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Pur hält besser

Reindestillat Pflanzenwasser

Soeben bekam ich die Analyseergebnisse unseres Labors. Regelmäßig lasse ich von unseren Destillaten eine qualitative Analyse anfertigen. Und es gibt gute Nachrichten:
Unsere Reindestillate sind mindestens (!) 2 Jahre haltbar – das heißt: Ohne irgendwelche Konservierungszusätze sind die Spirits 24 Monate lupenrein und stabil. Und wenn wir nächstes Jahr wieder Proben unseres Startjahres 2018 einsenden, bin ich zuversichtlich, daß wir auch das noch toppen.

Damit brechen wir jede Behauptung, die dahin zielte, unsere Reindestillate seien ja “auch nur Hydrolate”.
Allen Hydrolaten auf dem Markt, die eine Haltbarkeit von mehr als 6 Wochen versprechen, wurde (mindestens!) Alkohol oder UV/IR-Strahlung oder Silberionen zugesetzt. Das ist notwendig, da sich anderenfalls Hefen und Bakterien in der wässrigen Phase des Pflazenwassers bilden.
Wir brauchen das nicht…
Unsere Reindestillate sind die unversehrte Essenz der ganzen Pflanze. Und das macht nicht nur chemisch und physikalisch einen Unterschied zu allem, was mir auf dem Markt bekannt ist, sondern eben auch feinstofflich.
Mal abgesehen davon, daß ich keinen anderen Betrieb kenne, der das (kostbare) ätherische Öl komplett im Destillat belässt – so ist die Wirkkraft und Reinheit der Spirits vor allem mit unserer Arbeitsweise zu erklären.
“Unversehrt” … das bedeutet: Permakultur. Reine Handarbeit. Keine Eile, keine Gewalt, keine Maschinen, keine fremden Stoffe, die nicht mit der Pflanze vor Ort gewachsen sind. Stattdessen viel Liebe, Stille, die unmittelbaren Naturkräfte. (nix Gewächshaus ! Nix elektrische Trocknungs- und Destillationsanlagen !).
Es ist die Qualität unserer Pflanzen, die in allererster Linie für die Qualität unserer Reindestillate verantwortlich ist.

Und so nimmst Du mit den Spirits tatsächlich Feuer, Wasser, Heilkraut – pur ! – auf.
Das macht sie bekömmlich.
Das macht sie wirksam.

Und vor allem gelingt es uns offensichtlich, die Seele der Pflanze selbst zu Dir zu transportieren, und die unversehrte Deva ihr heilendes Werk an Dir verrichten zu lassen.

Hier bekommst Du noch mehr Informationen zum Unterschied zwischen Hydrolaten, unseren Reindestillaten und unserer Naturkosmetik: https://wild-natural-spirit.org/naturkosmetik-und-reindestillat-der-unterschied/

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Muster erkennen, Energie lenken

Energiemujster TCM

Energiemuster sind in der TCM ganz zentral.
In Zusammenhang mit den Spirits bekomme ich immer wieder Anfragen, welche Pflanze denn die richtige sei. In den folgenden Gesprächen wird deutlich, wie sehr wir doch an der symptomatischen und analytischen Betrachtung der Dinge gewöhnt sind.
Bei Husten Salbei, bei Kopfschmerzen Pfefferminze, bei Schlafstörungen Baldrian.
Und auch wenn solche Erscheinungen einen ersten Ansatzpunkt liefern, so werden sie einem ganzheitlichen Verständnis unseres Körpers und des Geschehens bei Krankheit und Heilung nicht gerecht.

Ständiger Wandel

Nach vier Jahren naturwissenschaftlichem Studium hatte ich mich in meinen frühen Zwanzigern abgewandt von der kausalistischen und intervenierenden Herangehensweise an die Natur. Wenig später lernte ich den japanischen Gelehrten und WHO-Berater Michio Kuchi kennen, der mich an die ganzheitliche Betrachtung der fernöstlichen Lehren heranführte.
In der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) – wie übrigens in allen orientalischen Heilkunden – schauen wir nicht auf ein einzelnes Symptom, kennen auch nicht die Clusterung von Symptomen zu festgeschriebenen Krankheitsbildern, wie sie im ICD-10 Code angewandt werden.

Vielmehr betrachten wir jedes System – ob Körper, Garten oder Gesellschaft – als ein einzigartiges Phänomen, das sich in einem ständig sich verändernden Fluss bestimmter, energetischer Qualitäten befindet. Diese Qualitäten beschreiben Grundenergien, wie sie überall in der Natur vorkommen: Etwa eine aufsteigende, sich dematerialisierende Qualität, wie die, die in Pflanzen von der Wurzel bis hinauf in die Blätter im Wind wirkt. Oder eine sich verdichtende, trockene, schwere Qualität, wie die, die wir in Steinen und Mineralien finden, und so fort. Derartige Betrachtung und Beschreibung enthält so viel mehr Informationen, als etwa die Aussage: „Das Laubblatt hat ein Loch“. Die Qualitäten, derer wir uns hier zu Erfassung des Geschehens bedienen, werden verglichen mit den Fünf Elementen, die unsere physische Welt definieren: Wind, Feuer, Erde, Mineral und Wasser.

Fließgleichgewicht

Der natürliche Zustand enthält alle diese energetischen Phasen – in einem fließenden Gleichgewicht. Die eine Phase geht in die nächste über, keine ist dominant, alle sind in wechselnder Zusammensetzung vorhanden und eine Flussrichtung fördernd.
Störungen – also mehr, als nur körperliche Krankheit, die oft die allerletze Ausprägung einer Störung auf einer feinstofflichen Ebene ist – treten auf, denn der Fluss (an Lebensenergie) nicht mehr natürlich strömt: Etwas staut oder fließt zu schnell, verdunstet und Mangel entsteht oder wird „brackig“ und eine Barriere entsteht …

Es braucht Energie, um ein solches Ungleichgewicht aufrecht zu erhalten.
Der natürliche Fluß erfordert hingegen ein Minimum an Energieaufwand – eher setzt er Energie frei.
Diese Energiebarriere, die wir aus welchen Gründen gebildet und damit Ungleichgewicht in uns erzeugtz haben, muß überwunden werden. Um dann das „Zuviel“ zu mindern oder den Mangel aufzufüllen. Um Dynamik, Konsistenz, etc. wieder in ein natürliches Fließgleichgewicht zu bringen.

Doch wo ansetzen ?
Wo die Barriere überwinden ? Und mit welcher Qualität ?

Genau hier dient mir die Systematik der TCM sehr, den ganzen Menschen, das ganze Geschehen zu erfassen, seine enthaltenen – und fehlenden Qualitäten zu erfassen, zu erkennen, wo Energie nicht fließt oder zu stark austritt und von welcher Qualität ist.
Diese Grundlagen erarbeite ich mit den Teilnehmer*innen des Diagnostik-Kurses.

Die TCM bedient sich dann – beim Versuch, das Fließgleichgewicht wiederherzustellen – dreier kraftvoller Instrumente: Der Akupunktur (und ihrer Ableger), der Ernährung (ein sehr komplexes System der Wirkweise verschiedener Nahrungsmittel und ihrer Zubereitung) und der Kräuterheilkunde. Ich habe Stunden in chinesischen „Apotheken“ auf aller Welt verbracht – mit großen Augen, riechend, fühlend, schmeckend – ein phänomenaler Schatz !

Die TCM beachtet jedoch auch sehr, sehr nachdrücklich die klimatischen Bedingungen, in denen wir leben. Eine Ingwerwurzel, die am Fuße des Himalaya gewachsen ist, mag einem Inselbewohner in südlichen Gefilden wenig nutzen. Oder eine Zistrose aus dem Mittelmeer – sie trägt so viel Sonne, Wind und Trockenheit in ihrem „Programm“ , daß sie für einen Mitteleuropäer einfach zu viel Yang ins Spiel bringt.

Aus diesem Grunde arbeite ich für uns, hier und jetzt, mit den Heilpflanzen, die hier, mit uns, leben und gedeihen.

Resonanz

Wenn das Bild also vollständig und klar ist, das ein mit Störungen behaftetes System Dir zeigt, dann gilt es also,

  1. Die Energiebarriere zu überwinden, die die Störung aufrecht erhält
  2. Das System genau da „anzustupsen“, wo der größte „Knoten“ ist

Alles in unserer Welt ist dem Prinzip der Resonanz ausgesetzt.
Alles ist mit allem verbunden – wir schwingen wie in einem riesigen Netz mit all den Geschehnissen, Empfindungen, Gedanken, die sich hier und jetzt ereignen.
Störungen, und Krankheiten, entstehen, wenn es uns nicht gelingt, mitzuschwingen. Es ist, als „verhake“ sich unser System. Es entsteht ein Widerstand, eine Reibung zwischen unserem eigenen System und dem System, in das wir eingebunden sind. Das kostet Kraft und kann unseren Körper/Geist/Seele beschädigen und in seiner Funktion mindern.

Wollen wir uns wieder in Einklang, in ein natürliches, gesundes Fließgleichgewicht in uns selbst und mit unserem Umfeld bringen, muß es gelingen, uns selbst in Resonanz zu bringen. Nicht zwingend an dem Punkt, an dem es „verhakt“ ist und an dem Symptome erscheinen.

Und hier kommen die Pflanzen ins Spiel. Die Pflanzen sind im Vergleich zu Mineralien, Tieren und Menschen um ein vielfaches durchlässiger und am wenigsten von den höher organisierten Körpern an die Materie gebunden. Sie sind die einzigen Wesen auf unserem Planeten, die aus Licht Materie erzeugen können.
So sind sie besonders geeignet, Barrieren zu durchdringen und Resonanz aus dem Feld zu übermitteln. Diese Eigenschaft machen wir uns seit Menschengedenken zunutze.

Bei der Herstellung unserer Reindestillate sammeln wir die Heilpflanzen, die vollständig maschinenfrei und ohne Zufügungen fremder Stoffe aufgewachsen sind, von Hand. Dabei sind alle Erntenden in einer Verfassung expliziter Bewußtheit und Meditation – zugänglich für die Kraft und Eigenart der Pflanze, die sie ernten. Bereits hier entsteht eine hohe Resonanz zwischen menschlichem und pflanzlichem Feld. Wenn wir die Pflanzen dann – unmittelbar nach der Ernte – auf offenem Feuer destillieren, führen wir ihnen die Qualitäten von Wasser und Feuer zu – beides energetische Formen, die reinigen, in Gang und in Fluß bringen.

Magie in Flaschen

Die unterschiedlichen Pflanzenarten haben ebenfalls ganz eigene Energiemuster. Salbei etwa, definiert Struktur und stabilisiert sie, während die Schafgarbe diese Strukturen verfeinert und eher in Richtung Dematerialisierung bringt. Kamille wärmt auf eine satte, erdige Art während die Ringelblume ihre Wärme zusammen mit einer Auf- und Ausrichtung spendet. Diese Energiemuster zu erkennen und die „Passung“ für die Energiemuster des erkrankten oder geschwächten Menschen zu finden, ist Inhalt des Therapiekurses zu den Fünf Elementen.

Es freut mich von Herzen, daß meine ersten, vorsichtigen Versuche mit unseren traditionellen Heilkräutern im TCM-Energiekreis so fruchten und uns ein wirklich gutes Spektrum an die Hand geben, Resonanz zu übermitteln.

Ich lade Dich herzlich ein. Im Oktober zu der zusätzlichen Seminarreihe zu kommen.

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Ein Sommertag auf Aditi

Permakultur

In diesen Tagen schwelgen wir in Sonnenhut, Ysop und Calendula – der reinste Farb- und Duftrausch. (Das begehrte Sonnenhut-Destillat und der Calendulablütetee sind also wieder verfügbar)
Auch Lavendel und Wasserminze sind bald zur Ernte reif. So komme ich kaum dazu, zu schreiben und Dich teilhaben zu lassen an der intensiven Ernte und Produktionszeit auf Aditi.
Heute morgen nehme ich mir aber die Zeit, einmal einen Sommertag auf Aditi zu beschreiben, während Frederik seit 6h30 die Wiese senst:

Wenn wir aufwachen, am Morgen, versüßt uns noch vor der Dusche und dem ersten „Denken“ ein Gang in den Garten den Tagesbeginn. Wir schwelgen in der Fülle des großen Gartens, der, obwohl die Ernte fortgeschritten und Salbei, Melisse und Schafgarbe bereits geschnitten sind, überbordet an Blütenpracht und dem Klang der feinen Devas, die hier überall tanzen, wirken, strahlen.
Zurzeit sind die Vögel etwas leiser – dafür brummt und summt es allerorts.
Der leuchtend blau blühende Ysop ist über und über umschmeichelt von hunderten Weißlingen und Pfauenaugen, auf den riesigen, violetten Sonnenhüten tummeln sich Bienen und Hummeln. Wir atmen diese Schönheit ein, lassen uns berühren und ummanteln von der zarten Pracht. Mit dieser süßen Energie aufgetankt gehen wir durch den Garten und sehen nach, welche der Pflanzen, welche der Blüten bereit für den Schnitt sind. Freilich gibt es den Mondrhythmus und für die Pflanzen spezifische Rahmengrößen, in denen sie am besten gesammelt werden. Doch über der Theorie, über dem Wissen aus Jahrhunderten, steht das Wetter, steht der Tag, so wie er heute ist.
Ich nehme wahr, daß nach den beiden heftigen Dürrejahren nun ein Jahr läuft, in dem extreme Temperaturschwankungen und ungewöhnliche Wassergaben nicht nur unsere Kräuter, sondern besonders Bäume und Mykorrhiza fordern. Der Morgentau ist so ausgeprägt, daß ich die „Morgenpflanzen“ erst mittags schneiden kann. Ich nehme wahr, daß Strahlung unterschiedlichster Art und Herkunft eine Anpassung von uns allen – auch von den Pflanzen – fordert.
Hier auf Aditi leben wir ja wie in einer Kuppel, eine ganz eigene und autarke Atmosphäre, die die Kraft des Heilen, der Sonne und der Liebe speichert und zu halten vermag. Und doch sind wir verbunden mit dem Geschehen des Ganzen. Die Pflanzen und Spirits, die wir hier für Dich gewinnen, sollen Dir ja Kraft geben, den sich vollziehenden Wandel unbeschadet und freudvoll zu erfahren und zu integrieren. Für Menschen, die besonders sensitiv reagieren auf die aktuellen Strömungen, helfen die Destillate von Salbei, Sonnenhut und Ringelblume gut bei der Stabilisierung und Strukturierung. Wer dynamischer unterwegs ist und die subtilen Signale besser erfassen und sich „eintunen“ will, wählt eher die Destillate der Wasserminze, der Schafgarbe und des Ysop, die die nötige Verfeinerung und Klarsicht bringen.

Aber zurück zu einem Erntetag auf Aditi: Nachdem wir uns ein Bild von der Situation im Garten gemacht und auch auf die „Arbeitstafel“ im Lager gesehen haben, sucht sich jeder seine Aufgaben für den Tag. Wer erntet, wird sich auch um die Nachsorge kümmern – das ist bei uns ebenso wichtig, wie vor dem Schnitt mit der Pflanze zu meditieren, bis die Deva Hand und Schere führt. Also Schneidwerkzeug geschliffen, Rodhacke, Schubkarre und Erntekörbe gepackt – und hinaus in die Sonne, in den Garten.

Da hocke ich nun – mitten im violettblauen Meer des Ysop, atme den Campherduft der heiligen Pflanze, lasse die langen Dolden mich umschmeicheln, sehe bis hinab zum holzigen Stamm der starken Pflanzen. Ich spüre das leise Rieseln, das die Deva vom Scheitel bis zur Wurzel mit einem feinen Lichtregen durch mich hindurch schickt. Die Weite der Schöpfung, meine Unwissenheit und meine Geborgenheit im kosmischen Lebensfluss werden greifbar für mich und ich beginne, zu schneiden. Korb um Korb. Stunden später trage ich die Körbe zur Darre, schliesse den von der Sonne erhitzten Raum auf, schichte das kostbare Erntegut Sieb um Sieb in die Trockenschränke. Kehre den Boden, laufe durch die Sonne zurück zum Haus.
Dort sitzt Fabian und wiegt und packt und etikettiert den erntefrischen Baldrian-Blütentee. Er ist versunken im tiefen Zauber, in der bodenlosen Ruhe der Pflanze, Teepackung für Teepackung reiht sich neben ihm auf, während das Wasser im Destillationskessel zu sieden beginnt.

Und da kommt auch schon Frederik, mit einer Schubkarre hochgetürmter Erntekörbe voll von Sonnenhut. Klar, präsent, kraftvoll sind seine Bewegungen – geführt von Echinacea, deren fruchtig aromatischer Duft schon bald den Destillenplatz umgeben wird. Bis zum Sonnenuntergang wird das Tropfen im Glastrichter, wird das Klappern der Fläschchen zu hören sein – zwischen dem Rauschen der Bäume und dem Summen der Bienen.

Die haben uns übrigens eben neuen Honig beschert, den ich abends mit Volker abgefüllt habe. Er ist sehr süß geworden und cremig, unser Heilkräuter-Honig.
Vielleicht hast Du Glück und es gibt auch noch ein Glas für Dich….

Konntest Du den Sommerwind auf der Haut ein wenig spüren ? Aditis Düfte vernehmen und die Liebe, in der wir hier miteinander wirken ? … ich geh jetzt mal hinunter zur Wasserminze – unserem „Druidenkraut“ – und wünsche Dir einen zauberhaften Tag !

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Der Wermut und sein Destillat – Leben in Fluss bringen

Wermut

Der Wermut ist bekannt als Kraut zur Leberreinigung. Doch er kann viel mehr: Die Artemisia ist eine Spezialistin für Grenzen. Sie liebt es, das Reine vom Unreinen zu trennen, Grenzen zu ziehen – und dann über sie hinaus zu wachsen. So steht auch auf Aditi der Wermut (Artemisia absinthum) an den Grenzen des Hauptgartens und leuchtet mit seinen silbrigen Blättern und seinem ganz markanten Duft wie ein Wächter das Ende und den Beginn des Gartens aus.

Und auch wenn wir im Deutschen „der“ Wermut sagen, so ist diese Pflanze doch eindeutig weiblicher Natur – taucht ein in die Tiefe, rüttelt dort, befeuert und bringt in Bewegung, was sich festgesetzt hat. Für mich ist sie die Majestät, die Wächterin und die, die ent-scheidet und die Grenze zwischen Äther (Bestimmung) und Feuer (Handlung) durchbricht.

Eine Heilerinnen-Familie

Wermut

Überall auf der Welt begegnen wir der Pflanzenfamilie der Artemisia (Beifußgewächse).
Überall auf der Welt nehmen die Mitglieder dieser majestätischen Familie eine zentrale Rolle im Kreis der Medizinpflanzen ein: In Japan und China sind Kügelchen aus Artemisia princeps (japanisch: yomogi) das „Werkzeug“ für die hochwirksame Moxibustion. Die nordamerikanischen Schamanen weihen ihre übrigen Medizinpflanzen mit Artemisia frigida – sie darf selbst aufgrund ihrer Kraft nicht im selben Zelt wie die anderen Heilpflanzen gelagert werden. In der keltisch germanischen Kultur vertreibt der Beifuß (Artemisia vulgaris) Dämonen und wurde in Schutzkränze und Beutel eingebunden. Und in der Guanchen-Kultur auf den Kanaren erfüllt der Duft des „Incensio“ (Artemisia thuscula) die zerklüfteten Barrancos, macht uns wach, treibt uns vorwärts – über die Klippen zum nächsten Gipfel. Ich erinnere mich gerne an die Jahre, in denen ich dieses kostbare Kraut in der sengenden Atlantiksonne sammelte und bei Räucherritualen einsetzte, bei denen es darum ging, Überkommenes endgültig abzuschneiden und einen mutigen Schritt nach vorne zu tun.
Und nun baue ich ihre Schwester, die Artemisia absinthum, hier auf Aditi selbst an.
Diese besonders aromatische Art der Artemisia zeichnet sich aus durch eine hohe Konzentration an Bitterstoffen (bis 0,4%) aus der Gruppe der Sesquiterpenlactone, darunter Absinthin mit 0,2 bis 0,28 % als Hauptkomponente. Absinthin ist beteiligt an der appetitsteigernden, verdauungsfördernden, blähungs- und gallenflußtreibenden Wirkung des Wermutkrauts und der wesentliche Bestandteil des berühmt-berüchtigten Absinths.
„Bitter“ – diese Geschmacksrichtung steht in der Traditionellen chinesischen Medizin für das Feuerelement. Pflanzen mit der Eigenschaft des Feuerelements wirken transformierend, bringen in Bewegung, heben Festes auf und sind mit den Organen Herz und Dünndarm verbunden.
Hildegard von Bingen lobt das Kraut:

„Die Wermutkur unterdrückt die Lanksucht (sie meint die Nierenverkalkung), unterdrückt die Melancholie, macht deine Augen klar und stärkt das Herz.“

Artemis – Göttin der Frauen und der Kinder

Die griechische Göttin Artemis – deren Attribute nicht nur die Jagd und die Freiheit sind, sondern die ihren Schutz besonders über das Wohl der Frauen und der Kinder legt – hat diesem Kraut sicher nicht zufällig ihren Namen gegeben. Ihre bekanntesten Attribute sind die silbernen Pfeile und der silberne Bogen, mit denen sie sehr treffsicher ist. Wir dürfen diese Göttin durchaus als Äquivalent zur indischen Kali verstehen, die gnadenlos ausräumt, was nicht wahr ist und zugleich mit großer Tapferkeit das Weibliche, das Wahre, das Fließende beschützt.

Wermut

Als ich im vergangenen Jahr die Strukturen meines Gartens verfeinerte, noch einmal die Himmelsrichtungen mit der Pflanzenenergie abstimmte, die Mikroräume der Beetaufteilung nachempfand und den Energiefluß im Garten überprüfte, fand ich drei Stellen, an denen die Energie stagnierte oder einfach „verschwand“. Es fehlte an diesen speziellen Punkten der „Süden“ – das Bewegende, daß Grenzziehende, das Durchdringende und Wärmende. Dorthin setzte ich meine vorgezogenen Wermutpflänzchen – und vergaß sie über die intensive Erntezeit.
Bereits im Herbst leuchteten die majestätischen „Balsamsträucher“ bereits von Weitem – die Lücken waren geschlossen, die Integrität des Gartens bereinigt und stabilisiert.
Als ich sie erstmalig für die Destillation erntete, war mir ganz schwummerig von dem intensiv aromatischen Duft, den die Pflanze vor allem dem Thujon verdankt. Thujon wirkt auf die Neurotransmitter – ähnlich dem Cannabis – und hat vordergründig eine euphorisierende Wirkung. Im Unterschied zu Cannabis ist der Wermut aber eine Sonnenpflanze – führt uns also nicht in die mondhaften Schattenbereiche sondern in die lichtvollen Gefilde der Sonne, der Klarheit und Unterscheidungskraft.
Gleichwohl muß der Wermut wegen dieses Wirkstoffs sorgfältig dosiert werden. Und natürlich hat „der Gesetzgeber“ diese Wirkung im Rahmen des Arzneimittelgesetzes mit einem Privileg für die Pharmazie vorgesehen – so lange er nicht im Rahmen von Lebensmitteln einen Gehalt von 0,5 – 35mg/kg unterschreitet.
…. Zum Glück sind die Spirits Lebensmittel und der Thujongehalt in den Reindestillaten unterhalb dieser gesetzlichen Grenze … 😀

Reichlich „inspiriert“ ging ich mit meinen Erntekröben also zur Destille. Ich zerkleinerte 9 Kilo des Krauts, sah die „silbernen Pfeile der Artemis“ in die Kupferkolonne fallen. Hinter mir rauschte bereits der Kessel auf dem Feuer, der Himmel war bedeckt, es ging ein spürbarer Wind.
Keine guten Bedingungen für die Destillation unter freiem Himmel – doch so viel Bewegung im System sind dem Wermut gemäß.
Die zart gefingerten, duftenden Blättchen von ihrer zarten Substanz hielten den Dampf eine gute Stunde zurück – bis sie ihn endlich passieren ließen. Und da trat er hervor, der erste Tropfen von Artemisias Seele.
Längst war der Destillationsplatz gefüllt von dem berauschenden Aroma, das klare Destillat zeigte mehr und mehr einen dicken, schwarzen Ring, der sich auf der Oberfläche der wässrigen Phase sammelte: Das schwarze Öl des Wermut.

Wermut

Und obwohl ich sorgfältig Fläschchen um Fläschchen befüllte und den Thujongehalt auf dem zulässigen Maß balancierte, setzte sich auch in den Fläschchen schnell der schwarze Ring des ätherischen Öls ab, definierte und begrenzte den Raum – auch in der feinstofflichen Phase. Beim Auswaschen des Scheidetrichters betrachtete ich den Niederschlag auf dem Laborglas: Keineswegs ist das Öl schwarz, wie es während der Destillation anmutete. Vielmehr schillert es in den Farben der Pfauenfedern – von goldbraun über tiefes dunkelgrün hin zu azurblau.Artemisia hatte den dunklen, schwarzen Wust getrennt, in seine ursprünglichen Einzelkomponenten zerlegt, das Explizite sichtbar gemacht – und eine magische Struktur auf das Laborglas gemalt.
Und ich bemerkte, wie meine Gedanken zu einem „Schluß“ kamen, wie der Wust an Empfindungen und Erwägungen, der sich seit Wochen in mir drehte, sich auf einen Punkt verdichtete.
Die Gebärende hatte losgelassen, hervorgebracht. Das „Kind“, war klar und rein – Worte konnten mit Leichtigkeit gefunden, Entscheidungen getroffen, Handlungen geordnet werden.

Der berühmte Schweizer Kräuterpfarrer Künzle (1857-1945) schrieb: “Ist einer grün wie ein Laubfrosch, mager wie eine Pappel, nimmt täglich ab an Gewicht und Humor und wirft keinen Schatten mehr, der probiere es mit Wermut”.
Aber Vorsicht: Der Wermut ist auch ein Rauschmittel – also schön sachte !

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Der Thymian und sein Destillat – Das geläuterte Feuer

Thymian

Ich hatte den Thymian eigentlich immer als kräftige, sehr kräftige Deva im Sinn, die mit starker Würze und Hitze Husten und Schleim vertreibt.
Als ich im vergangenen Jahr die Pflänzchen aus Samen vorzog, war ich überrascht von der Zartheit und Langsamkeit des Thymians. Ich wagte kaum, die Heranwachsenden aus den Töpfen in das vorbereitete Beet zu setzen – Südausrichtung, natürlich, und wohl das Kargste und Steinigste, was Aditi zu bieten hat. Liebevoll brachte ich die jungen Pflanzen dann im Juni heraus, jede mit einem „eigenen Stein“ als Begleiter – das mögen sie.
Tatsächlich: Alle Pflanzen lieben einen Stein an ihrer Basis, da, wo sie aus der Erde herauskommen. Es entstehen wechselseitige Sympathie und Förderung bei bisher allen Pflanzen, die ich kenne. Beim Thymian ist das aber irgendwie besonders wichtig. Zumal er sehr bodennah wächst und Feuchtigkeit nicht mag: Da dürfen sogar mehrere Steine am Wurzelhals sein, die die Ästchen und Blättchen von der feuchten Erde weghalten.
Mein Thymian jedenfalls mochte das. Und dann pflanzte ich ihm noch eine ganze Reihe junger Gallica-Rosen in die Mitte. Der Lohn … ist ein Rausch an Farbe und Duft, den wir gerade jetzt hier erleben.

Mut und Kraft der Freya

Wer ist dieser Lippenblütler, von dem es mehr als zweihundert Arten gibt und der keineswegs nur aus dem Mittelmeerraum stammt, sondern schon immer auch wild in unseren Gefilden zu finden war ? Was übermittelt er mit seinen festen, filigranen Blättchen und den zartrosanen Miniaturblüten ?

Thymian

Bereits Germanen und Römer nutzen dieses Kraut, das nicht umsonst seinen Namen Thymos (bedeutet Mut und Kraft) trägt: Im alten Ägypten spielte Thymian eine Rolle bei der Einbalsamierung. Sowohl die griechischen als auch die römischen Ärzte erkannten die kräftig stimulierende Wirkung des Krautes, das auch die damaligen Köche sehr zu schätzen wussten. Benediktinermönche sollen ihn nach Nordeuropa gebracht haben. Im Mittelalter wurde der Thymian zum Sinnbild der Kraft und des Mutes. Soldaten schmückten sich mit Thymiansträußen vor dem Kampf. Thymian widmete man nach Einführung des Christentums der Maria, bei den Germanen gehört das Kraut noch der Freya.Im Kräuterbuch heißt es „Thymian (Thymus vulgaris oder officinalis) ist ein vielseitiges Heil- und Gewürzkraut. Mit seinem unverkennbarem Geschmack würzt es zahlreiche mediterrane Speisen. Doch kann der Thymian deutlich mehr. In der Naturmedizin gilt die Pflanze als ein hervorragendes Heilkraut, das u.a. Erkältungskrankheiten, Husten und Magenbeschwerden lindern kann. Die antibakteriellen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Thymians brachten ihm den Titel Heilpflanze des Jahres 2006 ein.“

Rotes Öl und die Prüfung der Nacht

Es war gar nicht leicht, den überbordenden Thymian zu ernten, denn hunderte von Bienen wuselten in den Ästen und Blüten und ich musste sehr aufpassen, wo ich hinfasste.
Bündelchen für Bündelchen landete in den Erntekörben, der würzige, doch auch sanfte und blumige Duft war an meinen Händen, in den Haaren, in den Kleidern – überall. Es fühlte sich an, wie ein Schwungrad in meinem Sonnengeflecht – rhythmisch, kraftvoll, ruhig floß mir die Kraft zu, die Gedanken wurden ruhiger, sammelten sich, waren in entspannter Aufmerksamkeit mit der Pflanze. Das war nicht selbstverständlich, denn in der Nacht zuvor wachte ich von starken Schmerzen an meinem Daumengelenk auf, es war auf einen Tischtennisball groß angeschwollen und tat so weh, daß ich nicht mehr schlafen konnte. So war ich überrascht, wie lange ich am folgenden Tag mit ausgeglichener Energie arbeiten und ernten konnte.
Als 10 Kilogramm zusammen waren, brachten wir unsere kostbare Ernte zur Destille.
Mit Spannung erwarteten wir die ersten Tropfen aus der zischenden Kupferdestille. Und natürlich das viel gepriesene Rot des Thymianöls.

Wir mussten nicht lange warten, da begann das Destillat zu fließen – und uns in einen Rausch von Lebendigkeit und Freude und Schaffenslust zu wirbeln. Das ätherische Öl unseres Thymians war dunkel Rotbraun und sättigte das kostbare Destillat reich. Es war pure Lust, mit der wir Fläschchen um Fläschchen befüllten, etikettierten, das ätherische Öl maßen und testeten … bis spät in die Nacht.

Handle (!) – aus der Intuition

Und als ich endlich schlafen wollte, sah ich auf meine Hand: Die Schwellung war stärker geworden und der Schmerz kehrte mit aller Kraft zurück. Mir wurde mulmig, denn ich wußte nicht, was sich hinter diesen heftigen Symptomen verbarg. „Ich brauche ein Antiphlogistikum. Wenn die Vene verstopft ist ? Was staut sich da ?“ So ging ich an den Computer, mitten in der Nacht, und recherchierte nach pharmakologischen Hinweisen. Weitgehend erfolglos. Dann schloß ich die Augen. Der Duft des Thymians vom Tag kehrte zurück, lenkte mich ein wenig von der schmerzenden Hand ab und gab mir den Impuls, hinunter in den Keller zu gehen, zu den frisch eingelagerten Thymian-Destillaten, nahm mir ein Fläschchen mit hinauf, schloß die Augen und sprühte mir einige Milliliter des Destillats auf die Zunge. So überraschend mild, so fein würzig und wohltuend. Ich konnte schlafen. Und am nächsten Tag war auch die Schwellung am Daumengelenk weitgehend abgeebbt.
Am nächsten Tag las ich noch einmal bei Pharmawiki nach: Tatsächlich, dort wird beschrieben, dass Thymian mit seinen entzündungshemmenden und durchblutungsfördernden Eigenschaften auch in Rheuma- und Sportsalben verwendet wird.
Wir gut, daß meine Antennen so gut funktionieren…
Wie gut, daß es uns gelingt, die Pflanzendevas so hilfreich für uns zu gewinnen.

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Green Cuisine – Mehr als ein feiner Geschmack

Gewürzregal

„Let Food be Thy medicine“


“Laß dein Essen deine Medizin sein“ – Das ist der zentrale Satz meines Lehrers Michio Kushi, der mir vor fast dreißig Jahren die Fünf Elemente-Ernährung (Makrobiotik) beibrachte. Seither habe ich viel gelernt und beobachtet zum Effekt unserer Ernährung auf unsere körperliche, geistige und seelische Gesundheit. Ein vitales Kräutlein als Beilage zum Essen ist auf jeden Fall ein guter Anfang. Und das kann sich hinauf in den Genußhimmel der Green Cuisine schwingen.
Ich bin leidenschaftliche Köchin und hatte noch nie Langeweile in meinem vegetarischen Speiseplan. Die Getreide, die ich am Morgen zu mir nehme – Buchweizen, Hirse, Quinoa – kennen viele meiner Mitmenschen gar nicht (mehr) – ebensowenig wie die unendliche Vielfalt an köstlichen Gemüsen – etwa Pastinake, Steckrübe, Grünkohl und (frischer !) roter Beete. Da war es fast eine Zwangsläufigkeit, daß ich meine kostbaren Reindestillate begann, auch bei der Verfeinerung meiner Nahrung einzusetzen.

Zu Beginn hatte ich noch Hemmungen – darf ich denn etwas so Kostbares, wie das Salbei-Reindestillat einfach auf den Salat sprühen ? Ist es nicht Verschwendung, ja fast Sakrileg, das hochschwingende Ysop-Reindestillat mit meinen Bohnen zu essen ?!
… ich gebe zu, ich habe zwei Jahre gebraucht, bis ich mir diesen Genuss, diese Wohltat gegönnt habe.

Der Kräuterkick im Wasserglas

Es begann letzten Sommer während der Ernte.

Wir hatten tagelang viele Stunden im sonnendurchfluteten Garten gearbeitet:
Blüten gesammelt, Kräuter geschnitten, das Erntegut in der Darre geschnitten und geschichtet oder zur Destille gebracht. Und es war heiß. Sehr heiß. Wir lechzten nach Erfrischung, nach Kraft und einer genußvollen Erholung.
Da kam mir die Idee, ins Haus zu gehen, die schönsten Cognac-Gläser herauszusuchen und ins Eisfach zu legen. Nach einer Viertelstunde holte ich die geeisten Gläser wieder heraus, goß klares Brunnenwasser in die Gläser und … sprühte das Wasserminze-Reindestillat an den Glasrand. Von dort rann es die Glaswand hinab, verband sich mit dem eiskalten Wasser … und entfaltete einen phänomenalen Duft.

Eine kleine rote Johannisbeere ins Glas, ein Blättchen frische Wasserminze – und alle Augen strahlten, Frische und Wohltat für die durchgeschwitzten Gemüter !

Besonders gut für den Frische-Kick im Glas eignen sich die drei Minzesorten (Wasserminze, Pfefferminze, Krause Minze), der Ysop, Kamille und Salbei. Es gibt mittlerweile sogar eine Bar im Chiemgau, die eine Spirit-Karte hat.

Von Salat bis Rote Linsen: Der letzte Schliff ist blumig

Und das war erst der Anfang: Ich begann, Rohkostsalate mit einem Hauch von Lavendel-Destillat zu verfeinern, gab dem Daal aus Roten Linsen ein Finish mit Fenchel-Destillat und einer „Prise“ Wasserminze-Destillat – und wurde immer mutiger, immer kreativer.

Mittlerweile hat mein berühmt-berüchtigter Kartoffelstampf nicht nur eine große Krone aus frischem Korriander, sondern bekommt dazu eine ordentliche Würze mit dem Baldrian– und dem Ysop-Destillat. Die Gemüsemaultaschen werden erst so richtig lecker, wenn sich Basilikum, Lavendel und Schafgarbe-Destillat  um sie ranken und meine Hirse am Morgen bekommt zu den gerösteten Sonnenblumen eine feine Note von Wasserminze.

Na – hast Du schon Lust bekommen, selber in den Düften, Geschmäckern und Nuancen der Spirits zu schwelgen ?
Ich jedenfalls habe mein Gewürzregal schon komplett aufgefrischt – im wahrsten Sinne des Wortes !

Und obwohl ich die Kräuter ja 8 Monate lang direkt im Garten habe, ist es doch ein Unterschied, ob ich die frischen Pflanzen ins Essen schnipple – oder ob ich meine Köstlichkeiten mit einem Hauch von Lavendel, einer Brise von Schafgarbe ummantle.

Das geht halt nur mit den Destillaten . Und sie sind immer zur Hand !

Die Kräuter, die ich zu Reindestillaten oder zu Pflanzenwässern für die Naturkosmetik hier vor Ort destilliere, stammen sämtlich aus meinen biozertifizierten Permakulturgärten. Sie kennen keine Maschinen, keinen Dieselgestank, keine Ladewägen, Kunststoffverpackungen und Transportwege. Das macht sie zu wahren Kostbarkeiten für den Hausgebrauch auf allen Ebenen.

Das Wissen um die Fünf Elementen-Lehre vermittle ich in Wochenendseminaren, zu denen ich auch Dich herzlich einlade !

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Das Destillat vom Baldrian – Einhornwasser

Die Tiefe und Zartheit des Baldrian waren schon in alten Mythen bekannt: Waldelfen sollen den Menschen während der Pestzeit zugeflüstert haben: “Esst Bimellen und Baldrian, so geht euch die Pest nicht an“ und das betrifft alle Arten von Seuchen. In Franken gibt es sehr viel dieses sich im Wind wiegenden, zart rosa, süß duftenden Elfenkrauts, auch Augenwurz, Tollerjan oder Katzenwurzel genannt. Wie eine rosa Wolke schweben die Blüten über der Erde dem Licht zu. So trägt der Baldian, auch Balderbrackenwurzel genannt, den Namen des germanischen Lichtgottes Baldur, dem Gott der Reinheit und der Güte, dem Gott von Sonne und Licht.

Eigen ist sie – und überraschend

Das ganze vergangene Jahr genoß sie unsere Zuwendung: Valeriana officinalis, Baldrian, war kein leichtgängiges Pflänzchen. Mehrfach mußten wir sie ansäen, immer wieder zogen sich erste Keimblätter zurück, Quecke, Brennnessel und Melde machten ihr den Platz streitig.

Wohlwissend hatte ich ihr das fruchtbarste Beet in unserem Permakultur-Garten freigehalten: Während andere Pflanzen sich mit kargem Lehmboden zurecht finden müssen, durfte das sehr eigenwillige Mädchen auf torffeine, satt mit Kompost angereicherte Erde, wurde immer wieder gegossen, wenn auch nur ein Hauch von Hitze über dem Land lag, wurde besucht, besprochen und geliebt.

Im Herbst endlich waren die intensiv grünen, gezahnten Pflanzen endlich so weit gediehen, daß wir hoffen durften, sie seien dem Winter gewachsen.
Und so war es auch: Im März hob sie ihren dunkelrot beblätterten Schopf aus der weichen Erde, drängte kräftig hervor, schloß rasch die Reihen.
Der seltsame Geruch, den die Pflanze verströmt und der ein wenig an Fischsauce erinnert, hat ihr den Lieblingsplatz bei liebestollen Katzen eingebracht. Offenbar gibt es eine hohe Ähnlichkeit zum Pheromon der Fellnasen.
Ich hatte schon die Befürchtung, daß nun auch unser Destillat diesen Geruch haben würde. Doch mit der Blüte kam etwas ganz anderes, neues in die Ausstrahlung des Baldrian: Die kleinen weißen bis rosafarbenen Blütchen verströmen einen verspielten, aromatischen Duft, der mir den Kosenamen „Goldhaar-Elfe auf dem Einhorn“ entlockte. JA, wirklich, ein ganz bezaubernder Duft, der dem Habitus der Blütchen gut entspricht.
Und heute – heute ragten die fiedrigen, laubreichen Wesen mit ihren zart duftenden, rosa Dolden zwei Meter hoch in den Himmel. Sie waren mehr als reif für die Ernte.
Und hier konnten wir wieder einmal sehr plastisch erfahren, mit welchem Wesen wir es zu tun haben.

Tiefer, immer tiefer ….

Bekannt ist der Baldrian eigentlich durch alkoholische Tinkturen aus seiner Wurzel, die reich an dem einzigartigen Baldrianöl sind und im Apotherkerhandbuch empfohlen werden zur Behandlung von Schlafstörungen, bei Unruhe- und Spannungszuständen, Nervosität, Reizbarkeit und bei Prüfungsangst.
Auch krampfartige Magen- und Darmbeschwerden zählen zu den bekannten Anwendungsgebieten des Baldrian.
Hierfür zuständig sind vor allem Valerensäure, Baldriansäure, Bornylacetat und Bornylisovalerianat – hochwirksame Stoffe, die sich auch in Blättern und Blüten finden.
In der klassischen Pharmazeutik werden Blüten und Blätter nur noch höchst selten verwendet.
Da es uns bei Wild Natural Spirit ja ganz eindeutig um LEBENskraft und die Sonnenaspekte der Pflanzen geht, ernten wir niemals so, daß unsere mehrjährigen Pflanzen sterben – die Wurzel zu nehmen ist für uns tabu.

Die eigentliche Wirkung dieser Pflanze, die vom Aussehen der Blätter fast ein wenig an Cannabis erinnert (welche eine Mond- oder Dunkelpflanze ist – im Unterschied zur Sonnenpflanze Baldrian), geht jedoch weit über das altbekannt „Beruhigungsmittel“ hinaus:

Als wir einen Kreis bildeten, bevor wir mit dem Ernteschnitt begannen , und uns mit der Pflanze verbanden, wurde uns ganz weich, fast ein bisschen zittrig zumute… bevor große Leichtigkeit und Empfindsamkeit unsere Herzen berührte. Als wir dann begannen, mitten im Bestand zu arbeiten, vertiefte sich diese Herzenspräsenz, diese Wärme und Zuversicht immer mehr: Keiner sprach, wir arbeiteten mit außerordentlicher Achtsamkeit und jeder ganz in dem eigenen „Traum“. Sehr tief, sehr innig war die Atmosphäre, die sich ausbreitete.

Dies entspricht meiner Wahrnehmung, daß der Baldrian eine Pflanze des Nordens ist, dem Wasserelement und damit dem zweiten Chakra zugeordnet. Hier spielen sich die unbewussten, triebhaften und kreativen Vorgänge ab – hier hinab führt uns der Baldrian, vom Herzen kommend. Alle vier Erntenden empfanden Pflanze und Destillat tief gehend, verbindend und „glücklich machend“.
Probiere das gerne mal aus. Das Reindestillat findest Du in meinem kleinen Online-Lädchen hier.

Ein Segen für irritierte und gereizte Haut

Nun sind 10 Kilo Blüten in der Kolonne. Das Destillat rinnt bereits aus dem Kühler, Aditi ist versunken in einen sonderbaren, tiefen Zauber…
Während der Destillation nehme ich immer wieder ein paar Tropfen, schmecke und rieche sie – und letztlich, als wir bei pH 5 ankommen – benetze ich mein Gesicht mit dem kostbaren Destillate.
Ahhh….. tausend zarte Küsse nehmen jedes Spannungsgefühl, jedes Kribbeln, jedes Brennen, benetzen mein Gesicht mit Sanftheit. Streicheleinheiten und Weichheit … das wird eine wundervolle Gesichtspflege !

In der INCI (International Nomenclatir for Cosmetic Ingredients) heißt es zum Destillat des Baldrian: „hautpflegend, lindernd, glättend“. Ja, so könnte man das sehr sachlich auch beschreiben. Doch irgendwie ist es mehr, viel mehr: eine aromatisch würzige Wohltat für überempfindliche und irritierte Haut. Beruhigung und Kräftigung sind unmittelbar spürbar.
Gerne kannst Du das selbst ausprobieren: https://wild-natural-spirit.org/produkt/gesichtspflege-bio-baldrian/

Der charakteristische, blumig-erdigen Duft und der merklich würzige Geschmack wie auch die tiefgreifende Wirkung dieser vielgesichtigen Pflanze wollen wohldosiert sein.

Ich wünsche Dir Freude mit dem Baldrian !

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Therapie mit Pflanzen

Therapie mit Pflanzen

Wild Natural Spirit begann mit einem Traum. Ein Traum, in dem „das Wesen des Ingwers“ mir stellvertretend für die „Sonnenpflanzen“ auftrug, auf „den alten Wegen“ dafür zu sorgen, daß die Menschen sich daran erinnern „die Sonne“ zu verehren.
Freud hätte seine Freude gehabt, diesen Traum zu interpretieren ! Und doch klingt bereits mit dem Anfang dieses Projekts an, daß die Arbeit mit den Heilpflanzen, die puristische Art des Anbaus und der Verarbeitung eine Intention hat, die in einer feinstofflichen und ganzheitlichen Ebene gründet.
Zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich nach einem naturwissenschaftlichen Studium und nach der Begleitung einiger schwer kranker Menschen bereits erfahren, daß unser schulmedizinisches Verständnis von „Krankheit und Gesundheit“  zu kurz greift. Daß die Beseitigung eines einzelnen Symptoms nicht zu Heilung führt. Daß die Ursachen für Krankheit nicht monokausal sind. So bildete ich mich fort in der ganzheitlichen Diagnostik und Therapie der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), entschlüsselte meinen Traum und den Hinweis auf die „Sonnenpflanzen“ mit Schamanen und verbrachte viel, viel Zeit in der Natur mit den Pflanzen. Irgendwann dann begann ich sie anzubauen und auf offenem Feuer zu destillieren. Und immer wieder staune ich über die Rückmeldungen, die ich zu den Destillaten von Kunden aber auch von Therapeuten bekomme. Einen ganz außerordentlichen Bericht zur Begleitung ihrer schwerkranken Schwester schenkte Mareike uns kürzlich

Das feine Gewebe hinter den Dingen

Die Psychosomatik ist mittlerweile zwar ein etablierter Bestandteil des Medizinstudiums – doch nach wie vor führt sie ein Schattendasein in der medizinischen Alltagsroutine. Spätestens seit Rüdiger Dahlke (u.a. „Krankheit als Weg“) erinnern sich viele wieder daran, daß das körperliche und das seelische Gleichgewicht zusammenhängen, daß ein Mensch sich auf psychischer Ebene unwohl fühlt, lange bevor der Körper eine Krankheit ausbildet. Aber auch, daß die „innere Haltung“, die feinstoffliche Ebene, einen erheblichen Einfluß auf die Genesung hat.
Zugleich ist unserem Kulturschatz das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen noch nicht ganz verloren gegangen: Rund um den Globus und über alle Zeiten haben Menschen Schutz, Stärkung und Heilung bei bestimmten Pflanzen gesucht – und sie tun das auch heute noch, obwohl längst „schlagkräftige Einzelsubstanzen“ zur Bekämpfung mehr oder weniger bedrohlicher Erkrankungen aus den Laboren strömen und „die Macht zu heilen“ für sich alleine beanspruchen.

Pflanzen wirken nicht so punktuell und ad hoc wie die modernen Medikamente. Schon allein aufgrund der Physiologie – also der körperlich-stofflichen Erschließung der ganzen Pflanze durch den ganzen Körper – geschieht bei der Phytotherapie etwas anderes, als wenn ich eine einzelne, synthetisch isolierte Substanz einnehme, die einen einzelnen, ganz bestimmten Effekt auf ganz bestimmte körperliche Vorgänge – etwa die Hemmung bestimmter Proteine – hat.

Die von den Naturwissenschaften bis heute nicht erschlossene „vis vitalis“ (latein.: Lebenskraft, Lebensfunke), die einer vollständigen Pflanze ebenso innewohnt wie einem lebenden, menschlichen Organismus, mag bei den durch Pflanzen hervorgerufenen Vorgängen eine Rolle spielen.
Und mit der vis vitalis auch das Phänomen der Resonanz – das Spiegeln, das Echo bestimmter Qualitäten.
Doch anders, als ein Körper, den wir aufschneiden und analysieren können, entziehen sich das Feinstoffliche, die vis vitalis, das Phänomen der Resonanz, der Kategorisierung, wie wir sie bei der modernen Medizin gewohnt sind.
Es ist zu kurz gegriffen zu behaupten: Kamille hilft bei unreiner Haut oder Ysop vertreibt Depressionen. Es wirkt so unendlich viel – zusammen – die Verfaßtheit des Menschen, seine Aufnahmebereitschaft, der Ort, an dem dies alles stattfindet, die Pflanzen, die ihm dort begegnen, deren Geschichte (und enthaltenen Informationen) – die eigene Geschichte, die aufgenommene Nahrung an diesem Tag, die resultierenden Gedanken und Gefühle … alles miteinander verwoben, alles pulsierend, alles wechselseitig aufeinander wirkend.
Und doch wirken sie.

Anwendung natürlicher Pflanzenkraft

Elske Margraf experimentierte zusammen mit Sabine Langenscheidt mit dem Feld der Kräuterdestillate in der Blume des Lebens.

In Kontakt zu kommen mit den Pflanzendevas/ Spirits, berührt in mir eine ganz alte Verbindung und Sehnsucht! Hierbei ist nicht so wichtig, wie und was die einzelnen Pflanzenspirits bewirken (auch wenn ich das sehr gerne studiere und am eigenen Körperenegiefeld erfahre).
Viel wichtiger ist für mich diese feine, langsam immer stärker werdende innere Berührung meiner Seele! So als würden die Spirits rufen „Komm näher  geliebte Seele, komm näher“! Und dazu begeistert mich die Art und Weise, wie Evelin die Bearbeitung und den Vertrieb dieser Heilpflanzen gestaltet tief. Da ich mich gerade mit der heiligen Geometrie, insbesondere mit der „Frucht des Lebens“ beschäftige, kam ich auf die Idee, die verschiedenen Pflanzen in die “Blume des Lebens” zu stellen. So ist für mich fühlbar geworden, wie stark jede einzelne Pflanze für sich wirkt Jedoch ist ihre Kraft und Stärkung im Gruppenfeld um einiges höher schwingend und energievoller. Gleich einem Spaziergang in der Natur! Hier treffe ich nicht nur eine Pflanze, sondern lasse mich von einem ganzen Regen guter Heilkräfte segnen!
Meine nächsten Aufstellungen in der „Frucht des Lebens“ werde ich diese magischen Spirits einsetzen und ihre Wirkungen tiefer erforschen! Ich bin sehr gespannt wie meine Kund*innen darauf reagieren. Im Moment stehen sie in meiner Praxis und begrüßen die Gäst*innen. Viele sind neugierig, probiere die Testflasche „Ringelblume“ und fragen nach.
“  

Es ist der menschlichen Ratio versagt, all diese Zusammenhänge zu rational erfassen oder gar im Sinne einer „gesicherten Therapie“ zu kontrollieren. Deswegen gibt es ja auch in der Schulmedizin das weite Feld der Nebenwirkungen und die nach wie vor nicht gegebene Erfolgssicherheit.  

Wer die Pflanzenmedizin nutzen will, für sich und für andere, muß sich in die Unmittelbarkeit wagen, in das Lauschen, in die Einzigartigkeit der Frage, die gelöst werden soll.

Planta tota in der ganzheitlichen Therapie

Ich habe in meinen Pflanzenprofilen ja schon einiges zur feinstofflichen und seelischen Wirkung der Reindestillate geschrieben – neben den bewährten Anwendungsbereichen bei körperlichen Problemen. Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe ganzheitlich arbeitender Ärzte/innen, Heilpraktiker/innen,  Tierärzte/innen und Kosmetiker/innen, die die Spirits in ihrer täglichen Praxis einsetzen. Auch wenn es – rechtlich betrachtet – sich „nur“ um Lebensmittel handelt.
Lebens-Mittel – genau !
Und ich werde mich auch hüten, in das Feld der Pharmazeutik und der Schulmedizin zu funken – das braucht es gar nicht.
Denn während sich die naturwissenschaftlichen Ansätze an der Stofflichkeit, an statistisch verwertbaren Wiederholungen und an möglichst fixen Kausalitäten orientieren, liegen meine Anhaltspunkte mehr in der unmittelbaren Wahrnehmung.
Auch diese können geschult werden – aber eben nicht durch „stehendes Wissen“ sondern durch eine erweiterte und vertiefte Aufnahme all der Informationen im Hier und Jetzt.
Vielleicht brauchen Menschen, die die Kräuterdestillate für sich und andere nutzen, ein wenig Systematik in der Zuordnung der Pflanzen, im Verständnis der zugrundeliegenden Energetik und der Traditionellen Chinesischen Medizin, an der ich mich selbst ja beim Anbau, bei der Produktion und auch bei der Spezifikation der Destillate orientiere. Vor allem aber wird es diese „andere Art der Betrachtung“, ein Verständnis für Fließgleichgewichte und eine „Antenne“ für Resonanz brauchen…

Bei meinem Kurzbesuch in Berlin traf ich ein befreundetes Therapeutenpaar. Er ist Osteopath und Seelenarbeiter, sie ist Systemikerin und macht Aufstellungsarbeit. Ich schätze Elke und Ralf schon lange – als Menschen, als Denker und spirituelle Weggefährten. Als Gastgeschenk brachte ich ein Destillat des alten Druidenkrauts – die Wasserminze wurde bei den Kelten als Mittel zur Förderung der Hellsicht und als Kraut zur Erdung bei starker geistiger Aktivität eingesetzt.
Ralf war sofort begeistert von dem Spirit und kam von sich aus auf die Idee, die Spirits bei seiner therapeutischen Arbeit mit einzusetzen. Auch ich war begeistert – denn Ralf gehört ganz sicher zu den Menschen, die aus der Präsenz, aus der Intuition und erweiterten Wahrnehmung heraus heilsame Impulse hervorbringen. Ebenso wie Elske, Edith, Elfrun und andere Ärzte und Therapeuten, die die Spirits gerade als kostbare Werkzeug entdecken.

Doch mit allen wurde in Gesprächen auch klar, daß eine Art „Brücke“ hilfreich wäre, eine Übersetzung für den Kopf und eine Vermittlung für die Klientinnen, um die Tür zu den Pflanzen zu öffnen.

Wer kann schon mit den Fünf Elementen umgehen

Je älter ich werde, desto mehr kann ich die Sehnsucht nach festen Gesetzmäßigkeiten und Regeln loslassen und erlaube mir, weiß aus so vielen Erfahrungen, daß die intuitive Herangehensweise die ist, die für mich wahrhaftig und auch erfolgreich ist.
Freilich habe ich viel „Wissen“ über die körperliche und feinstoffliche Wirkung der Pflanzen im Gepäck und wahrscheinlich beziehe ich dieses Wissen oft unbewußt in meinen „Blick“ ein, wenn ich einen Menschen ansehe und auf die Resonanz einer bestimmten Pflanze „warte“.
Ein ganz zentrales Element bei der „Überbrückung“ zwischen Intuition und systematischer Einschätzung eines menschlichen Zustandes sind für mich seit fast 30 Jahren die Fünf Elemente aus der Traditionellen Chinesischen Medizin. Mit diesem Prinzip werden Ungleichgewichte im menschlichen System – körperlich wie seelisch – ganzheitlich erkannt und einem Umgang zugeführt, der nicht nur Symptome bekämpft, sondern das Gesamtsystem in Balance bringt.
Mein ganzer Garten ist nach diesem Prinzip aufgebaut, meine Ernährung so ausgerichtet – und eben auch mein Blick auf einen Menschen. Von daher macht es sicher Sinn, Therapeut/innen einzuladen zu den bereits existierenden Seminaren zu den Fünf Wandlungsphasen.
Und dort – wie auch während der Praxiswochen – verbringen wir ohnehin sehr viel Zeit mit dem Lauschen, dem Wahrnehmen, dem Empfangen von Informationen aus der Gegenwart.
Gemeinsam üben wir dann die „Übersetzung“ dieser Erfahrungen in eine Form, die übertragbar und handhabbar ist im Umgang mit den Heilpflanzen.

Es gibt mittlerweile viele „Fans“ von Wild Natural Spirit, die sich Pflanze für Pflanze einfinden, einfühlen und ihre Erfahrungen machen – und uns daran teilhaben lassen. So schreibt Susanne zum Beispiel:

Neben dem Wermut und dem Ysop ist die Schafgarbe nun die dritte im Bunde der Reindestillate, die bei mir auf Seelenebene ganz, ganz tief wirkt. Ich empfinde sie als sanft aufwühlend und dabei innerlich sehr stärkend. Sie berührt sehr und in einer ganz besonderen Weise das Weibliche in mir. Ahnungen an ein tiefes, altes Wissen kommen und der Mut, mich mit all dem endlich zu zeigen, und MICH zu leben und zu lieben als DIE, die ich gemeint bin. Raus aus dem Kopf, rein in die weibliche Intuition und ins weibliche Handeln. Die Schafgarbe macht mich innerlich lächeln. Der Geschmack ist wie ein Tanz über Sommerwiesen, in luftigen, flatternden Kleidern. Weiblichkeit pur…
Es ist so wundervoll, was die Natur an Geschenken für uns bereit hält – danke dir, liebe Evelin für dein Wirken.
“ (zu finden in der Produktbewertung zur Schafgarbe)

Therapie mit Pflanzen

So gilt mein wichtigster Appell an Dich, deine Wahrnehmung zu schulen, deine Intuition zu überprüfen und Dich mit Resonanz als kosmisches Grundprinzip auseinanderzusetzen.
Nimmst Du diesen Ruf ernst, so wird dein vages „Bauchgefühl“ bald an Substanz gewinnen, deine Wahrnehmung verfeinert und deine Schlußfolgerungen treffsicher werden.
Gerne empfehle ich Dir die Pflanzen als große Lehrmeister, jede auf einer eigenen Frequenz, mit einer eigenen thematischen Bandbreite. Die auf Aditi entstandenen Destillate eignen sich hierfür hervorragend, wenn Du nicht alle Pflanzen in deinem eigenen Garten hast.
Denn sie sind ohne Maschinen und in Permakultur gediehen, mit liebenden und kundigen Händeln gesammelt und noch vor Ort auf offenem Feuer destilliert worden.

Dies sind die „alten Wege“, die ich eingangs erwähnte.
Dies ist die Art, die Seele der Pflanze, ihr ganzes Spektrum wirklich zu fördern und zu gewinnen.

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Tag der Offenen Tür auf Aditi

Sommersonnenwende

Täglich erreichen mich EMails und telefonische Anfragen, die das starke Interesse an Aditi als Ort signalisieren. Die Menschen wollen “mal vorbei kommen”, den Landwirtschaftsbetrieb ohne Maschinen sehen, die Permakulturgärten betrachten und die Kraft dieses zauberhaften Ortes spüren.
Das kann ich gut verstehen – schließlich habe ich meinen ganzen bisherigen Lebensentwurf über den Haufen geworfen, um hier leben und wirken zu dürfen.
Allerdings bewältigen wir derzeit zu zweit (eine dritte Arbeitskraft wird schon gesucht) ein Grundstück von 35.000 Quadratmetern, einen Kräuteranbau in reiner Handarbeit, einen Produktionsbetrieb für wertvolle Kräuterdestillate und Tees und den hierfür nötigen und stark wachsenden Direktvertrieb. Ich habe schlicht keine Zeit, all die Anfragen und Besuchswünsche zu bedienen.

Und doch möchte ich die Schönheit und Kraft dieses Ortes gerne mit all jenen Menschen teilen, die die Natur lieben, die unsere Arbeit wertschätzen und Freude an Heilkräutern haben.
Daher werden wir zur Sonnenwende einen “Tag der Offenen Tür” feiern.

Wir haben uns zu all den Freuden und Kostbarkeiten , die es hier auf Aditi gibt, kleine “Stationen” ausgedacht, durch die wir Dich am 21. Juni ab 12h gerne geleiten. Alle Veranstaltungen – bis auf die Teilnahme am vegetarischen Pracht-Büffet – sind kostenlos. Allerdings kann nur teilnehmen, wer sich angemeldet hat.

Hier ist der geplante Ablauf:

Begrüßung12:00 Uhr
Gartenführung12:30 Uhr
Destillate Verkostung/ Verkauf13:30 Uhr-14:15 Uhr
Live Destillation14:30 Uhr-18:30 Uhr
Gartenführung15:00 Uhr-15:45 Uhr
Kräuterverkostung/ Verkauf16:00 Uhr-16:45 Uhr
Buffet (Kostenbeitrag 21,00€) **17:00 Uhr- 18:00 Uhr
Sonnenwendfeuer19:00 Uhr-21:00 Uhr
  
**vorbehaltlich der dann geltenden Corona-Bestimmungen

Wenn Du gerne dabei sein möchtest, melde Dich bitte schriftlich per EMail (info<at>wild-natural-spirit.org) an und warte die Anmeldebestätigung ab.

Wenn Du am Büffet teilhaben möchtest, vermerke dies bitte bei deiner Anmeldung. Du bekommst dann eine Aufforderung, de Teilnahmebetrag von 21€ zu überweisen und hast deinen Platz an unserer Sonnenwend-Tafel damit sicher.

Wir freuen uns auf Dich !

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Wenn Spirits zu Vollmond reisen

Elfe

Meine Destillate sind wie meine Kinder: Im Schweiße meines Angesichts angebaut, von der Fülle Aditis genährt, auf offenem Feuer in der Kupferdestille emporgehoben, gewinne ich die Seele der Heilkräuter.
Dies ist jedem erfahrbar, der eines dieser kostbaren Fläschchen habhaft wird – die Produktbewertungen quellen über von Wertschätzung und immer mehr erstaunlichen Rückmeldungen zu Wirksamkeit, Verträglichkeit und Genuß, den die Destillate erzeugen.
Das Beste der Schafgarbe“ ist dabei einer der beliebtesten Spirits – vermag er doch, uns darin zu unterstützen,  üble Hautirritationen zurück in ein gesundes Gleichgewicht zu führen. Vor allem aber berührt der Schafgarben-Spirit die Menschen in ihrer tiefsten Sehnsucht und dem Vermögen, sich über das Grobstoffliche zu erheben.
So wundert es mich nicht – und freut mich von Herzen – daß immer mehr Menschen auf diese einzigartige Qualität der Destillate aufmerksam werden und sie für sich nutzen.

Vienna Calling

Schafgarbe ätherisches Öl

Es war ein wunderschöner Frühlingstag, an die Gründerin und Inhaberin eines etablierten, österreichischen Kosmetiklabels sich dafür entschied, meine handgefertigten Schafgarbe-Destillate künftig in ihren sehr hochwertigen Produkten einzusetzen. Nach Laborbefunden, aber auch nach Befragung ihrer Ratgeber zu TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) und Feinstofflichkeit, waren die beiden Inhaber der hochwertigen Marke begeistert von der Qualität unseres „weißen Engels“.
Die beiden Hersteller hatten etwas Zeitdruck – und daher packte ich alles noch über Nacht.
60 der kostbaren Fläschchen sorgfältig in Gefachen, ein jedes üppig ummantelt mit Wellpappe, Innenkarton, Außenkarton, fest verschnürt, liebevoll etikettiert und schickte sie auf die Reise in die erwartungsfrohen Hände in Wien.

Bermuda-Dreieck in Mitteldeutschland

Es war die Walpurgisnacht, an der die Reise begann, zudem waren die Grenzen wegen der Pandemie wenig durchlässig. Wir hofften, daß der Transport der kostbaren Fracht dennoch zügig und sicher vonstatten ging und verfolgten das Sendungstracking mehrmals täglich.Nach zwei Tagen war das Päckchen im mitteldeutschen Zentrallager von Hermes angelangt. Friedenwald hieß der Ort bezeichnender Weise. Und es war Vollmond.
In diesem Vollmond verschwanden die Spirits.

Sieben lange Tage und Nächte rührte sich im Tracking nichts. Gar nichts. „Friedenwald. Sendung wird sortiert“.
Am zweiten Tag der Stagnation setze ich mich mit dem Logistikzentrum in Verbindung. Und es stellte sich heraus, daß niemand wußte, wo genau das Paket gerade ist – ob noch in Deutschland oder auf einem LKW oder bereits in Österreich. Mühsam recherchierte ich mich direkt in die Abfertigungsstelle von Friedenwald, sprach – unerlaubt – mit einem Mitarbeiter in der Verladestation – doch auch er konnte die Sendung nicht tracken, nicht sagen, wo die Schätze verblieben waren.
In der taghellen Vollmondnacht tat ich kein Auge zu. Zuerst setzte ich alles ein, was das Internet hergibt, um das Paket zu finden. Weit nach 3 Uhr nachts schaltete ich den Computer aus, sah hinaus in die silbrig beschienene Landschaft Aditis, trat heraus, atmete die klare Vollmondnacht. Ich versuchte, die Spirits geistig zu orten – rief meine geliebte Schafgarbe, lauschte, fragte – … doch: nichts !
Die weißen Engel waren abgetaucht.

Skorpion-Vollmond und Die Pflanze der Priesterin

In den folgenden Tagen stieg die Spannung bei meinen Auftraggebern und bei mir schier ins Unermeßliche. Täglich telefonierten oder mailten wir mindestens einmal, es kamen Nachrichten wie diese

Wir sind ziemlich frustriert, so lange hat ja noch nicht einmal eine Sendung von den Fidji Inseln zu uns gebraucht. Ich hoffe nur, sie lagern das Paket kühl.“

… und ich wählte mir die Finger wund beim Logistiker. Doch Hermes verwies auf „Corona“ und bat um Geduld.
Geduld …
Die Schafgarbe ist eine mythische Heilpflanze im germanisch-keltischen Kreis. Es heißt, sie wurde unter anderem bei der Priesterinnen-Weihe eingesetzt um der Novizin „Aufwind“ zu geben, das Weltliche ganz hinter sich zu lassen und sich vollends der göttlichen Führung hinzugeben.
Nun denn – diese Lektion gab uns die Schafgarbe dieses Mal in Gänze.
Am siebten Tag war ich der Verzweiflung nah und bot der Herstellerin an, eine weitere Charge der Schafgarbe selbst nach Wien zu fahren. Unser intensiver Austausch – im Zusammenhang mit unserer eben erst beginnenden Geschäftspartnerschaft – erzeugte eine ungewöhnliche Nähe und Intensität und sie freute sich über mein Angebot. Wir nahmen uns vor, das Wochenende noch abzuwarten – dann mußten wir handeln:

Mittlerweile haben wir einen riesigen Rückstau an Aufträgen für unser Blütenwasser, die wir nicht erfüllen können. Ein Blütenwasser war noch nie so lange zu uns unterwegs … selbst so entlegene Orte wie Indien und Tasmanien waren schneller.

Erlösung: Ende gut – alles gut

Noch am Wochenende tauchte das Paket nach unzähligen Telefonaten mit Hermes wieder auf: Nachdem es sich über 7 Tage in Friedenwald versteckt hatte – 160 km nördlich von Aditi – tauchte es plötzlich in Unterfranken – 50 km südlich von Aditi – wieder auf. Translokation ?
Der Schafgarbe traue ich das zu.
Jedenfalls gab es das Päckchen offenbar physisch noch – und endlich konnte es lokalisiert werden. Am Montag dann endlich – zwei Tage nach Vollmond – ging plötzlich alles ganz schnell: Die Sendungsverfolgung zeigte die Ankunft in Österreich an. Wien – ich rief sofort Tanja an. Doch die hatte keine Auslieferankündigung. Wenige Stunden später: Graz.
Graz ?!!
Das war zu viel für meine Nerven.

Geistbaum

Ich ging in die Küche, holte mir mein Kistchen „Sternenstaub“ (der überaus köstliche Kräutertabak, den wir hier auch herstellen, und der reichlich von der leicht psychotropen Schafgarbe enthält) und ging zum Geistbaum. In aller Ruhe ließ ich mich in der Lichtung im Herzen Aditis nieder, stopfte meine Pfeife, ließ die endlos entnervenden Tage nochmals an mir vorbeiziehen. Und dann … zündete ich die Schafgarbe an, nahm einen tiefen Zug aus der Pfeife und sagte zum Geistbaum: „Du wirst es schon wissen. Ich lasse jetzt einfach los“.
Völlig erschöpft schlief ich in der Zauberlichtung ein – traumlos, soweit ich mich erinnere. Als die Sonne bereits begann, ihr Abendrot zu scheinen, erwachte ich, ging hinauf zum Haus, sah in das Tracking: (wohlbehalten !!!) Ausgeliefert… !

Ich bin unendlich dankbar, daß dieser erste gemeinsame Schritt trotz der hohen Spannung so sanft zwischen uns geblieben ist.
Unsere Nerven waren zum Zerreißen gespannt, wir kannten uns noch nicht und es ging auch um Geld, Kunden und Zeit – und doch blieb der Ton und der Umgang zwischen uns stets sanft, stets zugewandt und verständig.
Das ist keine Selbstverständlichkeit.
Und ich habe das Gefühl, diese Feuerprobe war der Beginn eines wunderbaren gemeinsamen Weges.
Die Herstellerin (ich soll ihren Namen nicht sagen, weil Ihre Quelle ein Geheimnis bleiben soll 😀 ) und ich arbeiten mit den feinstofflichen Kräften der Pflanzen. Für mich, als die „Gärtnerin“, ist es täglich Brot, mich dem Wetter, den Jahreszeiten und den natürlichen Kreisläufen anpassen zu müssen. Statt mich über die anhaltende Dürre aufzuregen, lege ich Swales an. Statt mich vor der massiven Vermehrung saugender Insekten zu fürchten, pflanze ich Minzen in die Beetränder. Statt mich über Hermes aufzuregen – das habe ich jetzt gelernt – gehe ich hinunter zum Geistbaum und rauche eine Pfeife Schafgarbe.
Sicher weiß auch Tanja, daß die Pflanzendevas ihren eigenen Willen, ihren eigenen Charakter und ihre eigene Zeit haben. Ganz sicher…

Gerade eben kam ein Päckchen aus Wien an.
Feierlich öffne ich es. Es strahlt mich ein weißer, fein gearbeiteter Zylinder an, eine kleine goldene Elfe fliegt über das Papier, auf dem „the intuitive“ steht. Eine ebenso feine Karte übermittelt Grüße:

Liebe Evelin. Laß die feine Energie dieses besonderen Stücks in deiner Welt schwingen und klingen. Es ist ein Fest für die Sinne und die Seele, von Herzen, T.“

In der Seele berührt nehme ich die schwarze Flasche, in der auch Aditis Schafgarbe enthalten ist, schließe die Augen, öffne alle Sinne und finde mich in einem zarten Nebel unglaublicher Feinheit und Intensität wieder. Ich spüre Aditis Schafgarbe mehr, als daß ich sie herausrieche aus dieser hoch komplexen, lebendigen Komposition. Ein Sinnesrausch. Ein Meisterwerk.