Medizinpflanzen aus Teneriffa/Anaga-Gebirge

Die Rituale der Guanchen

Teneriffa ist eine Vulkaninsel mit außerordentlicher Fauna, Flora und Geschichte. Die Historiker Reinhard Prahl und Salvador Lopez Herrera dokumentierten, dass das sagenumwobene „Atlantis“ auf der Insel Teneriffa gewesen sei. Ganz im Norden, selbst meist denen unbekannt, die schon viele Male auf der Insel waren, liegt das Anaga-Gebirge. In diesem Naturschutzgebiet ist es nur Alteingesessenen erlaubt, zu wohnen – kein Hotel, kein Tourismus. Inmitten dieser üppigen Vegetation zwischen hohe Bergrücken und Atlantikküste befinden sich die Kultstätten und Königshöhlen der sagenumwobenen Guanchen-Könige.

Hier wachsen die Räucherpflanzen von Wild Natural Spirit.

Die Pflanzenauswahl, die wir aus dem Anaga mitbringen, ist eine Zusammenstellung der heiligen Guanchen-Pflanzen.
Guanchen sind die auffällig hellhäutigen und hochgewachsenen „Ureinwohner“ der Kanaren – und folgt man Prahl und Lopez – die Nachkommen der Atlanter. „Guan“ heißt in der alten Sprache „Erde“ und „Che“ „Mensch“. Ihr außerordentliches Wissen um Natur und Medizin war seiner Zeit weit voraus. Des Seefahrens nicht mächtig, aber umso versierter im Umgang mit Pflanzen, Steinen und mystischem Wissen, pflegten die Guanchen eine ausgeprägte Spiritualität mit Priester- und Priesterinnen-Ständen, die den Königen beiseite gestellt waren. Friedfertigkeit, Wissen und Gemeinsinn waren die Bedingungen für eine soziale Stellung – für Männer und Frauen gleichermaßen.

Ein ausgeprägter Totenkult und die Verehrung vor allem des Sonnengottes Magec und der Muttergöttin Chaxiraxi sowie der übergeordneten Achamán (vgl. Atman im hinduistischen und buddhistischen Kontext) brachten Rituale von außerordentlicher Kraft hervor. Die Kultpflanzen, die für Initiationsriten und Totenverehrung, für die Stärkung der spirituellen Achse oder das Bündnis zwischen Mensch und Pflanzenwelt verwendet wurden, wachsen größtenteils ausschließlich auf Teneriffa – manche nur im Anagagebirge. Diese Pflanzen hat Wild Natural Spirit für Sie gefunden – oder unter natürlichen Bedingungen und auf traditionelle Weise im Anaga angebaut.

Wenige Menschen auf der Insel kennen und pflegen diese Rituale noch: Dort, wo nur noch wenige Außengärten existieren und das Salz des Atlantiks bereits in der Luft liegt, zwischen majestätischen Felsformationen und endlos grünen Barrancos, leben noch heute im „Tal der weisen Frauen“ die, die um die Kraftplätze und Sonne-Mond-Zyklen wissen. Die Rituale haben der christlichen Knute, der spanischen Besatzung und dem Schwall sonnenhungriger Touristen getrotzt. Im Verborgenen.

Touristen besuchen noch heute die Pyramiden von Güimar und bewundern die (von der spanischen Regierung errichteten) Bronzestatuen in Candelaria. Verborgen bleiben ihnen die wahren Stätten der Guanchenkultur, die in den Höhenzügen zwischen Cumbrilla und Chamorga nur von denen gefunden werden, die die schmalen Pfade von den Ziegenspuren zu unterscheiden wissen.

Die fünf Guanchenpflanzen

Cedronella Canariensis

Artemisia Thuscula

Sideritis Canariensis

Euphorbia Canariensis

Aloe Ferox

 

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