Zusammenwirken – die Kunst des Einklangs

Katharina

Mit der Veröffentlichung einer „Partner*innen-Seite“ auf meiner Website wird die Arbeit auf Aditi noch ein bisschen sichtbarer in ihren Besonderheiten.

Denn nicht nur Intention und Herangehensweise unseres Anbaus und unserer Pflanzenprodukte beschreiben eine neue Art des Wirkens. Auch der zwischenmenschliche Umgang und das gemeinsame Wirken setzen Zeichen für eine neue Phase künftiger sozialer Netze.

Ich möchte in diesem Beitrag skizzieren, auf wie vielen Ebenen die Menschen und ihre Arbeitsweise so besonders sind, die mit den Spirits professionell arbeiten.

Interessensverbände versus Verwandtschaft

Üblicherweise kommen Menschen in wirtschaftlichen Zusammenhängen zusammen, weil jeder einzelne einen Vorteil aus dem Bündnis sucht. Das Gemeinsame besteht im „Profit“ machen – und innerhalb des Bündnisses tun sich bald bestimmte Rollen und ein innerer Wettbewerb um die erwirtschafteten Ressourcen auf.
Schneeballsysteme oder klassische Hierarchien bauen – wie unser überwiegendes Umsystem – auf der individuellen Maxime auf, „das Meiste rauszuholen“. So ist das allgemeine Wirtschaftsverständnis. Bei Wild Natural Spirit ist das anders.

In diesem gängigen Mindset lohnt es sich nicht, Pflanzen von Hand anzubauen. Viel zu viel Arbeitszeit für viel zu wenig Masse, würde ein Ökonom sagen.
Und aus dieser Perspektive lohnt es sich auch nicht, professionell mit den Spirits zu arbeiten. Viel zu hohe Gestehungskosten, viel zu geringe Margen, würde ein Ökonom sagen.

Keiner der Menschen, die professionell mit den Spirits arbeiten, verdient nennenswert Geld damit, die kostbaren Essenzen weiterzugeben. Stattdessen geht es diesen Menschen darum, für ihre Arbeit das Beste einzusetzen, was sie finden können. Es geht ihnen darum, wirklich gute Arbeit zu leisten, mit ihrem Dienst wirklich etwas im Sinne des Ganzen, im Sinne der Menschen, die sich ihnen anvertrauen, zu erreichen.

Ein Geheimnis der Fülle ist übrigens (und dieser Satz ist für die Ökonomen), daß sie aus der Hingabe entsteht.

Wir wirken nicht zusammen, weil wir ein gemeinsames Interesse verfolgen, sondern weil wir in der Seele, in unserem Anliegen für das Leben einander verwandt sind.  

Gesteuerter Erfolg versus selbstbestimmtes Dienen

Diese Art von „Netzwerk“ ist in seiner Qualität ganz anders als die Netzwerke, in denen es ein Innen und ein Außen, eine Marke und eine Kundschaft gibt. Wir wirken – jede/r auf seine Weise – gemeinsam am Ganzen.
Und das macht für unsere gemeinsame Arbeit den entscheidenden Unterschied.

Es gibt keine Zielvereinbarungen, keine Pläne, keine Pflichten und Rechte zwischen uns- wir alle leben längst selbstbestimmt.
Unser Erwerbsleben findet nicht in einem konfektionierten Korsett mit Arbeitszeiten, Aufgabenbeschreibung und festen Rollengefügen statt – sondern ist das Ergebnis einer tiefen inneren Befragung: Wie setze ich mein Leben, meine Gaben sinnvoll und im Sinne des Ganzen ein ?

Wir alle haben einen Lebensabschnitt hinter uns, in dem wir das Hetzen und Feilschen und Müssen hart infrage gestellt haben und zurück in die Eigenverantwortung eines freien Menschen gegangen sind.

Dies Qualität ist spürbar – in der Arbeit eines jeden von uns.
Denn wir arbeiten mit ganzer Seele.

Wollen versus Lauschen

Und dann ist es ja nicht eben eine Selbstverständlichkeit, mit den Spirits zu arbeiten.
Wir hantieren hier ja nicht mit einem Medikament, das eine klare Gebrauchsanleitung mit abgesicherten Anwendungsbereichen hat.

Das Besondere an den Spirits und im ganzen Ansatz liegt ja in der Vielschichtigkeit dieser pflanzlichen Essenzen, die erspürt und wahrgenommen sein will – ebenso wie die Menschen, für die ein bestimmtes Destillat dann gewählt und angewendet wird.

Es ist viel mehr als spielerische Intuition, hier wirklich zu „sehen“ und die Wirkkraft dieser durch und durch reinen und kraftvollen Pflanzenqualitäten gezielt einzusetzen.

Jeder der Menschen, die ich hier nach und nach auf der Partner*innen-Seite vorstelle, verfügt über die Fähigkeit der unmittelbaren Wahrnehmung. Diese Art der Wahrnehmung ist anders als die allgemein bekannte Anwendung von gelerntem, katalogisiertem Wissen. Hier bedarf es der vollen Präsenz und Konzentration auf das Gegenwärtige. Keine Vergleiche mit bereits Bekanntem, keine Assoziationen, die dem Gegenüber – sei es Pflanze oder Mensch – übergestülpt werden. Stattdessen haben wir eine ganzheitliche und qualitativ greifbare Wahrnehmung entwickelt, die es uns ermöglicht, die Einzigartigkeit und Besonderheit eines Menschen und einer Heilpflanze zu erfassen. Und so kommt es zur Wahl des passenden „Mittels“, des adäquaten Destillats – ein Resonanzkörper, der vollständig auf das menschliche System zu antworten vermag, das hier um Rat und Unterstützung bittet. Keine Nebenwirkungen. Keine neuen Baustellen. Heilung im Sinne eines natürlichen Gleichgewichts, einer (natur)reinen Resonanz.

Ich möchte meine tiefe Dankbarkeit ausdrücken den Menschen, die mit solcher Hingabe und Authentizität mit den Spirits arbeiten. Sie erweisen nicht nur meiner Arbeit großes Vertrauen und Wertschätzung, sondern sie dienen dem Leben in einer Art und Weise, die außergewöhnlich ist.

*** Wenn Du auch mit den Spirits arbeitest und Dich auf der Partner*innen-Seite zeigen möchtest, lass es mich wissen ***

2 thoughts on “Zusammenwirken – die Kunst des Einklangs”

  1. Liebe Evelyn ,

    ich habe eben deinen Artikel bei newslichter gelesen und bin begeistert !
    Ja , Zusammenwirken , eine neue Wirklichkeit erschaffen , das ist auch mein Anliegen !
    Bin allerdings mit einer ganz anderen Kunst unterwegs , leite Frauenkreise mit alten Frauentänzen , Zeremonien und weichem Yoga .
    Ich würde aditi sehr gerne einmal kennenlernen , mein Mann ist aus Oberfranken , und ich bin gelegentlich da auf Familienbesuch .
    Selber lebe ich in Norddeutschland , im wunderschönen Deister , Weserbergland .

    Ganz herzlichen Gruß

    Bea Kleine-Wolf

    1. Liebe Bea, wie schön, deine Begeisterung durch die Zeilen zu lesen. Ich arbeite seit eineinhalb Jahren an einer Erweiterung von Aditi – bisher unter dem Arbeitstitel “Ackerprojekt”. Hier renaturieren wir 20.000 Hektar – und schaffen mit der Jurte auch Raum für Veranstaltungen, wie Du sie anbietest. Wir wünschen uns im Zauber unserer Pflanzen hin und wieder stille Kunst, achtsame Gruppen – und es klingt, als seist Du hier unerwegs. Bleib auf dem Laufenden, bald schon werde ich das “buchbar” machen. Lieben Gruß, Evelin

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