Thymus vulgaris- Thymian

Der würzige, doch auch sanfte und blumige Duft war an meinen Händen, in den Haaren, in den Kleidern – überall. Es fühlte sich an, wie ein Schwungrad in meinem Sonnengeflecht – rhythmisch, kraftvoll, ruhig floß mir die Kraft zu, die Gedanken wurden ruhiger, sammelten sich, waren in entspannter Aufmerksamkeit mit der Pflanze. Wer ist dieser Lippenblütler, von dem es mehr als zweihundert Arten gibt und der keineswegs nur aus dem Mittelmeerraum stammt, sondern schon immer auch wild in unseren Gefilden zu finden war ? Was übermittelt er mit seinen festen, filigranen Blättchen und den zartrosanen Miniaturblüten ?

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Echte Kamille- Matricaria Chamomilla

Wer kennt sie nicht, die wippenden goldenen Hütchen, weiß umrockt, die auf langen, zierlichen Stängeln im Sonnenwind tanzen ? Sie ist eines der zentralen süd- und mitteleuropäischen Heilkräuter, über das bereits in der Antike geschrieben wird. Die Echte Kamille erinnert mit ihrem hervorgewölbten, goldgelben Blütenboden nicht "zufällig" an den Bauch einer Schwangeren. Sie ist eine "Mutterpflanze", durc und durch. Auch wenn das intensiv duftende Öl der Kamille (Matricaria chamomilla) blau in den Destillationskolben tropft: Die Aura dieser Lichtkönigin ist goldfarben. Kamille ist als kostbare Heilpflanze bei Entzündungen alt bekannt.

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Element Erde in der TCM – Das Sammelnde

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) hat bis heute das Wissen um die vielschichtigen Vorgänge bewahrt, die bei der Gesunderhaltung unseres Körpers und unseres Geistes relevant sind. Anders als die monokausalistische und symptomorientierte Sichtweise der modernen abendländischen Heilkunde betrachtet sie Gesundheit als ein Fließgleichgewicht der kosmischen Komponenten, aus denen alles Leben gemacht ist: Luft, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Das ermöglicht einen erweiterten Blick gegenüber Ansätzen, die ein Symptom lediglich beseitigen – und dabei an anderen Stellen neue Ungleichgewichte erschaffen.

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Von der Kunst des Tee-Machens

Kräutertee der Luxus-Klasse: Klar wächst eine Pflanze kraftvoller, wenn sie nicht in Mono- sondern in Permakultur steht, wenn sie ihre Kraft aus dem Ökosystem und nicht aus der Pflanzenschutzspritze oder Tierkacke holt und wenn sie von Hand gepflegt und gesammelt wird statt von schweren Maschinen.

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Die Fähigkeit, an Krisen zu wachsen

Der Ysop ist auf Aditi eindeutig mein „Lieblingskraut“. Im Pflanzenprofil zum Ysop hatte ich bereits über seine biochemischen und feinstofflichen Eigenschaften berichtet und ihn vor allem als Muntermacher beschrieben. Das hängt vermutlich mit dem hohen Gehalt an Campher zusammen und den belebenden Düften der Limonene und Rosmarinsäure. Darüber hinaus entdecke ich mehr und mehr den Charakter dieser leuchtendblauen Pflanze, die den ganzen Sommer von Schwärmen lilaner Schmetterlinge umtanzt ist. Dieses fast vergessene „Küchenkraut“ birgt ein Geheimnis, das man nicht im Labor entdecken kann.

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Der Sonnenhut in der Traumatherapie ?

Es geschah während der Blütenernte: Ich war gänzlich Versunken in das Schneiden der prächtigen Blüten, stand mitten im Sonnenhut-Feld, schon seit Stunden. Aus dieser Versunkenheit – bei der ich an sich kaum „Abgrenzung“ oder „Eigenraum“ wahrnahm, vielmehr vollkommen eingetaucht in das Feld der Heilpflanze war, sprach mich ein geliebter Mensch am Feldrand an. Ich weiß gar nicht mehr, was er gesagt hat, doch diese unerwartete Interaktion löste ein Erdbeben auf dem Grunde meines Herzens aus.

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Valeriana officinale – Baldrian

Bekannt ist der Baldrian eigentlich durch alkoholische Tinkturen aus seiner Wurzel, die reich an dem einzigartigen Baldrianöl sind und im Apotherkerhandbuch empfohlen werden zur Behandlung von Schlafstörungen, bei Unruhe- und Spannungszuständen, Nervosität, Reizbarkeit und bei Prüfungsangst. Der Charakter dieser Pflanze geht jedoch weit über das altbekannte „Beruhigungsmittel“ hinaus:

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Mentha spicata crispa – Krause Minze

Die Krause Minze – Mentha spicata crispa – ein behaartes, ausuferndes Fräulein, das eine ganz zauberhaft sanfte Note in sich trägt - ist eher zufällig in Aditis Minzengarten gestolpert. Dort setze ich sie zwischen Wasserminze, Pfefferminze, Liebstöckel und Melisse ein. Ihr „Stückchen“ maß eben einmal 50 Quadratmeter – das mußte reichen.

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Frühling – ganz leise

Die Minze - ob mit oder ohne Menthol - ist weltweit eine beliebte Heil- und Gewürzpflanze. Sie ist antibakteriell und antivrial. Sie duftet herrlich im ganzen Raum. Sie steigen unsere Konzentration und vertreiben schlechte Laune. Sie bringt den Frühling auf unsere Zunge. Aus gutem Grund habe ich für den April daher die drei Minzen aus Aditis Gärten zum Monats-Special gemacht.

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