Frühling – ganz leise

Die Minze - ob mit oder ohne Menthol - ist weltweit eine beliebte Heil- und Gewürzpflanze. Sie ist antibakteriell und antivrial. Sie duftet herrlich im ganzen Raum. Sie steigen unsere Konzentration und vertreiben schlechte Laune. Sie bringt den Frühling auf unsere Zunge. Aus gutem Grund habe ich für den April daher die drei Minzen aus Aditis Gärten zum Monats-Special gemacht.

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Lavendula angustifolia – Lavendel

Bereits bei der Aufzucht der Pflanzen breitete sich eine herrliche Beschwingtheit aus, wenn ich mit Fabian im Lavendelfeld arbeitete. Bei der kleinsten Berührung verströmten die Pflänzchen diesen einzigartig herb-blumigen Duft, der beruhigt und doch wach macht. Wach in einer entspannten, ruhigen Art. Hier wurde bereits spürbar, daß die entscheidende Kraft des Lavendel im Ausgleich, in der Ausgewogenheit und im „rechten Maß“ liegt.

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Erdenhüter

Das Land, das wir hüten, ist lebendig. Mit all den Pflanzen, Tieren, Wesen, die hier verwoben sind, atmet es. Wie ein Körper mit seinen ganz spezifischen Strukturen. Wenn wir liebend und in Einklang mit dem Land wirken wollen, gilt es, diese Strukturen zu erkennen und zu fördern. Ich glaube sogar, dass Heiklpflanzen anders gar nicht zu gewinnen sind...

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Vom Sonnenhut zum Ysop

Den Sonnenhut kennen wir aus den vielen "Echinacea Präparaten" - doch hier erlischt das außerordentliche Aroma unter dem konservierenden Alkohol. Das reine Sonnenhut-Destillat eröffent Duft und Geschmack dieses wunderbaren Heilkrauts und entfaltet seine ganze Präsenz. Der Ysop hingegen lässt uns lauschen. Jedesmal, wenn ich das Destillat dieses traditionellen, doch fast in Vergessenheit geratenen Würzkrauts in meiner Nähe habe, löst sich meine Aufmerksamkeit von den tausendundeins weltlichen Dingen, mit denen ich befasst bin, Anspannung, Konzentration, Dynamik verändern sich sofort.

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Salvia officinalis – Salbei

Wir alle kennen Salbei Würzkraut zur besseren Verdauung oder als Tee bei Erkältungskrankheiten. Der Salbei gehört seit jeher auf den europäischen Speisezettel. Doch da ist noch mehr... Das Arzneimittelbuch schreibt über den Salbei „Cineol, Campher, Borneol, Thujon, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide sind verantwortlich für die entzündungshemmende, antibakterielle, schweisshemmende, fungistatische, virusstatische, sekretionsfördernde, zusammenziehende Wirkung. Beim Destillat sehe ich jedoch ein viel weiteres und auch subtiles Wirkspektrum: Wieder erschließt sich die Seele der Pflanze – und damit ihre Tiefe – erst durch das Verdampfen der vom äußeren Pflanzenkörper gelösten Öle und wasserlöslichen Wirkstoffe, denn Feuer und Wasser gemeinsam heben die strengen, körperlichen Grenzen der Pflanze auf und machen ihr Wesen „beweglich“ und „übertragbar“. Damit die vollständige Information erhalten bleibt, ist es wichtig, im Destillat das gewonnene ätherische Öl und das Hydrolat zusammenzuhalten.

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Heilkräuter im Winter

Ich halte das kleine, braune Fläschchen Destillat in meinen Händen, spüre die pulsierende Lebendigkeit des Lavendels überdeutlich. Das Destillat gibt uns den ganzen aromatischen Bogen des frischen Krauts. Ein Sprüher auf die Zunge oder ins Trinkwasser – und Lavendel, wie er ist, wenn er sich der Sonne entgegenstreckt und im Sommerwind tanzt ist jetzt hier. Mitten im Winter. Und das genau ist der Grund, warum ich destilliere. Weil dies die einzige, mir bekannte Weise ist, den ganzen Bogen eines Heilkrauts, das ganze, lebendige Pflanzenwesen über die Zeit zu tragen. Unverändert. Pur. Die Trocknung der Pflanzen ist auch ein traditioneller Weg der Haltbarmachung. Doch hierbei geht manches verloren, das durch die Destillation bewahrt werden kann.

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