Räuchern im Kiez – Einladung im Berliner Oktober

Aktion im Berlin: Andacht – Medizinpflanzen –Rückverbindung

  • Was hat es auf sich, mit den jahrtausendealten Räucherritualen, die in allen Kulturen einen festen Platz zwischen Menschen und Pflanzen haben?
  • Was sind das für Pflanzen?
  • Was machen solche Rituale?

Und welchen Dienst können sie heute für uns haben, in einer Zeit, in der viele Menschen gar nicht mehr zu innerer Stille und bewusster Rückverbindung mit dem Leben kommen?

Unser Projekt wächst bisher noch im Stillen und aus eigener Kraft. Mit dem Projekt arbeiten Menschen auf drei Kontinenten daran, die Rituale unserer Vorfahren wiederzubeleben und die alten Medizinpflanzen von Germanen, Kelten, Guanchen und Thai zu neuer Beachtung zu bringen.

Das könnt Ihr jetzt unmittelbar erleben – mit der schönen Veranstaltung „Räuchern im Kiez“: Die Projektleiterin, Evelin Rosenfeld, lädt alle Interessierten in Berlin ein, in der Zeit um den Oktobervollmond, Oktoberneumond und Samhain an einem Räucherritual teilzunehmen.
Wenn Sie sich angesprochen fühlen, melden Sie sich bitte telefonisch oder per e-Mail an. Die Teilnahme basiert auf Spendenbasis.

Wir veranstalten das „Räuchern im Kiez“ zusammen mit unseren KooperationspartnerInnen, bei denen die Räucherbündel von Wild Natural Spirit direkt bezogen werden können.

Hier die voraussichtlichen Orte und Termine

Zum Vollmond:

  • SEIN Redaktion, Akazienstraße 28, 10823 Berlin; ; 10.10., 17 –19h
  • Mondlicht, Oranienstraße 14, 10999 Berlin; 11.10., 20 – 22h
  • Zenit, Pariser Straße 7, 10719 Berlin; 12.10., 17 – 19h
  • Wietzow, Müritz; Adresse bei Anmeldung; 13.10., 17 – 19h

Zum Neumond:  

Adhara Büchertempel, Pestalozzistr.35, 10627 Berlin; 25.10., 17 – 19h

Zu Samhain:

Unter freiem Himmel etwa 14km von Berlin 31.10., 20 – 22h

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Bitte unbedint telefonisch oder per e-Mail anmelden !!! Ohne Anmeldung kein Einlass.

Die Teilnahme basiert auf Spendenbasis.

 

 

Drago – Die sechste Pflanze

Wer unser Sortiment aufmerksam studiert, stellt fest, dass es aus Teneriffa eine sechste Pflanze gibt: Dracaena drago.

Sie ziert unsere Website im Hintergrund – und das hat seine Bewandnis.
Der Drachenbaum, oder, wie die Tinerfeños ihn nennen: der Drago – ist nicht umsonst Wahrzeichen der sieben Kanareninseln.

Aus seinem Stamm fließt das Drachenblut – das echte.
<Anm.: Das im gewöhnlichen Handel erhältliche “Drachenblut” stammt aus einer südamerikanischen Pflanze, riecht sehr unangenehm und hat bestenfalls als Insektenvertreiber eine Wirkung>.

Im Occident findet das Drachenblut der Dracaena drago schon bei Dioscorides (1. Jh. n. Chr.) Erwähnung, in der Antike wie auch dem Mittelalter war es bedeutende Handelsware. In der chinesischen Medizin findet es noch heute Verwendung. Das wahre Wissen um den Drago stammt jedoch wiederum aus der Guanchenkultur: Das dunkelrotes Harz des kanarischen Drachenbaums liefert eine der machtvollsten Räucherungen, die uns bekannt sind.

Drago ist Transformation.

Und daher auch die “sechste Pflanze” im Hintergrund unseres Projekts.

In der körperorientierten Medizin der Guanchen wurde Drachenblut äußerlich bei Skorbut und in der Wundbehandlung als Antiseptikum verwendet, innerlich bei Durchfall und Atemwegserkrankungen. Seine wahre Bedeutung hatte es jedoch als Räucherwerk und in der Herstellung der Mischung für die Einbalsamierung der Titen. Mit dieser dreifachen Mischung reinigten die Guanchen ihre Toten von allen Hindernissen und Schatten des Lebens und führten die Seelen der Gestorbenen zum Licht.

Angewendet bei Heiritualen für Lebende hat es eine außerordentlich starke Wirkung:
Der dunkelrote Rauch dringt in die tiefsten Tiefen des Anwenders ein, berührt seine “Wurzel” – seine seelische und spirituelle Verankerung und Wunden, die hier ihren Anfang nehmen und bis in die Gegenwart fortwirken. Es transformiert uralte Empfindungen von Schmerz, Angst, Getrenntheit in Lebenskraft und öffnet den Weg zu Selbstkontakt und Selbtliebe auf ein Neues.
Bei der Anwendung können die berührten Themen und Empfindungen allerdings noch einmal aktiviert werden. Daher ist es nur den höchsten Curanderas vorbehalten, dieses Harz für Heilbehandlungen einzusetzen.

Kraftorte und Werkzeug

Unsere Vorfahren kannten sie: Die besonderen Orte in der Natur, an denen bestimmte Stimmungen gut aufgehoben, bestimmte Einsichten leichter zugänglich und hilfreiche Kräfte verfügbar waren.

In unserer Zeit gibt es zwar noch ein vages Verständnis dafür, dass „Natur gut tut“– jede/r weiß, dass ein Spaziergang im Wald oder ein paar stille Minuten am See beruhigen und Kraft geben. Doch die meisten haben das Wissen um die Kraftorte verloren. Während der Auszeit „Was Dir wirklich wichtig ist“ lernen Sie solche Kraftorte kennen…

Ein starker Kraftort wird zu dem was er ist, durch drei Faktoren:

  • seine örtlichen Gegebenheiten (Lage, Geologie und Bestand an belebter Natur)
  • sein Gedächtnis
  • die Verbindung zwischen Ort und Besucher/in

Während unserer Auszeiten reisen wir an drei besondere Orte auf drei Kontinenten: In das Anagagebirge auf Teneriffa – eine Vulkaninsel mit außerordentlicher Fauna, Flora und Geschichte (mehr dazu in den nächsten beiden Beiträgen). Auf die Insel Koh Phangan im Golf von Siam – eine Pazifikinsel, größtenteils bewachsen mit tropischem Urwald und bei den Einheimischen wegen ihrer Bedeutung für frühere Rituale und traditioneller Feierlichkeiten auch die „Insel der Grenzen“ genannt. Und in das thüringische Werratal, ein Juwel im Thüringer Becken, Zentrum germanischer Geschichte und Südspitze eines einmaligen Naturparks. Allein diese „Kulissen“ für unsere Exkursionen und Elementarerlebnisse während der Auszeit sind von außerordentlicher Schönheit und Unberührtheit.

Die Plätze selbst, zu denen wir während der Seminarwochen gelangen, verfügen zudem über außergewöhnliche Felsformationen oder Wasserläufe, phänomenale Baumriesen oder erhebende Ausblicke. Sämtlich sind sie gehütet von wenigen eingeweihten  Einheimischen, denn sie sind seit Jahrhunderten Orte der inneren Sammlung und/oder Initiation.

Dies nenne ich das „Gedächtnis“ eines Ortes: Orte, an denen viele Momente der Andacht und Hingabe stattgefunden haben und die (auch deshalb) eine besondere Fürsorge durch die Menschen erfahren, tragen eine besondere Atmosphäre oder Aura, die spürbar ist für ihre Besucher/innen.

Nicht selten wachsen an solchen Orten auch „Medizinpflanzen“ – Pflanzen also, die durch ihre Inhaltstoffe oder pure Präsenz eine besondere Wirkung auf den Menschen haben.

So findet man im Anagagebirge nicht nur eine Vielzahl von Heilpflanzen, die auch in der modernen Medizin Bedeutung haben (etwa Sarsaperilla oder Artemisia), sondern auch Pflanzen, etwa aufgrund psychotroper oder spritueller Wirkung verehrt werden.

In Thailand finden wir die außergewöhnlichsten Formen von Pflanzenwesen – sei es nun der wilde Ingwer mit seiner vitalisierenden Präsenz oder die endogenen Lianen, die besondere Plätze verbergen oder öffnen können.

Die Drachenbäume auf den Kanaren sind nicht durch Zufall im Zentrum des Totenkults der Guanchen – als Formation inmitten der Berge erinnern sie an unsere Verhaftung mit Mutter Erde und die Verletzlichkeit unserer Wurzeln.

Ein wichtiger Aspekt unserer Auszeiten ist es, die persönliche Rückverbindung mit sich selbst, der Natur und dem Leben wiederherzustellen und Erfahrungen zu vermitteln, die den bisherigen Horizont öffnen hin zu einem erweiterten, selbstbestimmten Leben. An den Kraftplätzen entsteht die hierzu erforderliche innere Stille und Andacht mit Leichtigkeit – so dass traditionelle Rituale oder die schlichte Betrachtung belebter Natur ihre nachhaltige Wirkung entfalten können.

 

Dieser Artikel wurde entnommen aus dem Reisetagebuch von http://www.seminar-und-reisen.de

5 Wandlungsphasen bei Pflanzen – Resonanz mit der menschlichen Seele

Die 5 Wandlungsphasen – Wind, Feuer, Erde, Metall, Wasser –  sind in der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) eine Beschreibung energetischer Zustände zwischen den Prinzipien Yin und Yang. Die fernöstliche Diagnostik kennt keine „Krankheit“ oder „Fehler“ – sondern setzt an dem dynamischen Gleichgewicht dieser 5 energetischen Zustände an, um temporäre Ungleichgewichte zu verstehen und auszugleichen.

Diese Art der Betrachtung wurde von Evelin Rosenfeld auf psychologische Prozesse übertragen um dabei zu helfen, Persönlichkeitsaspekte zu reaktivieren, die aufgrund belastender Erlebnisse oder Vernachlässigung geschwächt wurden. Sie wurde in den frühen 90er Jahren von Michio Kushi gelehrt, wie diese Wandlungsphasen in der Natur und vor allem im menschlichen Körper wirken. Es gibt hier eine ganz eigene Diagnostik und phasenspezifische Therapien. Über die Jahre erforschte sie, wie dieses auf körperliche Zustände angewandte System auf psychologische und spirituelle Zusammenhänge übertragen werden kann. Ihre Methode basiert auf der Annahme, dass wir alle mehrere energetische Entitäten in Form einer Vision und bestimmter Potenziale in uns tragen. Sie zu erkennen, ausgewogen wertzuschätzen und miteinander auf eine gemeinsame, übergeordnete und integrierende Vision auszurichten, ist die Basis für eine vollständige und harmonische Entfaltung gegebener Fähigkeiten, Träume und Wirklichkeiten. Deshalb ist es hilfreich, die fünf Elemente, die uns überall – und am deutlichsten in der unberührten Natur – umgeben, wieder bewusst wahrzunehmen, sich ihrer Qualität und Wirkung anzunähen und eine wertschätzende Haltung zu ihnen aufzubauen. Das ist der erste Schritt bevor wir durch unser inneres Tor die eigenen Entitäten ansprechen. Jeder unserer inneren Persönlichkeitsaspekte ist durch eines dieser Elemente repräsentiert.Dabei unterstützen Sessions in freier Natur, wo die Kontaktaufnahme zu den Wandlungsphasen ganz unmittelbar erfolgt und ein Empfinden für die unterschiedlichen Energiezustände spielerisch entwickelt wird.

Bei ihrer Arbeit mit schamanischen Techniken verschiedener Kulturen entdeckte sie auch, dass bestimmte Pflanzen eine besondere Resonanz auf bestimmte Seelenzustände haben – und dass auch diese Pflanzen die Systematik der Fünf Wandlungsphasen wiederspiegeln.

Die drei “Pflanzenkreise” von Wild Natural Spirit enthalten jeweils fünf Pflanzen – eine jede entspricht einem dieser fünf energetischen Zustände.

Wie führte Dich der Weg nach Teneriffa?

In den Rauhnächten des Jahres 2009 hatte ich einen wiederkehrenden Traum: Ein Pflanzenwesen (es nannte sich „Vertreterin der Sonnenpflanzen“) klagte über die Abwendung der Menschen von der Sonne und forderte mich auf, die Sonnenpflanzen zu suchen und mit deren Hilfe „auf alten Wegen“ die Verehrung der Sonne zurück zu den Menschen zu bringen. Zudem nannte es mir eine seltsame Zahlenkombination. Obwohl ich sehr erstaunt war, begann ich zu forschen und die Zahlen stellten sich als Koordinaten eines unbeschreiblich schönen Platzes im Anagagebirge auf Teneriffa heraus. Ich reiste dorthin und traf dort mitten im abgelegenen Anagagebirge einen alten Guanchen. Er begrüßte mich mit den Worten “Du kommst später als ich dachte” und begann fast unvermittelt, mir die Medizinpflanzen der Guanchen zu zeigen und auf langen Wanderungen nahezubringen. Woche für Woche fügten sich die Nachricht des Pflanzenwesens, meine Lehren bei dem Guanchen und meine Transformationsarbeit zu einem klaren Bild und Vorhaben zusammen: Es zeigte sich ein Pflanzenkreis aus fünf Sonnenpflanzen, der die uralten Rituale der Guanchen erschliesst für die Arbeit mit Menschen in Transformationsprozessen.

Ich forsche schon länger über die Wirkung von bestimmten Pflanzen auf die Bewusstseinsbildung beim Menschen. Doch was ich mit diesen Pflanzen erlebte – im direkten Kontakt und bei Räucherungen – übertrifft das, was ich bisher kannte