Sideritis Canariensis

 Räucherbündel lieferbar ab Oktober 2011.

Ökologie:

Die Sideritis canariensis – von Einheimischen „Salvia blanca“ genannt – gehört zur Gattung der Gliedkräuter aus der Familie der Lamiaceae.

Ihr unscheinbarer Habitus fordert dazu auf, genau hinzusehen um die zartgelben Lippenblüten mit ihrem feinen Duft und den stark behaarten, fleischigen Blättchen wirklich wahrzunehmen. Eine verborgene aber umso beeindruckendere Schönheit.

Biochemie und Pharmalogie:

Die moderne Medizin und Biochemie begehrt vor allem die Inhaltstoffe Candidol und Campesterol sowie eine Reihe von Steroiden. Für die Räucherungen sind aber viel Maßgeblicher die enthaltenen Di- und Triterpene, die den leicht bitteren, aromatischen Ausdruck der Pflanze prägen.

  • Traditionell wurde Sideritis wegen seiner  antibakteriellen Wirkung als Adstringent, Wundheilmittel und Hustenmittel genutzt
  • Die enthaltenen Steroide finden Eingang in Medikamente zur Cholesterinsenkung und liefern die Ausgangsstoffe für die technische Synthese von Steroid-Hormonen

Beachtung findet Sideritis neuerdings auch beim Einsatz gegen ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und Depressionen

Wirkung als Räucherung:

Sideritis ist wie ihre Schwestern aus der Salvia-Gattung ein Wahrsage-Kraut: Sie wirkt auf die Wahrnehmung und innere Ausrichtung fokussierend, führt zum Kern einer Sache oder eines Anliegens.

Eine Räucherung mit Sideritis schafft daher eine Atmosphäre von Zentriertheit und Bodenhaftung, die die gezielte Umsetzung notwendiger Schritte unterstützt.

In den Guanchenritualen wird sie daher nicht nur als grundsätzliche Start-Räucherung zur Vertreibung von Störungen verwendet und verehrt, sondern sie gibt den Auftakt für weitrechende Entscheidungen oder (Gerichts-)Verhandlungen, bei denen das „große Gesetzt“ in seiner Weisheit angerufen wird.

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