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Die Glatte Minze (Pfefferminze) – und Ihr Hydrolat

Minzen sind dank des ihnen gemeinsamen Menthols sehr raumgreifend und vermögen, tief in Zellen und Bewusstsein vorzudringen. Vergangene Woche schrieb ich ausführlich über die Minzen als Gruppe von Heilkräutern : Sie haben einige Gemeinsamkeiten. Ergänzend zum Pfalnzenprofil der Wasserminze, widme ich mich heute der Glatten Minze, besser bekannt als „Pfefferminze“. Es ist die zweite von drei Sorten in den Permakulturgärten von Wild Natural Spirit.

Aus einer Kreuzung der Wasserminze (Mentha aquatica) mit der Grünen Minze (Mentha spicata) ging 1696 in einem Arzneigarten in England die Hybride Pfefferminze (Mentha × piperita) hervor, die einen angenehmeren Duft und Geschmack hat als ihre Eltern. Von anderen Minzen unterscheidet sich die Pfefferminze vor allem durch den hohen Menthol– und Cineolgehalt und niedrigen Carvongehalt bzw. durch den schärferen Geschmack (daher der Name „Pfefferminze“). Die Minze mit dem bläulichen Stängel und den dunkelgrünen, leicht haarigen Blättern kam erst in diesem Sommer in die WNS-Gärten: Als gakelige 6 Stecklinge hatten sie auf dem vorbereiteten Beet im Minzegarten reichlich Platz. Ich war ein bißchen skeptisch, ob die „paar Stängel“ anwachsen und sich ebensogut vermehren würden, wie die Wasserminze.

Die Pflanze ist in Gestalt, Farbe und Geruch feiner, ätherischer als dir kräftigen Wildminzen, trägt einen violetten Schimmer in Blatt, Stängel und Blüte und hat sehr differenzierte, schlanke und glatte Blätter.
… vier Monate später – ich hatte nicht viel Zeit für die Hege dieser Neuankömmlinge gehabt während der Ernte – standen wir an dem vollständig bewachsenen Beet und staunten: Ein bezaubernder, zart-frischer Duft umrahmte hunderte von kräftig aufragenden, blühenden Minzepflanzen bescherte uns im ersten Schnitt fast 14 Kilo Ernte.

Anders, als bei den meisten anderen Heilkräutern in unseren Bio-Gärten, trocknete ich die Pfefferminze vor der Destillation. Durch den Trocknungsprozess lassen sich die Duft- und Wirkstoffe dieser Athletin besser während der Destillation herauslösen.

Atemberaubend: Der natürliche Bodyscan

Und dann kam endlich der Moment, in dem wir die Kolonne unserer großen Kupferdestille mit der Pfefferminze befüllten: Stolze 10 Kilo Trockengewicht und ein herrlich frisch-feiner Duft.
Ich hatte im Artikel über die Minzen im Allgemeinen ja bereits geschrieben, daß dieser Familie das Raumgreifende gemeinsam ist.
Doch was geschah, als wir die Metnhat piperita (Pfefferminze)= destillierten: Im wahrsten Sinne atemberaubend war der Effekt, der mich beim Einatmen hinab und hinein in all meine Zellen führte, ich spürte meinen Körper, jedes Glied, jede Zelle ganz differenziert und klar.
Das erinnerte mich an den Bodyscan nach dem Yoga: In dem – oft geführt durch mich – die Aufmerksamkeit der Yogis Schritt für Schritt durch den ganze Körper gelenkt wird. Durch diese gezielte Aufmerksamkeit führen wir unserem Körper – Organ für Organ – Energie zu, können erkennen, ob es Störungen oder Ungleichgewichte gibt und diese ad hoc ausräumen.

Diesen „Scan“ löste das Hydrolat der Pfefferminze bei mir aus, als ich destillierte.  Dabei „triggerte“ sie meinen Körper Zelle für Zelle, belebte und aktivierte ihn – während mein Geist sehr klar und ruhig wurde.

Der Effekt dieses Hydrolats geht also weit hinaus über den würzigen Geschmack, das klären der Atemwege und das Schmerzmittel bei Verspannungen : Das Hydrolat der Pfefferminze unterstützt uns dabei, unsere Selbstheilungskräfte zu aktivieren, indem sie uns den Körper in all seinen Schichten und Bereichen verdeutlicht, uns durchdringt und vitalisiert.

Die Tests in der kosmetischen Anwendung waren auch sehr erfreulich: Schwellungen, Verfärbungen, Stauungen verschwanden nach kurzer Anwendung sehr rasch, denn sie reinigt, klärt, entgiftet und entstaut.

Schade eigentlich, daß wir „nur“ diese eine Charge haben und damit die Pfefferminze in diesem Jahr nur als Sonderedition in begrenzter Anzahl anbieten können. Aber ich will ja nicht undankbar sein: Erstaunlich, daß wir sie in diesem Jahr überhaupt schon ernten konnten. Und sicher wird es nächstes Jahr reichlich geben…

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Bio Kräutertee

Von der Kunst des Tee-Machens

Ich war ja immer eher Kaffeetrinkerin – Tees waren eher was für kalten Winterabende. Und außerdem war das „Zeug“ das ich in kleinen Beuteln abgepackt kaufen konnte – Bio hin oder her – immer mehr Staub als Pflanze. Kamillentee – igitt !

Das hat sich radikal verändert vor zwei Jahren, seit ich nicht nur in bescheidenem Umfang meine Küchenkräuter hinter dem Haus habe, sondern auf derzeit 5.000 Quadratmetern aromatische Kräuter in biozertifizierter Permakultur anbaue. Logischerweise habe ich beim Ernten die Kräuter auch probiert: frisch und mit Wasser übergossen, geraucht und destilliert.
Und dieses Aroma, dieser Duft und die sehr unterschiedlichen, deutlich wahrnehmbaren Effekte auf Geist, Körper und Gemüt werden mir mehr und mehr zur Leidenschaft.

Die Würzigkeit der handgesammelten Salbeiblüten- und –blätter – ein unglaublicher Gaumenschmaus – und zugleich hervorragender Streßpuffer in einer Zeit, in der ich Aufgaben für vier habe ! Viel viel mehr noch, als ein Kraut das „Lunge und Darm reinigt und kräftigt“, wie Hildegard von Bingen schreibt.
Oder der Ysop – den kannte ich bis vor Kurzem gar nicht: der kräftig-zitronige Duft am frühen Morgen, die blauen Blüten auf dem Tassenboden… und „zack!“ – wacher geht nicht !

Ich lerne Tee ganz neu kennen und genießen. Lichtjahre entfernt von dem trocken-staubigen Gebrösel, das ich bisher damit assoziierte.

Aber warum erst jetzt ?
Und warum haben die gekauften Tees selten nach etwas geschmeckt ?

Herausfinden, was Aditis´ Rohdrogen so köstlich und kostbar macht

Klar wächst eine Pflanze kraftvoller, wenn sie nicht in Mono- sondern in Permakultur steht, wenn sie ihre Kraft aus dem Ökosystem und nicht aus der Pflanzenschutzspritze oder Tierkacke holt und wenn sie von Hand gepflegt und gesammelt wird statt von schweren Maschinen.

Doch da ist noch etwas, das ganz entscheidend für Farbe, Aroma und Duft der Pflanze ist: Ich glaube, ein ganz wesentlicher Grund ist, daß wir hier bei Wild Natural Spirit ziemlich große Pflanzenteile am Stück trocknen.
Das ist eine Kunst – denn das Risiko, daß die Pflanze nicht schnell genug und vollständig durchtrocknet, ist groß und könnte alles verderben. In den landwirtschaftlichen Trocknungsanlagen werden die Kräuter mit gigantischen Hitzegebläsen einige Stunden durch betonierte Kammern geschleudert und zuletzt händisch oder maschinell zusammengekehrt und verpackt. Klar, daß da nicht mehr viel Aroma übrig ist…
Und so habe ich mich daran gemacht, die „Kunst des Kräutertrocknes“ zu ergründen.

Sonne und Wind lieben ihr (Kräuter)Kind

Wir haben letztes Jahr eine kleine Solar-Darre gebaut, in der die Kräuter in dünner Schicht auf luftigen Sieben liegen in einer großen Holzkammer. Die Holzkammer wird ohne Stromzufuhr mit Luft durchströmt, die über einen Sonnenkollektor an der Front der Holzkammer erzeugt und in Bewegung gebracht wird. Das funktionierte prima und brachte Rohdrogen höchster Güte hervor.
Und das alles ohne Strom, ohne Maschinen – dafür mit sehr, sehr viel Handarbeit.
Denn die Kräuter müssen zweimal täglich von Hand gewendet und gelockert werden, um in der vorgegebenen Zeit (48h) auf einen Feuchtigkeitsanteil von weniger als 15% herunter zu trocknen.

Trocknung der handgesammelten Salbeiblätter in der autarken Solar-Darre
Trocknung der handgesammelten Salbeiblätter in der autarken Solar-Darre

Die letztes Jahr auf diese Weise erzeugten Kräutertees und Schmuckdrogen (ganze Blüten) waren im Handumdrehen ausverkauft. Wo bekommt man schon das ganze, unbeschadete Blatt ? Die unversehrte Blüte, die noch alle Farbpigmente trägt ? In Bioqualität ?
Kein Wunder, wenn sogar ich zur leidenschaftlichen Teetrinkerin werde …

Es waren wohl nicht nur Teeliebhaber und Kräuterkennerinnen unter den Käufern – auch kleine Kosmetik- und Naturheilmittelhersteller fragen ständig nach, wann die nächste Charge bereit ist. So war klar: Wir brauchen für die Wild Natural Spirits mehr Trocknungskapazität.
Und so begannen Jürgen und ich im Januar, das Kräuterhäuschen zu bauen.
Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip, wie unsere Test-Darre – hat aber vier Trocknungskammern, (selbstgebaute) Kollektoren von insgesamt 11 Quadratmetern Fläche – und ist weiterhin und nach wie vor zu 100% autark.

Und so strahlt das kräftige Gelb der Ringelblume mich gerade aus meiner dampfenden Teetasse an, der Duft der vorhin gepackten Wasserminze erfüllt das ganze Haus.

Dieses Jahr werden wir zu den bereits etablierten Sorten Ringelblume, Schafgarbe, Wasserminze, Melisse, Kamille, Salbei und Ysop noch ein paar weitere Köstlichkeiten hinzunehmen: Der Lavendel steht prächtig, auch der Sonnenhut (Echinacea purpurea), die krause und die glatte Minze kommen hinzu und natürlich natürlich der Immunkönig Thymian. Sieh Dich gerne in dem kleinen Online-Laden um – die erste Ernte dieses Jahr ist in vollem Gange und einige Sorten sind bereits wieder vorrätig: www.wild-natural-spirit.org

So Gott will. Denn alles hängt am Wetter.

Tipps zur Zubereitung:

Entnimm dem Wild Natural Spirit-Beutel 4, 5 Zweige oder Blüten mit Blättern für 1 Liter Tee. Brich die trockenen Kräuter erst unmittelbar bevor Du sie mit heißem Wasser übergießt: Du wirst den Duft zwischen deinen Fingerspitzen bemerken, der Dich zu uns in den Kräutergarten entführt. Laß die Kräuter 3 – 7 Minuten – je nach Geschmack ziehen, bevor Du sie trinkst.
Und achte darauf, daß ein wenig von der Kostbarkeit Dich vom Tassenboden aus anlächelt. Das Auge genießt mit …

Bio Ysop Kräutertee

Entnimm dem Wild Natural Spirit-Beutel 4, 5 Zweige oder Blüten mit Blättern für 1 Liter Tee. Brich die trockenen Kräuter erst unmittelbar bevor Du sie mit heißem Wasser übergießt: Du wirst den Duft zwischen deinen Fingerspitzen bemerken, der Dich zu uns in den Kräutergarten entführt. Laß die Kräuter 3 – 7 Minuten – je nach Geschmack ziehen, bevor Du sie trinkst.
Und achte darauf, daß ein wenig von der Kostbarkeit Dich vom Tassenboden aus anlächelt. Das Auge genießt mit …

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Natürliche Pflanzenapotheke

Das Beste vom Kraut

Unsere Vorfahren wußten die Heilkräfte von Salbei, Kamille und Co zu schätzen. Wild Natural Spirit belebt das alte Wissen neu. Seit drei Jahren lebt Evelin Rosenfeld ich im Herzen Deutschlands auf einem kleinen Berg namens „Aditi“. 35.000 Quadratmeter wildes Land werden nun nach und nach zu einem paradiesischen Permakulturgarten mit ganz besonderen Schätzen.

Kürzlich traf ich mich mit einer Freundin, die schon seit langem Kosmetika herstellt und erfolgreich verkauft. Sie war interessiert an meinen Destillaten als Rohstoff für ihre eigenen Produkte. Auf ihre Frage „Was ist in so einer 100ml-Flasche alles drin?“ antwortete ich : „Etwa 0,7 Kilo Schafgarbenblüten“. Sie blickte mich ungläubig an und fragte nochmals „In dieser 1 Flasche ? Wieviel muß ich mir da vorstellen ?“ Ich lächelte und sagte: „Anderthalb 10-Litereimer, etwa“.
Sie war sprachlos.
Als sie mich wenig später auf Aditi besuchen kam und uns bei der Arbeit im Garten überraschte, flossen die Tränen. „Das ist ja unschätzbar, was Du da machst. Dieser Ort – und der Garten – unglaublich, ich habe noch nie so eine Melisse gesehen“.
Ja, dachte ich bei mir. Was ich hier tue ist wie aus einer anderen Zeit. Und ich weiß, wofür ich es tue.

Unsere liebe Natur birgt alles in Fülle, was wir Menschen brauchen, um gesund in Körper und Geist zu sein. All die industriellen Produkte, die wir konsumieren, die Pharmazie und Kosmetik sind nicht nur für unsere eigene Gesundheit immer wieder mit unschönen Nebeneffekten verbunden. Vor allem liegt ihrer Herstellung ein Vorgang zugrunde, der unser aller Basis – eine gesunde Natur – zerstört. Ob es die Maschinen auf den Feldern, die in Laboren isolierten Stoffe oder all die Vorrichtungen zu Haltbarkeit und Aussehen sind: All dies ist überflüssig. Und meist sogar schädlich.

… wenn sich denn manche wieder die Mühe machten, die Natur zu lesen und ihr zu folgen!

Sie sind selten geworden, die handgesammelten Heilkräuter, die unseren Vorfahren Vitalität und ein hohes Alter schenkten – auf unbelasteten Wiesen unmittelbar vor der Haustür gewachsen. Noch seltener sind die Präparate, die die Kräuterfrauen und Alchemisten damals in höchster Reinheit für die Menschen in ihrer Umgebung zubereiteten. Und doch erinnern wir uns an das Wissen um den Salbei, den unsere Großmutter gesammelt hatte. An die Calendula, die im häuslichen Medizinschrank unverzichtbar war. An den Fenchel, den der Großvater gegen seine Blähungen nahm.
Mit meinem alten Herzensprojekt „Wild Natural Spirit“ ( https://www.sein.de/raeucher-rituale-der-weg-der-pflanzendevas/  ) nehme ich unsere mitteleuropäische Tradition der Heilkräuter neu auf:
Auf Aditi (àhttps://wild-natural-spirit.org/permakultur-und-heilort/ ) werden in Permakultur und ohne jegliche Maschinen aromatische Kräuter von Hand angebaut und gesammelt. Nur durch die Sonne gedarrt verwandeln wir sie zu reinsten Tees und Rohdrogen. Oder wir bringen die Kräuter frisch aus dem Garten in die große Kupferdestille. Die auf diese Weise gewonnenen Pflanzendestillate sind reich gesättigt mit ätherischen Ölen, die unseren Hausmitteln volle Kraft verleihen.

Wasser, Feuer und Heilkraut. Pur.

Nach dem großartigen Start unserer Hydrolate im vergangenen Jahr habe ich sehr – SEHR – viel geforscht, gelernt und weiterentwickelt zu den Schätzen, die hier auf 35.000 Quadratmetern Permakultur in Hand angebaut werden.
Ich hatte ja bereits berichtet von den einwandfreien Analyseergebnissen: Entgegen der landläufigen Meinung, daß Hydrolate nur wenige Wochen haltbar sind, konnten wir durch Labortests nachweisen, daß in unseren Destillaten soviel ätherisches Öl enthalten ist, daß eine Haltbarkeit von 18 Monaten garantiert werden kann. (ich glaube ja, es hat auch etwas mit der Qualität der eingebrachten Pflanzen zu tun 😉 )
Das ist enorm wichtig – denn so brauchen wir weder Alkohol noch Silberionen noch sonst irgendwelche üblichen Stoffe zur Haltbarkeit zuzusetzen.

Unsere Destillate sind also pures Pflanzendestillat.
Das ist für die Wirkkräfte ideal.
So können wir – wie die alten Kräuterfrauen und Alchemisten vor Jahrhunderten – die pure Pflanze in „Fläschchen“ bringen, ohne der Deva die geringste Veränderung zuzufügen.
Salbei pur. Ysop pur. Calendula pur.

Und wie erwartet, sammeln sich auf unserer Produktseite viele Rückmeldungen von Anwender/innen, die nicht nur die Wirkung im bekannten Rahmen der jeweiligen Heilpflanze bestätigen, sondern auch eine ganze Reihe komplexerer, auch feinstofflicher Wirkungen werden hier berichtet. Ich lese diese Rückmeldungen und sammle sie sorgfältig – denn es entstehen klare Wirkmuster und Spektren für die naturreinen Pflanzendestillate. (in vergangenen Newslichterausgaben hatte ich diverse Pflanzenprofile veröffentlicht, in denen ich diese Muster bereits skizziere (https://www.newslichter.de/?s=hydrolate ).

Als besonders kraftvolle Hydrolate haben sich Kamille und Melisse herauskristallisiert, die offenbar exakt die Bedürfnisse reizüberfluteter Großstadtmenschen treffen (https://wild-natural-spirit.org/produkt/melisse-hydrolat/ und https://wild-natural-spirit.org/produkt/bio-pflanzenwasser-kamille/ ). Beide Pflanzen gehören von jeher in die europäische Kräuterapotheke: Die Kamille als fiebersenkendes, entzündungshemmendes und reinigendes Mittel, die Melisse – eine von Plinius schon verehrte Heilerin – ist ein klassisches Mittel zur Stimmungsverbesserung. Hildegard von Bingen schreibt „Melisse macht das Herz glücklich“.
Diese Wirkkräfte durch die Wasser-Destillation zu reinigen und zu sammeln ist uns hervorragend gelungen.

Wir bleiben also dabei und werden diese traditionellen Hausmittel weiter produzieren – in diesem Jahr kommen zu den sechs bestehenden Sorten Schafgrabe, Melisse, Calendula, Ysop, Salbei und Kamille noch fünf weitere hinzu – Minze, Lavendel, Fenchel, Liebstöckel und Thymian. Allerdings werden wir den Begriff „Hydrolat“ so nicht mehr verwenden, weil Hydrolate einfach nur einen „Rest“ des Reindestillats sind, der von der Aroma-Industrie nach zahlreichen Extraktionen des ätherischen Öls als Abfallprodukt eben auch noch verkauft wird. Unser „Das Beste vom Kraut“ ist das naturreine Pflanzendestillat des jeweiligen Heilkrauts. Und so wird es künftig auch auf der Flasche stehen. 

Forschen und Lieben

Und mit jedem Tag mehr, den wir im Garten verbringen und an der Destille, verstehen wir mehr zu den Heilkräften unserer Pflanzen. Lange haben wir an der Destillationstechnik und an unserem Ansatz der Pflanzengewinnung gearbeitet – und forschen und lieben und entdecken.

Auch bei der Aufbereitung der Pflanzen habe ich neues entdeckt: Die Destillate, die wir zu den Hausmitteln verarbeiten beschenken uns mit dem vollen Bogen der Heilpflanze. Wenn ich den Destillationsprozess jedoch etwas in Druck, Temperatur und Dauer moderiere und durch zusätzliches Rühren und Filtrieren das Destillat verfeinere (nach wie vor OHNE irgendetwas hinzuzusetzen), erhalte ich eine Gesichtspflege, die phänomenal rein und zugleich wirksam ist. In Kombination mit Öl. Ich glaube, da habe ich etwas gefunden, was uns das cremen und schmieren endgültig erspart – und stattdessen rosige Frische in unser Antlitz zaubert J Zu den Entdeckungen und Anwendungen schreibe ich dann … ganz bald !

Jetzt aber erst einmal hinaus zu den Melisse-Männchen (wir nennen die etwa 80 Zentimeter hohen Melisseberge so – weil sie einfach erstaunlich und urig sind)… sie wird die erste sein, die am kommenden Wochenende durch die Destille gehen wird.

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Alternative Heilkunde

Naturreine Pflanzendestillate

Wild Natural Spirit steht eindeutig für Pflanzenheilkunde statt Pharmaindustrie. In den vergangenen Tagen habe ich mit meinem alten Freund Martin (der übrigens vor 9 Jahren das wunderbare Logo von Wild Natural Spirit entworfen hat) viel über die Zukunft von Wild Natural Spirit nachgedacht.

Die naturreinen Pflanzendestillate sind einerseits kostbare Hausmittel (Heilmittel darf ich ja nicht sagen) – denn sie enthalten das Reindestillat der klassischen, mitteleuropäischen Heilpflanzen. Durch die Destillation wird die heilende Wirkung, die wir alle aus Kindheitstagen von Salbei, Kamille, Ringelblume und Co kennen, verdichtet und verfeinert.

Das Naturreine Pflanzendestillat des Hyssopus officinale

Die bisherige Bezeichnung “Hydrolat” führte – sowohl bei Kunden wie auch bei den Behörden – immer wieder zu Verwirrungen: Denn “Hydrolate” sind üblicherweise das Abfallprodukt der Destillation, bei der es eigentlich um die Gewinnung ätherischer Öle geht. Die Pflanzen werden in der Regel in mehreren Fraktionen dem Wasserdampf ausgesetzt. Dabei fließt eine Flüssigkeit aus der Destille, die aus zwei Bestandteilen besteht: Zum einen das teure, sehr reaktive ätherische Öl, zum anderen die wässrige Phase, das Hydrolat. Das ätherische Öl wird abgesondert und vom Hydrolat getrennt. Um – bei der industriellen – Gewinnung von ätherischen Ölen die Ausbeute zu maximieren, wird die wäßrige Phase wieder und wieder destilliert, bis das letztlich “leere” Hydrolat übrig bleibt. (Es ist nicht – ganz – ohne Wirkstoffe – aber weitgehend frei von ätherischen Ölen.)

Das Naturreine Pflanzendestillat der Achillea millefolium

Da das bei unseren Pflanzendestillaten anders ist und wir explizit nur einmal, sehr langsam und unter ganz spezifischen Temperatur- und Mengenverhältnissen destillieren, werden unsere Hausmittel künftig nicht mehr “Hydrolat” heißen, sondern “Naturreines Pflanzendestillat”. Die Naturreinen Pflanzendestillate von Wild Natural Spirit sind reich gesättigt mit ätherischen Ölen und durchlaufen den Destillationsprozess nur 1mal. So wird deutlich, daß wir Wert auf die behutsame Behandlung der Pflanzen legen, die wir hier auf Aditi anbauen und verarbeiten. Und wir folgen damit auch unserem Prinzip, die Kraft der ganzen Pflanze – und nicht nur bestimmter Bestandteile – zu nutzen.

So stellen wir sicher, das DAS BESTE der Heilpflanze unbeschadet und vollwertig Eingang in die Hausapotheken der Menschen findet, die der Natur mehr vertrauen, als der Pharmaindustrie.

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Ein natürliches Antidepressivum

Der Ysop und sein Hydrolat – Aufwachen !! 🙂

Psalm 51.9 weiß über den Ysop: “Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee!”
Sowohl im alten wie auch im neuen Testament taucht dieses Pflanze – im Hebräischen ésov „Heiliges Kraut“ genannt – immer wieder auf um zu reinigen, zu weihen und zu schützen. Doch was wissen wir heute von dem unscheinbaren Lippenblütler, der nur in der Blütezeit mit seinem königlichen Blau alles überstrahlt?

Sein hoher Camphergehalt machte ihn in der Antike zum „Meister Propper der Vorzeit“. Und auch, daß auf seinen Blättern der kostbare Pilz Penicillum wächst. Das hat ihn ganz sicher und sehr greifbar zum Schutzkraut gegen Infektionen und Seuchen gemacht.

Der Ysop und sein Hydrolat: Wake up !

In der traditionelle Heilkunde kennen wir den Ysop als Magenmittel. Als Tee wird Ysop unter anderem bei Atemwegserkrankungen, Asthma und Husten empfohlen. Seine schleimlösende Wirkung erleichtert das Abhusten und mildert die Beschwerden. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaft werden Öl und Hydrolat gerne für Gurgellösungen verwendet: Heiserkeit, Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen und Mandelentzündungen klingen rasch ab. Für äußerliche Waschungen und Einreibungen bei rheumatischen Beschwerden wird es auf die schmerzenden Gelenke aufgetragen. Ebenso soll es eine vermehrte Schweißbildung mindern. (siehe: https://www.uni-frankfurt.de/55706381/Alkaloide )

All dies ist richtig – und in den meisten Fällen auf Campher und seine Gerbstoffe zurückzuführen. Doch setzen all diese Anwendungen (nur) an den Symptomen an. Um die ganze Kraft des Ysops zu begreifen und zu nutzen, müssen wir seinem Wesen näher kommen. Und ihn in der wirksamsten Form „einfangen“: In der Wasserdampfdestillation.

Als ich in diesem Jahr gleich drei Anläufe brauchte, diesen komplexen, ganz und gar auf das Essentielle gerichteten Halbstrauch aus Samen zu ziehen, wurde mir nach und nach deutlich, worin sein eigentlicher Charakter besteht: Aufrecht steht er – golden fällt er – das Destillat des Ysop ist goldfarben und der Duft eindringlich-aromatisch.

Nach dem äußerst empfindlichen und zarten Keimstadium legten die Pflänzchen mit einem Mal zu: Sonne, Trockenheit und sorgfältige Pflege (vor allem: frei halten von gröberen Krauten) gaben ihm rasch Kraft und bald duftete das ganze Feld holzig-zitronig. Er grenzt sich ab – wenn er alt genug ist – breitet sich nicht aus, hält sein Territorium.
Neben den charakteristischen, duftgebenden Campherderivaten bringt die Reifung der Pflanze auch Limonen, Pinen und Rosmarinsäure in die festen, dunkelgrünen Blättchen. Und dies ist es – neben dem Blau, das die Rohdroge im heißen Wasser freisetzt – was dem Ysop-Tee ein unvergleichliches Aroma und eine echte Wachmacher-Qualität verleiht.

Der Ysop und sein Hydrolat: Wake up !

Foto: Evelin Rosenfeld

Doch was geschieht, wenn wir den Ysop der Wasserdampfdestillation aussetzen ? Ich war wie in lupenreiner Konzentration, als ich das zähflüssige, goldene Öl aus der Destille tropfen sah. Öl- und Wasserphase blieben weitgehend getrennt (daher: Unser das Naturreine Pflanzendestillat vor der Anwendung bitte gut schütteln !). Er machte mich klar und präzise – ganz unmittelbar. Das Geistige hatte Vorrang – und war wohl definiert und definierend ganz und gar präsent.

Diese Wirkung testete ich bei einigen Klient/innen, die unter Konzentrationsschwäche oder Stimmungsschwankungen litten. Besonders bei Menschen, die sedierende Mittel zu sich nehmen oder sich aus eigenen, physiologischen Gründen in einer Verfaßtheit von Dämmrigkeit, Schwere, Vernebelung befanden, zeigte das Hydrolat überraschende Wirkung:
Ein Sprüher auf das Dritte Auge (Zirbeldrüse) wirkte wie ein Blitzschlag, wie ein Weckruf: Die Menschen fühlten sich schlagartig präsent und klar, der Blick war offen und gerichtet, der Körper gestrafft und bewegungswillig.

In der kosmetischen Verwendung klärt der Ysop Unreinheiten, verfeinert das Hautbild, behebt infektiöse Ausschläge und umgibt uns mit seinem inspirierenden Duft.

Mein kleiner Tip für die Gourmets:
Ysop-Hydrolat in gutem Mineralwasser oder in Apfelsaft ist ein köstlicher, aufputschender Cocktail. … ganz ohne Alkohol. Ich habe mir mittlerweile angewöhnt, Ysop-Tee statt Kaffe am Morgen zu trinken: Weil es besser schmeckt und weil es wirklich wach macht!

Hier geht es zum Artikel “Die Ringelblume und Ihr Hydrolat

*** Meine Empfehlung für das Hydrolat

Wenn Du statt Tee das Naturreine Pflanzendestillat verwendest, sprichst Du eine komplexere Ebene an:
Das reich mit ätherischen Ölen gesättigte Hydrolat erreicht nicht nur das Symptom, sondern auch die komplexen Zusammenhänge, die zu deinen Beschwerden führen.
Hydrolate können äußerlich und innerlich angewendet werden. Äußerlich werden sie über die Hautoberfläche aufgenommen – und wirken auch in der Haut, die dein „Kommunikationsorgan“ ist. Wie ein „Parfum“ einfach nur in deine Aura gesprüht, beeinflussen sie deine Resonanzfähigkeit.

Innerlich eingenommen genügt ein Sprüher unter die Zunge: Dort gelangt das hochwirksame ätherische Öl in der wäßrigen Lösung des Pflanzendestillats direkt in den Blutkreislauf.

Schädliche Wirkungen von Hydrolaten sind nicht bekannt.
***
Bitte lagere die naturreinen Pflanzendestillate von Wild Natural Spirit im Kühlschrank. Das MHD befindet sich seitlich am Etikett und beträgt in der Regel 18 Monate – meist aber länger, weil in unseren Hydrolaten das gesamte ätherische Öl der Pflanze belassen wurde

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Naturkosmetik und nachhaltige Landwirtschaft

Heilpflanzen und Naturkosmetik brauchen gesunden Kräuterbau

Heilpflanzen wachsen an Heilorten. Und so können Naturkosmetik oder pflanzliche Heilmittel kaum auf Rohstoffen basieren, die mit Maschinen in Masse angebaut wurden, industrielle Aufbereitung erfahren haben und tausende Kilometer Transport hinter sich haben.

Wenn Du Heilung bei den Pflanzen suchst, dann sollte auf jeden Fall klar sein, daß der Ort, an dem sie wachsen und die Art, wie sie aufgewachsen und geerntet worden sind von höchster Wichtigkeit für ihre Kraft und Reinheit ist.
“Apothekerware” – und auch die Rohstoffe der bekannten Naturkosmetik-Riesen – stammen aus industriellem Anbau (Riesenmaschinen, verdichtete Böden, manchmal biozertifiziert) – aber das sagt nicht viel. Sie wurden in elektromagbetischen Kammern mit Luftstrom getrocknet (tödlich für die ätherischen Öle und die feinstofflichen Qualitäten) und oft über lange Strecken importiert.
Such Dir … etwas Besseres.

Und dann lohnt es sich auch, Dich ein bisschen mit Energetik und Alchemie zu befassen – denn eine “Essenz” hat eine ganz andere Qualität als ein “Tee” oder eben ein Destillat (das ist das, was wir machen).
Für eine erste Orientierung habe ich eine extra Seite hierfür auf der Homepage:

Viel Freude !


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Salbei-Tee oder Salbei-Hydrolat

Salbei-Tee oder Salbei-Hydrolat

Bei den grassierenden Erkältungswellen und Grippe-Infektionen sammle ich Erfahrungsberichte zum Unterschied zwischen Salbei-Tee und Salbei-Hydrolat.
Ich persönlich bin recht abgehärtet durch das viele Draußen-Arbeiten bei jedem Wetter und daher eigentlich nie erkältet. Aber ich bin Raucherin. Und ich hab öfter Mal mit Schleim und trockenem Husten zu tun.
Da steht das Salbei-Hydrolat direkt neben mir in der Küche und ich liebe dieses Gefühl von Frische, Klarheit und Reinigung , wenn ich einen Sprüher in den Rachen gebe.
Die Freunde, die gerade niedergeworfen werden von den städtischen Grippeviren lieben den Salbeitee… ganz klassisch. Gerade die, die sowieso eher zu den “küleren” Systemen gehören.
Die “Heißblüter” und Verschleimungskandidaten bevorzugen offenbar das Hydrolat.

Salbei ist das beste Heilmittel bei Erkältung und als naturreines Pflanzendestillat eine natürliche Pflege bei großporiger, fettiger Haut.

Hier geht es zum Artikel “Die Melisse und Ihr Hydrolat

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Kräuter ohne Strom trocknen

Das Kräuter-Häuschen

Eine weitere, wichtige Etappe für Aditi und Wild Natural Spirit ist gemeistert: Nachdem wir mehr Trocknungsraum für die Kräuter im kommenden Jahr brauchen, hatte ich bei der Gemeinde angefragt, ob ich einen 38qm-Holzschuppen bauen darf. Als registrierte Landwirtin hatte ich das eigentlich eher als zuvorkommende, einbeziehende Information gemacht. Der Bürgermeister des kleinen Städtchens meinte aber (ohne sich über das Projekt näher informiert zu haben), seinem Stadtrat eine “Ablehnung des Vorhabens” empfehlen zu müssen. Und der Stadtrat folgte brav. Unhinterfragt. Hierauf stellte ich in einem öffentlichen Brief fest, welch seltsames Verhalten da im bayerischen Hinterland “amtsmäßig” ist … denn wenn es einer Genehmigung bedurfte, dann durch den Landrat – und nicht durch die Gemeinde. Dieser Brief hat mir sicher nicht nur Freunde eingebracht :-DNunja, ich wurde dann durch Gutachter vom Landwirtschaftsamt etwa einen Monat lang “geprüft” – mit gewissem Unverständnis für die Nicht-Maschinen und die Dauerkulturen.Gestern kam der Bescheid vom Landrat, das alles ok ist – man gäbe mir einen Vertrauensvorschuß darein, daß ich es “ernst meine” … Alles klar. 🤣
Heute haben wir die erste Fuhre Holz geholt.Bayern halt … 😀 <3

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Nach der Schafgarbe kommt die Melisse …

Die Klosterfrauen wussten schon um die Heilkraft der Melisse

Die beruhigende Kraft der Melisse war bereits den Klosterfrauen bekannt. Und nun ist es auch bei uns so weit: Das Lager leert sich. Das letzte Schafgarben-Hydrolat habe ich heute versendet. Wohl die beste Gesichtspflege für empfindliche Haut und Hautirritationen.
Ab Ende Mai kann ich nachproduzieren.
Bis dahin empfehle ich für die, die das kostbare Azulen der Schafgarbe suchen, das Kamillen-Hydrolat.
Wer die Schafgarbe eingenommen hat, um das System zu beruhigen und zu kühlen, kann gut auf das Melissen-Hydrolat zurückgreifen. Es wirkt mehr auf Wahrnehmung und Stimmung, als die Schafgarbe, die eher die körperliche Ebene anspricht. https://wild-natural-spirit.org/produkt/melisse-hydrolat/

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Erweiterung der Aditi-Kulturen

Erweiterung der Aditi-Kulturen

Die neuen Kulturen auf Aditi stehen - nach liebevoller Beratung mit @Mila fest: Sie werden sich herrlich in das bestehende Ökosystem einfügen und die Öl-Hydrolate erst ... ich kann es jetzt schon riechen 🥰

Die neuen Kulturen auf Aditi stehen – nach liebevoller Beratung mit @Mila fest: Sie werden sich herrlich in das bestehende Ökosystem einfügen und die Öl-Hydrolate erst … ich kann es jetzt schon riechen 🥰

Mit Thymian und Baldrian kommen zwei weitere Klassiker der mitteleuropäischen Heil- und Duftpflanzen in unseren Permakultur-Garten.
Und bei all den herben und frischen Düften wird uns die Süße der vier Neuen richtig gut tun.