Urtica Diocia

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Ökologie

Die Große Brennnessel gehört zur Gattung der Rosales und zur Familie der Urticaceae. Ihr Name Urtica stammt vom lateinischen Wort urere = brennen her.
Beobachtet man ihren Wuchs, so kann man erstaunt sein darüber, wie sie den Übergang schafft vom Bauwerk zum gewachsenen Boden, wie sie “vergessene” eiserne Geräte überwuchert und die offene Stelle am Bachufer schliesst: Unaufhaltsam überzieht sie wie ein heilsames Pflaster die tiefen Wunden, welche die moderne Forsttechnik in das empfindliche Waldbodengefüge reißt.
“Unter allen Stauden ist kaum ein Gewechs über die Salbey, denn es dienet dem Arztet, Koch, Keller, Armen und Reichen”
Hieronymus Bock

Biochemie und Pharmakologie

Die Brennnessel enthält als wirksame Bestandteile viel Vitamin C und Provitamin A, Caffeoyl-Chinasäuren, Mineralsalze (v.a. Kalium), Gerbstoffe, Magnesium, Eisen, Chlorophyll, Schleim, Acetylcholin, Wachs und ätherische Öle sowie biogene Amine wie Histamin und Serotonin als Bestandteil des Nesselgiftes.
Das brennende Sekret erzeugt Heilwirkung durch eine Verbesserung der Durchblutung, des Gewebetonus durch und das Ausschwemmen von Schlacken. Dadurch entstehen erhöhte Sensitivität und Beweglichkeit.
Reichlich vorhandene Phytohormone unterstützen die hormonelle Umstellung zum Erwachsenwerden und fördern eine gesunde Sexualität.
Die Germanen setzten die Brennnessel nicht nnur zu Vertreibung von Untugenden ein („Nessel-Peitschen“) sondern auch für den Liebeszauber: Wenn man an einem Freitag, dem Tag der Freya, vor Sonnenaufgang heimlich auf eine Brennnessel uriniere, dabei den Namen des/der Geliebten sage und die Pflanze mit Salz besprenge, könne man dem Objekt der Begierde eine heiße Liebe anzaubern. Man müsse nur nach Sonnenuntergang desselben Tages die Pflanze ausgraben, in die Glut legen und drei Dämonen beschwören: “Öl, Ammel und Ingrimm. So wie diese Nessel hier brennt, so brenne auch sein/ihr Herz nach mir!
Milarepa, der grösste Dichter Tibets, wird auf Meditationsbildern grün dargestellt, da er sich ausschließlich von Brennnesseln ernährte und dabei ein Siddhi, ein Vollkommener mit übernatürlichen Fähigkeiten wurde.
Rudolf Steiner (1861-1925), hellsichtiger Mystiker und Begründer der Antroposophie bezeichnete die Nessel als die größte Wohltäterin im Pflanzenreich. Kräuterpfarrer Künzle 1857-1945, der große Schweizer Kräuterkenner meinte, dass die Brennnessel aufgrund ihrer großen Tugenden schon längst ausgerottet wäre, wenn sie keine Stacheln hätte.
In der biologisch-dynamischen Kultivierung wird das Brennnesselpräparat verwendet um die “Marskräfte” in den Pflanzen zu stärken und das Mondenhafte (z. B. die weichen, schleimigen, saftziehenden Mikroorganismen, Schimmelpilze, Mehltau etc. in die Schranken zu weisen. Der Stängel ist zäh, streng vierkantig und verzweigt sich nur, wenn er verletzt wurde.

Wirkung als Räucherung

„Befreiung des Geistes“ Mit diesem Kräuterbündel der Urtica dioica – einer Brennnessel-Art, die schon seit Jahrhunderten als Heilpflanze geschätzt wird – halten Sie ein machtvolles Instrument zur Befreiung von Überkommenen und zum Eintritt in neue Lebensphasen in den Händen.
Ein Räucherritual mit Urtica dioica „verbrennt“ hindernde Gedanken und gibt Mut, Konsequenzen umzusetzen, die zur Erreichung eines erweiterten Lebens- und Wahrnehmungsraums Voraussetzung sind. Als Auftakt für Visionssuche und Auszeit schafft sie Raum für Träume und mutige Entschlüsse, belebt Körper und Geist und reinigt die Kannäle, durch die frische Energie zufliessen darf.

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