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Die Spirits als therapeutische Begleiter

Salbei

Es war eine spontane Idee, als ich mit Conny über die Anwendung der “Spirits” in der thearpeutischen Arbeit sprach.
Wir machen ein Online-Seminar für Heilpraktizierende (dazu zähle ich auch Seelenarbeiter*innen und Körpertherapeuten) !

Mir liegt so viel daran, das Potenzial unserer einheimischen Heilkräuter sichtbar zu machen und in die Hände vieler Menschen zu legen. Und gerade die Reindestillate als hoch potente Resonanzfelder können hier einen wertvollen Beitrag leisten.

Aber … wir alle sind noch viel zu stark geprägt von zwei Blickweisen, die uns echte Heilerfolge erschweren:

  1. wir werden wegen Symptomen aktiv – und fokussieren bei unserer Suche nach Linderung auf diese Symptome.
  2. wir mißverstehen “Heilung” als “Symptombeseitigung”

Mein Seminar richtete sich somit auf fünf zentrale Punkte in der ganzheitlichen Anwendung der Heilkräuter-Destillate:

  1. Loslösung vom Symptom
  2. Feldwahrnehmung Mensch
  3. Feldwahrnehmung Pflanze
  4. Beachtung des Pflanzenursprungs
  5. Relevanz der Pflanzenzubereitung

Das energetische Lesen eines Systems

Um hier meine Erfahrungen und Einsichten zu teile, saß ich also am Donnerstag höchst aufgeregt vor meinem Bildschirm – nicht nur, daß ich noch nie ein online-Seminar gegeben hatte, ich hatte nicht einmal passiv als Teilnehmerin bei einem solchen Online-Dings mitgemacht. Zum Glück hat Conny als Gastgeberin über www.heilnetz.de die Moderation und die ganze Technik übernommen !
Und so lief es auch wunderbar flüssig.

Es waren insgesamt 39 angemeldete Heilpraktizierende – Coaches, Psycho- und Physiotherapeut*innen, Heilpraktiker*innen und Ärzte, die allesamt einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Einige hatten auch bereits Kenntnisse zu den “5 Wandlungsphasen aus der TCM” (Traditionelle Chinesische Medizin).
So war es verhältnismäßig leicht, mein Verständnis von Heilung als “Resonanzphänomen” zu vermitteln. Die Erläuterungen zur Eigenschaft der Pflanzen, starke und sehr spezifische Resonanzfelder zu erzeugen, bedurfte bereits etwas eingehenderer Erläuterungen.

Doch dann kamen wir zum “Highlight” dieses Treffens: Zum Lesen des energetischen Feldes eines Menschen.
Mehrere der Teilnehmenden meldeten sich freiwillig für diese Lesung, in deren Genuß letztlich Marlene kam.
Indem alle Marlenes Gesicht sahen, ihre Stimme hörten und unser Frage-Antwort-Gespräch, das nicht mehr als 7 Minuten andauerte, wurde ein Stück weit nachvollziehbar, wie dieses “Lesen” von statten geht: Es ist weniger ein Mosaik an Wissens-Steinchen als vielmehr ein tiefes Hineinspüren in den Organismus de Gegenübers. Auf diese Weise kann ich – entlang eines klar definierten Referenzmodells, wie etwa den “Fünf Wandlungsphasen” – erspüren, ob viel oder wenig Dynamik im System ist, in welchen Körperbereichen, welche Temperaturgefälle wahrnehmbar sind, welche Konsistenzen (flüssig, zähflüssig, fest, spröde…) und so weiter.
Wichtig bei dieser Art der Ist-Stands-Erfassung ist die stete Rückkopplung einerseits und das geordnete “Abtasten des Systems andererseits.
Das klappte prima – auch vor dem Bildschirm – und wir kamen rasch zu einer punktgenauen und umfassenden Beschreibung der vorhandenen Fließglichgewichte in Marlenes System.

Das Resonanzfeld einer Heilpflanze

Dann galt es, die richtige Pflanze für Marlene zu finden. Auch hier braucht es ein “Lesen”, ein “Einspüren”, das mehr als reine Intution ist. Die Fünf Wandlungsphasen als Ordnungssystem helfen uns, hier wirklich alle relevanten Aspekte im Blick zu behalten und Schritt für Schritt diejenigen Eigenschaften einer Pflanze abzutasten, die für das eben erfasste menschliche System tatsächlich Fließgleichgewicht erzeugen können.

Ich hatte die Teilnehmenden gebeten, eigenen Pflanzen mitzubringen und vorzustellen.
Ganz zu Beginn wurden Gundermann und Veilchen gezeigt – zwei Pflanzen, die nicht in den eigentlichen Kreis der traditionellen Heilkräuter gehören.
Freilich: Jede Pflanze hat ein starkes Resonanzfeld, das Einfluß auf das menschliche System nimmt. Doch nicht ohne Grund gibt es bestimmte – meist krautig wachsende, mehrjährige und aromatische – Pflanzen, die in jedem Heilbuch vorkommen und seit Jahrhunderten zur Heilung verwendet werden.
Dann gab es eine Brennnessel – ausnahmsweise nicht aromatisch – doch eindeutig eine zentrale, mitteleuropäische Heilpflanze. Kerstin, die die Brennnessel in Brandenburg im Wald gesammelt hatte, hielt die Pflanze in die Kamera: Ein zartes, wenig differenziertes, recht dunkles und homogenes Pflänzchen. Auch ich hatte eine Brennnessel mitgebracht – aus Aditi: Hellgrün, kraftvoll, differenziert und heterogen.
Hier wurde bereits sehr, sehr deutlich, wie absolut wichtig die Herkunft einer Pflanze mit Blick auf ihr Wirkspektrum ist. In Kerstins Fall kam die Pflanze einfach aus der Nähe einer Großstadt, war aber immerhin wild gewachsen und achtsam von Hand gesammelt. Noch einmal ganz anders sieht es aus, wenn wir in Monokultur gezogene Pflanzen, die maschinell gesät, maschinell gezogen und maschinell geerntet werden und dann unter unsäglichen Umständen in Heißgebläsen getrocknet und geschreddert werden, wie es bei der Apothekerware in der Regel der Fall ist. Bei derart behandelten Pflanzen können wir vom Resonanzfeld nicht mehr viel erwarten – auch wenn die 3, 4 laboranalytisch bestimmten Wirkstoffe nachgewiesen wurden …

Aber zurück zum qualitativen “Lesen” einer Pflanze: Es ist ebenso wie beim Menschen spürbar, ob eine Pflanze einen kühlenden oder eher wärmenden Effekt hat, ob sie trocknet oder befeuchtet, ob sie Energie zuführt oder ableitet … all dies sind Aspekte, die wir in der TCM bei den Füf Wandlungsphasen eingehend kennen und auch bestimmten Organen, Stimmungen und Phänomenen zuordnen.

Wichtige Eckpunkte zur Wahl der richtigen Pflanze und ihrer Anwendung

So fanden wir auch für Marlene die “richtige Pflanze” – in diesem Falle den Salbei.
Es tauchte noch die Frage auf, ob es einen Unterschied macht, ob ein Salbei-Tee oder ein Salbei-Destillat verwendet wird. Und mal ganz abgesehen von der Praktikabilität (ein Destillat hast Du jederzeit zur Hand und nimmst einfach 2, 3 Sprüher, wenn Dir danach ist) – macht es wiederum für das Resonanzfeld einen Unterschied, wie ich eine Heilpflanze zubereite.
Auf diesen Aspekt gehe ich hier auch ausführlich ein: https://wild-natural-spirit.org/spirit-die-rituale/

Zuletzt gab ich den Teilnehmenden noch eine einfache Übersicht mit, die Du aus meinen vorangegangene Beiträgen auch schon kennst:

Schafgarbe, Ysop, Melisse, Pfefferminze und Roter Sonnenhut kühlen — Kamille, Calendula, Krause Minze, Wasserminze, Fenchel, Lavendel, Baldrian und Salbei wärmen.

Kamille, Melisse, Calendula, Lavendel, Baldrian und Fenchel befeuchten und lockern — Schafgarbe, Salbei, Ysop und alle Minzen und Roter Sonnenhut trocknen und festigen.

Schafgarbe,  Melisse, Lavendel und Roter Sonnenhut leiten Energie ab — Ysop, Calendula, Kamille, Fenchel, Baldrian und Salbei führen Energie zu. (Die Minzen setzen Energie frei)

Es war ein wunderbar rundes und harmonisches Treffen, viele Bestellungen für die Praxisarbeit folgten, manche riefen nochmals an, um eine eigene “Lesung zu bekommen.
Ich bin von Herzen dankbar, daß die Spirits mehr und mehr ihren Weg in die Welt finden

***

Möglicherweise werden wir im Rahmen des Heilnetzes eine Art “Supervision für die Anwender*innen der Spirits einrichten. Wenn Dich das interessiert, lass es mich gerne wissen.


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Vom „Lesen“ des Menschen zum Finden des passenden Heilkrauts

Sonnenhut Sproß

Ich komme gerade herein vom Sonnenhut-Suchen. Ja wirklich: Die Taubnessel und die Vogelmiere waren so schnell in den kurzen Sonnentagen, daß ich den treibenden Sonnenhut (Echinacea) ein wenig suchen mußte unter den vorpreschenden Nachbarn. Kurz hatte ich den Impuls, die blühende Taubnelssel auszureißen, um meinem geliebten Sonnenhut Platz zu verschaffen. Doch da strahlte er mich schon an: Er hatte mit seinen unterirdischen Trieben die Erde zu einem kleinen Hügel angehoben und reckte seine festen, spitzen roten Blatttriebe ganz souverän empor.
Ich mußte lächeln. Wie konnte ich nur auf die Idee kommen, gerade dem Sonnenhut Raum schaffen zu müssen ?! Wie oft hatte ich diese majestätische Pflanze im Sommer bewundert mit ihrer Stehkraft, mit ihrer Strahlkraft, die sich so klar abzugrenzen weiß und einen ganz klar definierten Raum hält.

Würde ich nicht täglich mit den Pflanzen sein, sie beobachten in ihrem Sein und ihrem Verhältnis untereinander, würde ich nicht monatelang im Sommer die heilenden Blüten und Blätter sammeln und viele Stunden über dem offenen Feuer an der Destille erfahren, was das Wesen der jeweiligen Pflanze so einzigartig macht – dann würde mir mein akademisches Wissen aus Biologie, Pharmazie und Biochemie wenig nutzen.

Denn es sind nicht einzelne, isolierbare und künstlich nachbaubare Substanzen, die vermögen, uns Menschen wirklich heil zu machen. Es ist das Wesen, der Spirit einer Pflanze, der eine ganz bestimmte Frequenz, einen ganz klar definierten Impuls trägt und übermittelt. Und mit diesem speziellen Muster kann das empfangende, menschliche System in Resonanz gehen – und Ungleichgewichte heilen.

Ich wünsche mir von Herzen, daß noch viel mehr Heilpraktizierende diesen Vorgang begreifen und sich das Wissen um das Wesen unserer einheimischen Heilpflanzen in dieser Art erschließen. Denn dann ist es so leicht, Menschen in die Heilung zu begleiten.

Das ist der eine Teil des alten Wissens um Heilung.

Davor jedoch gilt es, unsere Fixierung auf „Symptome“ zu überwinden und die Vorstellung davon, daß wir GEGEN eine Krankheit vorgehen müssen.

Es sind nicht nur leere Worte, dieses „alles ist mit allem verbunden“ und „Gedanken schaffen Realität“. Wenn wir Zeichen unseres Körpers (oder unserer Seele) feindlich gegenüber stehen, sie beseitigen wollen, weil sie uns schmerzen, nehmen wir uns letztlich die Chance, gesund zu werden.

Vielmehr gilt es, die Zeichen (Symptome) zu lesen – und den Blick auf den erkrankten Menschen als eine kostbare, komplexe Ganzheit zu richten. „Trockener Husten“ – zum Beispiel – gibt uns als Diagnose noch viel zu wenig Informationen über die Verfassung dieses Menschen, als daß wir eine Lösungsempfehlung geben könnten.
Den meisten Heilpraktizierenden ist das bewusst – und doch lassen sie sich immer wieder dazu verleiten, zu einem Mittel GEGEN das Symptom zu greifen.
Natürlich gibt es eine Erwartungshaltung des Patienten, natürlich ist das Symptom der Grund dafür, daß ein Mensch Rat bei einem Heilkundigen sucht und der Fokus liegt auf dem Symptom, das es zu beseitigen gilt.

Doch wenn es dem Heilpraktiker oder Arzt oder Therapeuten ernst mit seinem Beruf ist, wird er längst wissen, daß der schnelle Griff zum GEGENmittel nur neue Probleme, manchmal an ganz anderer Stelle, manchmal mit einiger Verzögerung aufwerfen wird.

Die Heilpraktizierenden, die mit den Spirits (Pflanzenessenzen) arbeiten, haben ein kostbares Instrument an der Hand, das diesen Konflikt zwischen Leidens-/Erwartungsdruck und ganzheitlicher Herangehensweise löst:
Es ist ein ganz einfaches Schema aus der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), das es uns erlaubt, die Gesamtverfaßtheit eines Menschen – ganzkörperlich ebenso wie geistig-seelisch – sehr schnell und präzise zu erfassen.

Ich hatte schon viel über diese einfache doch treffsichere Diagnostik geschrieben – auch wenn es um die Produktauswahl bei Wild Natural Spirit geht (etwa hier: https://wild-natural-spirit.org/tcm-in-der-kosmetik/ und hier: https://wild-natural-spirit.org/anwendung-natuerlicher-pflanzenkraft / ). Doch sicher – und auch das wissen Heilpraktizierende – gibt es auch noch eine Ebene des Wahrnehmens, die nicht schematisierbar, nicht strukturierbar ist.

Diese Wahrnehmung zu schulen, halte ich für unglaublich wichtig.
Es ist eine Art „ichloses Eintauchen“, das sich frei machen kann von bisher Bekanntem, eine ungeteilte Präsenz und Aufnahmefähigkeit.
Und hier schließt sich der Kreis: Denn diese Art, ganzheitlich und unvoreingenommen Wahrzunehmen, läßt sich vortrefflich im Umgang mit den Pflanzen lernen und üben. Wenn wir unseren Fokus weg nehmen von dem „Unkraut das weg muß“, von den welken Blättern, die wir abschneiden, von der gewollten Anordnung im Garten und hinfließen lassen in das Wesen der Pflanze, in ihr Pulsieren, in ihre Präsenz und Nachricht. Dies beides zusammenzuführen – eine ganzheitliche Wahrnehmung von Mensch und Pflanze einerseits und den konsequenten und strukturierten Abgleich der menschlichen und pflanzlichen Energiemuster andererseits – befähigt uns präzise, einfach und wirkungsvoll Heilung zu befördern.

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Part 4: Metall – Das Strukturierende – Aus der Reihe: Einheimische Heilkräuter und die Kraft der Traditionellen Chinesischen Medizin

TCM mit einheimischen Heilkräutern ist hochaktuell. Eine ganzheitliches Sichtweise, wie sie hierzulande längst in Vergessenheit geraten ist – verbunden mit der Nutzung unserer einheimischen Heilpflanzen befähigt jeden und jede von uns, eigenverantwortlich und umsichtig für die eigene Gesundheit zu sorgen.
Mittlerweile haben wir in dieser Reihe zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gemeinsam die Qualitäten des Ätherelements (Holzelement), des Feuerelements und des Erdelements durchlaufen.

Eine Bewegung von der Vergeistigung (Luft / Äther) in die Dynamik und Vorwärtsenergie des Feuers hin zur Beruhigung, zur Setzung und Sammlung der Erde. Die natürliche Entwicklung lenkt den Energiefluß nun immer weiter in die Form, in die Struktur, wie wir sie im Reich der Mineralien antreffen.

Im Unterschied zu occidentalen Lehren, die vier Elemente unterscheiden, verstehen die orientalischen Lehren (auch die persische, ägyptische, südostasiatische und eben die chinesische) diese Qualität als deutlich unterscheidbar von der weichen, aufnehmenden und wandelnden Erdqualität.

Die kosmische Grundenergie des Metalls

Im Metallelement erreichen wir den zweiten Kulminationspunkt in der Wandlung von Yin zu Yang: Komplementär zum Feuerelement, in dem die Yin-Aspekte ein Maximum erreichten und „ins Yang kollabierten“ – findet in der Metallphase das Yang seine maximale Ausprägung – und kollabiert im Höhepunkt der Metallphase in das kleine Yin. Yang – das ist schwer, fest, trocken, zentripetal hell und heiß. Diese Entwicklung läßt sich bildlich gut aus der Erde kommend nachvollziehen: Die fallende Asche des erlöschenden Feuers sinkt zu Boden, sammelt sich, baut Masse auf, wird zu Erde. Bei fortgesetztem Verlauf entsteht immer mehr Masse, immer mehr Gewicht. Die einzelnen Teile sind auf minimalen Raum zusammengepresst, versteinern. Bewegung kommt (fast) ganz zum Erliegen – pure Form, reine Struktur stellt sich ein, so, wie wir sie von den Mineralien – den Steinen und Kristallen kennen. Das ist maximales Yang. Setzt sich dieser Vorgang fort, können wir in diesem Bild auch das „Kollabieren des Extrems“ beobachten: Das zunehmende  Gewicht „drückt“ auf das Zentrum des Vorgangs, auf den Erdmittelpunkt. Dort herrscht so viel Druck auf minimalem Raum, daß die aufgebaute Materie beginnt, den Aggregatzustand zu verändern – sie schmilzt. Wir können uns hier bildlich das heiße, zähflüssige Magma im Kern der Erde vorstellen.
Die Aufgabe von Form und Struktur zeigt an, daß Yin erneut ins Spiel kommt, die erstarrte Form beginnt neu zu fließen.

Die Symbolik in der TCM für metalltypische Kräfte sind vier rechtwinklig zueinander stehende Pfeile, die auf ein gemeinsames Zentrum deuten. Dies verdeutlicht, daß diese Phase in höchste Konzentration führt, definiert und strukturiert.

Die TCM unterscheidet – wie in dem Beispiel oben gezeigt – zwei Typen von Metall: Die vollständige Struktur, Stillstand, Masse, Form – das ist 6 graues Metall. Die zähflüssige Lava nach Überschreiten des Kulminationspunktes wird als 7 oranges Metall bezeichnet.

Mit dem Metallelement sind in der TCM der Herbst als Jahreszeit, die Farben silber, grau und orange, die Zahlen 6 und 7 sowie die Geschmacksrichtung „scharf“ assoziiert. Der Abend, der Nordwesten und die Definition, Form und Struktur.

Metallqualitäten im menschlichen System

In der TCM sind insbesondere Lunge und Dickdarm mit dieser Energiephase verbunden. Auch die Haut wird dem Metallelement zugeordnet. Organe also, die verdichten, filtern… und ausscheiden.
Diese Trennung von Wohltuendem und Belastenden ist die Hauptaufgabe.
Wann immer Körper oder Seele „aufgeweicht“ oder „unstrukturiert“ sind, das Fehlen von Form, Manifestation und Klarheit, erhalten wir Hinweis auf einen Mangel im Metallelement. Aber auch Schwächen in der Immunabwehr, eine dysfunktionale Innen-Außenwahrnehmung (zB Hypersensibilität, Irritierbarkeit, Manipulierbarkeit) zeigen ein geschwächtes Metallelement an.
Umgekehrt sind Erstarrung und Impulslosigkeit ein Hinweis für einen Überschuss an Metallenergie.

Häufig gehen Störungen in dieser Energiephase mit Trauer und Depression einher: Die geordneten Abläufe – insbesondere die Verdauung – physisch wie psychisch –  sind aus dem Gleichgewicht.

Der das Metall im Körper regierende Geist wird in der TCM Po genannt.
Po, auch “Geist des Lebens” genannt, steht für das körperbezogene Gedächtnis, hat mit körperlicher Erinnerung zu tun. Der Kolleg Eduard Trip zitiert aus dem Neijing: „Die Aufgabe des Po (“Körperseele”) ist es, die physischen Prozesse des Körpers aufrecht zu erhalten. Er ist verantwortlich für instinktive Reaktionsmuster, die ohne geistige (bewußte) Kontrolle ablaufen. Der Po steht für Kraft, Lebensmut und Draufgängertum. Es geht um die Aufrechterhaltung der lebensnotwendigen Funktionen, um den Überlebensinstinkt einerseits und um die körperliche Entfaltung andererseits. Die alten Chinesen gingen davon aus, daß Po nach dem Tod im Körper verbleibt.“

Ist das Metallelement geschwächt, ist auch die Abwehrfunktion des Organismus (Wei Qi) auf allen Ebenen schwach. Der betreffende Mensch ist krankheitsanfällig und unfallgefährdet. Sein Überlebensinstinkt ist geschwächt. In der Eskalation mündet eine Störung des Metallelements darin, daß man in seinem Leben keinen Sinn mehr sieht.

Die Antwort auf solche Störungsmuster heißt: Strukturen festigen – Kanäle öffnen und reinigen.

Es geht um das Führen der physischen und psychischen Energie. Hierzu braucht es klare Leitungen, klare Grenzen und Richtungen einerseits – aber auch durchlässige Wege und Bahnen andererseits.

Mit Blick auf unsere Ernährung fördern wir das Metallelement durch Gebackenes, Gedörrtes, durch weißes Wurzelgemüse, scharfe Würzung (Ingwer, Chili, Pfeffer) und vor allem: Reduktion.
Es muß ja nicht zwingend Fasten sein – die berühmte „Diet Number Seven“ von George Oshawa hat mir persönlich schon viele Male dazu verholfen, mein System auf allen Ebenen zu bereinigen, zu Klären und zu kräftigen.
Und natürlich nutze ich meine Heilpflanzen, um meine Metallkraft aufrecht zu erhalten und zu stärken.

Heilpflanzen mit einer ausgeprägten Metallqualität

Um herauszufinden, wie ich über Heilkräuter die Metallenergie im menschlichen System erreichen kann, hielt ich zunächst Ausschau nach Pflanzen, die von ihrem Habitus klar definierte Formen aufwiesen, die eher „verschlossen“ als zugänglich waren, eher von trockener als fetter Substanz.

Ganz offensichtlich ist der Salbei (Salvia officinalis) eine Pflanze, die diese sehr yangen und yangisierenden Eigenschaften trägt: Sein trockener, aufrechter Wuchs mit der Tendenz, rasch zu verholzen und seiner enormen Langlebigkeit trägt ein hohes Maß an metallisch-mineralischen Qualitäten. Als Destillat verwendet hilft er, Strukturen aufzubauen, Zentrierung und Konzentration zu fördern und damit auch die Fähigkeit, im Inneren zu halten. Er wärmt, festigt und treibt das Fremde aus Geist und Körper.
Daher empfehle ich diese Pflanze bei Menschen, die sich schwer tun, bei sich zu bleiben, sich zu konzentrieren und Energie zu halten. Auch bei Schlaffheit und Müdigkeit regen sein intensiv-aromatischer Duft und sein bitter-scharfer Geschmack die Sinne an.
Auf der Haut wirkt die Naturreine Gesichtspflege tonisierend, porenverfeinernd und klärend. Insbesondere bei entzündlichen Hautveränderungen, wie etwa der Akne, ist der Salbei (neben Kamille) die Hautpflege, zu der am meisten positive Rückmeldungen vorliegen.

Doch auch der Rote Sonnenhut (Echinacea purpurea)  mit seinem außerordentlich festen, aufrechten Gebäude, seinen markanten violetten Stielen und den auffällig kompakten, schweren Blütenböden ist eine Pflanze, mit der die Metallenergie hervorragend übermittelt bzw. aktiviert werden kann: Mit ihm habe ich gute Erfahrungen gemacht bei allen Abgrenzungsthemen.

Als letzte der Metallenergie übermittelnden Pflanzen sei der Baldrian (Valeriana officinalis) genannt, der bereits an der Schwelle zum Wasserelement steht: Diese Pflanze repräsentiert die Metallenergie nach dem Kulminationspunkt – also nach dem Zusammenbruch des übermäßigen Yang in das fließende, kleine Yin. Er ist als Pflanze eine wunderbare Antwort auf Menschen, die sich in übermäßiger Spannung und Fokussierung befinden, gibt einen Impuls in die nächste Phase, in das Fließen und Aufnehmen, wie es die Yin Qualität des Metalls mit sich bringt.

Und da die Metallphase eine besondere Bedeutung für Hautthemen hat, noch eine letzte Anmerkung zum Einsatz der Pflanzen zur Hautgesundheit: Generell sind Hautkrankheiten mit Störungen im Metallelement verbunden. Im Falle von Rissen, allergischen Bildern und Überempfindlichkeiten macht es auch Sinn, die Naturreine Gesichtspflege der oben beschriebenen Pflanzen direkt einzusetzen.
Bei Hautproblemen jedoch, in denen Trockenheit, Spannungsgefühle und Ansammlungen (Knoten, Verstopfungen, Pigmente) auffällig sind, liegen eher Störungen vor, in denen ein Zuviel an Metallenergie gegeben ist. Hier Antworten wir jeweils mit dem Komplementär (Feuerelement) oder der auf das Metall folgenden Energie (Wasserelement). Wie ich die TCM in der Hauttherapie verstehe, kannst Du hier eingehender nachlesen: https://wild-natural-spirit.org/tcm-in-der-kosmetik/

Den metallbetonten Heilpflanzen ist gemeinsam, daß sie sowohl eine Sonnen- wie auch eine Saturnsignatur tragen. Das Überdauernde, Strukturierte, klar Abgegrenzte steht im Vordergrund. Sie vermitteln unmittelbar Richtung und Eindeutigkeit.

In Resonanz mit dem menschlichen System gebracht, erzeugen sie Aufrichtung und Festigung – sowohl auf körperlicher wie auch auf mental-emotionaler Ebene.
Das ist die Qualität der Metallenergie.

Ich lade Dich ein, mit den Qualitäten der Fünf Wandlungsphasen und den Kräutern, die ihnen zugeordnet sind, zu experimentieren. Hierfür habe ich die “TCM Boxen” zusammengestellt – Kombinationen aus Rohdrogen und Destillaten, die die jeweilige Wandlungsphase repräsentieren und fördern.
Wenn Du deine Wahrnehmung hier schulst und verfeinerst, wirst Du Dich in der belebten Natur besser orientieren können, Entwicklungsverläufe erkennen und vorhersehen können. Vor allem aber wirst Du in der Lage sein, in Systeme gezielt einzugreifen, Ungleichgewichte zu beheben und Fließgleichgewichte wiederherzustellen, sei es dein Garten, sei es dein Körper oder sei es dein Umfeld. Probiere es und übe Dich !

***

Ich möchte klarstellen, daß meine Betrachtungen KEINE medizinische Beratung ersetzen. Überhaupt sehe ich mich in keinerlei Konkurrenz zur konventionellen Medizin oder Pharmazeutik. Denn mein Umgang mit den Pflanzen und meine Leidenschaft für die TCM sind weit entfernt von Heilversprechen, die ich per se und egal von wem sie kommen für unlauter halte. Heilung ist nach meiner Auffassung ein Vorgang, der weder von irgendeinem einzelnen Menschen „gemacht“ werden kann, noch ein Ereignis, das sich in der immer gleichen Weise auf jeden Menschen übertragen läßt.
Insofern lade ich dazu ein, die Qualitäten der kosmischen Grundenergien individuell wahrnehmen und einsetzen zu lernen, den Blick auf die eigene Gesundheitsverfassung vom Symptom zu lösen und zu lernen, systemisch und in Fließgleichgewichten zu denken und vor allem das vieldimensionale Wirkspektrum unserer einheimischen Heilkräuter zu erforschen.
Gerne können wir das auch gemeinsam in einem der Seminare auf dem Berg Aditi tun. Hier ist eine Übersicht zu den Angeboten: https://wild-natural-spirit.org/seminare-und-praxiswochen/

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Erweiterte Wahrnehmung – eine notwendige Begleiterscheinung dieser umwälzenden Zeit

Evelin Rosenfeld

Wir leben in einer Zeit verwirrender Informationen und Ereignisse, ungeklärter Diskussionen und heftiger Kommunikationsschwierigkeiten. An der Auseinandersetzung damit kommt wohl kaum ein Mensch vorbei. Wir alle sind tief involviert in einen Wandlungsprozess ungeheuren Ausmaßes, der sich mit dem Ausrufen der Pandemie enorm beschleunigt hat.
Diese rasante Infragestellung unserer Lebensweise, unserer Gewohnheiten und politischen Gegebenheiten verhindert förmlich, sich an den gelernten Strukturen bezüglich Arbeit, Gesundheit und Gemeinschaft weiter festzuhalten. Es funktioniert einfach nicht mehr.
Für viele ist das ein Moment extremer Verunsicherung und Orientierungslosigkeit.

Ich persönlich habe dieses Momentum schon vor zwei Jahrzehnten durchlebt und greife heute auf eine Orientierungsmöglichkeit zurück, die sich für viele meiner Mitmenschen erst jetzt öffnet.
Bis zu meinem 32. Lebensjahr versuchte ich – wie fast alle anderen –, die Regeln der Leistungs- und Konsumgesellschaft zu befolgen. Ich machte das beste Abitur, studierte Biochemie, dann noch einmal Betriebswirtschaft, gründete zwei Unternehmen, wurde Finanzanalystin und Konzernstrategin. Dann war mir klar, dass ich nicht weiter teilnehmen möchte an einem System, in dem die Angst uns antreibt, in dem die Sucht nach Sicherheit lähmt und in dem Frust wegkonsumiert wird.

Die Loslösung vom Materialismus

Ich brach alle Brücken hinter mir ab – und folgte das erste Mal den Zeichen des unmittelbaren Lebens. Planlos. Diese Zeichen brachten mich tief in den Dschungel Thailands. Allein.
Es galt, in neuen Umständen zurechtzukommen, ohne Geld, dafür jedoch mit einer überbordenden Natur. Ich sah mich plötzlichen Regenfluten ausgesetzt, in denen du keinen Meter Sicht mehr hast und die Erde beginnt, zu rutschen. Um mich herum Schlangen, Skorpione und Moskitos, die schon lange vor mir an diesem Platz lebten, Kokosnüsse, die aus 40 Metern Höhe herabfallen. Wäschewaschen mit Flusswasser, Kochen auf offenem Feuer und einen Kühlschrank gab es natürlich auch nicht. Auf den ersten Blick war das für eine gebildete Städterin eine Zumutung. Auf den zweiten Blick war es das Paradies.
Denn ich entdeckte neu, dass alles, was ich zum Leben brauche, schon da ist. Meine Sinne und mein Körper erwachten und mein grübelnder, kritischer Geist wurde ruhig.
Die Zeit dehnte sich aus – es gab keine Pflichten, Aufgaben und Ablenkungen mehr.
Und durch diese Loslösung von materiellen und sozialen Dingen begann sich meine Wahrnehmung zu erweitern. Zunächst noch sinnlich-materiell – ich schmeckte und roch intensiver, hörte besser, sah schärfer, tastete differenzierter – mehr und mehr aber auch subtil.

Die Gratwanderung zwischen Wahrnehmung und Projektion

Es begann damit, dass mein Blick auf meinen bisherigen Lebensweg sich veränderte. Die Urteile und Empfindungen, die ich zu früheren Erfahrungen hatte, waren nicht mehr eindeutig und polarisierend. Vielmehr war es mir möglich, Ereignisse aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu betrachten – und zu empfinden.
Meine ärgsten „Feinde“, die verabscheungswürdigsten Handlungen, derer ich Zeugin geworden war, bedrohliche Entwicklungen im Weltgeschehen, verloren mehr und mehr ihre Abstoßung und Fremdheit.
Es waren nicht mehr menschliche Kategorien von „gut“ und „schlecht“, nicht mehr soziale Haltepunkte, die mein Leben führten. Durch das Sein inmitten der mächtig pulsierenden Natur, durch den Dialog mit Bäumen, die Betrachtung der Teiche, Lichtungen, Höhlen als vieldimensionale Räume eröffneten sich mir Einsichten in tiefere Zusammenhänge.
Das Bild, das ich mir von Erlebnissen, Menschen und Prioritäten gemacht hatte, erschien ganz anders, ganz neu. Mein Blick weitete sich.
Diese Erweiterung meiner Wahrnehmung erstreckte sich auch auf das ganz normale Leben – sei es, wenn ich wieder einmal die Orientierung im endlosen Dämmer-Grün des Dschungels verloren hatte – und doch – ohne Richtung – den direkten Weg zurück fand, seien es Träume, die mir Ereignisse zunehmend präzise ankündigten oder auch Heilungserfahrungen: Oft  „rief“ mich ein bestimmtes Kraut, wenn es mir körperlich oder seelisch nicht gut ging – und die jeweilige Pflanze führte dann mein System unmittelbar wieder in ein gesundes Gleichgewicht. Es öffneten sich Wahrnehmungskanäle, die es mir ermöglichten, das Geschehen in einer größeren Tiefe und Weite zu erfassen.

So folgte ich 2009 auch einem Traum, in dem ich eine Delegation der „Sonnenpflanzen“ an einen verlassenen Ort im Anagagebirge auf Teneriffa „beorderte. Dort wartete bereits ein aletr Mann auf mich – Carlos, den einige meiner Auszeit-Teilnehmer/innen später auch trafen – und weihte mich in den Sonnenkult der Guanchen und in deren Medizinpflanzen ein. Das war der Beginn von „Wild Natural Spirit“, der mich 7 Jahre später auf Aditi ankommen und heute hauptberuflich Heilkräuter anbauen läßt.

Ausdrücklich möchte ich diesen Vorgang unterscheiden von Projektionen – also der Übertragung bereits bekannter Schemata auf gegenwärtige Situationen. Sobald eine Art “Vergleich“ stattfindet – „das ist wie… (etwas bereits Bekanntes)“ – befinden wir uns in der Regel mehr im Spiegelsaal unserer Phantasie und Prägungen, als in einer klaren, erweiterten Wahrnehmung. Wahrnehmung bewegt sich in der Unmittelbarkeit, im nicht bekannten Kontext.
Ganz grundsätzlich gilt jedoch, dass wir uns von der Illusion verabschieden müssen, zu wissen. Und jemals wissen zu können. Diese Idee, die uns von Kindheit an vorgegaukelt wird, führt uns entweder in Überheblichkeit (die fallen wird) oder geistige Versklavung (indem wir nur als „Wissen“ gelten lassen, was tausende andere auch in einem Buch gelesen haben …)

Geführt sein und der freie Wille

Mit der Erfahrung des „Nichtwissens“ – so wie sie das menschliche Kollektiv gerade in der breiten Masse macht – geschieht etwas Fundamentales: Nicht zu wissen wird in unserer Gesellschaft als absoluter Zustand der Schwäche bewertet und führt in ein Gefühl der Ohnmacht. Und Ohnmacht ist wohl eines der ungeliebtesten Gefühle bei den Menschen.

Wenn ich mich jedoch der Natur ausliefere, ihr begegne ohne Kompass, ohne Vorrat, ohne  Klimaanlage – erfahre ich allerdings mit jeder Faser, dass Unwissenheit und Ohnmacht die Wahrheit sind. Der natürliche Zustand.
Die Eiche „weiß“ nicht, ob zu viel Nitrit in den Boden gelangt. Sie wird mit den gegebenen Umständen gedeihen – oder eingehen. Doch anders als wir Menschen (derzeit) hat sie Zugriff auf das Feld – und damit die Möglichkeit, durch ihr Werden und Vergehen Gleichgewicht im System herzustellen.
Dieser ganz natürliche Sachverhalt des Nichtwissens und der Ohnmacht muss erfahren und akzeptiert werden. Erst dann lösen wir uns vor der Vorstellung „anders“ zu sein und können unbelastet von dieser künstlichen Unterscheidung dem ganzen Dienen.
Auf diese Weise relativiert und reduziert sich der „freie Wille“ auf das individuelle und in der Grundlage begrenzte Vermögen, die eigenen Fähigkeiten im Sinne des Lebens einzusetzen. Planlos und ungesichert. Der Satz „DEIN Wille geschehe“ spiegelt die notwendige Haltung, die uns Menschen neu zu verbundenen, sich dem Leben hingebenden Menschen macht. In dieser Haltung springen die „Antennen“ an, die nicht auf Gelerntes, sondern auf die gegenwärtigen Informationen zugreifen.

Die Rolle der Pflanzen

Wir haben Paten in der Natur, die mit äußerster Sorgfalt und Treue versuchen, uns auf dem Weg in das Mitschwingen mit dem Leben und mit allen Wesen zu helfen. Es sind die Pflanzenwesen, die auch mir immer und immer wieder Halt, Richtung und Nahrung gegeben haben.

Immer sind sie da – ob ein kleines Fleckchen Moos am Gullirand in der Großstadt oder die wogenden alten Ahornbäume, die meinen Hof „Aditi“ säumen:  Die „grünen Freunde“ sind allpräsent – auch wenn wir sie oft gar nicht bewusst wahrnehmen.
Wie selten machen wir uns bewusst, dass (unser) Leben auf diesem Planeten ohne den Sauerstoff und ohne die pflanzliche Biomasse nicht möglich wäre. JA: Pflanzen sind die einzigen Wesen auf der Erde, die aus Licht Materie assimilieren können.
Doch weit über diese biologisch-materielle Ebene hinaus vermögen sie, unser lineares Denken zu durchbrechen und uns die erforderlichen Informationen multidimensional zukommen zu lassen.
Wenn du dich in das Feld eines alten Baumes begibst und deine Aufmerksamkeit – eine ganze Weile (!) – auf diesen Baum lenkst, wird sich deine Wahrnehmung bald von der „schönen Form“ des Baumes, von der Qualität und den Eigenarten seiner physischen Eigenschaften lösen. Du wirst darüber hinaus etwas wie eine Atmosphäre, den eigentlichen Raum um den Baum wahrnehmen. Und weiter wirst du das Pulsieren des Lebensstroms registrieren – zuerst des Baumes, dann aber bald auch des ganzen Feldes. Und hier begibst du dich allmählich in die Multidimensionalität, in der alle Informationen enthalten sind, die JETZT zählen. (den Yogis ist das Wort „Akasha“ bekannt – genau das ist diese Multidimensionalität).
Diese Informationen – die eben etwas anderes als „geschriebenes Wissen“ sind – stellen auch die altbekannten Heilkräfte der Pflanzen dar. Denn Krankheit und Gesundheit sind auch nur Ausdrucksformen bestimmter, multidimensionaler Informationen.

Wenn unsere Haut etwa sich brüchig zeigt und aufgeregt, dann zeigt sich das Ringen unseres Systems um eigenständige Temperierung, um durchlässige Abgrenzung. Es kann nicht darum gehen, diese Symptome möglichst schnell loszuwerden – vielmehr zeigt unser Körper ja, woran er gerade „arbeitet“. In diesem speziellen Fall bringe ich etwa die Informationen der Ringelblume (Calendula officinalis) ein: Sie ist eine Meisterin der Selbstaufrichtung, ein endloser Quell von Vitalität, Spannkraft und Integration. Bringe ich einen Menschen, der genau an diesen Themen gerade wächst in Resonanz mit der Calendula – in ihr Schwingungsfeld – so erfährt der Mensch Unterstützung und Bestärkung in die gerade für ihn aktuelle Entwicklungsrichtung.

Die andere Sprache

Die Informationen, die da kommen, sind keineswegs vage. Sie geben sehr konkrete Hinweise auf adäquate Handlungen oder sinnvolle Positionen. Selten wie im Märchenbuch, daß tatsächlich ein Pflanzenwesen Dir sagt: Geh da und da hin ! Widme Dich dem und dem (aber selbst das ist mir ja widerfahren!). Meist erreichen uns diese Informationen auf mehreren Ebenen zugleich – unser Körpergefühl, unsere Emotionen und Gedanken nehmen eine andere Form an. So zum Beispiel bei Cholerikern, die wieder einmal in höchster Erregung aus einem Streit  heraus rasen, und in einer Mischung aus Gewalt und Verzweiflung sich befinden: Wenn Du einem solchen Menschen die Wermut-Essenz (https://wild-natural-spirit.org/produkt/das-beste-des-wermut/ ) gibst, wird sich seine Wahrnehmung und Verfaßtheit rasch ändern: Der Panzer,, der de Überdruck erzeugt, wird brechen, die überschüssige Energie kann sich in neuen Raum ausdehnen und verändert Sicht, Empfinden und auch Körperverfassung.
Und in sehr sehr seltenen Fällen, wird es dann konkret handlungsleitend: So war es das Wesen der Ingwerpflanze, das mich an einen ganz genau bezeichneten Ort auf Teneriffa führte, wo ich Carlos traf und wo das Projekt „Wild Natural Spirit“ seinen Anfang nahm. Diese Projekt, das mittlerweile meine Vollzeitbeschäftigung darstellt, besteht darin, unversehrte Heilkräuter einer bestimmten Frequenz anzubauen und in Form von traditionell hergestellten Essenzen in die Welt zu geben. Unversehrt – also fernab von den destruktiven Einflüssen schwerer Maschinen, synthetischer Pflanzenschutzstoffe und Konservierung (auch Alkohol tötet die Lebensfrequenz ab !), fernab von den Gedankenströmen aufeinander gepferchter Menschen in Unruhe, fernab von den elektromagnetischen Zerrfeldern industrieller Trocknungs- und Destillationsanlagen.
Hier auf Aditi bestellen wir unsere Permakulturgärten ausschließlich von Hand, in Stille. Wir destillieren die Heilkräuter unmittelbar nach der Ernte auf offenem Feuer in großen Kupferdestillen. Und wir gewinnen Essenzen, die vollkommen ohne Zusätze hoch wirksam und stabil sind.
All dies trug mir das „Ingwermännchen 2009“ auf – wenngleich ich manches erst entschlüsseln mußte. Etwa, was gemeint war mit „auf den alten Wegen“ oder mit „Sonnenpflanzen“. Doch ich folgte dem Pflanzenwesen und bemühte mich darum, seinen Auftrag zu verstehen – und letztlich zu erfüllen.
Und es war der rote Sonnenhut, der mich die Struktur meines Permakulturgartens lehrte und mich Beet für Beet anleitete, welche Pflanze an welchem Platz zu sein hat. Der Kräutergarten auf Aditi schwingt in einer Energie und Kraft, wie ich sie niemals hätte hervorbringen können, wenn ich vorab einen Plan gemacht hätte. Vielmehr webte ich mich bei der Arbeit mit der Erde, bei jedem Wetter und Tag für Tag ein in das feinstoffliche Feld dieses Berges. „Las“ die gemeinte, die noch nicht sichtbare aber gegenwärtige Struktur und Qualität.

Während dieses ganzen Lernweges veränderte sich auch meine „Sprache“ – meine Art zuzuhören und zu vermitteln. Nur ein ganz kleiner Teil des Austausches – mit Menschen, Pflanzen und der feinstofflichen Welt – , in dem ich mich befinde, erfolgt noch über Worte. Die meisten Informationen, die mich lenken, erhalte ich auf subtilerer Ebene. Ich „sehe“, welche seelischen Vorgänge in meinem Gegenüber zu Krankheit führen. Ich „spüre“, dass viele Wochen lang kein Regen kommen wird. Ich „vernehme“, dass Corona nur Symptom eines tiefgreifenden Macht- und Gesinnungswandels derer ist, die unsere sozialen Systeme steuern.
Diese Informationskanäle, diese subtile „Sprache“ hätte mir kein Mensch vermitteln können. Sie ist gewachsen im Alleinsein, im Stillsein und im Lauschen auf die Natur.
Und natürlich ist auch für diesen Vorgang „ein Kraut gewachsen“, das ich dir auf dem Weg in eine erweiterte Wahrnehmung sehr ans Herz legen möchte: Das Ysop Reindestillat (für sehr emotionale und ängstliche Menschen empfehle ich alternativ die Schafgarbe, die mit größerer Sanftheit in die erweiterte Wahrnehmung und in das Geführtwerden geleitet) erzeugt diesen Effekt, der sich anfühlt wie eine Glaslinse über deinem 6. Und 7. Chakra. Hier fließen die Feldinformationen in großer Klarheit:

So holte ich mir unmittelbaren Rat beim Ysop, als all die Behördenkontrollen letztes Jahr derart überhand nahmen, daß ich das Gefühl bekam, auf dem falschen Pfad zu sein. Ich ging zum Ysop, setzte mich mitten hinein mit meinem Ärger, meiner Überforderung und Ratlosigkeit zu all diesen Ein- und Übergriffen. Das energetische Feld des Ysop führte mich hinauf, in eine Perspektive, in der ich mich und mein Handeln aber auch die Beamten und die Empfänger/innen meiner Destillate betrachten konnte. Und noch vielmehr „sah“ ich Europa, seine Geschichte, seine Werte, seine derzeitige sozio-ökonomische Struktur. Aus dieser Perspektive lehrte mich der Ysop zu begreifen, wie das Subtile in das Grobstoffliche gewoben werden muss. Er vermittelte mir, wie wichtig und wie spezifisch die Schnittstellen zwischen der feinstofflichen und der materiellen Welt sind und daß diese Schnittstellen zum Vorgang gehören, wie die Inhalte selbst. Mit dieser Information konnte ich neuen Mut fassen und all die Herausforderungen angehen, die mir die äußere Welt aufgab, um meine Mission „auf die Erde“ zu bringen.
Und wenn ich mal kein Ysopfeld zur Hand habe – was nur noch selten geschieht – dann habe ich das Reindestillat bei mir. Mit seiner nahezu magischen Reinheit vermag ein Sprüher des Destillats mir unverzerrt und unmittelbar genau diese Frequenz der Heilpflanze zu übermitteln. Und das genau herzustellen, die „Sonnenpflanzen auf den alten Wegen zu den Menschen bringen“, ist, was ich tun sollte – und was mich in der tiefe meines Herzens erfüllt.

Und so wurde es mein Anliegen, die multidimensionale Information unserer grünen Paten für möglichst viele Menschen verfügbar zu machen. Es scheint zu gelingen …