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Yoga und Pflanzen

Yoga und Heilkräuter

Wie Kräuter in Resonanz mit bestimmten Chakren stehen

Yoga heißt wörtlich übersetzt „Webstuhl“. Dieses Wort symbolisiert das Verweben des Yogins mit dem Kosmos. Denn weit über die körperliche Ertüchtigung an zwei, drei Stunden des Tages hinaus, zielt die gelebte Praxis des Yoga darauf, innen wie außen im Einklang zu sein.
Da ich zum einen leidenschaftliche Kräuterbäuerin und Destillateurin bin, andererseits auch von Kindheit an Yoga praktiziere und durch einige tiefere Ausbildungen gegangen bin, verrate ich Dir heute ein wenig über die Wechselwirkung zwischen den Kräutern und den Chakren.

Der Ashtanga – oder der geordnete Aufbau von Energie

In Einklang mit dem Kosmos zu leben setzt voraus, daß wir unsere menschlichen Schatten in den Griff bekommen und die gegebenen Möglichkeiten nutzen, den Geist in Frieden zu bringen, das Herz offen zu halten und unseren Körper störungsfrei als eine Art „Antenne“ einzusetzen. Der Ashtanga beschreibt den 8-stufigen Entwicklungsweg des Yoga, der mit den Yamas und Niyamas beginnt, noch bevor die Asanas (die als „Yoga“ bekannten Körperübungen) ins Spiel kommen.
Bei den Yamas und Niyamas geht es um ein Verhalten nach außen und um eine innere Geisteshaltung, die Ausgleich und Frieden bewahrt.
Unter den einheimischen Heilkräutern ist der Sonnenhut die Pflanze, die diese Zentriertheit und Durchlässigkeit am deutlichsten fördert. Lies hierzu gerne das vollständige Pflanzenprofil zum Sonnenhut (Echinacea).

Die Chakren – energetische Zentren im Körper

Neben dem Hauptenergiekanälen (Susuma, Ida und Pingala) gibt es in unserem stofflichen Körper sieben energetische Zentren, die man sich als dreidimensionale Spiralen vorstellen kann: Die Chakren. Sie können mehr oder weniger stark aktiviert sein und so den Menschen mit der erforderlichen Energie versorgen. Die Aktivierung der Zentren erfolgt im menschlichen Körper immer von unten nach oben, wie ein Wasserfall mit Becken: erst wenn das voran gegangene Becken vollständig gefüllt ist, läuft es sozusagen über und beginnt das nächste zu füllen.
Es ist also nicht möglich, ein – sagen wir – voll entfaltetes Herzchakra zu haben, ohne daß die voran gegangenen drei Chakren ganz aktiviert sind. Gleichwohl kann es sein, daß unser System vor allem auf der 2. Ebene – dem Sakralchakra – sich entwickelt, und uns ein Stau oder ein Mangel im Kehlchakra schwächt. Eine gezielte Förderung des Kehlchakras hilft uns, unseren (geordneten) energetischen Aufbau voran zu bringen.
Und dabei können uns die Pflanzen unterstützen. Bei den Pflanze ist die Fließrichtung umgekehrt – von oben nach unten – was ein wesentlicher Faktor bei ihrer Fähigkeit ist, uns zu unterstützen.
Doch welche Pflanzen helfen uns auf den verschiedenen Ebenen ?

Das Wurzelchakra und der Bezug zur Erdenergie

Muladhara, das Chakra, das etwa auf der Höhe des Damms sitzt, korreliert mit der elementaren Qualität der Erde. Es reguliert unsere instinktiven Überlebensfunktionen, unsere Fähigkeit, stoffliche und feinstoffliche Nahrung aufzunehmen und uns in der Welt zu verankern.  
In Resonanz zu dieser erdigen, nährenden und Geborgenheit vermittelnden Qualität stehen die beiden Heilkräuter Ringelblume (kühlend) und Kamille (wärmend). Insbesondere die Kamille vermag unsere Ankerung zu fördern und das Wurzelchakra anzuregen. Lies hierzu gerne das vollständige Pflanzenprofil zur Kamille.

Das Sakralchakra und der Bezug zur Wasserenergie

Sadiswara, das Chakra, das im Bereich des Uro-Genital-Bereichs verortet ist, ist in Resonanz mit der Qualität von Wasser. Ein gut gefülltes Sakralchakra versorgt uns vor allem mit Freude und Inspiration, ist also unter anderem mit unserer Libido, unserer Kreativität und geistigen Aktivität verknüpft.
Schafgarbe (kühlend) und Lavendel (wärmend) sind die beiden Heilkräuter, die das Sadiswara ansprechen und aktivieren. Lies hierzu gerne das vollständige Pflanzenprofil zur Schafgarbe.

Das Solarchakra und der Bezug zur Feuerenergie

Manipura, das Chakra auf der Höhe des Solarplexus, ist der Sammelort für unsere feurigen Qualitäten. Die Yogis bringen es in Verbindung mit Entscheidungs- und Tatkraft, mit klarer Wahrnehmung und Ausdauer. Diese Qualitäten sind besonders in Resonanz mit dem Wesen des Thymian. Lies hierzu gerne das vollständige Pflanzenprofil zum Thymian.

Das Herzchakra und der Bezug zur Luftenergie

Anahata, das Herzchakra, ist das energetische Zentrum, das für unser Empfinden und unsere Fähigkeit, uns zu verbinden zuständig ist. Die hohe Fähigkeit, Mitgefühl zu erfahren baut auf der Erkenntnis auf „ich bin wie Du“. Wenn ein Mensch Mitgefühl entwickeln kann, ist er bereits in Einklang mit den Wesen – und mit sich selbst.  
Am ehesten entspricht die Schwingung der Melisse dieser Qualität. Die Melisse habe ich nach den Regeln der TCM sowohl zur Luft/Äther als auch zur Erde geordnet. Ihre vordergründig beruhigenden Eigenschaften richten sich in der Tiefe an Hingabefähigkeit, Vertrauen und inneren Frieden- Lies hierzu gerne das vollständige Pflanzenprofil zur Melisse.

Das Kehlchakra und der Bezug zum Äther

Visuda bildet in unserem Körper die Grenze zwischen stofflicher und feinstofflicher Dimension. Erst wenn es uns gelungen ist, mit voll aktiviertem Wurzel-, Sakral-, Solarplexus- und Herzchakra friedvoll in der stofflichen Welt zu verankern und einzuweben, steht uns das Tor in die geistigen Dimensionen von Raum und Zeit offen. Elementar betrachtet bildet der Äther diesen Übergang zwischen Stofflichkeit und Geistigkeit. Und diese Qualität mögen die raumgreifenden Minzen zu übermitteln.
Lies hierzu gerne das vollständige Pflanzenprofil zu den Minzen.

Der spirituelle Weg

Von hieraus begeben wir uns dann tatsächlich auf einen spirituellen Weg, losgelöst von weltlichen Bedürfnissen und Abhängigkeiten, ganz ausgerichtet auf die geistigen und kosmischen Zusammenhänge. Die beiden Chakren oberhalb von Visudachakra – Ajna („drittes Auge“) und Sahasrara (Kronchakra) – sind bereits von einer überkörperlichen Qualität. Es gibt kaum Menschen in dieser Zeit, bei denen diese Chakren zu Lebzeiten ganz entwickelt sind, denn dies setzt voraus, daß die fünf vorausgehenden Energiezentren kontinuierlich und vollständig pulsieren.
Wer sich dennoch in diesen Dimensionen bereinigen oder stärken will, ist mit dem Ysop als Begleitpflanze gut beraten. Lies hierzu gerne das vollständige Pflanzenprofil zum Ysop.

Wenn Du Dich eingehender für die yogischen Zusammenhänge interessierst, so möchte ich Dir das ausschließlich auf vedischen Quellen fundierte große Standardwerk „Die Yoga Tradition“ von Georg Feuerstein, ISBN: 9783935001069 empfehlen.
Und wo Du hochwertige Kräuter und Essenzen bekommst, weißt Du ja …

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Mit den Spirits durch die Rauhnächte

Rauhnächte

In den Rauhnächten – 12 Nächte nach der Wintersonnenwende – wachten die Alten während der Dunkelheit, riefen die Götter und baten um Zeichen für den Verlauf des kommenden Jahres. Einst war dies eine Geste der Demut, ein „Sich-Öffnen“ für den Willen des großen Ganzen.
Über die Zeit wurde – wie ganz allgemein aus dem Beten – ein egozentrisches Wunschkonzert daraus, eine weitere Variante, individuelle Begehrlichkeiten und Wünsche zu formulieren.

Das zurück liegende Jahr lehrte uns alle, dass es nicht darauf ankommt, was wir wollen. Vielmehr dass wir uns daran erinnern, wie dieses „Lauschen und Empfangen“ geht, wie wir uns öffnen und einfügen können in den unaufhaltsamen Strom des Lebens.

Im Rahmen meiner Seminare – beiläufig in den Praxiswochen und explizit in den Seminaren zur Pflanzenmedizin – lege ich großen Wert auf dieses Lauschen. Es hätte wenig Sinn, nur die Wirkspektren der Pflanzen zu erklären oder die Konzepte der Fünf Wandlungsphasen aus der Traditionellen Chinesischen Medizin zu vermitteln. All dies hat wenig Wert, wenn das Wahrnehmen nicht aktiviert ist und die wirklich relevanten Informationen – die immer gegenwärtig und von Situation zu Situation, von Mensch zu Mensch verschieden sind – wenn diese Aspekte nicht aufgenommen werden würden.

In meinem Leben sind es die Pflanzen, die mir helfen, dieses „Hineinweben“ täglich zu praktizieren. Sie machen mir vor, wie ich still werden kann (Melisse und Baldrian), wie ich mich verankere genau dort, wo ich gerade stehe und meine Kontaktfläche zwischen „innen“ und „außen“ klar wahrnehme (Sonnenhut).
Sie führen meine Wahrnehmung aus dem weltlichen Geschehen in den feinstofflichen Zusammenhang (Wasserminze und Schafgarbe), aktivieren meine „Antennen“ für die Informationen aus dem großen Zusammenhang (Ysop).
Und wenn ich zurückkehre aus dem reinen Wahrnehmen, wenn es darauf ankommt, hier, auf dieser Erde mit diesem Körper zu manifestieren, wofür ich stehe, so wärmt mich die goldene Kamille in die Welt hinein und der Salbei hilft mir, mit den dreidimensionale Strukturen zurecht zu kommen.

Vielleicht konnte ich mit diesen Gedanken inspirieren, deine Rauhnächte einmal anders zu gestalten.
Dir in den Nächten zwischen dem 21. Dezember und dem 2. Januar jeweils einen Spirit mit hinaus unter den Sternenhimmel zu nehmen und das Lauschen zu üben.

Unabhängig von den großen Ankündigungen und Erwartungen aus den Reihen der Astrologen, Yogis und Mayaforscher, ist wohl für alle klar, dass dieses Jahr 2020 mit seinen außergewöhnlichen Ereignissen, ein Jahr 2021 einläutet, in dem wir neu aufgestellt und in veränderten Rahmenbedingungen uns wiederfinden.
Nutze die „Stille Zeit“ also diesmal – nicht, um all das, was Dir fehlt und missfällt anders zu wünschen – vielmehr, um zu vernehmen, wohin das Leben uns lenkt und wie Du in bester Weise deinen Platz dort einnimmst.

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Erweiterte Wahrnehmung – eine notwendige Begleiterscheinung dieser umwälzenden Zeit

Evelin Rosenfeld

Wir leben in einer Zeit verwirrender Informationen und Ereignisse, ungeklärter Diskussionen und heftiger Kommunikationsschwierigkeiten. An der Auseinandersetzung damit kommt wohl kaum ein Mensch vorbei. Wir alle sind tief involviert in einen Wandlungsprozess ungeheuren Ausmaßes, der sich mit dem Ausrufen der Pandemie enorm beschleunigt hat.
Diese rasante Infragestellung unserer Lebensweise, unserer Gewohnheiten und politischen Gegebenheiten verhindert förmlich, sich an den gelernten Strukturen bezüglich Arbeit, Gesundheit und Gemeinschaft weiter festzuhalten. Es funktioniert einfach nicht mehr.
Für viele ist das ein Moment extremer Verunsicherung und Orientierungslosigkeit.

Ich persönlich habe dieses Momentum schon vor zwei Jahrzehnten durchlebt und greife heute auf eine Orientierungsmöglichkeit zurück, die sich für viele meiner Mitmenschen erst jetzt öffnet.
Bis zu meinem 32. Lebensjahr versuchte ich – wie fast alle anderen –, die Regeln der Leistungs- und Konsumgesellschaft zu befolgen. Ich machte das beste Abitur, studierte Biochemie, dann noch einmal Betriebswirtschaft, gründete zwei Unternehmen, wurde Finanzanalystin und Konzernstrategin. Dann war mir klar, dass ich nicht weiter teilnehmen möchte an einem System, in dem die Angst uns antreibt, in dem die Sucht nach Sicherheit lähmt und in dem Frust wegkonsumiert wird.

Die Loslösung vom Materialismus

Ich brach alle Brücken hinter mir ab – und folgte das erste Mal den Zeichen des unmittelbaren Lebens. Planlos. Diese Zeichen brachten mich tief in den Dschungel Thailands. Allein.
Es galt, in neuen Umständen zurechtzukommen, ohne Geld, dafür jedoch mit einer überbordenden Natur. Ich sah mich plötzlichen Regenfluten ausgesetzt, in denen du keinen Meter Sicht mehr hast und die Erde beginnt, zu rutschen. Um mich herum Schlangen, Skorpione und Moskitos, die schon lange vor mir an diesem Platz lebten, Kokosnüsse, die aus 40 Metern Höhe herabfallen. Wäschewaschen mit Flusswasser, Kochen auf offenem Feuer und einen Kühlschrank gab es natürlich auch nicht. Auf den ersten Blick war das für eine gebildete Städterin eine Zumutung. Auf den zweiten Blick war es das Paradies.
Denn ich entdeckte neu, dass alles, was ich zum Leben brauche, schon da ist. Meine Sinne und mein Körper erwachten und mein grübelnder, kritischer Geist wurde ruhig.
Die Zeit dehnte sich aus – es gab keine Pflichten, Aufgaben und Ablenkungen mehr.
Und durch diese Loslösung von materiellen und sozialen Dingen begann sich meine Wahrnehmung zu erweitern. Zunächst noch sinnlich-materiell – ich schmeckte und roch intensiver, hörte besser, sah schärfer, tastete differenzierter – mehr und mehr aber auch subtil.

Die Gratwanderung zwischen Wahrnehmung und Projektion

Es begann damit, dass mein Blick auf meinen bisherigen Lebensweg sich veränderte. Die Urteile und Empfindungen, die ich zu früheren Erfahrungen hatte, waren nicht mehr eindeutig und polarisierend. Vielmehr war es mir möglich, Ereignisse aus den unterschiedlichsten Perspektiven zu betrachten – und zu empfinden.
Meine ärgsten „Feinde“, die verabscheungswürdigsten Handlungen, derer ich Zeugin geworden war, bedrohliche Entwicklungen im Weltgeschehen, verloren mehr und mehr ihre Abstoßung und Fremdheit.
Es waren nicht mehr menschliche Kategorien von „gut“ und „schlecht“, nicht mehr soziale Haltepunkte, die mein Leben führten. Durch das Sein inmitten der mächtig pulsierenden Natur, durch den Dialog mit Bäumen, die Betrachtung der Teiche, Lichtungen, Höhlen als vieldimensionale Räume eröffneten sich mir Einsichten in tiefere Zusammenhänge.
Das Bild, das ich mir von Erlebnissen, Menschen und Prioritäten gemacht hatte, erschien ganz anders, ganz neu. Mein Blick weitete sich.
Diese Erweiterung meiner Wahrnehmung erstreckte sich auch auf das ganz normale Leben – sei es, wenn ich wieder einmal die Orientierung im endlosen Dämmer-Grün des Dschungels verloren hatte – und doch – ohne Richtung – den direkten Weg zurück fand, seien es Träume, die mir Ereignisse zunehmend präzise ankündigten oder auch Heilungserfahrungen: Oft  „rief“ mich ein bestimmtes Kraut, wenn es mir körperlich oder seelisch nicht gut ging – und die jeweilige Pflanze führte dann mein System unmittelbar wieder in ein gesundes Gleichgewicht. Es öffneten sich Wahrnehmungskanäle, die es mir ermöglichten, das Geschehen in einer größeren Tiefe und Weite zu erfassen.

So folgte ich 2009 auch einem Traum, in dem ich eine Delegation der „Sonnenpflanzen“ an einen verlassenen Ort im Anagagebirge auf Teneriffa „beorderte. Dort wartete bereits ein aletr Mann auf mich – Carlos, den einige meiner Auszeit-Teilnehmer/innen später auch trafen – und weihte mich in den Sonnenkult der Guanchen und in deren Medizinpflanzen ein. Das war der Beginn von „Wild Natural Spirit“, der mich 7 Jahre später auf Aditi ankommen und heute hauptberuflich Heilkräuter anbauen läßt.

Ausdrücklich möchte ich diesen Vorgang unterscheiden von Projektionen – also der Übertragung bereits bekannter Schemata auf gegenwärtige Situationen. Sobald eine Art “Vergleich“ stattfindet – „das ist wie… (etwas bereits Bekanntes)“ – befinden wir uns in der Regel mehr im Spiegelsaal unserer Phantasie und Prägungen, als in einer klaren, erweiterten Wahrnehmung. Wahrnehmung bewegt sich in der Unmittelbarkeit, im nicht bekannten Kontext.
Ganz grundsätzlich gilt jedoch, dass wir uns von der Illusion verabschieden müssen, zu wissen. Und jemals wissen zu können. Diese Idee, die uns von Kindheit an vorgegaukelt wird, führt uns entweder in Überheblichkeit (die fallen wird) oder geistige Versklavung (indem wir nur als „Wissen“ gelten lassen, was tausende andere auch in einem Buch gelesen haben …)

Geführt sein und der freie Wille

Mit der Erfahrung des „Nichtwissens“ – so wie sie das menschliche Kollektiv gerade in der breiten Masse macht – geschieht etwas Fundamentales: Nicht zu wissen wird in unserer Gesellschaft als absoluter Zustand der Schwäche bewertet und führt in ein Gefühl der Ohnmacht. Und Ohnmacht ist wohl eines der ungeliebtesten Gefühle bei den Menschen.

Wenn ich mich jedoch der Natur ausliefere, ihr begegne ohne Kompass, ohne Vorrat, ohne  Klimaanlage – erfahre ich allerdings mit jeder Faser, dass Unwissenheit und Ohnmacht die Wahrheit sind. Der natürliche Zustand.
Die Eiche „weiß“ nicht, ob zu viel Nitrit in den Boden gelangt. Sie wird mit den gegebenen Umständen gedeihen – oder eingehen. Doch anders als wir Menschen (derzeit) hat sie Zugriff auf das Feld – und damit die Möglichkeit, durch ihr Werden und Vergehen Gleichgewicht im System herzustellen.
Dieser ganz natürliche Sachverhalt des Nichtwissens und der Ohnmacht muss erfahren und akzeptiert werden. Erst dann lösen wir uns vor der Vorstellung „anders“ zu sein und können unbelastet von dieser künstlichen Unterscheidung dem ganzen Dienen.
Auf diese Weise relativiert und reduziert sich der „freie Wille“ auf das individuelle und in der Grundlage begrenzte Vermögen, die eigenen Fähigkeiten im Sinne des Lebens einzusetzen. Planlos und ungesichert. Der Satz „DEIN Wille geschehe“ spiegelt die notwendige Haltung, die uns Menschen neu zu verbundenen, sich dem Leben hingebenden Menschen macht. In dieser Haltung springen die „Antennen“ an, die nicht auf Gelerntes, sondern auf die gegenwärtigen Informationen zugreifen.

Die Rolle der Pflanzen

Wir haben Paten in der Natur, die mit äußerster Sorgfalt und Treue versuchen, uns auf dem Weg in das Mitschwingen mit dem Leben und mit allen Wesen zu helfen. Es sind die Pflanzenwesen, die auch mir immer und immer wieder Halt, Richtung und Nahrung gegeben haben.

Immer sind sie da – ob ein kleines Fleckchen Moos am Gullirand in der Großstadt oder die wogenden alten Ahornbäume, die meinen Hof „Aditi“ säumen:  Die „grünen Freunde“ sind allpräsent – auch wenn wir sie oft gar nicht bewusst wahrnehmen.
Wie selten machen wir uns bewusst, dass (unser) Leben auf diesem Planeten ohne den Sauerstoff und ohne die pflanzliche Biomasse nicht möglich wäre. JA: Pflanzen sind die einzigen Wesen auf der Erde, die aus Licht Materie assimilieren können.
Doch weit über diese biologisch-materielle Ebene hinaus vermögen sie, unser lineares Denken zu durchbrechen und uns die erforderlichen Informationen multidimensional zukommen zu lassen.
Wenn du dich in das Feld eines alten Baumes begibst und deine Aufmerksamkeit – eine ganze Weile (!) – auf diesen Baum lenkst, wird sich deine Wahrnehmung bald von der „schönen Form“ des Baumes, von der Qualität und den Eigenarten seiner physischen Eigenschaften lösen. Du wirst darüber hinaus etwas wie eine Atmosphäre, den eigentlichen Raum um den Baum wahrnehmen. Und weiter wirst du das Pulsieren des Lebensstroms registrieren – zuerst des Baumes, dann aber bald auch des ganzen Feldes. Und hier begibst du dich allmählich in die Multidimensionalität, in der alle Informationen enthalten sind, die JETZT zählen. (den Yogis ist das Wort „Akasha“ bekannt – genau das ist diese Multidimensionalität).
Diese Informationen – die eben etwas anderes als „geschriebenes Wissen“ sind – stellen auch die altbekannten Heilkräfte der Pflanzen dar. Denn Krankheit und Gesundheit sind auch nur Ausdrucksformen bestimmter, multidimensionaler Informationen.

Wenn unsere Haut etwa sich brüchig zeigt und aufgeregt, dann zeigt sich das Ringen unseres Systems um eigenständige Temperierung, um durchlässige Abgrenzung. Es kann nicht darum gehen, diese Symptome möglichst schnell loszuwerden – vielmehr zeigt unser Körper ja, woran er gerade „arbeitet“. In diesem speziellen Fall bringe ich etwa die Informationen der Ringelblume (Calendula officinalis) ein: Sie ist eine Meisterin der Selbstaufrichtung, ein endloser Quell von Vitalität, Spannkraft und Integration. Bringe ich einen Menschen, der genau an diesen Themen gerade wächst in Resonanz mit der Calendula – in ihr Schwingungsfeld – so erfährt der Mensch Unterstützung und Bestärkung in die gerade für ihn aktuelle Entwicklungsrichtung.

Die andere Sprache

Die Informationen, die da kommen, sind jedoch keineswegs vage. Sie geben sehr konkrete Hinweise auf adäquate Handlungen oder sinnvolle Positionen. Selten wie im Märchenbuch, daß tatsächlich ein Pflanzenwesen Dir sagt: Geh da und da hin ! Widme Dich dem und dem (aber selbst das ist mir ja widerfahren!). Meist erreichen uns diese Informationen auf mehreren Ebenen zugleich – unser Körpergefühl, unsere Emotionen und Gedanken nehmen eine andere Form an. So zum Beispiel bei Cholerikern, die wieder einmal in höchster Erregung aus einem Streit  heraus rasen, und in einer Mischung aus Gewalt und Verzweiflung sich befinden: Wenn Du einem solchen Menschen die Wermut-Essenz (https://wild-natural-spirit.org/produkt/das-beste-des-wermut/ ) gibst, wird sich seine Wahrnehmung und Verfaßtheit rasch ändern: Der Panzer,, der de Überdruck erzeugt, wird brechen, die überschüssige Energie kann sich in neuen Raum ausdehnen und verändert Sicht, Empfinden und auch Körperverfassung.
Und in sehr sehr seltenen Fällen, wird es dann konkret handlungsleitend: So war es das Wesen der Ingwerpflanze, das mich an einen ganz genau bezeichneten Ort auf Teneriffa führte, wo ich Carlos traf und wo das Projekt „Wild Natural Spirit“ seinen Anfang nahm. Diese Projekt, das mittlerweile meine Vollzeitbeschäftigung darstellt, besteht darin, unversehrte Heilkräuter einer bestimmten Frequenz anzubauen und in Form von traditionell hergestellten Essenzen in die Welt zu geben. Unversehrt – also fernab von den destruktiven Einflüssen schwerer Maschinen, synthetischer Pflanzenschutzstoffe und Konservierung (auch Alkohol tötet die Lebensfrequenz ab !), fernab von den Gedankenströmen aufeinander gepferchter Menschen in Unruhe, fernab von den elektromagnetischen Zerrfeldern industrieller Trocknungs- und Destillationsanlagen.
Hier auf Aditi bestellen wir unsere Permakulturgärten ausschließlich von Hand, in Stille. Wir destillieren die Heilkräuter unmittelbar nach der Ernte auf offenem Feuer in großen Kupferdestillen. Und wir gewinnen Essenzen, die vollkommen ohne Zusätze hoch wirksam und stabil sind.
All dies trug mir das „Ingwermännchen 2009“ auf – wenngleich ich manches erst entschlüsseln mußte. Etwa, was gemeint war mit „auf den alten Wegen“ oder mit „Sonnenpflanzen“. Doch ich folgte dem Pflanzenwesen und bemühte mich darum, seinen Auftrag zu verstehen – und letztlich zu erfüllen.
Und es war der rote Sonnenhut, der mich die Struktur meines Permakulturgartens lehrte und mich Beet für Beet anleitete, welche Pflanze an welchem Platz zu sein hat. Der Kräutergarten auf Aditi schwingt in einer Energie und Kraft, wie ich sie niemals hätte hervorbringen können, wenn ich vorab einen Plan gemacht hätte. Vielmehr webte ich mich bei der Arbeit mit der Erde, bei jedem Wetter und Tag für Tag ein in das feinstoffliche Feld dieses Berges. „Las“ die gemeinte, die noch nicht sichtbare aber gegenwärtige Struktur und Qualität.

Während dieses ganzen Lernweges veränderte sich auch meine „Sprache“ – meine Art zuzuhören und zu vermitteln. Nur ein ganz kleiner Teil des Austausches – mit Menschen, Pflanzen und der feinstofflichen Welt – , in dem ich mich befinde, erfolgt noch über Worte. Die meisten Informationen, die mich lenken, erhalte ich auf subtilerer Ebene. Ich „sehe“, welche seelischen Vorgänge in meinem Gegenüber zu Krankheit führen. Ich „spüre“, dass viele Wochen lang kein Regen kommen wird. Ich „vernehme“, dass Corona nur Symptom eines tiefgreifenden Macht- und Gesinnungswandels derer ist, die unsere sozialen Systeme steuern.
Diese Informationskanäle, diese subtile „Sprache“ hätte mir kein Mensch vermitteln können. Sie ist gewachsen im Alleinsein, im Stillsein und im Lauschen auf die Natur.
Und natürlich ist auch für diesen Vorgang „ein Kraut gewachsen“, das ich dir auf dem Weg in eine erweiterte Wahrnehmung sehr ans Herz legen möchte: Das Ysop Reindestillat (für sehr emotionale und ängstliche Menschen empfehle ich alternativ die Schafgarbe, die mit größerer Sanftheit in die erweiterte Wahrnehmung und in das Geführtwerden geleitet) erzeugt diesen Effekt, der sich anfühlt wie eine Glaslinse über deinem 6. Und 7. Chakra. Hier fließen die Feldinformationen in großer Klarheit:

So holte ich mir unmittelbaren Rat beim Ysop, als all die Behördenkontrollen letztes Jahr derart überhand nahmen, daß ich das Gefühl bekam, auf dem falschen Pfad zu sein. Ich ging zum Ysop, setzte mich mitten hinein mit meinem Ärger, meiner Überforderung und Ratlosigkeit zu all diesen Ein- und Übergriffen. Das energetische Feld des Ysop führte mich hinauf, in eine Perspektive, in der ich mich und mein Handeln aber auch die Beamten und die Empfänger/innen meiner Destillate betrachten konnte. Und noch vielmehr „sah“ ich Europa, seine Geschichte, seine Werte, seine derzeitige sozio-ökonomische Struktur. Aus dieser Perspektive lehrte mich der Ysop zu begreifen, wie das Subtile in das Grobstoffliche gewoben werden muss. Er vermittelte mir, wie wichtig und wie spezifisch die Schnittstellen zwischen der feinstofflichen und der materiellen Welt sind und daß diese Schnittstellen zum Vorgang gehören, wie die Inhalte selbst. Mit dieser Information konnte ich neuen Mut fassen und all die Herausforderungen angehen, die mir die äußere Welt aufgab, um meine Mission „auf die Erde“ zu bringen.
Und wenn ich mal kein Ysopfeld zur Hand habe – was nur noch selten geschieht – dann habe ich das Reindestillat bei mir. Mit seiner nahezu magischen Reinheit vermag ein Sprüher des Destillats mir unverzerrt und unmittelbar genau diese Frequenz der Heilpflanze zu übermitteln. Und das genau herzustellen, die „Sonnenpflanzen auf den alten Wegen zu den Menschen bringen“, ist, was ich tun sollte – und was mich in der tiefe meines Herzens erfüllt.  (Beispiel?)

Und so wurde es mein Anliegen, die multidimensionale Information unserer grünen Paten für möglichst viele Menschen verfügbar zu machen. Es scheint zu gelingen …

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Der Sonnenhut in der Traumatherapie ?

Sonnenhut

Der Sonnenhut lehrt uns, wie Eigenraum und Verbundenheit zusammen gehören

Ich möchte diese frühen Morgenstunden gerne nutzen, meine neuen Erfahrungen mit dem Sonnenhut (Echinacea purpurea) zu teilen.

2018 baute ich erstmalig dieses erhabene und bizzarre Heilkraut an. Es forderte mich schon damals auf, mich ganz einzulassen, Strümpfe und Schuhe auszuziehen und die Samen mit dem baren Fuß in die Erde zu bringen. Ich erinnere mich genau an diesen segensreichen Moment, der mir ein so deutliches Empfinden meiner selbst, meines Körpers, meiner Bewegungen vermittelte – und zugleich das Herz weit öffnete.
Erst ein ganzes Jahr später, also in der zweiten Vegetationsphase, beschenkte mich die Echinacea mit ihrer ganzen Pracht: handtellergroße, pinkfarbene Blüten, dieser einzigartige, an die Blume des Lebens erinnerte riesige Blütenboden in schillernden Komplementärfarben, der starke, hohe Wuchs.  Ich schrieb schon damals ein Pflazenprofil zu dieser markanten Deva.
Doch nun, im dritten Jahr, vertiefte ich diese Begegnung.

Das aufgebrochene Herz

Sonnenhut

Eine ganze Weile lang hatte ich das Reindestillat der Echinacea eingenommen und auch an Menschen weitergegeben, deren Innen-Außen-Wahrnehmung eine Klärung und Festigung brauchte. Die Fähigkeit, Eigenräume deutlicher spürbar zu machen und zu stabilisieren, kommt uns ja auch bei en bekannten Echinacea-Präparaten zur Immunstärkung entgegen. Allerdings irritiert mich dort immer der Alkohol, der – für mein Empfinden – den Lebensfluß unterbricht.
Bei den Tests des Spirit-Reindestillats mit meinen Gruppen und bei der Auswertung der subjektiven Wirkspektren war aber immer auch die Eigenschaft des Sonnenhuts benannt worden, „über das Herz“ zu wirken.
Die einen sprachen von einem „warmen Strömen im Herzchakra“, die anderen sprachen von Empfindungen der Liebe, der Wärme, der Verbundenheit.

In Verbindung mit den aufrichtenden, abgrenzenden Eigenschaften mag dies wie ein Widerspruch erscheinen – und so ging ich diesem scheinbaren Widerspruch in diesem Erntejahr nochmals gezielt nach.
Es geschah während der Blütenernte: Ich war gänzlich Versunken in das Schneiden der prächtigen Blüten, stand mitten im Sonnenhut-Feld, schon seit Stunden. Aus dieser Versunkenheit – bei der ich an sich kaum „Abgrenzung“ oder „Eigenraum“ wahrnahm, vielmehr vollkommen eingetaucht in das Feld der Heilpflanze war, sprach mich ein geliebter Mensch am Feldrand an. Ich weiß gar nicht mehr, was er gesagt hat, doch diese unerwartete Interaktion löste ein Erdbeben auf dem Grunde meines Herzens aus.
Uralte Fragmente von Erlebnissen, in denen meine Integrität erschüttert worden war, tauchten aus heiterem Himmel mit aller Macht aus mir auf, und mit ihnen die Erschütterung über Grenzverletzung, Gewalt und Lieblosigkeit. Und diese Bilder betrafen nicht nur mich selbst, sondern, so schien es, das ganze menschliche Kollektiv.
Ich muß dazu sagen, daß ich in dieser Zeit keineswegs mit solcherlei Themen beschäftigt war und auch keine außerordentlichen Erfahrungen dieser Art in meinem Lebensweg hatte. Und doch hatte etwas derartiges auf dem Grunde meines Herzens geschlummert, das nun, genau in diesem Moment, mitten im Sonnenhutfeld und während einer Phase, in der ich sein Reindestillat testete, aus mir hervorbrach.
Doch das ist nur der erste Teil, der Moment, in dem der Sonnenhut „über das Herz eintritt“.
Es folgte, nach einigen heftigen Minuten, eine Erfahrung der absoluten Zeitlosigkeit, der Gesamtschau und des friedvollen Mitgefühls. Die Welt wurde sehr groß – und ich vernahm sehr klar meinen eigenen, gut geerdeten, geschützten und klar definierten Seinsraum.

Im Nachklang, auch jetzt noch, drei Monate nach dieser Erfahrung, kann ich sagen, daß dieser Effekt sich dauerhaft in mein System integriert hat: Mein empathisches Empfindungsvermögen einerseits, und die Wahrnehmung eines wohl integrierten Eigenraums andererseits, besteht weiterhin.

Die Seele der Pflanze

Den einen oder anderen mag diese stark seelenorientierte Betrachtung des Wirkspektrums der Echinacea verwundern.
Hier gebe ich zu beachten, daß ich mit den Wild Natural Spirit-Reindestillaten ja die erste von mehreren alchemistischen Stufen vollziehe: In der Wasserdampfdestillation gewinnen wir aus den unversehrten Pflanzen, die ausschließlich aus unserer Permakultur auf Aditi stammen, den so genannten „flüchtigen Sulfur“ – nach Paracelsus die „Feuerluft“ der Pflanze – ihre Seele, den Inhalt der Form und die subjektiven Informationen.

Freilich haben die Reindestillate über ihre biochemischen und physikalischen Eigenschaften auch eine unmittelbare körperliche Wirkung. Doch dieser „flüchtige Sulfur“ trägt besonders die der Form innewohnende Information und vermag somit, die entsprechenden Ebenen im menschlichen System zu erreichen.
Wie kraftvoll der Sonnenhut hier wirkt – und mit welcher spezifischen Information und Richtung – konnte ich in diesem Jahr, mit dieser Erfahrung also noch einmal besser greifen.

Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und hoffe, daß diese wundervolle Sonnenpflanze mit ihrem leicht saturnischen Anklang noch viele Herzen öffnet, viele kostbare Eigenräume strahlen läßt !

Ich glaube, daß diese Beobachtung mit dem Sonnenhut Relevanz für die Traumatherapie haben könnte und möchte Dich gerne einladen, mit dem Sonnenhut in dieser Richtung zu forschen. (… und teile deine Erfahrungen bitte !).

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Abwehrkräfte und Immunstärkung

Abwehrkräfte

Die Medien berichten schon wieder über steigende Fallzahlen. Zudem läutet der Herbst die kühle und feuchte Jahreszeit ein. Und wir alle blicken bereits jetzt zurück auf ein äußerst bewegtes, herausforderndes, verwirrendes Jahr 2020.
All diese Dinge haben die meisten von uns wohl dazu gebracht, über unsere Abwehrkräfte und Immunstärkung nachzudenken. Denn bekanntlich sind es ja nicht nur Viren, Strahlen, Nitrit im Wasser, die uns körperlich angreifen. Streß, schlechte Lebensgewohnheiten, negative Nachrichten können unseren Körper und unseren Geist ebenso zusammenbrechen lassen. Daher möchte ich heute mit Dir ein wenig genauer auf die Frage der Immunstärkung eingehen, sie von verschiedenen Seiten betrachten und auch ein wenig davon verraten, wie ich selbst mich einer sehr stabilen geistigen und körperlichen Gesundheit erfreuen darf.

Wie funktioniert das Immunsystem

Da wir ein teilweise „offenes System“ sind und in einer Welt leben, die ganz unterschiedliche Lebensbedingungen hervorbringt und sich stets verändert, nehmen wir zwangsläufig Dinge auf, die uns auch schwächen können. Das ist unvermeidbar – sei es eine mit zellzerstörenden Strahlen angereicherte Luft oder seien es gesellschaftliche Spannungen – wir können uns nicht ganz entziehen und abschotten.
Das müssen wir auch nicht, denn wir sind mit einer Vielzahl von Mechanismen ausgestattet, die filtern und wandeln können. Und das betrifft nicht nur auf körperlicher Ebene die natürlichen Barrieren, über die wir verfügen (unsere Haut, Säuren, Schleime, körpereigene Bakterien) und das geniale System unserer weißen Blutkörperchen. Auch auf feinstofflicher und geistiger Ebene verfügen wir über eine Vielzahl von Abwehrkräften, die uns schützen können, und auf die ich weiter unten eingehe.
Doch auch diese Mechanismen können über die Zeit geschwächt sein und nicht mehr richtig funktionieren. Oder – im Falle von Autoimmunerkrankungen oder psychischen Störungen – sich gar gegen das eigene System richten. Dann ist es höchste Zeit, technische und äußere Hilfen hinzuzunehmen, die unsere eigene Kraft aufbauen helfen.

Wenn wir uns stärken wollen, um auch unter dem Einfluß destruktiver Faktoren gesund zu bleiben, halte ich es für wichtig, nicht in Kategorien von „Verteidigung“ und „(Keim)Vernichtung“ zu denken – wie das etwa beim Einsatz von Zytostatika, Desinfektion, Antibiotika geschieht. Vielmehr liegt mir persönlich der ganzheitliche Ansatz, in dem wir davon ausgehen, daß ein natürliches Fließgleichgewicht für die Gesundheit und die Balance ALLER im System lebenden Aspekte anzustreben ist. Im Gleichgewicht wuchert nichts. Im Fluß staut sich nichts.
Und genauso betrachten wir in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) den menschlichen Körper, aber auch das System, in dem er lebt.

Unser Freudenquell – der Körper

Das phänomenale Wunderwerk unseres Körpers ist für viele der leichteste Ansatzpunkt, wenn es gilt, Ungleichgewichte zu beheben und Kraft zuzuführen. Und das geht wirklich sehr einfach.
Um den Körper mit den körperlichen Belastungen umgehen zu lassen, braucht er vor allem Schlaf (neben einer belastungsfreien, vollwertigen Ernährung und intensiver Bewegung // Isolierte Nährstoffe aka „Nahrungsergänzungsmittel“ sind ganz sicher keine vollwertige Ernährung …).

Im Schlaf heilt fast jede Störung – scheinbar – von selbst.
Allerdings gibt es viele Menschen mit Schlafstörungen, so daß ihnen der Zugang zu heilendem, erholsamem Schlaf verwehrt ist. Hier ist das System nicht mehr in der Lage, einen Zustand von Ruhe selbst herbeizuführen – aus den verschiedensten Gründen. Die Qualität von „Ruhe“ hat – mit TCM-Augen betrachtet – zwei Qualitäten: Die von Wind/Holz – also Leichtigkeit – und die von Erde – also eine sammelnde Qualität. Ein möglicher körperliche Zugang, diese Qualitäten im Körper zu mehren, ist, in tief geerdeter Rückenlage, Arme und Beine natürlich geöffnet und Handflächen nach oben – zu atmen. Drei Stufen: Rachen, Brustraum, Unterbauch. Das bewußte Atmen in dieser Position durch diese drei Räume hinein und hinaus vermehrt die zum Schlafen erforderliche Qualität von Ruhe.
Wer sich gerne von Pflanzen begleiten läßt, kann auch gerne eines der Reindestillate von Wild Natural Spirit probieren: Baldrian oder Melisse.
Beide enthalten zusatzfreies Pflanzendestillat aus Heilkräutern, die ohne Maschinen und andere Störfaktoren wuchsen und geerntet wurden. Beide enthalten Kräuter, die unsere Volksheilkunde schon immer als „beruhigend“ und „schlaffördernd“ kannte.

Unser Kokon – Beziehungen und Umwelt

Ein weiterer, zentraler Faktor für unsere Immunkraft ist das soziale Netz, in dem wir uns bewegen. Je leichter die Dinge zwischen den Menschen in deinem Beziehungsumfeld fließen, je klarer und stabiler die Position der Einzelnen, um so kraftvoller ist das System und die Energie, die Du aus ihm beziehst.
Hältst Du Dich jedoch über längere Zeit in einem System auf, in dem es Machtkämpfe, Mißtrauen, Wut, Abhängigkeiten und Schmerz gibt – ausgesprochene Zeichen von Ungleichgewicht – so wird auch dein System in das Beziehungsungleichgewicht einbezogen werden und Du gerätst aus dem „Gesund-Modus“, wirst anfälliger für Störungen körperlicher und geistiger Art.
Je mehr Du Dich gegen die Verhältnisse in deinem sozialen System auflehnst, desto brüchiger wird deine Immunkraft.
Gleichgewicht bedeutet, daß jede Qualität, die sich im System befindet, vom Gesamtsystem so gefördert wird, daß sie zu ihrer größten Kraft sich entfaltet. Im Sinne und für das System. Hier ist dann ein sicherer, klarer Platz im System besetzt, der allem zuträgt.
In meinem Garten ist mir der Sonnenhut strahlendes Vorbild für die nötige Haltung. Seine Nachricht „Ich bin jetzt hier.“ ist so eindeutig, so natürlich und den Raum für sich und andere wahrend, wie es zwischen uns Menschen ganz generell die Regel sein sollte.
Neben der Möglichkeit, diese auch als immunstärkendes Mittel bekannte Pflanze als Begleiterin zu wählen – in Form von Tee, einer Pflanze in deinem Garten oder als Essenz – ist natürlich auch „Arbeit im Netz“ angesagt: Prüfe die Aufrichtigkeit deiner Verbindungen. Hinterfrage wechselseitige Abhängigkeiten – auch über Vorwürfe und Erwartungen – und bereinige das.
Damit tust Du deiner natürlichen (!) Abwehrkraft einen großen Dienst.

Unser Kompaß – Geist

Unser Geist führt unsere Handlungen. Und somit trägt er mit zum Wohl und Wehe unserer Immunkraft bei, denn er führt uns in Situationen und zu Verhaltensweisen, die heilvoll oder schädlich sind. Selbst die konventionellen Mediziner untersuchen und belegen mittlerweile die gesundheitsrelevanten Fähigkeiten unseres Geistes. So wird zB der Neurowissenschaftler Manfred Schedlowski zitiert: ” Dass negative Gedanken oder Einstellungen Krankheitsverläufe beeinflussen können, gilt mittlerweile als wissenschaftlich nachgewiesen. … Wir haben in den vergangenen 20 Jahren gelernt, wie Gedanken, Gefühle und unser Verhalten Körperprozesse wie das Hormonsystem, das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem beeinflussen können”.
Doch ebenso wie unser Körper ist auch unser Geist ein durchlässiges System, nimmt heilvolle und schädliche Einflüsse auf – und gibt sie oft nicht wieder ab.
Auf diese Weise entstehen Gedanken und Überzeugungen, die die manifestierende Kraft unseres Geistes lenken – im schlimmsten Falle eben auch in Krankheit und Bedrohung.

Bei all den beängstigenden Nachrichten und feindseligen Äußerungen in dieser Zeit erfordert es große Aufmerksamkeit und Zentriertheit, solche schwächenden Inhalte wieder aus unserem System herauszuführen – oder: durchlässig zu bleiben, uns eben nicht „abzuschotten“ trotz der übermächtigen Informationsflut.

Um deine Abwehrkräfte auf geistiger Ebene zu stärken und zugleich durchlässig zu bleiben – also bereit, Informationen zunächst einmal aufzunehmen – bedarf es deiner Fähigkeit, deinen Geist absichtsvoll auszurichten.
In der Meditation üben wir das: Zunächst gilt es, den inneren Dialog anzuhalten, all die Meinungen, Kommentare, Ansagen, die unser Geist ständig von sich gibt, still werden zu lassen. Das ist keineswegs leicht – versuche es einmal, wenn Du es noch nicht kennst. Die Meister der Meditation empfehlen Anfängern, eine Art „Überbrückung“ zu nutzen – also sich auf den Atem oder die gerade im Raum vorhandenen Geräusche zu konzentrieren. Ohne sie zu interpretieren. Ohne irgendwelche anderen, JETZT nicht vorhandenen Bilder und Gedanken auftauchen zu lassen. Mit dieser Übung „ankerst“ Du Dich im Hier und Jetzt und entlastest dein System.
Und von hier aus kannst Du deinen Geist neu ausrichten, befreit von all den Impulsen, auf die er sonst gleich reagieren muß. Die Ausrichtung nährt sich aus der Vertikalen – aus deinem ganz persönlichen Bezug zu Gott oder zur Lebenskraft oder zum Kosmos. Hier spielen Größen wie „Virus“, „Streit“, „Geldsorgen“ etc. keine Rolle. Hier findest Du umfassendere Größen wie „Frieden“, „Fluß“, „Licht“ etc.
Ich empfinde die Wasserminze (ein uraltes Druidenkraut zur geerdeten Hellsicht) oder die Schafgarbe (das so genannte „Priesterinnenkraut“ zur verfeinerten Wahrnehmung und Hingabe) als außerordentlich hilfreich, um aus der zentrierten, bereinigten Verankerung in eine positive Geisteshaltung zu gelangen.

Gesundheit heißt: Gleichgewicht

Aus meiner Sicht ist für eine stabile Gesundheit, für ein intaktes Immunsystem und eine durchlässige Abwehrkraft am wenigsten das Vorhandensein bestimmter biochemischer Substanzen in unserem Körper relevant. Eine viel wichtigere Rolle spielt unsere pulsierende, fließende Verbindung zur Lebenskraft. Über die drei Felder Körper, soziales Umfeld und Geist haben wir sehr konkrete Möglichkeiten, die Vitalkräfte, mit denen wir in Verbindung sind, zu bestärken.

Es braucht unsere Unterscheidungskraft – ist das, was ich zu mir nehme lebendig, vollständig, nährend ? – und ein daraus konsequentes Handeln.
Es braucht unsere Wachheit – halte ich Krankmachendes fest ? Werde ich starr ? Lasse ich Angst überhand gewinnen über Kreativität und Beweglichkeit ? – und eine regelmäßige Überprüfung und Bereinigung solcher „Stauungen“ auf körperlicher, sozialer und geistiger Ebene.

Dinge zu bekämpfen – von politischen Mißständen bis hin zu hoch lebendigen Krankheitserregern – ist immer verbunden mit Angst. Und nichts schwächt unsere Immunkraft mehr, als Angst.

Also: Wähle eine pflanzliche, natürlich gewachsene Ernährung, statt künstliche Nahrungsergänzung. Wähle Menschen, die Dich lebendig machen, statt dumpfe Routine und Wettbewerb. Konzentriere deinen Geist auf die Aspekte des Lebens, die Du fördern willst, statt auf die, die Du fürchtest…
… und geh mal wieder in den Wald oder in den Garten. Die Pflanzen zeigen Dir bei genauem Hinsehen sehr gut, wie sich mit Dürre, Umweltgiften und Gewalt umgehen und aufs beste gedeihen läßt.

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Muster erkennen, Energie lenken

Energiemujster TCM

Energiemuster sind in der TCM ganz zentral.
In Zusammenhang mit den Spirits bekomme ich immer wieder Anfragen, welche Pflanze denn die richtige sei. In den folgenden Gesprächen wird deutlich, wie sehr wir doch an der symptomatischen und analytischen Betrachtung der Dinge gewöhnt sind.
Bei Husten Salbei, bei Kopfschmerzen Pfefferminze, bei Schlafstörungen Baldrian.
Und auch wenn solche Erscheinungen einen ersten Ansatzpunkt liefern, so werden sie einem ganzheitlichen Verständnis unseres Körpers und des Geschehens bei Krankheit und Heilung nicht gerecht.

Ständiger Wandel

Nach vier Jahren naturwissenschaftlichem Studium hatte ich mich in meinen frühen Zwanzigern abgewandt von der kausalistischen und intervenierenden Herangehensweise an die Natur. Wenig später lernte ich den japanischen Gelehrten und WHO-Berater Michio Kuchi kennen, der mich an die ganzheitliche Betrachtung der fernöstlichen Lehren heranführte.
In der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) – wie übrigens in allen orientalischen Heilkunden – schauen wir nicht auf ein einzelnes Symptom, kennen auch nicht die Clusterung von Symptomen zu festgeschriebenen Krankheitsbildern, wie sie im ICD-10 Code angewandt werden.

Vielmehr betrachten wir jedes System – ob Körper, Garten oder Gesellschaft – als ein einzigartiges Phänomen, das sich in einem ständig sich verändernden Fluss bestimmter, energetischer Qualitäten befindet. Diese Qualitäten beschreiben Grundenergien, wie sie überall in der Natur vorkommen: Etwa eine aufsteigende, sich dematerialisierende Qualität, wie die, die in Pflanzen von der Wurzel bis hinauf in die Blätter im Wind wirkt. Oder eine sich verdichtende, trockene, schwere Qualität, wie die, die wir in Steinen und Mineralien finden, und so fort. Derartige Betrachtung und Beschreibung enthält so viel mehr Informationen, als etwa die Aussage: „Das Laubblatt hat ein Loch“. Die Qualitäten, derer wir uns hier zu Erfassung des Geschehens bedienen, werden verglichen mit den Fünf Elementen, die unsere physische Welt definieren: Wind, Feuer, Erde, Mineral und Wasser.

Fließgleichgewicht

Der natürliche Zustand enthält alle diese energetischen Phasen – in einem fließenden Gleichgewicht. Die eine Phase geht in die nächste über, keine ist dominant, alle sind in wechselnder Zusammensetzung vorhanden und eine Flussrichtung fördernd.
Störungen – also mehr, als nur körperliche Krankheit, die oft die allerletze Ausprägung einer Störung auf einer feinstofflichen Ebene ist – treten auf, denn der Fluss (an Lebensenergie) nicht mehr natürlich strömt: Etwas staut oder fließt zu schnell, verdunstet und Mangel entsteht oder wird „brackig“ und eine Barriere entsteht …

Es braucht Energie, um ein solches Ungleichgewicht aufrecht zu erhalten.
Der natürliche Fluß erfordert hingegen ein Minimum an Energieaufwand – eher setzt er Energie frei.
Diese Energiebarriere, die wir aus welchen Gründen gebildet und damit Ungleichgewicht in uns erzeugtz haben, muß überwunden werden. Um dann das „Zuviel“ zu mindern oder den Mangel aufzufüllen. Um Dynamik, Konsistenz, etc. wieder in ein natürliches Fließgleichgewicht zu bringen.

Doch wo ansetzen ?
Wo die Barriere überwinden ? Und mit welcher Qualität ?

Genau hier dient mir die Systematik der TCM sehr, den ganzen Menschen, das ganze Geschehen zu erfassen, seine enthaltenen – und fehlenden Qualitäten zu erfassen, zu erkennen, wo Energie nicht fließt oder zu stark austritt und von welcher Qualität ist.
Diese Grundlagen erarbeite ich mit den Teilnehmer*innen des Diagnostik-Kurses.

Die TCM bedient sich dann – beim Versuch, das Fließgleichgewicht wiederherzustellen – dreier kraftvoller Instrumente: Der Akupunktur (und ihrer Ableger), der Ernährung (ein sehr komplexes System der Wirkweise verschiedener Nahrungsmittel und ihrer Zubereitung) und der Kräuterheilkunde. Ich habe Stunden in chinesischen „Apotheken“ auf aller Welt verbracht – mit großen Augen, riechend, fühlend, schmeckend – ein phänomenaler Schatz !

Die TCM beachtet jedoch auch sehr, sehr nachdrücklich die klimatischen Bedingungen, in denen wir leben. Eine Ingwerwurzel, die am Fuße des Himalaya gewachsen ist, mag einem Inselbewohner in südlichen Gefilden wenig nutzen. Oder eine Zistrose aus dem Mittelmeer – sie trägt so viel Sonne, Wind und Trockenheit in ihrem „Programm“ , daß sie für einen Mitteleuropäer einfach zu viel Yang ins Spiel bringt.

Aus diesem Grunde arbeite ich für uns, hier und jetzt, mit den Heilpflanzen, die hier, mit uns, leben und gedeihen.

Resonanz

Wenn das Bild also vollständig und klar ist, das ein mit Störungen behaftetes System Dir zeigt, dann gilt es also,

  1. Die Energiebarriere zu überwinden, die die Störung aufrecht erhält
  2. Das System genau da „anzustupsen“, wo der größte „Knoten“ ist

Alles in unserer Welt ist dem Prinzip der Resonanz ausgesetzt.
Alles ist mit allem verbunden – wir schwingen wie in einem riesigen Netz mit all den Geschehnissen, Empfindungen, Gedanken, die sich hier und jetzt ereignen.
Störungen, und Krankheiten, entstehen, wenn es uns nicht gelingt, mitzuschwingen. Es ist, als „verhake“ sich unser System. Es entsteht ein Widerstand, eine Reibung zwischen unserem eigenen System und dem System, in das wir eingebunden sind. Das kostet Kraft und kann unseren Körper/Geist/Seele beschädigen und in seiner Funktion mindern.

Wollen wir uns wieder in Einklang, in ein natürliches, gesundes Fließgleichgewicht in uns selbst und mit unserem Umfeld bringen, muß es gelingen, uns selbst in Resonanz zu bringen. Nicht zwingend an dem Punkt, an dem es „verhakt“ ist und an dem Symptome erscheinen.

Und hier kommen die Pflanzen ins Spiel. Die Pflanzen sind im Vergleich zu Mineralien, Tieren und Menschen um ein vielfaches durchlässiger und am wenigsten von den höher organisierten Körpern an die Materie gebunden. Sie sind die einzigen Wesen auf unserem Planeten, die aus Licht Materie erzeugen können.
So sind sie besonders geeignet, Barrieren zu durchdringen und Resonanz aus dem Feld zu übermitteln. Diese Eigenschaft machen wir uns seit Menschengedenken zunutze.

Bei der Herstellung unserer Reindestillate sammeln wir die Heilpflanzen, die vollständig maschinenfrei und ohne Zufügungen fremder Stoffe aufgewachsen sind, von Hand. Dabei sind alle Erntenden in einer Verfassung expliziter Bewußtheit und Meditation – zugänglich für die Kraft und Eigenart der Pflanze, die sie ernten. Bereits hier entsteht eine hohe Resonanz zwischen menschlichem und pflanzlichem Feld. Wenn wir die Pflanzen dann – unmittelbar nach der Ernte – auf offenem Feuer destillieren, führen wir ihnen die Qualitäten von Wasser und Feuer zu – beides energetische Formen, die reinigen, in Gang und in Fluß bringen.

Magie in Flaschen

Die unterschiedlichen Pflanzenarten haben ebenfalls ganz eigene Energiemuster. Salbei etwa, definiert Struktur und stabilisiert sie, während die Schafgarbe diese Strukturen verfeinert und eher in Richtung Dematerialisierung bringt. Kamille wärmt auf eine satte, erdige Art während die Ringelblume ihre Wärme zusammen mit einer Auf- und Ausrichtung spendet. Diese Energiemuster zu erkennen und die „Passung“ für die Energiemuster des erkrankten oder geschwächten Menschen zu finden, ist Inhalt des Therapiekurses zu den Fünf Elementen.

Es freut mich von Herzen, daß meine ersten, vorsichtigen Versuche mit unseren traditionellen Heilkräutern im TCM-Energiekreis so fruchten und uns ein wirklich gutes Spektrum an die Hand geben, Resonanz zu übermitteln.

Ich lade Dich herzlich ein. Im Oktober zu der zusätzlichen Seminarreihe zu kommen.

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Artemisia absinthum – Wermut

Wermut

Der Wermut und sein Destillat – Leben in Fluss bringen

Der Wermut ist bekannt als Kraut zur Leberreinigung. Doch er kann viel mehr: Die Artemisia ist eine Spezialistin für Grenzen. Sie liebt es, das Reine vom Unreinen zu trennen, Grenzen zu ziehen – und dann über sie hinaus zu wachsen. So steht auch auf Aditi der Wermut (Artemisia absinthum) an den Grenzen des Hauptgartens und leuchtet mit seinen silbrigen Blättern und seinem ganz markanten Duft wie ein Wächter das Ende und den Beginn des Gartens aus.

Und auch wenn wir im Deutschen „der“ Wermut sagen, so ist diese Pflanze doch eindeutig weiblicher Natur – taucht ein in die Tiefe, rüttelt dort, befeuert und bringt in Bewegung, was sich festgesetzt hat. Für mich ist sie die Majestät, die Wächterin und die, die ent-scheidet und die Grenze zwischen Äther (Bestimmung) und Feuer (Handlung) durchbricht.

Eine Heilerinnen-Familie

Wermut

Überall auf der Welt begegnen wir der Pflanzenfamilie der Artemisia (Beifußgewächse).
Überall auf der Welt nehmen die Mitglieder dieser majestätischen Familie eine zentrale Rolle im Kreis der Medizinpflanzen ein: In Japan und China sind Kügelchen aus Artemisia princeps (japanisch: yomogi) das „Werkzeug“ für die hochwirksame Moxibustion. Die nordamerikanischen Schamanen weihen ihre übrigen Medizinpflanzen mit Artemisia frigida – sie darf selbst aufgrund ihrer Kraft nicht im selben Zelt wie die anderen Heilpflanzen gelagert werden. In der keltisch germanischen Kultur vertreibt der Beifuß (Artemisia vulgaris) Dämonen und wurde in Schutzkränze und Beutel eingebunden. Und in der Guanchen-Kultur auf den Kanaren erfüllt der Duft des „Incensio“ (Artemisia thuscula) die zerklüfteten Barrancos, macht uns wach, treibt uns vorwärts – über die Klippen zum nächsten Gipfel. Ich erinnere mich gerne an die Jahre, in denen ich dieses kostbare Kraut in der sengenden Atlantiksonne sammelte und bei Räucherritualen einsetzte, bei denen es darum ging, Überkommenes endgültig abzuschneiden und einen mutigen Schritt nach vorne zu tun.
Und nun baue ich ihre Schwester, die Artemisia absinthum, hier auf Aditi selbst an.
Diese besonders aromatische Art der Artemisia zeichnet sich aus durch eine hohe Konzentration an Bitterstoffen (bis 0,4%) aus der Gruppe der Sesquiterpenlactone, darunter Absinthin mit 0,2 bis 0,28 % als Hauptkomponente. Absinthin ist beteiligt an der appetitsteigernden, verdauungsfördernden, blähungs- und gallenflußtreibenden Wirkung des Wermutkrauts und der wesentliche Bestandteil des berühmt-berüchtigten Absinths (s. https://www.arzneipflanzenlexikon.info/wermut.php).
„Bitter“ – diese Geschmacksrichtung steht in der Traditionellen chinesischen Medizin für das Feuerelement. Pflanzen mit der Eigenschaft des Feuerelements wirken transformierend, bringen in Bewegung, heben Festes auf und sind mit den Organen Herz und Dünndarm verbunden.
Hildegard von Bingen lobt das Kraut: „Die Wermutkur unterdrückt die Lanksucht (sie meint die Nierenverkalkung), unterdrückt die Melancholie, macht deine Augen klar und stärkt das Herz.“

Artemis – Göttin der Frauen und der Kinder

Die griechische Göttin Artemis – deren Attribute nicht nur die Jagd und die Freiheit sind, sondern die ihren Schutz besonders über das Wohl der Frauen und der Kinder legt – hat diesem Kraut sicher nicht zufällig ihren Namen gegeben. Ihre bekanntesten Attribute sind die silbernen Pfeile und der silberne Bogen, mit denen sie sehr treffsicher ist. Wir dürfen diese Göttin durchaus als Äquivalent zur indischen Kali verstehen, die gnadenlos ausräumt, was nicht wahr ist und zugleich mit großer Tapferkeit das Weibliche, das Wahre, das Fließende beschützt.

Wermut

Als ich im vergangenen Jahr die Strukturen meines Gartens verfeinerte, noch einmal die Himmelsrichtungen mit der Pflanzenenergie abstimmte, die Mikroräume der Beetaufteilung nachempfand und den Energiefluß im Garten überprüfte, fand ich drei Stellen, an denen die Energie stagnierte oder einfach „verschwand“. Es fehlte an diesen speziellen Punkten der „Süden“ – das Bewegende, daß Grenzziehende, das Durchdringende und Wärmende. Dorthin setzte ich meine vorgezogenen Wermutpflänzchen – und vergaß sie über die intensive Erntezeit.
Bereits im Herbst leuchteten die majestätischen „Balsamsträucher“ bereits von Weitem – die Lücken waren geschlossen, die Integrität des Gartens bereinigt und stabilisiert.
Als ich sie erstmalig für die Destillation erntete, war mir ganz schwummerig von dem intensiv aromatischen Duft, den die Pflanze vor allem dem Thujon verdankt. Thujon wirkt auf die Neurotransmitter – ähnlich dem Cannabis – und hat vordergründig eine euphorisierende Wirkung. Im Unterschied zu Cannabis ist der Wermut aber eine Sonnenpflanze – führt uns also nicht in die mondhaften Schattenbereiche sondern in die lichtvollen Gefilde der Sonne, der Klarheit und Unterscheidungskraft.
Gleichwohl muß der Wermut wegen dieses Wirkstoffs sorgfältig dosiert werden. Und natürlich hat „der Gesetzgeber“ diese Wirkung im Rahmen des Arzneimittelgesetzes mit einem Privileg für die Pharmazie vorgesehen – so lange er nicht im Rahmen von Lebensmitteln einen Gehalt von 0,5 – 35mg/kg unterschreitet.
…. Zum Glück sind die Spirits Lebensmittel und der Thujongehalt in den Reindestillaten unterhalb dieser gesetzlichen Grenze … 😀

Reichlich „inspiriert“ ging ich mit meinen Erntekröben also zur Destille. Ich zerkleinerte 9 Kilo des Krauts, sah die „silbernen Pfeile der Artemis“ in die Kupferkolonne fallen. Hinter mir rauschte bereits der Kessel auf dem Feuer, der Himmel war bedeckt, es ging ein spürbarer Wind.
Keine guten Bedingungen für die Destillation unter freiem Himmel – doch so viel Bewegung im System sind dem Wermut gemäß.
Die zart gefingerten, duftenden Blättchen von ihrer zarten Substanz hielten den Dampf eine gute Stunde zurück – bis sie ihn endlich passieren ließen. Und da trat er hervor, der erste Tropfen von Artemisias Seele.
Längst war der Destillationsplatz gefüllt von dem berauschenden Aroma, das klare Destillat zeigte mehr und mehr einen dicken, schwarzen Ring, der sich auf der Oberfläche der wässrigen Phase sammelte: Das schwarze Öl des Wermut.

Wermut

Und obwohl ich sorgfältig Fläschchen um Fläschchen befüllte und den Thujongehalt auf dem zulässigen Maß balancierte, setzte sich auch in den Fläschchen schnell der schwarze Ring des ätherischen Öls ab, definierte und begrenzte den Raum – auch in der feinstofflichen Phase. Beim Auswaschen des Scheidetrichters betrachtete ich den Niederschlag auf dem Laborglas: Keineswegs ist das Öl schwarz, wie es während der Destillation anmutete. Vielmehr schillert es in den Farben der Pfauenfedern – von goldbraun über tiefes dunkelgrün hin zu azurblau.Artemisia hatte den dunklen, schwarzen Wust getrennt, in seine ursprünglichen Einzelkomponenten zerlegt, das Explizite sichtbar gemacht – und eine magische Struktur auf das Laborglas gemalt.
Und ich bemerkte, wie meine Gedanken zu einem „Schluß“ kamen, wie der Wust an Empfindungen und Erwägungen, der sich seit Wochen in mir drehte, sich auf einen Punkt verdichtete.
Die Gebärende hatte losgelassen, hervorgebracht. Das „Kind“, war klar und rein – Worte konnten mit Leichtigkeit gefunden, Entscheidungen getroffen, Handlungen geordnet werden.

Der berühmte Schweizer Kräuterpfarrer Künzle (1857-1945) schrieb: “Ist einer grün wie ein Laubfrosch, mager wie eine Pappel, nimmt täglich ab an Gewicht und Humor und wirft keinen Schatten mehr, der probiere es mit Wermut”.
Aber Vorsicht: Der Wermut ist auch ein Rauschmittel – also schön sachte !

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Thymus vulgaris- Thymian

Thymian

Der Thymian und sein Destillat – Das geläuterte Feuer

Ich hatte den Thymian eigentlich immer als kräftige, sehr kräftige Deva im Sinn, die mit starker Würze und Hitze Husten und Schleim vertreibt.
Als ich im vergangenen Jahr die Pflänzchen aus Samen vorzog, war ich überrascht von der Zartheit und Langsamkeit des Thymians. Ich wagte kaum, die Heranwachsenden aus den Töpfen in das vorbereitete Beet zu setzen – Südausrichtung, natürlich, und wohl das Kargste und Steinigste, was Aditi zu bieten hat. Liebevoll brachte ich die jungen Pflanzen dann im Juni heraus, jede mit einem „eigenen Stein“ als Begleiter – das mögen sie.
Tatsächlich: Alle Pflanzen lieben einen Stein an ihrer Basis, da, wo sie aus der Erde herauskommen. Es entstehen wechselseitige Sympathie und Förderung bei bisher allen Pflanzen, die ich kenne. Beim Thymian ist das aber irgendwie besonders wichtig. Zumal er sehr bodennah wächst und Feuchtigkeit nicht mag: Da dürfen sogar mehrere Steine am Wurzelhals sein, die die Ästchen und Blättchen von der feuchten Erde weghalten.
Mein Thymian jedenfalls mochte das. Und dann pflanzte ich ihm noch eine ganze Reihe junger Gallica-Rosen in die Mitte. Der Lohn … ist ein Rausch an Farbe und Duft, den wir gerade jetzt hier erleben.

Mut und Kraft der Freya

Wer ist dieser Lippenblütler, von dem es mehr als zweihundert Arten gibt und der keineswegs nur aus dem Mittelmeerraum stammt, sondern schon immer auch wild in unseren Gefilden zu finden war ? Was übermittelt er mit seinen festen, filigranen Blättchen und den zartrosanen Miniaturblüten ?

Thymian

Bereits Germanen und Römer nutzen dieses Kraut, das nicht umsonst seinen Namen Thymos (bedeutet Mut und Kraft) trägt: Im alten Ägypten spielte Thymian eine Rolle bei der Einbalsamierung. Sowohl die griechischen als auch die römischen Ärzte erkannten die kräftig stimulierende Wirkung des Krautes, das auch die damaligen Köche sehr zu schätzen wussten. Benediktinermönche sollen ihn nach Nordeuropa gebracht haben. Im Mittelalter wurde der Thymian zum Sinnbild der Kraft und des Mutes. Soldaten schmückten sich mit Thymiansträußen vor dem Kampf. Thymian widmete man nach Einführung des Christentums der Maria, bei den Germanen gehört das Kraut noch der Freya.Im Kräuterbuch heißt es „Thymian (Thymus vulgaris oder officinalis) ist ein vielseitiges Heil- und Gewürzkraut. Mit seinem unverkennbarem Geschmack würzt es zahlreiche mediterrane Speisen. Doch kann der Thymian deutlich mehr. In der Naturmedizin gilt die Pflanze als ein hervorragendes Heilkraut, das u.a. Erkältungskrankheiten, Husten und Magenbeschwerden lindern kann. Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Thymians brachten ihm den Titel Heilpflanze des Jahres 2006 ein.“

Rotes Öl und die Prüfung der Nacht

Es war gar nicht leicht, den überbordenden Thymian zu ernten, denn hunderte von Bienen wuselten in den Ästen und Blüten und ich musste sehr aufpassen, wo ich hinfaßte.
Bündelchen für Bündelchen landete in den Erntekörben, der würzige, doch auch sanfte und blumige Duft war an meinen Händen, in den Haaren, in den Kleidern – überall. Es fühlte sich an, wie ein Schwungrad in meinem Sonnengeflecht – rhythmisch, kraftvoll, ruhig floß mir die Kraft zu, die Gedanken wurden ruhiger, sammelten sich, waren in entspannter Aufmerksamkeit mit der Pflanze. Das war nicht selbstverständlich, denn in der Nacht zuvor wachte ich von starken Schmerzen an meinem Daumengelenk auf, es war auf einen Tischtennisball groß angeschwollen und tat so weh, daß ich nicht mehr schlafen konnte. So war ich überrascht, wie lange ich am folgenden Tag mit ausgeglichener Energie arbeiten und ernten konnte.
Als 10 Kilogramm zusammen waren, brachten wir unsere kostbare Ernte zur Destille.
Mit Spannung erwarteten wir die ersten Tropfen aus der zischenden Kupferdestille. Und natürlich das viel gepriesene Rot des Thymianöls.

Wir mussten nicht lange warten, da begann das Destillat zu fließen – und uns in einen Rausch von Lebendigkeit und Freude und Schaffenslust zu wirbeln. Das ätherische Öl unseres Thymians war dunkel rotbraun und sättigte das kostbare Destillat reich. Es war pure Lust, mit der wir Fläschchen um Fläschchen befüllten, etikettierten, das ätherische Öl maßen und testeten … bis spät in die Nacht.

Handle (!) – aus der Intuition

Und als ich endlich schlafen wollte, sah ich auf meine Hand: Die Schwellung war stärker geworden und der Schmerz kehrte mit aller Kraft zurück. Mir wurde mulmig, denn ich wußte nicht, was sich hinter diesen heftigen Symptomen verbarg. „Ich brauche ein Antiphlogistikum. Wenn die Vene verstopft ist ? Was staut sich da ?“ So ging ich an den Computer, mitten in der Nacht, und recherchierte nach pharmakologischen Hinweisen. Weitgehend erfolglos. Dann schloß ich die Augen. Der Duft des Thymians vom Tag kehrte zurück, lenkte mich ein wenig von der schmerzenden Hand ab und gab mir den Impuls, hinunter in den Keller zu gehen, zu den frisch eingelagerten Thymian-Destillaten, nahm mir ein Fläschchen mit hinauf, schloß die Augen und sprühte mir einige Milliliter des Destillats auf die Zunge. So überraschend mild, so fein würzig und wohltuend. Der Schmerz löste sich auf und ich konnte schlafen. Und am nächsten Tag war auch die Schwellung am Daumengelenk weitgehend abgeebbt.
Am nächsten Tag las ich noch einmal bei Pharmawiki nach: Tatsächlich, dort wird beschrieben, dass Thymian mit seinen entzündungshemmenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften auch in Rheuma- und Sportsalben verwendet wird.
Wir gut, daß meine Antennen so gut funktionieren…
Wie gut, daß es uns gelingt, die Pflanzendevas so hilfreich für uns zu gewinnen.

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Valeriana officinale – Baldrian

Baldrian

Bei uns heißt das Destillat des Baldrian “Einhornwasser”

Die Tiefe und Zartheit des Baldrian waren schon in alten Mythen bekannt: Waldelfen sollen den Menschen während der Pestzeit zugeflüstert haben: “Esst Bimellen und Baldrian, so geht euch die Pest nicht an“ und das betrifft alle Arten von Seuchen. In Franken gibt es sehr viel dieses sich im Wind wiegenden, zart rosa, süß duftenden Elfenkrauts, auch Augenwurz, Tollerjan oder Katzenwurzel genannt. Wie eine rosa Wolke schweben die Blüten über der Erde dem Licht zu. So trägt der Baldian, auch Balderbrackenwurzel genannt, den Namen des germanischen Lichtgottes Baldur, dem Gott der Reinheit und der Güte, dem Gott von Sonne und Licht.

Eigen ist er – oder sie ? – und überraschend: Das ganze vergangene Jahr genoß sie unsere Zuwendung: Valeriana officinalis war kein leichtgängiges Pflänzchen. Mehrfach mußten wir sie ansäen, immer wieder zogen sich erste Keimblätter zurück, Quecke, Brennnessel und Melde machten ihr den Platz streitig.

Wohlwissend hatte ich ihr das fruchtbarste Beet in unserem Permakultur-Garten freigehalten: Während andere Pflanzen sich mit kargem Lehmboden zurecht finden müssen, durfte das sehr eigenwillige Mädchen auf torffeine, satt mit Kompost angereicherte Erde, wurde immer wieder gegossen, wenn auch nur ein Hauch von Hitze über dem Land lag, wurde besucht, besprochen und geliebt.

Baldrianblüte

Im Herbst endlich waren die intensiv grünen, gezahnten Pflanzen endlich so weit gediehen, daß wir hoffen durften, sie seien dem Winter gewachsen.
Und so war es auch: Im März hob sie ihren dunkelrot beblätterten Schopf aus der weichen Erde, drängte kräftig hervor, schloß rasch die Reihen.
Der seltsame Geruch, den die Pflanze verströmt und der ein wenig an Fischsauce erinnert, hat ihr den Lieblingsplatz bei liebestollen Katzen eingebracht. Offenbar gibt es eine hohe Ähnlichkeit zum Pheromon der Fellnasen.
Ich hatte schon die Befürchtung, daß nun auch unser Destillat diesen Geruch haben würde. Doch mit der Blüte kam etwas ganz anderes, neues in die Ausstrahlung des Baldrian: Die kleinen weißen bis rosafarbenen Blütchen verströmen einen verspielten, aromatischen Duft, der mir den Kosenamen „Goldhaar-Elfe auf dem Einhorn“ entlockte. JA, wirklich, ein ganz bezaubernder Duft, der dem Habitus der Blütchen gut entspricht.
Und heute – heute ragten die fiedrigen, laubreichen Wesen mit ihren zart duftenden, rosa Dolden zwei Meter hoch in den Himmel. Sie waren mehr als reif für die Ernte.
Und hier konnten wir wieder einmal sehr plastisch erfahren, mit welchem Wesen wir es zu tun haben.

Tiefer, immer tiefer ….

Bekannt ist der Baldrian eigentlich durch alkoholische Tinkturen aus seiner Wurzel, die reich an dem einzigartigen Baldrianöl sind und im Apotherkerhandbuch empfohlen werden zur Behandlung von Schlafstörungen, bei Unruhe- und Spannungszuständen, Nervosität, Reizbarkeit und bei Prüfungsangst.
Auch krampfartige Magen- und Darmbeschwerden zählen zu den bekannten Anwendungsgebieten des Baldrian.
Hierfür zuständig sind vor allem Valerensäure, Baldriansäure, Bornylacetat und Bornylisovalerianat – hochwirksame Stoffe, die sich auch in Blättern und Blüten finden.
In der klassischen Pharmazeutik werden Blüten und Blätter nur noch höchst selten verwendet.
Da es uns bei Wild Natural Spirit ja ganz eindeutig um LEBENskraft und die Sonnenaspekte der Pflanzen geht, ernten wir niemals so, daß unsere mehrjährigen Pflanzen sterben – die Wurzel zu nehmen ist für uns tabu.

Die eigentliche Wirkung dieser Pflanze, die vom Aussehen der Blätter fast ein wenig an Cannabis erinnert (welche eine Mond- oder Dunkelpflanze ist – im Unterschied zur Sonnenpflanze Baldrian), geht jedoch weit über das altbekannt „Beruhigungsmittel“ hinaus: Als wir einen Kreis bildeten, bevor wir mit dem Ernteschnitt begannen , und uns mit der Pflanze verbanden, wurde uns ganz weich, fast ein bisschen zittrig zumute… bevor große Leichtigkeit und Empfindsamkeit unsere Herzen berührte. Als wir dann begannen, mitten im Bestand zu arbeiten, vertiefte sich diese Herzenspräsenz, diese Wärme und Zuversicht immer mehr: Keiner sprach, wir arbeiteten mit außerordentlicher Achtsamkeit und jeder ganz in dem eigenen „Traum“. Sehr tief, sehr innig war die Atmosphäre, die sich ausbreitete.

Dies entspricht meiner Wahrnehmung, daß der Baldrian eine Pflanze des Nordens ist, dem Wasserelement und damit dem zweiten Chakra zugeordnet. Hier spielen sich die unbewussten, triebhaften und kreativen Vorgänge ab – hier hinab führt uns der Baldrian, vom Herzen kommend. Alle vier Erntenden empfanden Pflanze und Destillat tief gehend, verbindend und „glücklich machend“.
Probiere das gerne mal aus. Das Reindestillat findest Du in meinem kleinen Online-Lädchen hier.

Ein Segen für irritierte und gereizte Haut

Nun sind 10 Kilo Blüten in der Kolonne. Das Destillat rinnt bereits aus dem Kühler, Aditi ist versunken in einen sonderbaren, tiefen Zauber…
Während der Destillation nehme ich immer wieder ein paar Tropfen, schmecke und rieche sie – und letztlich, als wir bei pH 5 ankommen – benetze ich mein Gesicht mit dem kostbaren Destillate.
Ahhh….. tausend zarte Küsse nehmen jedes Spannungsgefühl, jedes Kribbeln, jedes Brennen, benetzen mein Gesicht mit Sanftheit. Streicheleinheiten und Weichheit … das wird eine wundervolle Gesichtspflege !

Baldrian Reindestillat

In der INCI (International Nomenclatir for Cosmetic Ingredients) heißt es zum Destillat des Baldrian: „hautpflegend, lindernd, glättend“. Ja, so könnte man das sehr sachlich auch beschreiben. Doch irgendwie ist es mehr, viel mehr: eine aromatisch würzige Wohltat für überempfindliche und irritierte Haut. Beruhigung und Kräftigung sind unmittelbar spürbar.
Gerne kannst Du das selbst ausprobieren: https://wild-natural-spirit.org/produkt/gesichtspflege-bio-baldrian/

Der charakteristische, blumig-erdigen Duft und der merklich würzige Geschmack wie auch die tiefgreifende Wirkung dieser vielgesichtigen Pflanze wollen wohldosiert sein.

Ich wünsche Dir Freude mit dem Baldrian !

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Therapie mit Pflanzen

Therapie mit Pflanzen

Wild Natural Spirit begann mit einem Traum. Ein Traum, in dem „das Wesen des Ingwers“ mir stellvertretend für die „Sonnenpflanzen“ auftrug, auf „den alten Wegen“ dafür zu sorgen, daß die Menschen sich daran erinnern „die Sonne“ zu verehren.
Freud hätte seine Freude gehabt, diesen Traum zu interpretieren ! Und doch klingt bereits mit dem Anfang dieses Projekts an, daß die Arbeit mit den Heilpflanzen, die puristische Art des Anbaus und der Verarbeitung eine Intention hat, die in einer feinstofflichen und ganzheitlichen Ebene gründet.
Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich nach einem naturwissenschaftlichen Studium und nach der Begleitung einiger schwer kranker Menschen bereits erfahren, daß unser schulmedizinisches Verständnis von „Krankheit und Gesundheit“  zu kurz greift. Daß die Beseitigung eines einzelnen Symptoms nicht zu Heilung führt. Daß die Ursachen für Krankheit nicht monokausal sind. So bildete ich mich fort in der ganzheitlichen Diagnostik und Therapie der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), entschlüsselte meinen Traum und den Hinweis auf die „Sonnenpflanzen“ mit Schamanen und verbrachte viel, viel Zeit in der Natur mit den Pflanzen. Irgendwann dann begann ich sie anzubauen und auf offenem Feuer zu destillieren. Und immer wieder staune ich über die Rückmeldungen, die ich zu den Destillaten von Kunden aber auch von Therapeuten bekomme. Einen ganz außerordentlichen Bericht zur Begleitung ihrer schwerkranken Schwester schenkte Mareike uns kürzlich

Das feine Gewebe hinter den Dingen

Die Psychosomatik ist mittlerweile zwar ein etablierter Bestandteil des Medizinstudiums – doch nach wie vor führt sie ein Schattendasein in der medizinischen Alltagsroutine. Spätestens seit Rüdiger Dahlke (u.a. „Krankheit als Weg“) erinnern sich viele wieder daran, daß das körperliche und das seelische Gleichgewicht zusammenhängen, daß ein Mensch sich auf psychischer Ebene unwohl fühlt, lange bevor der Körper eine Krankheit ausbildet. Aber auch, daß die „innere Haltung“, die feinstoffliche Ebene, einen erheblichen Einfluß auf die Genesung hat.
Zugleich ist unserem Kulturschatz das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen noch nicht ganz verloren gegangen: Rund um den Globus und über alle Zeiten haben Menschen Schutz, Stärkung und Heilung bei bestimmten Pflanzen gesucht – und sie tun das auch heute noch, obwohl längst „schlagkräftige Einzelsubstanzen“ zur Bekämpfung mehr oder weniger bedrohlicher Erkrankungen aus den Laboren strömen und „die Macht zu heilen“ für sich alleine beanspruchen.

Pflanzen wirken nicht so punktuell und ad hoc wie die modernen Medikamente. Schon allein aufgrund der Physiologie – also der körperlich-stofflichen Erschließung der ganzen Pflanze durch den ganzen Körper – geschieht bei der Phytotherapie etwas anderes, als wenn ich eine einzelne, synthetisch isolierte Substanz einnehme, die einen einzelnen, ganz bestimmten Effekt auf ganz bestimmte körperliche Vorgänge – etwa die Hemmung bestimmter Proteine – hat.

Die von den Naturwissenschaften bis heute nicht erschlossene „vis vitalis“ (latein.: Lebenskraft, Lebensfunke), die einer vollständigen Pflanze ebenso innewohnt wie einem lebenden, menschlichen Organismus, mag bei den durch Pflanzen hervorgerufenen Vorgängen eine Rolle spielen.
Und mit der vis vitalis auch das Phänomen der Resonanz – das Spiegeln, das Echo bestimmter Qualitäten.
Doch anders, als ein Körper, den wir aufschneiden und analysieren können, entziehen sich das Feinstoffliche, die vis vitalis, das Phänomen der Resonanz, der Kategorisierung, wie wir sie bei der modernen Medizin gewohnt sind.
Es ist zu kurz gegriffen zu behaupten: Kamille hilft bei unreiner Haut oder Ysop vertreibt Depressionen. Es wirkt so unendlich viel – zusammen – die Verfaßtheit des Menschen, seine Aufnahmebereitschaft, der Ort, an dem dies alles stattfindet, die Pflanzen, die ihm dort begegnen, deren Geschichte (und enthaltenen Informationen) – die eigene Geschichte, die aufgenommene Nahrung an diesem Tag, die resultierenden Gedanken und Gefühle … alles miteinander verwoben, alles pulsierend, alles wechselseitig aufeinander wirkend.
Und doch wirken sie.

Anwendung natürlicher Pflanzenkraft

Elske Margraf experimentierte zusammen mit Sabine Langenscheidt mit dem Feld der Kräuterdestillate in der Blume des Lebens.

In Kontakt zu kommen mit den Pflanzendevas/ Spirits, berührt in mir eine ganz alte Verbindung und Sehnsucht! Hierbei ist nicht so wichtig, wie und was die einzelnen Pflanzenspirits bewirken (auch wenn ich das sehr gerne studiere und am eigenen Körperenegiefeld erfahre).
Viel wichtiger ist für mich diese feine, langsam immer stärker werdende innere Berührung meiner Seele! So als würden die Spirits rufen „Komm näher  geliebte Seele, komm näher“! Und dazu begeistert mich die Art und Weise, wie Evelin die Bearbeitung und den Vertrieb dieser Heilpflanzen gestaltet tief. Da ich mich gerade mit der heiligen Geometrie, insbesondere mit der „Frucht des Lebens“ beschäftige, kam ich auf die Idee, die verschiedenen Pflanzen in die “Blume des Lebens” zu stellen. So ist für mich fühlbar geworden, wie stark jede einzelne Pflanze für sich wirkt Jedoch ist ihre Kraft und Stärkung im Gruppenfeld um einiges höher schwingend und energievoller. Gleich einem Spaziergang in der Natur! Hier treffe ich nicht nur eine Pflanze, sondern lasse mich von einem ganzen Regen guter Heilkräfte segnen!
Meine nächsten Aufstellungen in der „Frucht des Lebens“ werde ich diese magischen Spirits einsetzen und ihre Wirkungen tiefer erforschen! Ich bin sehr gespannt wie meine Kund*innen darauf reagieren. Im Moment stehen sie in meiner Praxis und begrüßen die Gäst*innen. Viele sind neugierig, probiere die Testflasche „Ringelblume“ und fragen nach.
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Es ist der menschlichen Ratio versagt, all diese Zusammenhänge zu rational erfassen oder gar im Sinne einer „gesicherten Therapie“ zu kontrollieren. Deswegen gibt es ja auch in der Schulmedizin das weite Feld der Nebenwirkungen und die nach wie vor nicht gegebene Erfolgssicherheit.  

Wer die Pflanzenmedizin nutzen will, für sich und für andere, muß sich in die Unmittelbarkeit wagen, in das Lauschen, in die Einzigartigkeit der Frage, die gelöst werden soll.

Planta tota in der ganzheitlichen Therapie

Ich habe in meinen Pflanzenprofilen ja schon einiges zur feinstofflichen und seelischen Wirkung der Reindestillate geschrieben – neben den bewährten Anwendungsbereichen bei körperlichen Problemen. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe ganzheitlich arbeitender Ärzte/innen, Heilpraktiker/innen,  Tierärzte/innen und Kosmetiker/innen, die die Spirits in ihrer täglichen Praxis einsetzen. Auch wenn es – rechtlich betrachtet – sich „nur“ um Lebensmittel handelt.
Lebens-Mittel – genau !
Und ich werde mich auch hüten, in das Feld der Pharmazeutik und der Schulmedizin zu funken – das braucht es gar nicht.
Denn während sich die naturwissenschaftlichen Ansätze an der Stofflichkeit, an statistisch verwertbaren Wiederholungen und an möglichst fixen Kausalitäten orientieren, liegen meine Anhaltspunkte mehr in der unmittelbaren Wahrnehmung.
Auch diese können geschult werden – aber eben nicht durch „stehendes Wissen“ sondern durch eine erweiterte und vertiefte Aufnahme all der Informationen im Hier und Jetzt.
Vielleicht brauchen Menschen, die die Kräuterdestillate für sich und andere nutzen, ein wenig Systematik in der Zuordnung der Pflanzen, im Verständnis der zugrundeliegenden Energetik und der Traditionellen Chinesischen Medizin, an der ich mich selbst ja beim Anbau, bei der Produktion und auch bei der Spezifikation der Destillate orientiere. Vor allem aber wird es diese „andere Art der Betrachtung“, ein Verständnis für Fließgleichgewichte und eine „Antenne“ für Resonanz brauchen…

Bei meinem Kurzbesuch in Berlin traf ich ein befreundetes Therapeutenpaar. Er ist Osteopath und Seelenarbeiter, sie ist Systemikerin und macht Aufstellungsarbeit. Ich schätze Elke und Ralf schon lange – als Menschen, als Denker und spirituelle Weggefährten. Als Gastgeschenk brachte ich ein Destillat des alten Druidenkrauts – die Wasserminze wurde bei den Kelten als Mittel zur Förderung der Hellsicht und als Kraut zur Erdung bei starker geistiger Aktivität eingesetzt.
Ralf war sofort begeistert von dem Spirit und kam von sich aus auf die Idee, die Spirits bei seiner therapeutischen Arbeit mit einzusetzen. Auch ich war begeistert – denn Ralf gehört ganz sicher zu den Menschen, die aus der Präsenz, aus der Intuition und erweiterten Wahrnehmung heraus heilsame Impulse hervorbringen. Ebenso wie Elske, Edith, Elfrun und andere Ärzte und Therapeuten, die die Spirits gerade als kostbare Werkzeug entdecken.

Doch mit allen wurde in Gesprächen auch klar, daß eine Art „Brücke“ hilfreich wäre, eine Übersetzung für den Kopf und eine Vermittlung für die Klientinnen, um die Tür zu den Pflanzen zu öffnen.

Wer kann schon mit den Fünf Elementen umgehen

Je älter ich werde, desto mehr kann ich die Sehnsucht nach festen Gesetzmäßigkeiten und Regeln loslassen und erlaube mir, weiß aus so vielen Erfahrungen, daß die intuitive Herangehensweise die ist, die für mich wahrhaftig und auch erfolgreich ist.
Freilich habe ich viel „Wissen“ über die körperliche und feinstoffliche Wirkung der Pflanzen im Gepäck und wahrscheinlich beziehe ich dieses Wissen oft unbewußt in meinen „Blick“ ein, wenn ich einen Menschen ansehe und auf die Resonanz einer bestimmten Pflanze „warte“.
Ein ganz zentrales Element bei der „Überbrückung“ zwischen Intuition und systematischer Einschätzung eines menschlichen Zustandes sind für mich seit fast 30 Jahren die Fünf Elemente aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Mit diesem Prinzip werden Ungleichgewichte im menschlichen System – körperlich wie seelisch – ganzheitlich erkannt und einem Umgang zugeführt, der nicht nur Symptome bekämpft, sondern das Gesamtsystem in Balance bringt.
Mein ganzer Garten ist nach diesem Prinzip aufgebaut, meine Ernährung so ausgerichtet – und eben auch mein Blick auf einen Menschen. Von daher macht es sicher Sinn, Therapeut/innen einzuladen zu den bereits existierenden Seminaren zu den Fünf Wandlungsphasen.
Und dort – wie auch während der Praxiswochen – verbringen wir ohnehin sehr viel Zeit mit dem Lauschen, dem Wahrnehmen, dem Empfangen von Informationen aus der Gegenwart.
Gemeinsam üben wir dann die „Übersetzung“ dieser Erfahrungen in eine Form, die übertragbar und handhabbar ist im Umgang mit den Heilpflanzen.

Es gibt mittlerweile viele „Fans“ von Wild Natural Spirit, die sich Pflanze für Pflanze einfinden, einfühlen und ihre Erfahrungen machen – und uns daran teilhaben lassen. So schreibt Susanne zum Beispiel:

Neben dem Wermut und dem Ysop ist die Schafgarbe nun die dritte im Bunde der Reindestillate, die bei mir auf Seelenebene ganz, ganz tief wirkt. Ich empfinde sie als sanft aufwühlend und dabei innerlich sehr stärkend. Sie berührt sehr und in einer ganz besonderen Weise das Weibliche in mir. Ahnungen an ein tiefes, altes Wissen kommen und der Mut, mich mit all dem endlich zu zeigen, und MICH zu leben und zu lieben als DIE, die ich gemeint bin. Raus aus dem Kopf, rein in die weibliche Intuition und ins weibliche Handeln. Die Schafgarbe macht mich innerlich lächeln. Der Geschmack ist wie ein Tanz über Sommerwiesen, in luftigen, flatternden Kleidern. Weiblichkeit pur…
Es ist so wundervoll, was die Natur an Geschenken für uns bereit hält – danke dir, liebe Evelin für dein Wirken.
“ (zu finden in der Produktbewertung zur Schafgarbe)

Therapie mit Pflanzen

So gilt mein wichtigster Appell an Dich, deine Wahrnehmung zu schulen, deine Intuition zu überprüfen und Dich mit Resonanz als kosmisches Grundprinzip auseinanderzusetzen.
Nimmst Du diesen Ruf ernst, so wird dein vages „Bauchgefühl“ bald an Substanz gewinnen, deine Wahrnehmung verfeinert und deine Schlußfolgerungen treffsicher werden.
Gerne empfehle ich Dir die Pflanzen als große Lehrmeister, jede auf einer eigenen Frequenz, mit einer eigenen thematischen Bandbreite. Die auf Aditi entstandenen Destillate eignen sich hierfür hervorragend, wenn Du nicht alle Pflanzen in deinem eigenen Garten hast.
Denn sie sind ohne Maschinen und in Permakultur gediehen, mit liebenden und kundigen Händeln gesammelt und noch vor Ort auf offenem Feuer destilliert worden.

Dies sind die „alten Wege“, die ich eingangs erwähnte.
Dies ist die Art, die Seele der Pflanze, ihr ganzes Spektrum wirklich zu fördern und zu gewinnen.