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Kraft schöpfen – Im Feld der Heilpflanzen

Morphogenetisches Feld

Was sind morphogenetische Felder ? Wo entspringen sie und was bewirken sie ?
Es gibt Orte, an denen Stille und Fülle zugleich besonders intensiv wirken.
Meistens finden wir solche Orte in der Natur – zufällig – denn unsere Seele hat Fährte aufgenommen nach einem Feld, das ihr gemäß ist, sie nährt und erblühen läßt.
Wir können diesen Moment genießen und in unsere Er-Innerung aufnehmen. Bereits dann steht uns der Klang dieses (feinstofflichen) Feldes für eine Zeit zur Verfügung.
Wir können auch an diesen Ort zurück kehren. So wie ich während meiner Reisezeiten am südlichen Stadtrand von Berlin einen Platz hatte, den ich wieder und wieder aufgesucht habe. Für den Rest meines Lebens werde ich schöpfen können aus diesem Feld zwischen alten Kiefern und Robinienwäldern, an dem der Pirol sang und Johanniskraut wuchs. Mit jedem mal, das ich dort war und das Medizinrad gepflegt habe, habe ich mich mit der Schwingung an diesem Ort verwoben, mich an ihrer Kraft und ganz eigenen Frequenz gelabt.

In der Weiterführung der morphogenetischen Felder, wie Rupert Sheldrake sie bereits in der 60er Jahren beschrieb, tauchen wir hier ein in das intakte Netzwerk zwischen Pflanzen, Mineralien und Tieren an diesem Ort. Weniger gestört und verändert als Orte, die von Elektrizität, menschlichen Gedankenströmen und maschinellen Vorgängen durchsetzt sind, öffnet sich hier eine Tür in den natürlichen Lebensstrom, der durch die Resonanz zwischen bewußten Individuen erzeugt wird.
Und diese „ungestörte Verbindung“, dieses Eintauchen in das natürliche „Feld“ kann vieles in uns gerade rücken, das nicht in Harmonie ist.

Wir können bestimmte Pflanzen als Mittler in ein solches Feld einsetzen

Die direkteste Art, in ein heilvolles und adäquates Feld einzutauchen, ist die unmittelbare Kontaktaufnahme mit einer Pflanze, die Dir im Wesen entspricht.
Bei den Pflanzen reicht es, wenn Du einfach innehältst vor einer Eiche, die deine Aufmerksamkeit bindet oder vor einer erblühenden Rose, deren Duft Du wahrnimmst.
Wenn Du ein ganz bestimmtes Anliegen hast – oder einfach nur ein großes Bedürfnis nach (Rück)Halt und Harmonie – kannst Du eine Frage in das Feld senden. Etwa „Wer kann mir jetzt helfen, wieder ruhiger zu werden/ mich nicht so verloren zu fühlen / eine Antwort auf meine Frage zu finden?”
Wenn Du das mit aller Aufmerksamkeit tust und dann ein paar Sekunden oder Minuten lauscht, wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit einen Handlungs- und Richtungsimpuls bekommen. Folge ihm. Am besten zu Fuß. Folge der empfangenen Richtung, solange das Signal deutlich ist. Wenn es schwächer wird oder aufhört, warte einen Moment, lausche – dann folge wieder. Nach nicht allzu langer Zeit wirst Du an einer Pflanze ankommen – ein Baum oder ein Kraut. Frage nach – „(b)ist (du) frei?“, „hast Du mich gerufen?“ – auch hier wirst Du binnen eines Augenblicks Antwort bekommen. (Dränge Dich nicht auf !).
Wenn klar ist, daß Du den Sender des Signals gefunden hast, laß Dich nieder. Formuliere dein Anliegen gegebenenfalls neu. Und lausche. Lausche, bis Du spürst, wie Dich eine Atmosphäre des Friedens und der Klarheit erfaßt. Anders, als bei einer logischen Abwägung, in der Du Argumente und Erfahrungen analysierst, um ein Problem zu lösen, erreichen Dich die Informationen der Pflanzen zuerst über das Herz. Und von dort breiten sie sich aus im ganzen Körper und zuletzt in deine Gedanken und deine Wahrnehmung.

Der Dienst ist getan, Du bist mit dem Feld verbunden und beziehst die für Dich erforderliche Energie hieraus. Es mag sein, daß Du einen körperlichen Teil der Deva/Pflanze, die Dich aufgenommen hat, weitere Zeit bei Dir behalten möchtest.
Sieh, ob das in möglichst unveränderter, lebendiger und gereinigter Form gerade machbar ist.
Am besten wäre es, Du würdest eine frische Pflanze vor Ort destillieren. Denn die Destillation setzt die unversehrte „Seele“ der Pflanze frei und macht sie durch die wässrige Lösung transportabel.

Das ist übrigens der wesentliche Gedanke bei meiner Arbeit für Wild Natural Spirit: Ich gewinne aus dem außerordentlichen Kraftplatz Aditi die Seele ganz bestimmter Pflanzen und schicke sie – mit ihrer hoch schwingenden Feldinformation – hinaus in die Welt.

Liebe ist der Schlüssel

Bei all diesen Vorgängen führst Du Dich selbst in ein Feld von Schwingungen, die harmonisch und gehaltvoll sind. Je unberührter der Ort oder die Pflanze ist, an die Du Dich wendest, desto zugänglicher ist das Feld für Dich.

Mit meiner Arbeit hier auf Aditi erzeuge ich bewusst und mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln ein solches Feld. Freilich war der Berg in den 50 Jahre seines Dornröschenschlafs auch schon ein Ort von besonderer Kraft – die reiche Fauna und Flora allein belegt dies.
Doch durch meine unermüdliche Arbeit – und die Hilfe von vielen liebevollen Menschen für eine gewisse Zeit – verstärken wir das Feld über, in und um Aditi.
Die besonderen Knotenpunkte von Energielinien werden nicht nur für das Auge sichtbar, sie werden in ihrer Wirkung immer weiter gefördert und in Resonanz gebracht.
Die Anpflanzungen, die in Permakultur und ausschließlich auf der Basis von Materialien entstanden, die auf Aditi selbst wachsen, betonen bestimmte Eigenarten und Inhalte des Berges. Ringelblume, Salbei, Roter Sonnenhut und die ergänzten Obstgehölze, etwa, vertiefen die manifestierende Energie, geben dem Ort konkret und feinstofflich eine deutliche Struktur. Melisse, Schafgarbe und Lavendel erhöhen die Durchlässigkeit und Flußgeschwindigkeit am Platz. Die Minzen und der Ysop erweitern den Raum.

Geistbaum

Bei all dem ist die liebevolle Hinwendung der Schlüssel und der Dünger für das Feld: Ein Platz, der immer wieder aufgesucht und liebevoll gepflegt wird, baut eine spürbare Kraft und Schönheit auf. Und diese Energie fließt allem zu, was sich in diesem Feld befindet.
So genannte „Medizinräder“ – geometrisch gestaltete Plätze, die Knotenpunkte des Feldes markieren und konkrete Aufenthaltsorte darstellen, an denen Gebet und Kontaktaufnahme stattfinden – sind bei dieser Art von Hinwendung ein wichtiges Element.
Auch (Heil)Kräuter nehmen hier eine besondere Stellung ein.
Als „Pflanzen“ sind sie per se hochschwingende Wesen, die Licht zu Materie wandeln – also selbst nur aus ursprünglicher Energie aufgebaut sind (noch nicht zuvor verdaute Materie). Pflanzen sind unterirdisch wie atmosphärisch stark untereinander vernetzt und vermögen in Interaktion mit den Vorgängen in der Erde ebenso wie in der Atmosphäre zu treten. Die Heilkräuter verfügen zudem über eine Fülle ätherischer Stoffe – Brücken zwischen feinstofflicher und körperlicher Ebene also – in denen sie spezifische Informationen verdichten und permeabel machen. Diese Funktion kommt uns zugute, wenn unser System nach „Informationen“ sucht, die wir benötigen, um uns auszubalancieren.

Ich möchte Dich herzlich einladen, mit diesem „Feld an Kraftorten“ zu experimentieren. Den unmittelbaren Kontakt zu Pflanzen aufzunehmen, herauszufinden, wie unterschiedlich ihr Spektrum und ihre Wirkung auf Dich sind – und welchen Beitrag sie leisten zu dem jeweiligen „Feld“, in dem Du sie antriffst. Im Rahmen der eben vollendeten TCM-Reihe konnten wir noch einmal in großer Runde testen und überprüfen, wie spezifisch und deutlich die Reindestillate der Pflanzen auf uns wirken.
Tatsächlich gilt:
Für jedes Wehe ist ein Kraut gewachsen.

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Hautstreichelei

Streicheleinheiten

Mmmhhh, was wäre unser Leben ohne unsere Haut ?
Dieser magische Vorhang zwischen Innen und Außen. Dieser Kontaktpunkt“ der uns ertasten läßt, was uns umgibt, der aus der Berührung eines Windhauchs, aus dem Begegnen mit der Haut eines anderen ein ganzes Universum an Bildern und Empfindungen hervorbringt ?

So kostbar, wie dieser fünfte Sinn ist, so kostbar sollte ausnahmslos alles sein, womit wir unsere Haut in Kontakt bringen.

Es sind nicht Schichten synthetischen MakeUps oder wasserdichte Filme komplexer „Cremes“, die unsere Haut gesund und schön erhalten – ganz sicher nicht. Die liebende Berührung ist, was Haut braucht, um ihr ganzes Spektrum an Empfindsamkeit und Empfänglichkeit zu strahlen.

Irritierte Haut, allergische Haut, unreine Haut ist eine Antwort auf einen Mangel an Achtsamkeit im Umgang mit uns selbst. Verunreinigungen von außen (industrielle Kosmetik, Umweltgifte) und von innen (schlechte Ernährung, Schlafmangel, belastende Gefühle und Gedanken) macht sie sichtbar und spürbar.

Pflege ist nicht Tortur – Pflege ist Pflege

Um diese Störungen aufzufangen, müssen wir nicht ätzen, schrubben, aufplustern, abschirmen – sondern vielmehr in natürlicher Weise „gesund streicheln“.
Heilkräuter können das. Auf eine ganz feine, ganzheitliche Weise.
Und je weniger diese Heilkräuter manipuliert sind – durch Maschinen, Zusätze, Transporte, je näher der Ort, an dem sie gewachsen sind, je unmittelbarer ihre Wirkkraft auf unsere Haut gelangt – desto heilsamer können sie unsere Haut streicheln.

Von selbst versteht sich für mich auch, daß ich all die industriell erzeugten „Wunderwerke“ – Emulgatoren, Stabilisatoren, Parabene, Tenside, Alkohole und Duftstoffe von meiner Haut ebenso fern halte, wie von meinem Magen. Sie sind nicht nur überflüssig, sondern belasten als unnatürliche Spaltungs- oder Synthesestoffe mein ohnehin schon stark gefordertes, kostbares System.
Und auch die Energie von Tieren, die als „Nutztiere“ gehalten und behandelt werden, möchte ich nicht in meinem System.

Ich schmiere nur noch ganz selten – und dann mit reinen Pflanzenölen.
Meine tägliche Pflege besteht jedoch aus zwei, drei taufrischen Sprühnebeln Ringelblumen-Reindestillat. Wasser, Feuer Heilkraut – und sonst gar nichts.
Und das tut meiner Haut sichtbar gut.

Wenn ich mich am Tag geschminkt habe oder die Haut anderweitig „belegt“ ist, reinige ich sie vorab mit etwas Bio-Rhizinusöl und einem dampfend heißen Lappen („pure oil method“). Das nimmt alle Fremdstoffe von meinem zarten Lieblingsorgan, öffnet die Poren und macht sie um so empfänglicher für das kostbare Destillat.

Die Haut als Spiegel der Gesamtverfassung

Da unsere Haut ja nicht isoliert ist vom Körper und von unserer Gesamtverfassung, achte ich bei der Wahl der Heilpflanzen-Sorte sehr genau auf die aktuelle Verfassung – darauf, ob mir insgesamt eher warm oder kalt ist, ob sich mein Körper eher weich oder fest anfühlt, ob es Energiemangel oder –stau gibt – eben auf die klassischen Merkmale der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin).
Derzeit ist mein Favorit die Ringelblumen-Gesichtspflege, weil mein ganzer Organismus nach einem intensiven Sommer auf dem Feld nach Befeuchtung, Kräftigung und Regeneration ruft. Die Ringelblume hat diese Eigenschaften – und eben nicht nur für den Körper, sondern auch für eine empfindliche und gereizte Haut, die sich nach Aufbau und Strahlkraft sehnt.

Mein Freund hat derzeit etwas Hautprobleme – Pickel und ein großporiges Hautbild machen seine Ernährungs- und Schlafsünden sichtbar. Auch er ist nach einer intensiven Arbeitsphase, viel Reiserei und zu fettreichem Essen, etwas abgespannt und streichelbedürftig .  Also habe ich ihm ein Fläschchen Salbei-Gesichtspflege hingestellt – und seine Haut freut sich mächtig, sieht schon nach kurzer Zeit viel besser durchblutet und feiner strukturiert aus – und duftet so schön würzig J

In einem früheren Artikel habe ich eine kleine Zusammenstellung für die Wahl der richtigen Pflanze bei der Gesichtspflege verfaßt, die Du hie nachlesen kannst: https://wild-natural-spirit.org/pflanzenkraft-fuer-jeden-hauttyp/

Und wenn Du noch einmal wissen möchtest, was der Unterschied zwischen den Reindestillaten (Lebensmittel) und den kosmetischen Pflanzendestillaten ist, dann findest Du das hier: https://wild-natural-spirit.org/naturkosmetik-und-reindestillat-der-unterschied/

Und nun wünsche ich Dir Streicheleinheiten im Überfluß – zartes Spüren, sanftes Tasten, feines Empfinden auf deiner lebendigen, streichelwarmen Haut.

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Der Sonnenhut in der Traumatherapie ?

Sonnenhut

Der Sonnenhut lehrt uns, wie Eigenraum und Verbundenheit zusammen gehören

Ich möchte diese frühen Morgenstunden gerne nutzen, meine neuen Erfahrungen mit dem Sonnenhut (Echinacea purpurea) zu teilen.

2018 baute ich erstmalig dieses erhabene und bizzarre Heilkraut an. Es forderte mich schon damals auf, mich ganz einzulassen, Strümpfe und Schuhe auszuziehen und die Samen mit dem baren Fuß in die Erde zu bringen. Ich erinnere mich genau an diesen segensreichen Moment, der mir ein so deutliches Empfinden meiner selbst, meines Körpers, meiner Bewegungen vermittelte – und zugleich das Herz weit öffnete.
Erst ein ganzes Jahr später, also in der zweiten Vegetationsphase, beschenkte mich die Echinacea mit ihrer ganzen Pracht: handtellergroße, pinkfarbene Blüten, dieser einzigartige, an die Blume des Lebens erinnerte riesige Blütenboden in schillernden Komplementärfarben, der starke, hohe Wuchs.  Ich schrieb schon damals ein Pflazenprofil zu dieser markanten Deva.
Doch nun, im dritten Jahr, vertiefte ich diese Begegnung.

Das aufgebrochene Herz

Sonnenhut

Eine ganze Weile lang hatte ich das Reindestillat der Echinacea eingenommen und auch an Menschen weitergegeben, deren Innen-Außen-Wahrnehmung eine Klärung und Festigung brauchte. Die Fähigkeit, Eigenräume deutlicher spürbar zu machen und zu stabilisieren, kommt uns ja auch bei en bekannten Echinacea-Präparaten zur Immunstärkung entgegen. Allerdings irritiert mich dort immer der Alkohol, der – für mein Empfinden – den Lebensfluß unterbricht.
Bei den Tests des Spirit-Reindestillats mit meinen Gruppen und bei der Auswertung der subjektiven Wirkspektren war aber immer auch die Eigenschaft des Sonnenhuts benannt worden, „über das Herz“ zu wirken.
Die einen sprachen von einem „warmen Strömen im Herzchakra“, die anderen sprachen von Empfindungen der Liebe, der Wärme, der Verbundenheit.

In Verbindung mit den aufrichtenden, abgrenzenden Eigenschaften mag dies wie ein Widerspruch erscheinen – und so ging ich diesem scheinbaren Widerspruch in diesem Erntejahr nochmals gezielt nach.
Es geschah während der Blütenernte: Ich war gänzlich Versunken in das Schneiden der prächtigen Blüten, stand mitten im Sonnenhut-Feld, schon seit Stunden. Aus dieser Versunkenheit – bei der ich an sich kaum „Abgrenzung“ oder „Eigenraum“ wahrnahm, vielmehr vollkommen eingetaucht in das Feld der Heilpflanze war, sprach mich ein geliebter Mensch am Feldrand an. Ich weiß gar nicht mehr, was er gesagt hat, doch diese unerwartete Interaktion löste ein Erdbeben auf dem Grunde meines Herzens aus.
Uralte Fragmente von Erlebnissen, in denen meine Integrität erschüttert worden war, tauchten aus heiterem Himmel mit aller Macht aus mir auf, und mit ihnen die Erschütterung über Grenzverletzung, Gewalt und Lieblosigkeit. Und diese Bilder betrafen nicht nur mich selbst, sondern, so schien es, das ganze menschliche Kollektiv.
Ich muß dazu sagen, daß ich in dieser Zeit keineswegs mit solcherlei Themen beschäftigt war und auch keine außerordentlichen Erfahrungen dieser Art in meinem Lebensweg hatte. Und doch hatte etwas derartiges auf dem Grunde meines Herzens geschlummert, das nun, genau in diesem Moment, mitten im Sonnenhutfeld und während einer Phase, in der ich sein Reindestillat testete, aus mir hervorbrach.
Doch das ist nur der erste Teil, der Moment, in dem der Sonnenhut „über das Herz eintritt“.
Es folgte, nach einigen heftigen Minuten, eine Erfahrung der absoluten Zeitlosigkeit, der Gesamtschau und des friedvollen Mitgefühls. Die Welt wurde sehr groß – und ich vernahm sehr klar meinen eigenen, gut geerdeten, geschützten und klar definierten Seinsraum.

Im Nachklang, auch jetzt noch, drei Monate nach dieser Erfahrung, kann ich sagen, daß dieser Effekt sich dauerhaft in mein System integriert hat: Mein empathisches Empfindungsvermögen einerseits, und die Wahrnehmung eines wohl integrierten Eigenraums andererseits, besteht weiterhin.

Die Seele der Pflanze

Den einen oder anderen mag diese stark seelenorientierte Betrachtung des Wirkspektrums der Echinacea verwundern.
Hier gebe ich zu beachten, daß ich mit den Wild Natural Spirit-Reindestillaten ja die erste von mehreren alchemistischen Stufen vollziehe: In der Wasserdampfdestillation gewinnen wir aus den unversehrten Pflanzen, die ausschließlich aus unserer Permakultur auf Aditi stammen, den so genannten „flüchtigen Sulfur“ – nach Paracelsus die „Feuerluft“ der Pflanze – ihre Seele, den Inhalt der Form und die subjektiven Informationen.

Freilich haben die Reindestillate über ihre biochemischen und physikalischen Eigenschaften auch eine unmittelbare körperliche Wirkung. Doch dieser „flüchtige Sulfur“ trägt besonders die der Form innewohnende Information und vermag somit, die entsprechenden Ebenen im menschlichen System zu erreichen.
Wie kraftvoll der Sonnenhut hier wirkt – und mit welcher spezifischen Information und Richtung – konnte ich in diesem Jahr, mit dieser Erfahrung also noch einmal besser greifen.

Ich bin sehr dankbar für diese Erfahrung und hoffe, daß diese wundervolle Sonnenpflanze mit ihrem leicht saturnischen Anklang noch viele Herzen öffnet, viele kostbare Eigenräume strahlen läßt !

Ich glaube, daß diese Beobachtung mit dem Sonnenhut Relevanz für die Traumatherapie haben könnte und möchte Dich gerne einladen, mit dem Sonnenhut in dieser Richtung zu forschen. (… und teile deine Erfahrungen bitte !).

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Königlich dienen – unser Arbeitsverständnis auf Aditi

Königinnentee

Ich habe gestern den „Königinnen-Tee“ gepackt: kleine, von Hand beschriftete Papiertüten wurden mit Blüten von Königskerze, Kornblume, Dost, Ringelblume, Salbei und Sonnenhut befüllt.
Hast Du schon einmal Königskerzenblüten gesammelt ?

Nachhaltigkeit

Aus einer arbeitsökonomischen Perspektive brauchst Du etwa eine halbe Stunde, um 1 Handvoll von den winzigen, strahlend gelben Blüten zu sammeln.
Aus dem Blickwinkel eines Wild Natural Spirits jedoch heben sich Zeitdimensionen auf, Du schwelgst in dieser unglaublichen Farbintensität, dein Geist streckt sich mit den fast zwei Meter hohen Prachtdolden zum Himmel hinauf, alles fließt, berauschende Erhabenheit erfüllt Dich. So… arbeiten wir.

Und nein: Das ist nicht mein Hobby. Ich bin mit meiner Kräutermanufaktur sieben Tage in der Woche zehn bis vierzehn Stunden täglich beschäftigt. Und daß ich mich keineswegs „ausgebeutet“ fühle, sondern von Jahr zu Jahr gemeinsam mit Aditi an Kraft gewinne, hat sehr viel damit zu tun, daß ich tue, was ich bin und liebe.

Unnütze Magie

Eigentlich müsste ich mich noch viel mehr anstrengen, Werbung zu machen, die Spirits hinaus in die Welt und in die Läden zu bekommen, sicherzustellen, daß für unser kostbares Handwerk genug Geld zurückfließt, um uns erhalten zu können.
Genau diese „Aktionen“ sind es – diese „unnütze Magie“ – die alle Pflanzen, alle Destillate und das Land selbst so kostbar machen: Ich baue ganz bewußt, nicht nur für mich sondern auch für die Mitarbeitenden, Aufgaben und Zeitinseln ein, in denen es nicht darum geht, in möglichst kurzer Zeit möglichst viel monetären Mehrwert zu schaffen. Wenn das so wäre, gäbe es weder unsere Tees noch unseren Kräutertabak. Diese Zeitinseln sind ganz zentral für unsere Arbeit – und die Früchte unserer Arbeit.

Seminar zur Pflanzenmedizin

Wenn wir viele Abende in Stille sitzen, die Kräuter für unseren Knaster verlesen und klein schneiden, um ihn dann zum „Sternenstaub“ oder zur „Lichtbrise“ zu mischen, entsteht die eigentliche Kraft, die unseren Produkten diese enorme Wirkkraft beschert.
(schau mal in die Produktbewertungen, die ich auf einer gesonderten Seite zusammengestellt habe: https://wild-natural-spirit.org/kundenbewertungen/ ).
Ob Du nun an feinstoffliche Einflüsse und die Schwingung, die Dinge haben, glaubst, oder nicht: Es sind Fakten: Lies, was die Anwenderinnen der Spirits über ihre Erfahrungen schreiben. Recherchiere, wie viele Ärzte und Heilpraktiker mittlerweile mit den Spirits arbeiten. Lies in der Fachliteratur, daß Hydrolate angeblich nur 6 Wochen haltbar sind (unser Labor bestätigte uns jüngst nach zwei Jahren höchste Reinheit und optimalen Wirkstoffgehalt. Ohne Zusätze, wohlgemerkt …)

Ich bin der tiefen Überzeugung, daß die Produkte, die hinaus in die Welt gehen, die Schwingung transportieren, mit der sie hergestellt wurden. Brüllende Maschinen, aufgerissene Äcker, mechanisierte Verarbeitung, getriebene Menschen – oder: der Flow in der Königskerze.


Erweiterte Wahrnehmung

Wenn wir mit Tunnelblick durch unsere Joblisten jagen und immer schon das übernächste Ergebnis im Sinn haben, während wir hektisch eine Aufgabe erledigen, berauben wir uns der Schönheit des Moments und der Manifestationskraft unseres Tuns.

Erlauben wir uns jedoch, in diesem Moment mit allen Sinnen, mit ganzem Herzen und voller Aufmerksamkeit genau bei dem Handgriff, dem Gegenüber, der Sache zu sein, die jetzt hier ist, gewinnen unsere Taten an Strahlkraft und Wirkung. Und unsere Wahrnehmung erweitert sich.
Nicht die Joblist, nicht das erdachte Ziel leiten unser Tun, sondern unendlich viele Hinweise zur Beschaffenheit dessen, womit wir uns gerade befassen.

Thymian

Wenn eine Kundin auf mich zukommt, welche Pflanze „gegen ihre Bauchschmerzen“ die richtige sein könnte, muß ich passen. Vielleicht geht sie zum Arzt, um „das Thema schnell zu erledigen“. Vielleicht läßt sie sich aber auf meine Fragen ein – ob ihr oft kalt ist, ob sie mit dem Gefühl von Trauer zu tun hat, ob ihr Gewebe trocken und fest ist … und beginnt so, sich selbst und ihre Verfaßtheit wirklich wahrzunehmen. Auf diese Weise, die unter anderem im Rahmen der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), eingesetzt wird, löst sich unser Fokus von einem punktuellen Ziel oder „Fehler“ und wir beginnen, Zusammenhänge, Kreisläufe und Wechselwirkungen, die immer einzigartig und nicht pauschalierbar sind, zu erfassen. Und so finden wir eben auch in der Pflanzenwelt das passende Pendant. Hier überraschte uns der Thymian, der in der klassischen Heilkunde ja gar nicht für „Bauchschmerzen“ in Betracht gekommen wäre, mit seiner punktgenauen Antwort auf die Verfassung meiner Kundin.

Während der Praxiswochen verbringen wir hier auf Aditi auch sehr viel Zeit mit der erweiterten Wahrnehmung: Ganz gleich, ob wir Wermut für die anstehende Destillation schneiden – in Stille, langsam, verbunden mit der Pflanze – oder ob ein offenes Feldstück bepflanzt werden soll und wir den Energielinien und Nachbarschaften nachgehen, um in Einklang mit dem Feld zu agieren: Wer das Jetzt achtsam wahrnimmt, wird reiche Ernte haben – auch ganz ohne Ziel, Plan und Hektik.

Die Spirits – hochschwingende Pflanzenseele für Dich

Ich möchte auch Dich einladen, mit den Reindestillaten zu experimentieren, die wir hier auf Aditi vom Samen bis zur Abfüllung in genau diesem Geist herstellen.
Mir scheint, es gelingt sehr gut, das ganze Wesen der Pflanze auf diese Weise zu gewinnen und die besondere Eigenart der Pflanze so transportabel zu Menschen auch in großer Entfernung zu machen.

Spirits

Ganz gleich, ob Du die Spirits als Begleiter bei körperlichen oder seelischen Problemen wählst oder ob Du einfach Freude an ihrem herrlich natürlichen Aroma für Nase und Gaumen hast, oder ob Du deine Haut mit den Blütenwässern verwöhnst: Es ist der Königinnen-Weg, der alles bereit hält, was die Pflanzenwelt uns zu geben hat.

Kostbar ist mir deine Rückmeldung: Mit welchem Spirit auch immer Du Erfahrungen gesammelt hast – schreib es in die Produktbewertung. Hier hilft es allen, die Bandbreite einer Pflanze zu erkennen und auch die individuellen Wege der Anwendung kennenzulernen.
Diese Rückmeldungen sind eine herrliche Ergänzung der Ausführlichen Pflanzenprofile, die Du in meinem Blog findest.

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Erntedank – Komm ans Feuer

erntedank

Zum Oktobervollmond wartet das Erntedankfest auf uns. Und wir sind voll der Vorfreude und Dankbarkeit für den reichen Segen, den Aditi uns auch dieses Jahr beschert hat.

Die neuen Bewohnerinnen unserer Permakultur – Thymian, Baldrian, Rosmarin – sind gut angekommen hier im Zauberland und haben reichlich Kraft für den bevorstehenden Winter gesammelt. Die „Alten“ – insbesondere Ysop, Salbei und Sonnenhut – stehen prächtig – umrahmt von der letzten Blütenfreude von Malve, Königskerze, Ringelblume und Kornblume, die wir eben als „Königinnen-Tee“ zur besonderen Gabe an unsere LiebhaberInnen verteilen. Und die Duft- und Schmuckrosen haben zur zweiten Blüte angesetzt.

So, wie ich mir das vor drei Jahren erhofft hatte, war die Arbeitsbelastung über das Jahr nicht so intensiv, wie in den Gründungsjahren. Denn die Pflanzenreihen haben sich geschlossen, der Raum ist gut aufgeteilt und in Balance, der Garten erhält und ordnet sich mehr und mehr selbst – wie wir uns das von einer intakten Permakultur wünschen.

Einige Stauden haben sich sogar derart ausgebreitet und entwickelt, daß wir sie aus den Beeten herausnehmen und für Euch eintopfen werden. Bald also kannst Du bei der Herbstpflege deines Gartens auch Baldrian, Salbei und Sonnenhut von Aditi pflanzen, wenn Du rechtzeitig bestellst.

Nach all dem Sammeln, Schneiden, Destillieren, Darren und Packen steht für uns nun also wieder reiche Gartenarbeit an: Die Stauden werden in duftenden Mulch gepackt, herabgeschnitten auf ein wintertaugliches Maß, die Obstbäume bekommen ihren Winterschnitt, die Bienen werden aufgefüttert, der kostbare Kompost (es hat geklappt: Wir haben hunderte Kilo kostbaren Humus !) verteilt. Nur die Melisse und die Krause Minze haben noch einmal so zugelegt, daß sie erneut destilliert werden können – und diesmal in der neuen, prächtigen 150-Liter-Destille mit Liebig-Kühler, die ich uns geschenkt habe. Es ist eine solche Freude, mit einem so archaischen und kostbaren Instrument arbeiten zu dürfen. Und die Arbeit besteht darin, das Feuer zu hüten, der Entfaltung des Heilkrauts im Kessel beizuwohnen und es für liebevolle Menschen aufzufangen in hunderten kleinen Fläschchen.

Destillation

Aller Grund zum Dank also, für ein blütenreiches Frühjahr, einen satten Sommer und nun für einen friedlichen Herbst.

Und obwohl wir zur Sonnenwende ja bereits ein fulminantes Fest mit über 170 Menschen zu unserem Tag der offenen Tür gefeiert haben, ist mir danach, die vielen Menschen, die zwischenzeitlich angefragt haben, ob sie helfen, besuchen, spüren dürfen auf Aditi, einzuladen zum Erntedank.  Am Donnerstag, 1. Oktober ist der Ernte(Voll-)Mond. Wer immer hier mit mir am Feuer sitzen möchte, seine Ernte teilen und danken möchte, sei an diesem Tag ab 18h herzlich eingeladen. (bitte per Mail ankündigen). Vielleicht ist diese Nacht ja noch warm genug, draussen zu schlafen.

Direkt daran an schließt sich das Diagnostik-Seminar zur Traditionellen Chinesischen Medizin am Samstag und Sonntag, auf das ich mich ganz besonders freue. So gerne schöpfe ich aus meinem reichen Korb von Erfahrungen mit den Fünf Elementen im menschlichen Sein und Werden – und seiner Beziehung zu den traditionellen Heilpflanzen. Hinzu kommen die mittlerweile über 200 Kundenrezensionen, in denen Ihr Eure Erfahrungen mit den Spirits teilt. Da Eure Erfahrungen mit Anwendung, Symptomen, Heileffekten und Stimmungen im Zusammenhang mit den Reindestillaten soooo kostbar sind – für viele – habe ich die Produktbewertungen jetzt übrigens auf einer eigenen Seite gesammelt, die Du hier findest: https://wild-natural-spirit.org/kundenbewertungen/ Hier steht vieles, das ich selbst – im Sinne von verbotenen „Heilversprechen“ – gar nicht machen dürfte. Auch ich lerne hier noch einmal viel und danke Euch an dieser Stelle sehr hierfür !

Während ich dies schreibe, sitze ich am Meer und genieße einige Tage der Ruhe und der Fließens. Gestern haben wir unser Fläschchen Wasserminze ausgepackt, als wir die ollen Masken aufziehen mußten, und uns ein paar Sprüher in die Masken gegeben. Das erregte Aufsehen und Nachfragen und war sehr lustig. Ja, die Minzen wirken antibakteriell und antiviral – und gerade wenn man die Maske oft tragen muß, ist es herrlich, den frischen Duft und die gute Energie der Pflanze vor der Nase zu haben.
(bitte keine reinen ätherischen Öle und auch keine belasteten Billigprodukte hierfür verwenden ! Du atmest es ja ein …). So entstand auch dieses Foto, mit dem ich Dir jetzt eine Brise Meeresduft mit Wasserminze sende.

Herzlich

Evelin

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Einfach leben – Die Vision aus der Krise

Nachhaltigkeit

Normalerweise findest Du in meinem Blog zu Wild Natural Spirit Informationen zu Heilpflanzen, ihrer Kultur und Wandlung zu kostbaren Essenzen. Wild Natural Spirit ist aber ja viel mehr, als eine Kräutermanufaktur, die ohne Maschinen und in Permakultur hochwertige Produkte aus Heilkräutern herstellt. Wild Natural Spirit ist auch mein gelebtes Beispiel, wie wir mit den drängenden gesellschaftlichen und ökologischen Fragen unserer Zeit umgehen können.
Für – nicht gegen.
Produktiv – nicht reaktiv.
Nährend – nicht erschöpfend.

Wir kommen mit der „Pandemie“ nun langsam an die Schwelle, an der das Ausmaß unseres gemeinschaftlichen Handelns schmerzlich spürbar wird: Über leere Kommunalkassen, nicht endende Kurzarbeit oder erste Kündigungen, über zunehmende Tumulte in uns und unserer Gemeinschaft angesichts monatelanger Unsicherheit und Kontrolle.
JETZT ist also der Punkt, an dem die Schmerzgrenze erreicht wird und Handeln angesagt ist. Für die einen heißt das, demonstrieren, konfrontieren, kämpfen.
Für die anderen heißt es, Ausschau zu halten nach Alternativen.

Wirkkreis und Ohnmacht

Scheinbar kann ich als Einzelne nicht viel tun – gegen einen ausufernden Staatsapparat, gegen eine rücksichtslose und lebensfeindliche Landwirtschaft, gegen eine skrupellose Konzernlandschaft, gegen ertrinkende Flüchtlinge und bombardierte Kinder.
Diese Perspektive erfahren wir täglich in den Medien. Es ist eine Metaperspektive. Und auf Metaebene kann eben nur eingreifen, wer „drüber“ steht. Und Du stehst eben nicht „drüber“. Der Journalist auch nicht. Und ich auch nicht.
Statt nun in wütende oder taube Ohnmacht zu verfallen, macht es doch Sinn, zu fragen, was kann ich beitragen ? Und wie kann ich mich dem destruktiven Unfug, der da in Wirtschaft, Politik und „Gesundheitssystem“ ( 😀 ) läuft, entziehen ?
Je mehr Menschen sich diese Frage stellen und hieraus konsequent handeln, desto schneller endet das, was uns so mißfällt – mangels Masse. Weil niemand mehr mit Gift Geld verdient. Weil niemand mehr Dinge kauft oder verkauft, die krank machen. Weil niemand mehr Steuern bezahlt für einen Beamtenapparat, der Unfug durchsetzt.

10 Konkrete Fragen und Ansatzpunkte

Wenn es Dir ernst ist mit dem Systemwandel – ob wegen Klima, wegen Demokratie, wegen sauberem Wasser oder Frieden – dann sind hier 10 einfache Fragen, die Dich aus deiner vermeintlichen Ohnmacht heraus führen und Dir ganz konkrete Ansatzpunkte für deine Macht zum Wandel geben:

  1. Worin konkret bestehen deine Abhängigkeiten ? Was genau zwingt Dich, in einem Kontext zu verweilen, den Du bereits als destruktiv erkannt hast ?
    Oft ist es unsere Art, unseren Lebensunterhalt zu organisieren, die uns vermeintlich zwingt, an Mechanismen teilzunehmen, von denen wir wissen oder doch wenigstens ahnen, daß sie ein Gesellschaftsmodell aufrecht erhalten, von dem wir uns eigentlich lösen wollen (Ausbeutung, Sinnlosigkeit, Unaufrichtigkeit).
    Betrachte selbstkritisch, was DU hiermit zu tun hast.
  2. Wie verdienst Du dein Geld – und wie viel davon ?
    Wir hier sind an ziemlich viel Geld gewöhnt – jeden Monat, abgesichert und gegen Zeit, die wir mit fremdbestimmten Aufgaben verbringen. Von dem Geld bezahlen wir „Lebensstandard“ und „Sicherheit“.
    Wie nährend ist der Lebensstandard, den Du jeden Monat finanzieren mußt ? Wie sicher ist die Sicherheit, die Dich mindestens 50% deiner Lebenszeit kostet ?
  3. Wovon ernährst Du Dich ? Kochst Du für Dich selbst ? Duften die Lebensmittel, die Du zu Dir nimmst, frisch und sind sie lebendig und einzigartig ? Oder kaufst Du, was bereits auf- und zubereitet ist, versehen mit unnatürlichen Aromen und gleichförmigem Aussehen ?
    Gesunde, natürliche Nahrung ist sehr einfach. Und  sie kostet – Dich und die Umwelt – übrigens viel weniger…
  4. Wie erholst Du Dich und sorgst dafür, daß Du gesund bleibst ?
    Idealerweise nährt Dich JEDER Tag – weil er vielseitig ist, weil Du Körper, Geist und Sinne gleichermaßen einsetzt und weil er Inseln des „Schweifenlassens“ enthält. Sind deine Tage gleichförmig und einseitig, mußt Du natürlich einen „Urlaub kaufen“ – und viel anderes, das Dir das Gefühl von „Freude“ vorgaukelt.
  5. Was tust Du gerne und gut ?
    Verabschiede Dich zunächst einmal von dem „Nutzen“-Gedanken. Geh, wie in Kindertagen, spazieren durch diese aufregende, bunte Welt und folge dem „wow!“. Welche Situationen und Inhalte ziehen Dich an ? Wo möchtest Du wissen, spüren, probieren ? Was wäre, wenn das der Ankerpunkt in deinem Leben würde ?
  6. Kannst überblicken, was es bewirkt ?
    Nachhaltigkeit, Verantwortung, Weitsicht – also wieder heraus aus den Kinderschuhen: Was weißt Du über die Materialien, die Prozesse im Hintergrund, die nötig sind, um deinem Faible nachzugehen ? Je größer der Rahmen ist, in dem Du deine „Arbeit“ tust, je höher die Arbeitsteilung, desto weniger Möglichkeit hast Du, die Wirkung deines Tuns in einem guten Sinne zu beeinflussen. Es wäre Meisterschaft, fändest Du Wege, die keine zerstörerische Spur hinterlassen – weder auf dem Weg zu Dir – noch auf dem Weg, den dein Tun in die Welt geht.
  7. Wer braucht Dich und deine Fähigkeiten ?
    Irgendwie sind wir darauf trainiert, das Wort „Fähigkeiten“ mit Bildung, Gehaltsklasse und Macht („Mitarbeiterverantwortung“) zu verknüpfen. Das ist unnatürlich. Die Eigenart eines Menschen läßt sich nicht in einem einzelnen Themengebiet fassen oder in seiner Art, mit angeeignetem Wissen zu jonglieren. Wenn Du Dich, deine Fähigkeiten und die, die diese Fähigkeiten brauchen, betrachtest: versuche das mal zu tun, ohne in den Kategorien „Bildung, Gehaltsklasse und Macht“ zu denken…
  8. Wieviel Geld brauchst Du (wirklich !), um einfach nur das zu tun, was Dir und anderen gut tut ? Wenn all die Ablenkungen, gekauften Freuden und „Erholungsaktivitäten“ überflüssig werden, weil dein Alltag erfüllt und abwechslungsreich ist, und wenn all die Sicherheitsvorkehrungen, die Du bezahlst, sich erübrigen, weil Du beobachten kannst, wie wenig Währungssicherheit, Rentenkassen und Festanstellungen in Krisenzeiten tragen: Was kommt raus unterm Strich ? Wie wenig (!) Geld brauchst Du wirklich, um gesund zu leben und zu tun, was Dir Freude macht ? Rechne das mal aus …
  9. Wer könnte dieses Geld bereit stellen ?
    Gibt es Menschen, die wirklich brauchen und bezahlen, was Du, und genau Du, hervorbringst ? Diese Frage sind wir in unserer Festanstellungswelt nicht mehr gewöhnt. Doch sie ist natürlich. Und ihre Beantwortung stellt sicher, daß dein Tun eingebettet ist in ein Geben und Nehmen. Dieses Geben und Nehmen, das wieder viel mehr an Einzelbedürfnissen und persönlicher Wertschätzung orientiert ist, führt uns zurück in ein natürliches Gleichgewicht.
  10. Genug gefragt. Nicht alle Antworten sind vorher schon da. Fang JETZT an. Anzufangen bedeutet, eine Dynamik auszulösen, die Du noch nicht kennst. Antworten und Wege zu finden, während Du bereits unterwegs bist. Dieses „Wunder“ – das mich übrigens seit Jahrzehnten in immer erstaunlichere Höhen trägt – kannst Du nur erfahren, wenn Du einfach beginnst.

Mein Beitrag

Nach 20 Jahren Coachingarbeit, in denen ich Menschen bei genau diesen Fragen begleitete und einige Bücher zum individuellen und zum Systemwandel schrieb, zog ich mich 2016 ganz zurück aus der „Wirtschaftswelt“. Zurück auf ein Stückchen Land, das ich von meinen Ersparnissen kaufte, gerade so groß, daß ich noch überblicken kann, was hinein und hinaus kommt, und begann mit viel Lauschen und Beobachten, Kräuter anzupflanzen.
Kräuter aus dem ursprünglichen Saatgut unserer einheimischen, traditionellen Heilpflanzen. Trotz Biologiestudium, trotz jahrzehntelanger Befassung mit Pflanzenheilkunde und Traditioneller Chinesischer Medizin lehrte mich die tägliche Arbeit im Garten, mit der Erde, mit den Insekten, mit den Bäumen und Kräutern, den Lebenspuls noch tiefer zu begreifen.
Schon während meiner reiseintensiven Zeit als Coach und Beraterin hatte ich den Konsum von Informationen, vorgefertigten Lösungen (hierzu zähle ich auch den gesamten Komplex unseres Gesundheitssystems) und neuzeitlichen Annehmlichkeiten immer mehr reduziert.
Nun bin ich den nächsten Schritt gegangen: Erfahre und demonstriere, daß

  • Landwirtschaft komplett ohne Maschinen, Kredite, Subventionen, Chemie, fossile Energien auf kleinstem Terrain tragfähig ist
  • Gesunderhaltung ohne moderne Medizin und Pharmazie auskommt; die tiefe Befassung mit dem Körper und der Natur eröffnet die alten Wege zur eigenverantwortlichen und ganzheitlichen Heilkunde neu; die tägliche körperliche Arbeit und eine einfache, ursprüngliche Ernährung untermauert dies
  • ein Zehntel meines bisherigen Einkommens  ausreicht, um ein ausgesprochen reichhaltiges, eigenverantwortliches Leben zu führen
  • eine einfache Schafgarbe – in Sorgfalt herangezogen, mit Liebe geerntet und mit Kunst destilliert, ein „Wellnesserlebnis“ ist, das mir kein SPA der Welt in gleicher Tiefe verschaffen kann
Nikotinfreier handverlesener Kräutertabak
Kräutertabak nach der Knastertradition

Ich möchte Dich ermutigen, auch deine Vision zu leben, die Fragen oben ehrlich zu beantworten und Konsequenzen aus den Antworten zu ziehen. Dabei kannst Du ja ein Pfeifchen „Lichtbrise“ oder “Sternenstaub” rauchen (oder räuchern) – das inspiriert deinen Zugang zu deinem Traum und zur göttlichen Führung.
Wenn Du dein Wissen zu den Zusammenhängen in der Natur vertiefen möchtest – sowohl, was deine eigene, körperliche Gesundheit betrifft, als auch, was die großen Zyklen hinter allem, was sich hier auf der Erde ereignet, dann lade ich Dich gerne ein zu einer weiteren Runde „TCM mit Pflanzen“.

Die drei Wochenendseminare auf meinem Permakultur-Kräuterhof. Hier sind die Termine und weiterführende Links:

Fünf Wandlungsphasen der Seele –DIAGNOSTIK ** 03. – 04. Oktober 2020
https://wild-natural-spirit.org/produkt/fernoestliche-heilkunde-diagnostik/

Fünf Wandlungsphasen der Seele – THERAPIE ** 17. – 18. Oktober 2020
https://wild-natural-spirit.org/produkt/fernoestliche-heilkunde-therapie/

Ernährung nach den Fünf Elementen (Theorie und gemeinsames Kochen)  ** 10. Und 11. Oktober 2020
https://wild-natural-spirit.org/produkt/fernoestliche-heilkunde-ernaehrung/

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Alchemie – Das reine Wesen der Dinge

Alchemie

Alchemie und Spagyrik – was ist das eigentlich ? Und was hat Wild Natural Spirit damit zu tun ?
… ich habe mich auf den Weg gemacht, um das herauszufinden: Die Ernte war fast eingebracht, gerade war die Welt durchs „Löwentor“ gegangen (8.8.2020), Mond und Mars standen in Konjunktion, als ich zu meinem Freund Rainer an den Chiemsee fuhr, um endlich gemeinsam Aditis Wermut (artemisia absinthum) alchemistisch auszuarbeiten.
Mein ganzes Auto duftete nach dieser magischen Pflanze, ihr bitter-würziges Aroma und ihre enorme Präsenz saßen mir in jeder Zelle. Ich hatte ihn in seiner ganzen transformierenden Kraft zu Vollmond geschnitten, so wie es die Kunst gebietet, und nun war es an der Zeit, ihn auszuarbeiten.
Bald brannten vier Feuer, die Glaskolben standen bereit, Schmelztiegel, Filter, Helme, gereinigter Alkohol…
Einen vollen alchemistischen Zyklus mit Rainer auszuarbeiten, war schon lange ein großer Wunsch von mir gewesen – in die Tiefe der Elemente abzutauchen, das Augenscheinliche zu zerlegen in seine Grundprinzipien, zu reinigen – und nach langer Arbeit neu zu vereinen als die gereinigte Essenz, das „pure Ganze“.

Zwischenprodukte
Alchemie und Spagyrik
Zwischenprodukte
Alchemie und Spagyrik

Ich sah die heilige Pflanze in den Glaskolben – auf dem einen rannen die Kondensationsstreifen schlangenförmig, wie es der Alkohol macht, in dem anderen teilte sich der Wassernebel in immer feinere Tröpfchen. Das leise „pling pling“ der aus dem Helm tropfenden Destillate begleitete uns mit dem Knistern des Feuers durch mehr als 12 Stunden. Bei der Verwendung des natürlich entstandenen Alkohols für den Auszug sprechen die Alchemisten davon, „der Schlange den Kopf und den Schwanz abzuschlagen“, das heißt, die erste und die dritte Fraktion zu verwerfen um den giftigen Methylalkohol in der ersten Fraktion und die Fuselöle in der dritten Fraktion abzusondern.
Überhaupt ist der ganze Vorgang eine Flut intensiver sinnlicher und feinstofflicher Eindrücke, jeder Handgriff, jede Farberscheinung trägt einen bildreichen Aphorismus, der sehr gut umschreibt, was hier im Tiegel – aber auch im Alchemisten selbst – geschieht.

Die Reinigung der Erde, etwa: Nach langem Glühen und Rühren gewinnen wir die fast weiße Rohasche aus ca 800g Pflanzenmaterial und solvieren sie in destilliertem Wasser diese Mischung wird erneut erwärmt. Dann entnehmen wir den festen Sulfur aus dem Kolben der alkoholischen Destillation und verdampfen die verbliebene Flüssigkeit. Die Lösung wird abfiltriert das was an Festem im Filter verbleibt ist das caput mortuum.
Oder der fixe Sulfur, der durch den Vulkan geht: Der fixe Sulfur aus der Destillation des alkoholischen Auszugs wird abgedampft. Er wird durch den Vulkan gehen und stellt dann das Feuerelement dar.

Den ganzen restlichen Tag und die Nacht saßen wir an den Feuern, destillierten den Wermut in gereinigtem Wasser und in gereinigtem Alkohol, filtrierten, veraschten, kalzinierten. Am nächsten Tag, exakt um 12h37, vollzogen wir die chymnische Hochzeit:
Das gewonnene Sal (die veraschten und geschmolzenen Rückstände des Wermuts) steht für den Körper. Ihm wird zuerst der Merkur – der Geist, Shiva, das alkoholische Destillat – beigefügt, dem Körper der Geist eingehaucht. Und dann folgte der Sulfur – die (gereinigte) Seele, Shakti des Wermut, die im Wasserdampfdestillat der Pflanze ausgearbeitet wurde. (Das ist auch die Ebene, auf der Wild Natural Spirit arbeitet).

Wir gewannen eine lichtgelb leuchtende Essenz, deren Duft bereits durchschlägt. Ein Tröpfchen auf der Zunge erzeugt eine regelrechte „Explosion“. Nie habe ich etwas so kraftvolles und reines in Händen gehalten !

Was ist Alchemie

Die Smaragdtafel (Tabula Smaragdina) ist wohl die älteste Aufzeichnung alchemistischer Praktiken. Sie wird dem ägyptischen Hermes Trismegistos zugeschrieben. Hermes Trismegistos galt von der Spätantike bis zur frühen Neuzeit als Verfasser einer Reihe von philosophischen, astrologischen, magischen und alchemistischen Schriften. Die Tabula ist einer der berühmtesten Texte alchemistischer und hermetischer Literatur. In den rund zwölf allegorischen Sätzen spiegelt sich die Vorstellung eines Zusammenhangs von Mikrokosmos und Makrokosmos. Sie bildete die Basis der ersten „wissenschaftlichen“ Arbeiten zur Heilkunst in Europa, etwa die des berühmten Paracelsus oder Agricola.

Kupferstich von Stolzius von Stolzenburg, Theatrum Chymicum anno 1614, Bildquelle Wikimedia
Kupferstich von Stolzius von Stolzenburg, Theatrum Chymicum anno 1614, Bildquelle Wikimedia

Die Trennung zwischen Chemie und Alchemie im 18./19. Jahrhundert markiert einen Wendepunkt im menschlichen Verständnis der Natur: In der Alchemie gehen wir von einer belebten, sich ständig wandelnden Natur aus. Nichts, das lebt und unveränderlich wäre. Das Unveränderliche, das, was sich im alchemistischen Prozess nicht mehr lösen und wandeln lässt, nennen wir „caput mortuum“ – Totenkopf. Es wir aus dem alchemistischen Prozess herausgenommen,

Die moderne Chemie geht von fixen Elementen mit einem festen, atomaren Aufbau aus. Sie analysiert die Wirkung von Stoffen über das quantitative Vorkommen bestimmter Elemente – und betrachtet auch den Körper, auf den eine Substanz wirkt, als fest definiertes Gefüge biochemischer und physikalischer Abläufe. Kopfschmerzen – Aspirin – das ist die einfache Lösung, die gerade in der Inneren Medizin so wenig wirklich löst.
Die bis heute naturwissenschaftlich unerklärte „vis vitalis“ – die Lebenskraft, die einem Gemenge von festen Stoffen Bewusstsein, Empfindungsvermögen, Gestaltungskraft einhaucht, wurde schlicht ausgeklammert.
Die Alchemisten hingegen interessieren sich für genau dieses Phänomen. Neben der Signaturenlehre, der Transmutation und der Nutzung kosmischer Einflüsse ist die Alchemie ein komplexes Handwerk, eine anspruchsvolle Wissenschaft. Es geht darum, das Ursprüngliche, Lebendige zu reinigen vom Leblosen – dem Caput mortuum – , das sich nicht mehr wandelt und somit leb- und wertlos ist.
Das in vielen Destillations-, Veraschungs- und Schmelzvorgängen gewonnene „reine Lebendige“ jedoch wird dann – nach Ausscheidung des caput mortuum“  in der sogenannten „Chymnischen Hochzeit wieder vereint.

„Visita Interiora Terrae Rectificando Invenies Occultum Lapidem”
„Untersuche die inneren Bereiche der Erde. Durch Reinigen wirst Du den verborgenen Stein finden“

Was macht Alchemie

Die Alchemie ist die hohe Kunst der Heiler und Wissenschaftler zwischen dem 1. Jahrhundert und etwa dem 18. Jahrhundert, in dem langsam die neuzeitliche Naturwissenschaft oberhand bekam mit ihrem mechanistisch-kausalistischen Ansatz. Mittlerweile ist ihr Einfluß so weit gewachsen, daß die alten Heilwege nicht nur weitgehend als wirkungsloses Blendwerk diskreditiert sind, sondern daß kein anderer als ein etablierter Naturwissenschaftler, bezeugt von pharmazeutischen Institutionen,  behaupten darf, ein Heilmittel zu kennen oder zu haben.
In unserer Zeit kennen wir letzte Reste der Alchemistischen Kunst unter dem Begriff „Spagyrik“. Drei, vier Unternehmen weltweit widmen sich dieser Kunst und wagen immerhin die Aussage:

Spagyrische Essenzen wirken ganzheitlich und regen Psyche und Körper an, wieder ins Lot zu kommen und sich so selber zu heilen. Sie können vorbeugend zur Gesundheitserhaltung sowie zur Therapie von akuten und chronischen Beschwerden bei Menschen wie auch bei Tieren eingesetzt werden.“
Zitat von der Website der Heidak AG in der Schweiz

Feuer hüten die ganze Nacht
Alchemie und Spagyrik
Feuer hüten die ganze Nacht
Alchemie und Spagyrik

Ich kann ja bereits bei der Herstellung der Wild Natural Spirit Essenzen beobachten und erfahren, wie nicht nur die sorgfältige technische Handhabung, sondern auch das „Beseelen“ der verarbeiteten Pflanzen zu einer erstaunlichen Erhöhung der Wirkkräfte führt. Und hier arbeiten wir „nur“ mit der Seele der Pflanze.
Durch den kompletten alchemistischen Prozess zu gehen – auch den fixen Sulfur (Rückstand im Destillationskessel) zu gewinnen, die Pflanze ganz zu veraschen und hinzuzufügen verstärkt Resonanz und Verfeinerung des gesamten Ergebnisses.

Und nicht nur in der „Flasche“, die wir letztlich befüllen mit spagyrischer Tinktur (alkoholisches Destillat), spagyrischer Essenz (Wasserdampf-Destillat) und der verglühten Asche des Wermut, halten wir ein hoch schwingendes „Instrument“, eine Verwandlung des ursprünglichen Wermuts, der nur noch aus den gereinigten Grundprinzipien in der für ihn eigenen Zusammensetzung besteht.

Auch mit uns selbst hat sich eine Transmutation vollzogen, das Feuer der Nacht, die Dämpfe aus dem Kolben, die Konzentration auf den Vorgang der Reinigung und die Kraft des Lebendigen hat uns Adepten selbst verwandelt.

Ausblick

Alchemie und Spagyrik: so ist das also !
Ich bin sehr dankbar, mit Rainers erfahrener Begleitung diesem Vorgang einmal ganz beigewohnt zu haben. Und ich hüte unser „Werk“ mit Argusaugen und tiefem Respekt. Wir haben besprochen, daß wir 20 mal 5 ml der spagyrischen Essenz frei geben. Wenn Du eines der kostbaren Fläschchen erhalten möchtest, schreibe mit bitte.

Wird diese Erfahrung Auswirkungen auf unsere Arbeit für Wild Natural Spirit haben ?
Bis dato bin ich bereits sehr zufrieden mit den Ergebnissen, die wir aus der reinen Wasserdestillation unserer Heilkräuter erzielen. Die Produktbewertungen quellen über von erstaunlichen und erfreulichen Rückmeldungen zur Qualität der Spirits.

Evelin und Rainer bei der chymnischen Hochzeit
Alchemie und Spagyrik
Evelin und Rainer bei der chymnischen Hochzeit
Alchemie und Spagyrik

Die alchemistischen Prinzipien basieren ja ebenso wie die von mir seit 30 Jahren genutzte TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) auf der Elementenlehre. Überhaupt gibt es viele Übereinstimmungen der beiden Ansätze aus so unterschiedlichen Kulturen wie dem alten Ägypten und dem Alten China.
Doch weiter lernen will ich sicher !

Jetzt ist allerdings erst einmal geboten, daß wir lernen, mit der großen neuen Kupferdestille umzugehen – eine Alambique diesmal, die uns eine noch langsamere und differenziertere Aufschließung unserer Kräuter ermöglicht.
Im Oktober dann gibt es erst einmal TCM in der Tiefe mit den drei Seminaren zu Diagnostik, Therapie und Ernährung nach den Fünf Elemnten.
und … wer weiß … vielleicht gibt es in 2021 ja ein Seminar mit Rainer zu den Grundlagen der Alchemie.


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Abwehrkräfte und Immunstärkung

Abwehrkräfte

Die Medien berichten schon wieder über steigende Fallzahlen. Zudem läutet der Herbst die kühle und feuchte Jahreszeit ein. Und wir alle blicken bereits jetzt zurück auf ein äußerst bewegtes, herausforderndes, verwirrendes Jahr 2020.
All diese Dinge haben die meisten von uns wohl dazu gebracht, über unsere Abwehrkräfte und Immunstärkung nachzudenken. Denn bekanntlich sind es ja nicht nur Viren, Strahlen, Nitrit im Wasser, die uns körperlich angreifen. Streß, schlechte Lebensgewohnheiten, negative Nachrichten können unseren Körper und unseren Geist ebenso zusammenbrechen lassen. Daher möchte ich heute mit Dir ein wenig genauer auf die Frage der Immunstärkung eingehen, sie von verschiedenen Seiten betrachten und auch ein wenig davon verraten, wie ich selbst mich einer sehr stabilen geistigen und körperlichen Gesundheit erfreuen darf.

Wie funktioniert das Immunsystem

Da wir ein teilweise „offenes System“ sind und in einer Welt leben, die ganz unterschiedliche Lebensbedingungen hervorbringt und sich stets verändert, nehmen wir zwangsläufig Dinge auf, die uns auch schwächen können. Das ist unvermeidbar – sei es eine mit zellzerstörenden Strahlen angereicherte Luft oder seien es gesellschaftliche Spannungen – wir können uns nicht ganz entziehen und abschotten.
Das müssen wir auch nicht, denn wir sind mit einer Vielzahl von Mechanismen ausgestattet, die filtern und wandeln können. Und das betrifft nicht nur auf körperlicher Ebene die natürlichen Barrieren, über die wir verfügen (unsere Haut, Säuren, Schleime, körpereigene Bakterien) und das geniale System unserer weißen Blutkörperchen. Auch auf feinstofflicher und geistiger Ebene verfügen wir über eine Vielzahl von Abwehrkräften, die uns schützen können, und auf die ich weiter unten eingehe.
Doch auch diese Mechanismen können über die Zeit geschwächt sein und nicht mehr richtig funktionieren. Oder – im Falle von Autoimmunerkrankungen oder psychischen Störungen – sich gar gegen das eigene System richten. Dann ist es höchste Zeit, technische und äußere Hilfen hinzuzunehmen, die unsere eigene Kraft aufbauen helfen.

Wenn wir uns stärken wollen, um auch unter dem Einfluß destruktiver Faktoren gesund zu bleiben, halte ich es für wichtig, nicht in Kategorien von „Verteidigung“ und „(Keim)Vernichtung“ zu denken – wie das etwa beim Einsatz von Zytostatika, Desinfektion, Antibiotika geschieht. Vielmehr liegt mir persönlich der ganzheitliche Ansatz, in dem wir davon ausgehen, daß ein natürliches Fließgleichgewicht für die Gesundheit und die Balance ALLER im System lebenden Aspekte anzustreben ist. Im Gleichgewicht wuchert nichts. Im Fluß staut sich nichts.
Und genauso betrachten wir in der TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) den menschlichen Körper, aber auch das System, in dem er lebt.

Unser Freudenquell – der Körper

Das phänomenale Wunderwerk unseres Körpers ist für viele der leichteste Ansatzpunkt, wenn es gilt, Ungleichgewichte zu beheben und Kraft zuzuführen. Und das geht wirklich sehr einfach.
Um den Körper mit den körperlichen Belastungen umgehen zu lassen, braucht er vor allem Schlaf (neben einer belastungsfreien, vollwertigen Ernährung und intensiver Bewegung // Isolierte Nährstoffe aka „Nahrungsergänzungsmittel“ sind ganz sicher keine vollwertige Ernährung …).

Im Schlaf heilt fast jede Störung – scheinbar – von selbst.
Allerdings gibt es viele Menschen mit Schlafstörungen, so daß ihnen der Zugang zu heilendem, erholsamem Schlaf verwehrt ist. Hier ist das System nicht mehr in der Lage, einen Zustand von Ruhe selbst herbeizuführen – aus den verschiedensten Gründen. Die Qualität von „Ruhe“ hat – mit TCM-Augen betrachtet – zwei Qualitäten: Die von Wind/Holz – also Leichtigkeit – und die von Erde – also eine sammelnde Qualität. Ein möglicher körperliche Zugang, diese Qualitäten im Körper zu mehren, ist, in tief geerdeter Rückenlage, Arme und Beine natürlich geöffnet und Handflächen nach oben – zu atmen. Drei Stufen: Rachen, Brustraum, Unterbauch. Das bewußte Atmen in dieser Position durch diese drei Räume hinein und hinaus vermehrt die zum Schlafen erforderliche Qualität von Ruhe.
Wer sich gerne von Pflanzen begleiten läßt, kann auch gerne eines der Reindestillate von Wild Natural Spirit probieren: Baldrian oder Melisse.
Beide enthalten zusatzfreies Pflanzendestillat aus Heilkräutern, die ohne Maschinen und andere Störfaktoren wuchsen und geerntet wurden. Beide enthalten Kräuter, die unsere Volksheilkunde schon immer als „beruhigend“ und „schlaffördernd“ kannte.

Unser Kokon – Beziehungen und Umwelt

Ein weiterer, zentraler Faktor für unsere Immunkraft ist das soziale Netz, in dem wir uns bewegen. Je leichter die Dinge zwischen den Menschen in deinem Beziehungsumfeld fließen, je klarer und stabiler die Position der Einzelnen, um so kraftvoller ist das System und die Energie, die Du aus ihm beziehst.
Hältst Du Dich jedoch über längere Zeit in einem System auf, in dem es Machtkämpfe, Mißtrauen, Wut, Abhängigkeiten und Schmerz gibt – ausgesprochene Zeichen von Ungleichgewicht – so wird auch dein System in das Beziehungsungleichgewicht einbezogen werden und Du gerätst aus dem „Gesund-Modus“, wirst anfälliger für Störungen körperlicher und geistiger Art.
Je mehr Du Dich gegen die Verhältnisse in deinem sozialen System auflehnst, desto brüchiger wird deine Immunkraft.
Gleichgewicht bedeutet, daß jede Qualität, die sich im System befindet, vom Gesamtsystem so gefördert wird, daß sie zu ihrer größten Kraft sich entfaltet. Im Sinne und für das System. Hier ist dann ein sicherer, klarer Platz im System besetzt, der allem zuträgt.
In meinem Garten ist mir der Sonnenhut strahlendes Vorbild für die nötige Haltung. Seine Nachricht „Ich bin jetzt hier.“ ist so eindeutig, so natürlich und den Raum für sich und andere wahrend, wie es zwischen uns Menschen ganz generell die Regel sein sollte.
Neben der Möglichkeit, diese auch als immunstärkendes Mittel bekannte Pflanze als Begleiterin zu wählen – in Form von Tee, einer Pflanze in deinem Garten oder als Essenz – ist natürlich auch „Arbeit im Netz“ angesagt: Prüfe die Aufrichtigkeit deiner Verbindungen. Hinterfrage wechselseitige Abhängigkeiten – auch über Vorwürfe und Erwartungen – und bereinige das.
Damit tust Du deiner natürlichen (!) Abwehrkraft einen großen Dienst.

Unser Kompaß – Geist

Unser Geist führt unsere Handlungen. Und somit trägt er mit zum Wohl und Wehe unserer Immunkraft bei, denn er führt uns in Situationen und zu Verhaltensweisen, die heilvoll oder schädlich sind. Selbst die konventionellen Mediziner untersuchen und belegen mittlerweile die gesundheitsrelevanten Fähigkeiten unseres Geistes. So wird zB der Neurowissenschaftler Manfred Schedlowski zitiert: ” Dass negative Gedanken oder Einstellungen Krankheitsverläufe beeinflussen können, gilt mittlerweile als wissenschaftlich nachgewiesen. … Wir haben in den vergangenen 20 Jahren gelernt, wie Gedanken, Gefühle und unser Verhalten Körperprozesse wie das Hormonsystem, das Herz-Kreislaufsystem und das Immunsystem beeinflussen können”.
Doch ebenso wie unser Körper ist auch unser Geist ein durchlässiges System, nimmt heilvolle und schädliche Einflüsse auf – und gibt sie oft nicht wieder ab.
Auf diese Weise entstehen Gedanken und Überzeugungen, die die manifestierende Kraft unseres Geistes lenken – im schlimmsten Falle eben auch in Krankheit und Bedrohung.

Bei all den beängstigenden Nachrichten und feindseligen Äußerungen in dieser Zeit erfordert es große Aufmerksamkeit und Zentriertheit, solche schwächenden Inhalte wieder aus unserem System herauszuführen – oder: durchlässig zu bleiben, uns eben nicht „abzuschotten“ trotz der übermächtigen Informationsflut.

Um deine Abwehrkräfte auf geistiger Ebene zu stärken und zugleich durchlässig zu bleiben – also bereit, Informationen zunächst einmal aufzunehmen – bedarf es deiner Fähigkeit, deinen Geist absichtsvoll auszurichten.
In der Meditation üben wir das: Zunächst gilt es, den inneren Dialog anzuhalten, all die Meinungen, Kommentare, Ansagen, die unser Geist ständig von sich gibt, still werden zu lassen. Das ist keineswegs leicht – versuche es einmal, wenn Du es noch nicht kennst. Die Meister der Meditation empfehlen Anfängern, eine Art „Überbrückung“ zu nutzen – also sich auf den Atem oder die gerade im Raum vorhandenen Geräusche zu konzentrieren. Ohne sie zu interpretieren. Ohne irgendwelche anderen, JETZT nicht vorhandenen Bilder und Gedanken auftauchen zu lassen. Mit dieser Übung „ankerst“ Du Dich im Hier und Jetzt und entlastest dein System.
Und von hier aus kannst Du deinen Geist neu ausrichten, befreit von all den Impulsen, auf die er sonst gleich reagieren muß. Die Ausrichtung nährt sich aus der Vertikalen – aus deinem ganz persönlichen Bezug zu Gott oder zur Lebenskraft oder zum Kosmos. Hier spielen Größen wie „Virus“, „Streit“, „Geldsorgen“ etc. keine Rolle. Hier findest Du umfassendere Größen wie „Frieden“, „Fluß“, „Licht“ etc.
Ich empfinde die Wasserminze (ein uraltes Druidenkraut zur geerdeten Hellsicht) oder die Schafgarbe (das so genannte „Priesterinnenkraut“ zur verfeinerten Wahrnehmung und Hingabe) als außerordentlich hilfreich, um aus der zentrierten, bereinigten Verankerung in eine positive Geisteshaltung zu gelangen.

Gesundheit heißt: Gleichgewicht

Aus meiner Sicht ist für eine stabile Gesundheit, für ein intaktes Immunsystem und eine durchlässige Abwehrkraft am wenigsten das Vorhandensein bestimmter biochemischer Substanzen in unserem Körper relevant. Eine viel wichtigere Rolle spielt unsere pulsierende, fließende Verbindung zur Lebenskraft. Über die drei Felder Körper, soziales Umfeld und Geist haben wir sehr konkrete Möglichkeiten, die Vitalkräfte, mit denen wir in Verbindung sind, zu bestärken.

Es braucht unsere Unterscheidungskraft – ist das, was ich zu mir nehme lebendig, vollständig, nährend ? – und ein daraus konsequentes Handeln.
Es braucht unsere Wachheit – halte ich Krankmachendes fest ? Werde ich starr ? Lasse ich Angst überhand gewinnen über Kreativität und Beweglichkeit ? – und eine regelmäßige Überprüfung und Bereinigung solcher „Stauungen“ auf körperlicher, sozialer und geistiger Ebene.

Dinge zu bekämpfen – von politischen Mißständen bis hin zu hoch lebendigen Krankheitserregern – ist immer verbunden mit Angst. Und nichts schwächt unsere Immunkraft mehr, als Angst.

Also: Wähle eine pflanzliche, natürlich gewachsene Ernährung, statt künstliche Nahrungsergänzung. Wähle Menschen, die Dich lebendig machen, statt dumpfe Routine und Wettbewerb. Konzentriere deinen Geist auf die Aspekte des Lebens, die Du fördern willst, statt auf die, die Du fürchtest…
… und geh mal wieder in den Wald oder in den Garten. Die Pflanzen zeigen Dir bei genauem Hinsehen sehr gut, wie sich mit Dürre, Umweltgiften und Gewalt umgehen und aufs beste gedeihen läßt.

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Praxiswoche im Paradies

Destillation

Destillation von Heilkräuer-Essenzen

Das Geheimnis von Aditi ist die Wildheit, die Stille.
Daher gibt es nicht viele Gelegenheiten, auf den Berg zu kommen, auf dem die Wild Natural Spirits wachsen. Eine dieser Möglichkeiten sind die Praxiswochen. Eben ging der Destillationskurs zu Ende – und er war an Menschen, Fähigkeiten, Dichte und Austausch so reich, daß ich ein wenig von unseren Erlebnissen teilen möchte.

Der Garten – das Kronjuwel

Bei der letzten Seminargruppe war geballtes Expert*innen-Wissen versammelt: Eine Wala-Mitarbeiterin, zwei phytologische Laboranalytikerinnen, ein Hobby-Destillateur usw. Wir waren zu zehnt, als wir gleich nach der Ankunft eine ausführliche Gartenbesichtigung machten.
Mitte August ist bei unserem Heilkräutern schon ein gutes Stück der Ernte geschafft – doch Sonnenhut und Ysop, Königskerzen und die zweite Salbeiblüte vermochten die neugierigen Besucher*innen dennoch zu verzaubern. Hier konnte ich gut vermitteln, daß die Unversehrtheit unserer Pflanzen das A und O der Heilkraft, Wirksamkeit und Bekömmlichkeit unserer Destillate ist. Keine tierischen Stoffe, keine Maschinen, kein Dünger, der nicht auf unserer Wiese gewachsen ist, beeinträchtigt die Strahlkraft unserer Heilkräuter. Und das konnten die Teilnehmenden mit allen Sinnen aufnehmen. Die „große Runde“ über ganz Aditi – mittlerweile stolze 37.000 Quadratmeter – führte zudem vorbei an den Kraft- und Meditationsplätzen, an den wilden Bereichen und Obstpflanzungen.

Die natürliche und die durch Einfühlung sichtbar gemachte Struktur der Pflanzengemeinschaften, ihr Zusammenwirken mit den Elementen und den Tierreichen wurde greifbar und erfahrbar. Und ein ganz klein wenig konnte ich bei der Erläuterung der Beetanordnungen im Sinne der Fünf Elementenlehre schon auf das Oktober-Seminar vorgreifen. Doch es ist von so großer Relevanz für die Wirkung der Heilkräuter, daß sie in ihrer natürlichen Ordnung gedeihen und nicht von Maschinen, Effizienzdenken und synthetischen Stoffen belastet sind. Das sie wahrgenommen werden als höchst fragile und zugleich atemberaubend machtvolle Begleiter für uns Menschen.
Der Anfang war gemacht.

Das Ernten – Sich von der Pflanze führen lassen

Am ersten „Arbeitstag“ des Seminars stand die Ernte der Wasserminze an. Nachdem ich die Bedeutung des Heilkrauts in der Druidenkultur der Kelten erklärt hatte und der intensiv frisch-erdige Duft uns alle umhüllt hatte, bat ich die Teilnehmenden, ihre Körbe mit Laken auszulegen, das Arbeitsgerät zur Seite zu nehmen und sich um das Wasserminzenfeld zu versammeln. Die Wasserminze wurde nach der Sage von den Druiden zur Förderung der Hellsicht und zugleich zur innigen Verwurzelung mit Mutter Erde verwendet. Somit sind im menschlichen System sowohl das Wurzelchakra als auch das Dritte Auge und Kronchakra angesprochen. In der tantrischen Tradition werden diese menschlichen Energieknoten durch das Tönen der Vokale „O“ und „I“ aktiviert. Und so standen wir minutenlang um das Feld, ummantelt vom intensiven Duft der Wasserminze und tönten, bis die Pflanzendeva uns ganz durchdrungen hatte. Für manche/n war das neu – doch es funktionierte, und wenig später knieten alle inmitten der Pflanzen und schnitten in ruhigem Rhythmus Stängel für Stängel. In Stille wurden die Körbe abgedeckt, zur Darre gebracht und für die Destillation vorbereitet.

Dieser Erntevorgang wiederholte sich in den folgenden Tagen Noch mehrmals: Die Teilnehmenden durften Sonnenhut und Wermut ernten – und ganz zum Schluß „ihre Pflanze“ ernten und für den Eigengebrauch destillieren. Bis zu diesem Punkt war angekommen, daß wir ganz unmittelbar mit den Pflanzen kommunizieren – erkennen können, wo und wie geerntet werden kann, wahrnehmen können, wo die Wirkkraft der Pflanze ansetzt – und was sie bewegt – bis hin zur Lektion des Abschlußtages, an dem die Teilnehmenden nicht eine Pflanze mit dem Kopf gewählt haben, sondern die Pflanze „riefen“, die für sie jetzt die richtige Begleiterin war – und sie auf diese Weise – spürend, lauschend, geführt – auch fanden.

Die Destillation – Die Kunst, die Seele der Pflanze zu gewinnen

Die Destillation ist der ganz ursprüngliche Vorgang, mit dem die Weisen der Vorzeit die Essenz eines Heilmittels gewannen.
Bei der Destillation wird in einem geschlossenen System Wasser verdampft und durch das Heilmittel hindurch geführt. Auf diese Weise lösen sich erst die flüchtigen, dann die schwerer löslichen Teile des Pflanzenkörpers von seinem grobstofflichen Teil. Diese „Essenz“ kondensiert im weiteren Verlauf und wird als „gereinigte Seele“ im Destillat aufgefangen. Doch keineswegs handelt es sich bei dem Destillat um ein rein feinstoffliches Mittel, wie etwa bei den homöopathischen Substanzen. Das Reindestillat enthält eine Vielzahl kostbarer, pflanzlicher Inhaltstoffe – wie etwa die ätherischen Öle, wasserdampfflüchtige lipophile Bestandteile wasserlösliche flüchtige Inhaltsstoffe der Pflanzen, sowie Artefakte (wie z.B. Chamazulen).

Auf dem Markt gibt es so gut wie keine Reindestillate – die angebotenen Hydrolate sind in der Regel Abfallprodukte aus der Gewinnung ätherischer Öle und somit eines Großteils ihrer Wirkstoffe beraubt. Daher war es für die Teilnehmenden ein Genuß, die eben geernteten Heilkräuter in unseren großen Kupferdestillen zu sehen, den aufsteigenden Duft, das Rauschen des offenen Feuers und schon bald den Klang des stetig tropfenden Destillats im Glaszylinder zu erleben.

Hier auf Aditi ist auch dieser „technische“ Vorgang ein Ritual.
Wir arbeiten weiterhin in Stille, die mächtigen Kupferdestillen sind weit mehr als bloßes Werkzeug, der Umgang mit den Elementen und das Hervortreten der Pflanzenseele ein immer wieder großartiges Ereignis. Alle Seminarmitglieder konnten diesen Zauber, dieses Wunder mitverfolgen und in sich aufnehmen. Das war mir wichtig.

Die Alchemie – Probe aufs Exempel

Am dritten Tag befassten wir uns intensiv mit der Qualität von Hydrolaten, ätherischen Ölen und Rohpflanzen. In der Alchemie – der ich übrigens ein paar Tage zuvor ausgiebig gefrönt hatte und zu der ich noch berichten werde – geht es darum, den „Stein der Weisen“, die pure Essenz zu gewinnen, indem der natürliche Stoff in seine vier Prinzipien zerlegt, als Fragment gereinigt und dann in der chymnischen Hochzeit aus den reinsten Einzelteilen neu vereint wird.

So weit gehen wir auf Aditi nicht. Die Reinheit wächst hier auf den Permakulturfeldern langsam, das ganze Jahr hinein, gehegt mit höchster Achtsamkeit und Hinwendung. Die Unversehrtheit der verwendeten Pflanzen ist unser Anker, die Ursache für die hohe Schwingung unserer Destillate.
Und hierauf machten wir wieder einmal in der großen Praxisgruppe die Probe aufs Exempel:
Wie immer zu diesem Seminar, hatte ich einige Rohdrogen und Hydrolate anderer Bio-Hersteller besorgt, mit denen wir die Spirits verglichen. Dabei leitete  ich die Gruppe an, den eigenen Körper als Meßinstrument einzusetzen und die Wirkung der jeweiligen Probe über die in der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) relevanten Qualitäten zu prüfen. Vom „Kalibrieren des Körpers“ über das Ansetzen der Probe bis hin zur Beschreibung der wahrgenommenen Qualitäten nahmen wir uns sehr viel Zeit.

Am Schluß trugen wir die einzelnen Ergebnisse Pflanze für Pflanze, Präparat zusammen und staunten: Die Wahrnehmungen waren sehr weitgehend übereinstimmend – von der erzeugten Dichte und Festigkeit des Aditi-Salbeis im Vergleich zu Fremdprodukten bis hin zum Verlust der Wirk-Bandbreite beim ätherischen Öl, dem die Wasserphase der Pflanze fehlte.
Die Wahrnehmung zu schulen und eine feine Abstimmung zwischen Körper und Pflanze vornehmen zu können, ist die eigentliche „Kunst“, die jede/r Anwender/in von Heilpflanzen und ihren Präparaten für sich entwickeln sollte. Die reine Symptombetrachtung und das Abstellen auf die physikalisch-chemische Zusammensetzung reichen nicht aus, um heilvolle Felder zu erkennen und miteinander zu vereinen.

Ausgestattet mit diesen Erfahrungen und Kenntnissen war es den Seminarteilnehmenden ein Leichtes, am vierten Tag „ihre“ Pflanze zu finden. Nicht kognitiv, nicht über Analyse und Projektion; sondern über den Ruf aus dem Inneren, der mit der Frage ausgesandt wurde „Wer ist jetzt da für mich ? Wer hat die Antwort, die mich nun rund macht ?“. Lauschend, spürend, vertrauend schwärmten sie aus, bewegten sich sanft über ganz Aditi und kamen später mit leuchtenden Augen und einer kleinen Ernte ihrer persönlichen Begleiterin wieder. In freudiger Erwartung und liebevoller Gemeinschaft wurde so Pflanze für Pflanze in den kleinen Destillen aufgeschlossen, einem jeden, einer jeden ihre Seelenpflanze.

Ich bin voll der Dankbarkeit für so fruchtbaren Boden, für Menschen, die sich mit mir aufmachen, der Natur zu vertrauen, ihre Sprache zu lernen und ihr mit der gleichen Liebe entgegenzutreten, mit der sie uns jeden Tag neu begegnet.

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Pur hält besser

Reindestillat Pflanzenwasser

Soeben bekam ich die Analyseergebnisse unseres Labors. Regelmäßig lasse ich von unseren Destillaten eine qualitative Analyse anfertigen. Und es gibt gute Nachrichten:
Unsere Reindestillate sind mindestens (!) 2 Jahre haltbar – das heißt: Ohne irgendwelche Konservierungszusätze sind die Spirits 24 Monate lupenrein und stabil. Und wenn wir nächstes Jahr wieder Proben unseres Startjahres 2018 einsenden, bin ich zuversichtlich, daß wir auch das noch toppen.

Damit brechen wir jede Behauptung, die dahin zielte, unsere Reindestillate seien ja “auch nur Hydrolate”.
Allen Hydrolaten auf dem Markt, die eine Haltbarkeit von mehr als 6 Wochen versprechen, wurde (mindestens!) Alkohol oder UV/IR-Strahlung oder Silberionen zugesetzt. Das ist notwendig, da sich anderenfalls Hefen und Bakterien in der wässrigen Phase des Pflazenwassers bilden.
Wir brauchen das nicht…
Unsere Reindestillate sind die unversehrte Essenz der ganzen Pflanze. Und das macht nicht nur chemisch und physikalisch einen Unterschied zu allem, was mir auf dem Markt bekannt ist, sondern eben auch feinstofflich.
Mal abgesehen davon, daß ich keinen anderen Betrieb kenne, der das (kostbare) ätherische Öl komplett im Destillat belässt – so ist die Wirkkraft und Reinheit der Spirits vor allem mit unserer Arbeitsweise zu erklären.
“Unversehrt” … das bedeutet: Permakultur. Reine Handarbeit. Keine Eile, keine Gewalt, keine Maschinen, keine fremden Stoffe, die nicht mit der Pflanze vor Ort gewachsen sind. Stattdessen viel Liebe, Stille, die unmittelbaren Naturkräfte. (nix Gewächshaus ! Nix elektrische Trocknungs- und Destillationsanlagen !).
Es ist die Qualität unserer Pflanzen, die in allererster Linie für die Qualität unserer Reindestillate verantwortlich ist.

Und so nimmst Du mit den Spirits tatsächlich Feuer, Wasser, Heilkraut – pur ! – auf.
Das macht sie bekömmlich.
Das macht sie wirksam.

Und vor allem gelingt es uns offensichtlich, die Seele der Pflanze selbst zu Dir zu transportieren, und die unversehrte Deva ihr heilendes Werk an Dir verrichten zu lassen.

Hier bekommst Du noch mehr Informationen zum Unterschied zwischen Hydrolaten, unseren Reindestillaten und unserer Naturkosmetik: https://wild-natural-spirit.org/naturkosmetik-und-reindestillat-der-unterschied/