Hauch „Pfeffer“, woher auch die Bezeichnung „Pfefferminze“ stammt.
  • Die Wasserminze – Mentha aquatica – eine uralte Druidenpflanze, die sich mit ihren runden Blättern und ihrem kompakten Wuchs deutlich von den üblichen Minzen unterscheidet.

Gemeinsam ist den Minzen das Raumgreifende

Biochemisch gibt es bei den Minzen ein augenfälliges, gemeinsames Merkmal. Das Menthol: Ein intensiv duftendes ätherisches Öl mit sehr ungewöhnlichen, heilkräftigen Eigenschaften.
Menthol hat die Eigenschaft, bei lokaler Anwendung Kälte-, Wärme- Schmerz- und Druckrezeptoren zu erregen. Denn es bewirkt eine Änderung der Zellmembran mit einer vermehrten elektrischen Aktivität. Hohe Konzentrationen von Menthol entfalten eine lokal anästhesierende Wirkung. Daher wird Pfefferminzöl von jeher bei Kopfschmerzen und Verspannungen äußerlich verwendet. Zudem öffnen die Öle Nasenschleimhäute und Bronchien, wenn sie inhaliert werden.
Das Menthol ist raumgreifend und vermag, alles zu durchdringen.
So kennen wir die „Minzen“.

Doch sie können noch viel mehr –Duft, Geschmack, Aussehen und Wirkung unterscheiden sich von Art zu Art erheblich, wenn wir mit der ganzen Pflanze arbeiten und etwas genauer hinsehen. Biochemisch läßt sich das zurückführen auf unterschiedliche Gehalte der ebenfalls hochwirksamen Carvone (ein keimhemmendes Keton vor allem in der Krause Minze), Cineol (das ist der Stoff, der die Schleimbildung bei Erkältungen hemmt und am stärksten in der Mentha piperita vorkommt), Limonene (die für den Duft aber auch für die reizende Wirkung verantwortlich sind – und Basis für die Herstellung von synthetischem THC sind). Die Wasserminze ist die Ur-Minze und hat den höchsten Limonen-Gehalt.

Minzen auf Aditi: Zauberhafte Anderswelt

Der Minzengarten

Auf Aditi haben die Minzen zusammen mit der Melisse einen eigenen Garten. Einen Garten, der vor 1,5 Jahren noch ein unsäglich verwachsener Schlehenhain war, in dem außer Brombeeren, Schlehen und Brennesseln keine andere Pflanze eine Chance hatte, zu gedeihen. Die Bauern meinten, es sei das unfruchtbarste Stück im ganzen Landkreis, Freunde warfen schon beim Hinsehen das Handtuch, als es darum ging, dieses Stückchen Land urbar zu machen. Doch als Permakultivistin wußte ich: Hier herrscht ein besonders mildes Klima, die Senke, umgeben von Schlehen, vermag Temperaturschwankungen abzupuffern und Wasser zu speichern. Und ich wußte: Hier kann ich die „Invasiven“ ansetzen, diejenigen Kräuter also, die in üblichen Gärten alles plattmachen und sich rücksichtslos ausbreiten. Denn mit Brombeeren und Brennesseln und den Schlehen rundherum haben sie ein Gegengewicht auf Augenhöhe. Nach Tagen (oder Wochen) unsäglicher körperlicher Arbeit – das Ausgraben und Entwirren der alten Schlehen, dicht an dicht – lagen 800 Quadratmeter also offen und ich konnte mit der eigentlichen Bodenaufbereitung beginnen.
Noch sind wir bei den Gemeinsamkeiten. Und gemeinsam meinen prächtigen Minzearten, daß ich die Bepflanzung mit nur je 3 – 7 Stecklingen begann. Aus diesen 3 bis 7 Ästchen Wasserminze, Krause Minze, Glatter Minze und Melisse wurde binnen 3 Monaten ein geschlossener Bestand: Die Einschätzung war richtig gewesen: Diese Lippenblütler erfassen alles, nehmen es in Beschlag und behaupten ihren Platz.
Dieses „Raumgreifen“, das den Minzen gemeinsam ist, können wir bei ganzheitlicher Betrachtung dem gezielten Einsatz der jeweiligen Art nutzen: Denn je nachdem, ob wir die Sanftheit der Krause Minze, die mentale Aktivierung der Glatten Minze oder die enthebende Wirkung der Wasserminze aufnehmen wollen: Wir können bei den Minzen sicher sein, daß sie ihre Kraft auch in die hintersten Winkel bringen und dort verankern.
Doch zum Raumgreifenden kommt dann eben die besondere Eigenart. Und weil diese so unterschiedlich sind, widme ich mich heute erst einmal einer der wichtigsten „heiligen Pflanzen“ der keltischen Vorfahren: Der Wasserminze.

Rausch der Götter: Die Wasserminze

Bio Kräutertee MinzeInteressiert man sich für Heilweisen und Magie bei den Kelten, so trifft man auf 3 zentrale „Heilige Pflanzen“: Mädesüß, Eisenkraut und Wasserminze.
Die Wasserminze mit ihrem gedungenen Wuchs, den kugelrunden Blüten und dem sehr erdig-eindringlichen Duft unterscheidet sich nicht nur äußerlich sehr von ihren sonst eher ätherischen, schlank gewachsenen Minze-Schwestern.
Wenn wir die Wasserminze ernten – ausschließlich bei Neumond – sind wir bereits nach kurzer Zeit in einem rauschähnlichen Zustand. Der intensive Duft hebt uns aus alltäglichem Denken heraus und öffnet die Wahrnehmung für feinstoffliche Informationen. Das war wohl auch einer der Effekte, den die Druiden zu schätzen wußten, und den sie in Form von Räucherungen oder Schnupftabak der Wasserminze nutzten (beide Kräutertabake von Wild Natural Spirit enthalten Wasserminze 😉 ) .
So wie die mentha piperita (Glatte Minze) uns auf das Geistig-Weltliche zu fokussieren weiß, so de-fokussiert und die Wasserminze, erlaubt uns, uns über die alltäglichen Einflüsse hinwegzuheben und eine Einsicht in größere Zusammenhänge zu gewinnen. Sie vermag einfach, das „Unwirkliche“ vom „Wirklichen“ zu scheiden. Auf körperlicher Ebene setzte man das Kraut früher als fiebersenkendes Mittel und auch zur Beendigung unerwünschter Schwangerschaft ein.
Anders jedoch als etwa die Schafgarbe oder die Cedronella canariensis geht diese Wahrnehmungsveränderung nicht mit Verfeinerung oder Aufhebung einher. Ganz im Gegenteil: Die Durchsetzungskraft und der Wagemut dieser außergewöhnlichen Minze geben ihr etwas joviales, strahlendes, respektgebietendes.

Das wird bei der Anwendung des ätherischen Hydroalts besonders deutlich. Eingenommen oder in der Aura versprüht erschließt sich der stärkende und horizonterweiternde Effekt der Wasserminze am deutlichsten.
Mal ganz abgesehen von dem köstlichen Geschmack…

***
Seit 2 Jahren baue ich auf einem 3,5 Hektar umfassenden Berg namens „Aditi“ in biozertifizierter Permakultur traditionelle Heilpflanzen an. Ausschließlich per Handarbeit – zusatz- und maschinenfrei – werden diese zu kostbaren Präparaten weiterverarbeitet. Allen voran die Destillate. Sieh Dich gerne um in meinem kleinen Online-Laden oder komm zu einer der Praxiswochen.

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Aromatherapie

Mittlerweile bestellen auch einige Aromatherapeuten bei mir und schreiben, daß die ätherischen Hydrolate für viele Menschen verträglicher sind, als die puren #ätherischenÖle. Für mich – die ich wenig Ahnung von #Aromatherapie habe – ist das nicht überraschend: Die puren ätherischen Öle sind für die Pflanzen meist Schutz- und Abwehrstoffe gegen Insekten und Pilze.

Ätherische Öle enthalten Terpene und Phenole. Das sind hoch aktive, isolierte Substanzen, die meist haut- und schleimhautreizend sind. Daher dürfen sie in Deutschland ja auch nur von Ärzten und Heilpraktikern angewendet werden, die hinreichend in Biochemie, Physiologie und Pathologie ausgebildet sind.

Läßt Du das Destillat jedoch in seiner natürlichen Zusammensetzung, so wie das bei unseren #Reindestillaten der Fall ist, machen wir uns die ausgleichende und vollständige Kraft der Pflanzen zunutze. So umgehen wir die Risiken, die die isolierten Stoffe mit sich bringen.

Weiterhin ist für mich auch immer wieder ein Argument für die ätherischen Reindestillate anstelle des isolierten ätherischen Öls, daß die Gewinnung wesentlich ausgewogener erfolgt: Mal abgesehen von der unsäglichen Menge an Pflanzen, die für 10ml ätherisches Öl benötigt wird (etwa 20 Kilogramm Melisse !!!), muß für die reine äÖ-Gewinnung das Destillat unter hohen Druck gesetzt werden. Das hat – natürlich ! – auch Einfluß auf die biochemischen und feinstofflichen Eigenschaften des Destillats. Bei uns wird auf offenem Feuer und in einer großen Kupferdestille destilliert, mit einer natürlichen Druck- und Temperaturführung.

Hinzu kommt, daß derartige Mengen an Kräutern wirtschaftlich nur unter massiv ausbeutenden Bedingungen hergestellt werden können: Große Maschinen, die den Boden verdichten, unterbezahlte Arbeitskräfte, irgendwo in der Nordtürkei oder auf ägyptischen Plantagen, dann die Transporte einmal rund um den Globus etc.
Von daher… verstehe ich gut, daß auch in der #Aromatherapie eine neue Bewusstheit für Ganzheitlichkeit zu gedeihen scheint.

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Der Rote Sonnenhut – und sein Hydrolat

Neuigkeiten aus Aditi-Land

Die Information, daß Echinacea purpurea auch in Aditis Permakultur-Garten stehen sollte, kam recht spät. Zwischen März und Mai 2018 hatte ich bereits die traditionellen Heilpflanzen, allesamt Sonnen- Signaturen, bereits ausgesät. Auch das Aussetzen der gezogenen Jungpflanzen in einer besonderen, nach Himmelsrichtung und Pflanzennachbarschaften geordneten Weise hatte längst begonnen. Doch ein besonders sonnenexponiertes Feldstück am Südrand des Gartens, das ich bereits händisch und mit viel Sorgfalt zur Bepflanzung aufbereitet hatte, wartete noch auf seine Bestimmung.
Und da kam er: Der Rote Sonnenhut.

Ich war etwas verwirrt, denn anders als alle anderen Heilkräuter, die ich anbaue, ist der Korbblütler kein typisch aromatisches Kraut. Die Echinacea ist uns allen seit Jahrzehnten als immunstärkendes Mittel zur Vorbeugung und Heilung von Erkältungskrankheiten bekannt. Doch wir kennen sie nur als alkoholische Lösung des Frischpreßsafts. Alkohol kommt mir nicht an die Pflanzen ! Und Wurzeln reiße ich auch nicht aus ! … sollte ich diese besondere Pflanze wirklich noch aufnehmen ? So spät im Jahr, während sich die Dürre bereits ankündigte ?
Mein Bauch sagte: Ja !

Ich hatte Glück und bekam noch sehr hochwertiges Biosaatgut und so ging ich eines frühen Morgens hinaus, zog mit den Händen die Saatrinnen und arbeitete die Samen mit den Füßen in die Erde ein. Es war ein Ritual für sich, ich hatte unmittelbaren Kontakt zur Deva des machtvollen Sonnenhuts und er stand da, auf dem höchsten Punkt des Hauptgartens, erschuf einen Raum im Raum – ein-eindeutig – lange bevor die Keimung begann. Und die dauerte… fast 8 Wochen sah ich täglich mehrmals nach dem Sonderling, goß ihn mit Brunnenwasser nach den sengenden Tagen des Dürrejahres. Und dann endlich sprießten die ersten Keimblätter. Zauberhaft differenziert, wie Schiffchen, markant zugespitzt und gerillt. Die Sonnenwende lag längst hinter uns und mir wurde klar, daß er in diesem Jahr nicht mehr zur Blüte kommen würde. Auch erschien es mir unwahrscheinlich, daß der Nachzügler den Winter überstehen würde –  doch ich hörte nicht auf, ihm besondere Zuwendung zu geben, ihn zu hegen und zu fördern.

Diese Pflanze ist personifizierte Stehkraft

Mit dem ersten Frost hingen alle Pflanzen braun und schlaff herab – sie hatten kaum 30 Zentimeter Höhe geschafft und ich hatte nicht viel Hoffnung… Doch spätestens im Mai des Folgejahres wußte ich: Der Rote Sonnenhut ist genau richtig hier. Eine duftende, pinke Blütenpracht erstrahlte, das Feld strotze nur so von Kraft mit seinen bis zu 2 Meter hohen, roten Sonnenhüten. 

Allein, sich in die Mitte des Feldes zu begeben und einfach nur zu spüren, was diese majestätischen und bizzaren Pflanzen mit der Wahrnehmung, mit Ausrichtung und Stimmung machen, war bereits ein Genuß für mich und viele meiner Seminarteilnehmer. Wir alle waren fasziniert von der Unmittelbarkeit und Souveränität, die uns ad hoc erreichte und erfüllte.
Und von der Wärme und Kraft, die sich im Herzraum sammelte.Dieser Effekt verstärkte sich, als wir begannen, die fast Handteller-großen Blüten zu ernten und Tee daraus zu bereiten:

Anwendungsformen der Echinacea

Experiment No 77:

Bisher berichten alle, die mit mir den Blüten- Aufguss des Sonnenhut verkostet haben, daß sie eine unmittelbare Stabilisierung erfahren. Präsenz, Klarheit und Ruhe sind die wiederkehrenden Feedbacks zur Wirkung des Tees. Und dies bereits in sehr geringer Dosierung.
Ich prüfte, ob ich die Blüten frei verkaufen darf und experimentierte lange mit den Trocknungsbedingungen: Es ist eine Kunst eine Blüte, die für sich schon stolze 20 Gramm auf die Waage bringt und einen gigantischen, bestachelten Blütenboden hat, so trocken zu bekommen, daß sie haltbar ist. Es gelang. Und sogar so, daß das intensive Pink der Blütenblätter erhalten blieb.
Und so kann ich für die kalte Jahreszeit unser Teesortiment um diese zauberhaften, kraftvollen Blüten ergänzen. Sie sind als Teeaufguss ein sagenhaftes Klärungs- und Kräftigungsmittel. Ihre immunstärkende Eigenschaften sind ja ohnehin bekannt.

Doch die eigentlich bahnbrechende Entdeckung machte ich bei der Destillation.

Kirschmango – und Präsenz JETZT

Fabian und ich waren ganz schön aufgeregt, als wir das Erntegut zur Destille brachten. Stolze 15 Kilo des Roten Sonnenhuts hatten wir geschnitten, der nun erstmalig seinen Geist in der großen Kupferdestille offenbaren sollte.
Bereits beim Schnitt war eine außergewöhnliche Ruhe und Erdung entstanden. Der Rote Sonnenhut vermag einen Raum zu schaffen, ja regelrecht zu definieren, in dem kein Zweifeln, kein Zögern, kein Kreisen mehr Bestand hat. Erdung. Hier und Jetzt.
Wir füllten die Pflanze in die Kolonne, verschlossen das System, entzündeten den Feuerring unter der Destille und warteten. Andächtig.
Und wieder forderte er unsere Geduld und Hingabe.
Die großen Blüten mit den dicken Köpfen machten es dem Dampf schwer, empor zu dringen, hielten ihn fest, ließen den Druck mehr und mehr steigen.

Der hohe Druck sorgte dafür, daß die ätherischen Öle bereits in der ersten Fraktion größtenteils gelöst wurden und ins Destillat eingingen. Bereits bei den ersten Tropfen verbreitete sich ein phänomenal, fruchtiger Duft. „Kirsche-Mango“, meinte Fabian. Und überdeutlich war wieder diese tiefe Ruhe, Präsenz und Klarheit.
Ein fast körperlich spürbarer Raum entstand, eine Eindeutigkeit.

Ruhe im Herzen, Schutz auf der Haut

Bei Tests mit Anwendern im Nachhinein wurde oft von einer „Ego-Stärke“ gesprochen: Einer ruhigen, souveränen Ich-Wahrnehmung die entstand. Während des Destillations-Seminars (Praxiswoche https://wild-natural-spirit.org/produkt/praxiswoche-destillation-2/ ) wurde zudem die Herzensqualität deutlich: Nicht nur ihre Farbe, auch ihr Duft und ihre subtile Wirkung erzeugt die Echinacea über das Herzchakra.

Neben all diesen „feineren“ Aspekten enthält das Destillat drei Inhaltsstoffgruppen: die Flavonoide (wichtigster Inhaltsstoff: Cichoriensäure), Alkamide und Polysaccharide (Zuckerverbindungen). Docjones zum Beispiel schreibt hierzu: Zusammen bewirken diese Inhaltsstoffe erwiesenermaßen die Anregung des Immunsystems und die Wundheilungsförderung der Haut. Außerdem wirkt das Kraut nachweislich entzündungshemmend. An dieser Reaktion sind die Polysaccharide und Alkamide maßgeblich beteiligt.
Die aktiven Komponenten des Sonnenhutkrauts sind Chichoriensäure, Alkamine und Polysaccaride. Sie bewirken, dass sich der Körper gegen unerwünschte Fremd- und Schadstoffe wehrt – und zwar gründlich. So empfehle ich das Destillat bei Schwächungszuständen oder vor Beginn der kalten Jahreszeit.

Und diese Wirkung machen wir uns auch bei der Gesichtspflege zunutze: Wie immer schließen wir an die Herstellung des Reindestillats zur inneren und äußeren Anwendung die modifizierte Destillation unserer Naturkosmetik an:

Hier erhalten wir ein sehr feines Hydrolat, das die Haut sanft befeuchtet und leicht strafft. In der INCI (offizielle Liste kosmetischer Inhaltstoffe) wird der Echinacea-Extrakt als „hautpflegend, kräftigend, feuchtigkeitsspendend“ belegt. Ich persönlich habe nach zwei Wochen Testanwendung bei meiner Gesichtspflege beobachtet, daß Fältchen und Rötungen zurück gingen und sich meine wettergewöhnte Haut deutlich erholte. Und das alles ohne Alkohol. Ohne Konservierung. Die reine Pflanze mit ihrem gesamten Spektrum an Wirkstoffen und ätherischen Ölen.

Gut eingepackt für den Winter

Gestern schnitt ich die letzten Blüten und brachte sie in die Darre. Es ist Zeit, die Stauden zurückzuschneiden und auf den Winter vorzubereiten.
Ein wenig Lockerung der Erde, ein wenig selbstgemachte Brennesseljauche und die wärmenden Sonnenstrahlen des Spätsommers tun ihm gut, meinem Roten Sonnenhut.

Ich bin ganz sicher, daß er auch nächstes Jahr in seinem herrlichen Violett von Aditis höchstem Punkt strahlen wird und uns alle erneut Verzaubert.

Danke.

***
Seit 2018 bebaue ich mein 35.000 qm großes, bio-zertifiziertes Naturgrundstück in Oberfranken auf 5.000 Quadratmetern mit traditionellen Heilpflanzen in Permakultur. Alle Arbeiten erfolgen maschinenfrei. Die handgesammelten Rohdrogen werden in einer Solar-Darre natürlich getrocknet. Die Destillate entstehen vor Ort in einer 100-Liter Kupferdestille auf offenem Feuer und werden direkt abgefüllt.

In dem Sortiment von Wild Natural Spirit biete ich aus der Echinacea purpurea drei unterschiedliche Produkte an:
Das Reindestillat („Das Beste des Sonnenhut“), die Gesichtspflege „Roter Sonnenhut“ und die getrockneten Blüten als Tee oder Rohdroge „Purpur Sonne“.

Viel Freude damit !

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Immunstärkung, Konzentrationskraft und Entspannung

Die Neuen sind da !

Pünktlich zum Erntemond gibt es bei Wild Natural Spirit fünf herrliche neue Sorten:

… natürlich sämtlich aus unserem bio-zertifizierten Eigenanbau, maschinenfrei und ohne Zusätze.
Reindestillate allerallerhöchster Güte.
In den kommenden Wochen stelle ich die Devas wieder in den beliebten Pflanzenprofilen vor. Eine nach der anderen 🙂

Und natürlich auch in meinen geliebten #newslichtern

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Kräutertabak

Zeit für Sternenstaub

Die Produktion unseres #Kräutertabaks ist enorm aufwändig. Erst werden die Blüten und Blätter von Hand aus unseren #Permakultur-Gärten gesammelt, dann in der Solar-Darre getrocknet. Hier erfolgt beim Leeren der Darre die erste Qualitätskontrolle: Denn für den aromatischen “Tabak” brauchen wir einen bestimmten Anteil von Blüten und einen bestimmten “Reifegrad” der Pflanzen.
Dann werden aus den unterschiedlichen Chargen die Mischungen hergestellt: Thymian, Salbei, Kamille, Schafgarbe und die gute Wasserminze für den #Sternenstaub – Urtica, Ysop, Kamille und Wasserminze für die #Lichtbrise.

Und dann – wenn Frau Rosenfeld mal Zeit und Muse hat – wird in einem gaanz friedlichen Flow all dies per Hand zerkleinert. Die Messer schneiden aber nicht fein genug, um die längeren Stängel alle zu erwischen. Also wird vor dem Abpacken in die 50-Gramm Beutel der Roh-Tabak nochmals gesiebt und handverlesen.
Erst dann verdient er das WNS-Label.
… und er könnte noch feiner sein … ich arbeite daran – gerade jetzt

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Traditionelle Manufaktur

Erfahrungen aus der Kunst des Destillierens

Erfahrungen aus der Kunst des Destillierens

Das Kräuterjahr neigt sich dem Ende zu – unsere Permakultur-Kräuter haben den zweiten (Hand)Schnitt hinter sich, das Lager ist übervoll mit herrlich duftenden Tees, kostbaren Reindestillaten und wertvoller Naturkosmetik. Noch eine Fraktion Melisse und erstmalig auch der Absinth (Wermut) bleiben zur Destillation – dann kommt nur noch die Pflege der Pflanzen und ihre Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit.

Dieses zweite Jahr an der Destille war ein wahres Lehrjahr. Schon Monate bevor wir in der „Praxiswoche Destillation“ all die Feinheiten und Unterschiede bei der Herstellung der Essenzen demonstrierten, begann ich, die zahlreichen Faktoren, die auf die Qualität der Destillate Einfluß haben, zu erkunden.

Durch die Herstellung der kosmetischen Destillate mußten wir eine viel feinere Kontrolle des ätherischen Ölgehalts finden und sehr sorgfältig pH-Wert-Entwicklung, Lichtbrechung, Separation und Düfte während des etwas 5-stündigen Destillationsvorganges herausfinden.

Wir hatten mithilfe einer kleinen 2-Liter-Destille zuvor entdeckt, daß die für die Kosmetik wichtigen wasserlöslichen Inhaltstoffe der Pflanzen eine ganz andere Temperatur- und Druckführung benötigen, als die Reindestillate, bei denen es vorrangig um die aromatisch duftenden, ätherischen Öle geht. Die pflegenden Stoffe, die bei der Wasserdampfdestillation gelöst werden, sind eher hydrophil (wasserliebend) und zumeist weniger flüchtig, als die ätherischen Öle. Die ätherischen Öle sind an sich zu basisch für die direkte Anwendung auf der Haut sind (Säureschutzmantel). Daherbrauchen wir auch für die Kosmetik mehr Blüten- und weniger Blattanteile.

Wäre uns die feine Einstellung dieser beiden Stoffgruppen während des Destillationsvorgangs nicht gelungen, hätten wir – wie die meisten industriellen Hersteller von Naturkosmetik – Stabilisatoren, Lösemittel und Emulgatoren benötigt, um die gewünschten pflegenden Eigenschaften zu erhalten. Doch so sind und bleiben wir PUR.

Schritt für Schritt fanden wir die spezifischen Luftdruck und Wetterbedingungen, Anheiz- und Kühlertemperatur aber auch Füllmengen und Relation der Pflanzenteile Blüte-Blatt-Stengel die für die kosmetische Produktion oder eben eher für die Reindestillat-Produktion am besten waren.

Zu unserer Überraschung wichen – bei gleichen Prozeßbedingungen – die Ergebnisse auch ganz erheblich davon ab, wie groß der Destillationsraum war: Die große 100-Liter-Destille, mit der wir auf Aditi auf offenem Feuer destillieren, brachte weitaus „vollere“, komplexere Destillate hervor, als die kleine Test-Destille.

Das Reifen der Pflanzenkraft

Erfahrungen aus der Kunst des Destillierens

So ergab zum Beispiel die Destillation der Echinacea-Blüten in der kleinen Destille eine süßlich-frisch duftende Essenz, die mit ihrem Aroma zwar bezauberte. Die durchschlagende feinstoffliche Wirkung der tief purpurfarbenen Blüten erzielten wir jedoch nur über die große Destille, in der der Dampf „reifen“ und sich weit ausdehnen muß, bevor er kondensiert und in die braunen Fläschchen rinnt. 19 von 20 befragten Personen, denen das Echinacea-Reindestillat verabreicht wurde, sprachen unmittelbar nach der Einnahme von „Präsenz“, „Klärung“, „Ruhe“, „Zentrierung“.
 Bei den vergleichenden Tests zum Destillat aus der kleinen Destille begeisterten sich die meisten hingegen lediglich in der Diskussion darum, ob es eher ein Kirschen- oder ein Mangoduft ist…

Die große Kupferdestille auf offenem Feuer macht den Unterschied: Sowohl das Edelmetall als Material der Destille als auch die Abwesenheit störender elektromagnetischer Felder (aus elektrischer Beheizung der Destille, wie das bei der Groß-Produktion sonst üblich ist) erlaubt die „Hochzeit“ von Pflanzendeva, Wasser und Feuer.

Auf dem etwa 2 Meter langen Weg vom Kessel in den Destillenhut vereinen sich die wasserlöslichen und flüchtigen Stoffe der Kräuter mit dem Wasserdampf bis zu einer maximalen Sättigung. Und das ist es, was wir für die Wirkkraft und Intensität unserer Spirits brauchen.

Nun kennen wir also den Grund des großen und sehr differenzierten Wirkspektrums unserer Destillate.

Das Geheimnis der Stabilität

Auch das „Geheimnis“ der langen Haltbarkeit unserer ätherischen Hydrolate beschäftigte so Manchen… 
Ist sie nur der Tatsache geschuldet, daß wir das gesamte ätherische Öl im Destillat belassen ? Das ist weltweit einzigartig – und doch: reicht das aus für diese überragende Qualität ?

Was ist dann mit den kosmetischen Destillaten für die Kosmetik, bei denen wir darauf achten (müssen), daß ein bestimmter Anteil an ätherischen Ölen nicht überschritten wird ? 
Warum sind auch sie so lange stabil ohne jedwede Konservierung – anders als alle anderen vergleichbaren Produkte auf dem Markt ?

Um mich hier abzusichern (und auch, um den behördlichen Auflagen gerecht zu werden) schickte ich auch dieses Jahr alle Destillate zur Untersuchung in ein externes Labor.

Ich hatte auch Destillate der letztjährigen Produktion mitgesendet – einfach, um die !“18 Monate Haltbarkeit“ zu dokumentieren. Und wieder haben die ätherischen Destillate sowie auch die Naturkosmetik von Wild Natural Spirit bei der externen Laboranalyse die Note “sehr gut” bekommen. Damit haben wir die Sicherheit, dass unsere Destillate 18 Monate makellos rein sind, obwohl (oder: weil?) sie vollkommen frei von Zusätzen dafür aber überreich an ätherischen Ölen sind.

Was also macht den Unterschied ?

Erfahrungen aus der Kunst des Destillierens

Praxiswoche Destillation

Ich hatte eine Ahnung. Anbau in Permakultur und Handarbeit machen den Unterschied. Und das wollte ich im Rahmen der Praxiswoche Destillation zusammen mit anderen Kräuterexpert/innen überprüfen.

Hier haben wir die Destillate aus Pflanzen unterschiedlicher Herkunft miteinander verglichen und destilliert. Salbei, der auf Aditi in Permakultur gewachsen ist und ohne Maschinen verarbeitet wurde verglichen mit Salbei aus anderen Biobetrieben.

Die Unterschiede im qualitativen Ergebnis sind erheblich. Auch der Vergleich mit gekauften (Bio-)Hydrolaten und den Wild Natural Spirit-Destillaten war überraschend: Alle Beteiligten konnten eindeutige Unterschiede schmecken, riechen und spüren konnten. Und das lag sicher nicht nur daran, daß andere Produzent/innen ihre Destillate in Plastikflaschen verpackten…
Und ein kleines Bonbon für die Laboranalytiker unter euch ist, dass unsere Destillate aus der großen Destille ein Lichtbrechungsindex von 0 haben, was so viel bedeutet, dass sie keinerlei “Unrein” enthalten.

Da freut sich das Alchemisten Herz.

Die Tatsache, daß unsere Pflanzen vom Samen bis zur Ernte keine Maschinen sehen, daß sie in Permakultur gedeihen und vor Ort von Hand in einer Kupferdestille auf offenem Feuer destilliert werden, trägt ganz sicher zu dieser Qualität bei.

Mach den Test selbst !

Die Deva führt – die Deva heilt

Erfahrungen aus der Kunst des Destillierens

Bei all dem dürfen wir nicht übersehen, daß Pflanzen Wesen mit Bewußtsein sind. Daß sie seit Jahrtausenden heilen, schützen und stärken. Wolf-Dieter Storl wie auch andere Autoren sprechen von der „Deva“, der Gottheit in der Pflanze. 
Ich kann aus meiner Arbeit sowohl im Kräutergarten als auch an der Destille oder mit Menschen, die Rat suchen bestätigen: Ich bekomme klar verständliche „Anweisungen“ darüber, wo ich welche Pflanze hinsetzen soll, wie ich sie zu behandeln habe und bei welcher Verfassunng oder bei welchem Menschen sie Resonanz erzeugt.

Für mich erscheint es ganz selbstverständlich, daß der Umgang mit unseren Pflanzen auf Aditi sich meßbar niederschlägt in den Destillaten.

Und so soll es ja auch sein….

Bitte fühle Dich ermutigt, selbst zu lauschen, zu schmecken und zu spüren. Fühle Dich bestärkt in dem Wunsch, Fremdes und Liebloses zu meiden und die Dinge in dein Leben zu wählen, die Achtsamkeit und Reinheit in sich tragen.

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Praxisiwoche Destillation

Von der Kunst des Destillierens und der Qualität von Ätherischen Hydrolaten

Anbau in Permakultur und Handarbeit machen den Unterschied::
Wieder haben die ätherischen #Destillate sowie auch die #Naturkosmetik von #WildNaturalSpirit bei der externen Laboranalyse die Note “sehr gut” bekommen.
Ich hatte auch Proben mitgesendet von Destillaten der letztjährigen Produktion. Damit haben wir die Sicherheit, dass unsere Destillate 18 Monate makellos rein sind, obwohl (oder: weil?) sie vollkommen frei von Zusätzen dafür aber überreich an ätherischen Ölen sind.

Auch intern laufen regelmäßige, intensive Qualitätsprüfungen.
Im Rahmen der #PraxiswocheDestillation haben wir beispielsweise verschiedene Destillate des Salbei miteinander verglichen.

Dazu haben wir

** getrocknete und nicht getrocknete Pflanzen destilliert,
** Salbei der auf Aditi in Permakultur gewachsen ist und ohne Maschinen verarbeitet
wurde verglichen mit Salbei aus anderen Biobetrieben,
** in der 2-Liter- und in der 100-Liter-Destille gearbeitet
** haben Blüten gesondert und Blätter gesondert und auch die ganze Pflanze destilliert und die Ergebnisse verglichen.

Die Unterschiede im qualitativen Ergebnis sind erheblich.
Und ein kleines Bonbon für die Laboranalytiker unter euch ist, dass unsere Destillate aus der großen Destille ein Lichtbrechungsindex von 0 haben, was so viel bedeutet, dass sie keinerlei “Unrein” enthalten.
Da freut sich das Alchemisten Herz.

Die Tatsache, daß unsere Pflanzen vom Samen bis zur Ernte keine Maschinen sehen, daß sie in Permakultur gedeihen und vor Ort von Hand in einer Kupferdestille auf offenem Feuer destilliert werden, trägt ganz sicher zu dieser Qualität bei.

Mach den Test selbst !

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Anwendung unserer Naturkosmetik

Die Anwendung unserer Naturkosmetik: Liebe für deine Haut

Nun ist sie da: Eine ganz offiziell akkreditierte Kosmetik aus dem Permakulturgarten, biozertifiziert, maschinen- und zusatzfrei. Nach 12 Monaten des Forschens und Testens wissen meine Tester/innen, meine Berater/innen und ich nun sicher:

Pure Natur braucht keine Konservierungsstoffe, keine Emulgatoren und Mikropartikel.
Um unserer Haut die nötige Nahrung und Pflege zukommen zu lassen, ist das Destillat eines unversehrten Heilkrauts das Beste.

Wir haben vorerst 6 Sorten, die auf die gängigen Hauttypen optimal eingestellt sind – und nichts als Wasser, Feuer und Heilkraut enthalten. Jedes Kraut spricht einen bestimmten Hauttyp mit spezifischen Bedürfnissen an. Wähle aus dem Reichtum heimischer, aromatischer Kräuter.

Unsere Sorten

  • Ringelblume – Calendula officinalis
  • Echte Kamille – Matricaria chamomilla
  • Echter Salbei – Salvia officinalis
  • Ysop – Hysoppus officinale
  • Schafgarbe – Achillea millefolium
  • Zitronenmelisse – Melissa officinalis

Ringelblume – Calendula officinalis

Ringelblume ist eine erdig-nährende Wohltat für empfindliche und gereizte Haut, die sich nach Aufbau und Strahlkraft sehnt.

Zitronenmelisse – Melissa officinalis

Melisse ist eine zitronig-zarte Wohltat für angespannte, irritierte Haut, die eher empfindlich ist und sich nach Pflege und Entspannung sehnt.

Ysop – Hysoppus officinale

Ysop ist eine zitronig-frische Wohltat für müde, fahle Haut, die eher kräftig strukturiert ist und sich nach Belebung sehnt.

Echte Kamille – Matricaria chamomilla

Kamille ist eine wiesenduftende Wohltat für unreine und entzündliche Haut, die sich nach Reinheit und Schutz sehnt.

Echter Salbei – Salvia officinalis

Salbei ist eine herb-frische Wohltat für wunde und schlaffe Haut, die sich nach Verfeinerung und Klärung sehnt.

Schafgarbe – Achillea millefolium

Schafgarbe ist eine blumige Wohltat für irritierte, zu Rötungen neigende Haut, die sich nach Schutz und Beruhigung sehnt.

Reich gesättigt mit ätherischen Ölen sind die naturreinen Pflanzendestillate kostbare, akkreditierte Naturkosmetik mit der Kraft heimischer Heilkräuter. Wasser, Feuer und Heilkraut. Pur. Dank der ätherischen Öle aus der ganzen Pflanze braucht es keine Konservierung und keine Zusätze: So steht uns pure Pflanzenkraft zur Verfügung.

Anwendungshinweise

Die Naturreinen Pflanzendestillate von Wild Natural Spirit werden pur auf die Haut aufgetragen – mittels Baumwollpad oder Sprühaufsatz. Sie pflegen die Haut nach ihren spezifischen Bedürfnissen mit ihren zart duftenden, ätherischen Ölen und Hydrolaten in genau der natürlichen Zusammensetzung, wie sie in der Pflanze vorliegen.

Vorher kann die Haut mit der „pure oil methode“ gereinigt werden – einfach naturreines Pflanzenöl auf der Haut verteilen und mit einem Tuch abnehmen, das mit heißem Wasser getränkt wurde. Wenn das Öl alle Fremdstoffe absorbiert hat und mit dem Tuch vollständig entfernt wurde, ist deine Haut optimal vorbereitet, um die reiche und wohltuende Pflege des Pflanzendestillats aufzunehmen.

Manche Pflanzen enthalten Wirkstoffe, die nach INCI allergen sein können. Dies wurde jedoch nur für die isolierten Stoffe oder ätherischen Öle untersucht – nicht für das Destillat der ganzen und unversehrten Pflanze. Sicherheitshalber weisen wir bei den Sorten diese besonderen Stoffe bei den Inhaltstoffen aus. (zB. das Linalool im Ysop oder Citral in der Melisse). Die Analysen der von uns beauftragten Labore sichern bei vernünftigem Gebrauch eine uneingeschränkte Verträglichkeit zu. Die Pflanzendestillate sind bei 10°C gelagert 18 Monate haltbar.

Alles, was ich auf Aditi für Wild Natural Spirit herstelle, dient meinem tiefen Wunsch, die Kraft und Schönheit unserer Heilkräuter in ganz reiner Form zu erhalten und für alle verfügbar zu machen.
Gewinnung, Verarbeitung und Anwendung sollen eine einzige, liebevolle Bewegung sein, die fördert, nährt und erstrahlen lässt.
Ich denke, dies ist mit der neuen Gesichtspflege auch gelungen.
Und wenn deine Haut bald so strahlt und gedeiht, wie Aditi, dann feiern wir das. Ja ?!

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Naturkosmetik und Reindestillat – der Unterschied im Hydrolat

Ich bin stolz und froh, pünktlich zur Sonnenwende sowohl unsere neu ins Sortiment gekommene Naturreine Gesichtspflege als auch unsere bewährten Reindestillate in neuer Aufmachung präsentieren zu können.
Beides sind Produkte, deren biozertifizierte Heilkräuter in meinem eigenen Betrieb in reiner Permakultur und maschinenfrei erzeugt und dann vor Ort auf traditionelle Weise destilliert werden.

Diese Art von Reinheit, Sorgfalt und Nachhaltigkeit ist so selten geworden, dass es auch gegenüber Behörden viel Erklärungen und Demonstrationen brauchte, um zu zeigen, dass weder Maschinen noch Pflanzenschutz, weder (Kunst)Dünger noch billige Arbeitskräfte aus dem Ausland nötig sind, um wirklich Gutes zu produzieren.

Seit gestern werde ich auf allen Kanälen immer wieder gefragt, ob es einen inhaltlichen Unterschied zwischen den Reindestillaten und der Naturkosmetik gibt.
Damit hier Klarheit entsteht, meine öffentliche Antwort:

Ja, es gibt mehrere inhaltliche Unterschiede zwischen der Gesichtspflege und den Reindestillaten:
Kosmetik wird in der EU wesentlich strenger reguliert und kontrolliert als Lebensmittel (Tatsache…).
Im Zuge des für mich sehr aufwändigen Akkreditierungsprozesses musste ich für die kosmetischen Destillate ein besonderes Verfahren, eine besondere Dokumentation und eine besondere Destillationstechnik vorweisen. Es wird auf diese Weise gewährleistet, dass ein bestimmter Gehalt an ätherischen Ölen in den kosmetischen Destillaten nicht überschritten wird. Damit wird abgesichert, dass es nicht zu Hautirritationen kommen kann.

Im Unterschied dazu enthalten die Reindestillate, die nun „Das Beste vom Kraut“ heißen und als Lebensmittel zugelassen sind (die Behörde verlangte die Formulierung „Nur zur Aromatisierung und Verfeinerung von Speisen und Getränken“), das GESAMTE ätherische Öl der Destillation – sind also wesentlich wirkstoffreicher.
Die Regulierung des Wirkstoffgehalts in der Naturkosmetiker ist aufwändiger – und daher etwas teurer.
Es geht hier um die rechtliche Abgrenzung zu „Heilmitteln“ – ein Verfahren, das sich ein kleiner Betrieb heutzutage nicht leisten kann…
Klarer ?

Viel Freude mit den Spirits !