Jedes Mal, wenn ich mir den zarten Sprühnebel meiner Ringelblume vor dem Schlafengehen ins Gesicht hauche, fühle ich mich eingehüllt in Kostbarkeit und Vitalität. Und das ist nicht nur so, weil die Ringelblume eine ganz wunderbare, sonnengefüllte Heilpflanze ist. Sondern es ist so, weil dieser Sprühnebel auf meiner durstigen Haut unendlich viel Hingabe enthält. Die Hingabe von Aditi, die meine Kräutergärten beheimatet, und all der Wesen, die hier ungestört zusammenkommen und das Leben kosten. Die Hingabe meiner Hände und der Hände der Helferinnen, wenn wir den Boden vorbereiten für die Aussaat, wenn wir mit der Hacke Saatfurchen ziehen und dabei singen, wenn wir – an einem windstillen und sonnigen Tag – die Calendula-Samen aus dem eigenen Saatgutgarten in die Rillen legen, die keimenden Pflanzen wässern und freihalten, bis sie in ihrem berauschenden Orange strahlen und den ganzen Berg in ihren Duft hüllen und wir sie pflücken können – einzeln – Blüte für Blüte, beseelt von ihrer Farbe und ihrem harzigen Öl an unseren Händen. Hingabe fließt auch, wenn wir die blank geputzten Kupferdestillen befüllen, das Feuer anschüren und andächtig warten, bis das kostbare Destillat hervortritt, so daß wir es in die blauen Glasfläschchen füllen können, jede einzelne Flasche verschließen, mit den selbst gestalteten Etiketten versehen und sorgsam in die Kartons packen.
So entstehen Kostbarkeiten.
Eine solche Hinwendung ist so unglaublich selten geworden, dass sie bestenfalls in glücklichen Familien noch hie und da auftaucht in der Hetze der Zeit, wenn einmal Marmelade eingemacht wird oder handgearbeitete Geschenke entstehen. Doch welche käuflichen Dinge in dieser Welt sind noch so angefüllt mit Hingabe und Wertschätzung? Welche Dinge in dieser Welt sind noch so kostbar?
Nein, ich meine nicht die Kostbarkeit seltener Rohstoffe, die wir nur noch in hochpreisigen Produkten finden. Ja, sie sind auch kostbar, aber in aller Regel auch „so effizient wie möglich“ zum Verkauf gebracht. Können wir die Kostbarkeit dieser seltenen Rohstoffe wirklich noch spüren und als echte, energiereiche Nahrung empfangen?
Alles ist Resonanz
Wer spüren kann, der spüre: Die Jahrzehnte Wachstums des Baums, dessen Holz in meinem Toilettenpapier ist. Die unermüdliche Fruchtbarkeit des Bodens, der die x-te Baumwollernte ermöglicht hat für das Hemd, das ich trage. Die tiefen Erdschichten, die blauen Felsen und die hellen Kieselsteine, über die das Wasser gesprungen ist, damit die Stromturbine angetrieben wird, mit deren Hilfe ich am Abend Licht habe.
Spürst Du es?
Bist Du dort?
Bist Du bei der Hingabe, die Dir zukommt, in jedem Ding?
Wenn Du dort bist, wenn Du spüren kannst, was alles geschehen ist, um Dir dieses Ding in die Hände zu legen, dann kannst Du empfangen. Dann kannst Du trotz aller Aufgaben, Gedanken, Fragen in Dir und an Dich, trotz der Rückenschmerzen und trotz der Motorsäge des Nachbarn die Lebenskraft empfangen, die jetzt, in diesem Moment, in dem Du dieses Ding berühren kannst, empfangen und aufnehmen.
Und wenn Du diese Kostbarkeit erkannt und empfangen hast, dann erhältst Du die Energie, die Hingabe, die Lebendigkeit, die Verbundenheit, die dazu geführt hat, dass Du dieses Ding jetzt in den Händen hältst.
Wie anders ist diese Erfahrung, als das schnelle Recherchieren nach „irgendwas“, das Prüfen des Preises, der Klick auf „zahlen“, das Auspacken, Beurteilen und Einsortieren von Dingen, wie es täglich viele Male geschieht. Da ist kein Empfangen. Da ist Wollen und Haben. Und dann ist es vorbei.
Keine Energie, die fließt. Kein Spüren, kein Verbinden, keine Resonanz, kein Energiezufluss.
Wenn wir uns innig nähren wollen, wenn wir die Kostbarkeiten des Lebens wirklich aufnehmen wollen, dann braucht es also zweierlei: Es braucht eine Kostbarkeit – ein „Ding“ das angefüllt ist mit Lebendigkeit und Hingabe, das uns erreicht. Und es braucht unser Empfangen als Echo auf das Wundervolle, das uns berührt.
Ein mit leeren und offenen Händen ganz Dasein. Ein Erkennen all der Fügungen, die es brauchte, um uns zu erreichen. Ein Hineinnehmen, ein Durchlassen und Umschließen, damit die Lebensenergie Teil von uns selbst wird. Kurz nur, denn sie soll ja in Fluss bleiben. Aber eben diesen einen kostbaren Moment, nur.
Das Wesen der Dinge
Ich erinnere mich, dass ich ganze zwei Jahre lang die Gärten gepflegt und die Destillate hergestellt und in alle Welt gesendet habe, bevor ich es wagte, mir aus dem reichen Lager selbst ein Fläschchen Ringelblume zu nehmen. Nur für mich. Und es dann tatsächlich auch jeden Abend zu empfangen.
Es war ein kleiner, heiliger Akt, unmittelbar vor dem Schlafengehen. Ich nahm das Fläschchen in beide Hände, bis ich spüren konnte, was darin ist. Manchmal hielt ich es sogar an mein Herz. Und dann schloss ich die Augen, drückte zwei, dreimal auf das Ventil und ließ mich einhüllen von dieser Sommerpracht, von diesem Lebenstanz und dieser Reinheit.
Meine Freunde haben mich ausgelacht, meine Kunden haben gestaunt, dass ich so lange brauchte, selbst ein Fläschchen für mich zu nehmen. Doch ich bin einfach mit einer so sehr dünnen Haut geboren, dass ich all die Dinge, die in einem Ding sind, all die Geschehnisse, die zu einem Ding führen, spüren kann.
Manchmal sehe ich ganze Bilder und Geschichten, die ein Ding mit sich bringt.
Und so war es mir etwas Heiliges, dieses eine Fläschchen ganz für mich. Und das ist es mir bis heute. Die Ringelblume mit ihrem ganz besonderen Wesen ist mit mir im Raum, wenn ich das Fläschchen nur in die Hand nehme. Und wenn ich es öffne und einige Tropfen dieser kostbaren Flüssigkeit zu mir nehme, dann strömt diese Vitalität direkt herein, belebt meinen ganzen Körper, beruhigt Geist und Empfinden, lässt die Welt strahlen.
Das Wesen der Dinge zu sehen, zu spüren, braucht sehr viel Raum und Zeit und Stille. Das Wesen der Dinge zu sehen, macht es unmöglich, teilzunehmen an einer Welt, die so unglaublich vieles übersieht, unbewusst zerstört, billigend in Kauf nimmt.
Es war genau richtig, dass mir der Berg Aditi begegnete. Denn ich konnte seine Kraft und seine Art sehen und diesen Raum empfangen. Und sie konnte meine überbordende Lebenskraft und Hinwendung empfangen, um neu zu erblühen.
So gibt es also nun diese wunderschönen „Dinge“.
Und all die Heilkräuter- Wesen, die in Aditis Gärten leben und uns Jahr um Jahr beschenken mit ihrer ganz besonderen Kraft.
Wenn Du Aditis Pflanzenwesen auch spüren möchtest, hast Du die Wahl zwischen siebzehn ganz unterschiedlichen Sonnenpflanzen. Ich habe auf meiner Website einen Test hinterlegt, der Dir mit wenigen Fragen hilft, das richtige Heilkraut für Dich zu finden. Gleich auf der Startseite bei „Welches Kraut passt zu Dir?“

