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Part 2: Das Feuer – Dynamik und Ausdehnung – Aus der Reihe: Einheimische Heilkräuter und die Kraft der Traditionellen Chinesischen Medizin

Ein Teil der Mission, die ich mit Wild Natural Spirit verfolge, besteht darin, uns alle wieder näher an die Vorgänge der beseelten Natur zu führen. Uns zu lösen von einem einseitig nutzenorientierten Umgang mit dem natürlichen Reichtum, den unsere Erde hervorbringt.
Wenn wir die Kraft der Natur in vollem Umfang für unsere körperliche und geistige Gesundheit erfahren wollen, müssen wir uns lösen von einer rein symptomorientierten Behandlung und lernen, die natürlichen Zyklen und Wirkspektren zu verstehen.
Ich orientiere mich sowohl beim Anbau unserer Heilkräuter als auch bei der Produktion der Essenzen und ihrer Anwendung bei bestimmten menschlichen Mustern an der sehr pragmatischen und zugleich ganzheitlichen Systematik der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Das ermöglicht mir nicht nur, die Kräuter mit geringstem Aufwand in die reichste Blüte zu begleiten, sondern auch, das volle Wirkspektrum einer Pflanze zu erkennen und in Resonanz mit den Bedürfnissen eines Menschen, der die Pflanze für sich anwenden möchte, zu bringen. Schritt für Schritt lernen meine Anwender/innen so auch selbst, bestimmte Störgrößen, die sie bei sich feststellen, in einem größeren Zusammenhang zu erfassen und sich selbst die Mittel zuzuführen, die weniger auf Verdrängung und Beseitigung gerichtet sind, sondern vielmehr auf die Wiederherstellung natürlicher Fließgleichgewichte.

Nachdem ich im vorausgegangenen Beitrag die Qualitäten des Holz- bzw. Ätherelements in der TCM skizzierte und den Widerhall dieser gerichteten, aufstrebenden und verfeinernden Phase in den Minzen, Melissen und im Ysop zeigte, folgen wir dem natürlichen Wandlungsstrom heute zum Feuerelement.

In der Ätherphase wurde alles Schwere, Solide, Gebundene verfeinert und entstofflicht. Hierauf folgt mit der Feuerphase nun die vollständige Loslösung von Form und Prägung: Das Feuer ist die pure Bewegung – auswärts gerichtet, doch in der Richtung wahllos, 360 Grad wird die freiwerdende Energie nach außen geschleudert, alles in Bewegung gebracht und seiner vorausgegangenen Programmierung entledigt.

Nicht ohne Grund gilt das Feuer als der Transformator schlechthin – denn seine vollkommen befreite Bewegungsenergie lässt keinen Stein auf dem anderen, setzt alles in Bewegung.

Da in dieser Phase ein Kulminationspunkt zwischen Yin und Yang liegt, nutze ich die Gelegenheit, an dieser Stelle noch einmal etwas auf diese beiden Komplementäre einzugehen:
In den ursprünglichen Wissenschaften wurde der Lebensgeist, die vis vitalis oder die Schöpferkraft immer als das Zusammenwirken zweier Grundkräfte betrachtet: Adam und Eva, Shiva und Shakti, Geist und Materie, Merkur und Sulfur – und eben: Yin und Yang.
Die chinesischen Schriftzeichen für diese beiden lebenerschaffenden Kräfte sind „die beschattete Seite des Berges“ (Yin) und „die sonnenbeschienene Seite des Berges“ (Yang). Sie beschreiben Grundprinzipien, die sich in jedem irdischen Phänomen wiederfinden. Jeder Körper, jeder Zustand dieser Welt enthält einen bestimmten Anteil an Yin- und einen bestimmten Anteil an Yang-Charakteristik. Diese Zusammensetzung definiert das jeweils betrachtete Objekt.
Das Yinjing (Auch als I Ging oder Buch der Wandlungen bekannt) vermittelt uns das wissen darum, daß diese spezifische Zusammensetzung nicht von Dauer ist, daß sie, wie alles Irdische, der steten Verwandlung unterworfen ist nach einer immerwährenden Folge: Den Fünf Wandlungspahsen (oder Fünf Elementen). Der Yin-Anteil in einem System wächst solange an, und verdrängt das Yang, bis das System zusammenbricht – und Yang aufgebaut wird. Solange, bis wiederum das Yang ein Maximum erreicht, das System zusammenbricht und wieder mit dem Aufbau von Yin beginnt.
Das Feuerelement ist nun der „Kulminationspunkt des Yin“: Hier erreicht der Yin-Aspekt – das Dunkle, Feuchte, Flüchtige, Expansive aufgebaut im Holz-/Ätherelement sein natürliches Maximum und kollabiert im Zentrum der Feuerphase.

Die kosmische Grundenergie des Feuers

Das Feuerelement bringt das Greifbare, Feste, Strukturierte (Yang) zur (fast) vollständigen Aufhebung, versetzt alles und jedes in Bewegung, schleudert die dem Yang innewohnende Hitze hinaus in die Peripherie (daher werden in der TCM gerötete Körperteile in der Peripherie – Fingerspitzen, Zehen, Nase als „überschießendes Feuer“ interpretiert).
Die resultierende Bewegung ist nach außen gerichtet – ohne differenzierbare Richtung oder Struktur Die Verwandlung von Materie in Bewegung setzt Energie frei – in Form von Wärme, Handlungen, Ideen.  Sie verausgabt sich, bis alles umgesetzt ist und sinkt nach ihrem lodernden Tanz in die letzte Glut zusammen, um zu Asche, zu Erde zu werden. Dies leitet dann die Folgephase ein, die Erde, die sammelt, verdichtet, sich setzt und neues Yang aufbaut.

Mit dem Feuerelement sind in der TCM der Sommer als Jahreszeit, der Süden als Himmelsrichtung, die Farbe rot, die Numerologie der Zahl 9 (hier gibt es Abweichungen zwischen dem Nine Star Ki und dem Neijing), Vollendung, Transformation, die Geschmacksrichtung „bitter“ assoziiert. Der „helllichte Tag“, der Mit-Tag, die körperliche Aktivität und Shen – der innewohnende Geist, der für Intelligenz, Wendigkeit und Lebensmut zuständig ist.

Feuerqualitäten im menschlichen System

In der TCM sind insbesondere Herz und Dünndarm mit dieser Energiephase verbunden. Organe also, die für Bewegung und Verteilung verantwortlich sind.  Und mit ihnen die Blutbahnen und Gefäße, die sich – dem Feuer gemäß- bis in die äußerste Peripherie verteilen und verästeln.

Ist dieser Energiefluß nicht im Gleichgewicht, kommt es – bei einem „Zuviel“ – zu übermäßiger Aktivität – die sich in Unruhe, Herzrasen, Durchfall oder geplatzten Äderchen (Rosacea et alteri) zeigen kann. Bei einem Mangel zeigen sich Phlegma, Verkrustungen, harte Geschwülste, Antriebslosigkeit und Depression. Psychisch zeigt sich ein Ungleichgewicht der Feuerenergie in Hysterie und Aktionismus, die sich jeder Ansprechbarkeit, jeder Regulierung entziehen.

Die Antwort auf solche Störungsmuster heißt: Kontrollierte Transformation.
Ein System, in dem Entladung und Verteilung nicht natürlich stattfinden können, braucht Wärme, Anschub, Unterscheidung und Beweglichkeit.

Heilpflanzen mit einer ausgeprägten Feuerqualität

Die Dynamik des Feuers – die alles in Bewegung setzende, transformierende Kraft – ist nach meinen Beobachtungen am deutlichsten bei allen Artemisia-Arten gegeben. Nicht umsonst sind die Beifußgewächse in aller Welt und zu allen Zeiten Medizinpflanzen – insbesondere Schutzpflanzen.
Ihre stark gefiederten Blätter, ihr schier unzähmbarer Wuchs, die rispenförmigen Blüten versprengen Duft und Energie und Impression großzügig.

Die gesamte Gattung der Artemisia ist reich an Bitterstoffen und ätherischen Ölen. Mein Glaskolben ist schwarz von diesem Öl nach vollendeter Destillation !
Und so findet sie ihre Anwendung bei tiefen Reinigungsprozessen – körperlich wie seelisch. In Japan werden die kugeligen Blüten der Artemisia zur Moxabustion verwendet – eine Behandlung, bei der die glühenden Pflanzenteile über Akkupunkturpunkte gehalten werden. Heimisch ist bei uns neben dem Beifuß der Wermut (artemisia absinthum). Ihn bevorzuge ich, wenn es um starke Reinigungs- und Transformationsprozesse geht. Hier findest Du meine ausführlichen Informationen zur Artemisia absinthum.

Etwas weniger radikal, dafür umso hitziger ist auch der Thymian eine klassische Pflanze aus dem Feuerelement. Auch er sorgt für Bewegung – doch eher an der Peripherie – also als Schleimlöser in den oberen Bronchien oder als Muskeltonikum bei Verspannungen. Und so, wie er Wärme und Bewegung sanft durch den Körper dringen läßt, so wirkt er auch auf unsere geistigen und seelischen Prozesse: Er stimuliert, ermutigt und belebt.
Ein ausführliches Pflanzenprofil zum Thymian (thymus vulgaris) findest Du hier: https://wild-natural-spirit.org/thymian-und-destillat/

Das Treibende, Bewegende ist bei diesen Pflanzengattungen auch für die antivirale Wirkung ausschlaggebend. Kein Halt für Fremdes, Überkommenes.

Die sanfteste, einheimische Heilpflanze aus dem Formenkreis der Feuerelements, mit der ich arbeite, ist die Ringelblume. Daß sie vor allem dem Feuerelement zuzuordnen ist, war mir auch nicht gleich erkennbar. Mit ihrer unbeugsamen Vitalität und Strahlkraft bewegt sie sich schon in die stabilisierende und sammelnde Aura, die im Erdelement dann zu voller Ausprägung kommt. Und auch strukturbildende Fähigkeiten, wie sie erst dem Metallelement zueigen sind, finden sich in dieser allbekannten Heilpflanze. Dies macht sie zu einer hervorragenden Helferin, wenn es um Ausleitung und Rekonvaleszenz geht. Die Ringelblume bringt den Stau in Fluß – und das verdankt sie ihrer feurigen Seite. Doch als bekanntes Mittel bei Prellungen und bei der Wundheilung enthält sie eben auch bereits das „Gefäß“, das Formgebende, das auf die Transformation folgt. Ein ausführliches Pflanzenprofil zur Calendula findest Du hier: https://wild-natural-spirit.org/die-ringelblume-und-ihr-hydrolat/

In der Anwendung der Feuer-Pflanzen auf der Haut sprechen wir Veränderungen an, die sich in einem Mangel an Erneuerung und Vitalität zeigen. Thymian und Wermut auf der Haut wären ein zu arger Impuls für unsere empfindliche Hülle, deren Aufgabe ja ganz wesentlich Abgrenzung und Struktur sind. Daher habe ich mich bei der Gesichtspflege auf die Ringelblume konzentriert, die nicht nur bei neurodermitischen Problemen bereits zu zahlreichen positiven Rückmeldungen geführt hat, sondern auch als kräftigende, klärende Tagespflege ganz herrlich wirkt und pflegt und das Hautbild sehr schön verfeinert.

Das ist die Qualität der Feuerenergie.
Ein spezielles Arrangement an Kraut, Destillat und Kosmetischem Pflanzenauszug habe ich in der “TCM Box Feuerelement” zusammengestellt

***

Ich möchte klarstellen, daß meine Betrachtungen KEINE medizinische Beratung ersetzen. Überhaupt sehe ich mich in keinerlei Konkurrenz zur konventionellen Medizin oder Pharmazeutik. Denn mein Umgang mit den Pflanzen und meine Leidenschaft für die TCM sind weit entfernt von Heilversprechen, die ich per se und egal von wem sie kommen für unlauter halte. Heilung ist nach meiner Auffassung ein Vorgang, der weder von irgendeinem einzelnen Menschen „gemacht“ werden kann, noch ein Ereignis, das sich in der immer gleichen Weise auf jeden Menschen übertragen läßt.
Insofern lade ich dazu ein, die Qualitäten der kosmischen Grundenergien individuell wahrnehmen und einsetzen zu lernen, den Blick auf die eigene Gesundheitsverfassung vom Symptom zu lösen und zu lernen, systemisch und in Fließgleichgewichten zu denken und vor allem das vieldimensionale Wirkspektrum unserer einheimischen Heilkräuter zu erforschen.
Gerne können wir das auch gemeinsam in einem der Seminare auf dem Berg Aditi tun. Hier ist eine Übersicht zu den Angeboten: https://wild-natural-spirit.org/seminare-und-praxiswochen/

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Part 1: Der Äther – Das Feinstoffliche – Aus der Reihe: Einheimische Heilkräuter und die Kraft der Traditionellen Chinesischen Medizin

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hat bis heute das Wissen um die vielschichtigen Vorgänge bewahrt, die bei der Gesunderhaltung unseres Körpers und unseres Geistes relevant sind. Anders als die monokausalistische und symptomorientierte Sichtweise der modernen abendländischen Heilkunde betrachtet sie Gesundheit als ein Fließgleichgewicht der kosmischen Komponenten, aus denen alles Leben gemacht ist: Luft, Feuer, Erde, Metall und Wasser.

Das macht sie überlegen gegenüber Ansätzen, die ein Symptom lediglich beseitigen – und dabei an unzähligen anderen Stellen neue Ungleichgewichte erschaffen.
Denn bereits bei der Diagnose wird nicht nach einem einfachen „auf A folgt B“-Zusammenhang (monokausalistisch) gesucht – etwa: Ein Mangel an Thyroxin bewirkt eine Schilddrüsenunterfunktion, was zu unerwünschtem Übergewicht führt. In der TCM wird stattdessen der IST-Zustand eines Menschen als Ganzes erfaßt – also etwa nicht nur das Übergewicht, sondern auch die gerötete Haut, der verlangsamte Puls, die träge Darmtätigkeit, die Antriebslosigkeit bei gleichzeitiger Neigung zu Angstzuständen in Betracht gezogen. Und erst hieraus läßt sich eine angemessene Antwort auf die Verfassung des Menschen finden, die so viel mehr ist als „das Übergewicht soll weg“.

Ich befasse mich nun seit 30 Jahren mit der TCM und der ihr zugrundeliegenden Elemetenlehre. Die TCM hat eine ganz eigene Abteilung der Kräuterheilkunde – doch leider handelt es sich bei diesen Kräutern größtenteils um Pflanzen, die bei uns nicht heimisch sind und von daher mit unseren zentraleuropäischen Energiemustern oft nicht gut kompatibel sind. Natürlich macht es einen Unterschied, ob ich eine Pflanze, die unter gleichen Bedingungen lebt und wächst, wie ich selbst, einsetze – oder eine Pflanze verwende, die mit einem ganz anderen Klima, unter völlig abweichenden Boden-, Wasser- und Magnetfeldbedingungen „programmiert” ist. Zudem sind die langen Transportwege und die schwer kontrollierbaren Schadstoffbelastungen von Heilkräutern aus Zentralasien ein ernst zu nehmender Faktor.

So lag es nahe, nach Heilkräutern unserer heimischen Flora Ausschau zu halten, die im Sinne der ganzheitlichen Betrachtung geeignet sind, unser Wohlergehen zu fördern oder wiederherzustellen.

Nach drei Jahrzehnten habe ich diese europäischen Heilkräuter identifiziert und in ihrem Wirkspektrum hinreichend untersucht. In der fünfteiligen Reihe, mit der ich heute beginne, skizziere ich den Zusammenhang zwischen den fünf Grundenergien der TCM, bestimmten einheimischen Heilkräutern und menschlichen Verfasstheiten.

Dem natürlichen Zyklus entsprechend beginne ich diese Reihe mit dem Äther- oder auch Holzelement.

Die kosmische Grundenergie des Äthers

In der ewigen, natürlichen Verwandlung von Yin zu Yang und wieder zu Yin ist die Äther- oder auch Holzenergie die Phase, in der das Körperliche, Solide und Eigendynamische ganz aufgehoben und in das Geistig, Feinstoffliche überführt wird.

Klassisch werden Bilder wie der Baum, der Sproß (Holz), Wind und eben Äther und feinstoffliche Phänomene in der Natur zur Veranschaulichung dieser Grundenergie verwendet.

Der Energiestrom ist vertikal nach oben gerichtet – und wohlgemerkt: gerichtet – die Aufhebung von Schwere, Grenzen und Stagnation ist, was diese Energie bewirkt.

Die Ätherphase folgt auf die strukturlose, ungerichtete Fließbewegung der Wasserphase, gewinnt an Ausrichtung und hebt die Form vollständig auf. Durch den Zugewinn an Richtung verstärkt sich die Dynamik – das nach-oben-Strömen – bis sie endlich eine so starke Bewegung aufbaut, daß sie in der extremen und allgerichteten Transformation der Feuerphase mündet.

Mit dem Äther- oder Holzelement sind in der TCM der Frühling als Jahreszeit, die Farbe grün, die Numerologie der Zahlen 3 und 4 sowie die Geschmacksrichtung „sauer“ assoziiert. Der frühe Morgen, die geistige Aktivität.

Äther- und Holzqualitäten im menschlichen System

In der TCM sind insbesondere Leber und Gallenblase mit dieser Energiephase verbunden. Organe also, die für Reinigung, Lösung und Klärung verantwortlich sind.  Der Gelbe Kaiser (genauer: das Huángdì Nèijīng – Standardwerk der TCM) spricht hier von der „Körperseele“, die den elementaren Selbsterhaltungstrieb verwaltet.

Ist dieser Energiefluß nicht im Gleichgewicht, kommt es zur Kumulation von Schad- und Fremdstoffen, kann Aufgenommenes (materielle und immaterielle Nahrung) nicht verarbeitet und assimiliert werden.
Auch der gesamte dynamische Apparat – Sehnen und Muskeln – sowie das Blut und die Sehkraft repräsentieren diese Energiephase. Psychisch zeigt sich ein Ungleichgewicht der Ätherenergie in Groll und Wut, die plötzlich und gerichtet hervorbrechen.

Die Antwort auf solche Störungsmuster heißt: Gerichtete Expansion.
Ein System, in dem Reinigung, Lösung und Klärung nicht natürlich stattfinden können, braucht Lockerung, Kühlung und Ausrichtung (Ventil)

Heilpflanzen mit einer ausgeprägten Äther-/Holzqualität

Nach meinen Beobachtungen tragen die ätherischen Lippenblütler (Lamiaceen) sämtlich und vorrangig diese expansive Energiequalität des Äther- oder Holzelements.
Ganz besonders die Minzen in ihrer mannigfachen Variation (mehr als 300 Arten !) übermitteln das Raumgreifende, Durchdringende, Reinigende, was diese Energiephase charakterisiert. (Zu dieser Familie habe ich sehr ausführliche Pflanzenprofile geschrieben: https://wild-natural-spirit.org/wasserminze/ ).

Ich persönlich arbeite mit drei Minzesorten: Der „handfesten“, besonders in der keltischen Kultur geehrten Wasserminze (mentha aquatica), die einen außerordentlich ausgeprägten Corpus und somit eine deutlich wahrnehmbare Erd-Himmels-Achse mit sich bringt. Zudem die differenziertere, stark stimulierende klassische Pfefferminze (mentha piperita), die ich gerne bei punktuellen Verhärtungen und Stagnationen einsetze. Und dann das ganz besonders geartete Kräutlein Krauseminze (mentha crispa spicata) bei Menschen, die empfindlich auf Menthol reagieren. Krausminze ist die einzige Minzeart, die kein Menthol, dafür aber ausgeprägt Carvon enthält. Sie kommt bei den Fällen zum Einsatz, bei denen die Störung im Ätherelement nicht aus einem Yang- sondern aus einem Yinüberschuß resultiert; begleitende Symptome sind hier oft Blähungen, Zyklusbeschwerden oder yininduzierter Migräne. Aber jetzt sind wir ja schon wieder bei der Symptomorientierung, von der ich gar nicht so viel halte ! Migräne zum Beispiel kann so unendlich viele Grundverfassungen als Ursache haben, daß die Beobachtung „Migräne“ alleine nicht ausreicht, um die richtige Antwort zu finden.

Auch unsere Melisse (melissa officinalis) ist eine vortreffliche Repräsentantin des Ätherelements. Sie ist nicht ganz so „forsch“ (auch eine Holz/Äthereigenschaft) wie die Minzen, berührt das System etwas sanfter und spricht auf der zweiten Ebene auch das zum Holz komplementäre Erdelement an.
Bereits an der Schwelle zum Feuerelement ist der transzendente Ysop und sein Destillat.

In der Anwendung der Äther-Pflanzen auf der Haut sprechen wir Veränderungen an, die sich in Verhärtungen, Rauhheit, Großporigkeit ausdrücken. Hier fehlt der verfeinernde, lockernde und lichtende Impuls des Ätherelements und genau hierfür stelle ich aus Melisse, Ysop und Krauserminze auch die Gesichtspflege aus dem Reindestillat her.

Den Lippenblütlern gemeinsam ist die besondere Form ihrer Blüten, die Blütenkronen erinnern an Ober- und Unterlippe. Das Blattwerk ist meist sehr zart und stark strukturiert, oft gezähnt, die Stengel oft aufrecht, hohl und vierkantig.
In Resonanz mit dem menschlichen System gebracht, erzeugen sie unmittelbar Kühlung, Lockerung und Entspannung – sowohl auf körperlicher wie auch auf mental-emotionaler Ebene.
Die gestaute Energie darf sich ausdehnen, das Verfestigte, Grobstoffliche darf sich heben, leicht werden und in Bewegung kommen.
Das Verwirrte, Verschachtelte darf sich aus- und Aufrichten.

Das ist die Qualität der Ätherenergie.
Ein spezielles Arrangement an Kraut, Destillat und Kosmetischem Pflanzenauszug habe ich in der “TCM Box Ätherelement” zusammengestellt

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Ich möchte klarstellen, daß meine Betrachtungen KEINE medizinische Beratung ersetzen. Überhaupt sehe ich mich in keinerlei Konkurrenz zur konventionellen Medizin oder Pharmazeutik. Denn mein Umgang mit den Pflanzen und meine Leidenschaft für die TCM sind weit entfernt von Heilversprechen, die ich per se und egal von wem sie kommen, für unlauter halte. Heilung ist nach meiner Auffassung ein Vorgang, der weder von irgendeinem einzelnen Menschen „gemacht“ werden kann, noch ein Ereignis, das sich in der immer gleichen Weise auf jeden Menschen übertragen läßt.
Insofern lade ich dazu ein, die Qualitäten der kosmischen Grundenergien individuell wahrnehmen und einsetzen zu lernen, den Blick auf die eigene Gesundheitsverfassung vom Symptom zu lösen und zu lernen, systemisch und in Fließgleichgewichten zu denken und vor allem das vieldimensionale Wirkspektrum unserer einheimischen Heilkräuter zu erforschen.
Gerne können wir das auch gemeinsam in einem der Seminare auf dem Berg Aditi tun. Hier ist eine Übersicht zu den Angeboten: https://wild-natural-spirit.org/seminare-und-praxiswochen/

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In Resonanz – im Leben

Resonanz Heilung

Das Phänomen von Resonanz und Gesundheit

Viele Menschen haben mittlerweile Erfahrungen mit den Spirits gesammelt.
Eigentlich sind es ja “nur” einfache Heilkräuterdestillate, die von Amts wegen “zur Aromatisierung von Speisen und Getränken” zugelassen sind, beziehungsweise, die moderierte Form zur “kosmetischen Anwendung gemäß EU-Verordnung”. Es gibt unzählige Anbieter sogenannter “Hydrolate” – Pflanzenwasser, denen in der Regel das ätherische Öl entzogen wurde. Warum sind die Spirits so anders ?
Liegt das “nur” daran, daß wir unversehrte Pflanzen verwenden, Heilkräuter, die noch nie eine Maschine gesehen haben ? Liegt es “nur” daran, daß wir mehrere Stunden auf offenem Feuer und unter Normaldruck destillieren und das volle Spektrum des Destillats erhalten ? Brauchen wir deswegen keine Konservierungsstoffe ?

Die technischen Gegebenheiten allein erklären für mich noch nicht, daß sowohl zur Behebung körperlicher wie auch psychischer Beschwerden in so kurzer Zeit unzählige Rückmeldungen vorliegen.
(Du findest sie gesammelt hier: https://wild-natural-spirit.org/kundenbewertungen/ )
Die Tatsache, daß Menschen einen Zusammenhang zwischen der Behebung von Gesichtsrose und unserer Schafgarben-Gesichtspflege, der Linderung von Neurodermitis und der Ringelblumen-Gesichtspflege , der Überwindung von Depressionen und dem Ysop-Destillat sehen, führe ich nicht nur auf die biochemische Reinheit der Destillate zurück. Vielmehr liegt für mich die Schlußfolgerung nahe, daß das ganze Projekt Wild Natural Spirit ein ganz erstaunliches Resonanzphänomen beinhaltet.

Ich stieß in letzter Zeit öfter auf Artikel, in denen der Zusammenhang zwischen „Liebe“ und irdischer Manifestation erwähnt oder zum Teil auch erklärt wurde. Einer dieser Beiträge ist von Llewellyn Vaughan-Lee mit dem Titel „A love story for the earth“, in dem er auf das Phänomen der Empfänglichkeit gegenüber der alles durchdringenden Lebensenergie eingeht.

Diese Empfänglichkeit betrachte ich als gleichbedeutend mit „Gesundheit“ – auf allen Ebenen.
Ein Mensch, der in der Lage ist, sich weitgehend widerstandslos der Lebensenergie zu öffnen, ist sozusagen zwangsläufig „in Einklang“ – körperlich, sozial, emotional, geistig und spirituell. Gedanken und Handlungen sind angefüllt mit Lebensenergie – und somit haben sie Kraft. Kraft, zu manifestieren.

Wenn wir also gesunden wollen, geht es darum, diese Empfänglichkeit in uns wiederherzustellen.
Das wäre in meiner Begriffswelt gleichbedeutend mit „Heilung“.

Liebesenergie ist Lebensenergie ist Heilsein

Die erstaunliche Wirkkraft der Spirits führe ich darauf zurück, daß sie diese Empfänglichkeit wiederherstellen helfen. Das vermögen sie – im Unterschied zu industriell hergestellten „Mitteln“ – vielleicht so gut, weil in ihrer Entstehung viele Male ein Resonanzfeld der Liebe erzeugt wird.

Das erste Resonanzfeld der Liebe zeigt sich in meiner vollständigen Hingabe an den Berg Aditi vor viereinhalb Jahren. Ich gab buchstäblich ALLES auf – oder hinein – um mich in Aditi hineinzuweben und ihr zu dienen. Planlos, ohne Auffangnetz. Doch ich spürte zutiefst, daß mein Handeln gewollt und gefordert war.
Das zweite Resonanzfeld der Liebe entstand, als ich begann, von Hand die Fruchtbarkeit Aditis wieder urbar zu machen und mit unzähligen zarten Heilkraut-Pflänzchen besetzte. Diese „Arbeit von Hand“ in vollständiger Konzentration auf das  Spektrum der Pflanze, mit der wir gerade umgehen, habe ich an die Menschen, die hier mitarbeiten, weitergegeben. Wenn wir äußerlich schwerste Körperarbeit verrichten, befinden wir uns zugleich in einem Zustand tiefer Meditation und Seligkeit. Weder Zeit noch Zweck bestimmen unsere Bewegungen in diesen Stunden, sondern ausschließlich der „Tanz mit der Energie“ der jeweiligen Pflanzenwesenheit.
Diese Haltung vermittle ich auch in allen Seminaren – seien es die Praxiswochen oder die Wochenendseminare.
Und das dritte Resonanzfeld entsteht jedes Mal, wenn wir in der oben beschriebenen Haltung die Pflanzen ernten und in einen „transportablen Zustand“ versetzen: Jedesmal, wenn ich mich nach einem heißen Erntetag am ruhigen Brodeln der großen Destille niederlasse, der ganze Raum gefüllt ist vom Spirit der Pflanze, die gerade in Feuer und Wasser transformiert wird, der charakteristische Duft zunimmt, der erste Tropfen fällt … und dann Fläschchen für Fläschchen befüllt, etikettiert und ins Lager gebracht wird, bin ich mir bewußt darüber, daß wir nicht nur eine Heilpflanze mit ihren ganz spezifischen Kräften und Wirkstoffen auf die reinste Form gewonnen haben, sondern auch, daß wir das energetische Feld, in dem sie gediehen und gereift ist, hinaus in die Welt senden.

Wie weit dieses Fläschchen kostbarsten Reindestillats letztlich seine Aufgabe erfüllen kann, liegt dann ganz in den Händen des Menschen, der es zur Anwendung bringt.

Denn die Pflanzen per se sind höchst geeignet, stoffliche und feinstoffliche Informationen zu halten und zu übermitteln. Ihre Unversehrtheit und ihre eigene Natur sind durch und durch dazu angetan, den Menschen, den sie erreichen, in Resonanz zu versetzen. Jeweils an dem energetischen Knotenpunkt, mit dem sie selbst korrelieren.
Doch die letzte Entscheidung darüber, ob Heilung geschieht, liegt beim Anwendenden selbst.

Es scheint mir so wichtig, daß da die Bereitschaft ist, loszulassen und sich in eine Erkenntnisebene zu begeben, die nicht logisch doch glasklar ist. Dem zu folgen, was es auslöst, es eindrigen und wirken zu lassen … und mitzuschwingen. Dieses Mitschwingen ist das Moment der Resonanz. Hier schwingt unser System mit der Lebenskraft – in der alles heil ist.

Lauschen und Schwingen

Wie eine solche feine Wahrnehmung und Öffnung bis in das Mitschwingen hinein erfahren werden kann, möchte ich Dich mit einer der vielzähligen Zuschriften, die ich zu den Spirits bekomme, miterleben lassen. Hier schrieb mir Claudia Neumaier aus München. Selbst kräuterkundig nutzt sie mit ihren Kursen den Vorgang des Destillierens dafür, die Teilnehmenden in die innere Alchemie zu führen (das war übrigens der Fokus der abendländischen Alchemisten im Mittelalter). Also, lausche Claudia (stark gekürzt!), die den Aditi-Wermut so trefflich eingelassen hat und ihn als das „Fahrzeug“ nutzen konnte, das er ist:

Der Ort, wohin es wollte, war der Solarplexus. Ein schneller Sprung mitten hinein in meine energetische Mitte. Und dann mal ordentlich drin wühlen. Aufruhr verursachen, in einem ganz neutralen Sinn. Ein langsames Drehen im Uhrzeigersinn, so als würde ein Teig in der Küchenmaschine geknetet. Und am Anfang noch keine Farbe, nur das Aufgewühltsein.
Und kurz danach ein Sprung in die Kehle. Und auch dort das gleiche „Durchwühlen“. Als würde etwas gesucht. So, als kniet jemand vor einer Kommode und wirft nacheinander die Sachen aus der Schublade hinter sich. “Alles raus. Alles anschauen.“ ruft der Wermut. Und ein leichtes Unwohlsein. Ein ganz zartes Würgen in der Kehle. „Alles raus.“ ruft er noch etwas lauter.
Jetzt kommt langsam Farbe: ein eisblaues, metallisches helles Blau. (…) Und dann der Impuls der Aufrichtung. Da habe ich erst gemerkt, daß der Kopf konzentriert gesenkt war. (…)  Dem kann man sich nicht entziehen. Irgendwann geht es nicht mehr gerader. Und nicht mehr höher. Aber biegen will ich mich. Weiten will ich mich. Die Armen zur Seite und zum Himmel strecken und mich dem Himmel öffnen. (…) Weil ich stark bin. Weil ich nicht mehr verletzlich (?), verletzbar (?) bin.
(…) Das große Thema ist heute die KLARHEIT.

So beginnt das Geheimnis des Heilseins also in der endlosen Welle der Lebensenergie. Sie aufzunehmen ist gleichbedeutend mit einer tiefen Erfahrung der Liebe, die unser Sein ganz entfaltet. Die Pflanzen – in ihrer unversehrten, reinen Form – vermögen die Brücke zu bauen.

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Mit den Spirits durch die Rauhnächte

Rauhnächte

In den Rauhnächten – 12 Nächte nach der Wintersonnenwende – wachten die Alten während der Dunkelheit, riefen die Götter und baten um Zeichen für den Verlauf des kommenden Jahres. Einst war dies eine Geste der Demut, ein „Sich-Öffnen“ für den Willen des großen Ganzen.
Über die Zeit wurde – wie ganz allgemein aus dem Beten – ein egozentrisches Wunschkonzert daraus, eine weitere Variante, individuelle Begehrlichkeiten und Wünsche zu formulieren.

Das zurück liegende Jahr lehrte uns alle, dass es nicht darauf ankommt, was wir wollen. Vielmehr dass wir uns daran erinnern, wie dieses „Lauschen und Empfangen“ geht, wie wir uns öffnen und einfügen können in den unaufhaltsamen Strom des Lebens.

Im Rahmen meiner Seminare – beiläufig in den Praxiswochen und explizit in den Seminaren zur Pflanzenmedizin – lege ich großen Wert auf dieses Lauschen. Es hätte wenig Sinn, nur die Wirkspektren der Pflanzen zu erklären oder die Konzepte der Fünf Wandlungsphasen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin zu vermitteln. All dies hat wenig Wert, wenn das Wahrnehmen nicht aktiviert ist und die wirklich relevanten Informationen – die immer gegenwärtig und von Situation zu Situation, von Mensch zu Mensch verschieden sind – wenn diese Aspekte nicht aufgenommen werden würden.

In meinem Leben sind es die Pflanzen, die mir helfen, dieses „Hineinweben“ täglich zu praktizieren. Sie machen mir vor, wie ich still werden kann (Melisse und Baldrian), wie ich mich verankere genau dort, wo ich gerade stehe und meine Kontaktfläche zwischen „innen“ und „außen“ klar wahrnehme (Sonnenhut).
Sie führen meine Wahrnehmung aus dem weltlichen Geschehen in den feinstofflichen Zusammenhang (Wasserminze und Schafgarbe), aktivieren meine „Antennen“ für die Informationen aus dem großen Zusammenhang (Ysop).
Und wenn ich zurückkehre aus dem reinen Wahrnehmen, wenn es darauf ankommt, hier, auf dieser Erde mit diesem Körper zu manifestieren, wofür ich stehe, so wärmt mich die goldene Kamille in die Welt hinein und der Salbei hilft mir, mit den dreidimensionale Strukturen zurecht zu kommen.

Vielleicht konnte ich mit diesen Gedanken inspirieren, deine Rauhnächte einmal anders zu gestalten.
Dir in den Nächten zwischen dem 21. Dezember und dem 2. Januar jeweils einen Spirit mit hinaus unter den Sternenhimmel zu nehmen und das Lauschen zu üben.

Unabhängig von den großen Ankündigungen und Erwartungen aus den Reihen der Astrologen, Yogis und Mayaforscher, ist wohl für alle klar, dass dieses Jahr 2020 mit seinen außergewöhnlichen Ereignissen, ein Jahr 2021 einläutet, in dem wir neu aufgestellt und in veränderten Rahmenbedingungen uns wiederfinden.
Nutze die „Stille Zeit“ also diesmal – nicht, um all das, was Dir fehlt und missfällt anders zu wünschen – vielmehr, um zu vernehmen, wohin das Leben uns lenkt und wie Du in bester Weise deinen Platz dort einnimmst.

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Praxiswissen

Blog

Dieser Blog ist eine Sammlung des Wissens aus dem Permakultur-Anbau und aus der Verarbeitung der Spirits .
Er ist in fünf Kategorien gegliedert, die Du über die Links in Folgenden oder über das Seitenmenü rechts anzeigen lassen kannst:

Zudem gibt es unter https://wild-natural-spirit.org/kundenbewertungen/ eine Sammlung der Anwendungs-Erfahrungen unserer Kunden und Kundinnen. Außerdem stehen die Rückmeldungen zu den einzelnen Spirits unter “Bewertungen” auf der jeweiligen Produktseite.

Ich selbst bin ja in einem steten Beobachten und Lernen zu den Kräften und Eigenarten, die in den Heilpflanzen verborgen sind und freue mich jedes mal, wenn ein neuer Kommentar, eine neue Produktbewertung erscheint und ich an den Erfahrungen und Sichtweisen der Anwender/innen teilhaben darf.
So entsteht aus unserem gemeinsamen Weg mit den Pflanzen ein kleines Kompendium, in dem wir nachlesen und prüfen können, wie die verschiedenen Pflanzen aber auch Anwendungsformen sich bei so vielen unterschiedlichen Menschen zeigen.

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Werden und Vergehen – ein Geschenk der Ohnmacht

Sterbebegleitung

Der November liegt bald hinter uns – und mit ihm auch überdurchschnittlich viele Todes- und Verlusterfahrungen. Der Winter ist von jeher die Zeit des Sterbens, des Vergehens und Abschiednehmens.

In meinem Umfeld sind in den letzten Monaten viele Mütter und Väter, Kinder, nahe Verwandte und geliebte Weggefährten gestorben – Mensch wie Tier – und so konnte ich einmal mehr beobachten, mitspüren und manchmal zum Glück auch begleiten in diesem – heiligen – Geschehen.
Ihr wißt, wie sehr ich das Leben ehre und schütze und wie kompromißlos ich für diesen Schutz einstehe: Auf Aditi wird kein lebender Baum gefällt, keine mehrjährige Wurzel gezogen und zerstört, kein Tier (von Menschenhand) getötet. Leben ist etwas Heiliges – und der Tod ist es auch.

Begleiten als Mensch

Unsere Angst vor dem Tod ist so groß, daß wir ihn allzuoft nicht so geschehen lassen, wie das Leben es bestimmt. Wir sprechen von „erlösen“ und „Leid beenden“ und rechtfertigen somit Eingriffe in den möglicherweise wichtigsten Vorgang der Bewußtseinsentwicklung überhaupt.

Bitte mach Dir bewußt, daß Du nicht beurteilen kannst, was in dem Sterbenden geschieht. Mach Dir vielmehr bewußt, daß es deine Hilflosigkeit, deine Ohnmacht, deine Verlustangst, dein Schmerz sind, die Dich zu dem Gedanken treiben, das Leid (des anderen) beenden zu müssen.

Hast Du die Macht, Leben zu schöpfen ?
Und hast Du dann das Recht, Leben zu beenden ?

Hiermit appelliere ich aus tiefster Seele an Dich, auszuhalten, ein geliebtes Wesen in Schmerz, in Angst, im Todeskampf zu erleben – deine eigenen Ängste, deinen eigenen Schmerz zurückzustellen – und den/die Geliebte nicht daran zu hindern, zu sterben, wie das Leben es für erforderlich hält.
Und zugleich bitte ich Dich, alles zu tun, was in deine menschlichen Hände gelegt ist, um dieses geliebte Wesen bis zum Ende zu begleiten, wirklich zu begleiten, nicht abzubrechen. Laß ihm deine Liebe zufließen, gib deinen Schutz – soweit er natürlicher Weise reichen kann.

Doch bitte, bitte, beende Leben nicht !
Leben beendet sich selbst genau dann, wenn die Seele bereit ist für den Wechsel. Keine Sekunde eher.

Begleiten, Lindern, Salben

… das ist, was uns als Menschen gegeben ist. Liebe und Mitgefühl im Angesicht des Todes ermöglichen uns die Überwindung von Angst, Trauer, Ekel – und so wachsen wir über innere Grenzen hinaus – zusammen mit dem Sterbenden, der eine noch viel größere Hürde zu überwinden hat.
Oft – doch nicht immer – ist Tod von starken Schmerzen begleitet. Wie Du aus eigener Erfahrung weißt, geschieht parallel zum Schmerzgeschehen noch etwas anderes, etwas, das wir im Normalzustand kaum erreichen können.

Erinnere Dich an einen Moment überwältigenden Schmerzes in deinem eigenen Leben. Erinnerst Du Dich ? Ich meine, an das, was mit deinem Bewußtsein und dann nachhaltig mit deiner Wahrnehmung geschehen ist ?

Was wir für unsere Geliebten auf dem Weg in den Tod tun können, ist – neben dem sichern des ungestörten Sterbens – die Angst und die Widerstände überwinden zu helfen.
Durch unsere eigene Ruhe und Zuversicht. Durch liebende Berührung, bestärkende Worte, wache Präsenz. Gerne empfehle ich hier auch die Heilkräuter als Begleiter zu nehmen.
Vorzugsweise solche, die eine Sonnensignatur (alle Aditi-Pflanzen) gegebenenfalls in Verbindung mit einer saturnischen Signatur tragen (Hirtentäschel, Königskerze, Kornblume, Holunder). Unter den Heilkräutern, mit denen ich arbeite, sind in diesem Zusammenhang besonders die Minzen, Ysop und Melisse geeignet.

In der Schilderung einer Kundin, die ihre im Koma liegende, lebensgefährdete Schwester mit den Spirits begleitete, ist auf die beste Weise beschrieben, wie wir begleiten können, ohne in die Mysterien des Lebens einzugreifen. Mareikes Schwester kam aus dem Koma zurück. Doch auch wenn sie weiter gegangen wäre, beschreibt Mareike in ihrem Kundenbrief ganz genau, wie dieses Lindern und Begleiten im Antlitz der Ohnmacht geschehen kann. Ihren Bericht findest Du hier: https://www.newslichter.de/2020/05/hingabe-und-liebe/

Auch meine liebe Freundin Conny begleitete ihren Vater im September in den Tod. Und in seinen letzten Tagen salbte sie ihren Vater mit kostbaren Ölen und Pflanzenessenzen. Ihre Berichte hierzu sind „mindblowing“. Ich kann das so nicht wiedergeben. Doch die Heilheit der Pflanzenseelen und der Akt der ohnmächtigen, ganz und gar dienenden und liebenden Salbung hat nicht nur dem Vater einen ruhigen, ja: königlichen Weg beschert, sondern wohl auch Linderung und Licht in das ganze Familiensystem gebracht.  

Besonders schwer wird es, wenn der Widerstand sich zu Schmerz aufbaut. Es muß das „Halten“, die „Fixierung“ durchbrochen werden – und der Schmerz nimmt uns jede Möglichkeit, verstandesgesteuert zu verhindern, verstandesgesteuert einzugreifen.
Im Mysterium des Todes gipfelt diese Erfahrung besonders bei solchen Menschen, die ein hohes Maß an Kontrolle entwickelt haben. Bevor Du sie betäubst, lehre sie, wenn Du sie noch erreichen kannst, das Atmen. Lehre sie, den eigenen Widerstand, das eigene Gebäude zu durchbrechen, weich und frei zu atmen.

Wer es noch nicht kennt, dem empfehle ich das Tibetische Totenbuch zu lesen. Es gibt wertvollen Aufschluß über die Vorgänge und auch die notwendigen Handlungen während des Sterbeprozesses.

All jenen, deren Aufgabe es in den kommenden Monaten ist, durch Schmerz und/oder in den Tod zu begleiten, sende ich den Mut, die Ohnmacht zuzulassen und das Menschgegebene zu schenken. Und ich sende natürlich auch meine Spirits, deren Licht uns überall begleitet.

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Pflanzen und Tiere

Meine Hündin Selma ist schwanger – und ich habe null Erfahrung mit dem schönen Ereignis, das bevor steht. Zum Glück habe ich mehrere befreundete Tierärzte in meinem Umfeld – und einen guten Draht zur Pflanzenwelt.

Was uns letzte Woche jedoch zustieß, hat mich kalt erwischt: Selma begann abends plötzlich zu zucken, und das wuchs sich aus bis zu einer Art Epilepsie. Sie hatte sich draußen bei ihrem Abendspaziergang offensichtlich vergiftet. Wäre ich nicht in die Klinik gefahren, würde sie wohl nicht mehr leben – und die Babies auch nicht. Da wir nicht herausfinden konnten, womit sie sich vergiftet hat und ich sie nicht fortan einsperren möchte, habe ich ihr ein Schutzamulett gemacht: Ein Sackerl mit Kräutern, die insbesondere das Weibliche schützen und das Herz-Kreislaufsystem auf die Geburt vorbereiten. Unterstützt wird das durch die tägliche Gabe des Schafgarben-Reindestillats.
Das Amulett hat eine so schöne Ausstrahlung und erscheint mir tatsächlich wie ein Begleitengel neben Selma, daß ich begonnen habe, noch mehr Amulette zu fertigen – für Tiere und Menschen – und diese gebe ich mit Freude in die Welt.

So tauchen sie auch in dem schönen Weihnachtsset auf, das heute online geht.
Hier haben wir mehrere zauberhafte Geschenk-Ideen mit den Spirits für Dich und deine Freunde zusammengestellt, die allesamt bereits mit einem schönen Geschenkkorb, in einer Box oder einem Samtsäckchen zu Dir kommen.
Schau mal rein. Solange der Vorrat reicht….

Außerdem wurde ich eine TalkShow eingeladen 😀 – die WurzlHeimat, die federführend von Johann Nepomuk Maier arrangiert und produziert wird. Nepomuk interessiert sich für die feinstofflichen Phänomene in unserer Welt und lädt zu seinen Talkrunden Menschen ein, die ihr Bild von der Wirklichkeit über die Schulmeinungen und Mainstream-Ansichten hinaus erweitert haben und zum Teil Jahrzehntelang dazu forschen. Es ist mir Ehre und Freude, am 7. November auch bei der Sendung dabei zu sein. Im Vorfeld haben wir zwei Interviews aufgenommen – zu meinem Werdegang (Teil 1) und zu meiner Arbeit mit den Pflanzen (Teil 2). Die Youtube-Links sind jeweils hinterlegt.

So… jetzt wünsche ich uns allen eine segensreiche, gemütliche und lichtvolle Herbstzeit, ein sanftes Hineingleiten in die Samthände des Winters.

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Der Sonnenhut in der Traumatherapie ?

Sonnenhut

Der Sonnenhut lehrt uns, wie Eigenraum und Verbundenheit zusammen gehören

Ich möchte diese frühen Morgenstunden gerne nutzen, meine neuen Erfahrungen mit dem Sonnenhut (Echinacea purpurea) zu teilen.

2018 baute ich erstmalig dieses erhabene und bizzarre Heilkraut an. Es forderte mich schon damals auf, mich ganz einzulassen, Strümpfe und Schuhe auszuziehen und die Samen mit dem baren Fuß in die Erde zu bringen. Ich erinnere mich genau an diesen segensreichen Moment, der mir ein so deutliches Empfinden meiner selbst, meines Körpers, meiner Bewegungen vermittelte – und zugleich das Herz weit öffnete.
Erst ein ganzes Jahr später, also in der zweiten Vegetationsphase, beschenkte mich die Echinacea mit ihrer ganzen Pracht: handtellergroße, pinkfarbene Blüten, dieser einzigartige, an die Blume des Lebens erinnerte riesige Blütenboden in schillernden Komplementärfarben, der starke, hohe Wuchs.  Ich schrieb schon damals ein Pflazenprofil zu dieser markanten Deva.
Doch nun, im dritten Jahr, vertiefte ich diese Begegnung.

Das aufgebrochene Herz

Sonnenhut

Eine ganze Weile lang hatte ich das Reindestillat der Echinacea eingenommen und auch an Menschen weitergegeben, deren Innen-Außen-Wahrnehmung eine Klärung und Festigung brauchte. Die Fähigkeit, Eigenräume deutlicher spürbar zu machen und zu stabilisieren, kommt uns ja auch bei en bekannten Echinacea-Präparaten zur Immunstärkung entgegen. Allerdings irritiert mich dort immer der Alkohol, der – für mein Empfinden – den Lebensfluß unterbricht.
Bei den Tests des Spirit-Reindestillats mit meinen Gruppen und bei der Auswertung der subjektiven Wirkspektren war aber immer auch die Eigenschaft des Sonnenhuts benannt worden, „über das Herz“ zu wirken.
Die einen sprachen von einem „warmen Strömen im Herzchakra“, die anderen sprachen von Empfindungen der Liebe, der Wärme, der Verbundenheit.

In Verbindung mit den aufrichtenden, abgrenzenden Eigenschaften mag dies wie ein Widerspruch erscheinen – und so ging ich diesem scheinbaren Widerspruch in diesem Erntejahr nochmals gezielt nach.
Es geschah während der Blütenernte: Ich war gänzlich Versunken in das Schneiden der prächtigen Blüten, stand mitten im Sonnenhut-Feld, schon seit Stunden. Aus dieser Versunkenheit – bei der ich an sich kaum „Abgrenzung“ oder „Eigenraum“ wahrnahm, vielmehr vollkommen eingetaucht in das Feld der Heilpflanze war, sprach mich ein geliebter Mensch am Feldrand an. Ich weiß gar nicht mehr, was er gesagt hat, doch diese unerwartete Interaktion löste ein Erdbeben auf dem Grunde meines Herzens aus.
Uralte Fragmente von Erlebnissen, in denen meine Integrität erschüttert worden war, tauchten aus heiterem Himmel mit aller Macht aus mir auf, und mit ihnen die Erschütterung über Grenzverletzung, Gewalt und Lieblosigkeit. Und diese Bilder betrafen nicht nur mich selbst, sondern, so schien es, das ganze menschliche Kollektiv.
Ich muß dazu sagen, daß ich in dieser Zeit keineswegs mit solcherlei Themen beschäftigt war und auch keine außerordentlichen Erfahrungen dieser Art in meinem Lebensweg hatte. Und doch hatte etwas derartiges auf dem Grunde meines Herzens geschlummert, das nun, genau in diesem Moment, mitten im Sonnenhutfeld und während einer Phase, in der ich sein Reindestillat testete, aus mir hervorbrach.
Doch das ist nur der erste Teil, der Moment, in dem der Sonnenhut „über das Herz eintritt“.
Es folgte, nach einigen heftigen Minuten, eine Erfahrung der absoluten Zeitlosigkeit, der Gesamtschau und des friedvollen Mitgefühls. Die Welt wurde sehr groß – und ich vernahm sehr klar meinen eigenen, gut geerdeten, geschützten und klar definierten Seinsraum.

Im Nachklang, auch jetzt noch, drei Monate nach dieser Erfahrung, kann ich sagen, daß dieser Effekt sich dauerhaft in mein System integriert hat: Mein empathisches Empfindungsvermögen einerseits, und die Wahrnehmung eines wohl integrierten Eigenraums andererseits, besteht weiterhin.

Die Seele der Pflanze

Den einen oder anderen mag diese stark seelenorientierte Betrachtung des Wirkspektrums der Echinacea verwundern.
Hier gebe ich zu beachten, daß ich mit den Wild Natural Spirit-Reindestillaten ja die erste von mehreren alchemistischen Stufen vollziehe: In der Wasserdampfdestillation gewinnen wir aus den unversehrten Pflanzen, die ausschließlich aus unserer Permakultur auf Aditi stammen, den so genannten „flüchtigen Sulfur“ – nach Paracelsus die „Feuerluft“ der Pflanze – ihre Seele, den Inhalt der Form und die subjektiven Informationen.

Freilich haben die Reindestillate über ihre biochemischen und physikalischen Eigenschaften auch eine unmittelbare körperliche Wirkung. Doch dieser „flüchtige Sulfur“ trägt besonders die der Form innewohnende Information und vermag somit, die entsprechenden Ebenen im menschlichen System zu erreichen.
Wie kraftvoll der Sonnenhut hier wirkt – und mit welcher spezifischen Information und Richtung – konnte ich in diesem Jahr, mit dieser Erfahrung also noch einmal besser greifen.

Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und hoffe, daß diese wundervolle Sonnenpflanze mit ihrem leicht saturnischen Anklang noch viele Herzen öffnet, viele kostbare Eigenräume strahlen läßt !

Ich glaube, daß diese Beobachtung mit dem Sonnenhut Relevanz für die Traumatherapie haben könnte und möchte Dich gerne einladen, mit dem Sonnenhut in dieser Richtung zu forschen. (… und teile deine Erfahrungen bitte !).

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Königlich dienen – unser Arbeitsverständnis auf Aditi

Königinnentee

Ich habe gestern den „Königinnen-Tee“ gepackt: kleine, von Hand beschriftete Papiertüten wurden mit Blüten von Königskerze, Kornblume, Dost, Ringelblume, Salbei und Sonnenhut befüllt.
Hast Du schon einmal Königskerzenblüten gesammelt ?

Nachhaltigkeit

Aus einer arbeitsökonomischen Perspektive brauchst Du etwa eine halbe Stunde, um 1 Handvoll von den winzigen, strahlend gelben Blüten zu sammeln.
Aus dem Blickwinkel eines Wild Natural Spirits jedoch heben sich Zeitdimensionen auf, Du schwelgst in dieser unglaublichen Farbintensität, dein Geist streckt sich mit den fast zwei Meter hohen Prachtdolden zum Himmel hinauf, alles fließt, berauschende Erhabenheit erfüllt Dich. So… arbeiten wir.

Und nein: Das ist nicht mein Hobby. Ich bin mit meiner Kräutermanufaktur sieben Tage in der Woche zehn bis vierzehn Stunden täglich beschäftigt. Und daß ich mich keineswegs „ausgebeutet“ fühle, sondern von Jahr zu Jahr gemeinsam mit Aditi an Kraft gewinne, hat sehr viel damit zu tun, daß ich tue, was ich bin und liebe.

Unnütze Magie

Eigentlich müsste ich mich noch viel mehr anstrengen, Werbung zu machen, die Spirits hinaus in die Welt und in die Läden zu bekommen, sicherzustellen, daß für unser kostbares Handwerk genug Geld zurückfließt, um uns erhalten zu können.
Genau diese „Aktionen“ sind es – diese „unnütze Magie“ – die alle Pflanzen, alle Destillate und das Land selbst so kostbar machen: Ich baue ganz bewußt, nicht nur für mich sondern auch für die Mitarbeitenden, Aufgaben und Zeitinseln ein, in denen es nicht darum geht, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel monetären Mehrwert zu schaffen. Wenn das so wäre, gäbe es weder unsere Tees noch unseren Kräutertabak. Diese Zeitinseln sind ganz zentral für unsere Arbeit – und die Früchte unserer Arbeit.

Seminar zur Pflanzenmedizin

Wenn wir viele Abende in Stille sitzen, die Kräuter für unseren Knaster verlesen und klein schneiden, um ihn dann zum „Sternenstaub“ oder zur „Lichtbrise“ zu mischen, entsteht die eigentliche Kraft, die unseren Produkten diese enorme Wirkkraft beschert.
(schau mal in die Produktbewertungen, die ich auf einer gesonderten Seite zusammengestellt habe: https://wild-natural-spirit.org/kundenbewertungen/ ).
Ob Du nun an feinstoffliche Einflüsse und die Schwingung, die Dinge haben, glaubst, oder nicht: Es sind Fakten: Lies, was die Anwenderinnen der Spirits über ihre Erfahrungen schreiben. Recherchiere, wie viele Ärzte und Heilpraktiker mittlerweile mit den Spirits arbeiten. Lies in der Fachliteratur, daß Hydrolate angeblich nur 6 Wochen haltbar sind (unser Labor bestätigte uns jüngst nach zwei Jahren höchste Reinheit und optimalen Wirkstoffgehalt. Ohne Zusätze, wohlgemerkt …)

Ich bin der tiefen Überzeugung, daß die Produkte, die hinaus in die Welt gehen, die Schwingung transportieren, mit der sie hergestellt wurden. Brüllende Maschinen, aufgerissene Äcker, mechanisierte Verarbeitung, getriebene Menschen – oder: der Flow in der Königskerze.


Erweiterte Wahrnehmung

Wenn wir mit Tunnelblick durch unsere Joblisten jagen und immer schon das übernächste Ergebnis im Sinn haben, während wir hektisch eine Aufgabe erledigen, berauben wir uns der Schönheit des Moments und der Manifestationskraft unseres Tuns.

Erlauben wir uns jedoch, in diesem Moment mit allen Sinnen, mit ganzem Herzen und voller Aufmerksamkeit genau bei dem Handgriff, dem Gegenüber, der Sache zu sein, die jetzt hier ist, gewinnen unsere Taten an Strahlkraft und Wirkung. Und unsere Wahrnehmung erweitert sich.
Nicht die Joblist, nicht das erdachte Ziel leiten unser Tun, sondern unendlich viele Hinweise zur Beschaffenheit dessen, womit wir uns gerade befassen.

Thymian

Wenn eine Kundin auf mich zukommt, welche Pflanze „gegen ihre Bauchschmerzen“ die richtige sein könnte, muß ich passen. Vielleicht geht sie zum Arzt, um „das Thema schnell zu erledigen“. Vielleicht läßt sie sich aber auf meine Fragen ein – ob ihr oft kalt ist, ob sie mit dem Gefühl von Trauer zu tun hat, ob ihr Gewebe trocken und fest ist … und beginnt so, sich selbst und ihre Verfaßtheit wirklich wahrzunehmen. Auf diese Weise, die unter anderem im Rahmen der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), eingesetzt wird, löst sich unser Fokus von einem punktuellen Ziel oder „Fehler“ und wir beginnen, Zusammenhänge, Kreisläufe und Wechselwirkungen, die immer einzigartig und nicht pauschalierbar sind, zu erfassen. Und so finden wir eben auch in der Pflanzenwelt das passende Pendant. Hier überraschte uns der Thymian, der in der klassischen Heilkunde ja gar nicht für „Bauchschmerzen“ in Betracht gekommen wäre, mit seiner punktgenauen Antwort auf die Verfassung meiner Kundin.

Während der Praxiswochen verbringen wir hier auf Aditi auch sehr viel Zeit mit der erweiterten Wahrnehmung: Ganz gleich, ob wir Wermut für die anstehende Destillation schneiden – in Stille, langsam, verbunden mit der Pflanze – oder ob ein offenes Feldstück bepflanzt werden soll und wir den Energielinien und Nachbarschaften nachgehen, um in Einklang mit dem Feld zu agieren: Wer das Jetzt achtsam wahrnimmt, wird reiche Ernte haben – auch ganz ohne Ziel, Plan und Hektik.

Die Spirits – hochschwingende Pflanzenseele für Dich

Ich möchte auch Dich einladen, mit den Reindestillaten zu experimentieren, die wir hier auf Aditi vom Samen bis zur Abfüllung in genau diesem Geist herstellen.
Mir scheint, es gelingt sehr gut, das ganze Wesen der Pflanze auf diese Weise zu gewinnen und die besondere Eigenart der Pflanze so transportabel zu Menschen auch in großer Entfernung zu machen.

Spirits

Ganz gleich, ob Du die Spirits als Begleiter bei körperlichen oder seelischen Problemen wählst oder ob Du einfach Freude an ihrem herrlich natürlichen Aroma für Nase und Gaumen hast, oder ob Du deine Haut mit den Blütenwässern verwöhnst: Es ist der Königinnen-Weg, der alles bereit hält, was die Pflanzenwelt uns zu geben hat.

Kostbar ist mir deine Rückmeldung: Mit welchem Spirit auch immer Du Erfahrungen gesammelt hast – schreib es in die Produktbewertung. Hier hilft es allen, die Bandbreite einer Pflanze zu erkennen und auch die individuellen Wege der Anwendung kennenzulernen.
Diese Rückmeldungen sind eine herrliche Ergänzung der Ausführlichen Pflanzenprofile, die Du in meinem Blog findest.

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Einfach leben – Die Vision aus der Krise

Nachhaltigkeit

Normalerweise findest Du in meinem Blog zu Wild Natural Spirit Informationen zu Heilpflanzen, ihrer Kultur und Wandlung zu kostbaren Essenzen. Wild Natural Spirit ist aber ja viel mehr, als eine Kräutermanufaktur, die ohne Maschinen und in Permakultur hochwertige Produkte aus Heilkräutern herstellt. Wild Natural Spirit ist auch mein gelebtes Beispiel, wie wir mit den drängenden gesellschaftlichen und ökologischen Fragen unserer Zeit umgehen können.
Für – nicht gegen.
Produktiv – nicht reaktiv.
Nährend – nicht erschöpfend.

Wir kommen mit der „Pandemie“ nun langsam an die Schwelle, an der das Ausmaß unseres gemeinschaftlichen Handelns schmerzlich spürbar wird: Über leere Kommunalkassen, nicht endende Kurzarbeit oder erste Kündigungen, über zunehmende Tumulte in uns und unserer Gemeinschaft angesichts monatelanger Unsicherheit und Kontrolle.
JETZT ist also der Punkt, an dem die Schmerzgrenze erreicht wird und Handeln angesagt ist. Für die einen heißt das, demonstrieren, konfrontieren, kämpfen.
Für die anderen heißt es, Ausschau zu halten nach Alternativen.

Wirkkreis und Ohnmacht

Scheinbar kann ich als Einzelne nicht viel tun – gegen einen ausufernden Staatsapparat, gegen eine rücksichtslose und lebensfeindliche Landwirtschaft, gegen eine skrupellose Konzernlandschaft, gegen ertrinkende Flüchtlinge und bombardierte Kinder.
Diese Perspektive erfahren wir täglich in den Medien. Es ist eine Metaperspektive. Und auf Metaebene kann eben nur eingreifen, wer „drüber“ steht. Und Du stehst eben nicht „drüber“. Der Journalist auch nicht. Und ich auch nicht.
Statt nun in wütende oder taube Ohnmacht zu verfallen, macht es doch Sinn, zu fragen, was kann ich beitragen ? Und wie kann ich mich dem destruktiven Unfug, der da in Wirtschaft, Politik und „Gesundheitssystem“ ( 😀 ) läuft, entziehen ?
Je mehr Menschen sich diese Frage stellen und hieraus konsequent handeln, desto schneller endet das, was uns so mißfällt – mangels Masse. Weil niemand mehr mit Gift Geld verdient. Weil niemand mehr Dinge kauft oder verkauft, die krank machen. Weil niemand mehr Steuern bezahlt für einen Beamtenapparat, der Unfug durchsetzt.

10 Konkrete Fragen und Ansatzpunkte

Wenn es Dir ernst ist mit dem Systemwandel – ob wegen Klima, wegen Demokratie, wegen sauberem Wasser oder Frieden – dann sind hier 10 einfache Fragen, die Dich aus deiner vermeintlichen Ohnmacht heraus führen und Dir ganz konkrete Ansatzpunkte für deine Macht zum Wandel geben:

  1. Worin konkret bestehen deine Abhängigkeiten ? Was genau zwingt Dich, in einem Kontext zu verweilen, den Du bereits als destruktiv erkannt hast ?
    Oft ist es unsere Art, unseren Lebensunterhalt zu organisieren, die uns vermeintlich zwingt, an Mechanismen teilzunehmen, von denen wir wissen oder doch wenigstens ahnen, daß sie ein Gesellschaftsmodell aufrecht erhalten, von dem wir uns eigentlich lösen wollen (Ausbeutung, Sinnlosigkeit, Unaufrichtigkeit).
    Betrachte selbstkritisch, was DU hiermit zu tun hast.
  2. Wie verdienst Du dein Geld – und wie viel davon ?
    Wir hier sind an ziemlich viel Geld gewöhnt – jeden Monat, abgesichert und gegen Zeit, die wir mit fremdbestimmten Aufgaben verbringen. Von dem Geld bezahlen wir „Lebensstandard“ und „Sicherheit“.
    Wie nährend ist der Lebensstandard, den Du jeden Monat finanzieren mußt ? Wie sicher ist die Sicherheit, die Dich mindestens 50% deiner Lebenszeit kostet ?
  3. Wovon ernährst Du Dich ? Kochst Du für Dich selbst ? Duften die Lebensmittel, die Du zu Dir nimmst, frisch und sind sie lebendig und einzigartig ? Oder kaufst Du, was bereits auf- und zubereitet ist, versehen mit unnatürlichen Aromen und gleichförmigem Aussehen ?
    Gesunde, natürliche Nahrung ist sehr einfach. Und  sie kostet – Dich und die Umwelt – übrigens viel weniger…
  4. Wie erholst Du Dich und sorgst dafür, daß Du gesund bleibst ?
    Idealerweise nährt Dich JEDER Tag – weil er vielseitig ist, weil Du Körper, Geist und Sinne gleichermaßen einsetzt und weil er Inseln des „Schweifenlassens“ enthält. Sind deine Tage gleichförmig und einseitig, mußt Du natürlich einen „Urlaub kaufen“ – und viel anderes, das Dir das Gefühl von „Freude“ vorgaukelt.
  5. Was tust Du gerne und gut ?
    Verabschiede Dich zunächst einmal von dem „Nutzen“-Gedanken. Geh, wie in Kindertagen, spazieren durch diese aufregende, bunte Welt und folge dem „wow!“. Welche Situationen und Inhalte ziehen Dich an ? Wo möchtest Du wissen, spüren, probieren ? Was wäre, wenn das der Ankerpunkt in deinem Leben würde ?
  6. Kannst überblicken, was es bewirkt ?
    Nachhaltigkeit, Verantwortung, Weitsicht – also wieder heraus aus den Kinderschuhen: Was weißt Du über die Materialien, die Prozesse im Hintergrund, die nötig sind, um deinem Faible nachzugehen ? Je größer der Rahmen ist, in dem Du deine „Arbeit“ tust, je höher die Arbeitsteilung, desto weniger Möglichkeit hast Du, die Wirkung deines Tuns in einem guten Sinne zu beeinflussen. Es wäre Meisterschaft, fändest Du Wege, die keine zerstörerische Spur hinterlassen – weder auf dem Weg zu Dir – noch auf dem Weg, den dein Tun in die Welt geht.
  7. Wer braucht Dich und deine Fähigkeiten ?
    Irgendwie sind wir darauf trainiert, das Wort „Fähigkeiten“ mit Bildung, Gehaltsklasse und Macht („Mitarbeiterverantwortung“) zu verknüpfen. Das ist unnatürlich. Die Eigenart eines Menschen läßt sich nicht in einem einzelnen Themengebiet fassen oder in seiner Art, mit angeeignetem Wissen zu jonglieren. Wenn Du Dich, deine Fähigkeiten und die, die diese Fähigkeiten brauchen, betrachtest: versuche das mal zu tun, ohne in den Kategorien „Bildung, Gehaltsklasse und Macht“ zu denken…
  8. Wieviel Geld brauchst Du (wirklich !), um einfach nur das zu tun, was Dir und anderen gut tut ? Wenn all die Ablenkungen, gekauften Freuden und „Erholungsaktivitäten“ überflüssig werden, weil dein Alltag erfüllt und abwechslungsreich ist, und wenn all die Sicherheitsvorkehrungen, die Du bezahlst, sich erübrigen, weil Du beobachten kannst, wie wenig Währungssicherheit, Rentenkassen und Festanstellungen in Krisenzeiten tragen: Was kommt raus unterm Strich ? Wie wenig (!) Geld brauchst Du wirklich, um gesund zu leben und zu tun, was Dir Freude macht ? Rechne das mal aus …
  9. Wer könnte dieses Geld bereit stellen ?
    Gibt es Menschen, die wirklich brauchen und bezahlen, was Du, und genau Du, hervorbringst ? Diese Frage sind wir in unserer Festanstellungswelt nicht mehr gewöhnt. Doch sie ist natürlich. Und ihre Beantwortung stellt sicher, daß dein Tun eingebettet ist in ein Geben und Nehmen. Dieses Geben und Nehmen, das wieder viel mehr an Einzelbedürfnissen und persönlicher Wertschätzung orientiert ist, führt uns zurück in ein natürliches Gleichgewicht.
  10. Genug gefragt. Nicht alle Antworten sind vorher schon da. Fang JETZT an. Anzufangen bedeutet, eine Dynamik auszulösen, die Du noch nicht kennst. Antworten und Wege zu finden, während Du bereits unterwegs bist. Dieses „Wunder“ – das mich übrigens seit Jahrzehnten in immer erstaunlichere Höhen trägt – kannst Du nur erfahren, wenn Du einfach beginnst.

Mein Beitrag

Nach 20 Jahren Coachingarbeit, in denen ich Menschen bei genau diesen Fragen begleitete und einige Bücher zum individuellen und zum Systemwandel schrieb, zog ich mich 2016 ganz zurück aus der „Wirtschaftswelt“. Zurück auf ein Stückchen Land, das ich von meinen Ersparnissen kaufte, gerade so groß, daß ich noch überblicken kann, was hinein und hinaus kommt, und begann mit viel Lauschen und Beobachten, Kräuter anzupflanzen.
Kräuter aus dem ursprünglichen Saatgut unserer einheimischen, traditionellen Heilpflanzen. Trotz Biologiestudium, trotz jahrzehntelanger Befassung mit Pflanzenheilkunde und Traditioneller Chinesischer Medizin lehrte mich die tägliche Arbeit im Garten, mit der Erde, mit den Insekten, mit den Bäumen und Kräutern, den Lebenspuls noch tiefer zu begreifen.
Schon während meiner reiseintensiven Zeit als Coach und Beraterin hatte ich den Konsum von Informationen, vorgefertigten Lösungen (hierzu zähle ich auch den gesamten Komplex unseres Gesundheitssystems) und neuzeitlichen Annehmlichkeiten immer mehr reduziert.
Nun bin ich den nächsten Schritt gegangen: Erfahre und demonstriere, daß

  • Landwirtschaft komplett ohne Maschinen, Kredite, Subventionen, Chemie, fossile Energien auf kleinstem Terrain tragfähig ist
  • Gesunderhaltung ohne moderne Medizin und Pharmazie auskommt; die tiefe Befassung mit dem Körper und der Natur eröffnet die alten Wege zur eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Heilkunde neu; die tägliche körperliche Arbeit und eine einfache, ursprüngliche Ernährung untermauert dies
  • ein Zehntel meines bisherigen Einkommens  ausreicht, um ein ausgesprochen reichhaltiges, eigenverantwortliches Leben zu führen
  • eine einfache Schafgarbe – in Sorgfalt herangezogen, mit Liebe geerntet und mit Kunst destilliert, ein „Wellnesserlebnis“ ist, das mir kein SPA der Welt in gleicher Tiefe verschaffen kann
Nikotinfreier handverlesener Kräutertabak
Kräutertabak nach der Knastertradition

Ich möchte Dich ermutigen, auch deine Vision zu leben, die Fragen oben ehrlich zu beantworten und Konsequenzen aus den Antworten zu ziehen. Dabei kannst Du ja ein Pfeifchen „Lichtbrise“ oder “Sternenstaub” rauchen (oder räuchern) – das inspiriert deinen Zugang zu deinem Traum und zur göttlichen Führung.
Wenn Du dein Wissen zu den Zusammenhängen in der Natur vertiefen möchtest – sowohl, was deine eigene, körperliche Gesundheit betrifft, als auch, was die großen Zyklen hinter allem, was sich hier auf der Erde ereignet, dann lade ich Dich gerne ein zu einer weiteren Runde „TCM mit Pflanzen“.

Die drei Wochenendseminare auf meinem Permakultur-Kräuterhof. Hier sind die Termine und weiterführende Links:

Fünf Wandlungsphasen der Seele –DIAGNOSTIK ** 03. – 04. Oktober 2020
https://wild-natural-spirit.org/produkt/fernoestliche-heilkunde-diagnostik/

Fünf Wandlungsphasen der Seele – THERAPIE ** 17. – 18. Oktober 2020
https://wild-natural-spirit.org/produkt/fernoestliche-heilkunde-therapie/

Ernährung nach den Fünf Elementen (Theorie und gemeinsames Kochen)  ** 10. Und 11. Oktober 2020
https://wild-natural-spirit.org/produkt/fernoestliche-heilkunde-ernaehrung/