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Geist über Materie

Diejenigen unter Euch, die bereits einen oder mehrere Spirits aus unserer Kollektion zu Hause haben, wissen um die Besonderheit unserer Destillate. Oder haben eine Ahnung. Im heutigen Beitrag zeige ich noch einmal, wodurch es Wild Natural Spirit möglich ist, diese überragende Qualität zu erschaffen und warum die Spirits das Leben selbst aktivieren.

Wild Natural Spirit wurde nicht aus wirtschaftlichen Gründen ins Leben gerufen, sondern durch einen Traum ausgelöst, den Evelin im Jahr 2009 hatte. Die zentrale Aussage dieses Traumes bezog sich auf die Verbindung der Menschheit mit der Sonne.
Sie war im Sinne eines “Dienstes” aufgefordert, hier beizutragen und eine bestimmte Information mithilfe der Pflanzen für Menschen verfügbar zu machen. Explizit war in diesem Traum vorgegeben, daß dies auf “alten Wegen” erfolgen solle.

Und so kommt es, daß wir hier in einer Art und Weise produzieren, die erheblich zu der Wirkkraft der Spirits beiträgt:
Der Berg “Aditi” liegt abseits von Siedlungsgebieten und wir achten penibel darauf, daß Besucher/innen nur mit Einladung in das Biotop kommen. Geografisch liegen wir im grünen Herzen Deutschlands, in den Ausläufern der keltischen Heiligtümer “Gleichberge”, am Fuße des vulkanischen Strauffhain.
Sehr oft herrscht hier ein außergewöhnliches Licht.
Alle Handlungen werden im Geiste des oben beschriebenen Dienstes getan: Unsere Pflanzen kennen keine Maschinen – alles erfolgt in Handarbeit. Alle Pflanzen stammen vom Berg und wurden hier gezogen. Regelmäßige Rituale sorgen für Harmonie zwischen allen Wesen auf dem Berg und bringen Wildnis und Reinheit, wie sie unseren Destillaten auch innewohnen, in Einklang.

Wir bewirtschaften Aditi nicht nur ohne Maschinen, sondern vermeiden auch, unsere Pflanzen künstlichen, elektromagnetischen Feldern auszusetzen:
Das Trocknen in autarken Solar-Darren und das Destillieren auf offenem Feuer und mit Brunnenwasser (Aditi liegt im Wasserschutzgebiet der Thermalquelle) ist um ein Vielfaches aufwändiger, als das Arbeiten mit elektrisch betriebenen Anlagen. Selbstverständlich füllen wir die Destillate in Glasflaschen ab, deren Materialnachweis sicherstellt, daß auch diese frei von Belastungen sind.

Und auch wenn der Vertrieb sich hierdurch etwas langsamer – aber sicher – aufbaut: Die Spirits gehen nur den direkten Weg von Hand zu Hand – es gibt keine langen Transporte, keine Zwischenhändler und Umschlaglager. Das Netz an Wiederverkäufern, das derzeit im deutschsprachigen Raum entsteht – wird ausschließlich aus Kundigen bestehen, die die Spirits angemessen weitergeben können.
“Skalierbar” – wie der Kaufmann so schön sagt – werden die Spirits niemals sein. Mit unserer limitierten Jahresproduktion von etwas über 8.000 Flaschen gibt Aditi, was in ihr steckt und was sie im Jahreslauf regenerieren kann. Mehr werden wir nicht nehmen.
Es ist ohnehin nicht (nur) die reine Substanz, die in den Spirits wirkt, sondern eben genau dieses hier beschriebene Gefüge an Führung, Dienst, Intention, Achtsamkeit, Licht und traditioneller Handwerkskunst.
Geist über Materie.

Ich hoffe, Du kannst nun noch besser nachvollziehen, welche Kostbarkeit Du mit einem Destillat in Händen hältst und daß es derzeit wohl keine vergleichbare Qualität auf dem Markt gibt.

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Ein Medikament nehmen oder Alternativen lernen?

Wenn selbst die Deutsche Apothekerzeitung die Pharmaindustrie mit der Mafia vergleicht, ist es höchste Zeit, über Alternativen nachzudenken: Dieser Artikel in der Fachzeitschrift bestärkte mich einmal mehr, Wild Natural Spirit weiter nach vorne zu bringen.

Ein Medikament nehmen ? … für mich fiel diese Frage Zeit meines Lebens in 95% der Fälle mit “Nein” aus – selbst wenn ein Arzt mir ein Rezept ausgestellt hatte. Ich hege ein tiefes Mißtrauen gegenüber der symptomorientierten und invasiven Medizin mit ihrer Pharmazeutik. Übrigens nicht zuletzt genährt durch mein vierjähriges Biochemie-Studium.
Die Begleitung einer Pflanze hingegen – als vollständige und und naturbelassene Ganzheit – ist mir von Kindheit an vertraut. Deswegen baue ich ja auch Heilpflanzen an – in Permakultur und ohne Maschinen. Wir müssen von Glück sprechen, dass unsere traditionellen Heilkräuter sich (noch) dem Arzneimittelrecht entziehen können…

Destillation

All denjenigen, die die Unsäglichkeiten in Medizin, Pharmazie und Landwirtschaft durch noch mehr Regeln, Berichte und Zertifikate kontrolliert sehen wollen, sei dieser Artikel an die Hand gegeben.
Er zeigt, wie wenig die hoch gepriesenen “Zertifikate” helfen, wenn wir es mit Menschen zu tun haben, denen es um etwas ganz anderes als Heilung oder Erhaltung geht. Selbst die Biozertifikate – und ich habe ja nun mal auch einen biozertifizierten Betrieb – sind mehr Schall und Rauch. Regulierung und Kontrolle bringen uns nicht weiter – sie belasten vielmehr kleine Unternehmen, die der Dokumentationswut und Gebührenflut der Behörden nicht standhalten können.
Der einfachere Weg, der uns wirklich Sicherheit über die Qualität unserer Heil- und Nahrungsmittel gibt, ist, dort zu kaufen, wo wir sehen können, wie gearbeitet wird, wo wir die Menschen kennen, die produzieren und auch, Wissen zu teilen.

Das Vertrauen hingegen in “große Institutionen”, “staatliche Regulierung”, weiße Kittel und “Zertifikate” ist – so erkennt auch die Deutsche Apothekerzeitung – doch leider eher eine Illusion.

Statt Medikamente zu nehmen, können wir uns unserem Körper und unserer Verfaßtheit wieder selbst mehr annähern. Das unglaubliche Wunder feiern und geniessen, das uns mit unserem Leben geschenkt ist. Und wenn etwas “schief” gegangen ist, wenn “Krankheit” sich zeigt… ist es ohnehin höchste Zeit, nach Innen zu gehen statt nach Außen zu verlagern. Diesen Körper, dieses Leben wirklich >>anzunehmen<< und aus eigener Kraft zu nähren und zu leben. In Resonanz zu gehen mit dem Lebendigen selbst – der Natur, den Pflanzen …
Nein: Ich mache keine Heilversprechen.
Nein, ich glaube nicht, dass Menschen das Heilen verkaufen oder lehren oder lernen können.
Doch ich glaube, dass wir uns selbst heil halten und – so Gott will – auch machen können.
Der Einfluß der Natur um uns her, die Wirkung, die Pflanzen und Achtsamkeit auf uns haben können, begleitet uns dabei.

Und deswegen baue ich Heilpflanzen an, die seit Jahrhunderten wohltun und deren Kraft tausendfach beschrieben ist. Und ich baue sie an in einer Art und Weise, die das Mysterium der Heilung würdigt – mit blanker Hand, mit reiner Gesinnung und nicht mehr, als ich auch auf den Weg bringen kann. Und um sie auf den Weg bringen zu können, nutze ich Feuer und Wasser, die Destillation – eine uralte Methode zur Reinigung und Potenzierung der Stoffe.
Das ist, was ich versprechen und Dir an die Hand geben kann.

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TCM für die Haut

Kaum zu glauben, aber eineinhalb Jahre nachdem der erste Permakultur-Garten auf Aditi mit traditionellen Heilkräutern angelegt wurde, machen wir uns jetzt startklar für die international größte Biofach-Messe für Naturkosmetik: Die Vivaness.

Mir ist bewußt, daß meine geradezu schlichten blauen Fläschchen ohne Umverpackung und Metallic-Einlage, mit der 1 Substanz, die „nur“ aus 1 Pflanze besteht, sich deutlich unterscheiden von den glitzernden High-Tec-Lösungen anderer Anbieter.
Gut so !
Mit großem Elan machen wir uns gerade daran, potentiellen Wiederverkäufer/innen zu verdeutlichen, daß unsere Haut sich außerordentlich darüber freut, von Alkohol, Emulgatoren, Stabilisatoren, Nanomaterialien und Mineralölsubstituten verschont zu bleiben. Und daß auch die Anwender/innen sich freuen werden, wenn sie nicht mehr schmieren müssen – sondern ein frischer Sprühnebel von duftendem, naturreinen Pflanzendestillat ein absolut gleich- wenn nicht höherwertiges Pflegeäquivalent ist.
Und: Natürlich ist es ganz entscheidend, daß wir nicht mit reduzierten Hydrolaten sondern mit Volldestillaten arbeiten.
Und natürlich ist ganz zentral für Qualität und Haltbarkeit, daß die Pflanzen, die wir verarbeiten, noch nie eine Maschine gesehen haben, keine Transportwege hinter sich haben und in biozertifizierter Permakultur gewachsen sind.
Eigentlich ganz einfach. Aber außer uns scheint sic weltweit niemand sonst diese Mühe zu machen …

Im Zuge dieser Vorbereitungen habe ich die 9 Sorten Gesichtspflege, die wir bei Wild Natural Spirit aus ausschließlich selbst angebauten Rohstoffen produzieren, noch einmal in den Kontext der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) gebracht.
Denn immer wieder bekomme ich Zuschriften, welche Pflege denn die beste für den jeweiligen Hauttyp sei.

Um mit diesem genialen System der ganzheitlichen Betrachtung umgehen zu können, helfen zunächst zwei Informationen:

  1. Jedes Kraut entspricht einer bestimmten Gesamtverfassung. Diese Gesamtverfassung spiegelt sich auch im Hauttyp wider.
  2. Für die Diagnostik – des Gesamtsystems – in der TCM sind diese Basisgrößen wichtig: feucht/trocken, weich/fest, energiereich/energiearm, kalt/kühl/warm/heiß

Energie muss fließen

Die Traditionelle Chinesische Medizin lehrt uns, nicht nach Symptomen sondern nach einer Gesamtverfassung zu beurteilen, was unser Körper braucht. Diese Sichtweise liegt unserer Gesichtspflege zugrunde: Jede Pflanze spricht eine spezifische Verfaßtheit an. Die ganze Pflanze mit ihrem vollständigen, natürlichen Spektrum vermag, einen spezifischen Hautzustand zu spiegeln und in Balance zu bringen.
Auf dieser Systematik beruhen unsere Anwendungsempfehlungen.

Welche Pflanze am besten zu einer Hautsituation paßt, ist in wenigen Schritten feststellbar:

  • ist das System eher überhitzt oder unterkühlt ?
  • eher feucht oder eher trocken ?
  • eher fest oder eher weich ?
  • energiereich oder energiearm ?

Grundsätzlich gilt:

  • Kamille, Ysop, Melisse, Lavendel und Roter Sonnenhut kühlen  — Schafgarbe , Calendula, Fenchel und Salbei wärmen.
  • Kamille, Melisse, Calendula, Lavendel und Fenchel befeuchten und lockern  —  Schafgarbe, Salbei, Ysop und Roter Sonnenhut trocknen und festigen.
  • Schafgarbe, Melisse, Lavendel und Roter Sonnenhut leiten Energie ab  — Ysop, Calendula, Kamille, Fenchel und Salbei führen Energie zu.

Und so ergeben sich die kosmetischen Empfehlungen:

Unrein ist nicht gleich unrein

Feuchtigkeitsspendende Sorten

Ringelblume und Melisse enthalten gleichermaßen feuchtigkeitsspendende Wirkstoffe. Die Ringelblume hat dabei allerdings einen festigenden, formgebenden Effekt, die Melisse einen beruhigenden, weichmachenden.
Ringelblume – Calendula officinalis ist eine erdig-nährende Wohltat für empfindliche und gereizte Haut, die sich nach Aufbau und Strahlkraft sehnt.
Zitronenmelisse – Melissa officinalis ist eine zitronig-zarte Wohltat für angespannte, irritierte Haut, die eher empfindlich ist und sich nach Pflege und Entspannung sehnt.

Klärende Sorten

Sowohl Kamille mit dem hohen Chamazulengehalt als auch Salbei mit dem hohen Gehalt an Thujon werden für unreine Haut empfohlen. Doch achten wir bei Wild Natural Spirit darauf, daß die Kamille einen befeuchtenden, kühlenden Effekt mit sich bringt, während der Salbei eher trocknet und wärmt.
Echte Kamille – Matricaria chamomilla ist eine wiesenduftende Wohltat für unreine und entzündliche Haut, die sich nach Reinheit und Schutz sehnt.
Echter Salbei – Salvia officinalis ist eine herb-frische Wohltat für wunde und schlaffe Haut, die sich nach Verfeinerung und Klärung sehnt.

Porenverfeinernde Sorten

Großporige Haut fordert Reinigung, Durchblutung und Festigung. Für eine energiereiche Grundverfassung bieten sich eher die Cumarine des Lavendel an, dagegen kurbelt der Campher des Ysop eher spannungsarme Strukturen an.
Lavendel – Lavendula angustifolia ist eine  eine extravagant verwöhnende Wohltat für großporige und zu Unreinheiten neigende Haut, die sich nach Klärung und Geschmeidigkeit sehnt.
Ysop – Hysoppus officinale ist eine zitronig-frische Wohltat für müde, fahle Haut, die eher kräftig strukturiert ist und sich nach Belebung sehnt.

Verjüngende Sorten

Die ersten Fältchen, eine nachlassende Spannkraft der Haut – sowohl der Rote Sonnenhut (Echinacea) als auch der Fenchel bringen hier rasch Glättung und Straffung. Der Sonnenhut spricht hier eher bei energiereichen Verfassungen an (von allem ein bisschen zu viel) – der Fenchel eher energiearme (Ermüdung).
Roter Sonnenhut – Echinacea purpurea ist eine fruchtig duftende Wohltat für trockene und zu Fältchen neigende Haut, die sich nach Feuchtigkeit und Kräftigung sehnt.
Fenchel – Foeniculum vulgare eine zart-schmeichelnde Wohltat für spröde Haut, die sich nach Geschmeidigkeit sehnt.

Beruhigende Sorten

Irritierte Haut kann auf innere und/oder äußere Einflüsse mit Reizungen, Rötungen, Ausschlägen und Juckreiz reagieren. Bewährte Kräuter hierfür sind Schafgarbe und Melisse – wobei erstere ihre lindernde Wirkung eher bei Menschen entfaltet, deren System eher mit Verschleimung kämpft und letztere eher bei Verfasstheiten anschlägt, die trocken sind.
Melisse – Melissa officinalis
Schafgarbe – Achillea millefolium ist eine blumige Wohltat für irritierte, zu Rötungen neigende Haut, die sich nach Schutz und Beruhigung sehnt.
Melisse – Melissa officinalis ist eine zitronig-frische Wohltat für müde, fahle Haut, die eher kräftig strukturiert ist und sich nach Belebung sehnt.

Alle Destillate findest Du im Online-Lädchen mit ausführlichen Detailinformationen zu Pflanzen, Anwendung und Herstellung.

Altes Wissen

Seit 1991 befasse ich mich mit den Prinzipien der TCM, von 1988 bis 1992 studierte ich Biochemie. Und es ist, wie bei jedem Versuch, wissen zu wollen: Je mehr ich beobachte, lese und lerne, desto mehr habe ich den Eindruck, nichts zu wissen.
Die Arbeit auf Aditi für Wild Natural Spirit bringt mich in das unmittelbare Erfahren: Ich kann beobachten, wie sich die Pflanzen hier im Unterschied zu maschineller Monokultur entwickeln, ich kann riechen, schmecken, spüren, wie anders der Salbei ist, der hier gewachsen ist als der, den ich in der Apotheke oder gar im Supermarkt kaufe.
Die Leitlinien der TCM helfen mir, Einflüsse und Wirkung ganzheitlich zu betrachten – zusätzlich zur kausalistischen Betrachtung unserer westlichen Naturwissenschaften.

Während der Praxiswochen und Themenseminare biete ich Gelegenheit, dieses Wissen zu teilen und zu erfahren. Fühle Dich eingeladen.

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Die Krause Minze und Ihr Hydrolat

Ein Frauenkraut, wie es im Buche steht

Gemäß Ovid ging Hades der Nymphe Menthe nach, welche er als Geliebte gewann. Die wurde von der eifersüchtigen Persephone in einen Stock Krause Minze verwandelt.

Die Krause Minze – Mentha spicata crispa – ein behaartes, ausuferndes Fräulein, das eine ganz zauberhaft sanfte Note in sich trägt – ist eher zufällig in Aditis Minzengarten gestolpert. Dort setze ich sie zwischen Wasserminze, Pfefferminze, Liebstöckel und Melisse ein. Ihr „Stückchen“ maß eben einmal 50 Quadratmeter – das mußte reichen.

Und wieder waren es wenige Stecklinge, die ich hatte – und wieder hatte sich das kecke, behaarte Mädchen binnen drei Monaten den ganzen Raum erobert.

Von der raumgreifenden Eigenschaft der Minzen – in Erscheinung und Wirkung – hatte ich ja bereits im einleitenden Artikel über die Minzen, ihre Hydrolate und ätherischen Öle geschrieben (https://wild-natural-spirit.org/wasserminze/) . Wir haben es  bei der ganzen Familie mit Heilkräutern zu tun, die in die Tiefe dringen, die Bewegung und Temperaturausgleich zusammen mit ihrem köstlich frischen Aroma bringen. Allesamt sind sie kostbare Heilkräuter ebenso wie köstliche Würz- und Duftspender. Doch ist dieser Familie auch ihre außerordentliche Vielseitigkeit zueigen. So sagt Walahfrid Strabo (808 – 849 n.Chr), der Abt von der Reichenau in seinem berühmten Gartengedicht, dem „Hortulus“: „Nimmer fehle mir ein Vorrat gewöhnlicher Minze, so verschieden nach Sorten und Arten, nach Farben und Kräften“.

Die Mentholfreie Minze

Die Krause Minze unterscheidet sich ansonsten deutlich von ihren kräftigen, geradlinigen und glattblättrigen Schwestern:
Ihr Wuchs ist verspielt und kurvig, ihre gekrausten Blättchen mit einem silbrigen Flaum überzogen, ihre skurrilen Blütenstände haben ihr wohl auch den Namen „Frauenminze“ eingebracht. Noch mehr als ihre Schwestern wird sie so zum Bienenliebling. Genetisch betrachtet ist sie der Boden für Nanaminze und Marokkanische Minze, deren sanftes Aroma in Speisen und als Beimischung zu schwarzem Tee geschätzt wird (das Destillat ist hier perfekt !)

Das wichtigste innerliche Unterscheidungsmerkmal ist wohl, daß die Krauseminze kein Menthol enthält und so auch von Kindern und sehr empfindlichen Menschen gut vertragen wird. Vielmehr wird das auch in der Nepalesischen Medizin geschätzte Heilkraut durch ihren hohen Gehalt an L-Carvon interessant.
Carvon ist ein keimhemmendes Monoterpen-Keton, das neben der Krauseminze auch im Kümmel vorkommt. Es prädestiniert das Krause Minze-Destillat unter anderem als Mund-, Rachen- und Nasenspülung und zur Desodorierung. Zudem ist das Carvon ein gerne eingesetzter Wirkstoff bei Magen-Darmproblemen in der Alternativen Medizin – und zwar innerlich wie äußerlich (Einreibung) angewandt.
Am spektakulärsten dürften wohl die Studien von Crowell/Kennan/Ahmad sein, in denen eine vorbeugende Wirkung des ebenfalls in der Krauseminze enthaltenen Carvenols gegen Brustkrebs nachgewiesen wurde. Und dies ist dann der letzte naturwissenschaftliche Hinweis, bevor wir uns ganz der unmittelbaren Wahrnehmung hingeben, Denn:

Die Krause Minze ist die Weiblichkeit selbst

Als ich einmal wieder an der großen Kupferdestille stand und Körbe frisch geernteter Krauseminze aus dem Permakultur Garten in die Kolonne füllte, war mir, als würden meine Bewegungen immer langsamer, immer weicher, immer fließender.
Zu Fabians Überraschung (mein lieber Assistent an der Destille), wollte ich nicht wie gewohnt ganz konzentriert und gradlinig zum Ergebnis kommen, stattdessen schlug ich vor, zu Ehren unseres neuen Heilkrauts noch einen Tee aus der aromatischen Krausen Minze aufzubrühen. Genüßlich atmeten wir den süßlich herben Duft ein, vernahmen den ungewöhnlich sanften und doch charakteristischen Geschmack, bevor wir endlich das Feuer unter der Destille entzündeten.

Krause Minze und Fabian

Eine friedvolle, vielschichtige und gleichzeitig belebte Stimmung erfüllte uns, bis der erste Tropfen des Destillats aus dem Kupferrohr rann.
Und nun war es um unsere Konzentration (fast) ganz geschehen: Pure Sinnesfreude, schwelgender Genuß, vergnügtes „Probieren“ begleitete uns während des gesamten Vorgangs.
Das putzige Mägdlein aus dem Minzegarten hatte uns vollends verzaubert….

Als ich am Abend zu Bett ging, nachdem ich dem Bedürfnis einer ausführlichen Pflegerunde nachgegangen war, beschäftigten mich Empfindungen und Gedanken zur Weiblichkeit. Mir kam die harte Arbeit, der ich mich seit drei Jahren aussetze, plötzlich als „zu hart“ vor. Zu zart, zu weich, zu kostbar erschien mir plötzlich mein weiblicher Körper hierfür. Mein Bedürfnis nach Tanz, Sinnlichkeit, Schönheit wogte auf und ich schlief mit dem seligen Gefühl ein, wahrhaft eine Frau zu sein.

Bereits am Morgen setze ich mich hin und suchte unter meinen Klienten und Klientinnen nach solchen, die ein Thema mit „Weiblichkeit“ hatten:
Welche Frauen folgten einem Streben nach unnatürlicher Männlichkeit ?
Welche unter ihnen hatte Traumatisierungen aus der Mann-Frau-Rollenverteilung ?
Welche Frauen lehnten „das Weibliche“ ihres Körpers ab ?
Aber auch unter den Männern:
Welche Männer drohten im Korsett des „Mann-Sein-Müssens“ zu ersticken ?
Hatten Schwierigkeiten, ihren weiblichen Anteil zu integrieren und zu leben ?

Aufforderung zum Fließen-Lassen

Auch meine TCM-Brille war mir hier von Nutzen: Die Kraus Minze ist eindeutig ein Kraut, das der Wasser-Energie (水 , Shui) zuzuordnen ist. Diese Energie korreliert in der TCM mit dem gesamten Urogenitalbereich – auf psychischer Ebene mit „Trauer“. Und auch hier suchte ich nach Menschen, die in diesem Bereich Probleme hatten.

Die Blüte der Krauseminze

All diese Menschen sprach ich an und bat sie, für eine gewisse Zeit das Destillat der Krause Minze zu testen.
Die Rückmeldungen bis dato bestätigen meine Einschätzung: Die Krause Minze ist die Weiblichkeit selbst.

Probier es selbst aus !

Wenn Du mehr zu Wild Natural Spirit erfahren möchtest – der Heilkräutermanufaktur im Frankenland, wo kein Kraut je eine Maschine sieht und in biozertifizierter Permakultur gedeiht, bis es von Hand geerntet und zu kostbaren, zusatzfreien Präparaten vor Ort weiterverarbeitet wird, dann schau vorbei auf der Website: www.wild-natural-spirit.org

Dort kannst Du in Praxiswochen auch die Kunst des Destillierens oder die Grundzüge der Permakultur erlernen, oder an Wochenenden mehr zu Art und Verwendung von Heilkräutern.

Mehr zu den Minzen findest Du in diesen Artikeln:

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Wir suchen Wiederverkäufer/innen

Zeit für Gemeinwohlökonomie

Es ist an der Zeit, die Spirits überall im deutschsprachigen Raum verfügbar zu machen.
Vor Ort.

Insbesondere in den Großstädten gibt es ein starkes Interesse an regionalen, naturreinen Produkten – seien es unsere Tees, die Reindestillate traditioneller Heilkräuter oder die kostbare Naturkosmetik, die die Wirkkraft handverlesener Blüten für spezielle Hauttypen pur verfügbar macht.
Denn die Kraft der traditionellen Heilkräuter unseres Kulturraums gibt es in dieser reinen Form sonst nirgends (Rohstoffe aus biozertifizierter Permakultur im Eigenbetrieb, vor Ort in der Kupferdestille aufbereitet bzw. in der Solar-Darre getrocknet = 100% maschinenfrei, haltbar und hochwirksam ohne jedwede Zusatzstoffe – insbesondere ohne Alkohol)

Wen kennst Du, der bei Dir vor Ort
– eine Spezialapotheke
– ein Naturkosmetik-Institut
– eine Naturheilpraxis
– einen Laden für nachhaltige Naturprodukte
hat ?
Magst Du ihn/sie auf Wild Natural Spirit ansprechen ?

Wenn Du helfen willst, Wild Natural Spirit für mehr Menschen sichtbar und verfügbar zu machen, ruf mich gerne an, um die Möglichkeiten zu besprechen.

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Die Glatte Minze (Pfefferminze) – und Ihr Hydrolat

Geradeaus denken mit der Kraft der Pfefferminze

Minzen sind dank des ihnen gemeinsamen Menthols sehr raumgreifend und vermögen, tief in Zellen und Bewusstsein vorzudringen. Vergangene Woche schrieb ich ausführlich über die Minzen als Gruppe von Heilkräutern : Sie haben einige Gemeinsamkeiten. Ergänzend zum Pfalnzenprofil der Wasserminze, widme ich mich heute der Glatten Minze, besser bekannt als „Pfefferminze“. Es ist die zweite von drei Sorten in den Permakulturgärten von Wild Natural Spirit.

Aus einer Kreuzung der Wasserminze (Mentha aquatica) mit der Grünen Minze (Mentha spicata) ging 1696 in einem Arzneigarten in England die Hybride Pfefferminze (Mentha × piperita) hervor, die einen angenehmeren Duft und Geschmack hat als ihre Eltern. Von anderen Minzen unterscheidet sich die Pfefferminze vor allem durch den hohen Menthol– und Cineolgehalt und niedrigen Carvongehalt bzw. durch den schärferen Geschmack (daher der Name „Pfefferminze“). Die Minze mit dem bläulichen Stängel und den dunkelgrünen, leicht haarigen Blättern kam erst in diesem Sommer in die WNS-Gärten: Als gakelige 6 Stecklinge hatten sie auf dem vorbereiteten Beet im Minzegarten reichlich Platz. Ich war ein bißchen skeptisch, ob die „paar Stängel“ anwachsen und sich ebensogut vermehren würden, wie die Wasserminze.

Die Pflanze ist in Gestalt, Farbe und Geruch feiner, ätherischer als dir kräftigen Wildminzen, trägt einen violetten Schimmer in Blatt, Stängel und Blüte und hat sehr differenzierte, schlanke und glatte Blätter.
… vier Monate später – ich hatte nicht viel Zeit für die Hege dieser Neuankömmlinge gehabt während der Ernte – standen wir an dem vollständig bewachsenen Beet und staunten: Ein bezaubernder, zart-frischer Duft umrahmte hunderte von kräftig aufragenden, blühenden Minzepflanzen bescherte uns im ersten Schnitt fast 14 Kilo Ernte.

Anders, als bei den meisten anderen Heilkräutern in unseren Bio-Gärten, trocknete ich die Pfefferminze vor der Destillation. Durch den Trocknungsprozess lassen sich die Duft- und Wirkstoffe dieser Athletin besser während der Destillation herauslösen.

Atemberaubend: Der natürliche Bodyscan

Und dann kam endlich der Moment, in dem wir die Kolonne unserer großen Kupferdestille mit der Pfefferminze befüllten: Stolze 10 Kilo Trockengewicht und ein herrlich frisch-feiner Duft.
Ich hatte im Artikel über die Minzen im Allgemeinen ja bereits geschrieben, daß dieser Familie das Raumgreifende gemeinsam ist.
Doch was geschah, als wir die Metnhat piperita (Pfefferminze)= destillierten: Im wahrsten Sinne atemberaubend war der Effekt, der mich beim Einatmen hinab und hinein in all meine Zellen führte, ich spürte meinen Körper, jedes Glied, jede Zelle ganz differenziert und klar.
Das erinnerte mich an den Bodyscan nach dem Yoga: In dem – oft geführt durch mich – die Aufmerksamkeit der Yogis Schritt für Schritt durch den ganze Körper gelenkt wird. Durch diese gezielte Aufmerksamkeit führen wir unserem Körper – Organ für Organ – Energie zu, können erkennen, ob es Störungen oder Ungleichgewichte gibt und diese ad hoc ausräumen.

Diesen „Scan“ löste das Hydrolat der Pfefferminze bei mir aus, als ich destillierte.  Dabei „triggerte“ sie meinen Körper Zelle für Zelle, belebte und aktivierte ihn – während mein Geist sehr klar und ruhig wurde.

Der Effekt dieses Hydrolats geht also weit hinaus über den würzigen Geschmack, das klären der Atemwege und das Schmerzmittel bei Verspannungen : Das Hydrolat der Pfefferminze unterstützt uns dabei, unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren, indem sie uns den Körper in all seinen Schichten und Bereichen verdeutlicht, uns durchdringt und vitalisiert.

Die Tests in der kosmetischen Anwendung waren auch sehr erfreulich: Schwellungen, Verfärbungen, Stauungen verschwanden nach kurzer Anwendung sehr rasch, denn sie reinigt, klärt, entgiftet und entstaut.

Schade eigentlich, daß wir „nur“ diese eine Charge haben und damit die Pfefferminze in diesem Jahr nur als Sonderedition in begrenzter Anzahl anbieten können. Aber ich will ja nicht undankbar sein: Erstaunlich, daß wir sie in diesem Jahr überhaupt schon ernten konnten. Und sicher wird es nächstes Jahr reichlich geben…

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Die Wasserminze – und ihr Hydrolat

Die Kraft der Druiden: Die Wasserminze

Pflanzen der Gattung Minzen (Mentha) zählen zu den ältesten Heilpflanzen der Menschen. Häufig wurden sie auch bei diversen Ritualen eingesetzt.
Wenn man in Büchern oder online zu „Minze“ recherchiert, wird immer wieder die Artenvielfalt festgestellt – aber nicht differenziert. Sogar in expliziten Schriften zur Phytotherapie findet sich die Aussage, daß die Minzen in ihrer Wirkweise sehr ähnlich seien. Stimm das ?
Es gibt zig Minze-Sorten in Europa. Drei dieser Sorten wachsen auch in meinen Permakultur-Gärten und werden hier auf Aditi zu kostbaren Spirits verarbeitet.

  • Die Krause Minze – Mentha spicata crispa – ein behaartes, ausuferndes Fräulein, das eine ganz zauberhaft sanfte Note in sich trägt.
  • Die glatte Minze – Mentha piperita – die edle Klassikerin, dezent frisch mit einem Hauch „Pfeffer“, woher auch die Bezeichnung „Pfefferminze“ stammt.
  • Die Wasserminze – Mentha aquatica – eine uralte Druidenpflanze, die sich mit ihren runden Blättern und ihrem kompakten Wuchs deutlich von den üblichen Minzen unterscheidet.

Gemeinsam ist den Minzen das Raumgreifende

Biochemisch gibt es bei den Minzen ein augenfälliges, gemeinsames Merkmal. Das Menthol: Ein intensiv duftendes ätherisches Öl mit sehr ungewöhnlichen, heilkräftigen Eigenschaften.
Menthol hat die Eigenschaft, bei lokaler Anwendung Kälte-, Wärme- Schmerz- und Druckrezeptoren zu erregen. Denn es bewirkt eine Änderung der Zellmembran mit einer vermehrten elektrischen Aktivität. Hohe Konzentrationen von Menthol entfalten eine lokal anästhesierende Wirkung. Daher wird Pfefferminzöl von jeher bei Kopfschmerzen und Verspannungen äußerlich verwendet. Zudem öffnen die Öle Nasenschleimhäute und Bronchien, wenn sie inhaliert werden.
Das Menthol ist raumgreifend und vermag, alles zu durchdringen.
So kennen wir die „Minzen“.

Doch sie können noch viel mehr –Duft, Geschmack, Aussehen und Wirkung unterscheiden sich von Art zu Art erheblich, wenn wir mit der ganzen Pflanze arbeiten und etwas genauer hinsehen. Biochemisch läßt sich das zurückführen auf unterschiedliche Gehalte der ebenfalls hochwirksamen Carvone (ein keimhemmendes Keton vor allem in der Krause Minze), Cineol (das ist der Stoff, der die Schleimbildung bei Erkältungen hemmt und am stärksten in der Mentha piperita vorkommt), Limonene (die für den Duft aber auch für die reizende Wirkung verantwortlich sind – und Basis für die Herstellung von synthetischem THC sind). Die Wasserminze ist die Ur-Minze und hat den höchsten Limonen-Gehalt.

Minzen auf Aditi: Zauberhafte Anderswelt

Der Minzengarten

Auf Aditi haben die Minzen zusammen mit der Melisse einen eigenen Garten. Einen Garten, der vor 1,5 Jahren noch ein unsäglich verwachsener Schlehenhain war, in dem außer Brombeeren, Schlehen und Brennesseln keine andere Pflanze eine Chance hatte, zu gedeihen. Die Bauern meinten, es sei das unfruchtbarste Stück im ganzen Landkreis, Freunde warfen schon beim Hinsehen das Handtuch, als es darum ging, dieses Stückchen Land urbar zu machen. Doch als Permakultivistin wußte ich: Hier herrscht ein besonders mildes Klima, die Senke, umgeben von Schlehen, vermag Temperaturschwankungen abzupuffern und Wasser zu speichern. Und ich wußte: Hier kann ich die „Invasiven“ ansetzen, diejenigen Kräuter also, die in üblichen Gärten alles plattmachen und sich rücksichtslos ausbreiten. Denn mit Brombeeren und Brennesseln und den Schlehen rundherum haben sie ein Gegengewicht auf Augenhöhe. Nach Tagen (oder Wochen) unsäglicher körperlicher Arbeit – das Ausgraben und Entwirren der alten Schlehen, dicht an dicht – lagen 800 Quadratmeter also offen und ich konnte mit der eigentlichen Bodenaufbereitung beginnen.
Noch sind wir bei den Gemeinsamkeiten. Und gemeinsam meinen prächtigen Minzearten, daß ich die Bepflanzung mit nur je 3 – 7 Stecklingen begann. Aus diesen 3 bis 7 Ästchen Wasserminze, Krause Minze, Glatter Minze und Melisse wurde binnen 3 Monaten ein geschlossener Bestand: Die Einschätzung war richtig gewesen: Diese Lippenblütler erfassen alles, nehmen es in Beschlag und behaupten ihren Platz.
Dieses „Raumgreifen“, das den Minzen gemeinsam ist, können wir bei ganzheitlicher Betrachtung dem gezielten Einsatz der jeweiligen Art nutzen: Denn je nachdem, ob wir die Sanftheit der Krause Minze, die mentale Aktivierung der Glatten Minze oder die enthebende Wirkung der Wasserminze aufnehmen wollen: Wir können bei den Minzen sicher sein, daß sie ihre Kraft auch in die hintersten Winkel bringen und dort verankern.
Doch zum Raumgreifenden kommt dann eben die besondere Eigenart. Und weil diese so unterschiedlich sind, widme ich mich heute erst einmal einer der wichtigsten „heiligen Pflanzen“ der keltischen Vorfahren: Der Wasserminze.

Rausch der Götter: Die Wasserminze

Bio Kräutertee MinzeInteressiert man sich für Heilweisen und Magie bei den Kelten, so trifft man auf 3 zentrale „Heilige Pflanzen“: Mädesüß, Eisenkraut und Wasserminze.
Die Wasserminze mit ihrem gedungenen Wuchs, den kugelrunden Blüten und dem sehr erdig-eindringlichen Duft unterscheidet sich nicht nur äußerlich sehr von ihren sonst eher ätherischen, schlank gewachsenen Minze-Schwestern.
Wenn wir die Wasserminze ernten – ausschließlich bei Neumond – sind wir bereits nach kurzer Zeit in einem rauschähnlichen Zustand. Der intensive Duft hebt uns aus alltäglichem Denken heraus und öffnet die Wahrnehmung für feinstoffliche Informationen. Das war wohl auch einer der Effekte, den die Druiden zu schätzen wußten, und den sie in Form von Räucherungen oder Schnupftabak der Wasserminze nutzten (beide Kräutertabake von Wild Natural Spirit enthalten Wasserminze 😉 ) .
So wie die mentha piperita (Glatte Minze) uns auf das Geistig-Weltliche zu fokussieren weiß, so de-fokussiert und die Wasserminze, erlaubt uns, uns über die alltäglichen Einflüsse hinwegzuheben und eine Einsicht in größere Zusammenhänge zu gewinnen. Sie vermag einfach, das „Unwirkliche“ vom „Wirklichen“ zu scheiden. Auf körperlicher Ebene setzte man das Kraut früher als fiebersenkendes Mittel und auch zur Beendigung unerwünschter Schwangerschaft ein.
Anders jedoch als etwa die Schafgarbe oder die Cedronella canariensis geht diese Wahrnehmungsveränderung nicht mit Verfeinerung oder Aufhebung einher. Ganz im Gegenteil: Die Durchsetzungskraft und der Wagemut dieser außergewöhnlichen Minze geben ihr etwas joviales, strahlendes, respektgebietendes.

Das wird bei der Anwendung des ätherischen Hydroalts besonders deutlich. Eingenommen oder in der Aura versprüht erschließt sich der stärkende und horizonterweiternde Effekt der Wasserminze am deutlichsten.
Mal ganz abgesehen von dem köstlichen Geschmack…

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Seit 2 Jahren baue ich auf einem 3,5 Hektar umfassenden Berg namens „Aditi“ in biozertifizierter Permakultur traditionelle Heilpflanzen an. Ausschließlich per Handarbeit – zusatz- und maschinenfrei – werden diese zu kostbaren Präparaten weiterverarbeitet. Allen voran die Destillate. Sieh Dich gerne um in meinem kleinen Online-Laden oder komm zu einer der Praxiswochen.

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Aromatherapie

Die ganze Pflanze in der Aromatherapie : Viel mehr als Duft !

Mittlerweile bestellen auch einige Aromatherapeuten bei mir und schreiben, daß die ätherischen Hydrolate für viele Menschen verträglicher sind, als die puren #ätherischenÖle. Für mich – die ich wenig Ahnung von #Aromatherapie habe – ist das nicht überraschend: Die puren ätherischen Öle sind für die Pflanzen meist Schutz- und Abwehrstoffe gegen Insekten und Pilze.

Ätherische Öle enthalten Terpene und Phenole. Das sind hoch aktive, isolierte Substanzen, die meist haut- und schleimhautreizend sind. Daher dürfen sie in Deutschland ja auch nur von Ärzten und Heilpraktikern angewendet werden, die hinreichend in Biochemie, Physiologie und Pathologie ausgebildet sind.

Läßt Du das Destillat jedoch in seiner natürlichen Zusammensetzung, so wie das bei unseren #Reindestillaten der Fall ist, machen wir uns die ausgleichende und vollständige Kraft der Pflanzen zunutze. So umgehen wir die Risiken, die die isolierten Stoffe mit sich bringen.

Weiterhin ist für mich auch immer wieder ein Argument für die ätherischen Reindestillate anstelle des isolierten ätherischen Öls, daß die Gewinnung wesentlich ausgewogener erfolgt: Mal abgesehen von der unsäglichen Menge an Pflanzen, die für 10ml ätherisches Öl benötigt wird (etwa 20 Kilogramm Melisse !!!), muß für die reine äÖ-Gewinnung das Destillat unter hohen Druck gesetzt werden. Das hat – natürlich ! – auch Einfluß auf die biochemischen und feinstofflichen Eigenschaften des Destillats. Bei uns wird auf offenem Feuer und in einer großen Kupferdestille destilliert, mit einer natürlichen Druck- und Temperaturführung.

Hinzu kommt, daß derartige Mengen an Kräutern wirtschaftlich nur unter massiv ausbeutenden Bedingungen hergestellt werden können: Große Maschinen, die den Boden verdichten, unterbezahlte Arbeitskräfte, irgendwo in der Nordtürkei oder auf ägyptischen Plantagen, dann die Transporte einmal rund um den Globus etc.
Von daher… verstehe ich gut, daß auch in der #Aromatherapie eine neue Bewusstheit für Ganzheitlichkeit zu gedeihen scheint.

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Der Rote Sonnenhut – und sein Hydrolat

Purpurkraft für Leib und Seele

Die Information, daß Echinacea purpurea auch in Aditis Permakultur-Garten stehen sollte, kam recht spät. Zwischen März und Mai 2018 hatte ich bereits die traditionellen Heilpflanzen, allesamt Sonnen- Signaturen, bereits ausgesät. Auch das Aussetzen der gezogenen Jungpflanzen in einer besonderen, nach Himmelsrichtung und Pflanzennachbarschaften geordneten Weise hatte längst begonnen. Doch ein besonders sonnenexponiertes Feldstück am Südrand des Gartens, das ich bereits händisch und mit viel Sorgfalt zur Bepflanzung aufbereitet hatte, wartete noch auf seine Bestimmung.
Und da kam er: Der Rote Sonnenhut.

Ich war etwas verwirrt, denn anders als alle anderen Heilkräuter, die ich anbaue, ist der Korbblütler kein typisch aromatisches Kraut. Die Echinacea ist uns allen seit Jahrzehnten als immunstärkendes Mittel zur Vorbeugung und Heilung von Erkältungskrankheiten bekannt. Doch wir kennen sie nur als alkoholische Lösung des Frischpreßsafts. Alkohol kommt mir nicht an die Pflanzen ! Und Wurzeln reiße ich auch nicht aus ! … sollte ich diese besondere Pflanze wirklich noch aufnehmen ? So spät im Jahr, während sich die Dürre bereits ankündigte ?
Mein Bauch sagte: Ja !

Ich hatte Glück und bekam noch sehr hochwertiges Biosaatgut und so ging ich eines frühen Morgens hinaus, zog mit den Händen die Saatrinnen und arbeitete die Samen mit den Füßen in die Erde ein. Es war ein Ritual für sich, ich hatte unmittelbaren Kontakt zur Deva des machtvollen Sonnenhuts und er stand da, auf dem höchsten Punkt des Hauptgartens, erschuf einen Raum im Raum – ein-eindeutig – lange bevor die Keimung begann. Und die dauerte… fast 8 Wochen sah ich täglich mehrmals nach dem Sonderling, goß ihn mit Brunnenwasser nach den sengenden Tagen des Dürrejahres. Und dann endlich sprießten die ersten Keimblätter. Zauberhaft differenziert, wie Schiffchen, markant zugespitzt und gerillt. Die Sonnenwende lag längst hinter uns und mir wurde klar, daß er in diesem Jahr nicht mehr zur Blüte kommen würde. Auch erschien es mir unwahrscheinlich, daß der Nachzügler den Winter überstehen würde –  doch ich hörte nicht auf, ihm besondere Zuwendung zu geben, ihn zu hegen und zu fördern.

Diese Pflanze ist personifizierte Stehkraft

Mit dem ersten Frost hingen alle Pflanzen braun und schlaff herab – sie hatten kaum 30 Zentimeter Höhe geschafft und ich hatte nicht viel Hoffnung… Doch spätestens im Mai des Folgejahres wußte ich: Der Rote Sonnenhut ist genau richtig hier. Eine duftende, pinke Blütenpracht erstrahlte, das Feld strotze nur so von Kraft mit seinen bis zu 2 Meter hohen, roten Sonnenhüten. 

Allein, sich in die Mitte des Feldes zu begeben und einfach nur zu spüren, was diese majestätischen und bizzaren Pflanzen mit der Wahrnehmung, mit Ausrichtung und Stimmung machen, war bereits ein Genuß für mich und viele meiner Seminarteilnehmer. Wir alle waren fasziniert von der Unmittelbarkeit und Souveränität, die uns ad hoc erreichte und erfüllte.
Und von der Wärme und Kraft, die sich im Herzraum sammelte.Dieser Effekt verstärkte sich, als wir begannen, die fast Handteller-großen Blüten zu ernten und Tee daraus zu bereiten:

Anwendungsformen der Echinacea

Experiment No 77:

Bisher berichten alle, die mit mir den Blüten- Aufguss des Sonnenhut verkostet haben, daß sie eine unmittelbare Stabilisierung erfahren. Präsenz, Klarheit und Ruhe sind die wiederkehrenden Feedbacks zur Wirkung des Tees. Und dies bereits in sehr geringer Dosierung.
Ich prüfte, ob ich die Blüten frei verkaufen darf und experimentierte lange mit den Trocknungsbedingungen: Es ist eine Kunst eine Blüte, die für sich schon stolze 20 Gramm auf die Waage bringt und einen gigantischen, bestachelten Blütenboden hat, so trocken zu bekommen, daß sie haltbar ist. Es gelang. Und sogar so, daß das intensive Pink der Blütenblätter erhalten blieb.
Und so kann ich für die kalte Jahreszeit unser Teesortiment um diese zauberhaften, kraftvollen Blüten ergänzen. Sie sind als Teeaufguss ein sagenhaftes Klärungs- und Kräftigungsmittel. Ihre immunstärkende Eigenschaften sind ja ohnehin bekannt.

Doch die eigentlich bahnbrechende Entdeckung machte ich bei der Destillation.

Kirschmango – und Präsenz JETZT

Fabian und ich waren ganz schön aufgeregt, als wir das Erntegut zur Destille brachten. Stolze 15 Kilo des Roten Sonnenhuts hatten wir geschnitten, der nun erstmalig seinen Geist in der großen Kupferdestille offenbaren sollte.
Bereits beim Schnitt war eine außergewöhnliche Ruhe und Erdung entstanden. Der Rote Sonnenhut vermag einen Raum zu schaffen, ja regelrecht zu definieren, in dem kein Zweifeln, kein Zögern, kein Kreisen mehr Bestand hat. Erdung. Hier und Jetzt.
Wir füllten die Pflanze in die Kolonne, verschlossen das System, entzündeten den Feuerring unter der Destille und warteten. Andächtig.
Und wieder forderte er unsere Geduld und Hingabe.
Die großen Blüten mit den dicken Köpfen machten es dem Dampf schwer, empor zu dringen, hielten ihn fest, ließen den Druck mehr und mehr steigen.

Der hohe Druck sorgte dafür, daß die ätherischen Öle bereits in der ersten Fraktion größtenteils gelöst wurden und ins Destillat eingingen. Bereits bei den ersten Tropfen verbreitete sich ein phänomenal, fruchtiger Duft. „Kirsche-Mango“, meinte Fabian. Und überdeutlich war wieder diese tiefe Ruhe, Präsenz und Klarheit.
Ein fast körperlich spürbarer Raum entstand, eine Eindeutigkeit.

Ruhe im Herzen, Schutz auf der Haut

Bei Tests mit Anwendern im Nachhinein wurde oft von einer „Ego-Stärke“ gesprochen: Einer ruhigen, souveränen Ich-Wahrnehmung die entstand. Während des Destillations-Seminars (Praxiswoche https://wild-natural-spirit.org/produkt/praxiswoche-destillation-2/ ) wurde zudem die Herzensqualität deutlich: Nicht nur ihre Farbe, auch ihr Duft und ihre subtile Wirkung erzeugt die Echinacea über das Herzchakra.

Neben all diesen „feineren“ Aspekten enthält das Destillat drei Inhaltsstoffgruppen: die Flavonoide (wichtigster Inhaltsstoff: Cichoriensäure), Alkamide und Polysaccharide (Zuckerverbindungen). Docjones zum Beispiel schreibt hierzu: Zusammen bewirken diese Inhaltsstoffe erwiesenermaßen die Anregung des Immunsystems und die Wundheilungsförderung der Haut. Außerdem wirkt das Kraut nachweislich entzündungshemmend. An dieser Reaktion sind die Polysaccharide und Alkamide maßgeblich beteiligt.
Die aktiven Komponenten des Sonnenhutkrauts sind Chichoriensäure, Alkamine und Polysaccaride. Sie bewirken, dass sich der Körper gegen unerwünschte Fremd- und Schadstoffe wehrt – und zwar gründlich. So empfehle ich das Destillat bei Schwächungszuständen oder vor Beginn der kalten Jahreszeit.

Und diese Wirkung machen wir uns auch bei der Gesichtspflege zunutze: Wie immer schließen wir an die Herstellung des Reindestillats zur inneren und äußeren Anwendung die modifizierte Destillation unserer Naturkosmetik an:

Hier erhalten wir ein sehr feines Hydrolat, das die Haut sanft befeuchtet und leicht strafft. In der INCI (offizielle Liste kosmetischer Inhaltstoffe) wird der Echinacea-Extrakt als „hautpflegend, kräftigend, feuchtigkeitsspendend“ belegt. Ich persönlich habe nach zwei Wochen Testanwendung bei meiner Gesichtspflege beobachtet, daß Fältchen und Rötungen zurück gingen und sich meine wettergewöhnte Haut deutlich erholte. Und das alles ohne Alkohol. Ohne Konservierung. Die reine Pflanze mit ihrem gesamten Spektrum an Wirkstoffen und ätherischen Ölen.

Gut eingepackt für den Winter

Gestern schnitt ich die letzten Blüten und brachte sie in die Darre. Es ist Zeit, die Stauden zurückzuschneiden und auf den Winter vorzubereiten.
Ein wenig Lockerung der Erde, ein wenig selbstgemachte Brennesseljauche und die wärmenden Sonnenstrahlen des Spätsommers tun ihm gut, meinem Roten Sonnenhut.

Ich bin ganz sicher, daß er auch nächstes Jahr in seinem herrlichen Violett von Aditis höchstem Punkt strahlen wird und uns alle erneut Verzaubert.

Danke.

***
Seit 2018 bebaue ich mein 35.000 qm großes, bio-zertifiziertes Naturgrundstück in Oberfranken auf 5.000 Quadratmetern mit traditionellen Heilpflanzen in Permakultur. Alle Arbeiten erfolgen maschinenfrei. Die handgesammelten Rohdrogen werden in einer Solar-Darre natürlich getrocknet. Die Destillate entstehen vor Ort in einer 100-Liter Kupferdestille auf offenem Feuer und werden direkt abgefüllt.

In dem Sortiment von Wild Natural Spirit biete ich aus der Echinacea purpurea drei unterschiedliche Produkte an:
Das Reindestillat („Das Beste des Sonnenhut“), die Gesichtspflege „Roter Sonnenhut“ und die getrockneten Blüten als Tee oder Rohdroge „Purpur Sonne“.

Viel Freude damit !

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Immunstärkung, Konzentrationskraft und Entspannung

Die Neuen sind da !

Pünktlich zum Erntemond gibt es bei Wild Natural Spirit fünf herrliche neue Sorten:

… natürlich sämtlich aus unserem bio-zertifizierten Eigenanbau, maschinenfrei und ohne Zusätze.
Reindestillate allerallerhöchster Güte.
In den kommenden Wochen stelle ich die Devas wieder in den beliebten Pflanzenprofilen vor. Eine nach der anderen 🙂

Und natürlich auch in meinen geliebten #newslichtern