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Permakultur – Viel mehr als Gartenbau

Permakultut

Wild Natural Spirit ist ein biozertifizierter Permakultur-Betrieb. Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, eine Verbindung zwischen Mensch und Pflanze von höchster Reinheit herzustellen. Auf diese Weise erschließt sich die Heilkraft traditioneller Medizinpflanzen neu.

Permakultur – ein Wort, das mehr und mehr kursiert und doch auch 50 Jahre nach den ersten Veröffentlichungen von Bill Mollison und David Holgren noch immer in der Bedeutungsfindung ist.
Ganz nah am Wort kommt das „Perma“ von „dauerhaft“ und die „Kultur“ bezeichnet, daß es sich nicht um wildes sondern kultiviertes Land handelt.
Ein Permakulturgarten besteht also schon einmal aus einer angebauten, gehegten Fläche, auf der vornehmlich mehrjährige Pflanzen wachsen .

Morrison formulierte aus der integrierenden Landbewirtschaftung, die Hiram King bereits in den 1910er Jahren demonstriert hatte, die „12 Prinzipien der Permakultur“: Hier wird eine Sichtweise deutlich, die der industriellen Effizienz und ökonomischen Planbewirtschaftung entgegenläuft:


1. Beobachte und Handle (Observe and Interact)

Als ich unsere Kräutergärten anlegte, hatte ich nicht vorab gemessen, geplant und gerechnet. Vielmehr zeigten sich in vielen Spaziergängen, in Stunden der Beobachtung und Einfühlung die Bereiche, die offen für Kultivierung waren – und die, die nach wie vor wild sind.
Auch die Kräuterarten, die ich auf Aditi anbaue, wurden mir vom bestehenden, wilden Bestand gezeigt: wilder Salbei, wilder Thymian, wilde Schafgarbe waren bereits vor Ort. Einzelne Pflnzen au sem Bestand herauszunehmen, in vorbereiteten Boden zu setzen und besonders zu hegen brachte gesunde, gehaltvolle Pflanzen hervor.
Eine Fläche, die regelrecht von wuchernden Aschlehen, Brennesseln und Brombeeren erstickt wurde, machte mir deutlich, daß ich hie nicht mit Calendula oder Ysop anzufangen brauchte. Wenn ich hier Kulturpflanzen integrieren wollte, so mußte ich ebenso durchsetzungsstarke Sorten wählen, die in der Lage sind, der Brombeere oder der Brennessel Paroli zu bieten. Hier gedeihen mittlerweile die „invasiven Kräuter“ – Minzen und Melisse – die sich in dem starken Verbund prächtig entwickeln.

2. Sammle und Speichere Energie (Catch and Store Energy)

Ich begann mit der Anlage der Kräutergärten im Jahr 2018. Das extremste Dürrejahr iun Deutschland seit Jahrhunderten. Gut, daß ich die Permakultur-Mechanismen beachtet hatte bei der Anlage der Beete: Wasserrinnen an Beetgrenzen, große Gehölze als Schattenspender und Wasserspeicher, Wiesenstreifen für lebenserhaltende Mulchungen in den ganz argen Phasen.
Der Blick auf die Dinge als Energieform ist keiner, der uns in der Schule beigebracht wird. Im nachhaltigen Gartenbau müssen wir lernen und üben, Gehalt und Qualität von Energie in den verschiedenen Erscheinungsformen zu erkennen.
Auch die Entscheidung für eine autarke Kräutertrocknung, die ausschliesslich durch Sonneneinstrahlung unsere gesamte Ernte haltbar macht, ist in diesem Sinne entstanden.
So wird der bereits vorhandene Reichtum des Landes erhalten und sichtbar – und nicht nur das Sichtbare abgeschöpft.

3. Erwirtschafte einen Ertrag (Obtain a Yield)

Ernten erlaubt! Sicher hast Du schon einmal beobachtet, daß Pflanzen sich „freuen“ wenn sie liebevoll (!) geerntet werden. Ein Apfelbaum, dessen reife Früchte Du pflückst, wird deutlich stärker Frischholz produzieren und im kommenden Jahr seinen Blüten- und Fruchtreichtum ausbauen als ein Apfelbaum, dessen Früchte unbeachtet in der Wiese vergären oder in Frost erstarren.
Sicher hat das nicht nur biochemische sondern auch feinstoffliche Hintergründe.

Und deshalb ist gerade an diesem Punkt die Unterscheidung von „Ertrag“ und „Ausbeutung“ wirklich wichtig. Wir hatten im späteren Sommer ein echtes Kapazitätenproblem: Wir schafften es nicht, alle Kräuter zu ernten, die reif waren. Und mein lieber Mitarbeiter Fabian meinte an einem der arbeitsreichen Abende: „Es kann doch auch etwas stehen bleiben, einfach weil es schön ist ?!“. Ja, genau. Und außerdem hatte ich fast vergessen, daß ja auch die Bienen sich freuten und uns eine reiche Spättracht einbrachten.

In jedem Falle gilt: Fülle bringt Fülle hervor. Pflanzen „belohnen“ sich und Dich durch eine liebevolle Zusammenarbeit.

4. Wende Selbstregulierung an und Lerne aus den Ergebnissen
(Apply Self-regulation and Accept Feedback)

In Permakultursystemen reguliert sich vieles selbst – Morrison nannte es „produktive Feedbackschleifen“: Das konnten wir gut beobachten und lernen, als die gefräßige Quecke durch Jäten einfach nicht mehr einzudämmen war – und dann, ohne unser Zutun – die Ringelblumensamen ausfielen, gegen die Quecke ansprießten und ihr letztlich das Licht nahmen. Keine Quecke mehr J
Das machten wir natürlich gleich nach an anderen Stellen !

5. Nutze erneuerbare Ressourcen und Leistungen (Use and Value Renewable Resources)

Mineraldünger ? Kommt bei unserem biozertifizierten Betrieb nicht in Frage.
Fremde Tierscheiße ? Beleibe – nein ! Was haben gefangene Kühe und Ziegen mit Aditi zu tun ?
Nein – die Brennesselinseln, die überall zwischen unseren Beeten gehegt und gepflegt werden, geben uns alles, was wir zur Bodenverbesserung und Eindämmung pflanzenschädlicher Insekten und Würmer brauchen.
Es ist alles vor Ort, was Aditi braucht, um in ihrer ganzen (und von Natur aus vollkommenen) Pracht zu strahlen.

6. Produziere keinen Abfall (Produce No Waste)

Da wir nur eigene Pflanzen verarbeiten, tragen wir auch nicht zu Transport- und Verpackungsbelastung bei, wie dies leider viele große Unternehmen tun, die mit zugekauften, oft importierten Pflanzen arbeiten. Doch wir gehen noch einen Schritt weiter: Selbst unsere Versankartons für die Destillate, Rohdrogen und den Kräutertabak sind zu einem großen Teil wiederverwendete Pappkartons, die ich regelmäßig bei den Gewerbetreibenden in unserem kleinen Städtchen Bad Rodach einsammle. Unsere Destillate haben bewußt keine Umverpackung – und unsere Kunden lernen, daß das ganz und gar nichts mit der „Wertigkeit“ der Produkte zu tun hat.

Jedes Stückchen Pappe, das hier auf den Berg kommt, wird wiederverwertet als Verpackung – oft schneiden wir ganze Abende lang die langen Pappstreifen, in denen die Glasflaschen dann zu Dir kommen…
Der einzige „Müll“, den wir hier produzieren, das ist die „Maische“ der Destillation – die Blüten und Blätter, die nach der Destillation in der Destille zurückbleiben.
Der beste Dünger für unseren Garten !!!

7. Gestalte erst Muster, dann Details (Design from Patterns to Details)

Das ist ein sehr spannender Punkt … … und den heben wir uns für den nächsten Beitrag auf, wie auch die anderen 5 Prinzipien.

Wenn Du Permakultur wirklich spüren und lernen willst, dann komm im Mai gerne zu einer der beiden Praxiswochen Permakultur. https://wild-natural-spirit.org/seminare-und-praxiswochen/
Hier erlebst Du mitten in einem märchenhaften Bestand, wie kostbare Kräuter in Einklang mit Wald, wilden Wiesen, heimischen Tieren und einer gesunden Erde gezogen werden.

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Die Antwort

Permakultur

Drei Dinge haben keinen Platz auf Aditi: Plastik, Maschinen und schlechte Laune

Ich habe fast zwei Jahrzehntelang Bücher geschrieben, Vorträge gehalten, Projekte gesteuert, in denen es darum ging, Wirtschaft und unsere Art, zu leben, aus Druck und Unzufriedenheit heraus hin zu einer Ökonomie und Gemeinschaft zu führen, in der wir lieben (können), was wir tun.
Heute – in einer Zeit, in der Millionen von Menschen auf dieser Welt ein Smartphone, ein Auto, Nahrung im Überfluss haben, während der Rest der Welt stirbt. Und dabei ist unsere Art, den Reichtum zu konsumieren, nicht einmal gut für uns.
(Von zunehmenden Allergien, Krebserkrankungen, Depressionen über Nitrat im Wasser und Bor in der Luft bis hin zu Entsorgungsfragen zu all dem Müll).
Es gibt jetzt und jederzeit die Chance, den konsumistischen und zerstörerischen Wahnsinn anzuhalten und in Einklang mit den gegebenen Ressourcen gesund und zufrieden zu leben.

Wild Natural Spirit ist meine ganz persönliche Antwort.

Die Produkte von Wild Natural Spirit sind einzigartig weltweit.
Dabei sind unsere Destillate und Naturkosmetik Natur pur.
100% Naturreines Pflanzendestillat.
Mehr nicht.

Warum machen das nicht alle Heilmittel- , Lebensmittel- und Kosmetikhersteller so ?

Die überragende Qualität von Wild Natural Spirit resultiert aus einem Fertigungs-Prozeß, der heutzutage als unvereinbar mit skalierbarer Produktion, mit Billigimporten, sterilen Laboratorien und maschinendominierter Ausbeutung gilt.
Er erfordert Körperarbeit und sehr viel Zeit und menschliche Zuwendung. Er ist mengenmäßig limitiert. Und er ist mit unzähligen behördlichen Vorgaben reguliert, deren Eckpunkte auf einer industriellen Fertigung gründen.

Doch mehr und mehr Menschen wollen genau solche Produkte: Anziehend, heilsam, authentisch, nachhaltig, pur. Wirklich pur. Pur.
Wir machen uns die Mühe. Mit sehr viel Freude.
Hier sind ein paar Hintergründe zur Kraft in Wild Natural Spirit

  • Glasflaschen
  • Wiederverwendete Verpackung
  • Vor Ort Gewachsenes

#Ohne Zukäufe und Transportwege

  • Zutaten 100% Eigenanbau vor Ort

#Ohne Pflanzenschutz

  • Lebenserhaltende Bodenbewirtschaftung
  • Biozertifizierte Permakultur
  • Kontrolliert biologischer Anbau
  • Anbau in Mischkultur
  • Trocknung mit Sonnenwärme

#Ohne Maschinen

  • Reine Handarbeit
  • Destillation auf offenem Feuer

#Ohne Zusätze

  • 1 einzige Pflanzenart je Produkt
  • Unveränderte natürliche Zusammensetzung
  • Pflanzeneigene Konservierung 18 Monate
  • Produktion mit Brunnenwasser
  • Vulkanischer Boden

#Ohne Ausbeutung

  • Limitierte Jahresproduktion
  • Mitarbeiterkapitalbeteiligung
  • kein Großhandel
  • Vermarktung von Hand zu Hand

Unser wirtschaftlicher Erfolg ist nur eine Nebenerscheinung von unserem Wunsch, unsere Wertschätzung für eine unversehrte Natur zum Ausdruck zu bringen.
Und Menschen die Möglichkeit zu geben, auch heute, mit der unversehrten Kraft unserer traditionellen Heilpflanzen 100% Gutes zu sich zu nehmen.

Insbesondere diejenigen Inhaber und Inhaberinnen unter Ihnen, die Ladengeschäfte oder Wellness-Einrichtungen mit genau dieser Intention betreiben, möchten wir einladen, unsere Produkte und damit unseren Spirit zum Magneten in Ihrem Sortiment werden zu lassen.