Heiler und Heiler

by Evelin Rosenfeld on March 12, 2015

Gestern war ich zu Besuch bei einer – sich so nennenden – Expertengruppe für Biochemie und Aromatherapie. Da ich sehr an Erfahrungen zur Wirkung und auch Herstellung pflanzlicher Substanzen interessiert bin, ging ich hin.
Ich wollte etwas zur Wirksamkeit der Öle im Vergleich zum Räuchern erfahren. Biochemisch aber auch energetisch fundiert.
Leider waren die Anwesenden nur “verrückt nach” den köstlichen Ölen. Keine(r) der Anwesenden war sich bewusst
– über das Opfer, das in den Ölen steckt
– über die Art, wie Pflanzen uns beim Heilen helfen
Ich war ein bisschen betrübt, als ich abends nach Hause ging – und zugleich bestärkt über die Einsichten, die ich im Zuge von WildNatural Spirit gesammelt hatte:
Vor einigen Jahren, als ich das Projekt http://wild-natural-spirit.org/ gründete, war der erste Gedanke auch gewesen, Essenzen oder Öle aus den Medizinpflanzen herzustellen.
Als wir erste Probedestillationen durchführten, wurde mir bewusst, wieviele Pflanzen für einen einzigen Tropfen Öl geopfert werden mussten:
15kg Blüten (oder eben der ölreichen Pflanzenteile) für 100 ml (das ist so ein kleines Fläschen) Öl. 15kg Blüten heisst etwa 30 kg Pflnazen. Könnt Ihr Euch vorstellen, wieviel das ist ?
Wir experimentierten damals mit Artemisia thuscula und ich erinnere mich, wie ich Paket um Paket der wertvollen Pflanzen zur Post auf Teneriffa brachte und zum süddeutschen Destillator schickte. Es tat mir in der Seele leid, so viele Pflanzen auf einen Schlag zu opfern…
Und dann kamen zwei “Einblicke” zugleich:
Zum einen erlebte ich, dass es nur zu einem sehr geringen Anteil die Biochemie (also die Materie, die körperliche Pflanze mit ihren Wirkstoffen) ist, die diesen heilvollen Effekt auf uns hat.
… hätte mir nach jahrelanger Befassung mit Homöopathie und Essenzen auch vorher einfallen können !!
Der eigetliche Effekt zwischen Pflanze und Mensch basiert auf der Resonanz ähnlicher, subtiler Informationen (man könnte es “Schwingungsmuster” nennen, auch wenn der Begriff quantentechnisch noch nicht sauber unterlegt ist). Das konnte ich beobachten, indem ich Menschen in der unmittelbaren Nähe der lebenden Medizinpflanzen meditieren liess. Der pflanzliche Einfluss wurde deutliich wahrgenommen und zeigte seinen Effekt.
Und dann erschlossen sich mir etwa zur gleichen Zeit die Mechanismen des Räucheropfers – eines Vorgangs, in dem vor allem der menschliche Geist durch Konzentration, durch Demut und Öffnung auf die Wechselwirkung (Interferenz) mit der jeweiligen Pflanze eingestimmt wird.
All diese Dinge waren den gestern Anwesenden offenbar nicht bekannt. Sie wollten etwas zum Schlucken, zum Kaufen und zum Anfassen – auch wenn sie auf biochemischer Ebene nicht einmal die aktiven Wirkstoffe der Pflanzen benennen, geschweige denn beschreiben konnten.
Die Information zum Pflanzenaufwand für 1 Tropfen Öl erzeugte keinerlei Reaktion – die Information, dass die Pflanzen “nur an ganz bestimmten Orten” (dort, wo der Wirkstoffgehalt am höchten gemessen worden seinsoll) geerntet würden, brachte keine/n der Anwesenden zu der Frage, was für Monokulturen das wohl sein müssten in Anbetracht der benötigten Mengen.
Und dies war eine Gruppe von Heilpraktikern, Ärzten, Homöopathen, Bichemikern, die sich Experten nennen.
Manchmal fühle ich mich echt verloren…
***
Was ist die Conclusio meiner Gedanken:
Wenn Du Dir Unterstützung von einem Pflanzenwesen wünscht, dann ehre es.
… eigentlich reicht das für alle weiteren Schritte.

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