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Alchemie – Das reine Wesen der Dinge

Alchemie

Alchemie und Spagyrik – was ist das eigentlich ? Und was hat Wild Natural Spirit damit zu tun ?
… ich habe mich auf den Weg gemacht, um das herauszufinden: Die Ernte war fast eingebracht, gerade war die Welt durchs „Löwentor“ gegangen (8.8.2020), Mond und Mars standen in Konjunktion, als ich zu meinem Freund Rainer an den Chiemsee fuhr, um endlich gemeinsam Aditis Wermut (artemisia absinthum) alchemistisch auszuarbeiten.
Mein ganzes Auto duftete nach dieser magischen Pflanze, ihr bitter-würziges Aroma und ihre enorme Präsenz saßen mir in jeder Zelle. Ich hatte ihn in seiner ganzen transformierenden Kraft zu Vollmond geschnitten, so wie es die Kunst gebietet, und nun war es an der Zeit, ihn auszuarbeiten.
Bald brannten vier Feuer, die Glaskolben standen bereit, Schmelztiegel, Filter, Helme, gereinigter Alkohol…
Einen vollen alchemistischen Zyklus mit Rainer auszuarbeiten, war schon lange ein großer Wunsch von mir gewesen – in die Tiefe der Elemente abzutauchen, das Augenscheinliche zu zerlegen in seine Grundprinzipien, zu reinigen – und nach langer Arbeit neu zu vereinen als die gereinigte Essenz, das „pure Ganze“.

Zwischenprodukte
Alchemie und Spagyrik
Zwischenprodukte
Alchemie und Spagyrik

Ich sah die heilige Pflanze in den Glaskolben – auf dem einen rannen die Kondensationsstreifen schlangenförmig, wie es der Alkohol macht, in dem anderen teilte sich der Wassernebel in immer feinere Tröpfchen. Das leise „pling pling“ der aus dem Helm tropfenden Destillate begleitete uns mit dem Knistern des Feuers durch mehr als 12 Stunden. Bei der Verwendung des natürlich entstandenen Alkohols für den Auszug sprechen die Alchemisten davon, „der Schlange den Kopf und den Schwanz abzuschlagen“, das heißt, die erste und die dritte Fraktion zu verwerfen um den giftigen Methylalkohol in der ersten Fraktion und die Fuselöle in der dritten Fraktion abzusondern.
Überhaupt ist der ganze Vorgang eine Flut intensiver sinnlicher und feinstofflicher Eindrücke, jeder Handgriff, jede Farberscheinung trägt einen bildreichen Aphorismus, der sehr gut umschreibt, was hier im Tiegel – aber auch im Alchemisten selbst – geschieht.

Die Reinigung der Erde, etwa: Nach langem Glühen und Rühren gewinnen wir die fast weiße Rohasche aus ca 800g Pflanzenmaterial und solvieren sie in destilliertem Wasser diese Mischung wird erneut erwärmt. Dann entnehmen wir den festen Sulfur aus dem Kolben der alkoholischen Destillation und verdampfen die verbliebene Flüssigkeit. Die Lösung wird abfiltriert das was an Festem im Filter verbleibt ist das caput mortuum.
Oder der fixe Sulfur, der durch den Vulkan geht: Der fixe Sulfur aus der Destillation des alkoholischen Auszugs wird abgedampft. Er wird durch den Vulkan gehen und stellt dann das Feuerelement dar.

Den ganzen restlichen Tag und die Nacht saßen wir an den Feuern, destillierten den Wermut in gereinigtem Wasser und in gereinigtem Alkohol, filtrierten, veraschten, kalzinierten. Am nächsten Tag, exakt um 12h37, vollzogen wir die chymnische Hochzeit:
Das gewonnene Sal (die veraschten und geschmolzenen Rückstände des Wermuts) steht für den Körper. Ihm wird zuerst der Merkur – der Geist, Shiva, das alkoholische Destillat – beigefügt, dem Körper der Geist eingehaucht. Und dann folgte der Sulfur – die (gereinigte) Seele, Shakti des Wermut, die im Wasserdampfdestillat der Pflanze ausgearbeitet wurde. (Das ist auch die Ebene, auf der Wild Natural Spirit arbeitet).

Wir gewannen eine lichtgelb leuchtende Essenz, deren Duft bereits durchschlägt. Ein Tröpfchen auf der Zunge erzeugt eine regelrechte „Explosion“. Nie habe ich etwas so kraftvolles und reines in Händen gehalten !

Was ist Alchemie

Die Smaragdtafel (Tabula Smaragdina) ist wohl die älteste Aufzeichnung alchemistischer Praktiken. Sie wird dem ägyptischen Hermes Trismegistos zugeschrieben. Hermes Trismegistos galt von der Spätantike bis zur frühen Neuzeit als Verfasser einer Reihe von philosophischen, astrologischen, magischen und alchemistischen Schriften. Die Tabula ist einer der berühmtesten Texte alchemistischer und hermetischer Literatur. In den rund zwölf allegorischen Sätzen spiegelt sich die Vorstellung eines Zusammenhangs von Mikrokosmos und Makrokosmos. Sie bildete die Basis der ersten „wissenschaftlichen“ Arbeiten zur Heilkunst in Europa, etwa die des berühmten Paracelsus oder Agricola.

Kupferstich von Stolzius von Stolzenburg, Theatrum Chymicum anno 1614, Bildquelle Wikimedia
Kupferstich von Stolzius von Stolzenburg, Theatrum Chymicum anno 1614, Bildquelle Wikimedia

Die Trennung zwischen Chemie und Alchemie im 18./19. Jahrhundert markiert einen Wendepunkt im menschlichen Verständnis der Natur: In der Alchemie gehen wir von einer belebten, sich ständig wandelnden Natur aus. Nichts, das lebt und unveränderlich wäre. Das Unveränderliche, das, was sich im alchemistischen Prozess nicht mehr lösen und wandeln lässt, nennen wir „caput mortuum“ – Totenkopf. Es wir aus dem alchemistischen Prozess herausgenommen,

Die moderne Chemie geht von fixen Elementen mit einem festen, atomaren Aufbau aus. Sie analysiert die Wirkung von Stoffen über das quantitative Vorkommen bestimmter Elemente – und betrachtet auch den Körper, auf den eine Substanz wirkt, als fest definiertes Gefüge biochemischer und physikalischer Abläufe. Kopfschmerzen – Aspirin – das ist die einfache Lösung, die gerade in der Inneren Medizin so wenig wirklich löst.
Die bis heute naturwissenschaftlich unerklärte „vis vitalis“ – die Lebenskraft, die einem Gemenge von festen Stoffen Bewusstsein, Empfindungsvermögen, Gestaltungskraft einhaucht, wurde schlicht ausgeklammert.
Die Alchemisten hingegen interessieren sich für genau dieses Phänomen. Neben der Signaturenlehre, der Transmutation und der Nutzung kosmischer Einflüsse ist die Alchemie ein komplexes Handwerk, eine anspruchsvolle Wissenschaft. Es geht darum, das Ursprüngliche, Lebendige zu reinigen vom Leblosen – dem Caput mortuum – , das sich nicht mehr wandelt und somit leb- und wertlos ist.
Das in vielen Destillations-, Veraschungs- und Schmelzvorgängen gewonnene „reine Lebendige“ jedoch wird dann – nach Ausscheidung des caput mortuum“  in der sogenannten „Chymnischen Hochzeit wieder vereint.

„Visita Interiora Terrae Rectificando Invenies Occultum Lapidem”
„Untersuche die inneren Bereiche der Erde. Durch Reinigen wirst Du den verborgenen Stein finden“

Was macht Alchemie

Die Alchemie ist die hohe Kunst der Heiler und Wissenschaftler zwischen dem 1. Jahrhundert und etwa dem 18. Jahrhundert, in dem langsam die neuzeitliche Naturwissenschaft oberhand bekam mit ihrem mechanistisch-kausalistischen Ansatz. Mittlerweile ist ihr Einfluß so weit gewachsen, daß die alten Heilwege nicht nur weitgehend als wirkungsloses Blendwerk diskreditiert sind, sondern daß kein anderer als ein etablierter Naturwissenschaftler, bezeugt von pharmazeutischen Institutionen,  behaupten darf, ein Heilmittel zu kennen oder zu haben.
In unserer Zeit kennen wir letzte Reste der Alchemistischen Kunst unter dem Begriff „Spagyrik“. Drei, vier Unternehmen weltweit widmen sich dieser Kunst und wagen immerhin die Aussage:

Spagyrische Essenzen wirken ganzheitlich und regen Psyche und Körper an, wieder ins Lot zu kommen und sich so selber zu heilen. Sie können vorbeugend zur Gesundheitserhaltung sowie zur Therapie von akuten und chronischen Beschwerden bei Menschen wie auch bei Tieren eingesetzt werden.“
Zitat von der Website der Heidak AG in der Schweiz

Feuer hüten die ganze Nacht
Alchemie und Spagyrik
Feuer hüten die ganze Nacht
Alchemie und Spagyrik

Ich kann ja bereits bei der Herstellung der Wild Natural Spirit Essenzen beobachten und erfahren, wie nicht nur die sorgfältige technische Handhabung, sondern auch das „Beseelen“ der verarbeiteten Pflanzen zu einer erstaunlichen Erhöhung der Wirkkräfte führt. Und hier arbeiten wir „nur“ mit der Seele der Pflanze.
Durch den kompletten alchemistischen Prozess zu gehen – auch den fixen Sulfur (Rückstand im Destillationskessel) zu gewinnen, die Pflanze ganz zu veraschen und hinzuzufügen verstärkt Resonanz und Verfeinerung des gesamten Ergebnisses.

Und nicht nur in der „Flasche“, die wir letztlich befüllen mit spagyrischer Tinktur (alkoholisches Destillat), spagyrischer Essenz (Wasserdampf-Destillat) und der verglühten Asche des Wermut, halten wir ein hoch schwingendes „Instrument“, eine Verwandlung des ursprünglichen Wermuts, der nur noch aus den gereinigten Grundprinzipien in der für ihn eigenen Zusammensetzung besteht.

Auch mit uns selbst hat sich eine Transmutation vollzogen, das Feuer der Nacht, die Dämpfe aus dem Kolben, die Konzentration auf den Vorgang der Reinigung und die Kraft des Lebendigen hat uns Adepten selbst verwandelt.

Ausblick

Alchemie und Spagyrik: so ist das also !
Ich bin sehr dankbar, mit Rainers erfahrener Begleitung diesem Vorgang einmal ganz beigewohnt zu haben. Und ich hüte unser „Werk“ mit Argusaugen und tiefem Respekt. Wir haben besprochen, daß wir 20 mal 5 ml der spagyrischen Essenz frei geben. Wenn Du eines der kostbaren Fläschchen erhalten möchtest, schreibe mit bitte.

Wird diese Erfahrung Auswirkungen auf unsere Arbeit für Wild Natural Spirit haben ?
Bis dato bin ich bereits sehr zufrieden mit den Ergebnissen, die wir aus der reinen Wasserdestillation unserer Heilkräuter erzielen. Die Produktbewertungen quellen über von erstaunlichen und erfreulichen Rückmeldungen zur Qualität der Spirits.

Evelin und Rainer bei der chymnischen Hochzeit
Alchemie und Spagyrik
Evelin und Rainer bei der chymnischen Hochzeit
Alchemie und Spagyrik

Die alchemistischen Prinzipien basieren ja ebenso wie die von mir seit 30 Jahren genutzte TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) auf der Elementenlehre. Überhaupt gibt es viele Übereinstimmungen der beiden Ansätze aus so unterschiedlichen Kulturen wie dem alten Ägypten und dem Alten China.
Doch weiter lernen will ich sicher !

Jetzt ist allerdings erst einmal geboten, daß wir lernen, mit der großen neuen Kupferdestille umzugehen – eine Alambique diesmal, die uns eine noch langsamere und differenziertere Aufschließung unserer Kräuter ermöglicht.
Im Oktober dann gibt es erst einmal TCM in der Tiefe mit den drei Seminaren zu Diagnostik, Therapie und Ernährung nach den Fünf Elemnten.
und … wer weiß … vielleicht gibt es in 2021 ja ein Seminar mit Rainer zu den Grundlagen der Alchemie.


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Der Weg mit den Pflanzen

Der Weg mit den Pflanzen

Pflanzen sind vielmehr als Rohstofflieferanten

 „Schau, das runzlige Männlein da hinter dem bemoosten Stamm ! Das ist der Stumpfe Ampfer, der das Wasser fortträgt“. „Kannst Du es sehen, daß süße Mägdelein, das dort auf dem Stein sitzt und mit den Vögeln singt ?“
So brachte mir mein geliebter Opa den Märzenbecher nah – und viele andere Kräutlein und Bäume. Während meiner gesamten Kindheit hatte ich Baumfreunde, zu denen ich mich verkroch, wenn die Welt zu eng wurde. Mit ihnen konnte ich spüren und wahrnehmen und wachsen.

Pflanzen sind vielmehr als Rohstofflieferanten.
Mit zunehmender „Erziehung“ und „Bildung“ verschwand dieser innige, seelenreiche Umgang mit der Pflanzenwelt hinter dem sezierenden Wissensdurst: Welche Inhaltstoffe sind in einer Pflanze ? Wie muß man eine Pflanze kreuzen, damit sie froststabil wird ? Was kann man aus der Pflanze machen ?

Nutzen ist etwas anderes als Verbindung

Diese „nutzenorientierte“ Haltung, von der unsere Welt durchdrungen ist, reicht mittlerweile sogar in unsere Beziehungen. Wir mögen jemanden, weil seine Meinung uns zupass kommt. Weil sie dies oder das für uns tut. Wie viele Menschen begegnen sich noch in dieser seelischen Ganzheit, in der das Spüren vorrangig und das Wahrnehmen auf ein Ganzes gerichtet ist ?
Was für ein Glück, daß mich das Leben schon früh an die Grenzen des (Be)Nutzens brachte. In meinen Zwanzigern tauchte ich ein in die Welt der Naturwissenschaften – insbesondere der genetischen Forschung. „Nutzen“maximierung bis zum Anschlag. Aus Gewissensgründen ging ich. In meine Dreißigern tauchte ich ein in die Welt der Finanzmärkte und Staatsmechanismen. „Nutzen“maximierung bis zum Anschlag . Aus Gewissensgründen ging ich. Was für ein Segen, daß sich etwas in mir an die „grünen Freunde“ erinnerte und mich den Dschungel wählen ließ, um den Rationalitäts-Schock zu verarbeiten.
Seither spreche ich wieder mit den Pflanzen. Seither lasse ich mich nicht einschüchtern von den Forderungen nach „wissenschaftlichen Nachweisen“ und „rationalisierten Ursache-Wirkungs-Zusammenhängen“. Ich spüre die Vitalkraft der Calendula – und die stellt sich durch viel mehr als durch Triterpensaponine und alpha-Cadinol, ein sattes Orange und einen intensiv krautigen Duft ein. Sie ist ein lebendiges, vielschichtiges und pulsierendes Wesen mit einem ganz eigenen Charakter. Sie erreicht ganz unmittelbar meinen Solarplexus, streichelt und wärmt ihn, so daß ich mich aufrichten und selbst strahlen kann.
Subjektiv ? Objektiv ? Spielt das eine Rolle ?
Ist es nicht viel wertvoller zu beobachten, daß diese Erfahrung übertragbar ist, daß die positive Resonanz, die zwischen mir und ihr entsteht, weiter schwingt bis zu dem Menschen, dem ich die Pflanze überreiche ?
… freilich … mit der Quantenphysik erdenkt die Gilde der Analyse nun auch hierfür Begründungen und Beweise. Brauchen wir das ?

Die Mär vom wissenschaftlichen Objektiv

Lange hatte ich mich den besonderen Worten und anspruchsvollen Formeln der Naturwissenschaften unterworfen. Brav hatte ich mir die Sammlung von Bezeichnungen, Experimenten, Gesetzen und Beweisen eingeprägt – nicht immer mit Leichtigkeit – meine akademischen Prüfungen gemacht und Scheine bekommen. Die Analyse (übersetzt: Untersuchung, bei der etwas zergliedert, ein Ganzes in seine Bestandteile zerlegt wird) sollte die seelische Wahrnehmung absichern oder gar ersetzen. Das wiederholbare Experiment und seine dezidierte Dokumentation waren Voraussetzung von „Wahrheit“ geworden.  
Diese Reduktion der Wirklichkeit auf Formeln und Gesetze einer Elite weniger Menschen spiegelt sich überall in unserer Gesellschaft. Wir sind zunehmend entfremdet von unserer eigenen Wahrnehmung und damit von der Welt, die uns umgibt und durchdringt.
Auf diese Weise hatte auch ich mich von der Pflanzenwelt, die mich von Kindheit an genährt, begleitet und beraten hat, entfremdet. Erst im Dschungel erwachte diese „Antenne“ neu – und heute ist es meine Aufgabe, diesen wundervollen Lichtwesen einen heilen Raum zu geben, indem ich sie maschinenfrei und fernab von Städten hege. Und eben: sie zugänglich und verfügbar für Menschen zu machen, die seltener die Chance haben, sich in eine weitgehend unversehrte Natur zu begeben und die Kraft der Pflanzen zu spüren.

Vertraue dem Seelischen

Viele Menschen haben so irritierte Wahrnehmungsorgane – oder sind eben so sehr von der analytischen Betrachtung der Pflanzen geprägt – daß sie den Unterschied zwischen „heilen“ und „toten“ Pflanzen/Lebensmitteln/Worten nicht mehr unterscheiden können.
Probier mal, ob es Dir gelingt: Kannst Du , sagen wir: Salbei, der in Massen und unter Einsatz schwerer Maschinen gezogen wurde, nach der Saison auf dem Feld und in den Trocknungsanlagen geschreddert wurde und dann als „Apothekenware“ international gehandelt wird unterscheiden von Salbei, der von Hand gezogen und geerntet wurde? Probier´s aus ! Mach eine Blindprobe !
Selbst – oder gerade ? – Mediziner und Apotheker richten sich bei der Beurteilung ihrer „Phytoware“ nach ausgewählten, analytisch ermittelten Inhaltsstoffen. Jenseits der Wahrnehmung einer Pflanzen-Ganzheit, der eigentlichen, seelischen Qualität, die die Kräuter für uns bereit halten.

Diese seelische Qualität – die natürlich auch körperlich und mental wirkt – sammle ich im Dienst der Pflanzen und der Menschen auf eine Weise, die die Pflanzen „beweglich“ macht. Dazu bediene ich mich einer uralten Methode: Der Destillation. Und zwar OHNE die Pflanzen zu töten (keine Wurzeln mehrjähriger, vitaler Pflanzen), stattdessen mit großer Achtsamkeit beim Sammeln und – so es keine Wildpflanzen sind – beim Anbau. NATÜRLICH OHNE MASCHINEN UND FOSSILE BRENNSTOFFE !!! NATÜRLICH OHNE DEN ZUSATZ VON ALKOHOL oder anderen lebensfeindlichen Substanzen.
Auf diese Weise gewannen schon die Alchemisten die „Seele“ der Pflanze – und die Medizinleute in weniger deformierten Gegenden unserer Welt tun es so noch heute.
Die Seelenebene ist die Ebene, auf denen uns die Verbindung und die Interaktion mit unseren Mitwesen möglich ist. Besonders mit den Pflanzen.
Allein das achtsame Sammeln erzeugt eine Verbindung zwischen Pflanze und Mensch, die weiterwirkt. Bei der Destillation, in der der Mensch Feuer und Wasser mit der Pflanze vereint und viele Stunden über diese alchemistische Hochzeit wacht, verstärkt sich diese Schwingung und die „Resonanzfläche“ zwischen dem Pflanzenwesen und dem Menschen.
Reindestillate aus heilen Pflanzen sind de facto also die beweglich gemachte Seele der Pflanze.

Geh mit den Pflanzen

Wenn Du die Möglichkeit hast, „heilen Pflanzen“ aufzusuchen, tu das. Heile Pflanzen findest Du  fernab massiverer, unnatürlicher elektromagnetischer Felder und fernab von Maschinen. Nimm Dir richtig viel Zeit – schon bei der Wahl der Pflanze, mit der Du Kontakt aufnehmen möchtest. Oft „ruft“ uns ein bestimmtes Kraut, ein bestimmter Baum. Lerne wieder, diese „Ruf“ überhaupt wahrzunehmen. Vermutlich konntest Du das schon einmal, vor langer Zeit. Manchmal ist es ein Traum, oder das plötzliche Bedürfnis, in eine ganz bestimmte Richtung zu gehen. Zu einem bekannten Ort – vielleicht aber einfach nur querfeldein bis zum Ursprung des „Rufs“. Erlaube Dir das endlich wieder – „querfeldein“ – ohne Ziel aber mit einer (seelisch) klar wahrgenommenen Richtung –  nicht nur beim Laufen in der Natur sondern auch übertragen in deinem Leben. Keineswegs blind. Schon fragend – und auf Echo lauschend. Das Echo kommt. Probier es aus !
Auf diese Weise wirst Du auf Pflanzen treffen, die Dir sehr fundiert und weitreichend „weiterhelfen“ können. Du magst dies in Gedankenblitzen wahrnehmen, während Du Dich innig auf die Pflanze eingelassen hast. Oder einfach nur in einer tiefen Beruhigung deines Gedankenkarussells, aus der heraus klare Einsichten möglich werden. Und halte es ruhig so, wie Du es ja auch mit Menschen hältst: Wenn Du meinst, eine Botschaft von der Pflanze zu erhalten: Frag ruhig noch einmal nach. Laß es klar und deutlich werden. Halte deine analytischen Gedanken und Zweifel fern – aber frag trotzdem nach, bis deine Empfangsantennen klar wahrnehmen.

Das Schöne an den Pflanzen ist ja, daß sie auch ohne deine bewusste Frage, ohne deine Vorstellung davon, was Du brauchst und was jetzt richtig wäre, wirken. Besser als jeder Lehrsatz, den Du irgendwo aufgefangen hast, vermögen sie, deine seelische Landschaft abzutasten, „Wirbel“, „Knoten“ und „Unebenheiten“ zu finden und mit ihnen in Resonanz zu gehen.

Vergiß nicht: Alles, was einen Körper hat, hat diesen Körper aufgrund von Licht. Kein physisches Wesen auf der Erde kann ohne Materie aufzunehmen und „umzubauen“ Materie schaffen. Außer die Pflanzen. Sie vermögen aufgrund ihrer Fähigkeit zur Photosynthese aus Licht unmittelbar Materie zu machen. (Erde, sogenannte Pflanzennährstoffe, ja sogar Wasser sind für diesen Vorgang NICHT erforderlich !)
Geh mit den Pflanzen – sie geleiten Dich weise.

Die richtige Pflanze

Ich werde oft gefragt, welche Pflanze für dieses und jenes Symptom denn die richtige sei. Pflanzen sind vielmehr als Rohstofflieferanten. Wenn ich eine Antwort suche – wissend, daß die „Passung“ etwas ganz und gar Subjektives und manchmal auch Temporäres ist – verbinde ich mich mit dem Menschen, für den die „passende Pflanze“ gefragt ist. Ich fühle, ob es viel Bewegung gibt in diesem Menschen – oder eher Stagnation. Ich nehme seine Wärme oder eine Kälte wahr. Ich taste die „Ränder“ des Menschen ab, spüre nach, ob es eine klare oder eine diffuse Struktur und Abgrenzung gibt. Fange manche Themen auf… Und dann wende ich mich den Pflanzen zu, die hier auf Aditi wachsen: Sämtlich traditionelle, einheimische Heilpflanzen, zu 98% vieljährig und aromatisch. Und hier „rufe“ ich nach der komplementären Wesensart – meistens, etwa wenn ein Mensch in einer wunden, aufgebrachten, instabilen Verfaßtheit ist, kommt eine „Antwort“ vom Salbei – oder, wenn es sich um einen Menschen mit feinerer Struktur handelt, antwortet die Schafgarbe. Manchmal ist die Verfassung eines Menschen aber auch ein Weg in eine neue Richtung. Etwas löst sich auf, etwas verliert an Festigkeit … und das ist stimmig mit der (seelischen) Entwicklung dieses Menschen. Dann kommt eher eine Resonanz mit einem Pflanzenwesen, das diesen Vorgang unterstützt und befördert, die es dem Menschen leichter macht, sich in der neuen Verfasstheit niederzulassen – zum obigen Beispiel also eher Ysop oder Melisse oder Lavendel…
Du merkst schon: Diese Art, mit den Pflanzen zu gehen, „funktioniert“ nicht so, wie „Herzrhythmusstörung nach ICD-10-Gm“ = „Digitoxin, Herzglycosid“. Es funktioniert auch nicht nach der quantitativen Studie à la: „200 Menschen haben gerötete Hautstellen – bei 185 verschwanden diese Hautstellen binnen 5 Tagen nach Behandlung mit Chamazulen.“
Vielmehr geht es um Resonanz, um eine Verbindung zwischen dem hilfesuchenden Menschen und dem Wesen der Pflanze. Die Pflanze als das potentere und stabilere Wesen von beiden, vermag den Menschen zu erfassen und zu durchdringen in heilsamer (= ausgleichender, in den Kosmos sich einschwingender) Weise. Pflanzen sind sehr unterschiedlich in ihrer Art und Weise – und so sprichst Du auf die eine Pflanze mehr und die andere weniger an.
Es ist Frühling jetzt und Du hast die Chance, heile Plätze aufzusuchen und in Kontakt mit den Pflanzen zu gehen. Dich zu verbinden, Dich einzulassen – und zu lauschen.
Nutze diese Chance !
Und wenn Du diese Kraft noch deutlicher bei Dir haben möchtest, in Reinform und aus Aditis Gärten, dann sieh Dich bei den Schätzen von Wild Natural Spirit um. Manchen Tag nehme ich die Destillate gar nicht ein, sondern trage nur ein Fläschchen bei mir. Ich kann sie spüren, die Würde und Stehkraft des Sonnenhuts, der mir gerade jetzt unglaublich wertvoller Begleiter ist.

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Permakultur – Viel mehr als Gartenbau

Permakultut

Wild Natural Spirit ist ein biozertifizierter Permakultur-Betrieb. Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Verbindung zwischen Mensch und Pflanze von höchster Reinheit herzustellen. Auf diese Weise erschließt sich die Heilkraft traditioneller Medizinpflanzen neu.

Permakultur – ein Wort, das mehr und mehr kursiert und doch auch 50 Jahre nach den ersten Veröffentlichungen von Bill Mollison und David Holgren noch immer in der Bedeutungsfindung ist.
Ganz nah am Wort kommt das „Perma“ von „dauerhaft“ und die „Kultur“ bezeichnet, daß es sich nicht um wildes sondern kultiviertes Land handelt.
Ein Permakulturgarten besteht also schon einmal aus einer angebauten, gehegten Fläche, auf der vornehmlich mehrjährige Pflanzen wachsen .

Morrison formulierte aus der integrierenden Landbewirtschaftung, die Hiram King bereits in den 1910er Jahren demonstriert hatte, die „12 Prinzipien der Permakultur“: Hier wird eine Sichtweise deutlich, die der industriellen Effizienz und ökonomischen Planbewirtschaftung entgegenläuft:


1. Beobachte und Handle (Observe and Interact)

Als ich unsere Kräutergärten anlegte, hatte ich nicht vorab gemessen, geplant und gerechnet. Vielmehr zeigten sich in vielen Spaziergängen, in Stunden der Beobachtung und Einfühlung die Bereiche, die offen für Kultivierung waren – und die, die nach wie vor wild sind.
Auch die Kräuterarten, die ich auf Aditi anbaue, wurden mir vom bestehenden, wilden Bestand gezeigt: wilder Salbei, wilder Thymian, wilde Schafgarbe waren bereits vor Ort. Einzelne Pflnzen au sem Bestand herauszunehmen, in vorbereiteten Boden zu setzen und besonders zu hegen brachte gesunde, gehaltvolle Pflanzen hervor.
Eine Fläche, die regelrecht von wuchernden Aschlehen, Brennesseln und Brombeeren erstickt wurde, machte mir deutlich, daß ich hie nicht mit Calendula oder Ysop anzufangen brauchte. Wenn ich hier Kulturpflanzen integrieren wollte, so mußte ich ebenso durchsetzungsstarke Sorten wählen, die in der Lage sind, der Brombeere oder der Brennessel Paroli zu bieten. Hier gedeihen mittlerweile die „invasiven Kräuter“ – Minzen und Melisse – die sich in dem starken Verbund prächtig entwickeln.

2. Sammle und Speichere Energie (Catch and Store Energy)

Ich begann mit der Anlage der Kräutergärten im Jahr 2018. Das extremste Dürrejahr iun Deutschland seit Jahrhunderten. Gut, daß ich die Permakultur-Mechanismen beachtet hatte bei der Anlage der Beete: Wasserrinnen an Beetgrenzen, große Gehölze als Schattenspender und Wasserspeicher, Wiesenstreifen für lebenserhaltende Mulchungen in den ganz argen Phasen.
Der Blick auf die Dinge als Energieform ist keiner, der uns in der Schule beigebracht wird. Im nachhaltigen Gartenbau müssen wir lernen und üben, Gehalt und Qualität von Energie in den verschiedenen Erscheinungsformen zu erkennen.
Auch die Entscheidung für eine autarke Kräutertrocknung, die ausschliesslich durch Sonneneinstrahlung unsere gesamte Ernte haltbar macht, ist in diesem Sinne entstanden.
So wird der bereits vorhandene Reichtum des Landes erhalten und sichtbar – und nicht nur das Sichtbare abgeschöpft.

3. Erwirtschafte einen Ertrag (Obtain a Yield)

Ernten erlaubt! Sicher hast Du schon einmal beobachtet, daß Pflanzen sich „freuen“ wenn sie liebevoll (!) geerntet werden. Ein Apfelbaum, dessen reife Früchte Du pflückst, wird deutlich stärker Frischholz produzieren und im kommenden Jahr seinen Blüten- und Fruchtreichtum ausbauen als ein Apfelbaum, dessen Früchte unbeachtet in der Wiese vergären oder in Frost erstarren.
Sicher hat das nicht nur biochemische sondern auch feinstoffliche Hintergründe.

Und deshalb ist gerade an diesem Punkt die Unterscheidung von „Ertrag“ und „Ausbeutung“ wirklich wichtig. Wir hatten im späteren Sommer ein echtes Kapazitätenproblem: Wir schafften es nicht, alle Kräuter zu ernten, die reif waren. Und mein lieber Mitarbeiter Fabian meinte an einem der arbeitsreichen Abende: „Es kann doch auch etwas stehen bleiben, einfach weil es schön ist ?!“. Ja, genau. Und außerdem hatte ich fast vergessen, daß ja auch die Bienen sich freuten und uns eine reiche Spättracht einbrachten.

In jedem Falle gilt: Fülle bringt Fülle hervor. Pflanzen „belohnen“ sich und Dich durch eine liebevolle Zusammenarbeit.

4. Wende Selbstregulierung an und Lerne aus den Ergebnissen
(Apply Self-regulation and Accept Feedback)

In Permakultursystemen reguliert sich vieles selbst – Morrison nannte es „produktive Feedbackschleifen“: Das konnten wir gut beobachten und lernen, als die gefräßige Quecke durch Jäten einfach nicht mehr einzudämmen war – und dann, ohne unser Zutun – die Ringelblumensamen ausfielen, gegen die Quecke ansprießten und ihr letztlich das Licht nahmen. Keine Quecke mehr J
Das machten wir natürlich gleich nach an anderen Stellen !

5. Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen (Use and Value Renewable Resources)

Mineraldünger ? Kommt bei unserem biozertifizierten Betrieb nicht in Frage.
Fremde Tierscheiße ? Beleibe – nein ! Was haben gefangene Kühe und Ziegen mit Aditi zu tun ?
Nein – die Brennesselinseln, die überall zwischen unseren Beeten gehegt und gepflegt werden, geben uns alles, was wir zur Bodenverbesserung und Eindämmung pflanzenschädlicher Insekten und Würmer brauchen.
Es ist alles vor Ort, was Aditi braucht, um in ihrer ganzen (und von Natur aus vollkommenen) Pracht zu strahlen.

6. Produziere keinen Abfall (Produce No Waste)

Da wir nur eigene Pflanzen verarbeiten, tragen wir auch nicht zu Transport- und Verpackungsbelastung bei, wie dies leider viele große Unternehmen tun, die mit zugekauften, oft importierten Pflanzen arbeiten. Doch wir gehen noch einen Schritt weiter: Selbst unsere Versankartons für die Destillate, Rohdrogen und den Kräutertabak sind zu einem großen Teil wiederverwendete Pappkartons, die ich regelmäßig bei den Gewerbetreibenden in unserem kleinen Städtchen Bad Rodach einsammle. Unsere Destillate haben bewußt keine Umverpackung – und unsere Kunden lernen, daß das ganz und gar nichts mit der „Wertigkeit“ der Produkte zu tun hat.

Jedes Stückchen Pappe, das hier auf den Berg kommt, wird wiederverwertet als Verpackung – oft schneiden wir ganze Abende lang die langen Pappstreifen, in denen die Glasflaschen dann zu Dir kommen…
Der einzige „Müll“, den wir hier produzieren, das ist die „Maische“ der Destillation – die Blüten und Blätter, die nach der Destillation in der Destille zurückbleiben.
Der beste Dünger für unseren Garten !!!

7. Gestalte erst Muster, dann Details (Design from Patterns to Details)

Das ist ein sehr spannender Punkt … … und den heben wir uns für den nächsten Beitrag auf, wie auch die anderen 5 Prinzipien.

Wenn Du Permakultur wirklich spüren und lernen willst, dann komm im Mai gerne zu einer der beiden Praxiswochen Permakultur. https://wild-natural-spirit.org/seminare-und-praxiswochen/
Hier erlebst Du mitten in einem märchenhaften Bestand, wie kostbare Kräuter in Einklang mit Wald, wilden Wiesen, heimischen Tieren und einer gesunden Erde gezogen werden.

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Natürliche Pflanzenapotheke

Das Beste vom Kraut

Unsere Vorfahren wußten die Heilkräfte von Salbei, Kamille und Co zu schätzen. Wild Natural Spirit belebt das alte Wissen neu. Seit drei Jahren lebt Evelin Rosenfeld ich im Herzen Deutschlands auf einem kleinen Berg namens „Aditi“. 35.000 Quadratmeter wildes Land werden nun nach und nach zu einem paradiesischen Permakulturgarten mit ganz besonderen Schätzen.

Kürzlich traf ich mich mit einer Freundin, die schon seit langem Kosmetika herstellt und erfolgreich verkauft. Sie war interessiert an meinen Destillaten als Rohstoff für ihre eigenen Produkte. Auf ihre Frage „Was ist in so einer 100ml-Flasche alles drin?“ antwortete ich : „Etwa 0,7 Kilo Schafgarbenblüten“. Sie blickte mich ungläubig an und fragte nochmals „In dieser 1 Flasche ? Wieviel muß ich mir da vorstellen ?“ Ich lächelte und sagte: „Anderthalb 10-Litereimer, etwa“.
Sie war sprachlos.
Als sie mich wenig später auf Aditi besuchen kam und uns bei der Arbeit im Garten überraschte, flossen die Tränen. „Das ist ja unschätzbar, was Du da machst. Dieser Ort – und der Garten – unglaublich, ich habe noch nie so eine Melisse gesehen“.
Ja, dachte ich bei mir. Was ich hier tue ist wie aus einer anderen Zeit. Und ich weiß, wofür ich es tue.

Unsere liebe Natur birgt alles in Fülle, was wir Menschen brauchen, um gesund in Körper und Geist zu sein. All die industriellen Produkte, die wir konsumieren, die Pharmazie und Kosmetik sind nicht nur für unsere eigene Gesundheit immer wieder mit unschönen Nebeneffekten verbunden. Vor allem liegt ihrer Herstellung ein Vorgang zugrunde, der unser aller Basis – eine gesunde Natur – zerstört. Ob es die Maschinen auf den Feldern, die in Laboren isolierten Stoffe oder all die Vorrichtungen zu Haltbarkeit und Aussehen sind: All dies ist überflüssig. Und meist sogar schädlich.

… wenn sich denn manche wieder die Mühe machten, die Natur zu lesen und ihr zu folgen!

Sie sind selten geworden, die handgesammelten Heilkräuter, die unseren Vorfahren Vitalität und ein hohes Alter schenkten – auf unbelasteten Wiesen unmittelbar vor der Haustür gewachsen. Noch seltener sind die Präparate, die die Kräuterfrauen und Alchemisten damals in höchster Reinheit für die Menschen in ihrer Umgebung zubereiteten. Und doch erinnern wir uns an das Wissen um den Salbei, den unsere Großmutter gesammelt hatte. An die Calendula, die im häuslichen Medizinschrank unverzichtbar war. An den Fenchel, den der Großvater gegen seine Blähungen nahm.
Mit meinem alten Herzensprojekt „Wild Natural Spirit“ ( https://www.sein.de/raeucher-rituale-der-weg-der-pflanzendevas/  ) nehme ich unsere mitteleuropäische Tradition der Heilkräuter neu auf:
Auf Aditi (àhttps://wild-natural-spirit.org/permakultur-und-heilort/ ) werden in Permakultur und ohne jegliche Maschinen aromatische Kräuter von Hand angebaut und gesammelt. Nur durch die Sonne gedarrt verwandeln wir sie zu reinsten Tees und Rohdrogen. Oder wir bringen die Kräuter frisch aus dem Garten in die große Kupferdestille. Die auf diese Weise gewonnenen Pflanzendestillate sind reich gesättigt mit ätherischen Ölen, die unseren Hausmitteln volle Kraft verleihen.

Wasser, Feuer und Heilkraut. Pur.

Nach dem großartigen Start unserer Hydrolate im vergangenen Jahr habe ich sehr – SEHR – viel geforscht, gelernt und weiterentwickelt zu den Schätzen, die hier auf 35.000 Quadratmetern Permakultur in Hand angebaut werden.
Ich hatte ja bereits berichtet von den einwandfreien Analyseergebnissen: Entgegen der landläufigen Meinung, daß Hydrolate nur wenige Wochen haltbar sind, konnten wir durch Labortests nachweisen, daß in unseren Destillaten soviel ätherisches Öl enthalten ist, daß eine Haltbarkeit von 18 Monaten garantiert werden kann. (ich glaube ja, es hat auch etwas mit der Qualität der eingebrachten Pflanzen zu tun 😉 )
Das ist enorm wichtig – denn so brauchen wir weder Alkohol noch Silberionen noch sonst irgendwelche üblichen Stoffe zur Haltbarkeit zuzusetzen.

Unsere Destillate sind also pures Pflanzendestillat.
Das ist für die Wirkkräfte ideal.
So können wir – wie die alten Kräuterfrauen und Alchemisten vor Jahrhunderten – die pure Pflanze in „Fläschchen“ bringen, ohne der Deva die geringste Veränderung zuzufügen.
Salbei pur. Ysop pur. Calendula pur.

Und wie erwartet, sammeln sich auf unserer Produktseite viele Rückmeldungen von Anwender/innen, die nicht nur die Wirkung im bekannten Rahmen der jeweiligen Heilpflanze bestätigen, sondern auch eine ganze Reihe komplexerer, auch feinstofflicher Wirkungen werden hier berichtet. Ich lese diese Rückmeldungen und sammle sie sorgfältig – denn es entstehen klare Wirkmuster und Spektren für die naturreinen Pflanzendestillate. (in vergangenen Newslichterausgaben hatte ich diverse Pflanzenprofile veröffentlicht, in denen ich diese Muster bereits skizziere (https://www.newslichter.de/?s=hydrolate ).

Als besonders kraftvolle Hydrolate haben sich Kamille und Melisse herauskristallisiert, die offenbar exakt die Bedürfnisse reizüberfluteter Großstadtmenschen treffen (https://wild-natural-spirit.org/produkt/melisse-hydrolat/ und https://wild-natural-spirit.org/produkt/bio-pflanzenwasser-kamille/ ). Beide Pflanzen gehören von jeher in die europäische Kräuterapotheke: Die Kamille als fiebersenkendes, entzündungshemmendes und reinigendes Mittel, die Melisse – eine von Plinius schon verehrte Heilerin – ist ein klassisches Mittel zur Stimmungsverbesserung. Hildegard von Bingen schreibt „Melisse macht das Herz glücklich“.
Diese Wirkkräfte durch die Wasser-Destillation zu reinigen und zu sammeln ist uns hervorragend gelungen.

Wir bleiben also dabei und werden diese traditionellen Hausmittel weiter produzieren – in diesem Jahr kommen zu den sechs bestehenden Sorten Schafgrabe, Melisse, Calendula, Ysop, Salbei und Kamille noch fünf weitere hinzu – Minze, Lavendel, Fenchel, Liebstöckel und Thymian. Allerdings werden wir den Begriff „Hydrolat“ so nicht mehr verwenden, weil Hydrolate einfach nur einen „Rest“ des Reindestillats sind, der von der Aroma-Industrie nach zahlreichen Extraktionen des ätherischen Öls als Abfallprodukt eben auch noch verkauft wird. Unser „Das Beste vom Kraut“ ist das naturreine Pflanzendestillat des jeweiligen Heilkrauts. Und so wird es künftig auch auf der Flasche stehen. 

Forschen und Lieben

Und mit jedem Tag mehr, den wir im Garten verbringen und an der Destille, verstehen wir mehr zu den Heilkräften unserer Pflanzen. Lange haben wir an der Destillationstechnik und an unserem Ansatz der Pflanzengewinnung gearbeitet – und forschen und lieben und entdecken.

Auch bei der Aufbereitung der Pflanzen habe ich neues entdeckt: Die Destillate, die wir zu den Hausmitteln verarbeiten beschenken uns mit dem vollen Bogen der Heilpflanze. Wenn ich den Destillationsprozess jedoch etwas in Druck, Temperatur und Dauer moderiere und durch zusätzliches Rühren und Filtrieren das Destillat verfeinere (nach wie vor OHNE irgendetwas hinzuzusetzen), erhalte ich eine Gesichtspflege, die phänomenal rein und zugleich wirksam ist. In Kombination mit Öl. Ich glaube, da habe ich etwas gefunden, was uns das cremen und schmieren endgültig erspart – und stattdessen rosige Frische in unser Antlitz zaubert J Zu den Entdeckungen und Anwendungen schreibe ich dann … ganz bald !

Jetzt aber erst einmal hinaus zu den Melisse-Männchen (wir nennen die etwa 80 Zentimeter hohen Melisseberge so – weil sie einfach erstaunlich und urig sind)… sie wird die erste sein, die am kommenden Wochenende durch die Destille gehen wird.

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Alternative Heilkunde

Ysop Destillat

Naturreine Pflanzendestillate

Wild Natural Spirit steht eindeutig für Pflanzenheilkunde statt Pharmaindustrie. In den vergangenen Tagen habe ich mit meinem alten Freund Martin (der übrigens vor 9 Jahren das wunderbare Logo von Wild Natural Spirit entworfen hat) viel über die Zukunft von Wild Natural Spirit nachgedacht.

Die naturreinen Pflanzendestillate sind einerseits kostbare Hausmittel (Heilmittel darf ich ja nicht sagen) – denn sie enthalten das Reindestillat der klassischen, mitteleuropäischen Heilpflanzen. Durch die Destillation wird die heilende Wirkung, die wir alle aus Kindheitstagen von Salbei, Kamille, Ringelblume und Co kennen, verdichtet und verfeinert.

Die bisherige Bezeichnung “Hydrolat” führte – sowohl bei Kunden wie auch bei den Behörden – immer wieder zu Verwirrungen: Denn “Hydrolate” sind üblicherweise das Abfallprodukt der Destillation, bei der es eigentlich um die Gewinnung ätherischer Öle geht. Die Pflanzen werden in der Regel in mehreren Fraktionen dem Wasserdampf ausgesetzt. Dabei fließt eine Flüssigkeit aus der Destille, die aus zwei Bestandteilen besteht: Zum einen das teure, sehr reaktive ätherische Öl, zum anderen die wässrige Phase, das Hydrolat. Das ätherische Öl wird abgesondert und vom Hydrolat getrennt. Um – bei der industriellen – Gewinnung von ätherischen Ölen die Ausbeute zu maximieren, wird die wäßrige Phase wieder und wieder destilliert, bis das letztlich “leere” Hydrolat übrig bleibt. (Es ist nicht – ganz – ohne Wirkstoffe – aber weitgehend frei von ätherischen Ölen.)

Praxiswoche Destillation bei Wild Natural Spirit

Da das bei unseren Pflanzendestillaten anders ist und wir explizit nur einmal, sehr langsam und unter ganz spezifischen Temperatur- und Mengenverhältnissen destillieren, werden unsere Hausmittel künftig nicht mehr “Hydrolat” heißen, sondern “Naturreines Pflanzendestillat”. Die Naturreinen Pflanzendestillate von Wild Natural Spirit sind reich gesättigt mit ätherischen Ölen und durchlaufen den Destillationsprozess nur 1mal. So wird deutlich, daß wir Wert auf die behutsame Behandlung der Pflanzen legen, die wir hier auf Aditi anbauen und verarbeiten. Und wir folgen damit auch unserem Prinzip, die Kraft der ganzen Pflanze – und nicht nur bestimmter Bestandteile – zu nutzen.

So stellen wir sicher, das DAS BESTE der Heilpflanze unbeschadet und vollwertig Eingang in die Hausapotheken der Menschen findet, die der Natur mehr vertrauen, als der Pharmaindustrie.