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Wenn Spirits zu Vollmond reisen

Elfe

Meine Destillate sind wie meine Kinder: Im Schweiße meines Angesichts angebaut, von der Fülle Aditis genährt, auf offenem Feuer in der Kupferdestille emporgehoben, gewinne ich die Seele der Heilkräuter.
Dies ist jedem erfahrbar, der eines dieser kostbaren Fläschchen habhaft wird – die Produktbewertungen quellen über von Wertschätzung und immer mehr erstaunlichen Rückmeldungen zu Wirksamkeit, Verträglichkeit und Genuß, den die Destillate erzeugen.
Das Beste der Schafgarbe“ ist dabei einer der beliebtesten Spirits – vermag er doch, uns darin zu unterstützen,  üble Hautirritationen zurück in ein gesundes Gleichgewicht zu führen. Vor allem aber berührt der Schafgarben-Spirit die Menschen in ihrer tiefsten Sehnsucht und dem Vermögen, sich über das Grobstoffliche zu erheben.
So wundert es mich nicht – und freut mich von Herzen – daß immer mehr Menschen auf diese einzigartige Qualität der Destillate aufmerksam werden und sie für sich nutzen.

Vienna Calling

Schafgarbe ätherisches Öl

Es war ein wunderschöner Frühlingstag, an die Gründerin und Inhaberin eines etablierten, österreichischen Kosmetiklabels sich dafür entschied, meine handgefertigten Schafgarbe-Destillate künftig in ihren sehr hochwertigen Produkten einzusetzen. Nach Laborbefunden, aber auch nach Befragung ihrer Ratgeber zu TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und Feinstofflichkeit, waren die beiden Inhaber der hochwertigen Marke begeistert von der Qualität unseres „weißen Engels“.
Die beiden Hersteller hatten etwas Zeitdruck – und daher packte ich alles noch über Nacht.
60 der kostbaren Fläschchen sorgfältig in Gefachen, ein jedes üppig ummantelt mit Wellpappe, Innenkarton, Außenkarton, fest verschnürt, liebevoll etikettiert und schickte sie auf die Reise in die erwartungsfrohen Hände in Wien.

Bermuda-Dreieck in Mitteldeutschland

Es war die Walpurgisnacht, an der die Reise begann, zudem waren die Grenzen wegen der Pandemie wenig durchlässig. Wir hofften, daß der Transport der kostbaren Fracht dennoch zügig und sicher vonstatten ging und verfolgten das Sendungstracking mehrmals täglich.Nach zwei Tagen war das Päckchen im mitteldeutschen Zentrallager von Hermes angelangt. Friedenwald hieß der Ort bezeichnender Weise. Und es war Vollmond.
In diesem Vollmond verschwanden die Spirits.

Sieben lange Tage und Nächte rührte sich im Tracking nichts. Gar nichts. „Friedenwald. Sendung wird sortiert“.
Am zweiten Tag der Stagnation setze ich mich mit dem Logistikzentrum in Verbindung. Und es stellte sich heraus, daß niemand wußte, wo genau das Paket gerade ist – ob noch in Deutschland oder auf einem LKW oder bereits in Österreich. Mühsam recherchierte ich mich direkt in die Abfertigungsstelle von Friedenwald, sprach – unerlaubt – mit einem Mitarbeiter in der Verladestation – doch auch er konnte die Sendung nicht tracken, nicht sagen, wo die Schätze verblieben waren.
In der taghellen Vollmondnacht tat ich kein Auge zu. Zuerst setzte ich alles ein, was das Internet hergibt, um das Paket zu finden. Weit nach 3 Uhr nachts schaltete ich den Computer aus, sah hinaus in die silbrig beschienene Landschaft Aditis, trat heraus, atmete die klare Vollmondnacht. Ich versuchte, die Spirits geistig zu orten – rief meine geliebte Schafgarbe, lauschte, fragte – … doch: nichts !
Die weißen Engel waren abgetaucht.

Skorpion-Vollmond und Die Pflanze der Priesterin

In den folgenden Tagen stieg die Spannung bei meinen Auftraggebern und bei mir schier ins Unermeßliche. Täglich telefonierten oder mailten wir mindestens einmal, es kamen Nachrichten wie diese

Wir sind ziemlich frustriert, so lange hat ja noch nicht einmal eine Sendung von den Fidji Inseln zu uns gebraucht. Ich hoffe nur, sie lagern das Paket kühl.“

… und ich wählte mir die Finger wund beim Logistiker. Doch Hermes verwies auf „Corona“ und bat um Geduld.
Geduld …
Die Schafgarbe ist eine mythische Heilpflanze im germanisch-keltischen Kreis. Es heißt, sie wurde unter anderem bei der Priesterinnen-Weihe eingesetzt um der Novizin „Aufwind“ zu geben, das Weltliche ganz hinter sich zu lassen und sich vollends der göttlichen Führung hinzugeben.
Nun denn – diese Lektion gab uns die Schafgarbe dieses Mal in Gänze.
Am siebten Tag war ich der Verzweiflung nah und bot der Herstellerin an, eine weitere Charge der Schafgarbe selbst nach Wien zu fahren. Unser intensiver Austausch – im Zusammenhang mit unserer eben erst beginnenden Geschäftspartnerschaft – erzeugte eine ungewöhnliche Nähe und Intensität und sie freute sich über mein Angebot. Wir nahmen uns vor, das Wochenende noch abzuwarten – dann mußten wir handeln:

Mittlerweile haben wir einen riesigen Rückstau an Aufträgen für unser Blütenwasser, die wir nicht erfüllen können. Ein Blütenwasser war noch nie so lange zu uns unterwegs … selbst so entlegene Orte wie Indien und Tasmanien waren schneller.

Erlösung: Ende gut – alles gut

Noch am Wochenende tauchte das Paket nach unzähligen Telefonaten mit Hermes wieder auf: Nachdem es sich über 7 Tage in Friedenwald versteckt hatte – 160 km nördlich von Aditi – tauchte es plötzlich in Unterfranken – 50 km südlich von Aditi – wieder auf. Translokation ?
Der Schafgarbe traue ich das zu.
Jedenfalls gab es das Päckchen offenbar physisch noch – und endlich konnte es lokalisiert werden. Am Montag dann endlich – zwei Tage nach Vollmond – ging plötzlich alles ganz schnell: Die Sendungsverfolgung zeigte die Ankunft in Österreich an. Wien – ich rief sofort Tanja an. Doch die hatte keine Auslieferankündigung. Wenige Stunden später: Graz.
Graz ?!!
Das war zu viel für meine Nerven.

Geistbaum

Ich ging in die Küche, holte mir mein Kistchen „Sternenstaub“ (der überaus köstliche Kräutertabak, den wir hier auch herstellen, und der reichlich von der leicht psychotropen Schafgarbe enthält) und ging zum Geistbaum. In aller Ruhe ließ ich mich in der Lichtung im Herzen Aditis nieder, stopfte meine Pfeife, ließ die endlos entnervenden Tage nochmals an mir vorbeiziehen. Und dann … zündete ich die Schafgarbe an, nahm einen tiefen Zug aus der Pfeife und sagte zum Geistbaum: „Du wirst es schon wissen. Ich lasse jetzt einfach los“.
Völlig erschöpft schlief ich in der Zauberlichtung ein – traumlos, soweit ich mich erinnere. Als die Sonne bereits begann, ihr Abendrot zu scheinen, erwachte ich, ging hinauf zum Haus, sah in das Tracking: (wohlbehalten !!!) Ausgeliefert… !

Ich bin unendlich dankbar, daß dieser erste gemeinsame Schritt trotz der hohen Spannung so sanft zwischen uns geblieben ist.
Unsere Nerven waren zum Zerreißen gespannt, wir kannten uns noch nicht und es ging auch um Geld, Kunden und Zeit – und doch blieb der Ton und der Umgang zwischen uns stets sanft, stets zugewandt und verständig.
Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Und ich habe das Gefühl, diese Feuerprobe war der Beginn eines wunderbaren gemeinsamen Weges.
Die Herstellerin (ich soll ihren Namen nicht sagen, weil Ihre Quelle ein Geheimnis bleiben soll 😀 ) und ich arbeiten mit den feinstofflichen Kräften der Pflanzen. Für mich, als die „Gärtnerin“, ist es täglich Brot, mich dem Wetter, den Jahreszeiten und den natürlichen Kreisläufen anpassen zu müssen. Statt mich über die anhaltende Dürre aufzuregen, lege ich Swales an. Statt mich vor der massiven Vermehrung saugender Insekten zu fürchten, pflanze ich Minzen in die Beetränder. Statt mich über Hermes aufzuregen – das habe ich jetzt gelernt – gehe ich hinunter zum Geistbaum und rauche eine Pfeife Schafgarbe.
Sicher weiß auch Tanja, daß die Pflanzendevas ihren eigenen Willen, ihren eigenen Charakter und ihre eigene Zeit haben. Ganz sicher…

Gerade eben kam ein Päckchen aus Wien an.
Feierlich öffne ich es. Es strahlt mich ein weißer, fein gearbeiteter Zylinder an, eine kleine goldene Elfe fliegt über das Papier, auf dem „the intuitive“ steht. Eine ebenso feine Karte übermittelt Grüße:

Liebe Evelin. Laß die feine Energie dieses besonderen Stücks in deiner Welt schwingen und klingen. Es ist ein Fest für die Sinne und die Seele, von Herzen, T.“

In der Seele berührt nehme ich die schwarze Flasche, in der auch Aditis Schafgarbe enthalten ist, schließe die Augen, öffne alle Sinne und finde mich in einem zarten Nebel unglaublicher Feinheit und Intensität wieder. Ich spüre Aditis Schafgarbe mehr, als daß ich sie herausrieche aus dieser hoch komplexen, lebendigen Komposition. Ein Sinnesrausch. Ein Meisterwerk.

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Für jede Verfassung ist ein Kraut gewachsen

Lavendel naturreines Pflanzendestillat

Heute erfährst Du ein wenig zur richtigen Wahl der Medizinpflanze und ihres Reindestillats für bestimmte Menschen, Bedürfnisse und Verfasstheiten.
Bevor ich den dritten und letzten Teil zu meiner Beitragsreihe Permakultur veröffentliche, habe ich mich einmal mit der Auswertung unserer Produktbewertungen befasst (Du findest sie bei jedem Produkt unten, unter „Bewertungen“).
Mittlerweile haben weit mehr als 100 Menschen bei unseren Destillaten Ihre Erfahrungen und Rückmeldung zur Wirkung der Pflanzen-Spirits hinterlassen und ich habe mit meinen Pflanzenprofilen und Anwendungsempfehlungen abgeglichen.
Da immer mehr Anwender/innen eine Art „Übersicht“ oder „Anleitung“ zu den Einsatzfeldern der Reindestillate wünschen, habe ich Sorten und Wirkrichtung einmal so knapp wie möglich und auch mit plastischen Bildern zusammengefaßt.
Dabei muß ich immer beachten, daß die Destillate ja „nur“ als „Lebensmittel“ zugelassen sind, ich also keine Heilversprechen machen darf. Die Kund/innen, die von geheilten Gesichtsrosen, überwundenen Depressionen, behobenen Migränen berichten, dürfen da natürlich freier schreiben. Hierfür bitte ich Dich, direkt in den Rezensionen nachzulesen. Was mir natürlich erlaubt ist, ist die Heilwirkung der jeweiligen Kräuter, wie sie in jedem Pflanzenkundebuch stehen, zu zitieren.
Hinzu kommt, daß ich in meinen Einschätzungen ja nicht dem symptomatischen Krankheitsverständnis der ICD-10 Codes folge, sondern meine Sicht auf Mensch und Pflanze einem ganzheitlichen Verständnis entstammt, wie ich es in der Traditionellen Chinesischen Medizin gelernt habe.

Elementenlehre bei traditionellen Heilkräutern

Kamille Reindestillat

Wir befolgen beim Anbau und bei der Verarbeitung die Prinzipien der Fünf Elementenlehre aus der Traditionellen Chinesischen Medizin.
Jede (heile) Pflanze vermag durch ihr Spektrum den Energiefluß im Menschen anzuregen und auszubalancieren. Manche Pflanzen setzen eher bei den flexiblen, flüchtigen Aspekten des Menschen an, andere bei den strukturbildenden und festen.
Über das Prinzip der Resonanz (zu dem auch Biochemie und Physiologie zählen), gibt es für die individuellen Muster des Menschen eine Entsprechung in einer unserer traditionellen Medizinpflanzen.
Hier ist ein grober Überblick zur passenden Pflanzenwahl und Anwendung, der bei stetiger Anwendung durch eines unserer Fachseminare unterlegt werden sollte:

  1. Jedes Kraut entspricht einer bestimmten Gesamtverfassung. Diese Gesamtverfassung spiegelt sich in der körperlichen und psychischen Struktur, auch im Hauttyp, wider.
  2. Für die Diagnostik – des Gesamtsystems – in der TCM sind diese Basisgrößen wichtig: feucht/trocken, weich/fest, energiereich/energiearm, kalt/kühl/warm/heiß
  3. Bestimme die (Gesamt)Verfaßtheit des Menschen, für den eine Pflanze gewählt werden soll
    • Ist das System überhitzt oder unterkühlt ?
    • Eher feucht, eher trocken ?
    • eher fest oder eher weich ?
    • energiereich oder energiearm ?
  4. Wähle unter den Pflanzen diejenige, die in ihren Eigenschaften komplementär zu den Auffälligkeiten beim Menschen ist bzw. jene, die die gewünschte Kombination an Eigenschaften spiegelt.

Grundsätzlich gilt:

  • Kamille, Ysop, Melisse, Lavendel, alle Minzen und Roter Sonnenhut kühlen  — Schafgarbe , Baldrian, Thymian, Calendula, Fenchel, Baldrian und Salbei wärmen.
  • Kamille, Melisse, Calendula, Lavendel und Fenchel befeuchten und lockern  —  Schafgarbe, Salbei, Ysop, Krause Minze und Roter Sonnenhut trocknen und festigen.
  • Schafgarbe, Melisse, Lavendel, Roter Sonnenhut, Fenchel und Lavendel leiten Energie ab  — Ysop, Calendula, Kamille, Fenchel, die Minzen und Salbei führen Energie zu.

Pflanzen und Typen richtig zuordnen

Also, für alle, die mit den Reindestillaten lernen und gedeihen wollen, hier eine einfache und plastische Übersicht zu den Wild Natural Spirit-Sorten:

Dem Wasser-Element und Norden zugeordnet

Das Wasserelement in der TCM

Achillea millefolium – Die Heilerin: Traditionell ist die Schafsgarbe als wertvolles Wundheilmittel mit beruhigenden Eigenschaften bekannt. Innerlich wie äußerlich verwendet wirkt sie adstringierend und entspannend.

Lavendula angustifolia – Die Verführerin: Der extravagante Duft und das erfrischendes Aroma des Lavendel wirken beruhigend – ausgleichend – reinigend.

Vaeriana officinalis – Der Liebhaber: Der Baldrian ist das traditionelle Beruhigungsmittel in der Pflanzenheilkunde. Sein blumig-süßer Duft wirkt ausgleichend und wärmend.

Dem Holz-Element und Osten zugeordnet

Hysoppus officinale – Der Wachmacher: Ysop wurde traditionell zum Ankurbeln der Galle-Leber-Funktion angewendet. Seine wärmenden Eigenschaften und der würzige Duft beleben die Stimmung.

Das Holzelement in der TCM

Melissa officinalis – Die Seelenstreichlerin: Traditionell ist die Zitronenmelisse als nervenstärkendes Hausmittel bekannt. Anregend – kühlend– aromatisierend.

Mentha aquatica – Die Mehrdimensionale: Das Druidenkraut Wasserminze soll Hellsicht gefördert haben. Belebend – tonisierend – aromatisierend.

Mentha piperita – Die Klare: Die Menthole der Pfefferminze sind als kopfschmerzlindernd bekannt. Das Reindestillat wirkt konzentrationsfördernd und erfrischend.

Mentha spicata – Die Ideenfinderin: Die Krause Minze ist die einzige mentholfreie Minze und daher besonders sanft stimulierend und nervenstärkend.

Dem Feuer-Element und Süden zugeordnet

Das Feuerelement in der TCM

Thymus vulgaris – Der Vitalisierende: Thymian adressiert traditionell Bronchialleiden. Sein rotes, würziges Öl regt die Sinne an und bringt die Lebenssäfte in Schwung.

Rosmarinus officinalisDie Cheerleaderin:  Rosmarin wird in den klassischen Kräuterbüchern empfohlen bei Durchblutungsstörungen, Depressionen und Reizdarm. Wir bezeichnen sie als vitalisierend, lichtend, aktivierend.

Dem Erd-Element und Süd-Westen zugeordnet

Das Erdelement in der TCM

Calendula officinalis – Das Lebens-Orange: Die Ringelblume ist seit vielen hundert Jahren als Stärkungsmittel bekannt. Beruhigend – ausgleichend – reinigend.

Foeniculum vulgare  – Die Nährende: Der Fenchel ist uns allen aus Kinderzeiten zur Behebung von Blähungen bekannt. Besänftigend – angstlösend – entspannend.

Matricaria chamomilla – Die Goldene Königin: Traditionell wird die Kamille eingenommen um  die Verdauung zu mobilisieren. Ihr Duft fördert Beruhigung und Entspannung.

Dem Metall-Element und Nord-Westen zugeordnet

Das Metallelement in der TCM

Echinacea purpurea – Die Präsente: Der Rote Sonnenhut wird von jeher für die Immunstärkung geschätzt. Sein markant-fruchtiger Duft ist kräftigend und stabilisierend.

Salvia officinalis – Der Strukturierende: Traditionell wurde der Salbei empfohlen, um Husten zu kurieren. Strukturierend und anregend.

Die biozertifizierten Reindestillate sind lebensmittelrechtlich zugelassen und werden am besten pur eingenommen. Sie können auch zur Aromatherapie und zur Verfeinerung von Speisen und Getränken verwendet werden.
Für die Anwendung auf der Haut empfehlen wir die sanfter dosierten, kosmetisch zugelassenen Gesichtspflege-Destillate von Wild Natural Spirit.

Zu allen Pflanzen findest Du in unserem Blog Praxiswissen auf https://wild-natural-spirit.org/blog/ ausführliche Pflanzenprofile: Anbau, Eigenart, Anwendung und Heilgeschichte des jeweiligen Krauts.

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Der Rote Sonnenhut – und sein Destillat

Roter Sonnehut

Purpurkraft für Leib und Seele

Die Information, daß Echinacea purpurea auch in Aditis Permakultur-Garten stehen sollte, kam recht spät. Zwischen März und Mai 2018 hatte ich bereits die traditionellen Heilpflanzen, allesamt Sonnen- Signaturen, bereits ausgesät. Auch das Aussetzen der gezogenen Jungpflanzen in einer besonderen, nach Himmelsrichtung und Pflanzennachbarschaften geordneten Weise hatte längst begonnen. Doch ein besonders sonnenexponiertes Feldstück am Südrand des Gartens, das ich bereits händisch und mit viel Sorgfalt zur Bepflanzung aufbereitet hatte, wartete noch auf seine Bestimmung.
Und da kam er: Der Rote Sonnenhut.

Ich war etwas verwirrt, denn anders als alle anderen Heilkräuter, die ich anbaue, ist der Korbblütler kein typisch aromatisches Kraut. Die Echinacea ist uns allen seit Jahrzehnten als immunstärkendes Mittel zur Vorbeugung und Heilung von Erkältungskrankheiten bekannt. Doch wir kennen sie nur als alkoholische Lösung des Frischpreßsafts. Alkohol kommt mir nicht an die Pflanzen ! Und Wurzeln reiße ich auch nicht aus ! … sollte ich diese besondere Pflanze wirklich noch aufnehmen ? So spät im Jahr, während sich die Dürre bereits ankündigte ?
Mein Bauch sagte: Ja !

Ich hatte Glück und bekam noch sehr hochwertiges Biosaatgut und so ging ich eines frühen Morgens hinaus, zog mit den Händen die Saatrinnen und arbeitete die Samen mit den Füßen in die Erde ein. Es war ein Ritual für sich, ich hatte unmittelbaren Kontakt zur Deva des machtvollen Sonnenhuts und er stand da, auf dem höchsten Punkt des Hauptgartens, erschuf einen Raum im Raum – ein-eindeutig – lange bevor die Keimung begann. Und die dauerte… fast 8 Wochen sah ich täglich mehrmals nach dem Sonderling, goß ihn mit Brunnenwasser nach den sengenden Tagen des Dürrejahres. Und dann endlich sprießten die ersten Keimblätter. Zauberhaft differenziert, wie Schiffchen, markant zugespitzt und gerillt. Die Sonnenwende lag längst hinter uns und mir wurde klar, daß er in diesem Jahr nicht mehr zur Blüte kommen würde. Auch erschien es mir unwahrscheinlich, daß der Nachzügler den Winter überstehen würde –  doch ich hörte nicht auf, ihm besondere Zuwendung zu geben, ihn zu hegen und zu fördern.

Diese Pflanze ist personifizierte Stehkraft

Mit dem ersten Frost hingen alle Pflanzen braun und schlaff herab – sie hatten kaum 30 Zentimeter Höhe geschafft und ich hatte nicht viel Hoffnung… Doch spätestens im Mai des Folgejahres wußte ich: Der Rote Sonnenhut ist genau richtig hier. Eine duftende, pinke Blütenpracht erstrahlte, das Feld strotze nur so von Kraft mit seinen bis zu 2 Meter hohen, roten Sonnenhüten. 

Allein, sich in die Mitte des Feldes zu begeben und einfach nur zu spüren, was diese majestätischen und bizzaren Pflanzen mit der Wahrnehmung, mit Ausrichtung und Stimmung machen, war bereits ein Genuß für mich und viele meiner Seminarteilnehmer. Wir alle waren fasziniert von der Unmittelbarkeit und Souveränität, die uns ad hoc erreichte und erfüllte.
Und von der Wärme und Kraft, die sich im Herzraum sammelte.Dieser Effekt verstärkte sich, als wir begannen, die fast Handteller-großen Blüten zu ernten und Tee daraus zu bereiten:

Anwendungsformen der Echinacea

Experiment No 77:

Bisher berichten alle, die mit mir den Blüten- Aufguss des Sonnenhut verkostet haben, daß sie eine unmittelbare Stabilisierung erfahren. Präsenz, Klarheit und Ruhe sind die wiederkehrenden Feedbacks zur Wirkung des Tees. Und dies bereits in sehr geringer Dosierung.
Ich prüfte, ob ich die Blüten frei verkaufen darf und experimentierte lange mit den Trocknungsbedingungen: Es ist eine Kunst eine Blüte, die für sich schon stolze 20 Gramm auf die Waage bringt und einen gigantischen, bestachelten Blütenboden hat, so trocken zu bekommen, daß sie haltbar ist. Es gelang. Und sogar so, daß das intensive Pink der Blütenblätter erhalten blieb.
Und so kann ich für die kalte Jahreszeit unser Teesortiment um diese zauberhaften, kraftvollen Blüten ergänzen. Sie sind als Teeaufguss ein sagenhaftes Klärungs- und Kräftigungsmittel. Ihre immunstärkende Eigenschaften sind ja ohnehin bekannt.

Doch die eigentlich bahnbrechende Entdeckung machte ich bei der Destillation.

Kirschmango – und Präsenz JETZT

Fabian und ich waren ganz schön aufgeregt, als wir das Erntegut zur Destille brachten. Stolze 15 Kilo des Roten Sonnenhuts hatten wir geschnitten, der nun erstmalig seinen Geist in der großen Kupferdestille offenbaren sollte.
Bereits beim Schnitt war eine außergewöhnliche Ruhe und Erdung entstanden. Der Rote Sonnenhut vermag einen Raum zu schaffen, ja regelrecht zu definieren, in dem kein Zweifeln, kein Zögern, kein Kreisen mehr Bestand hat. Erdung. Hier und Jetzt.
Wir füllten die Pflanze in die Kolonne, verschlossen das System, entzündeten den Feuerring unter der Destille und warteten. Andächtig.
Und wieder forderte er unsere Geduld und Hingabe.
Die großen Blüten mit den dicken Köpfen machten es dem Dampf schwer, empor zu dringen, hielten ihn fest, ließen den Druck mehr und mehr steigen.

Der hohe Druck sorgte dafür, daß die ätherischen Öle bereits in der ersten Fraktion größtenteils gelöst wurden und ins Destillat eingingen. Bereits bei den ersten Tropfen verbreitete sich ein phänomenal, fruchtiger Duft. „Kirsche-Mango“, meinte Fabian. Und überdeutlich war wieder diese tiefe Ruhe, Präsenz und Klarheit.
Ein fast körperlich spürbarer Raum entstand, eine Eindeutigkeit.

Ruhe im Herzen, Schutz auf der Haut

Bei Tests mit Anwendern im Nachhinein wurde oft von einer „Ego-Stärke“ gesprochen: Einer ruhigen, souveränen Ich-Wahrnehmung die entstand. Während des Destillations-Seminars (Praxiswoche https://wild-natural-spirit.org/produkt/praxiswoche-destillation-2/ ) wurde zudem die Herzensqualität deutlich: Nicht nur ihre Farbe, auch ihr Duft und ihre subtile Wirkung erzeugt die Echinacea über das Herzchakra.

Neben all diesen „feineren“ Aspekten enthält das Destillat drei Inhaltsstoffgruppen: die Flavonoide (wichtigster Inhaltsstoff: Cichoriensäure), Alkamide und Polysaccharide (Zuckerverbindungen). Docjones zum Beispiel schreibt hierzu: Zusammen bewirken diese Inhaltsstoffe erwiesenermaßen die Anregung des Immunsystems und die Wundheilungsförderung der Haut. Außerdem wirkt das Kraut nachweislich entzündungshemmend. An dieser Reaktion sind die Polysaccharide und Alkamide maßgeblich beteiligt.
Die aktiven Komponenten des Sonnenhutkrauts sind Chichoriensäure, Alkamine und Polysaccaride. Sie bewirken, dass sich der Körper gegen unerwünschte Fremd- und Schadstoffe wehrt – und zwar gründlich. So empfehle ich das Destillat bei Schwächungszuständen oder vor Beginn der kalten Jahreszeit.

Und diese Wirkung machen wir uns auch bei der Gesichtspflege zunutze: Wie immer schließen wir an die Herstellung des Reindestillats zur inneren und äußeren Anwendung die modifizierte Destillation unserer Naturkosmetik an:

Hier erhalten wir ein sehr feines Hydrolat, das die Haut sanft befeuchtet und leicht strafft. In der INCI (offizielle Liste kosmetischer Inhaltstoffe) wird der Echinacea-Extrakt als „hautpflegend, kräftigend, feuchtigkeitsspendend“ belegt. Ich persönlich habe nach zwei Wochen Testanwendung bei meiner Gesichtspflege beobachtet, daß Fältchen und Rötungen zurück gingen und sich meine wettergewöhnte Haut deutlich erholte. Und das alles ohne Alkohol. Ohne Konservierung. Die reine Pflanze mit ihrem gesamten Spektrum an Wirkstoffen und ätherischen Ölen.

Gut genährt

Gestern schnitt ich die letzten Blüten und brachte sie in die Darre. Es ist Zeit, die Stauden zurückzuschneiden und auf den Winter vorzubereiten.
Ein wenig Lockerung der Erde, ein wenig selbstgemachte Brennesseljauche und die wärmenden Sonnenstrahlen des Spätsommers tun ihm gut, meinem Roten Sonnenhut.

Ich bin ganz sicher, daß er auch nächstes Jahr in seinem herrlichen Violett von Aditis höchstem Punkt strahlen wird und uns alle erneut Verzaubert.

Danke.

***
Seit 2018 bebaue ich mein 35.000 qm großes, bio-zertifiziertes Naturgrundstück in Oberfranken auf 5.000 Quadratmetern mit traditionellen Heilpflanzen in Permakultur. Alle Arbeiten erfolgen maschinenfrei. Die handgesammelten Rohdrogen werden in einer Solar-Darre natürlich getrocknet. Die Destillate entstehen vor Ort in einer 100-Liter Kupferdestille auf offenem Feuer und werden direkt abgefüllt.

In dem Sortiment von Wild Natural Spirit biete ich aus der Echinacea purpurea drei unterschiedliche Produkte an:
Das Reindestillat („Das Beste des Sonnenhut“), die Gesichtspflege „Roter Sonnenhut“ und die getrockneten Blüten als Tee oder Rohdroge „Purpur Sonne“.

Viel Freude damit !

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Naturkosmetik und Reindestillat – der Unterschied im Hydrolat

Schafgarben Destillat

Ich bin stolz und froh, pünktlich zur Sonnenwende sowohl unsere neu ins Sortiment gekommene Naturreine Gesichtspflege als auch unsere bewährten Reindestillate in neuer Aufmachung präsentieren zu können.
Beides sind Produkte, deren biozertifizierte Heilkräuter in meinem eigenen Betrieb in reiner Permakultur und maschinenfrei erzeugt und dann vor Ort auf traditionelle Weise destilliert werden.

Diese Art von Reinheit, Sorgfalt und Nachhaltigkeit ist so selten geworden, dass es auch gegenüber Behörden viel Erklärungen und Demonstrationen brauchte, um zu zeigen, dass weder Maschinen noch Pflanzenschutz, weder (Kunst)Dünger noch billige Arbeitskräfte aus dem Ausland nötig sind, um wirklich Gutes zu produzieren.

Salbei Gesichtspflege

Seit gestern werde ich auf allen Kanälen immer wieder gefragt, ob es einen inhaltlichen Unterschied zwischen den Reindestillaten und der Naturkosmetik gibt.
Damit hier Klarheit entsteht, meine öffentliche Antwort:

Ja, es gibt mehrere inhaltliche Unterschiede zwischen der Gesichtspflege und den Reindestillaten:
Kosmetik wird in der EU wesentlich strenger reguliert und kontrolliert als Lebensmittel (Tatsache…).
Im Zuge des für mich sehr aufwändigen Akkreditierungsprozesses musste ich für die kosmetischen Destillate ein besonderes Verfahren, eine besondere Dokumentation und eine besondere Destillationstechnik vorweisen. Es wird auf diese Weise gewährleistet, dass ein bestimmter Gehalt an ätherischen Ölen in den kosmetischen Destillaten nicht überschritten wird. Damit wird abgesichert, dass es nicht zu Hautirritationen kommen kann und das Pflanzendestillat zur wirkkräftigen aber sanften Wohltat für die Haut wird.

Salbei Reindestillat Hydrolat

Im Unterschied dazu enthalten die Reindestillate, die nun „Das Beste vom Kraut“ heißen und als Lebensmittel zugelassen sind, den gesamten natürlichen Anteil der Schafgarbe. Dieser ist hoch, was das gesättigte Reindestillat sehr kostbar macht.
Die Behörde verlangte bei den Reindestillaten die Formulierung „Nur zur Aromatisierung und Verfeinerung von Speisen und Getränken“. In erster Linie geht es hier um die rechtliche Abgrenzung zu „Heilmitteln“. Die Zulassung eines Arzneimittels ist ein Verfahren, das sich ein kleiner Betrieb heutzutage nicht leisten kann. Außerdem finden wir die Bezeichnung “LEBENSmittel” eigentlich sehr passend 🙂
Bei den Reindestillaten belassen wir das GESAMTE ätherische Öl der Destillation im Produkt – sie sind also wesentlich wirkstoffreicher.

Die Regulierung des Wirkstoffgehalts in der Naturkosmetik ist aufwändiger – und daher etwas teurer.
Zudem sichern wir hier eine hinreichend gleichbleibende Qualität in den zentralen, meßbaren Größen ab – eben, um ganz sicher zu gehen, daß auch sehr empfindliche Haut nicht irritiert werden kann durch einen zu hohen Gehalt an ätherischen Ölen.

Klarer ?

Viel Freude mit den Spirits !

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Ysop – Ein natürliches Antidepressivum

Ysop als natürliches Antidepressivum

Der Ysop und sein Hydrolat – Aufwachen !! 🙂

Psalm 51.9 weiß über den Ysop: “Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee!”
Sowohl im alten wie auch im neuen Testament taucht dieses Pflanze – im Hebräischen ésov „Heiliges Kraut“ genannt – immer wieder auf um zu reinigen, zu weihen und zu schützen. Doch was wissen wir heute von dem unscheinbaren Lippenblütler, der nur in der Blütezeit mit seinem königlichen Blau alles überstrahlt?

Sein hoher Camphergehalt machte ihn in der Antike zum „Meister Propper der Vorzeit“. Und auch, daß auf seinen Blättern der kostbare Pilz Penicillum wächst. Das hat ihn ganz sicher und sehr greifbar zum Schutzkraut gegen Infektionen und Seuchen gemacht.

Der Ysop und sein Hydrolat: Wake up !

In der traditionelle Heilkunde kennen wir den Ysop als Magenmittel. Als Tee wird Ysop unter anderem bei Atemwegserkrankungen, Asthma und Husten empfohlen. Seine schleimlösende Wirkung erleichtert das Abhusten und mildert die Beschwerden. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaft werden Öl und Hydrolat gerne für Gurgellösungen verwendet: Heiserkeit, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen und Mandelentzündungen klingen rasch ab. Für äußerliche Waschungen und Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden wird es auf die schmerzenden Gelenke aufgetragen. Ebenso soll es eine vermehrte Schweißbildung mindern. (siehe: https://www.uni-frankfurt.de/55706381/Alkaloide )

All dies ist richtig – und in den meisten Fällen auf Campher und seine Gerbstoffe zurückzuführen. Doch setzen all diese Anwendungen (nur) an den Symptomen an. Um die ganze Kraft des Ysops zu begreifen und zu nutzen, müssen wir seinem Wesen näher kommen. Und ihn in der wirksamsten Form „einfangen“: In der Wasserdampfdestillation.

Als ich in diesem Jahr gleich drei Anläufe brauchte, diesen komplexen, ganz und gar auf das Essentielle gerichteten Halbstrauch aus Samen zu ziehen, wurde mir nach und nach deutlich, worin sein eigentlicher Charakter besteht: Aufrecht steht er – golden fällt er – das Destillat des Ysop ist goldfarben und der Duft eindringlich-aromatisch.

Nach dem äußerst empfindlichen und zarten Keimstadium legten die Pflänzchen mit einem Mal zu: Sonne, Trockenheit und sorgfältige Pflege (vor allem: frei halten von gröberen Krauten) gaben ihm rasch Kraft und bald duftete das ganze Feld holzig-zitronig. Er grenzt sich ab – wenn er alt genug ist – breitet sich nicht aus, hält sein Territorium.
Neben den charakteristischen, duftgebenden Campherderivaten bringt die Reifung der Pflanze auch Limonen, Pinen und Rosmarinsäure in die festen, dunkelgrünen Blättchen. Und dies ist es – neben dem Blau, das die Rohdroge im heißen Wasser freisetzt – was dem Ysop-Tee ein unvergleichliches Aroma und eine echte Wachmacher-Qualität verleiht.

Ein natürliches Antidepressivum

Doch was geschieht, wenn wir den Ysop der Wasserdampfdestillation aussetzen ? Ich war wie in lupenreiner Konzentration, als ich das zähflüssige, goldene Öl aus der Destille tropfen sah. Öl- und Wasserphase blieben weitgehend getrennt (daher: Unser das Naturreine Pflanzendestillat vor der Anwendung bitte gut schütteln !). Er machte mich klar und präzise – ganz unmittelbar. Das Geistige hatte Vorrang – und war wohl definiert und definierend ganz und gar präsent.

Diese Wirkung testete ich bei einigen Klient/innen, die unter Konzentrationsschwäche oder Stimmungsschwankungen litten. Besonders bei Menschen, die sedierende Mittel zu sich nehmen oder sich aus eigenen, physiologischen Gründen in einer Verfaßtheit von Dämmrigkeit, Schwere, Vernebelung befanden, zeigte das Hydrolat überraschende Wirkung:
Ein Sprüher auf das Dritte Auge (Zirbeldrüse) wirkte wie ein Blitzschlag, wie ein Weckruf: Die Menschen fühlten sich schlagartig präsent und klar, der Blick war offen und gerichtet, der Körper gestrafft und bewegungswillig.

In der kosmetischen Verwendung klärt der Ysop (hier ist der Link zur Gesichtspflege mit Ysop) Unreinheiten, verfeinert das Hautbild, behebt infektiöse Ausschläge und umgibt uns mit seinem inspirierenden Duft.

Mein kleiner Tip für die Gourmets:
Ysop-Reindestillat in gutem Mineralwasser oder in Apfelsaft ist ein köstlicher, aufputschender Cocktail. … ganz ohne Alkohol. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, Ysop-Tee statt Kaffee am Morgen zu trinken: Weil es besser schmeckt und weil es wirklich wach macht!

Hier geht es zum Artikel “Die Ringelblume und Ihr Reindestillat

* Meine Empfehlung für das Reindestillat

Wenn Du statt Tee das Naturreine Pflanzendestillat verwendest, sprichst Du eine komplexere Ebene an:
Das reich mit ätherischen Ölen gesättigte Hydrolat erreicht nicht nur das Symptom, sondern auch die komplexen Zusammenhänge, die zu deinen Beschwerden führen.
Hydrolate können äußerlich und innerlich angewendet werden. Äußerlich werden sie über die Hautoberfläche aufgenommen – und wirken auch in der Haut, die dein „Kommunikationsorgan“ ist. Wie ein „Parfum“ einfach nur in deine Aura gesprüht, beeinflussen sie deine Resonanzfähigkeit.

Innerlich eingenommen genügt ein Sprüher unter die Zunge: Dort gelangt das hochwirksame ätherische Öl in der wäßrigen Lösung des Pflanzendestillats direkt in den Blutkreislauf.

Schädliche Wirkungen von Hydrolaten sind nicht bekannt.
***
Bitte lagere die naturreinen Pflanzendestillate von Wild Natural Spirit im Kühlschrank. Das MHD befindet sich seitlich am Etikett und beträgt in der Regel 18 Monate – meist aber länger, weil in unseren Hydrolaten das gesamte ätherische Öl der Pflanze belassen wurde

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Ätherische Hydrolate

Anwendung natürlicher Pflanzenkraft

Naturreine Pflanzendestillate

Nun ist es amtlich: Die Wild Natural Spirit-Destillate sind um ein Vielfaches reiner und kraftvoller als die handelsüblichen Hydrolate:

Wirkstoffgehalt: Dadurch, daß wir das gesamte ätherische Öl in den Hydrolaten belassen, enthalten sie ein Vielfaches an Wirk- und Aromastoffen. Das erklärt auch die enormen Wirkeffekte, von denen unsere Kunden berichten **

Reinheit und Verträglichkeit: Die Pflanzendestillate von Wild Natural Spirit sind akkreditierte Naturkosmetik und natürliche Hausmittel. Und sie enthalten nichts als Wasser und biozertifizierte Kräuter, die traditionell in unserem Eigenbetrieb angebaut und destilliert wurden.

Haltbarkeit: Die Laboruntersuchungen haben bestätigt: Wegen des hohen Gehalts an ätherischen Ölen brauchen wir keine Konservierungsstoffe (Alkohol, Silberionen) um unsere Pflanzendestillate haltbar zu machen. Die natürlichen Schutzstoffe der ganzen Pflanze sorgen für absolute Reinheit und eine Haltbarkeit von > 18 Monaten.

Ich bin sehr dankbar dafür, daß sich meine intuitive Herangehensweise und die deutlichen, subtilen Kräfte der Ätherischen Hydrolate nun auch naturwissenschaftlich nachweisen ließen. Die Tatsache, daß ich getreu meiner Lehre von den Medizinpflanzen und ihren Heilkräften als Entitäten (“Ganzheiten”), dem Destillat NICHTS entziehe, muß unterscheidbar werden von dem marktüblichen Begriff “Hydrolat“.

**(Bewertungen jeweils unter dem Produkt)

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Salbei-Tee oder Salbei-Hydrolat

salbei

Struktur und Klarheit

Bei den grassierenden Erkältungswellen und Grippe-Infektionen sammle ich Erfahrungsberichte zum Unterschied zwischen Salbei-Tee und Salbei-Destillat.
Ich persönlich bin recht abgehärtet durch das viele Draußen-Arbeiten bei jedem Wetter und daher eigentlich nie erkältet. Aber ich bin Raucherin. Und ich hab öfter Mal mit Schleim und trockenem Husten zu tun.
Da steht das Salbei-Destillat direkt neben mir in der Küche und ich liebe dieses Gefühl von Frische, Klarheit und Reinigung , wenn ich einen Sprüher in den Rachen gebe.
Die Freunde, die gerade niedergeworfen werden von den städtischen Grippeviren lieben den Salbeitee… ganz klassisch. Gerade die, die sowieso eher zu den “kühleren” Systemen gehören.
Die “Heißblüter” und Verschleimungskandidaten bevorzugen offenbar das Destillat.

Salbei ist das beste Heilmittel bei Erkältung und als naturreines Pflanzendestillat eine natürliche Pflege bei großporiger, fettiger Haut.

Hier geht es zum Artikel “Die Melisse und Ihr Hydrolat

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Achillea millefolium – Schafgarbe

Schafgarbe

Die Schafgarbe und ihr Destillat: Die Seele der Achillea ist … blau

Die Achillea gehört zum keltischen Medizinkreis der Wild Natural Spirit- Pflanzen. Ich arbeite schon lange mit ihr – allerdings bis dato immer mit der ganzen Pflanze. Seit diesem Sommer weiß ich, was geschieht, wenn mir die Essenz begegnet …
Bei der Destillation zeigte sich mit großer Strahlkraft das Blau des Azulens, das reichlich in der Schafgarbe enthalten ist. Dieses Azulen ist der Hauptwirkstoff vieler Hautcremes, die beruhigen und Entzündungen heilen. In solchen Cremes sind nur Spuren dieser „blauen Seele“ enthalten – in unserem Hydrolat, das wir aus reinen, handgesammelten Schafgarben-Blüten herstellen, ist in einem 5-Liter-Kolben mehr Azulen enthalten, als in einer ganzen Regalwand solcher Cremes.
Doch das bestechende Blau mit dem betörenden Duft ist nicht der einzige Schatz der Schafgarbe: Achillea millefolium enthält ätherisches Öl, Alkaloide, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Polyine, Salicylsäure und Triterpene. Diese Substanzen machen die Schafgarbe zu einer krampflösenden, blutstillenden, entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Pflanze. Als Tee oder Frischsaft getrunken wird die Schafgarbe bei Verdauungsbeschwerden und zur Anregung der Gallensaftproduktion eingesetzt. Weiterhin wirkt sie gegen Bakterien, gegen Krämpfe und auch gegen Entzündungen. Bekannt ist sie auch als Mittel bei Frauenleiden, Nieren- und Blasenproblemen sowie Hämorrhoiden (siehe https://www.heilpflanzen-lexikon.com/schafgarbe.html)

Aus der Räuchertradition war mir der besänftigende und die Wahrnehmung erweiternde Effekt der Kelten-Heiligen bereits bekannt. Dort wurde ihr Rauch zur Weihung von Priesterinnen verwendet.
Mit Feuer in Bewegung gebracht und mit dem Wasserdampf gereinigt – wie es der Vorgang bei der Destillation ist – erstrahlt ihre Reinheit und Transzendenz vollkommen: die Helfenden an der Destille wurden ganz leise und in sich gekehrt, beseelt und ausnehmend friedvoll.
Das ist gut nachvollziehbar, wenn wir bedenken, daß die Schafgarbe eine ohnehin dem Feinstofflichen, Reinen, Vergeistigten förderliche Pflanze ist. Durch die Destillation trennen wir nochmals das Feine vom Groben und erhalten mit dem Hydrolat die Seele der Achillea, die uns zu verfeinern und leicht zu machen vermag.
Und so wird sie zur Wohltäterin für alles, was erhitzt, beunruhigt, entzündlich und trocken ist:
Ich habe schon einige Rückmeldungen von Anwender/innen des Hydrolats, die verschiedene Probleme mit der Haut hatten – von Babypopo über Decubitus (Wundliegen) und Ekzemen bis hin zur Gesichtsrose – und die berichten, daß sie erstaunlich schnell Linderung durch das Hydrolat erfuhren. Auch als Gesichtswasser bei unreiner oder geröteter Haut scheint sie beste Dienste zu leisten.
Ich selbst gönne mit hin und wieder einen Sprüher unter die Zunge, wenn der Tag sehr voll und beschwerlich war, und mir nach Entspannung, Fließen und Träumen verlangt.
All dies sind kleine „Offenbarungen“, die sich daraus ergeben, daß ich mehr und mehr zur Hüterin dieses zauberhaften Aditi-Berges werde, mich mehr und mehr in die Zusammenhänge und Hintergründe des natürlichen Netzwerks begebe. Denn ursprünglich hatte ich gar nicht geplant, die Schafgarbe explizit zu kultivieren. Sie war ohnehin reichlich auf dem Berg vorhanden. Durch Zufall – beim Jäten im Lavendel – entdeckte ich jedoch, daß der Lavendel mit der Schafgarbe eine Symbiose eingeht: Die Schafgarbe verfeinert und lockert den Boden für die eher träge Lavendelwurzel. Der Lavendel wiederum hält von der Schafgarbe (und anderen Nachbarn) saugende Insekten fern.
Und so stehen die beiden nun in abwechselnden Reihen in meiner Permakultur – jede kraftvoller und prächtiger, als im isolierten Anbau.
Auf diese Weise flüstern die Grünen mir Tag für Tag, Woche für Woche zu, wie das Wild Natural Spirit Sortiment vollkommen wird – und beschenken mich mit reicher Ernte und unvergleichlich hohem Wirkstoffgehalt…

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Unser biozertifizierter Eigenanbau, in dem weder Maschinen noch fossile Brennstoffe noch irgendwelche Dünge- oder Pflanzenschutzmittel zu Einsatz kommen, fördert die Pflanze von Anfang an und bringt ein unvergleichliches Spektrum hervor.
Die Hydrolate, die wir aus dem Eigenanbau vor Ort destillieren, sind deshalb nicht nur wegen der Pflanzenherkunft einzigartig auf dem Welt markt – sondern auch deshalb, weil wir das teure ätherische Öl nicht absondern und einzeln verkaufen, sondern im Hydrolat belassen.
Sieh Dich gerne um in unserem Shop https://wild-natural-spirit.org/shop/ oder besuche einen unserer Wochenendkurse. Im März und August bieten wir interessierten zudem Praxiswochen zu Permakultur und Destillation an der großen, 100-Liter-Kupferdestille.


Meine Empfehlung für das Destillat
Wenn Du statt Tee das Destillatverwendest, sprichst Du eine komplexere Ebene an:
Das Hydrolat erreicht nicht nur das Symptom, sondern auch die komplexen Zusammenhänge, die zu deinen Beschwerden führen.
Hydrolate können äußerlich und innerlich angewendet werden.
Äußerlich werden sie über die Hautoberfläche aufgenommen – und wirken auch in der Haut, die dein „Kommunikationsorgan“ ist.
Wie ein „Parfum“ einfach nur in deine Aura gesprüht, beeinflussen sie deine Resonanzfähigkeit.
Innerlich eingenommen genügt ein Sprüher unter die Zunge: Dort gelangt das hochwirksame ätherische Öl in der wäßrigen Lösung des Hydrolats direkt in den Blutkreislauf.
Schädliche Wirkungen von Destillaten sind nicht bekannt.

Bitte lagere die Destillat im Kühlschrank. Das MHD befindet sich seitlich am Etikett und beträgt in der Regel 15 Monate – meist aber länger, weil in unseren Destillaten das gesamte ätherische Öl der Pflanze belassen wurde

Hier geht es zum Artikel “Der Salbei und sein Hydrolat

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Chamomilla Matricaria – Echte Kamille

Die Goldene Königin – das Destillat der Kamille

Auch wenn das intensiv blaue Öl der Kamille (Matricaria chamomilla) duftend in den Destillationskolben tropft: Die Aura dieser Lichtkönigin ist goldfarben.

Kamille ist als kostbare Heilpflanze bei Entzündungen alt bekannt. Daß sie auch eine wertvolle Gesichtspflege für unreine und gerötete Haut ist, entdecken wir gerade neu: Mit dem puren Pflanzendestillat.

Vom Pflanzenschutz der modernen Landwirtschaft fast ausgemerzt, findet man die Echte Kamille nur noch selten auf europäischen Wiesen – obwohl sie doch eine der zentralen Heilerinnen unserer traditionellen Kräutermedizin ist. Die Germanen widmeten sie dem Sonnengott Baldur.
Stattdessen hat sich die wesentlich schwächere Hundskamille in der Natur breit gemacht – und die Römische Kamille in der Massenproduktion der Aroma-Industrie.
Was für ein Frevel.

Du kannst es selbst überprüfen:
Nimm die drei Pflanzen vor Dich: eine Hundskamille (an fast jedem Feldrand), eine Römische Kamille (auch sehr beliebt in Gartencentern) und eine Echte Kamille (da wirst Du ein bißchen suchen müssen):


Die Echte Kamille mit ihrem hohlen, aufgewölbten Blütenboden und ihren feinsten, hoch differenzierten Blättchen ist viel geordneter und reduzierter, als die Römische Kamille und die Hundskamille. Fest und fein – diese spezielle Qualität vermag Licht zu sammeln, zu halten und zu transportieren – um Welten kraftvoller als die falschen Verwandten (die zwar auch Korbblütler sind, aber anderen Gattungen angehören) !

Kamille in der TCM

Es ist das Yang der Kamille, das körperliche und seelische Yin-Verfaßtheiten erreichen und beruhigen kann. Es festigt das allzu ausgedehnte, es reinigt das Ungeordnete, es wärmt das Erschöpfte. Traditionell findet sie Anwendungen bei Blähungen, Menstruationsbeschwerden und bakteriellen Erkältungskrankheiten. Doch sie kann – gerade wegen ihrer sonnenhaften Yang-Qualität – viel mehr: ihre lichte Kraft, das verfeinerte Zusammenziehen, Ordnen, Reduzieren macht sie eben zur Königin im Unterschied zu den beiden anderen bekannten Kamillen.

Das bemerkst Du zum Beispiel, wenn Du auf großporige oder leicht verhornte Haut etwas von ihrem Hydrolat sprühst: die Haut “lichtet“ sich, stößt Altes ab, verengt die Poren, wird ebenmäßiger.

Besonders, wenn wir das Hydrolat verwenden, gelingt es, diese subtileren Wirkkräfte zu nutzen. Das blaue Chamazulen entsteht erst bei der Wasserdampfdestillation aus dem Matricin der Frischpflanze. Dieser Wirkstoff – den wir bei www.wild-natural-spirit.org als weltweit einzige Anbieter im Hydrolat belassen – entsteht auch bei der Wasserdampfdestillation der Schafgarbe. Doch die Energetik dieser Pflanze ist wieder eine ganz andere und mit westlichen Kategorien schwer zu erkennen: „Entzündungshemmend“ und „antibakteriell“ ist die Schafgarbe, deren Destillation ebenfalls das blaue Chamazulen hervorbringt, auch. Doch im Unterschied zur Kamille spricht die Schafgarbe das Yang an und bringt es in Balance  – befeuchtet, entspannt, kühlt. So verwenden wir das Hydrolat der Schafgarbe bei geistigen und körperlichen Zuständen der Überreizung und Überhitzung, der Austrocknung und Verzehrung. Hautrosen und Ekzeme, Wunden oder „verhärtete“ Stimmungen sind „Andockpunkte“ für die Heilkraft der Schafgarbe.
Die Sonnenkönigin, die Echte Kamille hingegen findet ihr bestes Wirken bei überladenen, chaotischen Verfaßtheiten, bei übermäßiger Feuchtigkeit, die auch als Schwere oder Blockierung empfunden werden kann.

Eine Königin für Königinnen

So nahm mir die Kamille zunächst auch übel, daß ich ihre winzigen, feinen Samen durch weites Auswerfen gesät hatte. Mit einer klobige Keimung in viel zu dichten Nestern – neben kahlen Stellen, an denen sich Storchenschnabel und Spitzwegerich breit machten, zwang sie mich, auf Knien das 80 Quadratmeter große Testfeld Pflänzchen für Pflänzchen zu pikieren und ein „geordnetes Feld“ herzustellen.
Sie hat es gedankt durch blütenreiche Ernte und einen unglaublich hohen Ölgehalt bei der Destillation.

Und so steht sie nun für Dich bereit – als Rohdroge, in der wir nicht nur die Blüten sondern auch Stängel und Blätter verarbeitet haben – oder als Hydrolat mit dem ganzen Anteil an ätherischem Öl. Gerne kannst Du Dich in meinem kleinen Laden (https://wild-natural-spirit.org/shop/  ) umsehen oder zu einem der Wochenendkurse kommen, bei denen ich mehr zur Energetik in der Heilkunde und zur Anwendung der Permakultur vermittle.

In diesem Moment streicht der kalte Herbstwind über die hellgrün keimende Kamille auf Aditi. Sie wird mit ihrem Licht den Winter dort durchstehen und mit dem ersten Frühlingshauch ihr Gold zum Himmel strecken.

Hier geht es zum Artikel “Der Ysop und sein Hydrolat

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Calendula officinalis – Ringelblume

Calendula-Ernte

Lebensfreude pur: Die Ringelblume und ihr Destillat

Heute beginne ich mit der Reihe zu den Wild Natural Spirit-Hydrolaten. Und den Anfang macht die zauberhafte Ringelblume, die mit ihrem strahlenden Orange und dem eindringlich „grünen“ Duft auf ganz Aditi für Farbenfreude und Frische sorgt.

Die Ringelblume ist traditionell ein kostbares Mittel zur Wundheilung und bei Prellungen. Eingenommen lindert sie Erschöpfungszustände und stärkt die Immunkraft. Äußerlich angewendet löst sie Verspannungen und Rauheit.

Ihr lateinischer Name – Calendula officinalis – spielt auf die außerordentliche Ausdauer an, mit der sie blüht und blüht und blüht. Calendae – das sind die die „zusammengerufenen Monate, die sich aneinanderreihen”. Auf Aditi erfrischt sie den Blick von März bis November. Und obwohl sie eine einjährige Pflanze ist, ist sie derart samenreich, daß Du gewiß sein kannst, sie in den Folgejahren reichlich wiederzufinden.

In unserem Permakulturgarten ist das strahlende Orange der Ringelblume ein Lichtblick

Diese Pflanze ist ein Vorbild für Fülle, Fleiß, Steh- und Strahlkraft – und so nimmt es nicht Wunder, daß die Anthroposophen ihr struktur- und widerstandsbildende Kräfte zuordnen. Auch in der Homöopathie erkennt man die Ringelblume als eine, die bei tiefen, strukturellen Störungen angewandt wird, so etwa finden sich bei Gerhard Bleul, Patrick Kreisberger, Ulf Riker folgende Indikatoren: Hautverletzungen mit zerrissenem, zerfetztem Gewebe //  Druck- und Schweregefühl im Hinterkopf // Bohren und Wühlen tief in der Nabelgegend. In der TCM würde man von „windinduzierter, trockener Hitze“ sprechen.
In der Volksmedizin werden Ringelblumensalbe und Ringelblumentee von jeher als Wundheilmittel, Krampflöser und Entzündungshemmer verwendet.

Wer ist diese solide, knall-grün und knall-orange Strahlende mit weit geöffnetem Blütenkorb und aufrechtem Stengel ?

Und wie wirkt sie auf den Menschen ein ?

Strahlkraft in Orange

Unser Ringelblumentee zaubert orange Blüten in die Tasse

Als ich die Calendula säte, fühlte ich mich wie bei keiner anderen Pflanze aufgefordert, sehr tiefe und wohlgeformte Saatlöcher zu stechen, die Samen mit großer Sorgfalt und Ordnung in die Erde zu legen. Und das, obwohl ich wußte, daß sie eine Lichtkeimerin ist.
Und als sie prächtig sproßte, gab es kaum ein „zartes“ Stadium, wie es beim Keimen typisch ist: Nein, sie war kaum aus der Erde hervorgebrochen und sogleich kräftig, dickwandig und intensiv grün. Diese strukturbildende Kraft aus dem Inneren, die Raum nimmt, nennen wir beim Menschen „Stoma“.

Das ist es, was sie ist und woran sie unseren Organismus erinnert.
Auf allen Ebenen – wenn sie gelassen wird.

Als wir Stunden im Calendulafeld standen und Blüte für Blüte pflückten, waren wir bald benommen – sowohl von diesem orangen Farbrausch als auch von dem intensiv würzig-krautigen Duft, den die aromatischen Öle (v.a. Cadionol und Jonon) der Pflanze verströmten. Wie in einem Rausch, der sich sehr dynamisch anfühlte und eine gewisse „Handfestigkeit“ in unserem Ausdruck verursachte, brachten wir die Körbe dann zur Trocknung. Wir bestanden förmlich aus „Stoma“.

Damit diese „raum-bildende Kraft aus dem Inneren“ der Calendula vordringen kann – durch die dichteren Schichten des Körperlichen hinein in die subtilen Ebenen des Emotionalen, des Geistigen, des Seelischen und Spirituellen – benötigt gerade dieser solide Kraftprotz Verfeinerung und einen Transportweg.

Die Seele der Ringelblume

Bei der Wasserdampfdestillation werden nicht nur die (wasserlöslichen) Wirkstoffe der Pflanze von den Grobstoffen (Fasern) gelöst, sondern es werden auch die feinstofflichen Informationen in den Wasserkorpus aufgenommen und dort gespeichert. Aus genau diesem Grunde sind es eigentlich die Hydrolate – und nicht die mit ihrer Intensität bestechenden ätherischen Öle – die die Heilkraft der Pflanze enthalten. Denn Wasser ist der Stoff, der Leben bringt, der Wahrnehmung, Anbindung und Erneuerung ermöglicht. Wir bestehen größtenteils aus Wasser. Setzen wir die kraftvolle Ringelblume also dem Feuer-Wasser (Wasserdampf) aus, so erhalten wir ein ätherisches Hydrolat, das das „von Innen Hervorbrechende“, die „klare Raumgrenze“ und die „Eigenständigkeit“ als subtile Information enthält.
Anders als beim Teeaufguß der Rohdroge entziehen wir mit dem Reindestillat die körperliche Information (Reproduktion, Interaktion, Substanzbildung) und destillieren den „reinen Wirkstoff“, die „Seele der Pflanze“.
Und diese Seele ist bei der Calendula eben eine, die Rückgrat gibt, die in Bewegung bringt, die Raum definiert.

So berichtete kürzlich eine Bekannten, die unter rheumatischen Gelenkschmezen leidet, die Ringelblume habe ihr wohlgetan. Bei ihr waren die Schmerzen in einer inneren Erstarrung und einem äußeren Grenzverlust begründet. Die Ringelblume bringt den Stau in Fluß. Natürlich wirkt das ätherische Hydrolat – wie auch die Blüte bekannt aus der Volksheilkunde – bei Wundheilung und Ekzemen – wenn der Organismus im Inneren geschwächt oder „in Unordnung“ ist. Anders als die Schafgarbe, die auch eine zauberhafte Wundheilerin ist, setzt die Calendula an der Strukturinformation an, ordnet, kräftigt, richtet auf.
Und so ist Calendula-Hydrolat wunderbar, wenn Erschöpfung, Müdigkeit, Übellaunigkeit den Tag verdunkeln.
Aber jetzt habe ich schon wieder viel zu viel geschrieben…
… es geht weiter – am übernächsten Donnerstag mit der nächsten Folge.

In meinem kleinen „Laden“ (https://wild-natural-spirit.org/shop/ ) findest Du 2 Sorten naturreiner Destillate der Ringelblume: Einmal das als Lebensmittel zugelassene Reindestillat, das eingenommen werden kann oder mit dem Du Getränke und Speisen verfeinerst. ZUm anderen ein kosmetisch zugelassenes Destillat, bei dem der Gehalt der ätherischen Öle in einer überprüft hautverträglichen Konzentration gehalten werden. Dort findest Du auch die Rohdroge, herrlich unversehrte, getrocknete Ringelblumenblüten, wenn Du direkt auf körperlicher Ebene ansetzen und vielleicht eine klassische Ringelblumensalbe oder einen leckeren Blütentee machen möchtest.

Bei Fragen zu den Pflanzen wende Dich gerne per Mail an mich. Ich will allerdings keine „Gesundheitsberatung“ machen (darf ich auch gar nicht) . Aber ich kann Dir von der Pflanze berichten, so daß Du selbst nachspüren kannst, ob die Resonanz für Dich und deine Verfassung stimmig ist.


Auf einem kleinen Berg im Bayerisch-Thüringischen – genannt „Aditi“ – lebt ein Permakulturprojekt für den Anbau reinster Medizinpflanzen.
Unsere handgesammelten, biozertifizierten Kräuter sind auch pur eine Kostbarkeit. Als Tee, Schmuckdrogen hochwertige Bestandteile von Kosmetik und Naturheilmitteln. Wild Natural Spirit legt Wert auf Tradition: Wir verwenden keine Maschinen, fügen Erde und Pflanzen keine fremden Stoffe hinzu und sammeln unsere Ernte per Hand. Unsere Pflanzen aus Eigenanbau werden frei von elektrischen Magnetfeldern sanft in unserer autarken Solartrocknung getrocknet.


Der Einstiegsartikel zu dieser Reihe erschien am 3. Oktober 2018  in den Newslichtern und ist hier nachzulesen: https://www.newslichter.de/2018/10/heilsame-hydrolate/