Die nächste Etappe – und Dank an eine kleine WNS-Familie

 

Wild Natural Spirit begann eigentlich 2008, als ich ein Projekt in Nordthailand beraten habe. Dort ging es um die Bedingungen von Demokratie – Auslöser der Bewegung waren die Wahlkorruptionen durch die Taksin-Regierung gewesen. Im Gespräch mit Therravada-Mönchen vor Ort wurde deutlich, dass die Menschen, die nicht in die Städte (va: Bangkok) flüchteten, unterhalb der Armutsgrenze lebten und/oder zwangsläufig in die Abhängigkeit der Drogenmafia in diesem Gebiet gerieten. Jede/r, die ein bisschen etwas “im Kopf” hätte, würde also versuchen, so früh wie möglich abzuwandern – zurück blieben die, die kaum Möglichkeiten hatten, aktiv auf strukturelle Veränderungen hinzuwirken. Wir suchten nach Lösungen, Jugendliche vor Ort darin zu unterstützen, eine eigenständige Existenz auf Heimatboden zu gründen, die gleichzeitig keinen Affront für die bestehenden “Netzwerke” darstellte. Der Anbau traditioneller Heilkräuter (statt Schlafmohn) auf Tempelland schien uns eine glückliche Lösung zu sein. In diesem kleinen und informellen Rahmen fand die Idee guten Anklang.

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Ich hatte das Projekt fast schon vergessen, als mich im Januar 2010 ein Traum (! mehr hierzu unter http://www.newslichter.de/2011/07/vom-traum-zur-wirklichkeit-das-sonnenprojekt/ ) in den Norden Teneriffas holte. Auf höchst mysteriösen Wegen kam ich in Kontakt mit indigenen Curanderos und Curanderas (“HeilerInnen”), die sich auf die verschüttete Kultur der Guanchen (Ureinwohner der Kanaren) bezogen. Sie lehrten mich Medizinpflanzen und Rituale der Guanchen. In Verbindung mit dem Traum und dem damit verbundenen Auftrag, initiierte ich im Anagagebirge/Teneriffa ein zweites Projekt, das arbeitslosen Jugendlichen eine Rückverbindung zu den Traditionen ihrer Vorfahren und zu den endemischen Heilpflanzen ihres Landes vermitteln soll.

Bis dahin war alles eine “Privatinitiative” einer Politikberaterin, der wertebasiertes Management und gesellschaftliche Mitverantwortung am Herzen liegen.

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Doch nun gesellten sich weitere Menschen dazu, Gespräche mit den Sozialbehörden der Kanaren und dem Kardinal (wegen eines geeigneten Gebäudes) wurden geführt. Es brauchte plötzlich Geld, viel Arbeitszeit, ein Konzept zur wirtschaftlichen Nachhaltigkeit.

Und so arbeitete ich mit wenigen Helfern im vergangenen Jahr an mehr Form und Basis für das Projekt.

– Christian Rudat leitete den Testanbau auf den Kanaren

– Paradee Neng betreut das Projekt in Korat/Thailand

– Andreas Bendler und Marco halfen bei den ersten Wildsammlungen auf Teneriffa

– Marie Stanelle und Julia König haben sich über die PR für das Projekt viele Gedanken gemacht

– Mirjam Müller und Philipp Steinweber haben uns geholfen, unter www.wild-nattural-spirit.org eine wundervolle Website zu kreieren

– Bettina Sahling (newslichter) und Jörg Engelsing (Sein Berlin) haben für Veröffentlichungen gesorgt

– Salome Messintini hat mich auf die kanarischen Behörden begleitet und mein “broken spanish” vefständlich werden lassen

– Rosario Zamonaro stellt für den Schulungsanbau auf Teneriffa etwas Land und ihre Arbeitskraft zur Verfügung

– Martin Lauterbach hat mir mir die wundervollen Verpackungen der Räucherbündel kreiert

– Chaiwat Thirapantu brachte mich mit den Mönchen in Korat in Kontakt

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… wir werden eine kleine Familie… und jetzt brauchen wir ein paar Menschen, die sich auf Form und Verwaltung besser verstehen, als ich 🙂

Derzeit bereiten wir die Formalitäten für den Gemeinnützigkeitsstatus von WNS vor.

Wir könnten einen Verein oder eine Stiftung gründen.

Eines von beidem wird es zum Jahresende wohl geben – wenn sich hier viele  StifterInnen finden, dann wäre eine gemeinnützige Stiftung wohl die solidere Lösung.