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Verpackung – Wie schön soll es sein ?

Verpackung

Mir ist bei Wild Natural Spirit sehr wichtig, nichts oder doch möglichst wenig zu tun, was unserer Natur schadet und sie zusätzlich belastet.
Dazu gehört auch, dass wir möglichst wenig „Material“ verbrauchen und zukaufen: Unsere Produkte haben keine Umverpackung, wir füllen in wiederverwendbaren Glasflaschen ab oder in recycelten Papierverpackungen. Auch beim Versand versuche ich, Kartonagen wiederzuverwenden.

Da wir mittlerweile sehr viele Päckchen täglich packen, wissen alle Gewerbetreibenden in Bad Rodach Bescheid und sammeln ihre Kartons für Wild Natural Spirit. Recht mühsam schneiden wir sie dann zurecht – zum Einwickeln der Flaschen für den sicheren Versand – entfernen Aufkleber und Packstreifen. Es wäre beileibe ökonomischer, neue und passende Kartons zu kaufen…
Im Resultat stehen die kunterbunten „Muckelchen“ dann bereit, um sich auf die Reise zu machen.

Nun gab es schon die Rückmeldung, daß das „nicht schön“ ist, daß es besser wäre, wir würden passende neue Kartons verwenden.
Auch bei den Händlern, die größere Mengen von uns bekommen und dann eine Stunde stehen und jede Flasche auspacken müssen, stößt unsere Philosophie nicht auf Gegenliebe.

Nun frage ich mich, wie unsere eigenwilligen Päckchen bei der Mehrheit unserer Besteller/innen ankommen: Freust Du Dich über die Ressourcenschonung ? Oder fändest Du es schöner, ein frisches und paßgenaues Paket mit den kostbaren Spirits zu bekommen ?

Entscheide mit, wie wir gemeinsam wachsen und schreibe deinen Kommentar gerne hier zum Beitrag !
 

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Permakultur als Muster – wie Naturkräfte am besten fließen

Salbei in Permakultur

Ich hatte vergangene Woche damit begonnen, die 12 Prinzipien zur Permakultur, die Holmgren in den siebziger Jahren formulierte plastisch zu erläutern. Die ersten 6 Prinzipien haben etwas mit Energie, Verbindung und Kreisläufen zu tun. Dem siebten und achten Prinzip widme ich heute einen ganzen Beitrag. Denn hier geht es um Gestaltung und Muster, hier geht es darum, der Eingriff des Menschen in die natürlichen Gegebenheiten in Einklang mit der Natur zu vollziehen.

Das 7. Permakultur-Prinzip lautet: Gestalte erst Muster, dann Details (Design from Patterns to Details)

Um den Ort zu bestimmen, an dem Du umgeben von wilder Natur einen Garten anlegen willst, braucht es ein Verständnis der übergeordneten Muster in der Natur. Ebenso gilt es zu erkennen, wie Du diesen Garten in sich aufteilst, und damit die größere Muster in der Natur bestmöglich berücksichtigst.

Himmelsrichtungen und Elementarkräfte

Noch vor der geologischen Form, die das Grundstück vorgibt, spielen für mich hier auf Aditi die Himmelsrichtungen eine wesentliche Rolle.
Sicher hast Du bemerkt, daß eine bestimmte Pflanzenart – etwa der Thymian – besser an Plätzen gedeiht, die nach Süden ausgerichtet sind als in andere Himmelsrichtungen. Oder die zarten Lamiaceen – Melisse, Minzen – die Morgensonne in Ostrichtung lieben.

Gartenbau in Permakultur Wild Natural Spirit

Sowohl die westlichen Alchemie als auch die orientalische Elementenlehre nimmt diese großen und existentiellen Zusammenhänge zwischen Himmelsrichtungen, Elementen und Pflanzenkräften auf.

Wenn ich Salbei anbauen möchte, um in seinem Destillat die formgebenden und festigenden Eigenschaften besonders herauszuarbeiten, werde ich ihn in Nordwestrichtung anbauen – denn dort sind die Yangkräfte, die verdichten und materialisieren, am stärksten.
Oder wenn ich die Erdkräfte in Pflanzen besonders fördern möchte – und sogar weiß, welche Kräuter hierfür besonders geeignet sind – so werde ich für sie einen Platz in Südwestrichtung aussuchen – und beispielsweise ein Kamilledestillat erhalten, das jeden Körper, jeden Geist sanft mit den Füßen auf den Boden stellt.

Kräuterrad Permakultur

Licht, Wärme Wasser und heilige Geometrie Diese Zusammenhänge selbst zu entdecken und zu nutzen erfordert ein paar Jahrzehnte Erfahrung – und da und dort schon auch einen Lehrer, der Dir zeigen kann, worauf es ankommt.
Bevor ich den großen Kräutergarten anlegte, überprüfte ich mein Wissen mit einem Kräuterrad von etwa sechs Metern Durchmesser.
Hier konnte ich in der ersten Saison noch einmal überprüfen, ob ich mit den Himmelsrichtungen und den jeweiligen Pflanzenarten zu den Elementen richtig lag. Auch die sehr wichtigen Pflanzennachbarschaften können auf diese Weise noch einmal beobachtet werden: Hier lernte ich zum Beispiel, daß das wertvolle und wundheilende Chamazulen der Schafgarbe in der Nachbarschaft von Lavendel wesentlich stärker ausgeprägt wurde, als in der Nachbarschaft anderer Kräuter.
Sieh Dir dein Grundstück noch einmal mit Blick auf Himmelsrichtungen und Elementarkräfte an, spüre nach und erkenne die großen Muster: Der Permakulturgarten selbst ist im Nordosten des Grundstücks am besten platziert, so können die ordnende Kraft des Nordens und die gebärende Kraft des Ostens am besten auf die Kulturpflanzen wirken, während der Süden des Grundstücks wild und ungezähmt bleiben darf. Licht, Wärme Wasser und heilige Geometrie

Permakultur heißt immer auch: autarke Ressourcennutzung. Eine Maxime in deinem Permakulturgarten sollte sein daß Du möglichst wenig „von außen“ einbringst  auch Wasser, Strom und Erde – und stattdessen lernst, die Wachstumskräfte vor Ort aus sich selbst heraus zu lenken und zu fördern.

Hier wiederum braucht es ein wenig physikalisches Verständnis, um die geologischen Gegebenheiten zu erkennen und zu nutzen.
Es gibt ganze Bücher über ressourcenbewusste Technologien im Permakulturanbau.
Anhand von drei Beispielen möchte ich hier verdeutlichen, wie Du die gegebenen Muster mit deinen gärtnerischen Aktivitäten in Einklang bringst.

Es gibt eine Reihe kostbarer einheimischer Kräuter, die frostempfindlich sind und im Keimstadium etwas mehrt Wärme benötigen, als das auf freiem Feld in unserem Klima gegeben ist. Zu diesem Zweck nutzen Permakultivisten so genannte „Wärmefallen“ – das sind Senken, in denen die Luft länger gefangen bleibt, als auf ebener Fläche. Um die dort festsitzende Luft wärmer als im Umfeld zu machen, arbeitest Du mit der Reflektion von Sonnenlicht: Eine Wasserfläche in Südrichtung potenziert die Sonneneinstrahlung an diese Ort und wärmt die festsitzende Luft um ein paar Grade auf.

Ätherische Hydrolate von Wild Natural Spirit

Oder das Wasserthema, das in den letzten Jahren immer wichtiger wird: Es gibt unzählige kluge und autarke Lösungen, Durch Kondensation Feuchtigkeit zu gewinnen oder zu halten. Im Zusammenhang mit den „Mustern“ die dein Grundstück Dir zeigt, um integrierend zu gärtnern, möchte ich hier die „Swales“ erwähnen. Swales sind eigentlich Gräben um sehr feuchtigkeitsbedürftige Anpflanzungen herum in denen durch besondere, natürliche Materialien oder – noch besser – stark wurzelnde Gehölze – eine Wasserbarriere geschaffen wird. Ich habe meinen ganzen Garten mit „Swales“ umgeben und durchsetzt. In die Swales habe ich Wildrosen gepflanzt – 800 Pflanzen – an deren Fuß wiederum Spitzwegerich aus der Wiese gesetzt ist. Gerade in den beiden letzten Dürrejahren erwies sich diese Maßnahme als wertvoller Segen.

Und natürlich – ganz vorne – stehen die „Muster“ die die Pflanzen und vor allem älteren Bäume auf deinem Grundstück vorgeben. Sie sind nicht nur Schattenspender, Wasserspeicher und Beschützer deines Ortes. Sie verraten Dir auch, wo leichter Zugang zu Grundwasser ist, in welcher Richtung die Erde zugänglicher für die zarten Kräuterwurzeln ist und aus welcher Richtung das „starke Wetter“ kommt.
Begehe nicht den Fehler, große Bäume als Hindernis für deinen Gartenbau zu betrachten. Nicht jedes Kraut braucht volle Sonneneinstrahlung – im Gegenteil: Windschutz, Bodensicherung und die Erschließung tieferer Nährschichten sind liebevolle Geschenke die das alte Wesen den jungen macht, wenn es denn gesehen und geehrt wird.

Anordnung und Beziehung

Und so kommen wir langsam zu den Pflanzennachbarschaften, die ich ja bereits oben schon ansprach. Und damit zu den gestaltenden Eingriffen, die Du nach sorgfältigem Begrefen der vorhandenen Muster nun tun kannst:

Die klassische Permakultur teilt das Grundstück in „Wirtschaftszonen“ auf, die stark mit der Nutzung durch den Menschen und eine traditionelle Autarkie (Selbstversorgung) geprägt sind.
So gibt es Intensivzonen (tägliches Gemüse, Tiere die versorgt werden müssen), Mittelzonen (Kompost und seltener benötigte Kulturen) und so genannte „wild zones“.
Dieses Schema mag einen weiteren Impuls geben, ist für den modernen Permakultivisten aber doch recht weit hergeholt und schon wieder näher am „Nutzen“ als am „Integrieren“.

Wenn Du die Hinweise, die ich weiter oben gab, berücksichtigst, wird das Grundstück Dir zeigen, wo der zentrale Garten stimmig sei soll – wo und ob es „Satellite“ gibt.
Auf Aditi gab es beispielsweise ein Stückchen Land, das durch einen Gemeindeweg abgetrennt und vollkommen mit Schlehen, Brombeeren und Brennesseln zugewuchert war.
Es war (mir) wichtig, diesen Teil hereinzuholen. Doch welches Heilkraut hält der Radikalität und Wildheit der Schlehen stand ? In östlicher Richtung ?
Richtig: Hier entstand der Minzengarten – ein Satelliten-Garten, in dem Kräuter prächtig gedeihen, die ihrerseits so invasiv sind, daß sie im zentralen Hauptgarten fehl am Platze gewesen wären – hier aber ihre Bestimmung gefunden haben. Selten habe ich so prächtige Minze, so gehaltvolle Melisse gesehen, wie genau dort.

Minzen

Und auch die unmittelbare Nachbarschaft der Pflanzensorten im Hauptgarten kann Wchstum und Wirkstoffgehalt fördern, den Aufbau der Bodenqualität durch kluge Diversifizierung voranbringen und Schädlinge abhalten. Die Calendula etwa hält Nematoden im Boden in Zaum – eine gute Nachbarpflanze für Wurzelgemüse etwa. Der Lavendel vertreibt saugende Insekten an Schafgarbe und Rosen.

Wenn Du also die Sorten für deinen Garten auswählst, geh vorher hinaus, suche die Pflanzen in wilder Umgebung: Welchen Boden bevorzugen sie ? Welche Nachbarn haben sie natürlicher Weise ?

Keine Pflanze in freier Natur wächst in einem „sauberen“ Flecken, wie ein Blumentopf, frei von Tieren und Begleitpflanzen. Und dies ist mein letzter Hinweis für heute: Als Gärtner/in wirst Du jäten müssen. Quadratmeter für Quadratmeter wirst Du mit deinem Garten diskutieren müssen, wo und wie Du bestehende Muster durchbrichst, wo Du Pflanzen förderst. Und wo Du sie zurückdrängst.
Du wirst Dir nicht nur viel Arbeit sparen, sondern auch mit reicher Ernte und Blütenpracht belohnt werden, wenn Du das wirklich „ausdiskutierst“: Wenn Du eingreifst, beobachte, ob dein Garten den Neuankömmlingen Raum gibt  oder sie gleich wieder überwuchert. Streut er Dir zu bestimmten Kulturen immer wieder die gleiche, wilde Begleitpflanze ein ? Und ist sie förderlich ?7

Wenn Du auf diese Weise deinem Garten zuhörst und folgst  statt ihn zu okkupieren – wird ein neuer Raum entstehen, in dem alles gedeiht und Teil ist. Auch Du selbst.

Und damit hättest Du dann auch das achte Prinzip der Permakultur erschlossen: Integriere, statt abzugrenzen (Integrate Rather than Segregate)

Viele verschiedene Elemente, die zusammenarbeiten, sind nützlicher als einige wenige, die in Konkurrenz zueinander stehen.

Aditis Segen

Der 3,5r Hektar große Berg „Aditi“ in Oberfranken wird mehr und mehr zur Heilquelle für eine integrierte Pflanzenheilkunde: Denn auf Aditi wachsen die traditionellen Heilpflanzen unseres Kulturkreises in Permakultur und werden maschinenfrei und vor Ort zu kostbaren Reindestillaten verarbeitet.
Auf diese Weise stehen die klassischen Medizinpflanzen in potenzierter Form – als „Lebensmittel“ zur Einnahme oder in einer kosmetischen Variante als natürliche Hautpflegemittel für besonders empfindliche und anspruchsvolle Haut zur Verfügung.
Denn wir sind der Auffassung, daß die Heilkraft von Pflanzen in industriellem Anbau und auf langen Transporten aus Billigländern zu stark beschädigt wird, als daß sie ihren Dienst noch gut verrichten können.
Probier es einmal aus: Kaufe ein Päckchen Salbei in der Apotheke (industrieller Anbau), eines aus ausländischem Bioanbau und eines von Aditi (übrigens auch biozertifiziert). Fülle sie in drei Schalen vor Dir und prüfe die Qualität und die Unterschiede mit allen Sinnen.
Diese und viele andere Sinnes-Erkundungen machen wir während der Praxiswochen, zu denen ich Dich herzlich einladen möchte: Komm im Mai gerne zu einer der beiden Praxiswochen Permakultur. https://wild-natural-spirit.org/seminare-und-praxiswochen/
Hier erlebst Du mitten in einem märchenhaften Bestand, wie kostbare Kräuter in Einklang mit Wald, wilden Wiesen, heimischen Tieren und einer gesunden Erde gezogen werden.

Bis zum 31. Januar gilt der Frühbucher-Rabatt.

Und in unserem kleinen Online-Lädchen kannst Du alles bestellen, was dein Herz an Kräuterkraft begehrt: www.wild-natural-spirit.org

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Permakultur – Viel mehr als Gartenbau

Permakultut

Wild Natural Spirit ist ein biozertifizierter Permakultur-Betrieb. Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Verbindung zwischen Mensch und Pflanze von höchster Reinheit herzustellen. Auf diese Weise erschließt sich die Heilkraft traditioneller Medizinpflanzen neu.

Permakultur – ein Wort, das mehr und mehr kursiert und doch auch 50 Jahre nach den ersten Veröffentlichungen von Bill Mollison und David Holgren noch immer in der Bedeutungsfindung ist.
Ganz nah am Wort kommt das „Perma“ von „dauerhaft“ und die „Kultur“ bezeichnet, daß es sich nicht um wildes sondern kultiviertes Land handelt.
Ein Permakulturgarten besteht also schon einmal aus einer angebauten, gehegten Fläche, auf der vornehmlich mehrjährige Pflanzen wachsen .

Morrison formulierte aus der integrierenden Landbewirtschaftung, die Hiram King bereits in den 1910er Jahren demonstriert hatte, die „12 Prinzipien der Permakultur“: Hier wird eine Sichtweise deutlich, die der industriellen Effizienz und ökonomischen Planbewirtschaftung entgegenläuft:


1. Beobachte und Handle (Observe and Interact)

Als ich unsere Kräutergärten anlegte, hatte ich nicht vorab gemessen, geplant und gerechnet. Vielmehr zeigten sich in vielen Spaziergängen, in Stunden der Beobachtung und Einfühlung die Bereiche, die offen für Kultivierung waren – und die, die nach wie vor wild sind.
Auch die Kräuterarten, die ich auf Aditi anbaue, wurden mir vom bestehenden, wilden Bestand gezeigt: wilder Salbei, wilder Thymian, wilde Schafgarbe waren bereits vor Ort. Einzelne Pflnzen au sem Bestand herauszunehmen, in vorbereiteten Boden zu setzen und besonders zu hegen brachte gesunde, gehaltvolle Pflanzen hervor.
Eine Fläche, die regelrecht von wuchernden Aschlehen, Brennesseln und Brombeeren erstickt wurde, machte mir deutlich, daß ich hie nicht mit Calendula oder Ysop anzufangen brauchte. Wenn ich hier Kulturpflanzen integrieren wollte, so mußte ich ebenso durchsetzungsstarke Sorten wählen, die in der Lage sind, der Brombeere oder der Brennessel Paroli zu bieten. Hier gedeihen mittlerweile die „invasiven Kräuter“ – Minzen und Melisse – die sich in dem starken Verbund prächtig entwickeln.

2. Sammle und Speichere Energie (Catch and Store Energy)

Ich begann mit der Anlage der Kräutergärten im Jahr 2018. Das extremste Dürrejahr iun Deutschland seit Jahrhunderten. Gut, daß ich die Permakultur-Mechanismen beachtet hatte bei der Anlage der Beete: Wasserrinnen an Beetgrenzen, große Gehölze als Schattenspender und Wasserspeicher, Wiesenstreifen für lebenserhaltende Mulchungen in den ganz argen Phasen.
Der Blick auf die Dinge als Energieform ist keiner, der uns in der Schule beigebracht wird. Im nachhaltigen Gartenbau müssen wir lernen und üben, Gehalt und Qualität von Energie in den verschiedenen Erscheinungsformen zu erkennen.
Auch die Entscheidung für eine autarke Kräutertrocknung, die ausschliesslich durch Sonneneinstrahlung unsere gesamte Ernte haltbar macht, ist in diesem Sinne entstanden.
So wird der bereits vorhandene Reichtum des Landes erhalten und sichtbar – und nicht nur das Sichtbare abgeschöpft.

3. Erwirtschafte einen Ertrag (Obtain a Yield)

Ernten erlaubt! Sicher hast Du schon einmal beobachtet, daß Pflanzen sich „freuen“ wenn sie liebevoll (!) geerntet werden. Ein Apfelbaum, dessen reife Früchte Du pflückst, wird deutlich stärker Frischholz produzieren und im kommenden Jahr seinen Blüten- und Fruchtreichtum ausbauen als ein Apfelbaum, dessen Früchte unbeachtet in der Wiese vergären oder in Frost erstarren.
Sicher hat das nicht nur biochemische sondern auch feinstoffliche Hintergründe.

Und deshalb ist gerade an diesem Punkt die Unterscheidung von „Ertrag“ und „Ausbeutung“ wirklich wichtig. Wir hatten im späteren Sommer ein echtes Kapazitätenproblem: Wir schafften es nicht, alle Kräuter zu ernten, die reif waren. Und mein lieber Mitarbeiter Fabian meinte an einem der arbeitsreichen Abende: „Es kann doch auch etwas stehen bleiben, einfach weil es schön ist ?!“. Ja, genau. Und außerdem hatte ich fast vergessen, daß ja auch die Bienen sich freuten und uns eine reiche Spättracht einbrachten.

In jedem Falle gilt: Fülle bringt Fülle hervor. Pflanzen „belohnen“ sich und Dich durch eine liebevolle Zusammenarbeit.

4. Wende Selbstregulierung an und Lerne aus den Ergebnissen
(Apply Self-regulation and Accept Feedback)

In Permakultursystemen reguliert sich vieles selbst – Morrison nannte es „produktive Feedbackschleifen“: Das konnten wir gut beobachten und lernen, als die gefräßige Quecke durch Jäten einfach nicht mehr einzudämmen war – und dann, ohne unser Zutun – die Ringelblumensamen ausfielen, gegen die Quecke ansprießten und ihr letztlich das Licht nahmen. Keine Quecke mehr J
Das machten wir natürlich gleich nach an anderen Stellen !

5. Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen (Use and Value Renewable Resources)

Mineraldünger ? Kommt bei unserem biozertifizierten Betrieb nicht in Frage.
Fremde Tierscheiße ? Beleibe – nein ! Was haben gefangene Kühe und Ziegen mit Aditi zu tun ?
Nein – die Brennesselinseln, die überall zwischen unseren Beeten gehegt und gepflegt werden, geben uns alles, was wir zur Bodenverbesserung und Eindämmung pflanzenschädlicher Insekten und Würmer brauchen.
Es ist alles vor Ort, was Aditi braucht, um in ihrer ganzen (und von Natur aus vollkommenen) Pracht zu strahlen.

6. Produziere keinen Abfall (Produce No Waste)

Da wir nur eigene Pflanzen verarbeiten, tragen wir auch nicht zu Transport- und Verpackungsbelastung bei, wie dies leider viele große Unternehmen tun, die mit zugekauften, oft importierten Pflanzen arbeiten. Doch wir gehen noch einen Schritt weiter: Selbst unsere Versankartons für die Destillate, Rohdrogen und den Kräutertabak sind zu einem großen Teil wiederverwendete Pappkartons, die ich regelmäßig bei den Gewerbetreibenden in unserem kleinen Städtchen Bad Rodach einsammle. Unsere Destillate haben bewußt keine Umverpackung – und unsere Kunden lernen, daß das ganz und gar nichts mit der „Wertigkeit“ der Produkte zu tun hat.

Jedes Stückchen Pappe, das hier auf den Berg kommt, wird wiederverwertet als Verpackung – oft schneiden wir ganze Abende lang die langen Pappstreifen, in denen die Glasflaschen dann zu Dir kommen…
Der einzige „Müll“, den wir hier produzieren, das ist die „Maische“ der Destillation – die Blüten und Blätter, die nach der Destillation in der Destille zurückbleiben.
Der beste Dünger für unseren Garten !!!

7. Gestalte erst Muster, dann Details (Design from Patterns to Details)

Das ist ein sehr spannender Punkt … … und den heben wir uns für den nächsten Beitrag auf, wie auch die anderen 5 Prinzipien.

Wenn Du Permakultur wirklich spüren und lernen willst, dann komm im Mai gerne zu einer der beiden Praxiswochen Permakultur. https://wild-natural-spirit.org/seminare-und-praxiswochen/
Hier erlebst Du mitten in einem märchenhaften Bestand, wie kostbare Kräuter in Einklang mit Wald, wilden Wiesen, heimischen Tieren und einer gesunden Erde gezogen werden.

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Die Antwort

Permakultur

Drei Dinge haben keinen Platz auf Aditi: Plastik, Maschinen und schlechte Laune

Ich habe fast zwei Jahrzehntelang Bücher geschrieben, Vorträge gehalten, Projekte gesteuert, in denen es darum ging, Wirtschaft und unsere Art, zu leben, aus Druck und Unzufriedenheit heraus hin zu einer Ökonomie und Gemeinschaft zu führen, in der wir lieben (können), was wir tun.
Heute – in einer Zeit, in der Millionen von Menschen auf dieser Welt ein Smartphone, ein Auto, Nahrung im Überfluss haben, während der Rest der Welt stirbt. Und dabei ist unsere Art, den Reichtum zu konsumieren, nicht einmal gut für uns.
(Von zunehmenden Allergien, Krebserkrankungen, Depressionen über Nitrat im Wasser und Bor in der Luft bis hin zu Entsorgungsfragen zu all dem Müll).
Es gibt jetzt und jederzeit die Chance, den konsumistischen und zerstörerischen Wahnsinn anzuhalten und in Einklang mit den gegebenen Ressourcen gesund und zufrieden zu leben.

Wild Natural Spirit ist meine ganz persönliche Antwort.

Die Produkte von Wild Natural Spirit sind einzigartig weltweit.
Dabei sind unsere Destillate und Naturkosmetik Natur pur.
100% Naturreines Pflanzendestillat.
Mehr nicht.

Warum machen das nicht alle Heilmittel- , Lebensmittel- und Kosmetikhersteller so ?

Die überragende Qualität von Wild Natural Spirit resultiert aus einem Fertigungs-Prozeß, der heutzutage als unvereinbar mit skalierbarer Produktion, mit Billigimporten, sterilen Laboratorien und maschinendominierter Ausbeutung gilt.
Er erfordert Körperarbeit und sehr viel Zeit und menschliche Zuwendung. Er ist mengenmäßig limitiert. Und er ist mit unzähligen behördlichen Vorgaben reguliert, deren Eckpunkte auf einer industriellen Fertigung gründen.

Doch mehr und mehr Menschen wollen genau solche Produkte: Anziehend, heilsam, authentisch, nachhaltig, pur. Wirklich pur. Pur.
Wir machen uns die Mühe. Mit sehr viel Freude.
Hier sind ein paar Hintergründe zur Kraft in Wild Natural Spirit

  • Glasflaschen
  • Wiederverwendete Verpackung
  • Vor Ort Gewachsenes

#Ohne Zukäufe und Transportwege

  • Zutaten 100% Eigenanbau vor Ort

#Ohne Pflanzenschutz

  • Lebenserhaltende Bodenbewirtschaftung
  • Biozertifizierte Permakultur
  • Kontrolliert biologischer Anbau
  • Anbau in Mischkultur
  • Trocknung mit Sonnenwärme

#Ohne Maschinen

  • Reine Handarbeit
  • Destillation auf offenem Feuer

#Ohne Zusätze

  • 1 einzige Pflanzenart je Produkt
  • Unveränderte natürliche Zusammensetzung
  • Pflanzeneigene Konservierung 18 Monate
  • Produktion mit Brunnenwasser
  • Vulkanischer Boden

#Ohne Ausbeutung

  • Limitierte Jahresproduktion
  • Mitarbeiterkapitalbeteiligung
  • kein Großhandel
  • Vermarktung von Hand zu Hand

Unser wirtschaftlicher Erfolg ist nur eine Nebenerscheinung von unserem Wunsch, unsere Wertschätzung für eine unversehrte Natur zum Ausdruck zu bringen.
Und Menschen die Möglichkeit zu geben, auch heute, mit der unversehrten Kraft unserer traditionellen Heilpflanzen 100% Gutes zu sich zu nehmen.

Insbesondere diejenigen Inhaber und Inhaberinnen unter Ihnen, die Ladengeschäfte oder Wellness-Einrichtungen mit genau dieser Intention betreiben, möchten wir einladen, unsere Produkte und damit unseren Spirit zum Magneten in Ihrem Sortiment werden zu lassen.

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Bio-Kräuteranbau in Permakultur

Ehrlich und nachhaltig bleiben !

Also … daß ich hier als “One Woman Show” Bio-Kräuteranbau in Permakultur betreibe und zu Hydrolaten destilliere, resultiert ja vor allem aus meiner Liebe zu dem Stückchen Land, auf dem ich seit zweieinhalb Jahren lebe. Und es ist ganz unglaublich und großartig, daß die Tees, die Hydrolate und ätherischen Öle schon im ersten Jahr so gut wuchsen und bei vielen Menschen solchen Anklang fanden, daß die Kosten gedeckt waren.
Ja, ich weiß, was Pflanzen können und wie sie dem Menschen heilen helfen können. Und ich liebe es, Produkte wie diese wachsen zu sehen, zu hegen, die Arbeit auf dem Feld genauso wie an der Destille. Ich weiß um die Kostbarkeit dieser Präparate – nicht nur auf stofflicher Ebene, denn das “wie” fließt so sehr ein in die Qualität…

… nun geht es aber viel weiter als gedacht: Es scheint ein richtig kleines Unternehmen zu entstehen – ohne daß das ursprünglich geplant war – und neben der Feldarbeit und den vielen Lektionen, die für eine hochwertige Produktion zu lernen und zu gehen waren, bricht nun die deutsche Behördenwelt hier in mein kleines Paradies ein.

Freilich war mir das bereits letztes Jahr klar und freilich hatte ich mit der Biozertifizierung, der EU-Registrierung meiner Produkte, dem Umbau meiner Lager- und Wirtschaftsräume die tausend Regeln im Blick. Und es geht nun immer weiter mit Zoll und Landwirtschaftsamt, Laboranalysen und Trocknungstechnik … meine Güte !
Das alles ist irgendwie bewältigbar – denn ich kann ja Lesen und Schreiben und kenne mich in der Juristen- und Kaufmannswelt recht gut aus.
Viel spannender ist aber ja, das Projekt auch auf diesen materiell-administrativenen Ebenen verbunden zu halten mit den “Traum”, mit dem “Wesenskern” der dafür sorgt, daß ich nicht von Außen in eine Dynamik gepeitscht werde, die mit Aditi und meinem Anliegen nichts zu tun hat. Sondern daß es mir gelingt, Geschwindigkeit und Größenordnungen so in Balance zu halten, daß der Heilort ein Heilort bleibt und die Arbeit ohne Mangel und Druck getan werden kann.

Nachdem ich Jahrzehntelang in Politik und Wirtschaft mein Modell des “Wertebasierten Managements” gepredigt und implementiert habe, hatte ich natürlich insgeheim immer die Idee, es mit einem kleinen eigenen Unternehmen ganz greifbar und sichtbar zu machen, was ich da meine.

Und siehe da: Ich finde mich wieder als Unternehmerin in einem Produktionsbetrieb – und zugleich als Hüterin eines seelischen Schatzes, den zu offenbaren es gilt.
Ich glaube, dieser Prozess ist wichtig und lehrreich für Viele, die sich Gedanken darüber machen, wie nachhaltiges Unternehmertum wertebasiert (!) entsteht und bleibt, was es gemeint war. Meine letzte und kommende Jahresgruppe erlebt mich also nicht nur als spirituelle Begleiterin sondern bekommt auch ganz konkret vorgeführt, wie das mit der Manifestation funktionieren kann… 🙂 Da sind noch so viel mehr Menschen, die “raus aus dem System” wollen und nicht wissen, wie.
Und so werde ich auch über diesen Prozess schreiben und Dich teilhaben lassen. Oder wir sehen uns auf einer der Praxiswochen. Das ist sowieso der beste Weg, einander zu begegnen, zu lernen und die Luft der Freiheit und des beherzten Wirkens zu schnuppern …

PS: Mir wurde schon mehrfach Geld angeboten, um schneller voran zu kommen. Jedoch – Regel 1 des organischen Wachstums ist: Die Ressourcen, die aus der Sache selbst entstehen, zeigen, welches Wachstum “wahr” ist.
Ein “Mehr” nimmt der Sache den Boden. (Daher bitte auch nicht mit Krediten gründen !)
Aber: DU als Leser/in dieses Artikels bist eine Ressource. Du kannst Aditis Produkte probieren – und wenn sie Dir gefallen, weiter hinaus in die Welt tragen helfen. Das wäre schön !

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Praxiswoche Permakultur

permakultur

Nachhaltigen Gartenbau erfahren

Wolltest Du schon immer etwas zum Heilkräuteranbau wissen ? Interessierst Du Dich für Permakultur ?
Lerne bei Wild Natural Spirit in einem 35.000 qm großen Naturgarten die Kunst der Permakultur traditioneller Heilkräuter

… die Praxiswoche Permakultur rückt immer näher, die Anmeldungen fließen herein, die notwendigen bürokratischen Aufgaben und der große Verkaufsansturm sind langsam bewältigt.
Noch schläft das Land – auf den Kräutern liegt Rauhreif, die Erde ist fest, das Saatgut lagert im Keller.
Doch sobald der Boden aufgetaut ist und die Sonne beginnt zu wärmen, werden Spitzwegerich und Salbei, Lavedel und Stochenschnabel wieder um die Wette wachsen – und wir haben unsere erste “Jät-Runde” vor uns.

Permaklultur lehrt uns, zu beobachten und die natürlichen Gemeinschaften und wechselseitigen Dienste zu beachten. Daher ist das Jäten eine sehr feinsinnige Aufgabe – neben der handfesten Arbeit – denn nicht zum ersten Mal könnte es passieren, daß wir einen nicht-kultivierten Nachbarn in seinem Dienst für das Ganze begreifen – und lediglich umsetzen – statt zu kompostieren. So entstand unsere prächtige Schafgarben-Kultur.
Auch planen wir neue Kulturen – wie etwa den Thymian oder den Baldrian. Zwei Heilkräuter mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen – der eine wird in der andere über den Permakultur-Swale gesetzt, um das Wassergleichgewicht zu nutzen.
Diese und viele weitere Erfahrungen vermittelt die Praxiswoche Permakultur – neben einem friedlichen Zusammen-Wirken in kleiner Runde.
Es ist Zeit, Dich jetzt anzumelden – und Du hast die Wahl zwischen 3 Varianten: Du kannst außerhalb übernachten und nur den Tag mit uns teilen – oder Du übernachtest auf Aditi im Einzelzimmer oder im Gruppenraum.

Die Buchungsmöglichkeit findest Du hier: https://wild-natural-spirit.org/produkt/praxiswoche-permakultur-uebernachtung-im-gruppenraum-auf-aditi/

Bleibt nur zu hoffen, daß das Wetter paßt – der 4. März ist recht sportlich gewählt !

Unser Bio-Salbei wurde 2018 auf einer Fläche von 300 Quadratmetern gezogen und bildet nun Mutterpflanzen für eine Gesamt-Kulturfläche von 5000 qm in vielfältiger Permakultur
Die Salbei Ernte im ersten Jahr überzeugte nicht nur mit außerordentlich hohem Anteil an ätherischem Öl sondern auch durch die Kraft der Kräuter aus reiner Handarbeit
Beim Anlegen unserer Kräuterbeete achten wir nicht nur auf Pflanzengemeinschaften, die den Boden und seine Mikroorganismen im Gleichgewicht halten, sondern beziehen auch die Himmelsrichtungen ein
Auf Aditi werden die Permakulturen aus eigenem, biozertifizierten Saatgut gezogen oder aus dem uralten Bestand vereinzelt und kultiviert
Auf Aditi werden die Permakulturen aus eigenem, biozertifizierten Saatgut gezogen oder aus dem uralten Bestand vereinzelt und kultiviert Hier gedeiht der Ysop.
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Kräuter ohne Strom trocknen

Das Kräuter-Häuschen

Eine weitere, wichtige Etappe für Aditi und Wild Natural Spirit ist gemeistert: Nachdem wir mehr Trocknungsraum für die Kräuter im kommenden Jahr brauchen, hatte ich bei der Gemeinde angefragt, ob ich einen 38qm-Holzschuppen bauen darf. Als registrierte Landwirtin hatte ich das eigentlich eher als zuvorkommende, einbeziehende Information gemacht. Der Bürgermeister des kleinen Städtchens meinte aber (ohne sich über das Projekt näher informiert zu haben), seinem Stadtrat eine “Ablehnung des Vorhabens” empfehlen zu müssen. Und der Stadtrat folgte brav. Unhinterfragt. Hierauf stellte ich in einem öffentlichen Brief fest, welch seltsames Verhalten da im bayerischen Hinterland “amtsmäßig” ist … denn wenn es einer Genehmigung bedurfte, dann durch den Landrat – und nicht durch die Gemeinde. Dieser Brief hat mir sicher nicht nur Freunde eingebracht :-DNunja, ich wurde dann durch Gutachter vom Landwirtschaftsamt etwa einen Monat lang “geprüft” – mit gewissem Unverständnis für die Nicht-Maschinen und die Dauerkulturen.Gestern kam der Bescheid vom Landrat, das alles ok ist – man gäbe mir einen Vertrauensvorschuß darein, daß ich es “ernst meine” … Alles klar. 🤣
Heute haben wir die erste Fuhre Holz geholt.Bayern halt … 😀 <3