Die Ringelblume und ihr Hydrolat

Heute beginne ich mit der Reihe zu den Wild Natural Spirit-Hydrolaten. Und den Anfang macht die zauberhafte Ringelblume, die mit ihrem strahlenden Orange und dem eindringlich „grünen“ Duft auf ganz Aditi für Farbenfreude und Frische sorgt.

Ihr lateinischer Name – Calendula officinalis – spielt auf die außerordentliche Ausdauer an, mit der sie blüht und blüht und blüht. Calendae – das sind die die „zusammengerufenen Monate, die sich aneinanderreihen”. Auf Aditi erfrischt sie den Blick von März bis November. Und obwohl sie eine einjährige Pflanze ist, ist sie derart samenreich, daß Du gewiß sein kannst, sie in den Folgejahren reichlich wiederzufinden.

Diese Pflanze ist ein Vorbild für Fülle, Fleiß, Steh- und Strahlkraft – und so nimmt es nicht Wunder, daß die Anthroposophen ihr struktur- und widerstandsbildende Kräfte zuordnen. Auch in der Homöopathie erkennt man die Ringelblume als eine, die bei tiefen, strukturellen Störungen angewandt wird, so etwa finden sich bei Gerhard Bleul, Patrick Kreisberger, Ulf Riker folgende Indikatoren: Hautverletzungen mit zerrissenem, zerfetztem Gewebe //  Druck- und Schweregefühl im Hinterkopf // Bohren und Wühlen tief in der Nabelgegend. In der TCM würde man von „windinduzierter, trockener Hitze“ sprechen.
In der Volksmedizin werden Ringelblumensalbe und Ringelblumentee von jeher als Wundheilmittel, Krampflöser und Entzündungshemmer verwendet.

Wer ist diese solide, knall-grün und knall-orange Strahlende mit weit geöffnetem Blütenkorb und aufrechtem Stengel ?

Und wie wirkt sie auf den Menschen ein ?

Als ich die Calendula säte, fühlte ich mich wie bei keiner anderen Pflanze aufgefordert, sehr tiefe und wohlgeformte Saatlöcher zu stechen, die Samen mit großer Sorgfalt und Ordnung in die Erde zu legen. Und das, obwohl ich wußte, daß sie eine Lichtkeimerin ist.
Und als sie prächtig sproßte, gab es kaum ein „zartes“ Stadium, wie es beim Keimen typisch ist: Nein, sie war kaum aus der Erde hervorgebrochen und sogleich kräftig, dickwandig und intensiv grün. Diese strukturbildende Kraft aus dem Inneren, die Raum nimmt, nennen wir beim Menschen „Stoma“.

Das ist es, was sie ist und woran sie unseren Organismus erinnert.
Auf allen Ebenen – wenn sie gelassen wird.

Als wir Stunden im Calendulafeld standen und Blüte für Blüte pflückten, waren wir bald benommen – sowohl von diesem orangen Farbrausch als auch von dem intensiv würzig-krautigen Duft, den die aromatischen Öle (v.a. Cadionol und Jonon) der Pflanze verströmten. Wie in einem Rausch, der sich sehr dynamisch anfühlte und eine gewisse „Handfestigkeit“ in unserem Ausdruck verursachte, brachten wir die Körbe dann zur Trocknung. Wir bestanden förmlich aus „Stoma“.

Damit diese „raum-bildende Kraft aus dem Inneren“ der Calendula vordringen kann – durch die dichteren Schichten des Körperlichen hinein in die subtilen Ebenen des Emotionalen, des Geistigen, des Seelischen und Spirituellen – benötigt gerade dieser solide Kraftprotz Verfeinerung und einen Transportweg.

Bei der Wasserdampfdestillation werden nicht nur die (wasserlöslichen) Wirkstoffe der Pflanze von den Grobstoffen (Fasern) gelöst, sondern es werden auch die feinstofflichen Informationen in den Wasserkorpus aufgenommen und dort gespeichert.

Aus genau diesem Grunde sind es eigentlich die Hydrolate – und nicht die mit ihrer Intensität bestechenden ätherischen Öle – die die Heilkraft der Pflanze enthalten. Denn Wasser ist der Stoff, der Leben bringt, der Wahrnehmung, Anbindung und Erneuerung ermöglicht. Wir bestehen größtenteils aus Wasser.

Setzen wir die kraftvolle Ringelblume also dem Feuer-Wasser (Wasserdampf) aus, so erhalten wir ein Hydrolat, das das „von Innen Hervorbrechende“, die „klare Raumgrenze“ und die „Eigenständigkeit“ als subtile Information enthält.

Anders als beim Teeaufguß der Rohdroge entziehen wir mit dem Hydrolat die körperliche Information (Reproduktion, Interaktion, Substanzbildung) und destillieren den „reinen Wirkstoff“, die „Seele der Pflanze“.

Und diese Seele ist bei der Calendula eben eine, die Rückgrat gibt, die in Bewegung bringt, die Raum definiert.

So empfahl ich kürzlich einer Bekannten, die wiederkehrenden Rheumaschübe durch die Einnahme des Hydrolats zu lösen – denn in diesem Fall waren die Schmerzen in einer inneren Erstarrung und einem äußeren Grenzverlust begründet. Natürlich wirkt das Hydrolat auch bei Wundheilung und Ekzemen – wenn der Organismus im Inneren geschwächt oder „in Unordnung“ ist. Anders als die Schafgarbe, die auch eine zauberhafte Wundheilerin ist, setzt die Calendula an der Strukturinformation an, ordnet, kräftigt, richtet auf.
Und so wirkt ein Sprüher unter die Zunge wunderbar, wenn Erschöpfung, Müdigkeit, Übellaunigkeit den Tag verdunkeln.

Aber jetzt habe ich schon wieder viel zu viel geschrieben…
… es geht weiter – am übernächsten Donnerstag mit der nächsten Folge.

In meinem kleinen „Laden“ (https://wild-natural-spirit.org/shop/ ) kannst Du Dir das Calendula Hydrolat ansehen – oder auch die Rohdroge, wenn Du direkt auf körperlicher Ebene ansetzen und vielleicht eine klassische Ringelblumensalbe oder einen leckeren Blütentee machen möchtest.

Bei Fragen zu den Pflanzen wende Dich gerne per Mail an mich. Ich will allerdings keine „Gesundheitsberatung“ machen (darf ich auch gar nicht) . Aber ich kann Dir von der Pflanze berichten, so daß Du selbst nachspüren kannst, ob die Resonanz für Dich und deine Verfassung stimmig ist.

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Auf einem kleinen Berg im Bayerisch-Thüringischen – genannt „Aditi“ – lebt ein Permakulturprojekt für den Anbau reinster Medizinpflanzen.
Unsere handgesammelten, biozertifizierten Kräuter sind auch pur eine Kostbarkeit. Als Tee, Schmuckdrogen hochwertige Bestandteile von Kosmetik und Naturheilmitteln. Wild Natural Spirit legt Wert auf Tradition: Wir verwenden keine Maschinen, fügen Erde und Pflanzen keine fremden Stoffe hinzu und sammeln unsere Ernte per Hand. Unsere Pflanzen aus Eigenanbau werden frei von elektrischen Magnetfeldern sanft in unserer autarken Solartrocknung getrocknet.

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Der Einstiegsartikel zu dieser Reihe erschien am 3. Oktober 2018  in den Newslichtern und ist hier nachzulesen: https://www.newslichter.de/2018/10/heilsame-hydrolate/

 

 

Von der Magie der Hydrolate

Seit 21 Monaten pflanze und hege ich auf meinem „Berg“ im Bayerischen Aroma-Kräuter. Und seit fünf Monaten destilliere ich sie auch.

Es ist so ganz anders als damals, während meines Biochemiestudiums. Aus der logischen Analyse ist intuitive Alchemie geworden. Aus der systematischen Betrachtung der Pflanzen und ihrer Inhaltstoffe ein tiefes Verständnis für das Wesen der Pflanzen, für die Resonanz zwischen Mensch und Pflanze und für den Vorgang der Heilung.

Bereits mit Beginn des Projekts „Wild Natural Spirit“ war ich durch eine Reihe ungewöhnlicher Ereignisse aufgefordert, mich tiefer als bisher mit dem Wesen der Pflanzen und mit der Wirkweise bestimmter Pflanzen auseinanderzusetzen. Einem Traum folgend, der mich zu einer angekündigten Begegnung auf Teneriffa führte und weiter zu schamanischen Traditionen, hatte ich zu lernen, wie neben der Biochemie einer Pflanze noch etwas anderes bestimmend ist, wenn für den Menschen wirken soll.
Ich begann, an mir selbst und mit Hilfe vieler Aspiranten, zu erforschen, was die Präsenz einer bestimmten Pflanze auslöst: Macht sie leicht oder schwer, warm oder kalt, fest oder weich ? Bei meinen Forschungen half mir meine Ausbildung in der traditionellen chinesischen Medizin, speziell: der Elementenlehre. Die Betrachtung systemisch-energetischer Effekte – statt rein punktuell-symptomatischer – eröffnete mir Schritt für Schritt ein Verständnis für das Resonanzphänomen zwischen Mensch und Pflanze.

So entdeckte ich beispielsweise, daß die bei uns traditionell für Blutreinigung und Frauenleiden bekannte Schafgarbe in starker Resonanz mit dem Norden und der energetischen Qualität des Wassers ist. Weitere Untersuchungen offenbarten, daß die Schafgarbe Erstarrtes in Bewegung bringt – und zwar von Innen nach Außen. Und Außen ist im menschlichen Körper die Haut. Hier vermag sie unnatürliche Barrieren – exogen wie endogen – aufzulösen und in ein natürliches Fließgleichgewicht zurück zu führen.

Heute freue ich mich, daß die Achillea-Hydrolate erstaunlich gute Ergebnisse bei der Kurierung von Haut-Rosen, von offenen (Schürf-)Wunden und von wundgelegenen Stellen (Dekubitus oder der klassische „Baby-Po“) zeigen.

Heilung ist ein Resonanz-Phänomen, in dem es wesentlich auf die Zugänglichkeit des erkrankten Menschen für die frei verfügbare Lebensenergie geht. Pflanzen sind dem Menschen übergeordnete Wesen, die mehr als Verbund denn als Individuum wirken und die Fähigkeit haben, blockierte Segmente im menschlichen System zu aktivieren.
Je nachdem, ob wir die Kraft der Pflanzen „pur“ – also reine Präsenz – nutzen, oder ihnen Wasser (Tees und wäßrige Auszüge), Feuer (Räucherung und Inhalation), „Geist“ (alkoholische Auszüge)  oder beides (Wasserdampfdestillation) hinzugeben können wir diesen Resonanzeffekt aussteuern.

Und so spielt es natürlich auch eine erhebliche Rolle, wie die Pflanzen, die wir zu diesem Zweck nutzen wollen, aufwachsen und behandelt werden. Werden sie mit Maschinen gesät und geerntet ?(das sind massive „Zugaben) ? Werden ihnen synthetische Stoffe (Kunstdünger und Pflanzen“schutz“(!) zugegeben) ? Werden sie tausende von Kilometern weg von ihrem Ursprungsort transportiert ? (Klima ist ein enormer Effekt !). Werden sie mit fossilen Brennstoffen getrocknet ?
Ich staune, daß die Gesetze und Vorgaben für Arzneimittel hier keinen Unterschied machen. Ob Bio oder industrielle Produktion, ob aus der Türkei oder Norwegen – für die Pharmazeuten ist es der tote, isolierte Wirkstoff und nicht die lebende, wirksame Pflanze, die zählt. Kein Wunder, dass die moderne Medizin außer gebrochenen Knochen und faulen Zähnen nichts mehr richten kann…

So habe ich beschlossen, die 35.000 Quadratmeter Aditi in einer natürlichen, maschinenfreien Permakultur zu entwickeln und Pflanzengemeinschaften zu fördern, die komplementäre Wirkkräfte freisetzen: So haben die Pflanzen maximale Wirkkraft, der Erde wird zurückgegeben, was ihr für das Wachstum entzogen wurde, Pilze und Insekten bleiben in eine natürlichen Gleichgewicht und der gesamte Berg wird zum Heilraum.
Es ist nicht nur für die Pflanzen und resultierende Hydrolate und Öle äußerst förderlich, auf Aditi zu gedeihen: ohne fossile Energieträger, ohne Fremdstoffe (organischer und anorganischer Dünger, Pflanzenschutz), ohne schweres Gerät, Lärm, Gewicht, motorisierte Berührung.
Die Hege ist still und langsam und geschieht mit ungeteilter Aufmerksamkeit. Es ist auch für die Menschen, die in dieser Weise arbeiten, bereits ein kraftspendender, klärender Vorgang, der hier geschieht. So beginnt bereits im Wachsen, im Hegen und Blühen eine Wechselwirkung zwischen Pflanzen und Mensch, eine Resonanz, die achtsam und wohlgesonnen ist.

Den Pflanzen, die geerntet werden, begegnet nichts als achtsame Hände und – je nach Verwendung – das reine Element: Feuer/Sonne oder Wasser.

Auf Aditi werden die Blüten oder Blätter von Hand gesammelt. Benötigen wir die Drogen (getrocknete Pflanzenteile) so kommen sie direkt in unseren Solartrockner. Er ermöglicht uns, ohne die Zufuhr elektromagnetischer Felder (Wechselstrom) die Kräuter rasch und vollständig auf unter 15% Feuchtigkeitsgehalt zu trocknen. So werden sie binnen maximal 48 Stunden lagerfähig und bleiben auch mikrobiologisch rein.
Einen Teil unserer Ernte verarbeiten wir jedoch unmittelbar und frisch: Vom Feld bringen wir Körbe von orangen Calendulablüten, von weißen Schafgarbendolden oder duftenden, blaublühen Ysop-Ruten direkt zur Destille.
Die Destille auf Aditi ist eine 100-Liter Kolonnendestille aus Kupfer. Ihre Erscheinung ist bereits imposant. An der Destille kommen Feuer und Wasser zusammen, die über den Wasserdampf das Inerte vom Flüchtigen der Pflanze trennen. Der „Geist“ der Pflanze kondensiert im Kühler und wird zum Hydrolat: Eine wäßrige Lösung der Pflanzenessenz, in der sich Tropfen der ätherischen Öle finden.

Im Kessel verbleiben die von Hitze und Wasser durchweichten Pflanzenkörper. Sie werden von den Spagyrikern zu Asche verbrannt und ebenfalls als Essenz in spagyrische Heilmittel eingebracht.

In den kommenden Wochen werde ich die Hydrolate und ihre Herkunftspflanzen vorstellen.
Möge es Dich inspirieren und in freie Resonanz mit dem Leben geleiten !

 

Wochenendkurse zum Thema für 2019

FÜNF WANDLUNGSPHASEN DER SEELE – DIAGNOSTIK 9./10. Feb. und 22 /23. Juni 2019

FÜNF WANDLUNGSPHASEN DER SEELE – THERAPIE :  30./31. März und 20. + 21. Juli 2019

ERNÄHRUNG NACH DEN FÜNF ELEMENTEN 27. / 28. Juli 2019

DAS RÄUCHERRITUAL – Basics zur Durchführung von Pflanzenopfern 15. / 16. Juni 2019,

DAS PFLANZENOPFER – Medizinpflanzen sammeln und weihen  – Basics zur Gewinnung von Heilpflanzen 13. / 14. Juni 2019

Evelin wird zudem im März eine Praxiswoche Permakultur und im August eine Praxiswoche Destillation in der Kupferdestille anbieten. Bitte direkt kontaktieren.

Mehr zu den Kursen auf Aditi unter www.evelinrosenfeld.de

 

Minze-Ernte

Die meisten von Euch werden sagen, sie kennen Pfefferminztee . Ich sage , die allerwenigsten von Euch wissen, welches Aroma und welche Wirkung Pfefferminze hat, wenn sie nicht in 5000 industriellen Arbeitsgängen pulversiert wurde .
Ich wünschte, ich könnte den Duft, in dem ich mich hier gerade befinde, mit in die Fotos packen . Wer diese Minze einmal getrunken hat , wird sicher künftig mehrfach überlegen, ob er Kaffe macht oder sich ein Zweiglein dieses Krautes aufbrüht ….

Das Gold des Ysop

Als ich im Winter die Pflanzen auswählte, die Aditis Garten mit Duft und Heilkraft ergänzen sollten, da kam mein Freund Volker eines Tages mit einem Traum zu mir: Er sprach von den blauen Blüten des Ysop, die er auf meinem Feld im Traum gesehen hatte.
Ich kannte diese Pflanze noch nicht – nur vage aus biblischen Texten und begab mich in Recherche. Und wählöte den Ysop.
Obwohl in allen Beschreibungen stand, der Ysop müsse im Winter im Gewächshaus vorgezogen werden … säten wir ihn erst im Freiland.
Christine und ich mühten uns gehörig ab mit hunderten von Saattöpfchen.
Gleich zweimal hintereinander machten sich gleich nach der Auspflanzung die Schnecken über die jungen Pflanzen.
Doch wir gaben nicht auf, setzten ein drittes mal und blicken heute auf einen prächtigen Bestand.

Als ich aber den ersten Ysop destillierte, breitete sich das Gold dieser Pflanze über den ganzen Berg aus – ein himmlischer Duft und ein goldfarbenes Öl.
Hallelujah !

ysop-video

Die Seele der Achillea ist … blau

(Eigenaubau, bio-zertifiziert, von Hand geerntet, reines Blüten-Destillat)

Sehr glücklich – stolz – begeistert … betört
Die Achillea gehört zum keltischen Medizinkreis der Wild Natural Spirit- Pflanzen. Ich arbeite schon lange mit ihr – allerdings bis dato immer mit der ganzen Pflanze. Seit heute weiß ich was geschieht, wenn mir die Essenz begegnet …

Start im Dürre-Jahr: Es kann besser werden ;-)

Nun ist die Erntezeit also bald um.
Das Kamillefeld und die Calendula sind bereits geleert.
In Aditis Lager stehen hunderte von Fläschchen mit kostbarem Hydrolat und ätherischem Öl, Säcke von biozertifizierten Kräutertees verschiedener Sorten, der Knaster wird morgen gerebbelt. Wenn am Montag die Körbe von Pflaumen und Reneclauden als Essig angesetzt sind, ist eingebracht, was Aditi im ersten Anbaujahr geschenkt hat.
Vielleicht noch eine Salbei- und eine Ysopdestillation im Oktober. Die Duft-Manufakteure lieben unser goldfarbenes Ysop-Hydrolat-Öl…

Die Dürre hat allem sehr zugesetzt. Ich bin sehr müde.
Als ich im März erst die große Wiese umbrach – das östliche Stück von der Gemeinde noch hinzukaufte – und mit Jürgen die Eichenpfähle als Umzäunung um den „großen Garten“ – immerhin 3.500 Quadratmeter – setzte, war es so matschig und feucht, daß die Spaten kaum von der Erde zu lösen waren.
Tag für Tag verbrachte ich Stunden im Garten – säte, pikierte, hackte, goß. Der Ysop wuchs endlich  nachdem die Keime zweimal von den Schnecken gefressen worden waren, die Calendula bildete schon einen sattgrünen Teppich, der Salbei machte sich in den aberhundert Saattöpfchen breit. Gleich nach meiner Rückkehr von der Teneriffa-Auszeit verlegten wir 600 Meter 1,5-Zoll-Schlauch über den Berg, brachten den alten Brunnen wieder in Gang und bastelten eine „low budget-Bewässerung“. Im Mai kamen 800 Rosen an, die wir in einer großen Gemeinschaftsaktion binnen 3 Tagen setzten.
Das „Biotop“ wurde in schweißtreibender Hand- und Hackarbeit zur Hälfte von Schlehen und Himbeeren befreit – nun wachsen dort satt Wasserminze und Melisse. Schritt für Schritt fand ich die richtigen Kombinationen und Proportionen, eine Permakultur anzulegen, die artenreich und doch gewerblich nutzbar ist, die wunderschön und zugleich in sich so stabil ist, daß es weder Dünger noch künstlichen Pflanzenschutz braucht und Wasser gut halten kann.
Und dann verließ uns der Regen. In 5 Monaten keine 100 Liter Wasser. Das ist tödlich. Und ich stand Abend für Abend Stunden auf dem Feld und goß. Die Bauern haben ihre Micker-Luzerne und ihren vertrockneten Mais mittlerweile heimgebracht. Die Zuchttiere werden notgeschlachtet, weil es kein Futter gibt.
Doch auf Aditi blüht es, und körbeweise werden orange Calendula-Blüten, die weißen Schafgarbendolden und der duftende, blaue Ysop zur Destille oder zur Solartrocknung gebracht.

Nebenbei fanden viele behördliche Dinge statt – die Biozertifizierung, die Anmeldung der Destille, der Abgleich von Qualitätsvorschriften.
Nun ist fast alles gut versorgt und abgefüllt -. Ich muß mich an die Modernisierung der Website machen.

Und: Ich muß die Produkte verkaufen, die Aditi und ich so mühe- und liebevoll geschaffen haben.
Die Räucherbündel sind ja schon seit Jahren gut etabliert. Salbei, Thymian, Kamille, Nessel und Schafgarbe aus Aditis Schoß sind aus der diesjährigen Ernte hinzugekommen.
Die kostbaren Hydrolate aber, die einzigartig auf dem Markt sind, weil ihnen das ganze ätherische Öl belassen wurde, sind neu. Einzelne Bestellungen kommen bereits herein – tolle Rückmeldungen zur Wirkung und Qualität machen mir Mut.
Zum Glück, denn die „Profis“ aus der biologischen Landwirtschafs-Industrie halten das alles für aussichtslos: Zu klein. Ohne Maschinen geht das nicht. Überlaufener Markt.
Doch Aditi flüstert mir zu: Es ist gut, was Du tust. Und es wird Dich tragen und Gutes in die Welt bringen.
Vertraue !

 

 

Hydrolate gehen an den Start

hydrolateNachdem wir auf Aditi die erste Ernte von Calendula, Achillea, Kamille und Ysop einholen durften, haben wir erstmalig unsere 100-Liter-Kupferdestille eingesetzt. Die resultierenden ätherischen Öle und Hydrolate (Pflanzenwasser) sind von unbeschreiblicher Qualität.

Das Schafgarben-Hydrolat hat sich bei einer Kundin mit Gesichtsrose bereits als sofort-wirksam gezeigt.

Das Ysop-Hydrolat gab einem Mann mit schweren Depressionen und entsprechenden Medikamenten ad hoc das Gefühl “Wow. Ich bin wieder ganz da !”

Das Ringelblumen-Hydrolat wird gerade mit steigender Begeisterung bei wunden Baby-Popos, wundgelegenen Rücken von Patient/innen und bei geröteten Hautirritationen getestet.

Und das Kamillen-Hydrolat steht schon bei so mancher Freundin im Schränkchen als verfeinerndes Gesichtswasser oder als Mund- und Rachenspray bei allem Entzündlichen. Dabei duften all diese Essenzen so zauberhaft, daß ich ab heute wohl nie wieder synthetisches Parfum verwenden werde J

Naturreine Destillate von Wild Natural Spirit enthalten das ganze ätherische Öl der Destillation. Unsere Pflanzen stammen zu 100% aus bio-zertifiziertem Eigenanbau in reiner Handarbeit. Natürlich sind alle Produkte biozertifiziert, Kontrollnummer DE-ÖKO 037

 

Bestellt werden können sie per einfacher Mail an info<at>wild-natural-spirit.org.

100ml in der Sprühflasche kosten 24€. Der Versand kommt hinzu.

Biozertifiziert

Unsere europäischen Pflanzen beziehen wir mittlerweile nur noch aus dem Eigenbetrieb Evelin Rosenfeld in Oberfranken. Auf 3,5 Hektar (35.000 Quadratmeter) findet sich hier ein Biotop, das 50 Jahre lang unberührt lag und nun durch den behutsamen Anbau unserer einheimischen Kulturpflanzen in Permakultur liebevolle Pflege erfährt.

Aditi – dieser kleine Berg zwischen Strauffhain und Gleichbergen – wurde biozertifiziert und trägt die Kontrollnummer DE-BY-037-73541-A.

Wir sind sehr stolz auf die Heimat von Wild Natural Spirit und lieben Aditi !

organic_farming_logo

Solartrockner

Eeeeendlich: Unser Solartrockner ist fertig !
Der Vorsatz von Wild Natural Spirit ist es, höchstwertige Pflanzenmedizin zu erzeugen ohne den Einsatz von Maschinen, Strom und Chemikalien.
Und so war es auch eine ordentliche Aufgabe, eine Lösung zu finden, mit der wir stromfrei 7 – 9 Tonnen Frischpflanzen schnell genug (< 36 Stunden, wegen der Mikrobiologie) und zuverlässig zu Tee oder Rauch- oder Räucherzeug trocknen können.
Hier ist er – mit derzeit 100qm Trockenfläche.
Wenn ich meinen Schreiner nicht hätt´ 🙂

Heilung durch Pflanzenkraft

Das Blut der Pflanzen ist mit den Elementen in reinster Weise verwoben.
So enthält jedes Pflanzenwesen Kräfte, die die Unreinheiten des Menschen beheben können. Mannigfache Pflanzen entsprechen mannigfachen Störungen im menschlichen System, so dass die Wahl der richtigen Pflanze hilft.
Wer aber die Erde ausbeutet, um Pflanzenkaft zu gewinnen, das Wasser verschleudert oder mit den Ausscheidungen unzähliger,misshandelter Tiere verunreinigt,
wer mit tonnenschweren Maschinen über die Felder fährt – mit dem geraubten, schwarzen Blut der Erde – und so die Luft schwärzt
wer der Pflanze die Sonne entzieht oder sie der Hitze künstlich erzeigter, elektromagnetischer Felder aussetzt
– der kann nicht erwarten, durch die Kraft so erbeuteter Pflanzen wieder in Verbindung und Balance zu kommen.
in 1 ml ätherisches Öl fliessen 1- 2 kg grüne Kräuter oder Blüten. Das sind etwa 1000 – 2000 Pflanzen.
Sonnengetrocknete Pflanzen erfordern nach der Ernte 50mal mehr Arbeit und Zuwendung als maschinell getrocknete. Räucherwerk, Hydrolate und homöopathische Mittel, die NICHT in kundiger Weise und von Hand bearbetet wurden, weitgehend eingebüßt.
So sei auch den Heilung-Suchenden gesagt, daß ihre Bemühungen vergebens sind, wenn sie den Wert der achtsam gewonnenen Mittel nicht auszugleichen beret sind. Industrielle Pflanzenprodukte sind wertlos.

Wer Mittel aus Ausbeutung nutzt, ist unheilbar.

Daher habe ich entschieden, die Mittel, die auf Aditit gewonnen werde, mit höchster Wertschätzung und höchstem Aufwand zu gewinnen.
Sie sind nicht konkurrenzfähig auf einem Markt von Gier und Gewalt.
Stattdessen heilen sie.
Mit der Gnade der Elemente und Pflanzen.

www.wild-natural-spirit.org