Die Schafgarbe und ihr Hydrolat: Die Seele der Achillea ist … blau

Die Achillea gehört zum keltischen Medizinkreis der Wild Natural Spirit- Pflanzen. Ich arbeite schon lange mit ihr – allerdings bis dato immer mit der ganzen Pflanze. Seit diesem Sommer weiß ich, was geschieht, wenn mir die Essenz begegnet …
Bei der Destillation zeigte sich mit großer Strahlkraft das Blau des Azulens, das reichlich in der Schafgarbe enthalten ist. Dieses Azulen ist der Hauptwirkstoff vieler Hautcremes, die beruhigen und Entzündungen heilen. In solchen Cremes sind nur Spuren dieser „blauen Seele“ enthalten – in unserem Hydrolat, das wir aus reinen, handgesammelten Schafgarben-Blüten herstellen, ist in einem 5-Liter-Kolben mehr Azulen enthalten, als in einer ganzen Regalwand solcher Cremes.
Doch das bestechende Blau mit dem betörenden Duft ist nicht der einzige Schatz der Schafgarbe: Achillea millefolium enthält ätherisches Öl, Alkaloide, Cumarine, Flavonoide, Gerbstoffe, Polyine, Salicylsäure und Triterpene. Diese Substanzen machen die Schafgarbe zu einer krampflösenden, blutstillenden, entzündungshemmenden und wundheilungsfördernden Pflanze. Als Tee oder Frischsaft getrunken wird die Schafgarbe bei Verdauungsbeschwerden und zur Anregung der Gallensaftproduktion eingesetzt. Weiterhin wirkt sie gegen Bakterien, gegen Krämpfe und auch gegen Entzündungen. Bekannt ist sie auch als Mittel bei Frauenleiden, Nieren- und Blasenproblemen sowie Hämorrhoiden.

Aus der Räuchertradition war mir der besänftigende und die Wahrnehmung erweiternde Effekt der Kelten-Heiligen bereits bekannt. Dort wurde ihr Rauch zur Weihung von Priesterinnen verwendet.
Mit Feuer in Bewegung gebracht und mit dem Wasserdampf gereinigt – wie es der Vorgang bei der Destillation ist – erstrahlt ihre Reinheit und Transzendenz vollkommen: die Helfenden an der Destille wurden ganz leise und in sich gekehrt, beseelt und ausnehmend friedvoll.
Das ist gut nachvollziehbar, wenn wir bedenken, daß die Schafgarbe eine ohnehin dem Feinstofflichen, Reinen, Vergeistigten förderliche Pflanze ist. Durch die Destillation trennen wir nochmals das Feine vom Groben und erhalten mit dem Hydrolat die Seele der Achillea, die uns zu verfeinern und leicht zu machen vermag.
Und so wird sie zur Wohltäterin für alles, was erhitzt, beunruhigt, entzündlich und trocken ist:
Ich habe schon einige Rückmeldungen von Anwender/innen des Hydrolats, die verschiedene Probleme mit der Haut hatten – von Babypopo über Decubitus (Wundliegen) und Ekzemen bis hin zur Gesichtsrose – und die berichten, daß sie erstaunlich schnell Linderung durch das Hydrolat erfuhren. Auch als Gesichtswasser bei unreiner oder geröteter Haut scheint sie beste Dienste zu leisten.
Ich selbst gönne mit hin und wieder einen Sprüher unter die Zunge, wenn der Tag sehr voll und beschwerlich war, und mir nach Entspannung, Fließen und Träumen verlangt.
All dies sind kleine „Offenbarungen“, die sich daraus ergeben, daß ich mehr und mehr zur Hüterin dieses zauberhaften Aditi-Berges werde, mich mehr und mehr in die Zusammenhänge und Hintergründe des natürlichen Netzwerks begebe. Denn ursprünglich hatte ich gar nicht geplant, die Schafgarbe explizit zu kultivieren. Sie war ohnehin reichlich auf dem Berg vorhanden. Durch Zufall – beim Jäten im Lavendel – entdeckte ich jedoch, daß der Lavendel mit der Schafgarbe eine Symbiose eingeht: Die Schafgarbe verfeinert und lockert den Boden für die eher träge Lavendelwurzel. Der Lavendel wiederum hält von der Schafgarbe (und anderen Nachbarn) saugende Insekten fern.
Und so stehen die beiden nun in abwechselnden Reihen in meiner Permakultur – jede kraftvoller und prächtiger, als im isolierten Anbau.
Auf diese Weise flüstern die Grünen mir Tag für Tag, Woche für Woche zu, wie das Wild Natural Spirit Sortiment vollkommen wird – und beschenken mich mit reicher Ernte und unvergleichlich hohem Wirkstoffgehalt…

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Unser biozertifizierter Eigenanbau, in dem weder Maschinen noch fossile Brennstoffe noch irgendwelche Dünge- oder Pflanzenschutzmittel zu Einsatz kommen, fördert die Pflanze von Anfang an und bringt ein unvergleichliches Spektrum hervor.
Die Hydrolate, die wir aus dem Eigenanbau vor Ort destillieren, sind deshalb nicht nur wegen der Pflanzenherkunft einzigartig auf dem Welt markt – sondern auch deshalb, weil wir das teure ätherische Öl nicht absondern und einzeln verkaufen, sondern im Hydrolat belassen.
Sieh Dich gerne um in unserem Shop https://wild-natural-spirit.org/shop/ oder besuche einen unserer Wochenendkurse. Im März und August bieten wir interessierten zudem Praxiswochen zu Permakultur und Destillation an der großen, 100-Liter-Kupferdestille.

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Meine Empfehlung für das Hydrolat
Wenn Du statt Tee das Hydrolat verwendest, sprichst Du eine komplexere Ebene an:
Das Hydrolat erreicht nicht nur das Symptom, sondern auch die komplexen Zusammenhänge, die zu deinen Beschwerden führen.
Hydrolate können äußerlich und innerlich angewendet werden.
Äußerlich werden sie über die Hautoberfläche aufgenommen – und wirken auch in der Haut, die dein „Kommunikationsorgan“ ist.
Wie ein „Parfum“ einfach nur in deine Aura gesprüht, beeinflussen sie deine Resonanzfähigkeit.
Innerlich eingenommen genügt ein Sprüher unter die Zunge: Dort gelangt das hochwirksame ätherische Öl in der wäßrigen Lösung des Hydrolats direkt in den Blutkreislauf.
Schädliche Wirkungen von Hydrolaten sind nicht bekannt.
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Bitte lagere die Hydrolate im Kühlschrank. Das MHD befindet sich seitlich am Etikett und beträgt in der Regel 15 Monate – meist aber länger, weil in unseren Hydrolaten das gesamte ätherische Öl der Pflanze belassen wurde

Die Melisse und ihr Hydrolat: Kraftprotz im Samtmantel

Den heutigen Beitrag in meiner Reihe zu den Hydrolaten widme ich der viel geliebten Zitronen-Melisse (melissa officinalis).

Wer kennt ihn nicht, den betörend feinen Duft der Melisse – zart, frisch, vielschichtig ?

Doch dieses Kräutlein mit seinen dünnen, stark gefurchten Blättchen und dem zarten Flaum führt manchen auf die falsche Fährte: Die duftende Lamiacee mit ihren unscheinbaren rosanen Blüten wird bis zu 30 Jahre alt. Einer von vielen Hinweisen auf ihre Durchsetzungskraft – weshalb ich sie zusammen mit den Minzen in ein eigenes Biotop mit anderen „invasiven“ Pflanzen gesetzt habe. Mit ihren Rhizomen – und gärtnerischer Bevorzugung – wird sie sich mit Leichtigkeit gegen die Brombeeren und Schlehen durchsetzen, die sie umgeben. Ihre herrlichen, aromatischen Öle – unter anderem Citral, Linalool und Geraniol – werden von kräftigen Säuren begleitet – Zimt- und Rosamrinsäure – und all dies duftet nicht nur herrlich, sondern es gerbt die Gärtnerinnenhände regelrecht.
Dieses unscheinbare Kraut ist ein wahrer Kraftprotz:

Ihre ungeheure Lebenskraft hat sie in diesem Jahr bereits unter Beweis gestellt. Im Mai (erst) bekam ich 5 junge Pflanzen. Über Stecklinge und Absetzer konnte ich bis August ein ganzes Feld (30 x 5 Meter) nachziehen, das uns eine reiche Ernte bescherte.

Was sie also kann, ist Raumnehmen. Durchsetzung. Auf eine sehr ruhige, ja, betörende Art.

Bei der Destillation brachten 8 Kilogramm Melisse gute 10 Liter Hydrolat in 2 Stunden.
Doppelte Ausbeute in der halben Zeit im Vergleich zu anderen Kräutern, die ich destilliere.

AAAAAAAber: Sie erwartet eine sehr sorgsame, sehr klar definierte Behandlung.
So darf sie nicht eine einzige Stunde auf die Destillation warten müssen – sonst verliert sie ihren Duft. Auch muss es drei Sonnentage gegeben haben, bevor sie in der Tagesmitte geerntet werden will.
Die Ernte vom Morgen war kaum zu destillieren.

Wir haben es also mit einem sehr gehaltvollen, anspruchsvollen Wesen zu tun.
Bringen wir es in der Kupferdestille in Kontakt mit Wasser und Feuer, läßt sich der Körper nur schwer transportieren. Die bekanntermaßen sehr geringe Ölausbeute erklärt sich auch über die Kompromisslosigkeit dieser Deva: Sie lässt sich nicht wirklich auftrennen. Das Öl muss synchron mit dem wasserlösichen Teil destilliert werden, der Zusammenhalt beider Phasen ist ihre Bedingung. Das gelingt nur durch äußerst sorgfältige Temperaturkontrolle. Dann aber bleibt die sonderbare Verbindung von Kraft und Zartheit erhalten.

Verstehst Du jetzt, weshalb der gute, alte Melissengeist deiner Großmutter ihr „ein und alles“, ihre „geheime Kraft“ war ?

Die Melisse verfeinert die Realität – und läßt das Gegenüber dabei schwer und ruhig werden. Gleich einem dunkelgrünen Filzmantel umhüllt sie Dich mit feinsten Fasern, dicht, diffizil, sinnlich, macht Dich ganz wach – bewegungslos.

Mit dieser Art dient sie all jenen Menschen, die unruhig sind, in Geist oder Körper, Nervosität, Reizbarkeit, Gedankenkreise – aber auch Herzrhythmusstörungen, nervöser Darm und Magen, Hitzewallungen oder Kälteschübe: Melissa klärt und beruhigt, beschwert und besänftigt.

Und genau bei diesem Effekt ist die Wasserphase so entscheidend: Das gewaltsam getrennte, reine ätherische Öl vermag die Verfeinerung nicht herzustellen. Sie bleibt plump und an der Oberfläche – ihres Seelenteils beraubt.
Das Hydrolat jedoch, das in langsamer Ordnung die Ölphase in die Wasserphase aufgenommen hat, vermag die Information zu transportieren und sehr differenziert zu adressieren.
So entfaltet sich die verfeinerte Ruhe-Kraft.

Während ich dies schreibe, nippe ich an einer heißen Tasse duftenden Melissentees.
Übrigens auch nicht einfach so: Die gesamte erste Melissenernte mußte verworfen (!) werden, weil die Melisse nach 48 Stunden trocken und knistrig aussah – es aber nicht war… ein ganz schön anspruchsvolles Kerlchen, diese Melisse…

 

 

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Auf einem kleinen Berg im Bayerisch-Thüringischen – genannt „Aditi“ – lebt ein Permakulturprojekt für den Anbau reinster Medizinpflanzen.
Unsere handgesammelten, biozertifizierten Kräuter sind auch pur eine Kostbarkeit. Als Tee, Schmuckdrogen hochwertige Bestandteile von Kosmetik und Naturheilmitteln. Wild Natural Spirit legt Wert auf Tradition: Wir verwenden keine Maschinen, fügen Erde und Pflanzen keine fremden Stoffe hinzu und sammeln unsere Ernte per Hand. Unsere Pflanzen aus Eigenanbau werden frei von elektrischen Magnetfeldern sanft in unserer autarken Solartrocknung getrocknet.

Wochenendkurse zum Thema für 2019

Fünf Wandlungsphasen der Seele – Diagnostik
2. /3. März und 22 /23. Juni  2019

Fünf Wandlungsphasen der Seele – Therapie
30./31. März und 20. + 21. Juli 2019

Ernährung nach den Fünf Elementen
27. / 28. Juli 2019

Das Räucherritual – Basics zur Durchführung von Pflanzenopfern
15. / 16. Juni 2019

Das Pflanzenopfer – Medizinpflanzen sammeln und weihen – Basics zur Gewinnung von Heilpflanzen 13. / 14. Juni 2019

Evelin wird zudem im März eine PRAXISWOCHE Permakultur und im August eine Praxiswoche Destillation in der Kupferdestille anbieten. Bitte direkt kontaktieren.
Mehr zu den Kursen auf Aditi unter www.evelinrosenfeld.de

Die Goldene Königin – das Hydrolat der Kamille

Auch wenn das intensiv blaue Öl der Kamille (Matricaria chamomilla) duftend in den Destillationskolben tropft: Die Aura dieser Lichtkönigin ist goldfarben.

Vom Pflanzenschutz der modernen Landwirtschaft fast ausgemerzt, findet man die Echte Kamille nur noch selten auf europäischen Wiesen – obwohl sie doch eine der zentralen Heilerinnen unserer traditionellen Kräutermedizin ist. Die Germanen widmeten sie dem Sonnengott Baldur.
Stattdessen hat sich die wesentlich schwächere Hundskamille in der Natur breit gemacht – und die Römische Kamille in der Massenproduktion der Aroma-Industrie.
Was für ein Frevel.

Du kannst es selbst überprüfen:
Nimm die drei Pflanzen vor Dich: eine Hundskamille (an fast jedem Feldrand), eine Römische Kamille (auch sehr beliebt in Gartencentern) und eine Echte Kamille (da wirst Du ein bißchen suchen müssen):

Die Echte Kamille mit ihrem hohlen, aufgewölbten Blütenboden und ihren feinsten, hoch differenzierten Blättchen ist viel geordneter und reduzierter, als die Römische Kamille und die Hundskamille. Fest und fein – diese spezielle Qualität vermag Licht zu sammeln, zu halten und zu transportieren – um Welten kraftvoller als die falschen Verwandten (die zwar auch Korbblütler sind, aber anderen Gattungen angehören) !

Es ist das Yang der Kamille, das körperliche und seelische Yin-Verfaßtheiten erreichen und beruhigen kann. Es festigt das allzu ausgedehnte, es reinigt das Ungeordnete, es wärmt das Erschöpfte. Traditionell findet sie Anwendungen bei Blähungen, Menstruationsbeschwerden und bakteriellen Erkältungskrankheiten. Doch sie kann – gerade wegen ihrer sonnenhaften Yang-Qualität – viel mehr: ihre lichte Kraft, das verfeinerte Zusammenziehen, Ordnen, Reduzieren macht sie eben zur Königin im Unterschied zu den beiden anderen bekannten Kamillen.

Das bemerkst Du zum Beispiel, wenn Du auf großporige oder leicht verhornte Haut etwas von ihrem Hydrolat sprühst: die Haut “lichtet“ sich, stößt Altes ab, verengt die Poren, wird ebenmäßiger.

Besonders, wenn wir das Hydrolat verwenden, gelingt es, diese subtileren Wirkkräfte zu nutzen. Das blaue Chamazulen entsteht erst bei der Wasserdampfdestillation aus dem Matricin der Frischpflanze. Dieser Wirkstoff – den wir bei www.wild-natural-spirit.org als weltweit einzige Anbieter im Hydrolat belassen – entsteht auch bei der Wasserdampfdestillation der Schafgarbe. Doch die Energetik dieser Pflanze ist wieder eine ganz andere und mit westlichen Kategorien schwer zu erkennen: „Entzündungshemmend“ und „antibakteriell“ ist die Schafgarbe, deren Destillation ebenfalls das blaue Chamazulen hervorbringt, auch. Doch im Unterschied zur Kamille spricht die Schafgarbe das Yang an und bringt es in Balance  – befeuchtet, entspannt, kühlt. So verwenden wir das Hydrolat der Schafgarbe bei geistigen und körperlichen Zuständen der Überreizung und Überhitzung, der Austrocknung und Verzehrung. Hautrosen und Ekzeme, Wunden oder „verhärtete“ Stimmungen sind „Andockpunkte“ für die Heilkraft der Schafgarbe.
Die Sonnenkönigin, die Echte Kamille hingegen findet ihr bestes Wirken bei überladenen, chaotischen Verfaßtheiten, bei übermäßiger Feuchtigkeit, die auch als Schwere oder Blockierung empfunden werden kann.

So nahm mir die Kamille zunächst auch übel, daß ich ihre winzigen, feinen Samen durch weites Auswerfen gesät hatte. Mit einer klobige Keimung in viel zu dichten Nestern – neben kahlen Stellen, an denen sich Storchenschnabel und Spitzwegerich breit machten, zwang sie mich, auf Knien das 80 Quadratmeter große Testfeld Pflänzchen für Pflänzchen zu pikieren und ein „geordnetes Feld“ herzustellen.
Sie hat es gedankt durch blütenreiche Ernte und einen unglaublich hohen Ölgehalt bei der Destillation.

Und so steht sie nun für Dich bereit – als Rohdroge, in der wir nicht nur die Blüten sondern auch Stängel und Blätter verarbeitet haben – oder als Hydrolat mit dem ganzen Anteil an ätherischem Öl. Gerne kannst Du Dich in meinem kleinen Laden (https://wild-natural-spirit.org/shop/  ) umsehen oder zu einem der Wochenendkurse kommen, bei denen ich mehr zur Energetik in der Heilkunde und zur Anwendung der Permakultur vermittle (http://www.evelinrosenfeld.de/index.php/de/10-redaktionelle-artikel/127-wochenendkurse )-

In diesem Moment streicht der kalte Herbstwind über die hellgrün keimende Kamille auf Aditi. Sie wird mit ihrem Licht den Winter dort durchstehen und mit dem ersten Frühlingshauch ihr Gold zum Himmel strecken.

 

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Auf einem kleinen Berg im Bayerisch-Thüringischen – genannt „Aditi“ – lebt ein Permakulturprojekt für den Anbau reinster Medizinpflanzen.
Unsere handgesammelten, biozertifizierten Kräuter sind auch pur eine Kostbarkeit. Als Tee, Schmuckdrogen hochwertige Bestandteile von Kosmetik und Naturheilmitteln. Wild Natural Spirit legt Wert auf Tradition: Wir verwenden keine Maschinen, fügen Erde und Pflanzen keine fremden Stoffe hinzu und sammeln unsere Ernte per Hand. Unsere Pflanzen aus Eigenanbau werden frei von elektrischen Magnetfeldern sanft in unserer autarken Solartrocknung getrocknet.

Mehr Infos: www.wild-natural-spirit.org

 

 

 

Die Ringelblume und ihr Hydrolat

Heute beginne ich mit der Reihe zu den Wild Natural Spirit-Hydrolaten. Und den Anfang macht die zauberhafte Ringelblume, die mit ihrem strahlenden Orange und dem eindringlich „grünen“ Duft auf ganz Aditi für Farbenfreude und Frische sorgt.

Ihr lateinischer Name – Calendula officinalis – spielt auf die außerordentliche Ausdauer an, mit der sie blüht und blüht und blüht. Calendae – das sind die die „zusammengerufenen Monate, die sich aneinanderreihen”. Auf Aditi erfrischt sie den Blick von März bis November. Und obwohl sie eine einjährige Pflanze ist, ist sie derart samenreich, daß Du gewiß sein kannst, sie in den Folgejahren reichlich wiederzufinden.

Diese Pflanze ist ein Vorbild für Fülle, Fleiß, Steh- und Strahlkraft – und so nimmt es nicht Wunder, daß die Anthroposophen ihr struktur- und widerstandsbildende Kräfte zuordnen. Auch in der Homöopathie erkennt man die Ringelblume als eine, die bei tiefen, strukturellen Störungen angewandt wird, so etwa finden sich bei Gerhard Bleul, Patrick Kreisberger, Ulf Riker folgende Indikatoren: Hautverletzungen mit zerrissenem, zerfetztem Gewebe //  Druck- und Schweregefühl im Hinterkopf // Bohren und Wühlen tief in der Nabelgegend. In der TCM würde man von „windinduzierter, trockener Hitze“ sprechen.
In der Volksmedizin werden Ringelblumensalbe und Ringelblumentee von jeher als Wundheilmittel, Krampflöser und Entzündungshemmer verwendet.

Wer ist diese solide, knall-grün und knall-orange Strahlende mit weit geöffnetem Blütenkorb und aufrechtem Stengel ?

Und wie wirkt sie auf den Menschen ein ?

Als ich die Calendula säte, fühlte ich mich wie bei keiner anderen Pflanze aufgefordert, sehr tiefe und wohlgeformte Saatlöcher zu stechen, die Samen mit großer Sorgfalt und Ordnung in die Erde zu legen. Und das, obwohl ich wußte, daß sie eine Lichtkeimerin ist.
Und als sie prächtig sproßte, gab es kaum ein „zartes“ Stadium, wie es beim Keimen typisch ist: Nein, sie war kaum aus der Erde hervorgebrochen und sogleich kräftig, dickwandig und intensiv grün. Diese strukturbildende Kraft aus dem Inneren, die Raum nimmt, nennen wir beim Menschen „Stoma“.

Das ist es, was sie ist und woran sie unseren Organismus erinnert.
Auf allen Ebenen – wenn sie gelassen wird.

Als wir Stunden im Calendulafeld standen und Blüte für Blüte pflückten, waren wir bald benommen – sowohl von diesem orangen Farbrausch als auch von dem intensiv würzig-krautigen Duft, den die aromatischen Öle (v.a. Cadionol und Jonon) der Pflanze verströmten. Wie in einem Rausch, der sich sehr dynamisch anfühlte und eine gewisse „Handfestigkeit“ in unserem Ausdruck verursachte, brachten wir die Körbe dann zur Trocknung. Wir bestanden förmlich aus „Stoma“.

Damit diese „raum-bildende Kraft aus dem Inneren“ der Calendula vordringen kann – durch die dichteren Schichten des Körperlichen hinein in die subtilen Ebenen des Emotionalen, des Geistigen, des Seelischen und Spirituellen – benötigt gerade dieser solide Kraftprotz Verfeinerung und einen Transportweg.

Bei der Wasserdampfdestillation werden nicht nur die (wasserlöslichen) Wirkstoffe der Pflanze von den Grobstoffen (Fasern) gelöst, sondern es werden auch die feinstofflichen Informationen in den Wasserkorpus aufgenommen und dort gespeichert.

Aus genau diesem Grunde sind es eigentlich die Hydrolate – und nicht die mit ihrer Intensität bestechenden ätherischen Öle – die die Heilkraft der Pflanze enthalten. Denn Wasser ist der Stoff, der Leben bringt, der Wahrnehmung, Anbindung und Erneuerung ermöglicht. Wir bestehen größtenteils aus Wasser.

Setzen wir die kraftvolle Ringelblume also dem Feuer-Wasser (Wasserdampf) aus, so erhalten wir ein Hydrolat, das das „von Innen Hervorbrechende“, die „klare Raumgrenze“ und die „Eigenständigkeit“ als subtile Information enthält.

Anders als beim Teeaufguß der Rohdroge entziehen wir mit dem Hydrolat die körperliche Information (Reproduktion, Interaktion, Substanzbildung) und destillieren den „reinen Wirkstoff“, die „Seele der Pflanze“.

Und diese Seele ist bei der Calendula eben eine, die Rückgrat gibt, die in Bewegung bringt, die Raum definiert.

So empfahl ich kürzlich einer Bekannten, die wiederkehrenden Rheumaschübe durch die Einnahme des Hydrolats zu lösen – denn in diesem Fall waren die Schmerzen in einer inneren Erstarrung und einem äußeren Grenzverlust begründet. Natürlich wirkt das Hydrolat auch bei Wundheilung und Ekzemen – wenn der Organismus im Inneren geschwächt oder „in Unordnung“ ist. Anders als die Schafgarbe, die auch eine zauberhafte Wundheilerin ist, setzt die Calendula an der Strukturinformation an, ordnet, kräftigt, richtet auf.
Und so wirkt ein Sprüher unter die Zunge wunderbar, wenn Erschöpfung, Müdigkeit, Übellaunigkeit den Tag verdunkeln.

Aber jetzt habe ich schon wieder viel zu viel geschrieben…
… es geht weiter – am übernächsten Donnerstag mit der nächsten Folge.

In meinem kleinen „Laden“ (https://wild-natural-spirit.org/shop/ ) kannst Du Dir das Calendula Hydrolat ansehen – oder auch die Rohdroge, wenn Du direkt auf körperlicher Ebene ansetzen und vielleicht eine klassische Ringelblumensalbe oder einen leckeren Blütentee machen möchtest.

Bei Fragen zu den Pflanzen wende Dich gerne per Mail an mich. Ich will allerdings keine „Gesundheitsberatung“ machen (darf ich auch gar nicht) . Aber ich kann Dir von der Pflanze berichten, so daß Du selbst nachspüren kannst, ob die Resonanz für Dich und deine Verfassung stimmig ist.

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Auf einem kleinen Berg im Bayerisch-Thüringischen – genannt „Aditi“ – lebt ein Permakulturprojekt für den Anbau reinster Medizinpflanzen.
Unsere handgesammelten, biozertifizierten Kräuter sind auch pur eine Kostbarkeit. Als Tee, Schmuckdrogen hochwertige Bestandteile von Kosmetik und Naturheilmitteln. Wild Natural Spirit legt Wert auf Tradition: Wir verwenden keine Maschinen, fügen Erde und Pflanzen keine fremden Stoffe hinzu und sammeln unsere Ernte per Hand. Unsere Pflanzen aus Eigenanbau werden frei von elektrischen Magnetfeldern sanft in unserer autarken Solartrocknung getrocknet.

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Der Einstiegsartikel zu dieser Reihe erschien am 3. Oktober 2018  in den Newslichtern und ist hier nachzulesen: https://www.newslichter.de/2018/10/heilsame-hydrolate/

 

 

Die Seele der Achillea ist … blau

(Eigenanbau, bio-zertifiziert, von Hand geerntet, reines Blüten-Destillat)

Sehr glücklich – stolz – begeistert … betört
Die Achillea gehört zum keltischen Medizinkreis der Wild Natural Spirit- Pflanzen. Ich arbeite schon lange mit ihr – allerdings bis dato immer mit der ganzen Pflanze. Seit heute weiß ich was geschieht, wenn mir die Essenz begegnet …