Veröffentlicht am Schreiben Sie einen Kommentar

Green Cuisine – Mehr als ein feiner Geschmack

Gewürzregal

„Let Food be Thy medicine“


“Laß dein Essen deine Medizin sein“ – Das ist der zentrale Satz meines Lehrers Michio Kushi, der mir vor fast dreißig Jahren die Fünf Elemente-Ernährung (Makrobiotik) beibrachte. Seither habe ich viel gelernt und beobachtet zum Effekt unserer Ernährung auf unsere körperliche, geistige und seelische Gesundheit. Ein vitales Kräutlein als Beilage zum Essen ist auf jeden Fall ein guter Anfang. Und das kann sich hinauf in den Genußhimmel der Green Cuisine schwingen.
Ich bin leidenschaftliche Köchin und hatte noch nie Langeweile in meinem vegetarischen Speiseplan. Die Getreide, die ich am Morgen zu mir nehme – Buchweizen, Hirse, Quinoa – kennen viele meiner Mitmenschen gar nicht (mehr) – ebensowenig wie die unendliche Vielfalt an köstlichen Gemüsen – etwa Pastinake, Steckrübe, Grünkohl und (frischer !) roter Beete. Da war es fast eine Zwangsläufigkeit, daß ich meine kostbaren Reindestillate begann, auch bei der Verfeinerung meiner Nahrung einzusetzen.

Zu Beginn hatte ich noch Hemmungen – darf ich denn etwas so Kostbares, wie das Salbei-Reindestillat einfach auf den Salat sprühen ? Ist es nicht Verschwendung, ja fast Sakrileg, das hochschwingende Ysop-Reindestillat mit meinen Bohnen zu essen ?!
… ich gebe zu, ich habe zwei Jahre gebraucht, bis ich mir diesen Genuss, diese Wohltat gegönnt habe.

Der Kräuterkick im Wasserglas

Es begann letzten Sommer während der Ernte.

Wir hatten tagelang viele Stunden im sonnendurchfluteten Garten gearbeitet:
Blüten gesammelt, Kräuter geschnitten, das Erntegut in der Darre geschnitten und geschichtet oder zur Destille gebracht. Und es war heiß. Sehr heiß. Wir lechzten nach Erfrischung, nach Kraft und einer genußvollen Erholung.
Da kam mir die Idee, ins Haus zu gehen, die schönsten Cognac-Gläser herauszusuchen und ins Eisfach zu legen. Nach einer Viertelstunde holte ich die geeisten Gläser wieder heraus, goß klares Brunnenwasser in die Gläser und … sprühte das Wasserminze-Reindestillat an den Glasrand. Von dort rann es die Glaswand hinab, verband sich mit dem eiskalten Wasser … und entfaltete einen phänomenalen Duft.

Eine kleine rote Johannisbeere ins Glas, ein Blättchen frische Wasserminze – und alle Augen strahlten, Frische und Wohltat für die durchgeschwitzten Gemüter !

Besonders gut für den Frische-Kick im Glas eignen sich die drei Minzesorten (Wasserminze, Pfefferminze, Krause Minze), der Ysop, Kamille und Salbei. Es gibt mittlerweile sogar eine Bar im Chiemgau, die eine Spirit-Karte hat.

Von Salat bis Rote Linsen: Der letzte Schliff ist blumig

Und das war erst der Anfang: Ich begann, Rohkostsalate mit einem Hauch von Lavendel-Destillat zu verfeinern, gab dem Daal aus Roten Linsen ein Finish mit Fenchel-Destillat und einer „Prise“ Wasserminze-Destillat – und wurde immer mutiger, immer kreativer.

Mittlerweile hat mein berühmt-berüchtigter Kartoffelstampf nicht nur eine große Krone aus frischem Korriander, sondern bekommt dazu eine ordentliche Würze mit dem Baldrian– und dem Ysop-Destillat. Die Gemüsemaultaschen werden erst so richtig lecker, wenn sich Basilikum, Lavendel und Schafgarbe-Destillat  um sie ranken und meine Hirse am Morgen bekommt zu den gerösteten Sonnenblumen eine feine Note von Wasserminze.

Na – hast Du schon Lust bekommen, selber in den Düften, Geschmäckern und Nuancen der Spirits zu schwelgen ?
Ich jedenfalls habe mein Gewürzregal schon komplett aufgefrischt – im wahrsten Sinne des Wortes !

Und obwohl ich die Kräuter ja 8 Monate lang direkt im Garten habe, ist es doch ein Unterschied, ob ich die frischen Pflanzen ins Essen schnipple – oder ob ich meine Köstlichkeiten mit einem Hauch von Lavendel, einer Brise von Schafgarbe ummantle.

Das geht halt nur mit den Destillaten . Und sie sind immer zur Hand !

Die Kräuter, die ich zu Reindestillaten oder zu Pflanzenwässern für die Naturkosmetik hier vor Ort destilliere, stammen sämtlich aus meinen biozertifizierten Permakulturgärten. Sie kennen keine Maschinen, keinen Dieselgestank, keine Ladewägen, Kunststoffverpackungen und Transportwege. Das macht sie zu wahren Kostbarkeiten für den Hausgebrauch auf allen Ebenen.

Das Wissen um die Fünf Elementen-Lehre vermittle ich in Wochenendseminaren, zu denen ich auch Dich herzlich einlade !