Samhain – Offene Tore zur Anderwelt

Heute ist Samhain.

Das “Lichtfest” bei Kelten und Germanen, Ursprung aller Nachfolgefeste wie Allerheiligen oder Halloween.

An diesem Tag – oder besser: in der Nacht – öffnen sich die Tore zu den Anderwelten.
Der Kontakt zu Wesen anderer Daseinsebenen ist leichter. Und dieser “Zugang” bleibt während der “dunklen Jahreszeit”, in der auch die Natur sich nach Innen kehrt und der Seele lauscht, bis an das Ende der Rauhnächte.

Da die Kontaktaufnahme keine Einbahnstraße ist und wir ja nicht zu allen und jedem Kontakt aufnehmen wollen, gibt es zu Samhain ein altes Ritual, das aus den Zeiten der Druiden und keltischen Priesterinnen stammt:
Alle Lichter im Land wurden gelöscht. Die Druiden bereiteten sich schon viele Tage auf diesen Moment vor und bauten einen Kraftkreis, eine Feuerhalde und erneuerten ihre “Instrumente”.  Mit Eintritt der Dunkelheit kamen alle zusammen und die Druiden begannen mit der Beschwörung der Wesen aus der Anderwelt. Es galt, wichtige Nachrichten und Bitten auszutauschen und lichtvolle Wesen für die kommende Zeit einzuladen – und andere darum zu bitten, weiterzuziehen.

Dann wurden fünf Kräuter geräuchert – allen voran der Beifuß (Artemisia). Mit ihrer Glut wurde zuletzt das Samhain-Feuer entfacht. Von diesem Feuer nahm sich jede Familie etwas Glut mit nach Hause und zündete damit alle Feuerstellen und Lichter im Hause erneut an. Das Licht war nach Hause gekommen, die Fäden neu gesponnen, der Raum gesegnet.

Ein schönes, lichtvolles Samhain Euch allen !