Thymus Vulgaris

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Ökologie

Der Echte Thymian (thymus vulgaris) gehört zu den Lippenblütlern (Lamiaceae).
Seine verholzten Ästchen können bis zu 40 cm hoch werden, die rosanen Blüten und Blätter stehen in kugeligen Rispen (Quirle) hintereinander.
Seine flache Wurzelung und „dicke Haut“ prädestiniert ihn für trockene, kalkhaltige oft auch schon in der Mittelschicht steinige Böden. Er ist von großer Ausdauer.
Die Biologen glauben, der Thymian stamme aus dem Mittelmeerraum, wo es auch heute noch zahlreiche Varianten gibt. (auch auf Teneriffa J ).
Da er aber zentraler Part der keltisch-germanischen Pflanzenmedizin ist, liegt es nahe anzunehmen, dass der Th. vulgaris seine Heimstatt durchaus mit Zentrum Europas hat.

Biochemie

Die ätherischen Öle des Echten Thymian setzten sich vor allem aus Thymol, Geraniol und Linalol zusammen.
Als Einreibung verstärkt das Mazerat die Durchblutung und hilft bei Katharen vor allem im Brustbereich.
Wegen der bakteriziden und fungiziden Wirkung des Thymol fanden Thymianessenzen bereits im alten Ägypten bei der Konservierung von Mumien Verwendung.

In hoher Dosierung ist der Saft giftig und wurde früher auch als Abtreibungsmittel verwendet.

Mythologie

Man sagt, der Thymian sei zusammen mit Rosmarin die Lieblingspflanze der Elfen. Die  vitalisierende, kräftigende Aura dieser Pflanze mag diese Präferenz, die übrigens auch in der griechischen Mythologie für die Göttin Europa benannt wird, zu begründen sein.

Das Wort „Thymus“ kommt vom griechischen „thymol“ und bedeutet „Lebenskraft“. Diese stärkenden Prozesse werden auch in der Mythologie sichtbar. So haben Ritter vor der Schlacht Thymianbäder genommen, es galt als Schutz gegen Dämonen oder Behexungen, die Krippe des Christkindes soll mit Thymian ausgepolstert gewesen sein und die Germanen haben ihn der Fruchtbarkeitsgöttin Freyja zugeordnet. In der Volksheilkunde nennt man beide Arten das „Antibiotikum des armen Mannes“. In der Alten Welt wurde die Räucherung mit Thymian zum Orakelspruch, zur Wegfindung und zur Leichenwaschung verwendet.

Plinius und Hildegard von Bingen schrieben bereits über die Kräfte dieses Krauts.

Räucherung mit Thymian vulg.

 

Wie alle der Wandlungsphase “Feuer” zugeordneten Medizinpflanzen greift auch der Thymian deutlich ein, “befeuert”, bündelt Kraft und bringt sie in Bewegung. Diese Deva hat speziell eine aufrichtende und entschleiernde Wirkung, das heißt, sie nimmt Nebel, Schatten, Täuschungen aus der Aura heraus und führt in eine aufrechte Klarheit.
Ich selbst wende diese Räucherung an, um meine Hellsichtigkeit zu stärken und/oder, um in eigenen Angelegenheiten klarer zu sehen – eingefahrene Muster, egoistische Verzerrungen, falsche Informationen zu finden und aufzulösen.

Es ist das perfekte Kraut, um Menschen und Räume für zeremonielle Handlungen vorzubereiten.
Zudem hilft es den Ängstlichen, ihre eigene Wahrheit zu erkennen und für sie einzustehen. In Krisenzeiten für jedermann hilfreich, um „des Pudels Kern“ zu erkennen und das Problem an der Wurzel anzugehen.

 

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